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22. September 2018

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Spirituosen

Lorenzo Inga Grappa Bianca di Gavi Antica Porta Selection Barrique

Grappa · Cortese · Piemont · Italien

Lorenzo Inga Grappa Barrique di Gavi (Antica Porta Selection) ist ein im Barrique gereifter Grappa aus dem Piemont. Gebrannt aus dem Trester der weißen Cortese-Traube von Gavi und in Eichenfässern ausgebaut – goldgelb, weich und samtig mit langem Abgang.


Herkunft

Die Brennerei Inga wurde 1832 gegründet und wird heute in fünfter Generation von Lorenzo Inga geführt – eine der traditionsreichsten Grappa-Familien des Piemont, ansässig nahe den Weinbergen von Gavi. Dort wächst die Cortese-Traube auf kalkhaltigen Böden, die ihr eine feine Mineralität verleihen.

Destillation und Reifung

Gebrannt wird der Trester der weißen Cortese di Gavi, schonend destilliert in Kupferkesseln. Anschließend reift der Grappa im Barrique aus französischer Eiche, was ihm Farbe, Tiefe und einen samtigen Charakter verleiht. Abgefüllt mit

Im Glas

Goldgelb bis bernsteinfarben. In der Nase Vanille, Holznoten und getrocknete Früchte, dazu ein Hauch Akazienhonig. Am Gaumen weich und samtig, vollmundig mit feiner Würze. Langer, harmonischer Abgang.

Pur genießen

Als Digestif nach dem Essen – bei Zimmertemperatur in einem schmalen Glas, das die Aromen bündelt. Ein gereifter Grappa für besondere Momente.

Klassisch solo: als Digestif, zum Espresso oder zu dunkler Schokolade.


Herkunft: Piemont, Italien (Gavi)
Art: Grappa Barrique (Cortese di Gavi)
Reifung: Barrique aus französischer Eiche

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Rebsorten

Knab Endinger Engelsberg Spätburgunder Holzfass

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Engelsberg Spätburgunder Holzfass ist ein feiner, eleganter Spätburgunder vom Kaiserstuhl. Im Eichenfass gereift, breitet sich die Kraft des Weines im Körper aus, während er zugleich Finesse und Vielschichtigkeit zeigt.


Baden / Endinger Engelsberg

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet. Die Lage Endinger Engelsberg vereint Vulkangestein und Löss und bringt gehaltvolle, elegante Spätburgunder hervor. Die Weine von Kellermeister Thomas Rinker zeigen zunehmend Vielschichtigkeit und Finesse.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder. Der Wein reifte im Eichenfass, was ihm feine Würze, Struktur und Eleganz verleiht, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Mittleres bis dichtes Rubinrot. In der Nase reife rote Kirsche und Waldbeeren, untermalt von feiner Holzwürze. Am Gaumen fein und elegant, mit spürbarer Kraft, klarer Frucht, feinem Tannin und einem langen, ausgewogenen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, gern auch leicht gekühlt – ein eleganter Speisebegleiter.

Passt zu: Braten, Lamm, Geflügel, Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endinger Engelsberg (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Spätburgunder, trocken
Ausbau: Reifung im Eichenfass; Vulkangestein und Löss

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Spanien

Camino de los Arrieros tinto

Rotwein · Arribes del Duero · Castilla y León

Juan García 100 % D.O. Arribes del Duero Granitböden 70-jährige Reben

Der Camino de los Arrieros 2014 von Alvar de Dios ist ein Rotwein aus 100 % Juan García, gewachsen in der abgelegenen Region Arribes del Duero an der spanisch-portugiesischen Grenze. Die Trauben stammen aus einem rund 70 Jahre alten Wingert auf Granit – kleinbeerig, spät gelesen und mit sehr geringem Ertrag. Juan García bringt hier für spanische Verhältnisse alkoholarme, kühle Rotweine hervor. Eine kleine Abfüllung von 647 Flaschen, ländlich im besten Sinn und schwer in eine Schublade zu stecken.


