Die Sache mit dem Sherry

Bär am Määr, was will Bär mähr?

Zugegeben, die Höhlen des Bären befinden sich fast alle im Norden Spaniens. Sie sind gefüllt mit leckerem Wein aus La Seca, aus Anguix, aus Cambados, Pira, etwas Rioja etwas Weißwein der baskischen Küstenregion, Zeuch halt. Ab und an zieht es den Bären aber gen Süden, denn immer nur Lachs und Wolfsbarsch und Steinbutt (gut, den fängt kein Bär selber, dafür gibt es einen Lieferservice) ist dann ja auch langweilig. Eine Urta a la Roteña, Felsenfische, insbesondere sehr kleine Minirotbarben, ein Fischmarkt im Süden ist ganz anders als ein Fischmarkt in Santander, A Coruña oder Bilbo. Und dann gibt es da natürlich die Gamba de Sanlúcar, fangfrisch, in manchen Tavernen schon für fünfzig Euro das Kilo. Zweihundert Gramm als Ration für Bären ist okay, das kann sich das Tier auch leisten. Und dazu dann einen Manzanilla. Und schon sind wir beim Thema.

Die Sache mit dem Sherry ist so einfach dann doch nicht. Zwar gibt es klar definierte Kategorien wie Amontillado oder Oloroso, es gibt schwammig oder gar nicht definierte Kategorien wie Palo Cortado, Cream oder Pale Dry, es gibt halbsüße Wasauchimmer, süße auch. Beides findet man vor allem in Supermärkten in Deutschland, auch in England, aber mit gehörigem Abstand zu den Deutschen. Wäre die Gesetzgebung eine deutsche, man würde diese Süßlinge wahrscheinlich als sensorisch trocken anbieten dürfen. Darf man aber nicht. Soll uns aber auch nicht stören, denn diese Produkte eignen sich bestensfalls zum Kochen, so der Reiswein grade mal wieder alle ist.

Gute Trinksherries nennen sich Fino oder Manzanilla. Und hier beginnt die Verwirrung: was ist was, was nicht, und vor allem: warum? ¿Hep?

Nun, es gibt dort zwei geschützte Anbaugebiete, wobei man eigentlich eher von zwei geschützten Ausbaugebieten sprechen sollte: die D.O. Jerez-Xérès-Sherry und die D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda.

Blickt man nun in das etwas längliche Regelwerk, so stellt man fest, dass der Ursprung der Trauben für Fino und Manzanilla der gleiche ist: alle Weinberge beider Regionen. Grundwein, alles Sherries bestehen aus Palomino, darf überall in der Region hergestellt werden. Man kann also in der Cooperative in Trebujena einen Wein einkaufen, um diesen dann zu Fino oder zu Manzanilla zu verarbeiten. Und? Das Ergebnis ist komplett verschieden. Wie das?

Um den Grund zu verstehen, muss man noch einmal über den Herstellungsprozess reden. Im Schnelldurchlauf (hier soll ja kein Buch entstehen): der fertige, aber nicht filtrierte Grundwein wird auf fünfzehn Volumenprozent aufgespritzt. Mit dieser Alkoholmenge kommen die Hefen noch klar, sie sterben nicht ab. Nur nebenbei: für einen Oloroso spritzt man auf siebzehn Volumenprozent auf, stets mit einem Weindestillat, die Hefen sterben ab und sinken zu Boden.

Alsdann kommt der fertig behandelte Wein in große Holzfässer, amerikanische Eiche, fünfhundert Liter fassend, Einheimische nennen diese Teile Botas. Allerdings wird eine Bota nie komplett gefüllt, etwa ein Sechstel des Fasses bleibt leer. Nun beginnt der Wein seine Wanderschaft. Denn anders als klassische Stillweine verbringt er seine Zeit nicht immer im gleichen Fass, er wandert von einer Stufe in die nächste. Und immer reift er ein paar Monate in der neuen Umgebung. Man nennt dies Criadera-Solera-System. Komplett vereinfacht: man stelle sich sechs übereinander gelagerte Botas vor. Die unterste, am Boden gelegen, nennt man Solera (von suelo – Boden, nicht von Sol – Sonne). Nur aus dieser wird Wein zum Abfüllen entnommen, in der Regel ein Drittel des Fassvolumens. Dann wird die Solera aus dem darüber liegenden Fass wieder aufgefüllt, dies ist die erste Criadera. Die wiederum wird aus der zweiten Criadera, dem über der ersten Criadera liegenden Fass, aufgefüllt. Und so weiter, bis man oben angelangt ist. In die letzte Criadera kommt der neue Wein, aber halt nur so viel, dass, wie in allen Fässern, ein Sechstel frei bleibt.

