Anne & Jean-François Ganevat Pinot Gris 2013

Anne & Jean-François Ganevat Pinot Gris 2013 – Elsass – Frankreich

Die Weine von Jean-François Ganevat und seiner Frau Anne kommen meistens etwas schräg daher. Neben dem eigentlichen Stammsitz in dem französischen Anbaugebiet Jura verarbeiten die beiden aber auch noch Trauben befreundeter Winzer aus anderen Anbaugebieten Frankreichs. Egal, wie die Ganevats ihre Trauben verarbeiten, eines ist allen Produkten gleich: Sie werden weder geschönt, filtriert, geschwefelt und jegliche Chemie wird verbannt.

So bemerkt der geneigte Trinker dieses Tropfens auch direkt beim ersten Hineinriechen in diesen „Grauburgunder“, dass dieser nun wirklich nichts mehr mit den sonst so genormten Weinen dieser Rebsorte zu tun hat.

Der erste Duft erinnert an Schimmel, modrige Pilze im nassen Wald und Klebstoff. Nach und nach gesellen sich dann noch reife Birnennoten, kandierter Apfel und reife Quitten dazu. Es ist ein sehr unruhiger Geselle, der sehr viel Zeit benötigt. Auch sollte man bei diesem Pinot Gris sehr viel Phantasie mitbringen. Nicht zu vergessen ein gehöriges Mass an „Geschmacksoffenheit“ und einer liberalen Einstellung zu andersartigen Weinen und Getränken generell.

Geschmacklich ist der Wein recht breit aufgestellt, eine fruchtsüsse Williams Birne ist hier das Hauptmerkmal, die Säurestruktur ist präsent und der Abgang leider etwas kurz. Alles spielt sich im Mundbereich ab und dieser Ganevat ist in jedem Fall auch eher ein Wein zu rustikalen Speisen als ein guter Solokünstler. Passt also perfekt zu einer rustikalen, bäuerlichen Elsässer Küche.

Ein Grauburgunder, der aus dem Rahmen fällt.

16

Unsere Wertung: 16 von 365 Punkten *

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Spanien

Jade Gross Chiguita 2025

Weißwein · Rioja · Garnacha Blanca / Tempranillo Blanco / Viura / Malvasía

Garnacha Blanca / Tempranillo Blanco / Viura / Malvasía DOCa Rioja Jade Gross 6 Monate Feinhefe · Bâtonnage nur 2.980 Flaschen 2025

Der Jade Gross Chiguita Blanco 2025 ist bereits der fünfte Jahrgang dieser Cuvée und zeigt die elegante, moderne Seite der weißen Rioja-Weine – ein Zusammenspiel aus Frische, mineralischer Präzision und feiner Textur.


Chiguita Blanco – ein Weiß-Blend aus vier Lagen

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Cuvée vereint Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco, Viura und Malvasía. Viura und Garnacha Blanca stammen von kalkhaltigen Tonböden rund um Labastida und verleihen dem Wein Struktur, mineralische Spannung und Tiefe. Der jüngste Bestandteil der Assemblage, Tempranillo Blanco, wächst im Tal Alto de Najerilla und bringt eine ausgeprägte Fruchtkomponente in den Blend. Die hochgelegenen Parzellen mit Malvasía aus Rivas de Tereso sorgen schließlich für Frische und eine fast knackige Textur im finalen Wein.

Jahrgang 2025 – Rioja

Das Jahr 2025 war in der Rioja von ungewöhnlich hoher Luftfeuchtigkeit geprägt, wodurch der Kampf gegen den Echten Mehltau im späten Frühjahr und Sommer zu einer ständigen Herausforderung wurde. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten gesunde, lockerbeerige Trauben gelesen werden – auch wenn die Erträge deutlich geringer ausfielen und die Produktionsmenge entsprechend begrenzt ist.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco, Viura und Malvasía, Jahrgang 2025, trocken.

Die Trauben wurden über einen Zeitraum von etwa einer Woche jeweils zum optimalen Reifezeitpunkt von Hand gelesen und separat verarbeitet. Nach einer kühlen Vorklärung wurden die Moste getrennt in 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche sowie in einen Flextank überführt. Der Ausbau erfolgte über sechs Monate auf der Feinhefe, begleitet von regelmäßiger Bâtonnage, wodurch der Wein zusätzliche Struktur, Cremigkeit und aromatische Tiefe erhält. Gesamtproduktion: 2.980 Flaschen.