Arribes del Duero

Arribes del Duero liegt im äußersten Westen der Provinz Zamora, dort wo der Duero die Grenze zu Portugal bildet und sich tief in eine Schlucht gräbt. Die Böden bestehen aus verwittertem Granit, die Reben stehen in Höhenlagen um 700 Meter. Juan García ist hier beheimatet, eine alte, schon vor der Reblaus verbreitete Sorte, die im kühlen Klima frische, eher alkoholarme Rotweine ergibt. Der Wein trägt die Klassifikation D.O. Arribes.

Assemblage und Ausbau

Der Jahrgang 2014 besteht zu 100 % aus Juan García von einem rund 70 Jahre alten Weinberg. Die kleinbeerigen Trauben werden spät und von Hand gelesen, der Ertrag ist gering. Vergoren wird spontan mit den Hefen des Weinbergs; der Ausbau erfolgt traditionell und zurückhaltend im Holz, ohne den Granit-Charakter der Lage zu überdecken.

Im Glas

In der Nase eine Mischung aus provenzalischen Kräutern und rustikalem, burgundisch anmutendem Pinot Noir: Würze, Erde, Dinkelbrot und frisch gemahlener Kaffee, dazu Veilchen und unreife rote Beeren. Am Gaumen prägt eine deutliche Mineralität den schlanken Körper, getragen von feiner Spannung. Der Abgang ist elegant und vielschichtig. Der Wein braucht Luft – ein paar Stunden in der Karaffe öffnen ihn spürbar.

Am Tisch

Vor dem Servieren zwei bis drei Stunden karaffieren. Klassische Begleitung: Lammbraten, geschmortes Wild, gegrilltes Rind, Pilzgerichte und reifer Hartkäse. Der 2014 trinkt sich jetzt auf seinem Höhepunkt und hält bei guter Lagerung noch einige Jahre, etwa bis 2028.



Lage: Arribes del Duero, Zamora
Klassifikation: D.O. Arribes
Ausbau: Spontangärung, traditionell im Holz

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Rebsorten

Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet blanc 2024

Weißwein · Puligny-Montrachet AOC · Chardonnay

100 % Chardonnay Puligny-Montrachet Village Parzellen aus dem ganzen Ort Kalkstein und Mergel Fass · geringer Neuholzanteil 2024

Der Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet 2024 kommt von einer Familie, die seit drei Generationen in Puligny Reben bewirtschaftet. Ein Village-Chardonnay aus zahlreichen Parzellen, verteilt über die Gemeinde, langsam vergoren und mit wenig neuem Holz ausgebaut – straff und klar, aus einem kühlen Jahrgang, der die typische Spannung von Puligny betont.


Puligny-Montrachet – Village aus vielen Parzellen

Puligny-Montrachet liegt im Süden der Côte de Beaune zwischen Meursault und Chassagne und gilt als Maßstab für weißen Burgunder. Die Hänge bestehen aus Kalkstein und Mergel des mittleren Jura; der Kalk gibt dem Chardonnay Spannung und eine salzige Kontur, der Mergel Körper. Eine Eigenheit des Ortes liegt unter der Erde: Das Grundwasser steht in Puligny so hoch, dass kaum tiefe Keller gebaut werden können – die Weine reifen in flachen Kellern, oft knapp unter Bodenniveau.

Die Village-Lagen erstrecken sich unterhalb der Premiers Crus, teils bis in Nachbarschaft von Lagen wie Perrières und Referts nahe der Grenze zu Meursault. Sylvain Bzikot stellt seinen Puligny aus zahlreichen Parzellen zusammen, die über die gesamte Gemeinde verteilt sind. Jede Parzelle bringt etwas anderes ein – die höher gelegenen Spannung, die tieferen Fülle –, und erst zusammen ergeben sie ein Bild des ganzen Ortes statt einer einzelnen Lage.