Dies geschieht sowohl im Fall des Fino als auch im Fall des Manzanilla. Den Unterschied macht die Hefe! Die im Wein belassene Hefe sammelt sich an seiner Oberfläche an und schützt den Wein vor dem Sauerstoff, will sagen sie verhindert eine Oxidation. Nun aber ist Hefe durchaus launisch, und, das hat sie mit Bären gemein, sie will ständig mampfen. Der eventuell noch vorhandene Restzucker in dem Wein ist eine Quelle, eine andere ist die salzhaltige Luft. Und jetzt wird es spannend!

Denn zwischen Sanlúcar de Barrameda und Jerez de la Frontera befinden sich einige Berge, sie sind nicht wirklich hoch, sie behindern jedoch den Zustrom von salzhaltiger Luft vom Atlantik. Bläst der Wind stark genug, ist das kein Problem. Weht hingegen nur eine sanfte Brise, dann setzt sich das Salz unten ab und kommt nicht übern Berg. Zudem mag Hefe weder hohe Temperaturen noch trockene Luft. In Sanlúcar de Barrameda ist das alles kein Problem, da gibt es immer genug Feuchtigkeit und an Salz mangelt es der Luft auch nicht.

In Jerez de la Frontera indes ist das anders. Dort ist es im Sommer heiß und im Winter trocken. Die Folge: die Hefen machen schlapp. Zwar reicht die Nahrungsversorgung im Frühling und im Herbst, um ein Absterben der Hefen zu verhindert, der Luftkontakt des Weins ist aber nicht zu verhindern. Daher schmecken Finos immer etwas nussiger, würziger als ein Manzanilla, der quasi die ganze Zeit unter Luftabschluss reift. Und genau deswegen gibt es die D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda. Sie schreibt vor, dass der komplette Reifeprozess in Sanlúcar, also nahe der feuchten Salzquelle, stattzufinden hat. So eine Bodega aus Jerez einen Manzanilla im Angebot hat, ist dieser in Sanlúcar entstanden. In Jerez hat man dann ein Etikett draufgeklebt.

Um das ganze auf die Spitze zu treiben: in Sanlúcar de Barrameda gibt es das Barrio Bajo, auch Barrio Puerto genannt, es befindet sich mehr oder weniger auf Meeresniveau, vielleicht zwei Meter drüber. Und es gibt das Barrio Alto, etwa zwanzig Meter höher gelegen. Und jahhh! Manzanillas von unten schmecken anders als Manzanillas von oben! Da, wie bereits erwähnt, Salz die Tendenz hat, abzusinken, braucht es schon etwas Wind, um oben im Barrio Alto oder in Miraflores, durch die stets offenen Fenster in die Hallen mit den Botas zu strömen. Unten im Barrio Bajo geschieht das ganz von alleine. Kurz: je unten desto Salz.

Und? Wie entsteht Qualität? Nun, der Ertrag im Weinberg ist schon ein Thema. Fünfzehntausend Kilo pro Hektar bringen ein anderes Ergebnis als achttausend Kilo pro Hektar. Mostertrag ist auch wichtig, aber vor allem geht es um die Reifedauer. Will sagen um die Anzahl der Criadera-Stufen. Keiner der beiden Consejos schreibt eine Mindestzahl vor, theoretisch könnte auch eine Criadera plus die Solera reichen. Vielleicht gibt es eine Guter-Capataz-Regel, die ein Minimum nahelegt. Drei Criaderas, die innerhalb von mindestens zwei Jahren (das waren auch schon einmal derer drei) zu durchlaufen sind, ist wohl die Basis. Gute Manzanillas durchlaufen derer sieben, acht oder neun, wobei, aus welchem Grund auch immer, ungerade Zahlen bevorzugt werden. Je mehr Criadera-Stufen, desto aufwendiger, desto teurer. Aber halt auch desto komplexer. Ordentlicher Manzanilla reift immer mindestens drei Jahre, wobei Teile der Solera theoretisch auch ein paar Jahrhunderte alt sein können, es wird ja immer nur ein Teil entnommen. Fino in Industriqualität kommt auch schon einmal nach zwei Jahren Reifedauer auf den Markt. Ordentlich gesüßt schmeckt man das dann sowieso nicht mehr.

