Amelia – Donostia-San Sebastián – Spanien

Amelia – Donostia-San Sebastián – Spanien PART 1

Das Restaurant Amelia hat am 01. April 2017 seine Pforten in der spanischen Küstenstadt San Sebastian eröffnet. Der argentinische Koch Paulo Airauda hat italienische Wurzeln und nach langen Wanderjahren und Kochstationen unter anderem im The Fat Duck von Heston Blumenthal und dem Arzak hat Paulo Airauda sich endlich seinen Traum von einem eigenen Restaurant in San Sebastian erfüllt.

Das Design ist wie aus einem Guss, alles scheint perfekt und dem Gast wird der Menübetrag auch schon einmal am Morgen vor dem Restaurantbesuch vom Konto abgebucht.

Direkt nach der Eröffnung hat Paulo Airauda auch die sogenannte Dinner Series ins Leben gerufen: hier kocht er mit befreundeten Kollegen gemeinsam ein Zehn- Gang- Menü, bei dem jeder der Köche je fünf Gänge zaubert.

An diesem Montag Abend hat der dänische Koch Jonathan K. Berntsen (Restaurant Clou in Kopenhagen, vom dänischen Dining Guide als Koch des Jahres 2016 ausgezeichnet) mit Paulo Airauda die Kochlöffel geschwungen und vor allen Dingen alle technischen Gerätschaften und Küchentricks, Pulver und Konsistenzen produziert, derer diese beiden jungen Hipster Köche habhaft werden konnten.

Doch in diesem Fall und an diesem Abend hat dies alles nicht wirklich viel genutzt. Ein derart inszeniertes, selbstherrliches Menü mit so wenig Harmonie, falschen Garpunkten, zu kalten Hauptspeisen sowie einer so absurden Weinreise, welche so ganz und gar nicht zu dem sehr merkwürdigen Essen passte, hat die Stadt San Sebastian wahrscheinlich selten gesehen und erlebt.

Einzig und alleine die Hummersauce hatte an diesem Abend einen Wohlgeschmack, eine gute Länge und einen Top Nachhall. Alle anderen Speisen bildeten im Mundgefühl ein trauriges kulinarisches Kapitel.

Auch bei dem Personal hatte man an diesem Abend persönlich den Eindruck, als ob eine perfekt einstudierte Show einfach nur abgespult wurde.

Es bleibt wirklich nur zu hoffen und zu wünschen, dass dies alles entweder ein schlimmer Traum war oder dass das ganze Team sich einfach noch finden muss bis alles perfekt miteinander harmoniert. Vor allen Dingen eine natürlichere Gastlichkeit würde hier immens helfen.

Die Amelia Geschichte geht aber noch weiter … morgen folgt dazu PART 2.

Tja, das war der Eröffnungsgang: Auster mit Kaviar und geröstetem Mohn. Die Auster wurde aber einfach unterschlagen. Ansonsten aber gar nicht einmal so schlecht … für den Anfang …

Rotbarbe im eigenen Sud mit Herzmuschel und Paprika. Die Rotbarbe war aber etwas zu sehr  angegrillt und auch noch ziemlich trocken dazu … wirkte nicht gerade wie frisch zubereitet.

Immerhin gab es einmal Brot und Olivenöl.

Violette Artischocken, Lakritze mit „geheimen Zutaten“ als Ravioli … schmeckte nach einer Pizza Margharita mit harter Pastahülle.

Aal Mousse Panna Cotta aus Joghurt und Rettich. Immerhin war der Aal zu erschmecken (geräucherter Natur). Aber auch dieses Gericht hatte keine Länge und schmeckte irgendwie hohl.

Kalbszunge, Anchovis und Xixas (Frühlingspilze). Viel zu trockene, leicht zähe und kalte Zunge mit nach wenig bzw. nach nichts schmeckenden Anchovis und Pilzen. Ein Kampf im Mund und hinterher auch im Kopf.

Steinbutt mit Hummer-Cappucchino. Die Sauce an sich ein Traum und mit leckerem Nachgeschmack, erschlug aber den fast kalt servierten Steinbutt geschmacklich um Längen und ließ keine Aromenentfaltung zu. Wie so vieles an diesem Abend eine gute Idee mit einer schwachen Umsetzung.

