Rias Baixas

Rias Baixas

Und ewig mogelt das Etikett

Charles de Gaulle hat mal angemerkt, dass Europa in den Pyrenäen ende. Dies wollen wir hier und heute nicht näher analysieren, wobei in Sachen Weinetiketten die Spanier schon anders ticken als Mitteleuropäer. Zum Beispiel gibt es, von ganz wenigen Regionen abgesehen, keine Erzeugerabfüllungen. Was da auf dem Etikett steht, „elaborado y embotellado“, besagt bestenfalls, dass der Wein in der betreffenden Bodega abgefüllt wurde – und selbst das kann man umgehen. Man könnte den Platz auch leer lassen…

Den Consejos Reguladores ist dieses Problem natürlich bewusst, sie tun aber nichts, weil sie sich nicht gegen die Großkellereien stellen wollen, von denen sie wirtschaftlich zumindest teilweise abhängig sind. Gleichwohl sind viele Denominaciones de Origen in Sachen Tricksen und Täuschen durchaus versiert.

Nehmen wir als Beispiel Rías Baixas, nach dem Abflachen des Verdejo-Booms so etwas wie die Moderegion für spanische Weißweine. Laut einem riesigen Ballyhoo, welches der Consejo Regulador ohne Pause veranstaltet, gibt es in Rías Baixas fünf Subregionen, von denen zwei einzig aus politischen Gründen existieren. Lassen wir sie beiseite. Bleiben drei: O Rosal und Condado do Tea findet man im Süden, am Miño, in dieser Region Grenzfluss zu Portugal. O Rosal reicht von der Atlantikküste bis Túi, Condado von dort bis zur Region Ribeiro. Und es gibt Salnés, die größte Teilregion von Rías Baixas, mit Cambados als Zentrum und ein paar mehr oder weniger wichtigen Dörfern außen herum, etwa fünfzig Kilometer weiter nördlich. In aufwendigen Statistiken zeigt der Consejo auf, wie viele Trauben wo gelesen werden. Und im Verzeichnis der Bodegas werden alle Kellereien gemäß der Teilregion geführt, in der sie stehen. Alleine: mit dem fertigen Wein hat das gar nichts zu tun.

Zwar veröffentlicht der Consejo Regulador, wie viele Trauben von unten nach oben und von oben nach unten verhökert werden, damit hat es sich dann auch schon. Auch so sprechen wir schnell von zehn Prozent der Ernte. Und nein – das ist nicht Würzburg und Randersacker, das ist eher Trier und Winningen. Die Teilregionen haben nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun. Mit den zehn Prozent Herumgeschiebe könnte man ja noch leben; was der Consejo nicht erzählt, ist, wie viel Fasswein verschoben wird. Über den groben Daumen gepeilt, stammt die Hälfte dessen, was in Salvaterra do Miño, der wichtigste Weinort im Süden, abgefüllt wird, aus Salnés, dieses Jahr wird es noch mehr sein, da im Süden die Ernte extrem knapp ist. Und genau dort sitzen viele international aktive Bodegas (La Rioja Alta, Marqués de Vargas, Lan, A Pazo do Lusco und noch diverse mehr), die Lieferverträge haben und daher Trauben brauchen, kosten sie, was sie eben kosten. Unlängst verkostete ich einen Albariño aus Condado, hundert Prozent mit Trauben aus Salnés erzeugt. Das erinnert mich latant (lata = Dose) an den Spargel aus Tudela de Ebro origen de producto: Chino. Nichts gegen Spargel aus China, oder aus Perú, die andere Alternative. Aber wenn man Dosenspargel aus Tudela, nein – lassen wir das!

Dafür gibt es Bodegas aus Salnés, die, wenn Trauben da sind, im Süden einkaufen, um ihre etwas schwachen Säuerlinge aufzupeppen. Für manche Bodegas sind zwölf Volumenprozent eine Herausforderung. Zwar darf man chaptalisieren, und der Consejo schaut da offensichtlich so genau nicht hin, aber manchmal reicht auch das nicht aus. Außerdem erhöht das Anreichern die Produktionsmenge nicht.