Die Geschichte der Familie beginnt kurz vor dem Zweiten Weltkrieg: Sylvains Großvater kam aus Polen nach Puligny und baute nach dem Krieg Schritt für Schritt einen Weinbaubetrieb auf. Über Stanislas Bzikot ging das Gut an Sylvain Bzikot. Heute umfasst die Domaine Bzikot Père & Fils rund 15 Hektar in Puligny-Montrachet, Auxey-Duresses, Volnay und Santenay.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

Für Burgunds Winzer war 2024 ein Jahr ohne Pause. Auf einen milden und sehr nassen Winter folgte ein früher Austrieb, dann ein kühles, feuchtes Frühjahr mit Frostnächten, Hagelgefahr und anhaltendem Pilzdruck. Die Blüte verlief ungleichmäßig. Erst ab dem Sommer wurde es trockener, und die Trauben reiften langsam.

Die Lese kam spät und verlangte strenge Auswahl; vielerorts fielen die Mengen stark aus. Die Mostgewichte blieben moderat. Die Weißweine sind klar und fein gezeichnet, mit straffer Säure und kühler Frische – ein Jahrgang, der die schlanke, präzise Seite von Puligny zeigt statt der vollen.

Langsame Gärung, zurückhaltendes Holz

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024. Vergoren wird langsam, ausgebaut im Eichenfass mit nur einem geringen Anteil neuen Holzes. Das langsame Gären hält die Aromen im Wein; die überwiegend gebrauchten Fässer liefern Textur und einen sanften Sauerstoffkontakt, ohne die Frucht mit Vanille oder Röstaromen zu überdecken. Ziel ist Frische und Klarheit – gerade bei einem kühlen Jahrgang der richtige Weg.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Zitrone und grüner Apfel, weiße Blüten und ein kreidiger, leicht nussiger Ton. Am Gaumen straff und geradlinig, mit klarer Säure und feiner Textur aus dem Fass; die Frucht bleibt hell, der Abgang salzig und frisch.

Viele Parzellen, ein Ort, ein kühles Jahr: Puligny von seiner klaren, gespannten Seite.

Bei 11–13 °C servieren, in einem großen Weißweinglas. Jung zugänglich; mit einigen Jahren Flaschenreife gewinnt der Wein an Tiefe.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch, Meeresfrüchten und Geflügel in heller Sauce. Die straffe Säure des Jahrgangs passt besonders zu Austern, Jakobsmuscheln, Seezunge in brauner Butter und jungem Comté.


Produzent Domaine Bzikot Père & Fils, Sylvain Bzikot, Puligny-Montrachet
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage zahlreiche Parzellen in der Gemeinde Puligny-Montrachet, Côte de Beaune · Kalkstein und Mergel
Klassifikation Puligny-Montrachet AOC · trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation langsame Gärung
Ausbau Eichenfass mit geringem Neuholzanteil
Trinkempfehlung jetzt bis 2032

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Feinkost

Le 2 Mele Ragù Salsiccia e Funghi - Ragu mit Salsiccia und Pilzen

Feinkost · Ragù / Pastasauce · Ligurien · Italien

Le 2 Mele Ragù Salsiccia e Funghi ist ein herzhaftes italienisches Ragù aus Salsiccia und Steinpilzen. Mit reichlich grober Salsiccia und Boletus-Steinpilzen in fruchtiger Tomatensauce – eine vollmundige, schnelle Sauce für Pasta direkt aus dem Glas.


Herkunft

Hergestellt von der Manufaktur Le 2 Mele in Borgomaro in Ligurien, im Hinterland der italienischen Riviera. Verarbeitet werden italienisches Schweinefleisch für die Salsiccia und echte Steinpilze (Boletus edulis).

Zutaten und Herstellung

Auf Basis von Tomatenfruchtfleisch, mit 28 % Salsiccia (Schweinefleisch, Salz, Pfeffer) und 8 % Steinpilzen. Abgerundet mit einem klassischen Soffritto aus Zwiebeln, Karotten und Sellerie, nativem Olivenöl extra, Rotwein, Knoblauch und Pfeffer. Enthält Sulfite.