Iberico (natürlich fast kalt serviert), Rote Bete und Himbeeren. Sieht futuristisch aus, schmeckte aber leider überhaupt nicht. Keine Harmonie, keine Länge, keinerlei Wohlgeschmack … eine traurige Aneinanderreihung von Merkwürdigkeiten.

Kalbs Ossobuco, Mandel Sauce, getrocknete Früchte und schwarzer Knoblauch. Eigentlich ein klassisches Schmorgericht, welches übergart, viel zu trocken im Kern und natürlich fast kalt serviert wurde.

Grillen, Haselnüsse, Erbsen, Zimt, Blut. Der Versuch, aus Erbsen und Blut (wahrscheinlich aus Schweineblut) einen Tapa Klassiker als Dessert zu zaubern, ist so richtig gründlich gescheitert. Immerhin durfte der Gast hier erraten, was er mit diesem merkwürdigen Gebilde aufgetischt bekam. Der sonderbarste Nachtisch meines Lebens.

Crêpe Suzette. Ja, Crêpe Suzette … man kann froh sein, dass dieses geschmackliche Inferno der letzte Gang eines kuriosen Desasters waren.

Petit Fours, die von den meisten Anwesenden am Tisch dann noch nicht einmal mehr probiert wurden …

Amelia Restaurant
Moraza Kalea, 1B, Entrada en Prim, 34
20006 Donostia-San Sebastián
Spanien
Telefon: +34 943 84 56 47
www.ameliarestaurant.com

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Weine

Marguet Les Saints Remys 2020 Grand Cru Brut Nature 2020 BIO

Der Marguet Les Saints Remys 2020 Grand Cru Brut Nature ist Pinot Noir pur, gewachsen auf einer einzigen Parzelle von nur 0,37 Hektar in Ambonnay. Ein Champagner, der eher an einen großen Weißwein erinnert als an Partybläschen.

Im Glas

Zarte Lachs- und Orangetöne schimmern durch. Die Nase ist offen: gelbe Birne, Apfel, ein wenig Schwarztee und frische Minze, darunter leise Vanille und Gewürz vom Holz. Am Gaumen hat er Gewicht und Dichte, bleibt aber knochentrocken. Salz und eine klare Säure geben ihm Energie bis zum langen Ende.

Mach was draus

Bresse-Huhn mit Morcheln, Kalbsrücken mit Jus oder ein Stück 24 Monate alter Comté. Auch zu gebratenem Steinbutt mit Pilzen passt er wunderbar. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Gönn ihm ein großes Glas, gern ein Burgunderkelch. Dann zeigt er, wie viel Aroma in diesem Pinot Noir steckt.“

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Kurz gefragt

Was heißt Blanc de Noirs? Weißer Champagner aus roten Trauben. Hier ist es zu 100 % Pinot Noir, schonend gepresst, damit kaum Farbe in den Most geht.

Wo genau liegt die Parzelle? Les Saints Remys liegt in Ambonnay auf etwa 165 Metern Höhe. Die Reben wurden 1975 und 1992 gepflanzt, darunter beginnt nach rund 80 Zentimetern die Kreide.

100 % Pinot Noir · Lieu-dit Les Saints Remys, Ambonnay Grand Cru, 0,37 ha, Reben von 1975 und 1992 · Méthode Traditionnelle · Brut Nature, ohne Dosage · 13 mg/l SO2 gesamt · Champagne Marguet, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Weine

Christian Ottenbreit Obernbreiter Chardonnay O wie schön ist Franken 2024

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Chardonnay Qualitätswein Obernbreit · Franken spontan vergoren Barrique

Der Obernbreiter Chardonnay „O wie schön ist Franken" ist der spontan vergorene Chardonnay von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken. Der Jahrgang 2024 wird selektiv gelesen und im kleinen Barriquefass ausgebaut. Stilistisch orientiert er sich am Burgund: kraftvoll und schmelzig, zugleich mineralisch und frisch. Trocken, mit nussigen Fasstönen und kreidig-salziger Mineralität.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, auf Muschelkalk- und Keuperböden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett. Der Wein ist als Deutscher Qualitätswein, trocken, eingestuft.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus selektiver Lese. Spontan vergoren und im kleinen Barriquefass ausgebaut, was dem Wein nussige und rauchige Fasstöne sowie eine schmelzige Textur gibt. 