Im Glas

Ein Zusammenspiel aus Frische, mineralischer Präzision und feiner Textur: helle, gelbe Frucht und florale Noten treffen auf eine klare mineralische Spannung und eine cremige, von der Bâtonnage getragene Struktur. So zeigt der Chiguita Blanco die elegante und moderne Seite der weißen Rioja-Weine.

Die elegante und moderne Seite der weißen Rioja-Weine – Frische, mineralische Präzision und feine Textur.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); Viura und Garnacha Blanca aus Labastida (kalkhaltige Tonböden), Tempranillo Blanco aus Alto de Najerilla, Malvasía aus Rivas de Tereso (Höhenlage)
Klassifikation: DOCa Rioja blanco (trocken); nur 2.980 Flaschen
Ausbau: separate Lese und Verarbeitung, kühle Vorklärung; 6 Monate auf der Feinhefe mit Bâtonnage in 500-l-Fässern (franz. Eiche) und Flextank; handwerklich

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Pechstein Forst GC 2025 BIO Magnum

Weißwein · Forst, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Forster Pechstein 2,33 ha von 21 ha schwarzer Basalt Spontangärung Magnum 1,5 l, DE-ÖKO-003

Pechstein G.C. 2025 in der Magnum stammt aus der Lage, die ihren Namen der Farbe ihres Bodens verdankt: pechschwarzer Basalt vulkanischen Ursprungs. Von den 21 Hektar der Forster Lage bewirtschaftet Dr. Bürklin-Wolf 2,33 Hektar – der größte Anteil, den das Gut in einer seiner Forster Grand-Cru-Lagen hält. Unter allen Rieslingen des Betriebs ist dies der kompromissloseste, und das Großformat ist für ihn das naheliegendste.


Pechstein – schwarzer Basalt vom Pechsteinkopf

Oberhalb von Forst, im Wald, liegt der Pechsteinkopf, ein erloschener Vulkan. Er hat in Urzeiten große Mengen vulkanischen Gesteins in die Umgebung verteilt, und im Untergrund der Lage verlaufen bis heute mehrere Basaltadern. Lose Basaltsteine liegen auch an der Oberfläche, dunkel und wärmespeichernd. Überliefert ist zudem, dass im 19. Jahrhundert zusätzliches Basaltgeröll aus einem nahen Steinbruch in die Weinberge gefahren und eingearbeitet wurde – eine Bodenverbesserung, die man heute Terroir-Manipulation nennen würde und die damals schlicht Erfahrungswissen war. In den zwei Brüchen am Pechsteinkopf wurde bis Ende der 1970er-Jahre abgebaut.

Der Basalt ist allerdings nur die eine Hälfte der Rechnung. Daneben stehen roter Buntsandsteinverwitterungsboden, sandiger Lehm sowie Sandsteingeröll und Tonanteile. Dieser Ton- und Lehmanteil ist entscheidend: Er speichert Wasser und hält den Mineralhaushalt in Bewegung, sodass die Reben die Gesteinsmineralien überhaupt erschließen können. Die Lage liegt zwischen 120 und 160 Metern, nach Südosten ausgerichtet und zum Waldrand hin ansteigend, bei nur geringer Hangneigung. Die hohe Einstrahlung erwärmt den dunklen Boden schnell und bringt die Trauben verlässlich in die Reife – die Ton- und Basaltbasis sorgt gleichzeitig dafür, dass daraus keine Üppigkeit, sondern Straffheit wird.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im langjährigen Mittel, Spätfrost blieb vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken bei außergewöhnlich niedrigem Pilzdruck; der Pflanzenschutz konnte reduziert werden, was in einem biodynamisch geführten Betrieb unmittelbar entlastet. Die Beeren blieben klein und konzentrierten sich aromatisch. Ab Mitte Juli setzten flächendeckende Niederschläge ein. Für den Pechstein war das weniger kritisch als für leichtere Böden der Region: Der Lehm- und Tonanteil macht diese Lage zu einer der wasserhaltigsten im Forster Portfolio des Guts – ein Vorteil in einem Jahr, in dem die Trockenheit der begrenzende Faktor war.

Anfang September trieb die Hitze die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig voran, ab Mitte September brachten Niederschläge stellenweise Botrytis und erzwangen zügiges Lesen der hochreifen Trauben. Um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig bleibt 2025 klein: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter dem Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten und ausgewogenen Säurewerten.

