Francois Cotat Les Monts Damnés Sancerre 2014 – Loire – Frankreich

Francois Cotat Les Monts Damnés Sancerre 2014 – Loire – Frankreich

Der erste durstige und schnelle Schluck dieses 2014er Francois Cotat Les Monts Damnés Sancerre von der Loire schmeckt himmlisch steinig, puristisch und nach salziger Meeresgischt.

Mit Luftkontakt kommen Aromen von unreifen Quitten, dunklem Honig und eine dezente, säurebetonte Stachelbeer Aromatik dazu. Der Wein wirkt auf der einen Seite sehr straff und puristisch klar und hat auf der anderen Seite ein sehr dichtes Volumen am Gaumen. (Eventuell landeten hier ein paar mit Botrytis befallene Trauben in diesem Fass.)

Dass dies ein Wein aus der Rebsorte Sauvignon Blanc sein soll, kann man übrigens kaum schmecken. Terroir, Gestein und Mineralität sind hier die Zauberworte und diese Eigenschaften machen diesen Sancerre von Francois Cotat auch so besonders.

Mit Luftkontakt wird der Wein im Nachhall noch klarer und länger. Kombiniert mit diesem knackigen und wollüstigen Säurespiel ein echter Weißweinknaller und Referenzwein für die Rebsorte Sauvignon Blanc, die hier ohne jegliche Reinzuchthefen und Primäraromen Exzesse auskommt!

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USA

Paradigm Cabernet Sauvignon 2014

Rotwein · Oakville · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Oakville AVA Napa Valley Estate · Bio Heidi Barrett 20 Monate franz. Eiche 2014

Der Paradigm Cabernet Sauvignon 2014 aus dem Herzen von Oakville zeigt ein verführerisches Potpourri aus roten Beeren, reifen süßlichen Kirschen und Zartbitterschokolade. Ein kleines Meisterwerk mit großem Reifepotenzial – man schmeckt förmlich die kalifornische Sonne.


Paradigm – Estate-Cabernet aus Oakville

Paradigm Winery ist ein Familiengut von Ren und Marilyn Harris, beide mit tiefen Wurzeln im Napa Valley. 1976 erwarben sie die Lage im Oakville AVA – dem Herzen von Napas Cabernet-Country, mit Nachbarn wie Harlan, Dominus und Opus One. Seit dem ersten Jahrgang 1991 werden die Weine von der legendären Napa-Winzerin Heidi Barrett (u. a. Screaming Eagle) vinifiziert; die estate-eigene Lage ist biozertifiziert und wird mit minimalem Eingriff bewirtschaftet.

Der Name „Paradigm" bedeutet „Muster der Perfektion" – das Gut erzeugt seine Weine ausschließlich aus den eigenen, rund 50 Hektar großen Rebflächen rund um die Kellerei. Jede Flasche wird auf dem Anwesen angebaut, vergoren, ausgebaut und gelagert.

Jahrgang 2014 – Oakville, Napa Valley

2014 war im Napa Valley ein warmer, trockener Jahrgang, der vollreife, konzentrierte und zugleich balancierte Cabernets hervorbrachte. In der estate-eigenen Oakville-Lage ergibt das einen dichten, reifen Wein mit satter Frucht – sonnengereift, aber in keiner Trinkphase breit oder plump.

Ausbau

Überwiegend Cabernet Sauvignon, ergänzt um kleine Anteile Merlot, Petit Verdot und Cabernet Franc, Jahrgang 2014.

Reife über 20 Monate in kleinen Fässern aus französischer Eiche (nur etwa ein Drittel neu), anschließend weitere rund 20 Monate Flaschenreife, bevor der Wein in den Verkauf kommt. Der Holzeinsatz ist meisterhaft in die Frucht der Trauben eingearbeitet.

Im Glas

In der Nase ein verführerisches Potpourri aus roten Beeren, reifen süßlichen Kirschen und Zartbitterschokolade. Im Mund finden sich auch Aromen von Gewürzen und Pflaumen wieder. Der Einsatz über 20 Monate in kleinen Eichenfässern ist meisterhaft in die Frucht eingearbeitet. Man schmeckt förmlich die kalifornische Sonne, wobei der Wein jedoch in keiner Trinkphase breit oder plump wirkt.