Der Verbraucher bekommt davon in der Regel erst etwas mit, wenn der Korken vom Flaschenhals getrennt ist. Und da stellt sich dann heraus, dass viele Albariños einfach gleich schmecken. Wenn ich alles in einen Topf werfe, sollte ich mich nicht wundern, wenn Eintopf dabei herauskommt. Gut, das hat auch damit etwas zu tun, dass es in der Region vier oder fünf Önologen gibt, die etwa zwei Drittel aller Weingüter betreuen. Oftmals wollen die Eigentümer eine Bodega einfach zweihundert tausend Flaschen Albariño; trinkbar; mit guter Gewinnmarge. Der Rest ist meistens nicht einmal sekundärer Natur.

Zwar gibt es eine Möglichkeit, die Weine als Regionsweine zu etikettieren, also Rías Baixas – Val do Salnés, – O Rosal, – Condado. Sobald andere Rebsorten als Albariño im Spiel sind, gibt es keine Alternative zu dieser Vorschrift. Viele Bodegas indes setzen auf das Wort Albariño und verzichten, aus dem einen Grund oder dem anderen, auf eine Regionsangabe.

Dem Consejo kommt das ganz recht, denn die wollen eigentlich nur Albariño-Rías Baixas vermarkten, der Rest ist Killekalle. Dass Rueda-Verdejo gerade grandios in den Orkus fährt, ficht die Jungs und Mädels aus Cambados nicht an.

Für die Großbodegas ist das alles kein Problem, Martín Códax verkauft Martín Códax – und gut isses! Für die Minibodegas mit fünftausend Liter schwachbrüstigen, halbtrockenen und entsäuerten Wein, die vor allem in der halb legalen Taverne im Hinterhof der Bodega verkaufen, auch nicht.

Die an Qualität interessierten Bodegas haben damit ein Problem. Puligny-Montrachet verkauft sich nun einmal besser als Fixin und Bernkasteler Doctor besser als Bernkasteler Brathähnchen, sorry Bratenhöfchen. Jedoch war bislang die Kombination von detaillierter Herkunft und Rebsorte Albariño auf dem Etikett ein ziemlich rotes Tuch. Nun haben sich zwei der leider immer noch viel zu wenigen Vorzeigewinzer der Region dem Thema angenommen, jeder auf seine Weise, und ohne miteinander zu sprechen. Xurxo Alba schreibt inzwischen dezidiert auf das Etikett der Weine, dass alle Trauben nicht nur aus Salnés, sondern aus Castrelo, dem südlichen Stadtteil von Cambados stammen. Der Consejo hat zähneknirschend nicht nein gesagt. Xurxo gehört zur Gruppe der Rebellen, denen will man so viel Aufmerksamkeit nicht schenken. Richtig ärgerlich wurde es für den Consejo, als ein gewisser Eulogio Pomares, Eigentümer und Weinmacher in Zarate anfing, die Dinge zu kombinieren. Er ging noch einen Schritt weiter, als erster schrieb er Albariño und Val do Salnés untereinander auf das Etikett, der Sündenfall, den der Consejo vermeiden wollte. Das kleine Problem: Don Eulogio ist Mitglied des Consejos…. Rosa Pedrosa hat inzwischen nachgezogen, ins Wasser geworfene Steine schlagen nun einmal Wellen.

Und warum gibt es all dieses Durcheinander? Können die nicht…? Nein, sie können nicht. Und zwar aus folgendem Grund: die D.O. Rías Baixas ist nicht gerade alt, sie wurde im Jahr 1986 gegründet, feiert also gerade einen runden Geburtstag. Damals gab es in der D.O., die Hybridreben mussten auf Anweisung von Brüssel (war eine gute Idee) draußen bleiben, gerade einmal 237 Hektar Rebland. Zwei-hundert-sieben-und-dreißig!!! Und die waren nicht alle in Salnés, sondern auch unten am Miño. Und außerdem war und ist Fefiñanes zwar die älteste Bodega der Region, die mit Abstand bekannteste in jener Zeit war aber nun einmal Santiago Ruiz. Und die steht in Tomiño, in O Rosal.