Spontangärung, Doppelstück und das Magnumformat

Seit Januar 2005 bewirtschaftet Dr. Bürklin-Wolf sämtliche Weinberge biologisch-dynamisch – zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb aufgenommen in die französische Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf; die G.C.-Lesegüter werden von Hand gelesen und selektioniert. Die gutseigene Pyramide aus Gutsriesling, Ortsriesling, P.C. und G.C. orientiert sich an der königlich-bayerischen Lagenklassifikation von 1828.

Im Keller wird für alle Grands Crus gleich gearbeitet: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, anschließend Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Neues Holz kommt nicht zum Einsatz, und bei diesem Fassvolumen ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge ohnehin zu klein, um Aroma abzugeben. Was bleibt, ist ein langsamer, geringer Sauerstoffeintrag, der die Phenolik rundet. Die Magnum setzt diese Logik auf der Flasche fort: Bei 1,5 Litern ist das Verhältnis von Sauerstoffeintrag zu Weinmenge kleiner als in der 0,75er, die Entwicklung läuft langsamer und gleichmäßiger. Bei einem Wein, der ohnehin von Zeit profitiert und dessen Reiz in der Schärfe der Kontur liegt, ist das Großformat deshalb keine Geste, sondern eine andere Reifekurve.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Kern. Die Nase ist auffallend geradlinig und kühl getönt: Zitrusschale, grüner Apfel, weißer Pfirsich, darunter eine feuersteinartige, leicht rauchige Note, die für basaltdominierte Böden charakteristisch ist. Am Gaumen zeigt sich der Wein straffer und kantiger als die Forster Nachbarlage Ungeheuer – weniger Muskel, mehr Präzision. Der Extrakt des Jahrgangs 2025 gibt Substanz, ohne die Linie zu verbreitern; die Säure ist reif und führt scharf konturiert durch. Getragen wird alles von einer salzig-steinigen Ader, die bis in einen langen, knochentrockenen Abgang reicht. Aus der Magnum wirkt der Wein in der Jugend noch verschlossener als aus der Normalflasche.

Der Basalt gibt hier nicht Kraft, sondern Schärfe.

Am Tisch

Die salzige, geradlinige Anlage macht diesen Riesling zum Meeresfrüchtewein unter den Bürklin-Grands-Crus, und die Magnum ist dafür das richtige Format: Austernplatte, Jakobsmuscheln, Langustinen, roher Fisch und Ceviche für eine größere Runde. Dazu gebratener Steinbutt, Loup de mer am Stück, Kalbsbries mit Zitrone. Auch klare asiatische Küche mit Zitrusgras und Ingwer passt. Vermeiden Sie schwere Rahmsaucen – sie nehmen dem Wein genau das, was ihn ausmacht. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren; jung gehört diese Flasche in die Karaffe und braucht dort mindestens eine Stunde.


Lage: Forst a. d. Weinstraße, Pechstein (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Lage insgesamt 21 ha, davon 2,33 ha im Besitz des Weinguts; 120–160 m ü. NHN, südostexponiert und zum Waldrand ansteigend, geringe Hangneigung; schwarzes Basaltgeröll und Basaltadern im Untergrund, dazu roter Buntsandsteinverwitterungsboden, sandiger Lehm, Sandsteingeröll und Tonanteile; oberhalb der erloschene Vulkan Pechsteinkopf mit zwei bis Ende der 1970er-Jahre betriebenen Basaltbrüchen
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Handlese und Selektion, temperaturkontrollierte Spontangärung, Ausbau im Doppelstück-Holzfass; Abfüllung in der Magnum (1,5 l); biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin / DE-ÖKO-003

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Deutschland

Metzger Probierpaket Rotwein

Probierpaket · Rotwein · Pfalz · 6 Flaschen

Metzger Probierpaket Rotwein ist ein 6er-Paket Pfälzer Rotwein vom Weingut Metzger – mit je 2 Flaschen Metzger Rot, Petit Noir und Filet Noir. Das Weingut bringt kräftige und vollmundige Rotweine mit fruchtigem Charakter auf die Flasche. Versandkostenfreie Lieferung.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands, einer der wärmsten Weinbauregionen des Landes. Das Klima bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor.

Die drei Rotweine

Das Paket vereint drei Pfälzer Rotweine: Metzger Rot, Petit Noir und Filet Noir – je 2 Flaschen. Alle drei sind kräftig und vollmundig, mit fruchtigem Charakter, und laden zum Vergleichen ein.

