Drei Regionen und vier Affen

Drei Regionen und vier Affen

Abgesehen von politischen Störfeuern scheint sich in Spanien derzeit nur wenig zu tun. Und die Weinwelt Spaniens ist offensichtlich ein perfektes Abbild der allgemeinen Verhältnisse. Aber dennoch: derzeit wird in Spanien Weingeschichte geschrieben, zumindest jedoch der Anfang einer Geschichte, die mit Wein zu tun hat. In der Rioja, in Bierzo, aber auch in Cebreros hat man Regelwerke geschaffen, die über Nacht das sicherstellen sollen, was man zuvor Jahrzehnte vergebens gesucht hat: eine Art Qualitätsweinpyramide.

Was für Liebhaber französischer, deutscher, italienischer oder sogar österreichischer Weine nun absolut nichts Neues ist, für das traditionsbehaftete Spanien ist das schon eine kleine Sensation. Die mutigsten sind, ausgerechnet, die Halbgalicier aus Bierzo. Gut, die treibende Kraft hinter allem ist ein gewisser Álvaro aus Alfaro, der es im Priorat mit einer Ermita und einem Dofi zu gewissem Ruhm brachte. Gleichwohl ist eine Sache nicht genau deswegen gut oder schlecht, weil sie eine bestimmte Person vorantreibt.

Was in der Rioja, in Cebreros und auch in Bierzo annähernd identisch vorkommt, ist der Ortswein. Wobei die Rioja wieder querschießt, denn dort darf, Stand heute, jede Bodega nur genau einen Ortswein keltern, nämlich aus dem Dorf, in dem die Kellerei steht. Ins Burgund übertragen: ein Weingut aus Meursault dürfte dann keinen Puligny-Montrachet keltern, weil da eben die Bodega nicht steht. Ist Unfug, ist aber so. In Bierzo und in Cebreros darf jedes Weingut von den Orten einen Ortswein machen, von dem sie Trauben verarbeitet. Eigene, gekaufte, ¿geklaute? – das spielt da keine Rolle.

Die spannende Geschichte ist die mit dem Lagenwein. Abgesehen davon, dass es in Bierzo gleich zwei Kategorien gibt, ist deren System mit Abstand das beste. Denn dort dürfen dann, so wie überall außerhalb Spaniens, gleichlautende Lagenweine von verschiedenen Weingütern auf den Markt kommen, ohne dass der Name der Lage als Marke registriert wird. In der Rioja und im Priorat ist das nicht so. Dort müssen Lagennamen registriert werden, was zur Folge hat, dass aus Parzellen, die fünf Weinbauern gehören, nur einer einen Lagenwein auf den Markt bringen kann: nämlich derjenige, der die Marke registriert hat. Zwar darf man Namensrechte teilweise abtreten, aber hey, wir sind in Spanien!!! In Bierzo muss man nachweisen, dass einem die Parzelle auch wirklich gehört, man kann mit zugekauftem Lesegut also keinen Lagenwein auf den Markt bringen. Dafür wird es von einer Parzelle in Valtuille de Abajo bald mindestens fünf verschiedene Lagenweine geben.

Natürlich gibt es teilweise lustige Dinge. Der Rioja etwa ist eingefallen, dass die Rebstöcke für einen Lagenwein mindestens fünfunddreißig Jahre auf dem Buckel haben müssen. Welcher Storch diese Ziffer fallen ließ, ist indes nicht überliefert… Die Bercianer dürfen so etwas wie Großlagen einrichten, das war wohl das Zückerchen, das man den Großkellereien geben musste, damit sie keinen Ärger machen. In der Rioja soll es dann endlich ernsthaft Weine der drei Teilregionen Rioja Alta, Rioja Alavesa und Rioja Baja (ach neee, die heißt ja jetzt Rioja Oriental) geben. An das heikle Thema von San Vicente mitten in der Álava-Region haben sie sich dann aber doch nicht herangetraut. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

Das muss sich alles natürlich erst einspielen, außerdem gilt es frühestens ab diesem Jahrgang. Die spannende Frage ist sein: was machen die anderen? Allen voran Ribera del Duero. Wird es eine Revolte geben? Oder bleibt alles beim Alten? Ribera ist ein Spezialproblem, weil zwei Drittel aller Weine von weniger als zehn Bodegas auf den Markt geworfen werden, von denen gerade einmal derer zwei aus Kastilien sind, und nur eine, Protos, aus Ribera del Duero. Kleinere Regionen werden den zu erwartenden Wechsel einfacher stemmen können.