Guter Manzanilla ist in der Regel teurer als ordentlicher Fino. Wirklich guten Fino gibt es zwar auch, aber nur in geringem Umfang. Das liegt zum einen daran, dass die Bodegas aus Jerez-Xérès-Sherry und aus El Puerto de Santa María in der Regel größer sind als jene aus Sanlúcar de Barrameda, Barbadillo mit sieben Millionen Liter Jahresproduktion (darunter aber fast fünf Millionen normaler Wein) ist die Ausnahme. Es hat aber auch damit zu tun, dass die D.O. Jerezundsoweiter achtzig Prozent der Produktion exportiert und sich Platz auf hart umkämpften Märkten erkämpfen muss während dreiundneunzig Prozent aller Produkte, die das Rückenetikett der D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda tragen, in Spanien verschlungen werden, ein Großteil davon in der unmittelbaren Umgebung. Dazu kommt, dass auf die D.O. Jerez-Xérès-Sherry mehr als drei Viertel der Gesamtproduktion entfallen. Von allem, was als Manzanilla de Sanlúcar auf den Markt kommt, gibt es insgesamt gerade einmal zehn Millionen Flaschen. Bei acht Millionen Andalusiern…

Es gibt übrigens noch zwei weitere Kategorien aus Sanlúcar. Eine nennt sich Manzanilla Pasada, da ist der Manzanilla schon passiert. Am Ende des Reifeprozesses stirbt die Hefe ab und sinkt gen Boden. Allerdings wurde, im Gegensatz zum Amontillado, nicht aufgespritzt, der Manzanilla Pasada behält also seinen ursprünglichen Alkoholgehalt. Allerdings ist der Luftkontakt nun auch in Sanlúcar nicht mehr zu vermeiden, der Wein wird nussiger, dichter, teurer… Aber schon gut. La Kika von Yuste oder der Pastrana von Vinícola Hidalgo sind zwei gute Erzeugnisse dieser Art.

Der aktuelle Lieblingsmanzanilla des Bären ist genau der andere Fall. Dieser wird nur ganz leicht filtriert abgefüllt, meistens aber fassweise verkauft, um dann in Tavernen, Bars oder Restaurants offen gezapft zu werden. Da findet man dann die ganze Frische, Jugendlichkeit, auch ein ordentliches Säuregerüst, das man auch bei Fassproben erschmecken kann. Übrigens: die Fässer stehen in den Tavernen bei Raumtemperatur, Manzanilla wird NICHT eisgekühlt getrunken.

So ein Fass, gerne La „E“, zur Not auch Elías, eine nicht gar zu lärmige, dafür mit viel Meeresgetier ausgestattete Taverne, ach haben Bären ein schönes Leben. Text: El oso alemán

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Feinkost

Casata Bertoni Fragranza Balsamico Creme Classica

Feinkost · Balsamico-Creme · Emilia-Romagna

Die Bertoni Casata Fragranza Balsamico Creme Classica ist eine schwarze Balsamico-Creme der Acetaia del Casato Bertoni auf Basis von Aceto Balsamico di Modena I.G.P. Die dichte, cremige Konsistenz lässt sich exakt dosieren und bleibt auf dem Teller stehen. Geschmacklich süß-säuerlich mit der typischen Balsamico-Note. Ideal zum Würzen feiner Speisen und zum Dekorieren – besonders von Eis und anderen Süßspeisen.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige, Condimenti und Cremes her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Grundlage dieser Creme ist Aceto Balsamico di Modena I.G.P., der in der Emilia-Romagna eine jahrhundertelange Tradition hat.

Anbau und Verarbeitung

Die Creme entsteht auf Basis von Aceto Balsamico di Modena I.G.P., der zu einer dichten, streichfähigen Konsistenz eingedickt wird. So lässt sie sich präzise dosieren und zum Dekorieren einsetzen. Enthält Sulfite.

Geschmack

Tiefschwarz und glänzend, von dichter, cremiger Textur. Im Geschmack süß-säuerlich mit der typischen Balsamico-Note und reifer Fruchtsüße. Der Nachgeschmack bleibt intensiv.

