Die Sache mit dem Sherry

Bär am Määr, was will Bär mähr?

Zugegeben, die Höhlen des Bären befinden sich fast alle im Norden Spaniens. Sie sind gefüllt mit leckerem Wein aus La Seca, aus Anguix, aus Cambados, Pira, etwas Rioja etwas Weißwein der baskischen Küstenregion, Zeuch halt. Ab und an zieht es den Bären aber gen Süden, denn immer nur Lachs und Wolfsbarsch und Steinbutt (gut, den fängt kein Bär selber, dafür gibt es einen Lieferservice) ist dann ja auch langweilig. Eine Urta a la Roteña, Felsenfische, insbesondere sehr kleine Minirotbarben, ein Fischmarkt im Süden ist ganz anders als ein Fischmarkt in Santander, A Coruña oder Bilbo. Und dann gibt es da natürlich die Gamba de Sanlúcar, fangfrisch, in manchen Tavernen schon für fünfzig Euro das Kilo. Zweihundert Gramm als Ration für Bären ist okay, das kann sich das Tier auch leisten. Und dazu dann einen Manzanilla. Und schon sind wir beim Thema.

Die Sache mit dem Sherry ist so einfach dann doch nicht. Zwar gibt es klar definierte Kategorien wie Amontillado oder Oloroso, es gibt schwammig oder gar nicht definierte Kategorien wie Palo Cortado, Cream oder Pale Dry, es gibt halbsüße Wasauchimmer, süße auch. Beides findet man vor allem in Supermärkten in Deutschland, auch in England, aber mit gehörigem Abstand zu den Deutschen. Wäre die Gesetzgebung eine deutsche, man würde diese Süßlinge wahrscheinlich als sensorisch trocken anbieten dürfen. Darf man aber nicht. Soll uns aber auch nicht stören, denn diese Produkte eignen sich bestensfalls zum Kochen, so der Reiswein grade mal wieder alle ist.

Gute Trinksherries nennen sich Fino oder Manzanilla. Und hier beginnt die Verwirrung: was ist was, was nicht, und vor allem: warum? ¿Hep?

Nun, es gibt dort zwei geschützte Anbaugebiete, wobei man eigentlich eher von zwei geschützten Ausbaugebieten sprechen sollte: die D.O. Jerez-Xérès-Sherry und die D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda.

Blickt man nun in das etwas längliche Regelwerk, so stellt man fest, dass der Ursprung der Trauben für Fino und Manzanilla der gleiche ist: alle Weinberge beider Regionen. Grundwein, alles Sherries bestehen aus Palomino, darf überall in der Region hergestellt werden. Man kann also in der Cooperative in Trebujena einen Wein einkaufen, um diesen dann zu Fino oder zu Manzanilla zu verarbeiten. Und? Das Ergebnis ist komplett verschieden. Wie das?

Um den Grund zu verstehen, muss man noch einmal über den Herstellungsprozess reden. Im Schnelldurchlauf (hier soll ja kein Buch entstehen): der fertige, aber nicht filtrierte Grundwein wird auf fünfzehn Volumenprozent aufgespritzt. Mit dieser Alkoholmenge kommen die Hefen noch klar, sie sterben nicht ab. Nur nebenbei: für einen Oloroso spritzt man auf siebzehn Volumenprozent auf, stets mit einem Weindestillat, die Hefen sterben ab und sinken zu Boden.