Wir lernen: zumindest in Sachen Weinrecht wird Spanien etwas europäisiert. Wenn das nur auch in Sachen Weinkultur geschehen würde. Aber darüber zerbricht sich der Bär ein andermal den Schädel.

Und was machen nun terroir-affine Weingüter, die in einer Region vegetieren, die nicht gerade zu den Innovationsfreaks gehört? Nun, sie versuchen sich ein eigenes Regelwerk zu schaffen, meistens streng an den Burgund-Regeln angepasst. Einer dieser Fälle soll uns hier beschäftigen, denn da wurde im letzten und in diesem Jahr genau das verwirklicht:

Vier Affen – die Blaupause für Terroirweingüter

Klären wir das mit den Tieren gleich am Anfang: Cuatro Monos, vier Affen, so bezeichnet man etwas, meist sich selbst, wenn man die eigene Bedeutung herunterspielen will. Wir sind niemand wichtiges, wir sind schlicht vier Affen. Diese 4monos, zwei Javiers, eine Laura und ein David, leben in Madrid und werkeln in der westlichen Subregion der D.O. Vinos de Madrid vor sich hin, diese Gegend nennt sich San Martín (de Valdeiglesias). Sie beackern Rebland in drei Orten: Cenicientos, Cadalso de los Vidrios sowie San Martín de Valdeiglesias. Und sie füllen, Gebietsweine, Ortsweine sowie Lagenweine. Also genau das, was die reine Lehre so vorschreibt…

Verkostet man insbesondere die Ortsweine der Kellerei, so stellt man fest, dass es offensichtlich erheblich Unterschiede gibt, sowohl im Bezug auf das Klima als auch hinsichtlich der geologischen Gegebenheiten. Diese gibt es, von Valdepeñas und dem Tiefland von Cariñena einmal abgesehen, überall in Spanien, aber kaum jemand nimmt das wahr, weil sich erstens die Weingüter nicht trauen und zweitens zumindest die auf der Iberischen Halbinsel lebenden Konsumenten damit nichts anfange können. Letztendlich ist aber genau das die Essenz der Weinkultur.

Cenicientos ist höher gelegen als Cadalso de los Vidrios, was wiederum deutlich höher gelegen ist als San Martín de Valdeiglesias. Natürlich spiegelt sich das in den Weinen wider, denn die Bodenstruktur ist durchaus ähnlich: alles Granit, einzig der Quarzanteil variiert. Interessant ist, das die Weine des Südendes, die aus Cenicientos, die kühlsten sind. Alles Garnacha, alles mehr oder weniger alt, vierzig Lenze aufwärts. Ab dem Jahrgang zwanzig sechzehn kann man all dies in flüssiger Form erkunden.

Ein wesentliches Thema bleibt: anders als in Frankreich oder Italien oder gar in Deutschland gibt es in Spanien nur wenige wirklich kompakte und zusammenhängende Weinbauregionen. Die Rioja etwa, oder die Rioja, dann auch noch die Rioja und letztendlich die Rioja, of course. Man kann zwanzig Minuten durch Ribera fahren (mit dem Auto, nicht mit dem Fahrrad; ¡Argh!), ohne einen einzigen Rebstock zu sehen. Deswegen kann man einzelne Lagen nur schwer miteinander vergleichen. Im Burgund ist das einfacher: da liegen die Parzellen nebeneinander, man kann schnell erkennen und erschmecken, wo Gutes gedeiht und wo eher nicht. In bergigen Regionen wie die Sierra de Gredos es nun einmal ist, geht so etwas nur bedingt. Daher kann man letztendlich alle Lagenweine nur hinsichtlich ihres eigenen Ursprungs beurteilen, was aber so schlecht nun auch wieder nicht ist. Aktuell gibt es pro zwei Affen einen echten Lagenwein. Die nennen sich (die Weine, nicht die Affen) La Isilla und Molino Quemado, sie sind zumindest so groß, dass man in jedem normalen Jahr ein etwas größeres Barrique damit füllen kann. Mehr auch nicht. Das muss dann reichen, für die ganze Welt.