Am Tisch

Zum Würzen feiner Speisen und zum Dekorieren von Tellern. Besonders schön über Eis, Panna Cotta und anderen Süßspeisen, aber auch zu Käse, Carpaccio, gegrilltem Gemüse und Erdbeeren. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Balsamico-Creme „Classica" (Crema di Balsamico)
Basis Aceto Balsamico di Modena I.G.P. (enthält Sulfite)
Herkunft Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung eingedickte Creme auf Balsamico-Basis
Mindesthaltbarkeit (MHD) 10.2027

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Feinkost

Raguso Orecchiette

Feinkost · Pasta · Apulien · Italien

Raguso Orecchiette sind ein absoluter Klassiker der süditalienischen Küche. Italienisch für „Öhrchen", zeichnen sie sich durch ihre kuppelförmige Gestalt mit rauer Oberfläche aus – ideal, um Saucen aufzunehmen.


Herkunft / Apulien

Orecchiette sind eng mit Apulien verbunden. Ihre Herkunft ist nicht eindeutig geklärt – diskutiert werden Wurzeln in der Provence (eingeführt durch die Anjou-Dynastie) ebenso wie eine Verbindung zur normannischen Herrschaft in Apulien. Regionale Varianten sind etwa die „strascinati" in der Basilikata oder die größeren „Priesterohren" aus Cisternino. Hier von Pasta Raguso.

Zutaten und Herstellung

Traditionell gefertigt aus Hartweizengrieß, Wasser und Salz. Der Teig wird geknetet, in kleine Stücke geschnitten und mit dem Daumen zur typischen Öhrchenform gedrückt – ein handwerkliches Verfahren, das Geschick und Übung erfordert. Die raue Oberfläche sorgt dafür, dass Saucen besonders gut haften.

Geschmack

Angenehm bissfest mit dem typisch nussig-getreidigen Aroma guten Hartweizens. Die kuppelige Form und raue Oberfläche geben dem Gericht Biss und nehmen Sauce hervorragend auf.

In der Küche

In reichlich gesalzenem Wasser al dente kochen.

Klassisch: Orecchiette con le cime di rapa (mit Stängelkohl), Varianten mit Sardellen oder Peperone Crusco, oder als Orecchiette alla materana überbacken mit Tomaten, Lammhack, Mozzarella und Schafskäse.


Hersteller: Pasta Raguso (Italien)
Produkt: Orecchiette – Hartweizengrießnudeln
Zutaten: Hartweizengrieß, Wasser (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Apulien (Italien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 23.01.2029

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Weine

Kühling-Gillot Ölberg Riesling Großes Gewächs 2024 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Ölberg VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Tonschiefer (Rotliegendes) reine Südlage BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Kühling-Gillot Niersteiner Ölberg Riesling GG 2024 stammt aus der südlichsten Lage des Guts am Roten Hang. Ein kraftvoller, zugänglicher Riesling mit großzügig ausladendem Charakter vom roten Tonschiefer.


Niersteiner Ölberg – reine Südlage am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Ölberg ist eine VDP.Große Lage auf 80 bis 170 Metern, mit einer Neigung von 65 bis 120 % und einer klassifizierten Fläche von 11,32 Hektar.

Der Ölberg ist die südlichste Lage des Guts am Roten Hang und bietet eine reine Südausrichtung mit unverstelltem Blick auf den Rhein. Der Boden ist von rotem Tonschiefer geprägt, der dem Wein seinen charakteristischen Geschmack verleiht. Nach dem Kauf musste die völlig verwilderte Fläche mühsam rekultiviert werden, um die 1990 gepflanzten Reben wieder zum Leben zu erwecken; die tief verwurzelten Rebstöcke kommen trotz der warmen Exposition ohne Bewässerung aus. Im Winter wird der Boden mit Stroh abgedeckt, im Sommer werden begrünende Einsaaten vorgenommen.

Jahrgang 2024 – Roter Hang (Rheinhessen)

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Die reine Südlage und die wärmespeichernden Tonschiefer-Böden sicherten reifes Lesegut, während das kühle Jahr für Frische und Säurespannung sorgte – Kraft und Balance zugleich.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Ölberg, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer.