Im Glas

Tiefes Rot. Die Weine zeigen reife, dunkle und rote Frucht, kräftigen Körper und vollmundige Struktur – fruchtbetont und zugänglich.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ideal zum Entdecken und Vergleichen oder als Geschenk.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Pasta, Schmorgerichte und Käse.


Herkunft: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Probierpaket – 6 Rotweine
Inhalt: je 2 Fl.: Metzger Rot, Petit Noir, Filet Noir (6 × 0,75 l)

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Länder/Regionen

Domaine Francois Raveneau Chablis Premier Cru Butteaux 2018

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Chablis · 1er Cru Butteaux linkes Serein-Ufer (Montmains) Kimmeridgium · 1,5 ha · SO-Lage 2018

Der Chablis 1er Cru Butteaux 2018 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay am linken Serein-Ufer. Butteaux gilt als besonders tiefe, mineralreiche und langlebige Lage – Raveneau zählt zu den legendärsten und rarsten Adressen von Chablis.


Butteaux – Premier Cru am linken Serein-Ufer

Butteaux ist ein Premier Cru am linken Ufer und gehört zum Verbund der Lage Montmains. Raveneaus Parzelle umfasst 1,5 Hektar in südöstlicher Ausrichtung; die Reben stammen zu einem Drittel aus den 1950er- und zu zwei Dritteln aus den 1980er-Jahren. Der kimmeridgische Kalksteinboden bringt tiefe, mineralreiche und straffe Weine hervor.

Die Domaine François Raveneau, 1948 gegründet, zählt zu den ikonischen Erzeugern von Chablis. Auf 8,9 Hektar wächst ausschließlich Chardonnay; gesetzt wird auf 100 % Ganztraubenpressung, Ausbau im Holzfass mit nur 10–15 % jährlich erneuerten Fässern und ohne technische Eingriffe. Die Weine sind rar und über Jahrzehnte lagerfähig.

Jahrgang 2018 – Chablis

2018 blieb in Chablis von Frostschäden verschont. Die Vegetationsperiode begann normal, wurde dann sehr trocken und heiß; leichte Sommerregen weckten die durch Trockenstress träge gewordenen Reben und führten zu einer reichen Ernte. Die Lese begann am 30. August und dauerte rund sieben Tage – bei ausgesprochen sauberem Lesegut.

Statt der erwarteten rund 50 hl/ha lag der Ertrag im Schnitt bei etwa 75 hl/ha. Die potenziellen Alkoholwerte waren mit rund 13 % hervorragend; die Trauben zeigten sich unerwartet saftig und ergaben trotz sehr leichter Pressung viel Most. Das Ergebnis sind energiegeladene, verführerische Weine.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2018, mit 100 % Ganztraubenpressung.

Gärung und Ausbau erfolgen im Holzfass, von dem jährlich nur 10–15 % erneuert werden – auf der Hefe und ohne technische Eingriffe. So bleiben Tiefe und mineralische Linie klar erhalten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, Austernschale und Feuerstein über feuchtem Stein. Am Gaumen tief und straff, mineralreich, mit salziger Mineralität, klarer Säure und langem Abgang – in der Jugend noch fest und zurückhaltend.

Tief und mineralreich, mit Austernschale und Feuerstein über salziger Mineralität – ein straffer Chablis mit großem Reifepotenzial.

In der Jugend noch verschlossen; sein Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu gereifter Comté. Die salzige Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Butteaux (1er Cru), Chablis; linkes Serein-Ufer (Montmains), Kimmeridgium-Kalk, SO-Lage, 1,5 ha, Reben aus den 1950er/1980er-Jahren
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; 100% Ganztraubenpressung; Holzfass (nur 10–15% jährlich erneuert) auf der Hefe, ohne technische Eingriffe

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Frankreich

Dujac Vosne Romanée Les Beaux Monts 1er Cru 2022

Rotwein · Vosne-Romanée Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Beaux Monts · 1er Cru Vosne-Romanée Côte de Nuits 2022

Der Vosne-Romanée Les Beaux Monts 1er Cru 2022 der Domaine Dujac ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer Premier-Cru-Lage an der Grenze zu Echézeaux. Elegant und ausbalanciert, mit roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze – im Stil dieser Ikone der Côte de Nuits.


Les Beaux Monts – Premier Cru in Vosne-Romanée

Les Beaux Monts (gelegentlich „Beaumonts") erstreckt sich über rund 11,4 Hektar als Flickenteppich über die Gemeindegrenzen von Vosne-Romanée und Flagey-Echézeaux. Der untere Teil (Les Beaux Monts Bas) liegt auf gleicher Höhe wie Echézeaux und erreicht durchweg ein sehr hohes Niveau; der etwas kühlere obere Teil liefert gute Premier-Cru-Weine. Im Süden grenzt der Premier Cru Aux Brûlées.