Nun konnten aber die Bodegas aus dem Süden, wo es keine fünfzig Hektar Rebland gab, ohne die Trauben aus Salnés schlicht nicht existieren. Für die Region war dies eine lose-lose Situation, letztendlich konnte man es niemandem recht machen.

Wer nun einmal in seinem Leben einen Albariño getrunken haben will, für den ist das alles kein Problem. Irgendeinen nehmen, Augen zu, Nase am besten auch, und ein feurig-intensives rotes Hühnercurry auftischen. Kein Scherz, asiatische Gerichte, gerade wenn sie etwas schärfer geraten, passen in der Regel gut zu den eher säurebetonten Weinen aus Salnés. Zu denen aus dem Süden weniger.

Denn das Hauptproblem ist letztendlich die Säure, nicht der Alkohol Albariños aus dem Süden, die wirklich nur aus dem Süden stammen, sind in der Regel betont schlicht. Auf einer Condado do Tea – Präsentation in Salvaterra diskutierte ich das Thema mit diversen Inhabern der guten Weingüter. As Laxas versucht es, mit überschaubarem Erfolg. Der mit Abstand beste Wein dieser Bodega ist das Cuvée aus Albariño, Treixadura und noch was, Godello, glaube ich. Um Welten besser als der normale As Laxas. Und auch nicht viel teurer. Aber José Simón traut sich nicht, er will auf das Verkaufsargument Albariño nicht verzichten.

Oder aber Beira Aral, für mich noch immer eines der besten Weingüter im Süden. Nur: das ist ein Weinberg, gelegen in As Neves, nach Südwesten abfallend, immer gute Zuckerwerte aber nix mit Säure. Im ersten Jahr ist der Wein sehr gut, im zweiten Jahr zumindest in guten Jahren noch ordentlich trinkbar. Nur: während Albariños aus Salnés nach sechs oder sieben Jahren noch immer erstklassig sein können, auch normale Ausfertigungen, ist der Áravo ab dem dritten Jahr tot. Tierry und Pepe wissen das – und sie hätten mit dem Condado (neben Albariño auch Treixadura) auch eine Alternative. Aber – siehe José Simón, nur in (sehr) klein.

Und was macht der Verbraucher? Nun – alle wirklich guten Albariño-Produzenten sind zumindest in Deutschland und in der Schweiz vertreten. Woran erkennt man sie? Nun – abgesehen von zwei etwas exotischen Weingütern offerieren alle anderen zumindest einen Lagenwein. Manche auch zwei oder drei. Das ist wie im Burgund: wer lediglich einen Bourgogne Blanc anbietet, gehört nur in absoluten Ausnahmefällen zu den Besten der Besten. Text: El oso alemán

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Italien

Caldora Trebbiano d'Abruzzo 12er Set

Weißwein · Trebbiano · Abruzzen · 12er-Set

Caldora Trebbiano d'Abruzzo ist ein klarer, frisch-fruchtiger Weißwein der Fantini Group aus den italienischen Abruzzen – hier im günstigen 12er-Paket. Reinsortiger Trebbiano mit Aromen von Blüten und grünem Apfel, unkompliziert und zugänglich.


Abruzzen

Fantini by Farnese aus den Abruzzen zählt zu den bekanntesten Erzeugern Süditaliens. Die Trebbiano d'Abruzzo ist die klassische Weißweinsorte der Region und bringt frische, fruchtbetonte Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Trebbiano d'Abruzzo. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die frische, klare Frucht. Ein unkomplizierter Alltagswein – ein ehrlicher Schoppenwein zum fairen Preis.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Blütennoten und grüner Apfel. Am Gaumen frisch und fruchtig, klar und zugänglich, mit animierender Säure und unkompliziertem Trinkfluss.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – solo, als Schoppen oder zu leichter Küche. Auch als Schorle geeignet.

