Michael Andres zum Jahrgang 2018 in Deidesheim in der Pfalz
2018 zu früh und trotzdem so lange wie nur selten. Am 27.8.2018 starteten wir die Weinlese. In der ersten Woche wurden nur Trauben für Sektgrundweine geerntet.
In der zweiten und dritten Erntewoche widmeten wir uns den Burgundersorten.
Aufgrund der Trockenheit im Sommer waren verschiedene Parzellen doch recht unterschiedlich in ihrer Reife.

Standorten, die mit der Trockenheit zu kämpfen hatten, merkte man eine etwas verzögerte Reife an. Daher haben wir auch schon im Gutsweinsegment extrem viel sortiert, was durch die Handlese und ein sehr gutes Team auch möglich war.
Ende der dritten Erntewoche ging es mit den Rieslingen los. Hier ist es bei uns üblich, die Weinberge in den Spitzenlagen 2-3 mal zu ernten, um immer den bestmöglichen Reifezeitpunkt der verschiedenen Trauben am Stock zu erreichen. Hier starten wir traditionell in der Lage Königsbacher Oelberg.
Nachdem die Vorlese der Rieslinge zu Ende war, warteten wir noch eine Woche für unsere Lagenrieslinge. Währenddessen wurden die Trauben für unseren Chardonnay Reserve mit 93 Oechsle und unserem Pinot Noir, auch mit 93 Oechsle, gelesen. Was für uns absolute Traumwerte waren.

Ende der vierten Erntewoche starteten wir dann auch unsere letzten Lesegänge in den Lagerieslingen. Für uns immer das FINALE ! Das gewünschte Mostgewicht war dar, was bei uns immer zwischen 90 bis maximal 93 Oechsle beträgt.
Am 29.9.2018 beendeten wir dann die Rieslinglese und waren sehr zufrieden. Im Keller mussten ab da an nur noch die natürlichen Hefen ihre Arbeit tun.

In der letzten Erntewoche holten wir noch unsere internationalen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot rein. Diese beiden Sorten hatten mit der diesjährigen Trockenheit überhaupt keine Probleme. Hier erreichten wir eine Reife, die wir zuletzt in dem Jahrgang 2015 hatten.
Am 6.10.2018 waren wir fertig. Von nun an müssen nur noch die Hefen ihre letzte Arbeit tun und unsere Weine im Keller durchgären.