Geschmack

Vollmundig und herzhaft, mit der würzigen Note der Salsiccia und dem erdig-waldigen Aroma der Steinpilze. Die fruchtige Tomate und das Soffritto geben Tiefe und runden Geschmack.

In der Küche

Einfach erwärmen und mit frisch gekochter Pasta vermengen. Passt besonders zu kräftigen Nudelsorten und lässt sich mit etwas Parmigiano verfeinern.

Passt zu: Tagliatelle, Pappardelle, Rigatoni, Gnocchi und Polenta.


Hersteller: Le 2 Mele, Borgomaro (Ligurien, Italien)
Produkt: Ragù Salsiccia e Funghi (Pastasauce)
Zutaten (Auszug): Tomate, 28 % Salsiccia, 8 % Steinpilze, Soffritto, natives Olivenöl extra, Rotwein; enthält Sulfite
Mindesthaltbarkeit (MHD): 11.07.2027

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Schaumweine

Bouvet-Ladubay Cremant de Loire Cuvée Excellence brut

Der Bouvet-Ladubay Crémant de Loire Excellence Brut ist der Klassiker aus Saumur: Chenin Blanc und Chardonnay, in der Flasche vergoren und mindestens zwölf Monate auf der Hefe gereift. Ein frischer, eleganter Crémant für viele Gelegenheiten.

Im Glas

Blasses Strohgelb, zarte Perlen. Fruchtig und blumig in der Nase, mit reifem Apfel und etwas getrockneter Frucht. Im Mund rund, weinig und fein, mit lebendiger Säure vom Chenin. Ein langer, harmonischer Ausklang.

Mach was draus

Gougères, Räucherlachs auf Blini, Flammkuchen, gebratene Forelle oder eine Obsttarte zum Kaffee. Er ist der Crémant für den Sonntagsbrunch, die Gartenparty und den spontanen Feierabend. Und für alle, die gern Champagner trinken, aber nicht jeden Tag Champagner bezahlen wollen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C und trink ihn jung, solange die Frucht frisch ist.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Excellence ist mein Hauswein unter den Crémants. Er passt fast immer und macht nie etwas falsch.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist Crémant de Loire? Schaumwein aus dem Loiretal, hergestellt wie Champagner: mit Flaschengärung und einem Jahr Reife auf der Hefe als Minimum.

Welche Rebsorten stecken drin? Chenin Blanc, die typische weiße Sorte der Loire, und Chardonnay.

Chenin Blanc und Chardonnay · Crémant de Loire AOP · Grundwein im Stahltank · zweite Gärung in der Flasche, Hefelager ab 12 Monaten · Brut · Bouvet-Ladubay, Saumur · Stand: Oktober 2026

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Weine

Paul Mas Le Rosé

Wein · Roséwein · Pays d'Oc · Frankreich

Paul Mas Le Rosé ist ein floral-fruchtiger Rosé aus den Rebsorten Grenache Gris, Grenache Noir, Pinot Gris, Caladoc und Cinsault. Typisch sind seine saftige Struktur und die sommerliche Aromatik nach roten, reifen Früchten wie Erdbeere, Pfirsich und Himbeere.


Pays d'Oc / Languedoc

Das Pays d'Oc erstreckt sich entlang der Mittelmeerküste im Languedoc (Südfrankreich). Das mediterrane Klima mit viel Sonne und kühlenden Meeresbrisen bietet ideale Voraussetzungen für fruchtige, frische Rosés. Erzeuger ist Domaines Paul Mas.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache Gris, Grenache Noir, Pinot Gris, Caladoc und Cinsault. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend und kühl im Edelstahl vergoren, was die frische, fruchtbetonte Aromatik bewahrt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase floral und fruchtig, mit Erdbeere, Pfirsich und Himbeere. Am Gaumen saftig und frisch, mit feiner roter Frucht, schöner Struktur und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif, Sommer- und Terrassenwein oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Antipasti, gegrilltem Gemüse, Fisch, hellem Fleisch und mediterraner Küche.