Alsdann kommt der fertig behandelte Wein in große Holzfässer, amerikanische Eiche, fünfhundert Liter fassend, Einheimische nennen diese Teile Botas. Allerdings wird eine Bota nie komplett gefüllt, etwa ein Sechstel des Fasses bleibt leer. Nun beginnt der Wein seine Wanderschaft. Denn anders als klassische Stillweine verbringt er seine Zeit nicht immer im gleichen Fass, er wandert von einer Stufe in die nächste. Und immer reift er ein paar Monate in der neuen Umgebung. Man nennt dies Criadera-Solera-System. Komplett vereinfacht: man stelle sich sechs übereinander gelagerte Botas vor. Die unterste, am Boden gelegen, nennt man Solera (von suelo – Boden, nicht von Sol – Sonne). Nur aus dieser wird Wein zum Abfüllen entnommen, in der Regel ein Drittel des Fassvolumens. Dann wird die Solera aus dem darüber liegenden Fass wieder aufgefüllt, dies ist die erste Criadera. Die wiederum wird aus der zweiten Criadera, dem über der ersten Criadera liegenden Fass, aufgefüllt. Und so weiter, bis man oben angelangt ist. In die letzte Criadera kommt der neue Wein, aber halt nur so viel, dass, wie in allen Fässern, ein Sechstel frei bleibt.

Dies geschieht sowohl im Fall des Fino als auch im Fall des Manzanilla. Den Unterschied macht die Hefe! Die im Wein belassene Hefe sammelt sich an seiner Oberfläche an und schützt den Wein vor dem Sauerstoff, will sagen sie verhindert eine Oxidation. Nun aber ist Hefe durchaus launisch, und, das hat sie mit Bären gemein, sie will ständig mampfen. Der eventuell noch vorhandene Restzucker in dem Wein ist eine Quelle, eine andere ist die salzhaltige Luft. Und jetzt wird es spannend!

Denn zwischen Sanlúcar de Barrameda und Jerez de la Frontera befinden sich einige Berge, sie sind nicht wirklich hoch, sie behindern jedoch den Zustrom von salzhaltiger Luft vom Atlantik. Bläst der Wind stark genug, ist das kein Problem. Weht hingegen nur eine sanfte Brise, dann setzt sich das Salz unten ab und kommt nicht übern Berg. Zudem mag Hefe weder hohe Temperaturen noch trockene Luft. In Sanlúcar de Barrameda ist das alles kein Problem, da gibt es immer genug Feuchtigkeit und an Salz mangelt es der Luft auch nicht.

In Jerez de la Frontera indes ist das anders. Dort ist es im Sommer heiß und im Winter trocken. Die Folge: die Hefen machen schlapp. Zwar reicht die Nahrungsversorgung im Frühling und im Herbst, um ein Absterben der Hefen zu verhindert, der Luftkontakt des Weins ist aber nicht zu verhindern. Daher schmecken Finos immer etwas nussiger, würziger als ein Manzanilla, der quasi die ganze Zeit unter Luftabschluss reift. Und genau deswegen gibt es die D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda. Sie schreibt vor, dass der komplette Reifeprozess in Sanlúcar, also nahe der feuchten Salzquelle, stattzufinden hat. So eine Bodega aus Jerez einen Manzanilla im Angebot hat, ist dieser in Sanlúcar entstanden. In Jerez hat man dann ein Etikett draufgeklebt.

Um das ganze auf die Spitze zu treiben: in Sanlúcar de Barrameda gibt es das Barrio Bajo, auch Barrio Puerto genannt, es befindet sich mehr oder weniger auf Meeresniveau, vielleicht zwei Meter drüber. Und es gibt das Barrio Alto, etwa zwanzig Meter höher gelegen. Und jahhh! Manzanillas von unten schmecken anders als Manzanillas von oben! Da, wie bereits erwähnt, Salz die Tendenz hat, abzusinken, braucht es schon etwas Wind, um oben im Barrio Alto oder in Miraflores, durch die stets offenen Fenster in die Hallen mit den Botas zu strömen. Unten im Barrio Bajo geschieht das ganz von alleine. Kurz: je unten desto Salz.