Ein kleines Meisterwerk mit großem Reifepotenzial!

Schon jetzt ein Genuss, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Oakville AVA, Napa Valley (Kalifornien, USA); estate-eigene Lage, biozertifiziert; Nachbarn u. a. Harlan, Dominus, Opus One
Klassifikation: Oakville AVA, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: Cabernet Sauvignon mit Merlot/Petit Verdot/Cabernet Franc; 20 Monate franz. Eiche (~⅓ neu) + ~20 Monate Flaschenreife; Winzerin Heidi Barrett

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Spanien

Envinate Lousas Camino Novo Ribeira Sacra tinto 2024

Rotwein · D.O. Ribeira Sacra · Parzellenwein

Mencía · Garnacha Tintorera Parcela Camiño Novo · Amandi 2024 Schiefer · 430 m · Südost 70-jährige Reben 100 % Ganztraube 12 Monate 500-Liter-Fuder

Der Envínate Lousas Parcela Camiño Novo 2024 ist ein Parzellenwein aus der D.O. Ribeira Sacra, gewachsen auf reinem Schiefer über dem Sil. Roberto Santana, Laura Ramos, Alfonso Torrente und José Ángel Martínez keltern ihn aus 70 Jahre alten Mencía- und Garnacha-Tintorera-Stöcken einer einzigen Parzelle in der Subzone Amandi. Der Jahrgang 2024 brachte in Ribeira Sacra langsame Reife bei moderatem Alkohol. Das Ergebnis ist ein schlanker, ätherischer Rotwein mit deutlichem Schieferzug.


Amandi und die Parzelle Camiño Novo

Camiño Novo – galicisch für „neuer Weg" – liegt in der Subzone Amandi, dem historischen Kernstück der Ribeira Sacra oberhalb der Sil-Schlucht. Die Parzelle steht auf 430 Metern, südöstlich ausgerichtet, auf reinem Schiefer. Lousas, der Name der gesamten Serie, ist das galicische Wort für die Schieferplatten, aus denen diese Terrassen aufgeschichtet sind. Die Reben sind rund 70 Jahre alt und werden biologisch bewirtschaftet.

Trotz der Südost-Exposition zählt Camiño Novo zu den kühleren Standorten der Ribeira Sacra. Die Parzelle liegt amphitheaterförmig in einer Mulde: Sie bekommt die Morgensonne, verliert die Einstrahlung am Nachmittag früh und kühlt nachts durch die Luft aus der Schlucht stark ab. Der Schiefer speichert die Tageswärme und gibt sie langsam ab, zwingt die Wurzeln aber zugleich tief in die Spalten des Gesteins. Diese Kombination erklärt den Stil des Weins: geringe Beerengrößen, hohe Konzentration, gehaltene Säure.

Die Terrassen sind so schmal und steil, dass jede Arbeit von Hand erfolgt – Schnitt, Laubarbeit und Lese. In der alten Rebanlage stehen Mencía und Garnacha Tintorera im gemischten Satz nebeneinander, wie es vor der Sortenreinheit in Galicien üblich war. Beide Sorten werden gemeinsam gelesen und gemeinsam vergoren.

Jahrgang 2024 – Ribeira Sacra

Winter und Frühjahr fielen in Galicien mild und feucht aus, der Austrieb setzte entsprechend früh ein. Unbeständiges, stürmisches Wetter im Juni störte die Blüte und reduzierte den Ansatz. Die anhaltende Feuchte erzeugte hohen Druck durch Falschen Mehltau, der in den steilen Lagen der Ribeira Sacra nur durch frühe Laubarbeit und konsequente Behandlungen in Grenzen gehalten werden konnte.