Vosne-Romanée gilt als Inbegriff fein ausbalancierter Pinots und beherbergt sechs Grand Crus, darunter Romanée-Conti und La Tâche. Die Domaine Dujac aus dem benachbarten Morey-Saint-Denis zählt zu den Ikonen der Côte de Nuits und arbeitet ohne Herbizide.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der die Eleganz des Beaux Monts mit Substanz unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Im Stil von Dujac wird ein Teil als ganze Traube vergoren; die Gärung verläuft langsam in den kühlen Kellern. Anschließend reift der Wein im Holzfass – ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Rote Frucht nach Kirsche und Himbeere, ergänzt um Veilchen, Waldboden, Lakritz und rauchige Anklänge. Am Gaumen elegant und ausbalanciert, mit Fülle, feiner Struktur und langem Abgang.

Kirsche und Himbeere mit Veilchen, Waldboden und Lakritz – ein elegant ausbalancierter Vosne-Romanée Premier Cru.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den besonderen Anlass.


Lage: Les Beaux Monts (1er Cru), Vosne-Romanée / Flagey-Echézeaux (Côte de Nuits); Mittelhang, rund 11,4 ha
Klassifikation: Vosne-Romanée Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Spirituosen

Andres Tresterbrand im Holzfass gereift

Spirituose · Pfalz · Tresterbrand (holzfassgereift)

Tresterbrand aus Traubentrester im Holzfass gereift Pfalz Weingut Andres · Deidesheim bernsteinfarben warm & würzig

Der Andres Tresterbrand im Holzfass gereift ist ein edler Traubentrester-Brand von den Gebrüdern Andres aus der Pfalz. Die Reife im Holzfass verleiht ihm eine warme, würzige Tiefe und eine feine, geschmeidige Holznote.


Andres Tresterbrand – holzfassgereift aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt. Neben ihren Weinen und Sekten stammt aus ihrem Hause auch dieser Tresterbrand – gewonnen aus dem Trester der eigenen Weinbereitung und anschließend im Holzfass gereift.

Herstellung und Reife

Tresterbrand entsteht durch die Destillation von Traubentrester – den Schalen, dem Fruchtfleisch und den Kernen, die nach dem Pressen der Trauben zurückbleiben. Nach dem Brennen reift dieser Brand im Holzfass, wo er seine bernsteinfarbene Tönung, eine geschmeidige Textur und würzige Reifearomen erhält.

Im Glas

Bernsteinfarben im Glas, mit warmer, würziger Tiefe: Anklänge von Trockenfrüchten, Nuss und feiner Vanille- und Holzwürze über einem klaren Traubencharakter. Am Gaumen geschmeidig und kraftvoll, mit langem, würzigem Nachhall.

Warm und würzig, bernsteinfarben – Trockenfrüchte, Nuss und feine Vanille-Holzwürze über klarem Traubencharakter, geschmeidig und kraftvoll mit langem Nachhall.

Am besten bei Zimmertemperatur (16–18 °C) aus dem bauchigen Glas genießen.

Zum Genuss

Als Digestif nach dem Essen, als Begleiter zu Espresso und dunkler Schokolade oder pur zu Käse und Trockenfrüchten.


Produkt: Tresterbrand (aus Traubentrester), im Holzfass gereift
Herkunft: Pfalz; Weingut Andres, Deidesheim
Genuss: als Digestif; bei Zimmertemperatur servieren

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Länder/Regionen

Noon Eclipse 2019

Rotwein · McLaren Vale · Grenache-Cuvée

88 % Grenache · 7 % Shiraz · 5 % Graciano McLaren Vale Eclipse alte Buschreben (1934/1943) Drew Noon MW 18 Monate Holz 2019

Der Noon Eclipse 2019 ist ein kultiger, old-school gemachter Grenache-Blend von uralten Buschreben aus McLaren Vale – durch die kleine Ernte besonders konzentriert, mit beeindruckender Frische und fester Tanninstruktur. Ein Wein für die lange Reife.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller. Zu jeder Ernte gibt Drew klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat.