Lage: Pays d'Oc IGP, Languedoc (Frankreich); Domaines Paul Mas
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Grenache Gris, Grenache Noir, Pinot Gris, Caladoc & Cinsault, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, kühle Edelstahlgärung (fruchtbewahrend)

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Rebsorten

Künstler Hochheimer Hölle Riesling Beerenauslese 1998

Weißwein edelsüß · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Hochheimer Hölle Beerenauslese edelsüß 0,375 l 1998

Die Künstler Hochheimer Hölle Riesling Beerenauslese 1998 ist ein gereifter, edelsüßer Klassiker aus einer der großen Hochheimer Lagen – monumentale Kraft und mineralische Eleganz zugleich, mit über 25 Jahren Flaschenreife veredelt. Eine seltene Schatzkammer in der 0,375-Liter-Flasche.


Hochheimer Hölle – Lage und Boden

„Hölle" leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort „Halde(a) = steiler Berg" ab. Diese Südlage mit 15 Prozent Neigung zieht sich östlich der Hochheimer Altstadt auf den Main zu. Der Tonmergelboden besteht aus feinsten Tonpartikeln und reichlich Kalk – ein mineralisches Kraftpaket. Durch den darüber liegenden, lockeren, braunen Lösslehm erhält die Rebe reichlich Wasser und Luft zum Gedeihen.

Die Lage Hölle hat monumentale Kraft und mineralische Eleganz zugleich; ihre Weine zeigen enorme Länge und Fülle. Sie ist die kraftvollste der Hochheimer Lagen – eine ideale Basis für eine konzentrierte, langlebige Beerenauslese.

Jahrgang 1998 – Rheingau

1998 brachte im Rheingau einen guten Herbst mit reifer Botrytis, der edelsüße Prädikatsweine von schöner Substanz ermöglichte. Mit über einem Vierteljahrhundert Flaschenreife zeigt die Beerenauslese heute ihre ganze Tiefe: Die ungestüme Süße der Jugend ist gereifter, vielschichtiger Tertiäraromatik gewichen, getragen von der für die Hölle typischen Kraft.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 1998, Prädikat Beerenauslese, edelsüß, 0,375 l.

Selektive Lese überreifer, edelfaul (botrytis) eingeschrumpfter Beeren von Hand, schonende Gärung, die einen großen Teil der natürlichen, hochkonzentrierten Fruchtsüße im Wein belässt. Aufgrund der winzigen Erntemenge und der langen Reife eine echte Rarität.

Im Glas

Tiefes, leuchtendes Bernsteingold. In der Nase ein vielschichtiges Reifebukett von kandierter Aprikose und Quitte, Honig und Karamell, Dörrfrüchten (Feige, Rosine, Dattel), Orangenmarmelade und feinen würzigen Noten, untermalt von der typischen Botrytis-Würze und mineralischer Tiefe. Am Gaumen dicht und vollmundig, mit reifer, schmelziger Süße, die von einer lebendigen, gut erhaltenen Säure getragen und ausbalanciert wird – kraftvoll und elegant zugleich.

Monumentale Kraft und mineralische Eleganz – mit über 25 Jahren Reife zur vollen Größe gewachsen.

Auf der Höhe seiner Reife, mit weiterem Potenzial über viele Jahre; vorsichtig öffnen und kühl genießen. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als großer Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose oder Karamell sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: Rheingau, Hochheimer Hölle (Deutschland); Südlage mit 15 % Neigung zum Main, Tonmergel mit Kalk unter lockerem braunem Lösslehm
Klassifikation: Rheingau, Riesling Beerenauslese (Prädikatswein), edelsüß; 0,375 l
Ausbau: Riesling; selektive Handlese edelfauler Beeren, schonende Gärung, natürliche Restsüße

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