August und September verliefen ohne längere Hitzeperioden, mit deutlich kühlen Nächten. Die Trauben reiften dadurch langsam und gleichmäßig. Die D.O. empfahl den offiziellen Lesebeginn zum 23. September, gelesen wurde bis Mitte Oktober; der Großteil der Ernte war vor den einsetzenden Herbstregen im Keller. Insgesamt wurden 4.881.326 Kilogramm eingebracht, davon 3.662.322 Kilogramm Mencía – rund zwei Millionen Kilogramm weniger als 2023. Die Trauben kamen mit ausgewogenem Verhältnis von Reifegrad und Säure herein. 2024 ist damit für Ribeira Sacra kein Kraftjahrgang, sondern ein Jahr mit moderatem Alkohol, klarer Frucht und tragender Säure.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus rund 85 bis 90 Prozent Mencía und 10 bis 15 Prozent Garnacha Tintorera, der galicischen Bezeichnung für Alicante Bouschet. Beide Sorten stammen aus derselben Parzelle, werden von Hand gelesen und ohne Entrappung verarbeitet: 100 Prozent ganze Trauben, spontane Gärung mit weinbergseigenen Hefen in offenen Bottichen. Der Most wird mit den Füßen angestampft, danach folgt tägliche Pigeage von Hand.

Auf Pumpen und harte Extraktion wird verzichtet, die Struktur entsteht über Maischestandzeit und Stiele. Der Ausbau dauert zwölf Monate in gebrauchten 500-Liter-Fudern, ohne neues Holz. Gefüllt wird ohne Schönung, mit minimaler Schwefelgabe. Die Produktionsmenge dieser Parzelle ist klein.

Im Glas

Helles Rubingranat mit leicht durchscheinendem Rand. In der Nase Himbeere und Sauerkirsche, dahinter Wacholder, Bergkräuter, getrocknete Blüten und eine exotisch-florale Note, dazu schwarzer Pfeffer und feuchter Schiefer. Am Gaumen schlank und straff, mit feinkörnigem Tannin aus der Ganztraubengärung, salzigem Zug und einem ätherischen, fast mentholischen Kern. Der Abgang bleibt lang und mineralisch, ohne Wärme.

Der Camiño Novo zieht seine Intensität aus Schiefer und Säure, nicht aus Alkohol – Konzentration ohne Gewicht.

Bei 14 bis 16 °C servieren, in großen Gläsern oder 30 bis 45 Minuten karaffiert. Der frische, säuregetragene Charakter des Jahrgangs 2024 macht den Wein bereits jetzt zugänglich; das Potenzial reicht bis etwa 2032, wobei die florale Aromatik mit den Jahren würzigen und erdigen Noten weicht.

Am Tisch

Passt zu Pulpo á feira, gegrillten Kräuterlamm-Koteletts, Entenbrust mit Rotkohl, geschmorten Rinderbäckchen und Pilzgerichten mit Steinpilzen oder Pfifferlingen. Auch zu Wildgeflügel und gereiftem Schafskäse. Wegen der straffen Säure und des moderaten Alkohols verträgt der Wein auch kräftig gewürzte Küche.


Produzent Envínate, Ribeira Sacra (Galicien)
Rebsorte Mencía, Garnacha Tintorera
Lage Parcela Camiño Novo, Subzone Amandi
Klassifikation D.O. Ribeira Sacra
Jahrgang 2024
Boden Schiefer
Höhe · Exposition 430 m · Südost
Rebenalter ca. 70 Jahre
Anbau biologisch, Handlese
Ausbau 12 Monate in gebrauchten 500-Liter-Fudern

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Spirituosen

Andres Kirschwasser

Spirituose · Pfalz · Obstbrand (Kirschwasser)

Kirschwasser Obstbrand aus Kirschen Pfalz Weingut Andres · Deidesheim klar destilliert aromatisch

Das Andres Kirschwasser ist ein feiner Obstbrand von den Gebrüdern Andres aus der Pfalz – ein klarer, aromatischer Kirschbrand aus dem Hause des Deidesheimer Weinguts.


Andres Kirschwasser – Obstbrand aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt. Neben ihren Weinen und Sekten stammt aus ihrem Hause auch dieses feine Kirschwasser – ein klassischer Obstbrand aus der Pfalz.