Klassische Begleitung: Fisch, Antipasti, Pasta, Salate und leichte Küche.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Trebbiano d'Abruzzo DOC – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank
Inhalt: 12 Flaschen à 0,75 l

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 12er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (12 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.

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Weine

Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2023 MAGNUM BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Ortswein)

Riesling Mölsheim (Ortswein) Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen kalkgeprägte Böden trocken rauchig-kühl · Feuerstein Magnum 1,5 l · BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2023 in der Magnum ist der Ortswein aus dem Zellertal – der kleine Bruder der Großen Gewächse: früher trinkreif, dennoch mit Lagerpotential. Rauchig-kühl mit Feuerstein.


Mölsheim – Ortswein aus dem Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Mölsheim liegt im Zellertal, wo auch die Großen Lagen Frauenberg und Zellerweg am Schwarzen Herrgott beheimatet sind.

Der Ortsriesling stammt von den kalkgeprägten Böden rund um Mölsheim. Er bündelt den Charakter des Zellertals auf zugänglicher Ebene: die kühle, rauchige Kalksteinmineralität der großen Lagen, früher zugänglich, aber mit Reifepotential.

Jahrgang 2023 – Zellertal (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die kalkgeprägten Böden des Zellertals bewahren kühle Klarheit, rauchige Mineralität und Struktur – Frucht und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling (Ortswein Mölsheim) aus dem Zellertal, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von kalkgeprägten Böden. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf kühle Klarheit, rauchige Kalkmineralität und Zugänglichkeit ausgerichtet. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein rauchig-kühler, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu ein deutlicher Feuersteinton, feine Kräuterwürze und eine salzig-mineralische Ader. Am Gaumen kühl und klar, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und einem langen, rauchig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über deutlichem Feuersteinton, feiner Kräuterwürze und salzig-mineralischer Ader – kühl und klar, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und langem, rauchig-mineralischem Nachhall.

Ein rauchig-kühler Kalk-Riesling; früh zugänglich, mit Reifepotential. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Herkunft: Mölsheim, Zellertal, Rheinhessen; kalkgeprägte Böden (Ortsebene der Zellertaler Großen Lagen)
Klassifikation: Riesling, Ortswein, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

1928 Martinez Gutierrez Gran Reserva

Generoso · sherryartig · trocken · Spanien

1928 Martínez Gutiérrez Gran Reserva ist ein sherryartig ausgebauter, trockener Altwein aus Spanien von Bodegas del Señorío. Bernsteinfarben und mit 17 % vol., eignet er sich als perfekter, trockener Apéritif. Er ist trinkfertig und entwickelt sich nicht mehr durch weitere Flaschenlagerung.


Spanien

Bodegas del Señorío erzeugt diesen Wein in Spanien im sherryartigen, oxidativen Stil. Die lange Reife prägt seinen Charakter als trockener, gereifter Generoso-Wein.

Herstellung und Reifung

Der Wein ist sherryartig (oxidativ) ausgebaut und über lange Zeit gereift, woraus seine bernsteinfarbene Tönung und der trockene, gereifte Charakter resultieren. Der Alkoholgehalt liegt bei 17 % vol. Er ist trinkfertig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase und am Gaumen trocken und gereift, mit nussigen, oxidativen Noten im sherryartigen Stil. Vollmundig und ausdrucksstark, mit langem Abgang.

Zum Genuss

Leicht gekühlt servieren – ein perfekter, trockener Apéritif. Trinkfertig.

Klassische Begleitung: Tapas, Oliven, Mandeln, Schinken und gereifter Käse.


