Rias Baixas

Rias Baixas

Und ewig mogelt das Etikett

Charles de Gaulle hat mal angemerkt, dass Europa in den Pyrenäen ende. Dies wollen wir hier und heute nicht näher analysieren, wobei in Sachen Weinetiketten die Spanier schon anders ticken als Mitteleuropäer. Zum Beispiel gibt es, von ganz wenigen Regionen abgesehen, keine Erzeugerabfüllungen. Was da auf dem Etikett steht, „elaborado y embotellado“, besagt bestenfalls, dass der Wein in der betreffenden Bodega abgefüllt wurde – und selbst das kann man umgehen. Man könnte den Platz auch leer lassen…

Den Consejos Reguladores ist dieses Problem natürlich bewusst, sie tun aber nichts, weil sie sich nicht gegen die Großkellereien stellen wollen, von denen sie wirtschaftlich zumindest teilweise abhängig sind. Gleichwohl sind viele Denominaciones de Origen in Sachen Tricksen und Täuschen durchaus versiert.

Nehmen wir als Beispiel Rías Baixas, nach dem Abflachen des Verdejo-Booms so etwas wie die Moderegion für spanische Weißweine. Laut einem riesigen Ballyhoo, welches der Consejo Regulador ohne Pause veranstaltet, gibt es in Rías Baixas fünf Subregionen, von denen zwei einzig aus politischen Gründen existieren. Lassen wir sie beiseite. Bleiben drei: O Rosal und Condado do Tea findet man im Süden, am Miño, in dieser Region Grenzfluss zu Portugal. O Rosal reicht von der Atlantikküste bis Túi, Condado von dort bis zur Region Ribeiro. Und es gibt Salnés, die größte Teilregion von Rías Baixas, mit Cambados als Zentrum und ein paar mehr oder weniger wichtigen Dörfern außen herum, etwa fünfzig Kilometer weiter nördlich. In aufwendigen Statistiken zeigt der Consejo auf, wie viele Trauben wo gelesen werden. Und im Verzeichnis der Bodegas werden alle Kellereien gemäß der Teilregion geführt, in der sie stehen. Alleine: mit dem fertigen Wein hat das gar nichts zu tun.

Zwar veröffentlicht der Consejo Regulador, wie viele Trauben von unten nach oben und von oben nach unten verhökert werden, damit hat es sich dann auch schon. Auch so sprechen wir schnell von zehn Prozent der Ernte. Und nein – das ist nicht Würzburg und Randersacker, das ist eher Trier und Winningen. Die Teilregionen haben nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun. Mit den zehn Prozent Herumgeschiebe könnte man ja noch leben; was der Consejo nicht erzählt, ist, wie viel Fasswein verschoben wird. Über den groben Daumen gepeilt, stammt die Hälfte dessen, was in Salvaterra do Miño, der wichtigste Weinort im Süden, abgefüllt wird, aus Salnés, dieses Jahr wird es noch mehr sein, da im Süden die Ernte extrem knapp ist. Und genau dort sitzen viele international aktive Bodegas (La Rioja Alta, Marqués de Vargas, Lan, A Pazo do Lusco und noch diverse mehr), die Lieferverträge haben und daher Trauben brauchen, kosten sie, was sie eben kosten. Unlängst verkostete ich einen Albariño aus Condado, hundert Prozent mit Trauben aus Salnés erzeugt. Das erinnert mich latant (lata = Dose) an den Spargel aus Tudela de Ebro origen de producto: Chino. Nichts gegen Spargel aus China, oder aus Perú, die andere Alternative. Aber wenn man Dosenspargel aus Tudela, nein – lassen wir das!

Dafür gibt es Bodegas aus Salnés, die, wenn Trauben da sind, im Süden einkaufen, um ihre etwas schwachen Säuerlinge aufzupeppen. Für manche Bodegas sind zwölf Volumenprozent eine Herausforderung. Zwar darf man chaptalisieren, und der Consejo schaut da offensichtlich so genau nicht hin, aber manchmal reicht auch das nicht aus. Außerdem erhöht das Anreichern die Produktionsmenge nicht.

