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2. September 2017

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Portugal

Niepoort Ruby Port

Wein · Portwein · Douro · Portugal

Niepoort Ruby Port ist ein rubinroter, konfitürenhafter Portwein. Er wird stets aus mehreren Grundweinen verschiedener Jahrgänge zusammengestellt und lagert zwei bis vier Jahre im Fass. Er schmeckt frisch und fruchtig und ist immer ein jüngerer, zugänglicher Port.


Douro

Port stammt aus dem Douro-Tal in Portugal, einer der ältesten geschützten Weinbauregionen der Welt. Auf kargen Schieferböden gedeihen die autochthonen Rebsorten, aus denen der aufgespritete Süßwein entsteht. Niepoort zählt zu den traditionsreichsten und renommiertesten Portweinhäusern.

Rebsorten und Ausbau

Cuvée aus Touriga Nacional, Tinta Roriz, Touriga Franca, Tinta Cão, Tinta Francisca, Tinta Amarela und Sousão. Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, wodurch die natürliche Restsüße erhalten bleibt. Die Reifung über zwei bis vier Jahre im Fass bewahrt die frische, jugendliche Frucht und die rubinrote Farbe.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase konfitürige rote und dunkle Beerenfrucht – Kirsche, Brombeere, Himbeere – mit einem Hauch Würze. Am Gaumen süß, saftig und fruchtbetont, mit weicher Struktur und rundem Abgang.

Zum Genießen

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren – als Dessert- oder Digestifwein.

Passt zu: Schokoladendesserts, roten Früchten, Beerendesserts und kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: D.O.C. Douro / Porto (Portugal); Niepoort
Klassifikation: Ruby Port – aufgespriteter Süßwein, Cuvée aus Touriga Nacional, Tinta Roriz, Touriga Franca, Tinta Cão, Tinta Francisca, Tinta Amarela & Sousão
Ausbau: 2–4 Jahre Fasslager (Verschnitt verschiedener Jahrgänge)

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Spirituosen

Muscat Beaumes de Venise

Likörwein · AOC Muscat de Beaumes-de-Venise · Vin Doux Naturel

Muscat à Petits Grains AOC Muscat de Beaumes-de-Venise Vin Doux Naturel Dentelles de Montmirail süß

Der Muscat de Beaumes-de-Venise der Genossenschaft Vignerons de Beaumes de Venise ist ein Vin Doux Naturel aus Muscat à Petits Grains vom Südhang der Dentelles de Montmirail. Kühl vergoren und durch Zugabe von Weinalkohol gestoppt, behält er die natürliche Traubensüße und die ganze Aromatik der Muskattraube. Im Duft Mango, reifer Apfel und Blüten, am Gaumen süß und dennoch frisch.


Beaumes-de-Venise – Terrassen am Südhang der Dentelles de Montmirail

Die Appellation Muscat de Beaumes-de-Venise liegt im Département Vaucluse im südlichen Rhônetal, nördlich von Carpentras. Sie umfasst die Gemeinden Beaumes-de-Venise und Aubignan am Südhang der Dentelles de Montmirail und ist mit rund 500 Hektar klein. Anerkannt wurde sie 1945, rückwirkend für den Jahrgang 1943 – als einzige Appellation des Rhônetals, die ausschließlich Vins Doux Naturels erzeugt.

Die Reben stehen auf Hängen und alten Terrassen, den Restanques, gestützt von Trockenmauern, auf durchschnittlich rund 300 Metern. Charakteristisch sind die „Terres blondes“: hellen, tonig-sandigen Böden, entstanden aus der Erosion des Safre, eines weichen Sandsteins aus dem Miozän. Weiter nördlich gehen sie in tonige Kalkböden über. Das Klima ist mediterran, heiß und trocken, die Dentelles bremsen den Mistral.

Muskat wird hier seit der Antike angebaut. Griechische Händler aus Massalia brachten Rebe und Olivenbaum in die Gegend, und Plinius der Ältere erwähnt den Muskat von „Balme“. Zwischen den Rebzeilen stehen bis heute einzelne alte Olivenbäume.

Muscat à Petits Grains und Mutage

Zugelassen sind ausschließlich Muscat à Petits Grains blanc und seine rote Mutation. Die Trauben werden von Hand in mehreren Lesedurchgängen je nach Reife geerntet und müssen mindestens 252 Gramm Zucker je Liter mitbringen. Der Mostertrag ist auf 30 Hektoliter je Hektar begrenzt.