Die beiden Javiers, Laura und David keltern noch ein paar weitere Weine, Spezialweine zumeist, die auch nur in Kleinstauflagen existieren und schneller aus der Bodega verschwunden sind als sich der Mond einmal um die Erde drehen kann.

Ein Wein ist dann aber doch noch wichtig, vielleicht ist es der wichtigste Wein überhaupt. Denn es gibt in der Region nur ganz ganz ganz ganz ganz wenige Weine, die Herkunft vermitteln, gut trinkbar sind (man braucht kein Jodeldiplom), und noch dazu bezahlbar bleiben. Einen Wein, der im Laden fünf Euro kostet, kann man hier nur schwer herstellen, derer zehn, oder noch ein wenig mehr, muss man schon auf den Tresen wuchten, wenn man auch etwas Ordentliches bekommen will. Leider haben dies viele Weingüter der Region noch immer nicht kapiert. Man versucht, hochgradig individuelle, eigenständige, überbewertete und vor allem überteuerte Weine auf den Markt zu bringen, ohne dass es dafür Konsumenten gibt, die diese Weine jenseits der Neugierperiode genießen wollen. Dazu kommt, dass diese Weine in der Regel entweder so fett wie ein oberfränkischer Schweinebraten oder so grün wie Cem Özdemir sind, genießen fällt da nicht wirklich leicht. Das hat die Afferei gelöst, denn da gibt es einen Wein, der sich GR10 nennt. Die Details hinsichtlich des Namens sollen hier mal nicht interessieren, es geht einfach darum, eine Garnacha, die nicht fett daherkommt, aber klar die Sierra de Gredos repräsentiert, zu einem ordentlichen Preis anzubieten. Aufgabe gelöst. Bravo! Und nein, wir geben den Affen keinen Zucker!!! Text: El oso alemán

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Spanien

Jose Gil Paraje El Bardallo Rioja tinto 2024

Rotwein · Rioja DOCa · Tempranillo

Tempranillo (95 %) mit 5 % Viura Rioja DOCa Paraje El Bardallo San Vicente de la Sonsierra José Gil alte Reben · ~540 m nur 4.350 Flaschen 2024

Der José Gil Paraje El Bardallo 2024 gilt als Inbegriff der Eleganz in San Vicente de la Sonsierra – ein kalkgeprägter Lagen-Tempranillo, am Gaumen subtil, vibrierend und wunderbar harmonisch. Aus alten Reben, nur 4.350 Flaschen.


El Bardallo – Eleganz am Fuß der Sierra Cantabria

José Gil zählt mit seiner Partnerin Vicky zu den gefeierten jungen Terroir-Winzern der Rioja (Tim Atkin „Young Winemaker of the Year 2021"). Aufgewachsen in den Hügeln um San Vicente de la Sonsierra und geprägt von Praktika in Burgund und an der Mosel, vinifiziert er village- und lagenspezifische Weine aus alten Buschreben – organisch, mit Spontangärung und burgundischer Eleganz statt traditioneller Holzlastigkeit.

Der Paraje El Bardallo zeigt auch 2024 eindrucksvoll, warum er als Inbegriff der Eleganz in San Vicente gilt. Die wilde, naturbelassene Umgebung am Fuß der Sierra Cantabria verbindet sich mit der Feinheit der kalkreichen Böden zu einem subtilen, harmonischen Wein. Er stammt aus drei zwischen vierzig und achtzig Jahre alten Parzellen im Tal des Bardallo auf rund 540 Metern Höhe; die Böden bestehen aus einem schluffig-sandigen Grundgerüst mit hohen Anteilen an Kalksteinen, in einer Parzelle zusätzlich mit etwas Eisen.