Herkunft: Spanien
Art: sherryartiger Generoso (trocken), 17 % vol.
Reifung: oxidativ, lange gereift (Gran Reserva)

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Weine

Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2021

Weißwein · Roxheim (Nahe) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Höllenpfad im Mühlenberg VDP.Großes Gewächs Dönnhoff Roxheim · Nahe roter Sandstein (Rotliegendes) · Fels älteste Reben · ~30–40 hl/ha trocken · 2021

Der Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2021 stammt aus dem felsigen Kernstück der Roxheimer Steillage Höllenpfad – von den ältesten Rieslingreben des Guts. Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling von großer Eleganz.


Höllenpfad im Mühlenberg – rotes Gestein in Roxheim

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Der Höllenpfad liegt in Roxheim, in einem kühlen Seitental hinter Bad Kreuznach – anders als die Schiefer- und Vulkanlagen an der mittleren Nahe.

Die steile Lage ist von rotem Sandstein des Rotliegenden geprägt; die rötliche Erde speichert Wärme und gab dem „Höllenpfad" seinen Namen. Das GG stammt aus dem felsigen Kernstück „im Mühlenberg", wo die ältesten Rieslingreben des Guts stehen. Der karge, eisenhaltige Fels bringt kleine, dickschalige Beeren mit intensiver, feinwürziger Aromatik hervor; die Erträge liegen bei rund 30–40 hl/ha.

Jahrgang 2021 – Nahe

2021 war an der Nahe ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Der wärmespeichernde rote Sandstein und die alten Reben bewahrten Reife und Fülle, während das kühle Jahr für Frische, Würze und Spannung sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Höllenpfad im Mühlenberg (Roxheim), Jahrgang 2021; 100 % Riesling von rotem Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels.

Nach 100 % selektiver Handlese wird der Wein schonend verarbeitet und reift teils im Edelstahltank, teils in großen Holzfässern. Das Große Gewächs kommt erst im September des Folgejahres in den Verkauf.

Im Glas

Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling: rote und gelbe Frucht nach Erdbeere, Johannisbeere und saftigem Pfirsich, dazu Quitte, ein Hauch Rosmarin und eine warme, eisig-steinige Mineralität. Am Gaumen mit salzigem Grip, druckvoll und spannungsgeladen, mit weicher Textur, lebendiger Säure und einem langen, mineralischen Nachhall.

Erdbeere, Johannisbeere und saftiger Pfirsich über Quitte, Rosmarin und warmer, steiniger Mineralität – mit salzigem Grip, druckvoll und spannungsgeladen, weicher Textur und langem, mineralischem Nachhall.

Ein tiefgründiger, langlebiger Nahe-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Höllenpfad im Mühlenberg (VDP.Große Lage), Roxheim, Nahe; steile Südlage; roter Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels, eisenhaltig; älteste Reben des Guts, ~30–40 hl/ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Nahe (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: 100 % selektive Handlese, schonende Verarbeitung, Reife teils im Edelstahltank, teils im großen Holzfass

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Rebsorten

Passo Grande Appassimento rosso

Wein · Rotwein · Apulien · Italien

Passo Grande Appassimento Rosso ist hergestellt aus ausgesuchten Negroamaro-, Primitivo- und Malvasia-Trauben. Ein charmanter, fruchtbetonter Wein mit intensivem Aroma von sonnenverwöhnten Himbeeren, Pflaumen und Kräutern.


Apulien / Salento

Apulien, der Stiefelabsatz Italiens, und besonders der Salento stehen für kraftvolle, sonnengereifte Rotweine. Das heiße mediterrane Klima mit viel Sonne bringt üppige, reife Frucht hervor. Negroamaro und Primitivo sind die prägenden Rebsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negroamaro, Primitivo und Malvasia. Kennzeichnend ist die Appassimento-Methode: Ein Teil der Trauben wird nach der Lese angetrocknet, wodurch Zucker, Aromen und Extrakt konzentriert werden. So entsteht ein dichter, samtiger Wein mit reifer, fruchtsüßer Art.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife Himbeere, Pflaume und dunkle Beeren, dazu Kräuter und ein Hauch Dörrobst und Schokolade. Am Gaumen vollmundig, weich und samtig, mit reifer Frucht, milden Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Begleiter oder Wein für sich.