Der Most gärt bei niedriger Temperatur, damit die flüchtigen Muskat- und Blütenaromen erhalten bleiben. Als Vin Doux Naturel wird die Gärung dann durch Zugabe von reinem Weinalkohol unterbrochen – die Mutage. Die Hefen stellen ihre Arbeit ein, im Wein verbleiben mindestens 100 Gramm natürlicher Zucker je Liter.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase intensiv blumig, mit Mango, reifem Apfel, Aprikose, Orangenblüte und der typischen Muskatnote. Am Gaumen süß und vollmundig, zugleich aromatisch frisch, mit klarer Muskatfrucht, einem Hauch Grapefruit und langem Abgang.

Muscat à Petits Grains von den Terres blondes der Dentelles, durch Mutage gestoppt: Mango, Blüten und Muskat mit natürlicher Süße.

Jung am aromatischsten. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Melone, Obstdesserts und Tarte, zu Foie gras und zu Blauschimmelkäse wie Roquefort – oder solo.


Produzent Vignerons de Beaumes de Venise, Beaumes-de-Venise
Rebsorte Muscat à Petits Grains
Lage Beaumes-de-Venise und Aubignan, Vaucluse, südliche Rhône · Südhang der Dentelles de Montmirail · ca. 300 m · Terres blondes (tonig-sandig auf Safre)
Klassifikation AOC Muscat de Beaumes-de-Venise · Vin Doux Naturel · süß
Vinifikation Handlese in mehreren Durchgängen · kühle Gärung · Gärstopp durch Weinalkohol (Mutage)
Ausbau jung abgefüllt · mindestens 100 g/l natürliche Restsüße

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Schaumweine

Metzger Blanc de Blancs brut

Der Metzger Blanc de Blancs Brut ist Pfälzer Weißburgunder als Sekt: fein, trocken und herrlich unkompliziert. Der Sekt für Feierabend und Freunde, wenn es kein großes Programm braucht.

Im Glas

Hellgelb, feine Perlage. Zarte Hefe- und Briochenoten, dahinter leise Frucht. Am Gaumen gut gebaut, trocken und vielschichtig, mit langem Abgang. Weißburgunder bringt eher Schmelz als Säurespitzen. Kein Sekt zum Analysieren, sondern zum Genießen: frisch, sauber und mit Substanz.

Mach was draus

Spargel mit Hollandaise, Flammkuchen, Backfisch oder Brezel mit Obatzda. Als Aperitif passt Käsegebäck. Er passt auch zur Geburtstagsfeier im Büro oder als Begrüßungsdrink auf der Gartenparty. Und wenn Freunde spontan vorbeikommen, ist er schnell kalt gestellt und macht ohne große Erklärung allen Freude. Servier ihn kälter als die Brut-Nature-Sekte, bei 6 bis 8 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ich schenke ihn gern zu herzhaftem Gebäck aus. Gut gekühlt ist er ein toller Start in einen langen Abend.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was heißt Blanc de Blancs bei einem Sekt? Weißer Schaumwein aus weißen Trauben. Hier ist es Weißburgunder statt Chardonnay.

Wie trocken ist er? Brut, also trocken mit einer kleinen Dosage. Damit ist er runder als die Brut-Nature-Sekte des Hauses.

100 % Weißburgunder · Pfalz · Hefelager · Brut · Weingut Metzger, Grünstadt-Asselheim · Stand: Oktober 2026

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Spirituosen

Prinz Alte Marille

Spirituose · Obstbrand · Holzfassreifung · Österreich

Prinz Alte Marille ist eine holzfassgereifte Marillenspezialität der Fein-Brennerei Prinz aus Österreich. Aus vollreifen, saftig-süßen Marillen mit ihrem charakteristisch blumigen Aroma destilliert – goldgelb, intensiv-fruchtig und mild, mit feiner Holzfassnote.


Herkunft

Die Fein-Brennerei Prinz aus Hörbranz in Vorarlberg (Österreich) ist für ihre Obstbrände und die holzfassgereiften „Alten Sorten" bekannt. Die Marillen stammen von Obstbauern aus den Ausläufern der Alpen und werden auf dem hauseigenen Obsthof optisch und sensorisch geprüft.

Destillation und Reifung

Entkernt, entstielt und eingemaischt, vergärt die Maische rund 18 Tage. Im zweifachen Brennverfahren entsteht ein fruchtig-aromatisches Destillat, das anschließend mehrjährig im feinporigen Steingut reift. Den geschmacklichen Abschluss bildet das Finish im Holzfass; zuletzt wird der milde Brand mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert.

Im Glas

Schöner goldgelber Farbton aus der Holzfasslagerung. In der Nase intensiv-fruchtig, mit den sortentypischen, leicht blumigen Marillennoten. Am Gaumen vollmundig, mit dezenter Süße und Holzfassnote. Mild und fruchtig bis in den Abgang.

Pur genießen

Gut gekühlt pur als Digestif nach dem Essen. Die fruchtige Art passt auch zu Dessert, zu Marillenknödeln oder über Eis geträufelt.