Der Eclipse ist die Grenache-dominierte Cuvée des Guts, im Geist der großen Châteauneuf-du-Pape gemacht. Die Trauben stammen von uralten, wurzelechten Grenache-Buschreben, die bereits 1934 und 1943 gepflanzt wurden, ergänzt um etwas Shiraz und Graciano – alles estate-grown aus den drei „Home"-Weinbergen rund um das Gut in McLaren Vale.

Jahrgang 2019 – McLaren Vale

Das warme, trockene Wachstumsjahr 2019 ergab eine kleine Ernte – nur etwa die Hälfte von 2018 – und damit einen besonders konzentrierten Eclipse. Frische und feste Tanninstruktur sind in diesem Jahr besonders beeindruckend und erinnern an den von Drew hochgeschätzten 2018er, bei vielleicht noch höherer Fruchtkonzentration.

Drew Noor selbst sagt zum Jahrgang: „Grenache von unseren alten Reben, bei voller Reife gelesen, ergibt einen exotischen und besonderen Wein – und dies ist ein gutes Beispiel dafür. Der 2019er ähnelt sehr dem 2018er, den ich zu unseren besten zähle, daher bin ich sehr zufrieden mit ihm." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 88 % Grenache, 7 % Shiraz und 5 % Graciano, Jahrgang 2019, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Pressung von Hand in kleinen Korbpressen. Reife über rund 18 Monate in kleinen französischen und amerikanischen Fässern sowie großen Holzgebinden (Demi-muid, Foudre) – fast ausschließlich gebrauchtes Holz, nur ein kleiner Anteil neue Eiche für den Shiraz-Teil. Minimal-invasiv ausgebaut.

Im Glas

Ein exotischer, konzentrierter Grenache-Blend: üppige reife rote Frucht – Himbeere, Cranberry, rote Johannisbeere – mit Anklängen von Gewürzen, getrockneten Kräutern und einer würzig-erdigen Note. Am Gaumen vollmundig und reich, dabei von bemerkenswerter Frische und einer festen, gut strukturierten Tanninlinie getragen, die dem Wein Halt und große Länge gibt.

Grenache von alten Reben, bei voller Reife gelesen – ein exotischer und besonderer Wein.

Schon jetzt schön zu trinken, aber als besonders langlebiger Eclipse für viele Jahre gebaut; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftig gewürzten Gerichten, zur Ente und zu Wild, zu geschmortem rotem Fleisch und reich gewürzten Casseroles sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); estate-eigene Blocks, wurzelechte Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934/1943), Trockenanbau
Klassifikation: McLaren Vale, Grenache-Cuvée (Eclipse), trocken
Ausbau: 88 % Grenache, 7 % Shiraz, 5 % Graciano; ~18 Monate in überwiegend gebrauchtem Holz (Barrique/Demi-muid/Foudre)

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Spirituosen

Lorenzo Inga Grappa Bianca di Gavi Antica Porta Selection Barrique

Grappa · Cortese · Piemont · Italien

Lorenzo Inga Grappa Barrique di Gavi (Antica Porta Selection) ist ein im Barrique gereifter Grappa aus dem Piemont. Gebrannt aus dem Trester der weißen Cortese-Traube von Gavi und in Eichenfässern ausgebaut – goldgelb, weich und samtig mit langem Abgang.


Herkunft

Die Brennerei Inga wurde 1832 gegründet und wird heute in fünfter Generation von Lorenzo Inga geführt – eine der traditionsreichsten Grappa-Familien des Piemont, ansässig nahe den Weinbergen von Gavi. Dort wächst die Cortese-Traube auf kalkhaltigen Böden, die ihr eine feine Mineralität verleihen.

Destillation und Reifung

Gebrannt wird der Trester der weißen Cortese di Gavi, schonend destilliert in Kupferkesseln. Anschließend reift der Grappa im Barrique aus französischer Eiche, was ihm Farbe, Tiefe und einen samtigen Charakter verleiht. Abgefüllt mit

Im Glas

Goldgelb bis bernsteinfarben. In der Nase Vanille, Holznoten und getrocknete Früchte, dazu ein Hauch Akazienhonig. Am Gaumen weich und samtig, vollmundig mit feiner Würze. Langer, harmonischer Abgang.

Pur genießen

Als Digestif nach dem Essen – bei Zimmertemperatur in einem schmalen Glas, das die Aromen bündelt. Ein gereifter Grappa für besondere Momente.

Klassisch solo: als Digestif, zum Espresso oder zu dunkler Schokolade.


Herkunft: Piemont, Italien (Gavi)
Art: Grappa Barrique (Cortese di Gavi)
Reifung: Barrique aus französischer Eiche

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