Passt zu: kräftiger Pasta, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm und reifem Käse.


Lage: Apulien / Salento (Italien); Passo Grande (Globus Wine)
Klassifikation: Apulien IGT – Cuvée aus Negroamaro, Primitivo & Malvasia (Appassimento)
Ausbau: Appassimento (Antrocknen eines Teils der Trauben)

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Feinkost

Umami Paste Taste #5

Feinkost · Würzpaste · Umami · Italien / UK

Taste #5 Umami Paste ist eine konzentrierte Würzpaste, die jedem Gericht herzhafte Geschmackstiefe verleiht – die fünfte Geschmacksrichtung Umami in der Tube. Aus natürlichen Mittelmeer-Zutaten wie Tomate, Sardelle, Steinpilz, Parmigiano und Oliven.


Herkunft

Entwickelt von Laura Santtini, einer italienischstämmigen Londonerin und Köchin/Autorin, die 2009 die erste Umami-Marke im Handel gründete. Vertrieben wird die Paste durch Kiril Mischeff Ltd. (Worksop, Großbritannien). Sie greift die Idee des konzentrierten Tomatenmarks auf und verdichtet sie zu einer komplexen Würzpaste.

Zutaten und Herstellung

Eine dreifach konzentrierte Paste aus natürlichen, umami-reichen Zutaten: Tomatenmark, Knoblauch, Sardellenpaste, schwarze Oliven, Balsamico-Essig, Steinpilze, Parmigiano Reggiano DOP, Olivenöl, Essig, Zucker und Salz. Enthält Fisch und Milch; kann Spuren von Gluten, Ei, Soja, Sulfiten, Sellerie, Nüssen und Senf enthalten.

Geschmack

Tief herzhaft und würzig, mit der unverkennbaren Umami-Fülle von reifer Tomate, Sardelle, Steinpilz und gereiftem Parmigiano. Salzig-rund, mit feiner Säure von Balsamico und Oliven – eine echte Geschmacksbombe.

In der Küche

Am besten kurz vor dem Servieren einrühren, um die Aromen zu betonen. Ideal in Saucen, Suppen, Eintöpfen und Bratensaucen, zu Pasta und Risotto, als Marinade (etwa mit Olivenöl, Rotwein und Rosmarin) oder auf Pizza und Bruschetta. Roh wie gekocht verwendbar.

Passt zu: Pasta, Saucen, Suppen, Fleisch, Fisch und Marinaden.


Hersteller/Vertrieb: Laura Santtini / Kiril Mischeff Ltd., Worksop (Großbritannien)
Produkt: Taste #5 Umami Paste (Würzpaste)
Zutaten (Auszug): Tomatenmark, Knoblauch, Sardellenpaste, schwarze Oliven, Balsamico, Steinpilze, Parmigiano Reggiano DOP, Olivenöl; enthält Fisch und Milch
Mindesthaltbarkeit (MHD): 10/2027

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Weine

Herbert Zillinger Horizont Grüner Veltliner 2022 BIO

Weißwein · Weinviertel · Grüner Veltliner

Grüner Veltliner Weinviertel · Ebenthal Horizont Zillinger kalkreiche Böden teils großes Fuderfass unfiltriert Biodynamie (AT-BIO-402) 2022

Der Herbert Zillinger Horizont Grüner Veltliner 2022 ist ein mineralischer, kraftvoller Bio-Veltliner aus dem Weinviertel – mit ausgeprägter Aromatik, faszinierender Mineralik und einem langanhaltenden Finish. Saftig-frisch und straff-elegant im Abgang.


Horizont – der große Bruder der Neuland-Weine

Carmen und Herbert Zillinger in Ebenthal zählen zu den Paradewinzern des Weinviertels und gelten als biodynamische Pioniere der Region (Respekt-BIODYN, AT-BIO-402). Ihre Weine sind kompromisslos naturbelassen, puristisch und herkunftsgenau – „Zeit der Reife" statt schneller Effekte.