Klassisch solo: gekühlt pur, als Digestif oder zum Dessert.


Herkunft: Hörbranz, Vorarlberg (Österreich)
Art: holzfassgereifte Marillenspezialität (Obstbrand)
Destillation: zweifaches Brennverfahren
Reifung: mehrjährig im Steingut, Finish im Holzfass; mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert

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Weine

Christian Ottenbreit Grauburgunder O wie schön ist Franken

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Grauer Burgunder Qualitätswein Obernbreit · Franken trocken · Barrique

Der Grauburgunder „O wie schön ist Franken" ist der barriquegereifte Grauburgunder von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken. Der Jahrgang 2024 zeigt einen eher kühlen, fein würzigen Duft mit leicht rauchigen Anklängen, nussigen Nuancen und kräuteriger Aromatik. Trocken ausgebaut, mit gelbem Kernobst und reifem Steinobst im Vordergrund. Ein Grauer Burgunder mit deutlicher Struktur, stilistisch näher am Burgund als am gängigen Typ.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, geprägt von Muschelkalk- und Keuperböden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett.

Assemblage und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Grauem Burgunder (Pinot Gris). Der Ausbau erfolgt im Barrique mit dezentem Holzeinsatz, der dem Wein eine leichte phenolische Struktur und Griff verleiht. Geschmacklich ist er trocken – Restzucker 3,0 g/l, Gesamtsäure 6,7 g/l.

Im Glas

In der Nase kühl und fein würzig, mit leicht rauchigen Anklängen, nussigen Nuancen und kräuteriger Aromatik. Gelbes Kernobst und reifes Steinobst stehen im Vordergrund, dazu ein Hauch Wurzelgemüse und roter Beeren. Am Gaumen klar und saftig, die Frucht wirkt nicht ganz trocken und wird von einem feinen Anklang an Nussbutter untermalt. Die pikante Säure sorgt für Frische und Spannung, Fenchel, Apfel, Birne und zitrische Noten ziehen sich durch das Geschmacksbild, dezenter Holzeinsatz bleibt im Hintergrund.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Käse, weißes und rotes Fleisch. Die phenolische Struktur und der dezente Holzeinsatz tragen auch kräftigere Gerichte. Trinkreif ab sofort, mit Reifepotenzial bis etwa 2028. Ein kurzes Dekantieren öffnet den Wein zusätzlich. Serviertemperatur rund 10–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Qualitätswein

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Rebsorten

Today´s Special Appassimento

Wein · Rotwein · Apulien · Italien

Today's Special Appassimento besteht aus 50 % Negroamaro, 20 % Merlot, 20 % Primitivo und 10 % Malvasia von ausgewählten Weinbergen, vinifiziert nach dem traditionellen Appassimento-Verfahren. Intensiv rubinrot, mit feinfruchtiger, würziger, fast pfeffriger Nase.


Apulien / Salento

Apulien, der Stiefelabsatz Italiens, und besonders der Salento stehen für kraftvolle, sonnengereifte Rotweine. Das heiße mediterrane Klima sorgt für üppige, reife Frucht. Negroamaro und Primitivo sind die prägenden Rebsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 50 % Negroamaro, 20 % Merlot, 20 % Primitivo und 10 % Malvasia. Kennzeichnend ist die Appassimento-Methode: Ein Teil der Trauben wird nach der Lese angetrocknet, wodurch Zucker, Aromen und Extrakt konzentriert werden – das ergibt einen dichten, samtigen Wein mit reifer Frucht.

Im Glas

Intensives Rubinrot. In der Nase sehr feinfruchtig, würzig und fast pfeffrig, dazu reife dunkle Beeren und ein Hauch Dörrobst. Am Gaumen ausgewogen und vollmundig, mit weichen Tanninen, intensiver, zugleich weicher Frucht und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Begleiter oder Wein für sich.

Passt zu: kräftiger Pasta, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm und reifem Käse.


Lage: Apulien / Salento (Italien); Today's Special (Globus Wine)
Klassifikation: Apulien IGT – Cuvée aus 50 % Negroamaro, 20 % Merlot, 20 % Primitivo, 10 % Malvasia (Appassimento)
Ausbau: Appassimento (Antrocknen eines Teils der Trauben)

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Weine

Aurore Casanova Cuvée Aure Extra Brut

Die Aurore Casanova Cuvée Aure Extra Brut ist der Einstieg ins Haus: je zur Hälfte Pinot Noir und Chardonnay, ein wenig Meunier und ein Drittel Reservewein. Cremig, kreidig und vielseitig.