Im Glas

In der Nase kühl und fein vegetabil, noch leicht hefig, mit Zitrus und Kernobst, dazu ein Hauch Pilze, gratinierte Auster und florale Spuren. Am Gaumen reife, geschliffene und saftige Frucht mit leichtem Schmelz, verhaltene nussige und rauchige Fasstöne, sehr feine Säure. Warme und kühle Elemente ohne Schwere, im Hintergrund kreidig-salzige Mineralität. Der Abgang ist lang und trägt einen klaren Zug.

Am Tisch

Klassische Begleitung: pochierter oder gebratener Fisch, Geflügel in heller Sauce, Kalbsbraten, Hummer und gereifter Hartkäse. Die Fasstöne tragen auch cremige Risotti und Pilzgerichte. Trinkreif ab sofort, mit Reifepotenzial bis etwa 2029. Ein kurzes Schwenken im Glas öffnet das Bouquet. Serviertemperatur rund 11–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Qualitätswein
Ausbau Spontangärung, kleines Barriquefass

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Spanien

Vega Sicilia Unico 2012

Rotwein · Ribera del Duero · Tinto Fino & Cabernet Sauvignon

95% Tinto Fino · 5% Cabernet Sauvignon Ribera del Duero 2012 ~10 Jahre Holz & Flasche 88.188 Flaschen

Der Vega Sicilia Único 2012 ist der Spitzenwein des gleichnamigen Guts in der Ribera del Duero – eine spanische Weinlegende. Eine Cuvée aus 95% Tinto Fino (Tempranillo) und 5% Cabernet Sauvignon, gereift rund zehn Jahre in Holz und Flasche. Der Jahrgang 2012 zeigt sich konzentriert, saftig und seidig gezeichnet.


Finca Vega Sicilia – Ribera del Duero

Das Gut Vega Sicilia erstreckt sich über fast 1.000 Hektar, von denen 210 Hektar dem Weinbau gewidmet sind. Die Reben stehen auf 700 bis 900 Metern Höhe, in einem Mosaik aus 19 Bodenarten und 64 kleinteiligen Parzellen, geformt vom Fluss Duero. Das Durchschnittsalter der Reben liegt 2012 bei rund 36 Jahren, bei einer Pflanzdichte von 2.222 Stöcken pro Hektar.

Für den Único werden rund 40 Hektar genutzt. Der Ertrag bleibt mit etwa 24,5–25,9 Hektoliter pro Hektar streng begrenzt, was Konzentration und Tiefe der Trauben sichert.

Jahrgang 2012 – Ribera del Duero

Auf einen eher trockenen Winter folgte ein Frühjahr mit moderaten Temperaturen und reichlich Niederschlag – rund 71 Liter fielen im April während des Austriebs, bis in den frühen Mai. Danach stiegen die Temperaturen deutlich und erreichten Ende Juni bis zu 42 °C. Spätfröste blieben aus, sodass sich die Reben regelmäßig entwickeln konnten.

Der Sommer war sehr trocken: im Juli kein Regen, im August nur 0,5 Liter, bei durchgehend hohen Temperaturen. Erst Niederschläge Ende September sicherten eine gelungene Reife. Gelesen wurde von 19. September bis 10. Oktober. Das Ergebnis: gesunde Trauben, dichte Farbe und sehr reife, lagerfähige Tannine – ein exzellenter Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95% Tinto Fino und 5% Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2012.

Der Ausbau folgt dem Vega-Sicilia-Prinzip: insgesamt rund zehn Jahre in Holz und Flasche – einer der längsten Reifeprozesse der Weinwelt. Verwendet werden neue und gebrauchte 225-Liter-Barriques aus französischer und amerikanischer Eiche sowie 22.000-Liter-Holztanks, gefolgt von langer Flaschenreife. Abgefüllt im Juni 2018. Die Auflage umfasst 88.188 Bordeaux-Flaschen, dazu 3.537 Magnum, 328 Doppelmagnum, 55 Imperial und 5 Salmanazar.