Die Horizont-Linie ist der große Bruder der Neuland-Weine und beeindruckt mit Reben von etwa 15 bis 25 Jahren. Teilweise im großen Fuderfass ausgebaut, gewinnt der Grüne Veltliner durch die subtile Oxidation an bemerkenswerter Komplexität, wobei das wiederverwendete Holz nur zart wahrnehmbar bleibt. Aus einer sorgfältigen Selektion mehrerer Weinberge bevorzugen Carmen und Herbert Lagen mit kalkreichen Böden – das verleiht dem Wein seine ausgeprägte Aromatik, faszinierende Mineralik und ein kraftvolles, langanhaltendes Finish.

Jahrgang 2022 – Weinviertel

Der Jahrgang 2022 bringt im Horizont Grünen Veltliner einen präzisen, mineralisch geprägten Wein mit reifer, klarer Frucht und lebendiger Spannung. Die kalkreichen Böden und der schonende Ausbau betonen Saftigkeit, Struktur und straffe Länge.

Ausbau

Reinsortiger Grüner Veltliner aus dem Jahrgang 2022, trocken; ohne DAC, unfiltriert, Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402).

Im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses: Spontangärung und Ausbau teils im großen Fuderfass, in dem die subtile Oxidation für Komplexität sorgt; das gebrauchte Holz bleibt nur zart spürbar. Unfiltriert abgefüllt, biodynamische Bewirtschaftung.

Im Glas

Der Horizont Grüne Veltliner zeichnet sich durch seine feinen, harmonisch eingebundenen Gerbstoffe aus. Am Gaumen entfalten sich unerwartete Noten von getrockneten Kräutern und exotischen Früchten, begleitet von Aromen wie Mirabelle, Holunder und Apfel. Der Abgang begeistert mit einer saftigen Frische und straffen Eleganz.

Feine Gerbstoffe, getrocknete Kräuter und exotische Frucht – saftige Frische und straffe Eleganz im Abgang.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit etwas Luft und Reife; profitiert von einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu Spargel und Gemüsegerichten sowie zur würzigen asiatischen Küche.


Lage: Weinviertel, Ebenthal (Österreich); Selektion mehrerer Weinberge mit kalkreichen Böden; Reben ~15–25 Jahre
Klassifikation: Grüner Veltliner (trocken), ohne DAC; Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402)
Ausbau: Grüner Veltliner; Spontangärung, teils großes Fuderfass mit subtiler Oxidation (Holz nur zart spürbar), unfiltriert; biodynamisch

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Weine

Marie-Courtin Éloquence Extra Brut 2019 BIO

Champagner · Côte des Bar · Chardonnay · Blanc de Blancs · Bio

Marie-Courtin Éloquence Extra Brut ist ein Einzellagen-Bio-Champagner aus 100 % Chardonnay von über 25 Jahre alten Reben an der Côte des Bar. Die Reben wurzeln auf mergeligen Kalkböden. Ein Champagner wie eine kraftvolle Feder im Boxhandschuh – kraftvoll und zugleich fein. Im Glas kreidig, cremig und salzig.


Côte des Bar

Die Trauben stammen von einem über 25 Jahre alten Rebbestand an der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne. Die mergeligen Kalkböden verleihen dem Chardonnay seine kreidige Mineralität und Tiefe. Marie-Courtin (Dominique Moreau) arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-09).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus einer Einzellage. Schonend ausgebaut und mit langer Hefereife, wird er als Extra Brut mit minimaler Dosage abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit feinster Perlage. Volle Aromen von Kreide, unreifem Pfirsich, nassem Stein, Kernobst und gerösteten Mandeln. Die Textur am Gaumen ist cremig, reif und zugleich frisch. Der Nachhall ist lang, das Finish salzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Côte des Bar (Champagne); Mergelkalk, Altreben
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut, Blanc de Blancs
Ausbau: 100 % Chardonnay, schonender Ausbau, langes Hefelager, minimale Dosage

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