Der Verbraucher bekommt davon in der Regel erst etwas mit, wenn der Korken vom Flaschenhals getrennt ist. Und da stellt sich dann heraus, dass viele Albariños einfach gleich schmecken. Wenn ich alles in einen Topf werfe, sollte ich mich nicht wundern, wenn Eintopf dabei herauskommt. Gut, das hat auch damit etwas zu tun, dass es in der Region vier oder fünf Önologen gibt, die etwa zwei Drittel aller Weingüter betreuen. Oftmals wollen die Eigentümer eine Bodega einfach zweihundert tausend Flaschen Albariño; trinkbar; mit guter Gewinnmarge. Der Rest ist meistens nicht einmal sekundärer Natur.

Zwar gibt es eine Möglichkeit, die Weine als Regionsweine zu etikettieren, also Rías Baixas – Val do Salnés, – O Rosal, – Condado. Sobald andere Rebsorten als Albariño im Spiel sind, gibt es keine Alternative zu dieser Vorschrift. Viele Bodegas indes setzen auf das Wort Albariño und verzichten, aus dem einen Grund oder dem anderen, auf eine Regionsangabe.

Dem Consejo kommt das ganz recht, denn die wollen eigentlich nur Albariño-Rías Baixas vermarkten, der Rest ist Killekalle. Dass Rueda-Verdejo gerade grandios in den Orkus fährt, ficht die Jungs und Mädels aus Cambados nicht an.

Für die Großbodegas ist das alles kein Problem, Martín Códax verkauft Martín Códax – und gut isses! Für die Minibodegas mit fünftausend Liter schwachbrüstigen, halbtrockenen und entsäuerten Wein, die vor allem in der halb legalen Taverne im Hinterhof der Bodega verkaufen, auch nicht.

Die an Qualität interessierten Bodegas haben damit ein Problem. Puligny-Montrachet verkauft sich nun einmal besser als Fixin und Bernkasteler Doctor besser als Bernkasteler Brathähnchen, sorry Bratenhöfchen. Jedoch war bislang die Kombination von detaillierter Herkunft und Rebsorte Albariño auf dem Etikett ein ziemlich rotes Tuch. Nun haben sich zwei der leider immer noch viel zu wenigen Vorzeigewinzer der Region dem Thema angenommen, jeder auf seine Weise, und ohne miteinander zu sprechen. Xurxo Alba schreibt inzwischen dezidiert auf das Etikett der Weine, dass alle Trauben nicht nur aus Salnés, sondern aus Castrelo, dem südlichen Stadtteil von Cambados stammen. Der Consejo hat zähneknirschend nicht nein gesagt. Xurxo gehört zur Gruppe der Rebellen, denen will man so viel Aufmerksamkeit nicht schenken. Richtig ärgerlich wurde es für den Consejo, als ein gewisser Eulogio Pomares, Eigentümer und Weinmacher in Zarate anfing, die Dinge zu kombinieren. Er ging noch einen Schritt weiter, als erster schrieb er Albariño und Val do Salnés untereinander auf das Etikett, der Sündenfall, den der Consejo vermeiden wollte. Das kleine Problem: Don Eulogio ist Mitglied des Consejos…. Rosa Pedrosa hat inzwischen nachgezogen, ins Wasser geworfene Steine schlagen nun einmal Wellen.

Und warum gibt es all dieses Durcheinander? Können die nicht…? Nein, sie können nicht. Und zwar aus folgendem Grund: die D.O. Rías Baixas ist nicht gerade alt, sie wurde im Jahr 1986 gegründet, feiert also gerade einen runden Geburtstag. Damals gab es in der D.O., die Hybridreben mussten auf Anweisung von Brüssel (war eine gute Idee) draußen bleiben, gerade einmal 237 Hektar Rebland. Zwei-hundert-sieben-und-dreißig!!! Und die waren nicht alle in Salnés, sondern auch unten am Miño. Und außerdem war und ist Fefiñanes zwar die älteste Bodega der Region, die mit Abstand bekannteste in jener Zeit war aber nun einmal Santiago Ruiz. Und die steht in Tomiño, in O Rosal.