Nach strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf Kraft, Würze und die Prägung des roten Tonschiefers ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kraftvoller, großzügiger Riesling: reife gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, feine Kräuterwürze und eine markante, salzig-mineralische Prägung des roten Tonschiefers. Am Gaumen breit und zugänglich, mit viel Druck, saftiger Frucht, markanter Würze und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Reife gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und feiner Kräuterwürze, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Tonschiefers – kraftvoll und großzügig, druckvoll und saftig, mit langem, würzigem Nachhall.

Ein kraftvoller, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Ölberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Rheinhessen; reine Südlage, 80–170 m, 65–120 % Neigung; roter Tonschiefer; klassifizierte Fläche 11,32 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Billecart-Salmon Champagner Le Réserve Extra Brut MAGNUM

Champagner · Marne · Extra Brut

Der Billecart-Salmon Le Réserve Extra Brut ist die jahrgangslose Standardcuvée des 1818 gegründeten Familienhauses Billecart-Salmon aus Mareuil-sur-Aÿ – hier in der Magnum (1,5 Liter). Die Assemblage vereint die drei klassischen Rebsorten Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier aus den besten Lagen der Marne, mit einem hohen Anteil Reserveweine aus vielen Jahrgängen. Als Extra Brut sehr trocken dosiert, zeigt er sich frisch, klar und mineralisch. Eine elegante Perlage trägt Noten von Zitrus, Nuss und Stein.


Marne – Mareuil-sur-Aÿ

Das Haus Billecart-Salmon hat seinen Sitz in Mareuil-sur-Aÿ und wird seit 1818 in Familienhand geführt. Die Trauben für Le Réserve stammen aus den besten Terroirs der Marne: Pinot Meunier aus dem Vallée de la Marne und den Südhängen von Épernay, Pinot Noir aus der Montagne de Reims und der Grande Vallée de la Marne, Chardonnay aus den besten Crus der Marne. Stilprägend ist die kühle, langsame Gärung des Hauses.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier mit einem hohen Anteil von über 50 % Reserveweinen aus rund 15 Jahrgängen. Die Gärung erfolgt bei niedriger Temperatur; anschließend reift der Champagner rund 50 Monate auf der Hefe – weit länger als von der Appellation gefordert. Das Großformat Magnum begünstigt eine langsame, harmonische Reife. Dosiert wird als Extra Brut (rund 3,9 g/l). Enthält Sulfite.

Im Glas

Zartgoldene Farbe mit feiner, langsam aufsteigender Perlage. In der Nase Zitrus, frische weiße Früchte und eine nussige, mineralische Note. Am Gaumen klar und präzise, frisch und mineralisch, mit feinem Schmelz. Der Abgang bleibt lang und trocken.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Sushi und gegrillter Fisch. Als Aperitif ebenso geeignet wie über ein ganzes Menü. Das Magnum-Format eignet sich besonders für größere Runden und Feste. Serviertemperatur 8–10 °C.


Lage Marne – Montagne de Reims, Vallée de la Marne, Côte des Blancs (Mareuil-sur-Aÿ)
Klassifikation Champagne (AOC), jahrgangslos
Ausbau Gärung bei niedriger Temperatur, hoher Reserveweinanteil (ca. 15 Jahrgänge), rund 50 Monate Reife auf der Hefe

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Frankreich

Ponsot Griotte Chambertin Cuvée du Saule Grand Cru 2019

Rotwein · Griotte-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Griotte-Chambertin Grand Cru Cuvée du Saule Côte de Nuits Maison Laurent Ponsot 2019

Der Laurent Ponsot Griotte-Chambertin Grand Cru „Cuvée du Saule" 2019 stammt aus einem der kleinsten und parfümiertesten Grands Crus des Burgunds – ein seidiger, verführerischer Pinot Noir mit dem unverwechselbaren Wildkirsch-Charakter der Lage. Ponsot nennt ihn augenzwinkernd „die Lolita der Grands Crus".


Griotte-Chambertin – der parfümierte Zwerg unter den Grands Crus

Laurent Ponsot ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Burgunds. 2017 verließ er die berühmte Familien-Domaine Ponsot in Morey-Saint-Denis und gründete – gemeinsam mit seinem Sohn Clément – sein eigenes Haus, Maison Laurent Ponsot. Sein Stil ist unverkennbar: späte Lese, vollständige Entrappung und der konsequente Verzicht auf neues Holz, für Weine von großer Reinheit, Konzentration und Langlebigkeit. Seine Cuvées tragen poetische Namen; „Saule" ist das französische Wort für Weide.