Und? Wie entsteht Qualität? Nun, der Ertrag im Weinberg ist schon ein Thema. Fünfzehntausend Kilo pro Hektar bringen ein anderes Ergebnis als achttausend Kilo pro Hektar. Mostertrag ist auch wichtig, aber vor allem geht es um die Reifedauer. Will sagen um die Anzahl der Criadera-Stufen. Keiner der beiden Consejos schreibt eine Mindestzahl vor, theoretisch könnte auch eine Criadera plus die Solera reichen. Vielleicht gibt es eine Guter-Capataz-Regel, die ein Minimum nahelegt. Drei Criaderas, die innerhalb von mindestens zwei Jahren (das waren auch schon einmal derer drei) zu durchlaufen sind, ist wohl die Basis. Gute Manzanillas durchlaufen derer sieben, acht oder neun, wobei, aus welchem Grund auch immer, ungerade Zahlen bevorzugt werden. Je mehr Criadera-Stufen, desto aufwendiger, desto teurer. Aber halt auch desto komplexer. Ordentlicher Manzanilla reift immer mindestens drei Jahre, wobei Teile der Solera theoretisch auch ein paar Jahrhunderte alt sein können, es wird ja immer nur ein Teil entnommen. Fino in Industriqualität kommt auch schon einmal nach zwei Jahren Reifedauer auf den Markt. Ordentlich gesüßt schmeckt man das dann sowieso nicht mehr.

Guter Manzanilla ist in der Regel teurer als ordentlicher Fino. Wirklich guten Fino gibt es zwar auch, aber nur in geringem Umfang. Das liegt zum einen daran, dass die Bodegas aus Jerez-Xérès-Sherry und aus El Puerto de Santa María in der Regel größer sind als jene aus Sanlúcar de Barrameda, Barbadillo mit sieben Millionen Liter Jahresproduktion (darunter aber fast fünf Millionen normaler Wein) ist die Ausnahme. Es hat aber auch damit zu tun, dass die D.O. Jerezundsoweiter achtzig Prozent der Produktion exportiert und sich Platz auf hart umkämpften Märkten erkämpfen muss während dreiundneunzig Prozent aller Produkte, die das Rückenetikett der D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda tragen, in Spanien verschlungen werden, ein Großteil davon in der unmittelbaren Umgebung. Dazu kommt, dass auf die D.O. Jerez-Xérès-Sherry mehr als drei Viertel der Gesamtproduktion entfallen. Von allem, was als Manzanilla de Sanlúcar auf den Markt kommt, gibt es insgesamt gerade einmal zehn Millionen Flaschen. Bei acht Millionen Andalusiern…

Es gibt übrigens noch zwei weitere Kategorien aus Sanlúcar. Eine nennt sich Manzanilla Pasada, da ist der Manzanilla schon passiert. Am Ende des Reifeprozesses stirbt die Hefe ab und sinkt gen Boden. Allerdings wurde, im Gegensatz zum Amontillado, nicht aufgespritzt, der Manzanilla Pasada behält also seinen ursprünglichen Alkoholgehalt. Allerdings ist der Luftkontakt nun auch in Sanlúcar nicht mehr zu vermeiden, der Wein wird nussiger, dichter, teurer… Aber schon gut. La Kika von Yuste oder der Pastrana von Vinícola Hidalgo sind zwei gute Erzeugnisse dieser Art.

Der aktuelle Lieblingsmanzanilla des Bären ist genau der andere Fall. Dieser wird nur ganz leicht filtriert abgefüllt, meistens aber fassweise verkauft, um dann in Tavernen, Bars oder Restaurants offen gezapft zu werden. Da findet man dann die ganze Frische, Jugendlichkeit, auch ein ordentliches Säuregerüst, das man auch bei Fassproben erschmecken kann. Übrigens: die Fässer stehen in den Tavernen bei Raumtemperatur, Manzanilla wird NICHT eisgekühlt getrunken.

So ein Fass, gerne La „E“, zur Not auch Elías, eine nicht gar zu lärmige, dafür mit viel Meeresgetier ausgestattete Taverne, ach haben Bären ein schönes Leben. Text: El oso alemán

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Österreich

Josef Dockner Gemischter Satz

Wein · Weißwein · Niederösterreich · Österreich

Josef Dockner Gemischter Satz ist ein junger, frisch-fruchtiger Gemischter Satz aus vier verschiedenen Weißweinsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Gelber Muskateller und Müller-Thurgau. Die Trauben wurden gemeinsam gelesen, gepresst und verarbeitet – daraus entsteht seine besondere, fruchtintensive Aromatik. Der ideale Wein für gesellige Stunden.