Nun konnten aber die Bodegas aus dem Süden, wo es keine fünfzig Hektar Rebland gab, ohne die Trauben aus Salnés schlicht nicht existieren. Für die Region war dies eine lose-lose Situation, letztendlich konnte man es niemandem recht machen.

Wer nun einmal in seinem Leben einen Albariño getrunken haben will, für den ist das alles kein Problem. Irgendeinen nehmen, Augen zu, Nase am besten auch, und ein feurig-intensives rotes Hühnercurry auftischen. Kein Scherz, asiatische Gerichte, gerade wenn sie etwas schärfer geraten, passen in der Regel gut zu den eher säurebetonten Weinen aus Salnés. Zu denen aus dem Süden weniger.

Denn das Hauptproblem ist letztendlich die Säure, nicht der Alkohol Albariños aus dem Süden, die wirklich nur aus dem Süden stammen, sind in der Regel betont schlicht. Auf einer Condado do Tea – Präsentation in Salvaterra diskutierte ich das Thema mit diversen Inhabern der guten Weingüter. As Laxas versucht es, mit überschaubarem Erfolg. Der mit Abstand beste Wein dieser Bodega ist das Cuvée aus Albariño, Treixadura und noch was, Godello, glaube ich. Um Welten besser als der normale As Laxas. Und auch nicht viel teurer. Aber José Simón traut sich nicht, er will auf das Verkaufsargument Albariño nicht verzichten.

Oder aber Beira Aral, für mich noch immer eines der besten Weingüter im Süden. Nur: das ist ein Weinberg, gelegen in As Neves, nach Südwesten abfallend, immer gute Zuckerwerte aber nix mit Säure. Im ersten Jahr ist der Wein sehr gut, im zweiten Jahr zumindest in guten Jahren noch ordentlich trinkbar. Nur: während Albariños aus Salnés nach sechs oder sieben Jahren noch immer erstklassig sein können, auch normale Ausfertigungen, ist der Áravo ab dem dritten Jahr tot. Tierry und Pepe wissen das – und sie hätten mit dem Condado (neben Albariño auch Treixadura) auch eine Alternative. Aber – siehe José Simón, nur in (sehr) klein.

Und was macht der Verbraucher? Nun – alle wirklich guten Albariño-Produzenten sind zumindest in Deutschland und in der Schweiz vertreten. Woran erkennt man sie? Nun – abgesehen von zwei etwas exotischen Weingütern offerieren alle anderen zumindest einen Lagenwein. Manche auch zwei oder drei. Das ist wie im Burgund: wer lediglich einen Bourgogne Blanc anbietet, gehört nur in absoluten Ausnahmefällen zu den Besten der Besten. Text: El oso alemán

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Rebsorten

Conte di Campiano Primitivo Riserva

Rotwein · Primitivo · Puglia · Riserva · Italien

Conte di Campiano Primitivo Riserva ist ein kräftiger Primitivo Riserva aus der Region Puglia, der 12 Monate in Holzfässern reifte. Fast tintig in der Farbe, verströmt er komplexe Aromen von dunklen Früchten, Kaffee und Vanille. Im Glas reichhaltig, intensiv und vollmundig.


Puglia

Die Region Puglia (Apulien) im Süden Italiens ist für ihre kräftigen, vollmundigen Primitivo-Weine bekannt. Das warme, mediterrane Klima bringt vollreife Trauben mit viel Substanz hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Primitivo und reift als Riserva 12 Monate im Holzfass. Die Fassreife verleiht ihm seine intensiven, würzigen und geschmeidig-kraftvollen Aromen.

Im Glas

Fast tintiges, tiefes Rot. In der Nase komplexe Aromen von dunklen Früchten, Kaffee und Vanille. Am Gaumen sehr reichhaltig und intensiv, mit vollmundigen Nuancen, würzig und geschmeidig-kraftvoll zugleich. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: dunkles Fleisch, Schmorgerichte, Grillfleisch und gereifter Käse.