Griotte-Chambertin ist mit nur rund 2,56 Hektar einer der kleinsten Grands Crus von Gevrey-Chambertin – berühmt für seinen parfümierten, an Wildkirsche („griotte") erinnernden Charakter und seine seidige Eleganz. Ponsot bewirtschaftet davon rund einen Hektar, einen bedeutenden Anteil der winzigen Appellation. Die Lage liegt am Hang in unmittelbarer Nachbarschaft zu Chambertin-Clos de Bèze und Chapelle-Chambertin.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 gilt an der Côte de Nuits als hervorragender Jahrgang, der reife, konzentrierte und zugleich frische Pinots mit feiner Tanninstruktur hervorbrachte. Im Griotte-Chambertin ergab das einen Wein von ausdrucksstarker roter und schwarzer Frucht mit einem Hauch Würze – am Gaumen frisch und seidig, mit genug festem Tannin, um über viele Jahre würdevoll zu reifen. Eine wunderbare Balance für den Jahrgang.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, trocken, Griotte-Chambertin Grand Cru.

Im typischen Ponsot-Stil: späte Lese, vollständige Entrappung und Ausbau ohne neues Holz, um die parfümierte Frucht und die seidige Textur der Lage unverfälscht zu bewahren. Der Verzicht auf Holzwürze stellt die Reinheit der Griotte ganz in den Mittelpunkt.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase ein betörendes, reifes und zugleich kühles Bukett von würziger, erdiger Wildkirsche (Kirschlikör), floralen Anklängen und einer Spur frisch gewendeter Erde. Am Gaumen von feiner Konzentration, seidig und doch muskulös, mit mundfüllendem Extrakt, einer fast salzigen Mineralität und einem überaus langen, fein strukturierten Abgang – kraftvoll und „schwebend" zugleich.

Die „Lolita der Grands Crus" – seidig, parfümiert und verführerisch, von schwebender Eleganz.

Schon jung verführerisch, aber für eine lange Reife über viele Jahre gebaut; profitiert vom Dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel (Reh, Taube), zu Ente und Kalb, zu Gerichten mit Pilzen und Trüffel sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Griotte-Chambertin Grand Cru, Gevrey-Chambertin, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); einer der kleinsten Grands Crus (~2,56 ha), Ponsot-Anteil ~1 ha
Klassifikation: Griotte-Chambertin Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; späte Lese, vollständig entrappt, Ausbau ohne neues Holz; auf Reinheit und Transparenz ausgerichteter Stil

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Weine

Weinreich Basis Rosé BIO

Wein · Roséwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Basis Rosé ist ein biozertifizierter Rosé, der durch frische, leichte und natürliche Frucht besticht. Weinig und mit leichter Würze landet er im Mund und entfaltet sich frisch am Gaumen, ergänzt um herzhafte, knackige Fruchtaromen und ein frech eingebundenes Mineralitätsspiel.


Rheinhessen / Bechtheim

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, Rheinhessen, und arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Der Basis Rosé gehört zur Gutsweinlinie und stellt unkomplizierten, fruchtbetonten Trinkgenuss in den Vordergrund.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Portugieser, Spätburgunder und Dornfelder. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend vergoren, was die frische, natürliche Frucht und das mineralische Spiel bewahrt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase frische, natürliche Frucht mit leichter Würze. Am Gaumen frisch und weinig, mit herzhaften, knackigen Fruchtaromen und einer frech eingebundenen Mineralität; animierender, sauberer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Sommer- und Terrassenwein.

Passt zu: Grillgerichten, Salaten, Antipasti und leichten Sommergerichten – oder einfach solo im Grünen.


Lage: Rheinhessen, Bechtheim (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Roséwein – Cuvée aus Portugieser, Spätburgunder & Dornfelder, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, schonende Gärung (fruchtbewahrend)

 

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Portugal

Kompassus Bical 2021 branco

Weißwein · Bairrada · Bical

Bical DOC Bairrada autochthon Kompassus · João Póvoa gebrauchtes Barrique 2021

Der Kompassus Bical 2021 beweist, welch spannende, reinsortige Weine sich aus der seltenen, säurebetonten Bical-Traube vinifizieren lassen – frisch wie ein Gletscherbach, mineralisch und cremig zugleich. Anders, spannend, intensiv.