Im Glas

Ein Wein, der Zeit und Luft braucht: nach dem Öffnen wirkt er zunächst verschlossen, daher dekantieren. Aus einem anfangs subtilen Kellerton entwickelt sich eine feingliedrige Frucht nach dunklen Waldbeeren, unterlegt von Erd-, Würz- und Barriquetönen. Am Gaumen wie flüssige Seide, mit langem, druckvollem Abgang.

Am Gaumen wie flüssige Seide, der Abgang lang und voller Druck – ein gereifter Ribera der absoluten Spitze.

Schon jetzt zugänglich, bei optimaler Lagerung (12–14 °C) aber über Jahrzehnte haltbar. Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei rund 18 °C ausschenken.

Am Tisch

Lamm, Rind und Wild, Schmorgerichte und Edelstücke vom Grill, dazu gereifter Hartkäse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Finca Vega Sicilia, Ribera del Duero (Spanien); 700–900 m, 19 Bodenarten / 64 Parzellen
Klassifikation: Ribera del Duero DO
Ausbau: 95% Tinto Fino, 5% Cabernet Sauvignon; ~10 Jahre Holz (225-l-Barrique + 22.000-l-Holztank) und Flasche, abgefüllt Juni 2018

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Schaumweine

Étienne Calsac L´echappée Belle Blanc de Blancs Extra Brut

Der Étienne Calsac L’Échappée Belle Blanc de Blancs Extra Brut ist der Champagner, mit dem du Calsac kennenlernst: reiner Chardonnay aus drei Ecken der Champagne, salzig und animierend. Wie gemacht für den Aperitif.

Im Glas

Hellgold, elegante Perlen. Limette, Holunderblüte und ein wenig Hefegebäck in der Nase. Am Gaumen straff, mit salziger Note und viel Frische – ein Schluck zieht den nächsten nach sich. Der Anteil Holz gibt ihm etwas Rundung. Ein Champagner ohne Schnickschnack, aber mit Charakter.

Mach was draus

Aperitivo mit Oliven und Grissini, Austern, Fischtacos oder Sushi. Für den Feierabend reicht eine Schale Salzmandeln. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mein Tipp für den Aperitif mit Freunden: Austern, ein paar Oliven und dazu L’Échappée Belle. Unkomplizierter wird Champagner nicht.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommen die Trauben? Côte des Blancs, Côte de Sézanne und Grande Vallée de la Marne liefern die Trauben. Die Mischung bringt Frische und Fülle zusammen.

Was unterscheidet ihn von Les Rocheforts? L’Échappée Belle verbindet Chardonnay aus drei Regionen und ist der zugängliche Einstieg. Les Rocheforts stammt aus einer einzigen Kreidelage und ist straffer.

100 % Chardonnay · Côte des Blancs, Côte de Sézanne, Grande Vallée de la Marne · Spontangärung · Edelstahl und ca. 20 % Holz · Reserveweine · unfiltriert · Extra Brut, 5 g/l Restzucker · Étienne Calsac, Avize · Stand: Oktober 2026

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Weine

1928 Martinez Gutierrez Gran Reserva

Generoso · sherryartig · trocken · Spanien

1928 Martínez Gutiérrez Gran Reserva ist ein sherryartig ausgebauter, trockener Altwein aus Spanien von Bodegas del Señorío. Bernsteinfarben eignet er sich als perfekter, trockener Apéritif. Er ist trinkfertig und entwickelt sich nicht mehr durch weitere Flaschenlagerung.


Spanien

Bodegas del Señorío erzeugt diesen Wein in Spanien im sherryartigen, oxidativen Stil. Die lange Reife prägt seinen Charakter als trockener, gereifter Generoso-Wein.