Lage: Puglia (Italien)
Klassifikation: Primitivo – Riserva (Puglia)
Ausbau: Primitivo, 12 Monate Holzfass

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Rebsorten

Baum-Barth Großwinternheimer Spätburgunder 2022

Rotwein · Großwinternheim (Rheinhessen) · Spätburgunder

Spätburgunder Großwinternheimer Ortswein Baum-Barth Großwinternheim · Selztal kalkreiche Lagen häufige Pigeage vollmundig & körperreich 2022

Der Baum-Barth Großwinternheimer Spätburgunder 2022 ist ein charaktervoller Ortswein zu 100 % aus den kalkreichen Lagen Großwinternheims. Vollmundig und körperreich, mit beeindruckendem Tanningefüge und faszinierender Komplexität.


Großwinternheimer Spätburgunder – kalkreicher Ortswein

Das Weingut Baum-Barth in Ingelheim wird von den Brüdern Christoph und Thomas Baum-Barth geführt und steht für die lange Rotweintradition des Selztals. Der Großwinternheimer Spätburgunder ist ein Ortswein zu 100 % aus den kalkreichen Lagen Großwinternheims.

Diese Lagen gedeihen im einzigartigen, besonders geschützten Mikroklima des Selztals. Das Terroir schenkt den Trauben eine längere Reifezeit, was zu besonders ausgereiften Tanninen und einer unverwechselbaren Aromenvielfalt führt.

Jahrgang 2022 – Großwinternheim (Selztal)

2022 präsentierte sich – ähnlich wie 2018 – als sehr trockenes, sonnenreiches Jahr. Während das Gras im Sommer braun wurde, blieben die Reben grün und trotzten der Hitze mit erstaunlicher Robustheit. Ein Wetterumschwung mit moderaten Temperaturen und Regen im September bremste den Säureverlust und förderte Aromabildung und Reife. Ein Jahr der Burgundersorten, das präzise, ausgewogene Rotweine hervorbrachte.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (Ortswein) aus den kalkreichen Lagen Großwinternheims, Jahrgang 2022.

Im Vergleich zum Ingelheimer Spätburgunder wurde hier während der Maischegärung der Tresterhut häufiger nach unten gedrückt (Pigeage), was dem Wein mehr Extrakt, Struktur und Körper verleiht.

Im Glas

In der Nase ein Bouquet von dunklen Beeren, begleitet von subtilen Noten von Rauch und delikaten Röstaromen; eine dezente Reduktion verleiht zusätzliche Tiefe und Komplexität. Am Gaumen präsentiert sich der Wein vollmundig und körperreich, mit einem beeindruckenden Tanningefüge, das ihm Struktur verleiht. Trotz seiner Kraft bietet er eine faszinierende Komplexität.

Dunkle Beeren mit Rauch und delikaten Röstaromen über dezenter Reduktion – vollmundig und körperreich, mit beeindruckendem Tanningefüge, Struktur und faszinierender Komplexität.

Ein kraftvoller, strukturierter Spätburgunder mit Tiefe; jung gern dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Fleisch, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Herkunft: kalkreiche Lagen Großwinternheims (Selztal), Rheinhessen; geschütztes Mikroklima
Klassifikation: Spätburgunder, Ortswein, Rheinhessen (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: Maischegärung mit häufiger Pigeage; Barriqueausbau

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Feinkost

Sabores del Guijo Tomatenessig - Vinagre de tomate 0,250 Liter

Feinkost · Essig · Spanien

Casa Alonso Sabores del Guijo Tomatenessig ist ein fruchtiger Essig mit Tomate (Vinagre de Tomate) aus Spanien. Er verbindet die Säure eines feinen Essigs mit der Frucht reifer Tomaten. Aromatisch, fruchtig und vielseitig. Er gibt Dressings den besonderen Kick.


Herkunft

Casa Alonso ist ein spanischer Feinkost-Hersteller. Unter der Linie „Sabores del Guijo" entstehen aromatische Essigspezialitäten – darunter dieser fruchtige Tomatenessig.

Anbau und Verarbeitung

Grundlage ist ein fruchtiger Essig, der mit Tomate aromatisiert wird. So entsteht ein vielseitiger Vinagre de Tomate mit feiner Säure und fruchtiger Tiefe.

Geschmack

Fruchtig und aromatisch, mit klarer Säure und der reifen Note von Tomate. Würzig und vielseitig.