Herstellung

Kirschwasser ist ein Obstbrand, der durch Vergärung und anschließende Destillation von Kirschen gewonnen wird. Charakteristisch sind seine klare Erscheinung und das reine, fruchtbetonte Kirscharoma.

Im Glas

Klar und aromatisch, mit dem typischen, reinen Duft und Geschmack reifer Kirschen und einer feinen Note vom Kirschkern. Am Gaumen kräftig und dennoch fein, mit einem sauberen, langen Nachhall.

Klar und aromatisch – reines Kirscharoma mit feiner Kernnote, kräftig und dennoch fein, mit sauberem, langem Nachhall.

Am besten leicht gekühlt bei 8–12 °C aus dem Tulpenglas genießen.

Zum Genuss

Als Digestif nach dem Essen, als klassische Begleitung zu Schwarzwälder Kirschtorte und Schokoladendesserts oder zum Verfeinern in der feinen Küche und Patisserie.


Produkt: Kirschwasser (Obstbrand aus Kirschen)
Herkunft: Pfalz; Weingut Andres, Deidesheim
Genuss: als Digestif; leicht gekühlt servieren

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Spanien

Las Chanas Semidulce

Rotwein · Zamora · lieblich · Spanien

Bodegas Fariña Las Chanas Semidulce ist ein lieblicher (halbsüßer) Rotwein aus alten Rebbeständen der Höhenlagen rund um Zamora. Die Cuvée vereint Garnacha, Tempranillo und Malvasía. Süß und weich am Gaumen, mit langem Nachhall. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Genuss.


Zamora

Das Gebiet rund um Zamora im Nordwesten Spaniens (Castilla y León) ist für ausdrucksstarke Weine bekannt. Die alten Rebbestände der Höhenlagen und das kontinentale Klima bringen reife, konzentrierte Trauben hervor.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Garnacha, Tempranillo und Malvasía. Der Wein wird lieblich (semidulce) ausgebaut, mit einer weichen, fruchtbetonten Süße.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase reife dunkle Frucht. Am Gaumen süß und weich, fruchtbetont und zugänglich, mit langem Nachhall.

Am Tisch

Bei 14–16 °C servieren.

Klassische Begleitung: Desserts, Schokolade, Käse oder solo.


Lage: Zamora, Castilla y León (Spanien); Höhenlagen, alte Reben
Klassifikation: Rotwein (Spanien) – lieblich (semidulce)
Ausbau: Garnacha/Tempranillo/Malvasía, Altreben, lieblich

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Schaumweine

Chartogne-Taillet Champagne Les Couarres 2022

Champagner · Merfy · Chardonnay & Pinot Noir · Einzellage

Chartogne-Taillet Les Couarres ist ein Einzellagen-Champagner aus Merfy im Norden der Champagne. Die nur 3,71 Hektar kleine, süd-südöstlich ausgerichtete Lage ist mit Chardonnay und Pinot Noir bestockt; die ältesten Reben wurden 1970 gepflanzt. Auf den seltenen Tuffböden entsteht ein reifer, voller Champagner. Im Glas goldgelbe Schattierungen und eine feine, elegante Perlage.


Merfy

Merfy liegt im nördlichen Teil der Champagne (Massif de Saint-Thierry). Die Lage Les Couarres hat einen Boden aus Lehm und Sand über reinstem Tuffgestein – eine in der Champagne sehr seltene Formation, die dem Champagner seine besonderen, reiferen und volleren Noten verleiht.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Chardonnay und Pinot Noir aus alten Reben. Nach selektiver Handlese reift der Grundwein über vier Jahre in gebrauchten französischen Eichenfässern, bevor er ohne Filtration für die zweite Gärung in die Flasche gezogen wird.

Im Glas

Goldgelbe Schattierungen, feine Perlage. In der Nase intensiv und leicht oxidativ: frische Brioche, reifer Apfel, eine blühende Frühlingswiese, knackige Zitrus, weißer Tee und Mandeln. Am Gaumen vereinen sich Kraft, Saftigkeit und Frische, dazu getrocknete Aprikose, geschmolzene Butter und eine salzige Note. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die reife, vielschichtige Aromatik. Auch ein hervorragender Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, gehaltvolle Vorspeisen und gereifter Käse.