Niederösterreich / Kremstal

Der Winzerhof Familie Dockner liegt in Theiß im Kremstal (Niederösterreich). Der Gemischte Satz ist eine traditionsreiche österreichische Spezialität: Verschiedene Rebsorten stehen gemeinsam im Weingarten und werden zusammen geerntet und verarbeitet – ein lebendiges Stück Weinbaugeschichte.

Rebsorten und Ausbau

Feldblend aus Grüner Veltliner, Riesling, Gelber Muskateller und Müller-Thurgau. Die Trauben werden gemeinsam gelesen, gepresst und vergoren; erst durch dieses Zusammenspiel der Sorten entsteht die typische, fruchtintensive Aromatik. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahltank.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase frisch und fruchtig, mit hellem Apfel, Zitrus und einem würzig-floralen Anklang des Gelben Muskatellers. Am Gaumen saftig, vielschichtig und unkompliziert, mit klarer Frische und animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als geselliger Aperitif oder vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Jause, Vorspeisen, Geflügel, Fisch und leichter Küche.


Lage: Niederösterreich (Kremstal, Theiß); Winzerhof Familie Dockner
Klassifikation: Niederösterreich – Gemischter Satz aus Grüner Veltliner, Riesling, Gelber Muskateller & Müller-Thurgau
Ausbau: gemeinsame Lese und Vergärung (Feldblend); Edelstahltank

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Länder/Regionen

Metzger Wechselspiel

Weißwein · Cuvée · Scheurebe & Riesling · Pfalz

Metzger Wechselspiel ist eine mild schmeckende Cuvée aus Scheurebe und Riesling vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Fruchtige Duftnoten von Holunder, schwarzer Johannisbeere und etwas Mango ergänzen sich mit leicht pfeffrigen Anklängen. Im Mund ein dynamisches Süße-Mineralitätsspiel mit viel Ananasaroma.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das Klima bringt aromatische, fruchtbetonte Weißweine hervor – Scheurebe und Riesling ergänzen sich hier zu einer spannungsreichen Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Scheurebe und Riesling. Sie wird mild ausgebaut, mit einem dynamischen Spiel aus Süße und Mineralität, das die intensive Frucht und die Spannung trägt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase fruchtige Noten von Holunder, schwarzer Johannisbeere und etwas Mango, dazu leicht pfeffrige Anklänge. Am Gaumen ein dynamisches Süße-Mineralitätsspiel mit viel Ananasaroma. Dynamik und intensive Frucht halten die Spannung; im Nachhall leichte Zitrusnoten und exotische Ananas.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Klassische Begleitung: asiatische Küche, würzige Gerichte, Salate, Geflügel oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein-Cuvée, mild
Ausbau: Scheurebe & Riesling, fruchtbetont, mild

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Weine

Battenfeld–Spanier Riesling Auf dem Kalkofen 1G Erste Lage 2023 BIO

Weißwein · Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lage)

Riesling Auf dem Kalkofen VDP.Erste Lage (1G) Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen pure Kalksteinböden Cool Climate · bis 280 m BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Battenfeld-Spanier Auf dem Kalkofen 1G 2023 stammt aus dem Zellertal, wo kühle Fallwinde vom Donnersberg auf pure Kalksteinböden treffen. Ein Cool-Climate-Riesling voller Mineralität und Tiefe – fokussiert, frisch und kühl-elegant.


Auf dem Kalkofen – Cool Climate im Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Das Zellertal mit seinen über tausend Jahre alten, durchgehend bewirtschafteten Weinbergen fasziniert H. O. Spanier seit jeher.

Hier, wo kühle Fallwinde vom Donnersberg auf pure Kalksteinböden treffen und die Reben auf bis zu 280 Metern Höhe wachsen, entsteht ein Wein, der das „Cool Climate" eindrucksvoll in die Flasche bringt. Der Kalkofen ist H. O. Spaniers persönliche Interpretation dieses Landstrichs – ein Wein, der die charakteristische Mineralität und Tiefe des Kalksteinterroirs in sich vereint.