Am Tisch

Für Dressings, Marinaden und zum Abschmecken. Ein paar Tropfen geben Salaten und Gerichten den besonderen Kick.

Klassische Begleitung: Blattsalate, Tomatensalat, Gazpacho, gegrilltes Gemüse und Antipasti.


Hersteller: Casa Alonso (Spanien)
Produkt: Tomatenessig (Vinagre de Tomate)
Sorte: Essig mit Tomate
Herkunft: Spanien
Verarbeitung: fruchtiger, aromatisierter Essig
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2027

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Rebsorten

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc 2024

Weißwein · Chardonnay · Burgund

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc ist der Einstieg in das Weißwein-Sortiment einer der präzisesten Adressen von Meursault. Fichet arbeitet mit der Genauigkeit eines Feinmechanikers und behandelt diesen regionalen Wein mit derselben Sorgfalt wie seine Village-Lagen. Das Ergebnis ist ein straffer, geradliniger Weißwein, der die aromatische Reinheit der Frucht in den Mittelpunkt stellt.


Rund um Meursault

Der Bourgogne Blanc stammt aus kühlen Parzellen rund um Meursault an der Côte de Beaune. Die Reben wachsen auf kalk- und mergelreichen Böden, die dem weißen Burgund seine Mineralität und Frische geben. Im Weinberg setzt Fichet auf viel Handarbeit, verzichtet auf Herbizide und arbeitet biodynamisch, ohne Zertifizierung.

Assemblage und Ausbau

Bis zu zwölf Stunden Maischestandzeit und eine schonende Pressung stehen am Anfang; danach bleibt der Wein bis zur Füllung auf der Feinhefe. Ausgebaut wird er – wie Fichets übrige „kleinere" Weine – überwiegend in Demi-muids und gebrauchten Barriques mit sehr sparsamem Anteil neuen Holzes. Das lange Hefelager gibt Textur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

In der Nase Zitrus und weißfleischiges Steinobst, dazu eine dezente Mandel- und Feuersteinnote. Am Gaumen geradlinig und straff, mit zupackender Säure und einer feinen Stoffigkeit aus dem Hefelager. Der Abgang bleibt trocken, salzig-mineralisch und klar.

Am Tisch

Ein Allrounder am Tisch: zu Meeresfrüchten, gebratenem Fisch, hellem Geflügel und mittelreifem Hartkäse. Jung bereits zugänglich, in den ersten drei bis fünf Jahren am besten; kühl und liegend lagern.

Klassische Begleitung: Austern, gebratener Zander, Geflügel in heller Sauce. Bei 11–12 °C servieren.


Lage: Rund um Meursault, Côte de Beaune
Klassifikation: AOC Bourgogne (regionale Appellation)
Ausbau: Demi-muids und gebrauchte Barriques, langes Feinhefelager, wenig neues Holz

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Moulin a Vent 2015 Doppelmagnum

Rotwein · Beaujolais Cru Moulin-à-Vent · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Moulin-à-Vent Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Doppelmagnum (3,0 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Moulin-à-Vent 2015 in der Doppelmagnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Moulin-à-Vent gilt als der kraftvollste, langlebigste und „burgundischste" der Beaujolais-Crus; seine Granitböden mit hohem Mangananteil verleihen dem Gamay Tiefe, Struktur und festes Tannin.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Doppelmagnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Moulin-à-Vent, trocken; abgefüllt in der Doppelmagnum (3,0 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Doppelmagnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife und ist ein eindrucksvolles Format für Sammler und große Anlässe.

Im Glas

Vom mangan­reichen Granitboden von Moulin-à-Vent und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: dunkle Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine tiefe, würzig-steinige Mineralität. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen kraftvoll und konzentriert, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein „burgundischer" Gamay mit großem Reifepotenzial.