Jahrgang 2024 – Rioja

2024 war ein Jahr mit gut wassergesorgten Böden und vergleichsweise kühlem Sommer, was zu einer späten Reifephase führte. Mehrere Regenereignisse im Herbst machten die Lese anspruchsvoll: Mit präzisem Timing wurden alle Parzellen in nur acht Tagen geerntet. Die Rebstöcke trugen kleine, konzentrierte Trauben bei niedrigen Erträgen von nur 3.500 bis 4.000 kg/ha. Der Jahrgang steht exemplarisch für die immer feinere Arbeit von José und Vicky Gil – Weine, die ihren drei Leitbegriffen so nah sind wie selten: Ausgewogenheit, Finesse und Terroir. Zugleich konnten die Erntemengen wieder gesteigert werden, sodass mehr Flaschen zur Verfügung stehen.

Assemblage und Ausbau

Überwiegend Tempranillo, ergänzt durch 5 % Viura, aus dem Jahrgang 2024, Rioja DOCa, trocken.

Die Trauben werden von Hand gelesen und teils mit rund 20 % Rappenanteil vergoren. Anschließend reift der Wein zehn Monate in 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche im historischen Kellergewölbe des Schlosses. Die Abfüllung erfolgte im September 2025; die Produktion ist mit 4.350 Flaschen bewusst klein gehalten.

Im Glas

Am Gaumen wirkt der El Bardallo subtil, vibrierend und wunderbar harmonisch – getragen von der Feinheit der kalkreichen Böden. Aus alten Reben und mit niedrigen Erträgen gewonnen, vereint er Klarheit, Präzision und Balance: rote Frucht, feine kreidige Tannine und ein langer, salzig-mineralischer Nachhall. Ein Wein, der für Ausgewogenheit, Finesse und Terroir steht.

Subtil, vibrierend und wunderbar harmonisch – Ausgewogenheit, Finesse und Terroir.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Reifekäse sowie zur klassischen baskisch-riojanischen Küche.


Lage: Rioja DOCa, Paraje El Bardallo, San Vicente de la Sonsierra (Spanien); drei Parzellen im Tal des Bardallo, ~540 m, schluffig-sandige Böden mit hohem Kalksteinanteil (teils etwas Eisen); Reben 40–80 Jahre
Klassifikation: Rioja DOCa, Tempranillo mit 5 % Viura (trocken); nur 4.350 Flaschen
Ausbau: Handlese, ~20 % Ganztraube/Rappen, Ausbau 10 Monate in 500-l-Fässern aus französischer Eiche im historischen Schlosskeller; organischer Anbau

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Weine

Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2023 MAGNUM BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Ortswein)

Riesling Mölsheim (Ortswein) Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen kalkgeprägte Böden trocken rauchig-kühl · Feuerstein Magnum 1,5 l · BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2023 in der Magnum ist der Ortswein aus dem Zellertal – der kleine Bruder der Großen Gewächse: früher trinkreif, dennoch mit Lagerpotential. Rauchig-kühl mit Feuerstein.


Mölsheim – Ortswein aus dem Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Mölsheim liegt im Zellertal, wo auch die Großen Lagen Frauenberg und Zellerweg am Schwarzen Herrgott beheimatet sind.

Der Ortsriesling stammt von den kalkgeprägten Böden rund um Mölsheim. Er bündelt den Charakter des Zellertals auf zugänglicher Ebene: die kühle, rauchige Kalksteinmineralität der großen Lagen, früher zugänglich, aber mit Reifepotential.

Jahrgang 2023 – Zellertal (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die kalkgeprägten Böden des Zellertals bewahren kühle Klarheit, rauchige Mineralität und Struktur – Frucht und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling (Ortswein Mölsheim) aus dem Zellertal, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von kalkgeprägten Böden. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf kühle Klarheit, rauchige Kalkmineralität und Zugänglichkeit ausgerichtet. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein rauchig-kühler, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu ein deutlicher Feuersteinton, feine Kräuterwürze und eine salzig-mineralische Ader. Am Gaumen kühl und klar, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und einem langen, rauchig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über deutlichem Feuersteinton, feiner Kräuterwürze und salzig-mineralischer Ader – kühl und klar, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und langem, rauchig-mineralischem Nachhall.