Kompassus – autochthone Sorten aus der Bairrada

Kompassus ist das Boutique-Weingut von João Póvoa in der portugiesischen DOC Bairrada – Augenarzt von Beruf, Winzer aus Leidenschaft, seit 1991 im Weinbau und seit 2005 unter dem Namen Kompassus. Das Gut arbeitet naturnah und minimal-invasiv auf tonig-kalkigen Böden; seit 2012 verantwortet Anselmo Mendes, einer der besten Önologen Portugals und Spezialist für frische, atlantische Weißweine, die Kellerarbeit.

Bical ist eine autochthone portugiesische Weißweinsorte und gehört eher zu den säurebetonten Gewächsen dieser Erde. Die Anbaufläche ist mit gut 1.000 Hektar gering, und der meiste Wein daraus wird zudem als Sekt verarbeitet. Dass sich daraus äußerst spannende, reinsortige Weine erzeugen lassen, beweist dieser Bical: Ton- und Kalkböden geben ihm eine exzellente Terroirnote.

Jahrgang 2021 – Bairrada

Der Jahrgang 2021 bringt im Bical einen besonders frischen, geradlinigen Weißwein mit lebendiger Säure und klarer Frucht. Die kühl-atlantisch geprägte Bairrada und die kalkreichen Böden betonen Mineralität und Spannung – ein Wein von erfrischender Klarheit und Intensität.

Ausbau

Reinsortiger Bical aus dem Jahrgang 2021, trocken.

Die Vergärung im gebrauchten Barriquefass gibt dem Wein den nötigen Schmelz und eine cremige Textur im Mundgefühl, ohne die markante Frische und die mineralische Terroirnote zu überlagern.

Im Glas

Starke, facettenreiche Zitrusnoten, Minze, Eukalyptus und grüner Apfel sind seine Hauptmerkmale. Geschmacklich frisch wie ein Gletscherbach, reintönig – mit Bergamotte, Ingwer, Salzkristallen und einem Schuss Tannenwald im Gepäck. Der Abgang ist säurehaltig und prickelnd.

Anders, spannend, intensiv – frisch wie ein Gletscherbach.

Ein ausdrucksstarker, gastronomischer Weißwein mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Austern und Muscheln, zu Geflügel in heller Sauce sowie zu frischem Ziegenkäse.


Lage: DOC Bairrada, Cordinhã (Portugal); Ton- und Kalkböden
Klassifikation: DOC Bairrada, Bical (trocken)
Ausbau: reinsortiger Bical; Vergärung im gebrauchten Barriquefass (Schmelz, cremige Textur)

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Rebsorten

Poggio Civetta Chianti Classico

Rotwein · Sangiovese · Chianti Classico · Italien

Poggio Civetta Chianti Classico ist ein trockener Rotwein aus der Toskana – ein Chianti Classico DOCG auf Basis der Sangiovese-Traube. Intensives Rubinrot, mit Aromen von Kirsche und einem Hauch Vanille, fruchtig-saftig und sehr samtig am Gaumen.


Chianti Classico

Das Chianti Classico ist das historische Kernland des Chianti zwischen Florenz und Siena in der Toskana. Die DOCG verlangt einen überwiegenden Anteil Sangiovese, der prägenden Rotweinsorte Mittelitaliens. Vertrieben wird der Wein über die Fantini Group.

Rebsorte und Ausbau

Auf Basis der Sangiovese-Traube. Nach der Maischegärung reift der Wein gemäß den Vorgaben der DOCG, teils im Holz, was ihm die feine Vanillenote und die samtige Struktur verleiht, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Intensives Rubinrot. In der Nase Kirsche mit einem Hauch Vanille – typisch für den Sangiovese. Am Gaumen fruchtig-saftig und sehr samtig, mit harmonischer Balance und weichen Tanninen im Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein klassischer, vielseitiger Begleiter zur italienischen Küche.

Klassische Begleitung: Pasta mit Fleischsauce, Gegrilltes, Bistecca, Wild und Hartkäse.


Lage: Toskana (Italien)
Klassifikation: Chianti Classico DOCG – Rotwein (trocken)
Ausbau: teils im Holz, gemäß DOCG-Vorgaben

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