Dunkle Frucht und tiefe, würzig-steinige Mineralität – kraftvoll und konzentriert, mit festem Tannin und langer Länge.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Moulin-à-Vent (Frankreich); Granitböden mit hohem Mangananteil; gilt als kraftvollster und langlebigster der Crus
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Doppelmagnum (3,0 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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Spirituosen

Prinz Alte Williams Christbirne

Spirituose · Obstbrand · Holzfassreifung · Österreich

Prinz Alte Williams-Christbirne ist ein holzfassgereifter Williams-Birnenbrand der Fein-Brennerei Prinz aus Österreich. Aus der beliebten, aromatischen Williams-Christ-Birne destilliert und im Holzfass veredelt – intensiv-fruchtig, vollmundig und weich, mit feiner Fassnote.


Herkunft

Die Fein-Brennerei Prinz aus Hörbranz in Vorarlberg (Österreich) ist für ihre Obstbrände und die holzfassgereiften „Alten Sorten" bekannt. Verarbeitet werden nur sonnenverwöhnte Williams-Christ-Birnen bester Qualität aus den Gärten regionaler Obstbauern, geerntet meist im August und September.

Destillation und Reifung

Die Birnen werden auf ihren Reifegrad geprüft – das weiße Fruchtfleisch soll zart, nicht mehlig sein –, dann entkernt, entstielt, eingemaischt und vergoren. Im Roh- und Feinbrandverfahren übertragen die Brennmeister die vielschichtigen Fruchtaromen ins Destillat. Nach der Reifung im Steingut folgt das Finish im Holzfass, dessen Holzart den Charakter prägt, ohne die Frucht zu überlagern.

Im Glas

In der Nase vielschichtig, intensiv und charakteristisch nach reifer Williams-Birne. Am Gaumen vollmundig und weich, mit dezenter Süße und herb-würzigen Holzfassnoten. Der fruchtige Eindruck setzt sich im Abgang fort.

Pur genießen

Gut gekühlt pur als Digestif nach dem Essen. Die fruchtig-würzige Art passt auch zu Dessert oder über Eis geträufelt.

Klassisch solo: gekühlt pur, als Digestif oder zum Dessert.


Herkunft: Hörbranz, Vorarlberg (Österreich)
Art: holzfassgereifter Williams-Birnenbrand (Obstbrand)
Destillation: Roh- und Feinbrandverfahren
Reifung: Steingut, Finish im Holzfass

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Rebsorten

Domtalhof Riesling Pettenthal Lagenwein trocken 2006

Wie gut ein Lagenwein aus dem Niersteiner Pettenthal reifen kann, beweist dieser spannende 2006er vom Weingut Eimermann. Das Farbspiel hat inzwischen eine goldige Farbe angenommen. Im Duft breiten sich frische Vanille, Dörrobst und reifer Apfel aus. Spannung kommt dann im Geschmack auf, wo die elegante Säurestruktur für Frische und Klarheit sorgt. Mundfüllend, perfekt gereift und ein spannender Genussmoment für Liebhaber gereifterer Rieslinge!

 

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Südafrika

Fish Wives Club Cabernet Sauvignon

Wein · Rotwein · Western Cape · Südafrika

The Fishwives Club Cabernet Sauvignon ist ein sortentypischer Cabernet vom Western Cape. Reife Fruchtaromen nach schwarzen Johannisbeeren und Brombeeren, saftig und samtig mit Noten von Schokolade und Vanille. Sehr weiche Tannine, der Nachhall ist intensiv.


Western Cape / Südafrika

The Fishwives Club ist eine Boutique-Weinmarke aus Kapstadt, gegründet 2013 von Patrick James Robertson; die Weine entstehen mit Weinmacher Theunis Van Zyl (Imbuko Wines). Die Trauben stammen aus Lagen des Western Cape, deren Klima reife, kräftige Rotweine hervorbringt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Cabernet Sauvignon. Die Reifung erfolgt unter Einsatz von Eichenholz, was dem Wein die Noten von Schokolade und Vanille sowie seine samtige Textur verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife Frucht nach schwarzen Johannisbeeren und Brombeeren, dazu Schokolade und Vanille. Am Gaumen saftig und samtig, mit sehr weichen Tanninen und intensivem, nachhallendem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kräftiger Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Steak, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Western Cape (Südafrika); The Fishwives Club, Kapstadt
Klassifikation: Western Cape – 100 % Cabernet Sauvignon, trocken
Ausbau: Reifung mit Eichenholz

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