Ein rauchig-kühler Kalk-Riesling; früh zugänglich, mit Reifepotential. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Herkunft: Mölsheim, Zellertal, Rheinhessen; kalkgeprägte Böden (Ortsebene der Zellertaler Großen Lagen)
Klassifikation: Riesling, Ortswein, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Whisky

Gordon & MacPhail Mosstowie Distilled 1979 Connoisseurs Choice

Whisky · Speyside Single Malt · Connoisseurs Choice · Schottland

Mosstowie Distilled 1979 Connoisseurs Choice ist ein rarer Speyside Single Malt Scotch Whisky, abgefüllt von Gordon & MacPhail. „Mosstowie" stammt von den heute entfernten Lomond-Stills der Miltonduff-Destillerie – eine gesuchte Rarität mit Noten von Vanille, Butterscotch und gekochten Äpfeln.


Herkunft

Mosstowie ist keine eigene Brennerei, sondern der Name des Single Malt, der zwischen 1964 und 1981 auf Lomond-Stills in der Miltonduff-Destillerie (Speyside) gebrannt wurde. Die Stills wurden 1981 entfernt; eine Originalabfüllung gab es nie. Gordon & MacPhail aus Elgin ist einer der renommiertesten unabhängigen Abfüller der Welt.

Destillation und Reifung

Destilliert 1979 auf den charakteristischen Lomond-Stills, deren verstellbare Rektifizierböden ein eigenständiges, weiches Brennprofil ergaben. Gereift in Eichenfässern und abgefüllt in der Connoisseurs-Choice-Reihe von Gordon & MacPhail.

Im Glas

Dunkles Gold. In der Nase Vanille, Butterscotch und gekochte Äpfel, dazu reife Pfirsiche, Pflaume und ein Hauch Limette. Am Gaumen öliger Körper mit roten Beeren, Pfirsich und Vanille, untermalt von dunkler Schokolade und schwarzem Pfeffer. Trocken ausklingend, mit Anis und schwarzem Tee im Abgang.

Pur genießen

Als rare Sammler- und Genießerabfüllung am besten pur bei Zimmertemperatur in einem Nosing-Glas verkosten; einige Tropfen Wasser öffnen die Aromen. Ohne Eis, um die feinen Nuancen zu bewahren.

Klassisch solo: pur oder mit wenigen Tropfen Wasser.


Herkunft: Speyside, Schottland
Art: Speyside Single Malt Scotch Whisky (Mosstowie, Miltonduff-Destillerie)
Destillation: 1979, auf Lomond-Stills
Abfüller: Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice

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Feinkost

Jacques Gonidec Les Mouettes d'Arvor Jahrgangs Sardinen 2023

Jahrgangs Sardinen 2020 aus Frankreich. MHD: 31.12.2032

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Marsannay Les Longeroies 2022

Rotwein · Marsannay · Pinot Noir

Pinot Noir Marsannay AOC Les Longeroies · 1,10 ha Reben ~50 Jahre · 7.000 Flaschen 2022

Der Marsannay Les Longeroies 2022 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Lagen von Marsannay. Die südausgerichtete Parzelle gibt dem Wein eine geschmeidige Textur mit bereits gut eingebundenen Tanninen – zugänglich und schnell zu öffnen, mit klarer Terroir-Prägung.


Les Longeroies – Südhang in Marsannay

Les Longeroies ist nach Süden ausgerichtet und zieht sich den Hang entlang. Hier liegen reichlich kalkhaltige Schuttablagerungen auf tiefgründigen Böden – ein Terroir, das sich klar im Glas widerspiegelt und für Ausdruck und Komplexität sorgt. Die Parzelle umfasst 1,10 Hektar mit rund 50 Jahre alten Reben.