Im Glas

Goldglanz und feine Perlen. Reife Birne und Hefezopf, darunter Kalk. Am Gaumen weich und cremig, mit heller Frucht. Die Chardonnay-Säure hält ihn straff, sodass er trocken und sauber endet. Ein Champagner, der viel kann und wenig verlangt.

Mach was draus

Thunfisch-Poke, Kabeljau mit Senfsoße, ein mildes Hähnchencurry oder Beaufort. Er begleitet dich auch durch ein ganzes Menü. Für den Feierabend reichen ein paar Grissini. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Schenk ihn ein und warte kurz. Mit etwas Luft rückt die Brioche nach vorn, und genau dann passt er richtig gut zum Essen.“

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Kurz gefragt

Was ist das Besondere an der Reserve? Rund 35 % sind Reserveweine bis fünf Jahre aus einer ewigen Reserve, angelegt 2016 für Pinot Noir und 2017 für Chardonnay. Sogar die Dosage stammt daraus.

Woher kommen die Trauben? Pinot Noir aus Puisieulx, Chardonnay aus Le Mesnil-sur-Oger und Oger, Meunier aus Champvoisy im Marnetal.

Pinot Noir und Chardonnay je 45 %, Meunier 10 % · Puisieulx, Le Mesnil-sur-Oger, Oger, Champvoisy · Reserve ca. 35 %, bis fünf Jahre alt (Réserve perpétuelle) · ungeschönt, unfiltriert · Spontangärung · Extra Brut · Aurore Casanova, Mardeuil · Stand: Oktober 2026

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Weine

Weingut Andres Königsbacher Idig Riesling 2023 BIO

Weißwein · Königsbach (Pfalz) · Riesling

Riesling Königsbacher Idig (Einzellage) Königsbach/Neustadt · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres Kalkmergel · hoher Kalksteingehalt trocken Erstjahrgang bei Andres BIO · 2023

Der Weingut Andres Königsbacher Idig Riesling 2023 ist der erste eigene „Idig" der Brüder Andres – aus einer der berühmtesten Kalklagen der Pfalz. Ein Riesling mit jeder Menge Kraft, salzig-mineralischer Grundstruktur, Finesse und ellenlangem Abgang: zugleich schlank und ultraklar.


Königsbacher Idig – Riesling vom Kalk

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Idig in Königsbach (Neustadt an der Weinstraße) liegt im Herzen der Mittelhaardt und gilt als ein Juwel der Pfalz. Sein Name geht auf die Initialen „I.D." für „In Domini" zurück, die einst in ein Feldkreuz eingraviert waren; bekannt ist die Lage seit dem 14. Jahrhundert, zu voller Geltung kam ihr Riesling ab 1835 unter dem Weingut Buhl, in jüngerer Zeit vor allem durch das Weingut Christmann.

Die nach Süden und Südosten ausgerichteten Weinberge liegen auf 120 bis 175 Metern, mit 10 bis 25 % Hangneigung, geschützt durch den Rolandsberg und das Haardtgebirge. Der Boden vereint Kalkmergel mit hohem Kalksteingehalt über einer Unterlage aus reinem Kalksand – das sorgt für exzellente Wasserspeicherung und prägt den Riesling mit salziger Mineralität, Kraft und Finesse. Mit dem Jahrgang 2023 haben die Brüder Andres ihren ersten eigenen „Idig" auf die Flasche gezogen.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Der kalkreiche, wasserspeichernde Boden des Idig und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische, Salzigkeit und Präzision – Kraft und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Königsbacher Idig, Jahrgang 2023; 100 % Riesling vom Kalkmergel mit hohem Kalksteingehalt.

Der Wein wird handwerklich und herkunftsbetont ausgebaut, ganz auf Präzision, Kraft und salzige Mineralität ausgerichtet, sodass die kalkgeprägte Herkunft unverfälscht zur Geltung kommt. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein Riesling von großer Klarheit: facettenreicher Duft nach frischen Kräutern, hellem Bergapfel und zartem Weinbergspfirsich. Am Gaumen viel Kraft auf einer salinen Grundstruktur, dabei zugleich schlank und fein – irre, kalkgeprägte Mineralität, vielschichtig und ultraklar, mit einem ellenlangen, salzig-mineralischen Abgang.

Frische Kräuter, Bergapfel und Weinbergspfirsich – viel Kraft auf saliner Grundstruktur, zugleich schlank und fein, mit irrer Mineralität und ellenlangem Abgang.

Ein tiefer, sehr langlebiger Kalk-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Königsbacher Idig, Königsbach/Neustadt, Pfalz (Mittelhaardt); Süd-/Südost-Ausrichtung, 120–175 m; Kalkmergel mit hohem Kalksteingehalt über Kalksand
Klassifikation: Lagen-Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: handwerkliche, herkunftsbetonte Vinifikation; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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