Lage: Les Couarres, Merfy (Champagne); Lehm/Sand über Tuff
Klassifikation: Champagne AOC – Einzellage
Ausbau: über 4 Jahre gebrauchtes französisches Eichenfass, unfiltriert

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Rebsorten

Jean-Marc Vincent Bourgogne blanc 2024

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC Chassagne-Montrachet · 0,20 ha ≥15 Monate Holz · Feinhefe 2024

Der Bourgogne Blanc 2024 von Anne-Marie und Jean-Marc Vincent ist alles andere als „einfach“: ein puristischer Chardonnay mit Biss, Würze, Knackigkeit und Cremigkeit. Die Trauben stammen aus dem südwestlichen Chassagne-Montrachet bei Remigny – ein Tropfen, der die Klasse und Diskretion eines deutlich höher klassifizierten Crus zeigt.


Chassagne-Montrachet – Chardonnay vom Kalk

Der nur 0,20 Hektar große Wingert liegt im südwestlichen Teil von Chassagne-Montrachet bei Remigny, auf einem Gemisch aus Kalkstein und Ton. Auf diesem Boden wächst ein Chardonnay mit Rasse und Mineralität, der weit über seine Appellationsstufe hinausreicht.

Die Domaine Jean-Marc Vincent hat ihren Sitz in Santenay in der südlichen Côte de Beaune. Jean-Marc baute das familiäre Gut ab 1997 wieder auf – heute rund sechs Hektar, seit 2003 naturnah bewirtschaftet (nicht zertifiziert). Handlese in mehreren Durchgängen, sehr niedrige Erträge und akribische Selektion sind die Grundlage seiner Weine.

Jahrgang 2024 – Burgund

2024 war im Burgund kühler und feuchter. Auf einen milden, nassen Winter und frühen Austrieb folgte ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost, Hagel und hohem Krankheitsdruck; die Blüte verlief uneinheitlich. Der Sommer wurde trockener, die Reife verlief langsam, die Lese spät – mit strenger Selektion und teils stark reduzierten Erträgen.

Das Resultat bei den Weißweinen: klare, feine, balancierte Weine mit pikanter Frische und kühler Eleganz. Auch dieser Bourgogne zeigt sich entsprechend etwas frischer und rassiger, mit einem Punkt mehr Säure und Spannung.

Im Glas

Honigmelone, geröstete Haselnuss, Salzkristall, Blumenwiese und eine feine Artischockennote. Am Gaumen knackig und cremig zugleich, mit Würze und einem feingewobenen, langen Nachhall voller Eleganz und Tiefe.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Bei 11–13 °C servieren.


Lage: südwestlicher Chassagne-Montrachet bei Remigny; Kalkstein-Ton; 0,20 ha
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC
Ausbau: spontane Gärung im Holzfass, ≥15 Monate auf Feinhefe, ca. 10–15% neues Holz, nicht abgezogen; naturnah, wenig Schwefel

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Rebsorten

Groffier Bourgogne Pinot Noir 2021

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne (Frankreich) Côte de Nuits 2021 13,00 % vol

Der Robert Groffier Bourgogne Pinot Noir 2021 ist der Einstieg in die Welt einer der großen Domänen der Côte de Nuits – aus Spitzenparzellen am Rand der berühmten Lagen, im kühlen Jahrgang 2021 frisch, dunkelfruchtig und gut strukturiert.


Bourgogne – die Herkunft

Auch der Bourgogne von Groffier stammt aus überdurchschnittlichen Parzellen: eine liegt unmittelbar neben dem Grand Cru Clos de Vougeot, eine weitere grenzt an die Weinberge von Morey-Saint-Denis. So beginnt dieser Wein dort, wo viele Village-Weine aufhören.

Die kalkstein-tongeprägten Böden der Côte de Nuits geben dem Wein Frische und Struktur. Niedrige Erträge und sorgfältige Lese sichern auch auf Bourgogne-Ebene die Konzentration und Reintönigkeit, für die das Gut steht.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und transparenter Frucht.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, 13,00 % vol.