Marsannay ist die nördlichste Appellation der Côte de Nuits, das „Goldene Tor" südlich von Dijon, und die einzige Dorf-Appellation der Region für Rot, Weiß und Rosé. Die Rotweine zeigen einen eleganten, fruchtbetonten Stil. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der die zugängliche Art dieses Marsannay mit Substanz unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von rund 50 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 7.000 Flaschen.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Klare, frische Frucht, die sich auf der Zunge entfaltet. Die Textur ist geschmeidig dank bereits gut eingebundener Tannine. Ein ausdrucksstarker, komplexer Wein, der sich schnell öffnet und die Essenz seiner Lage einfängt.

Geschmeidige Textur und gut eingebundene Tannine – ein zugänglicher Marsannay mit klarer Terroir-Prägung.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Les Longeroies (Lieu-dit), Marsannay (nördliche Côte de Nuits); Südhang, kalkhaltiger Schutt auf tiefem Boden, 1,10 ha, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Marsannay AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Spanien

Pupitre Cava Brut Nature

Ganz trockener, sehr fein perlender Sekt aus dem Herzen des Penedes. Eignet sich durch seine saftige Trockenheit als perfekter Aperitif.

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Bourgogne rouge 2023

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne AOC Chambolle-Musigny (Côte de Nuits) mittelschwer · elegant 2023

Der Bourgogne Rouge 2023 der Domaine Ghislaine Barthod ist ein mittelschwerer, reinsortiger Pinot Noir von einer der gesuchten Adressen aus Chambolle-Musigny. Geradlinige Aromen von satten Kirschen, Himbeere, Rosenwasser, Veilchen und Würze treffen auf einen fleischigen, zugleich sehr eleganten Körper.


Bourgogne aus der Hand einer Chambolle-Ikone

Die Domaine Ghislaine Barthod ist in Chambolle-Musigny in der Côte de Nuits beheimatet und für ihre Premier Crus berühmt. Der Bourgogne Rouge stammt aus Parzellen rund um Chambolle auf klassischen Kalk- und Tonböden und gilt als Musterbeispiel dafür, wie viel Finesse ein regionaler Burgunder zeigen kann.

Die sorgfältige Handschrift des Guts prägt den Wein bereits auf dieser zugänglichen Stufe – mit Eleganz und klarer Frucht.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare Frucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf reine Frucht und Finesse ausgerichtet.

Im Glas

Geradlinige Aromen von satten Kirschen, etwas Himbeere, Rosenwasser, Veilchen und Gewürzen. Der Körper hat Volumen, mundet recht fleischig und erinnert an rote Früchte und etwas Lakritz. Finessenreich und sehr elegant gleitet der Wein ab – ein purer, klarer Pinot Noir.

Satte Kirsche, Rosenwasser und Veilchen über fleischigem, zugleich feinem Körper – ein purer, eleganter Pinot Noir.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger, eleganter Begleiter für die feine Küche.


Lage: Bourgogne (Côte de Nuits); Parzellen um Chambolle-Musigny, Kalk-/Tonböden
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Rebsorten

Metzger Riesling Liter

Weißwein · Riesling · Pfalz · 1 Liter

Metzger Riesling ist der trockene Pfälzer Riesling für jeden Tag vom Weingut Metzger – hier in der 1-Liter-Flasche. In der Nase reife Melone und Pfirsich mit leicht nussigen Anklängen. Im Mund von trockenem Charakter, mit viel Zitrus im Nachhall.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands, einer der besten Riesling-Regionen. Das Klima bringt fruchtbetonte, frische Rieslinge hervor – Grundlage für diesen unkomplizierten Alltagswein.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Riesling. Er wird trocken und fruchtbetont ausgebaut, was die klare Zitrus- und Steinobstaromatik in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife Melone und Pfirsich mit leicht nussigen Anklängen. Am Gaumen von trockenem Charakter, mit viel Zitrus im Nachhall. Frisch und klar, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Salate und leichte Gerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Riesling), trocken
Ausbau: Riesling, fruchtbetont; 1,0 l

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