Herstellung und Reifung

Der Wein ist sherryartig (oxidativ) ausgebaut und über lange Zeit gereift, woraus seine bernsteinfarbene Tönung und der trockene, gereifte Charakter resultieren. Der Alkoholgehalt liegt bei Er ist trinkfertig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase und am Gaumen trocken und gereift, mit nussigen, oxidativen Noten im sherryartigen Stil. Vollmundig und ausdrucksstark, mit langem Abgang.

Zum Genuss

Leicht gekühlt servieren – ein perfekter, trockener Apéritif. Trinkfertig.

Klassische Begleitung: Tapas, Oliven, Mandeln, Schinken und gereifter Käse.


Herkunft: Spanien
Art: sherryartiger Generoso (trocken).
Reifung: oxidativ, lange gereift (Gran Reserva)

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Julienas 2015 Doppelmagnum

Fast jeder Weintrinker kennt den schnellen, leichten und fruchtigen Weinrausch sobald der erste Wein des Jahres am dritten Donnerstag im Oktober aus dem Beaujolais in großen Mengen die Welt heimsucht. Aber hinter diesem Anbaugebiet versteckt sich viel mehr als nur belanglose „Fruchtsuppen“. Vor vielen, vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen aus dem Beaujolais bei den Weintrinkern genau so hoch angesehen wie die besten Weine aus dem nördlichen Burgund. Die qualitative Spitze der Gamay Weine wachsen im Norden der Appellation. Hier werden die Weine unter den Beaujolais Cru Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin à Vent, Saint-Amour und Régnié an- und ausgebaut. Der Jahrgang 2015 war im Burgund und insbesondere im Beaujolais ein Ausnahme- Weinjahr und man kann diesmal zurecht von einem Jahrhundertjahrgang sprechen. Und wenn die Natur und so ein genialer Winzer wie Mounir Saouma vereint sind, dann entstehen großartige Rebsäfte. Aus den Cru Lagen Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin à Vent und Régnié hat Mounir Saouma 0,75 Liter Flaschen für den „kurzfristigen Genuß“ sowie Magnum und Doppelmagnum Flaschen für die Lagerung abgefüllt. Mounir Saouma hat diese Serie „Horizon 50 ans“ genannt; also Weine, die unsere Kinder und Enkelkinder in Perfektion in 50 Jahren zum optimalen Genusspunkt erleben können. Merci für diesen Schatz! In der 3,0 Liter Doppelmagnum.

 

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Länder/Regionen

Janots & Bos Bourgogne Chardonnay 2022

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC Meursault / Puligny-Montrachet Maison JanotsBos 8–9 Monate Holzfass 2022

Der Janots Bos Bourgogne Chardonnay 2022 stammt aus edlen Lagen in Meursault und Puligny-Montrachet – satt und kraftvoll in der Nase, klar und vollmundig am Gaumen, mit schönem mineralischem Ton, viel Frucht und frischem Abgang.


JanotsBos – edle Herkunft für einen Bourgogne Blanc

Maison JanotsBos wurde 2005 in Meursault gegründet – von Thierry Janots, einem Bourgogner aus dem Weinmilieu (rund zwei Jahrzehnte Kellermeister bei der berühmten Domaine des Comtes Lafon), und dem Niederländer Richard Bos. Das Négociant-Haus ist auf die Weißweine der Côte de Beaune spezialisiert und verfolgt einen puristischen Terroir-Stil: Die Trauben werden von Hand gelesen, die Weinberge eng betreut (reduzierter Pflanzenschutz, ein kleiner Teil ohne Herbizide).

Der Bourgogne Blanc stammt aus den Weinbergen „Les Pellans" und „Champ Perrières" in Meursault bzw. Puligny-Montrachet – je etwa zur Hälfte aus beiden Gemeinden. Für eine regionale Bourgogne-Appellation sind das ungewöhnlich noble Herkünfte, direkt an der Grenze zweier der berühmtesten Weißweindörfer der Welt.

Jahrgang 2022 – Bourgogne

2022 war an der Côte de Beaune ein sonnenverwöhnter, großzügiger Jahrgang mit gesundem Lesegut und reifer Frucht – dabei aber überraschend frisch und balanciert. Für den Chardonnay bedeutet das einen vollmundigen, fruchtbetonten Wein, der seine Reife mit klarer Mineralität und lebendigem Säurespiel verbindet.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, trocken.