Im Jahrgang 2021 vergor Groffier sämtliche Rotweine – mit Ausnahme des Passetoutgrains – mit 100 % Ganztrauben; Spontangärung mit eigenen Hefen, Ausbau in französischen Barriques mit zurückhaltendem Neuholzanteil. Die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Kräftiges Rubin. In der Nase offene, dunkle Frucht – Brombeere und Johannisbeere – mit Gewürzen, Mandarinenschale und einem Hauch Verveine. Am Gaumen kräftig und rund, mit reifer, aber nie überreifer Frucht, klarer dunkler Aromatik, guter Struktur und feinkörnigem Gerbstoff.

Dunkelfruchtig, würzig und gut strukturiert – ein großer kleiner Burgunder von einer Top-Domaine.

Schon jung zugänglich, gewinnt aber mit etwas Luft. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel, Ente, Kalb und Rind, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu mittelkräftigem Käse. Ein vielseitiger, alltagstauglicher Begleiter.


Lage: Bourgogne, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); Parzellen neben Clos de Vougeot und angrenzend an Morey-Saint-Denis
Klassifikation: Bourgogne AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; französische Barriques

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Paredes 2013

Rotwein · Rioja Alavesa · Garnacha (Single Parcel)

95 % Garnacha · 5 % Tempranillo Escondite del Ardacho · Las Paredes Single Parcel · 0,37 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) eisenhaltiger Lehmkalk · 70+ J. Reben nur 310 Flaschen 2013

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Paredes" 2013 ist eine Single-Parcel-Rarität von nur 0,37 Hektar in der Rioja Alavesa. Aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo von über 70 Jahre alten Reben entsteht ein Wein von kraftvoller Struktur, der entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Château Rayas erinnert – opulent und zugleich von großer Tiefe.


Las Paredes – 0,37 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Das Geheimnis der nur 0,37 Hektar großen Parzelle Las Paredes ist ihr eisenhaltiger Lehmkalkboden. Bestockt ist sie mit 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo, die inzwischen ein Alter von über siebzig Jahren erreicht haben. Ein Wein, der so vollkommen sein Terroir widerspiegelt und alle Facetten der Traube einfängt, hat bisher die Keller der Rioja-Winzer noch nicht verlassen.

Jahrgang 2013 – Rioja

2013 war an der Rioja ein kühler, klassischer Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders frische, fein gezeichnete Weine mit lebendiger Säure hervorbrachte. Mit über einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt sich dieser Las Paredes heute in einer faszinierenden, reifen Phase, in der sich seine Tiefe und sein Schmelz voll entfalten.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo, Jahrgang 2013, trocken; von über 70 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Las Paredes (0,37 ha).

Der Wein entsteht aus einer einzigen, winzigen Parzelle und wird kompromisslos handwerklich und terroirgetreu vinifiziert – mit gut eingebetteten Gerbstoffen und überragendem Schmelz. Gesamtproduktion: nur 310 Flaschen.

Im Glas

Der Wein hat eine kraftvolle Struktur und erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Château Rayas. Er ist auf der einen Seite opulent, hat aber auch die Tiefe, gut eingebettete Gerbstoffe und den überragenden Schmelz eines der ganz großen Weine dieser Erde. Nie banal oder aufdringlich, immer fordernd und sich mit jedem Schluck verändernd – das bekannteste Anbaugebiet Spaniens hat doch noch viele Geheimnisse, die sich zu entdecken lohnen.

Kraftvoll und opulent, zugleich tief, mit gut eingebetteten Gerbstoffen und überragendem Schmelz – erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Rayas. Nie banal, immer fordernd.

Vor dem Genuss dekantieren; ein Wein, der sich mit jedem Schluck verändert. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle Las Paredes (0,37 ha), Rioja Alavesa (Spanien); eisenhaltiger Lehmkalkboden; über 70 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Cuvée aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo (trocken)
Ausbau: handwerkliche, terroirgetreue Vinifikation aus einer einzigen Parzelle; 310 Flaschen

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