Der Wein reifte etwa 8 bis 9 Monate in gebrauchten Holzfässern (zwei bis sechs Jahre alt). Das Holz dient hier ausschließlich als dezente Stütze für Struktur und Finesse – es soll das Terroir niemals dominieren, sondern sich subtil einfügen.

Im Glas

In der Nase ein satter, kraftvoller Geruch von Apfel und Limette, etwas Orange und ein Hauch weißer Pfeffer. Der Geschmack ist klar und vollmundig, mit einem schönen mineralischen Ton und viel Frucht. Der Abgang zeigt viel Frische.

Edle Herkunft aus Meursault und Puligny – klar, vollmundig und mineralisch, mit viel Frische.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, ein vielseitiger Speisenbegleiter. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Quiche und Gemüsegerichten sowie zu jungem Weichkäse.


Lage: Bourgogne, Lagen Les Pellans (Meursault) und Champ Perrières (Puligny-Montrachet), Côte de Beaune (Frankreich)
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~8–9 Monate in gebrauchten Holzfässern; reduzierter Pflanzenschutz

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Spanien

Envinate Táganan Teneriffa tinto 2023

Rotwein · Teneriffa (Kanaren) · Field Blend

Listán Negro · Listán Gaucho · Moscatel Negra Teneriffa · Táganan (Anaga) Envínate Vulkanböden · wurzelechte Reben offene Zementtanks 8 Monate Barrique 2023

Der Envínate Táganan Tinto 2023 ist eine hochspannende Cuvée von der wilden Nordostküste Teneriffas – ein „anderer" Rotwein, vibrierend und fordernd, mit präsenter Mineralität. Leicht gekühlt und blind verkostet erinnert er eher an einen Weißwein. Ein Rotwein mit unentdeckten Aromen.


Táganan – Vulkanreben über dem Atlantik

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Táganan ist der alte Name des rauen Weinbaugebiets im Nordosten Teneriffas, geschützt vom Anaga-Massiv. Hier wachsen uralte, wurzelechte Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf primärem Vulkangestein, an Klippen direkt über dem Atlantik. Ein Field Blend einheimischer Sorten – hier mit Listán Negro, Listán Gaucho und Moscatel Negra als Rückgrat – ergibt einen Rotwein von unverwechselbarem, vulkanisch-salzigem Charakter.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden Teneriffas prägen auch 2023 einen frischen, mineralisch geprägten Rotwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und salziger Spannung – leicht, tief und vibrierend zugleich, ganz im puristischen Stil von Envínate.

Assemblage und Ausbau

Field Blend mit Listán Negro, Listán Gaucho und Moscatel Negra als Rückgrat, aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa (Kanaren), trocken.

Fermentiert wurde in offenen Zementtanks, anschließend acht Monate Ausbau in 228- und 500-Liter-Barriques. Minimal-invasiv, mit Wildhefen.

Im Glas

Frische Frucht nach Maulbeeren, Flieder, roten Johannisbeeren und Pfeffer, dazu leicht laktische Töne im Duft. Im Geschmack gesellen sich Kräuter und Würze hinzu; auch salzige Komponenten lassen sich nicht leugnen. Äußerst vibrierend und fordernd, mit einer präsenten Mineralität im Abgang. Leicht gekühlt und mit verbundenen Augen genossen, erinnert er eher an einen Weißwein als an einen Tinto – ein Rotwein mit unentdeckten Aromen.

Äußerst vibrierend und fordernd, mit präsenter Mineralität – blind verkostet eher Weißwein als Tinto.

Sollte vor dem Genuss dekantiert werden. Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Táganan (Anaga, Kanaren, Spanien); primäres Vulkangestein an Atlantik-Klippen, uralte wurzelechte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; Listán Negro, Listán Gaucho, Moscatel Negra u. a. (trocken)
Ausbau: Gärung in offenen Zementtanks, 8 Monate in 228- und 500-l-Barriques; minimal-invasiv, Wildhefen

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