Jahrgang 2023 – Zellertal (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die kühlen Fallwinde und der reine Kalkstein bewahrten Frische, Fokus und salzige Mineralität – Reife und kühle Eleganz im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Erste Lage (1G) aus der Lage Auf dem Kalkofen, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von purem Kalkstein.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Fokus, kühle Eleganz und die Prägung des Kalksteins ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

In sattem, klarem Gelb leuchtend, entfaltet sich ein spannungsreicher Duft zwischen Frucht und Stein: Zitrusnoten, weißes Fruchtfleisch von Zitrone und Pfirsich, fein verwoben mit subtilen Kräuternuancen. Am Gaumen fokussiert und frisch, mit kühler Eleganz und prägnanter Mineralität, die lange nachhallt – pur Zellertal.

Zitrus, weißes Fruchtfleisch von Zitrone und Pfirsich, fein verwoben mit subtilen Kräuternuancen – fokussiert und frisch, mit kühler Eleganz und prägnanter Mineralität, die lange nachhallt.

Ein fokussierter, kühl-eleganter Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Auf dem Kalkofen (VDP.Erste Lage), Zellertal, Rheinhessen; bis 280 m, kühle Fallwinde vom Donnersberg; pure Kalksteinböden
Klassifikation: Riesling, VDP.Erste Lage (1G), Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Schaumweine

Étienne Calsac Val L´ Hermite Blanc de Noirs Extra Brut

Champagner · Aube · Pinot Noir · Blanc de Noirs · Extra Brut

Étienne Calsac Val l'Hermite Blanc de Noirs Extra Brut ist ein weißgekelterter Blanc de Noirs aus 100 % Pinot Noir. Die Trauben stammen aus einer südexponierten Parzelle in Bligny in der Aube. Die Reben wurzeln auf kimmeridgischem Mergel, der Ausbau erfolgt in gebrauchten Holzfässern. Im Glas ein feinperliger, zitrisch geprägter Champagner.


Bligny (Aube)

Die Trauben stammen aus einer südexponierten Parzelle in Bligny in der Aube (Côte des Bar), dem südlichen Teil der Champagne. Die Reben wurzeln auf kimmeridgischem Mergel, der dem Wein seine kalkige, mineralische Prägung gibt.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir und wird weiß gekeltert (Blanc de Noirs). Der Ausbau erfolgt in gebrauchten Holzfässern. Dosiert als Extra Brut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase Frühlingsblüten, Jasmintee, etwas Zitrusfrucht, nasser Kalkstein und ein Hauch Sauerkirsche. Am Gaumen zitrisch, feinperlig und zart, mit klarer mineralischer Spannung. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Bligny, Aube / Côte des Bar (Champagne); kimmeridgischer Mergel, Südlage
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut, Blanc de Noirs
Ausbau: gebrauchte Holzfässer

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Schaumweine

Laurent Lepitre Le Levant Blanc de Noirs 2020 Brut Nature

Champagner · Pinot Noir · Blanc de Noirs · Brut Nature

Laurent Lepitre Le Levant Blanc de Noirs Brut Nature ist ein Blanc de Noirs aus 100 % Pinot Noir. Der Ausbau erfolgte fast ein Jahr in gebrauchten Holzfässern, abgefüllt komplett ohne Dosage. Ein geradliniger, energiegeladener Champagner. Im Glas sehr feinperlig und ausgesprochen trocken.


Champagne

Der Champagner stammt von Laurent Lepitre aus der Champagne. Die kalkgeprägten Böden der Region verleihen dem Pinot Noir seine feine Mineralität und klare Frische.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir (Blanc de Noirs). Der Ausbau erfolgte fast ein Jahr in gebrauchten Holzfässern. Abgefüllt mit 0 g/l Dosage als Brut Nature – betont trocken.

Im Glas

Helles Gold mit sehr feiner Perlage. Frisch und säurestark, fein mineralisch, mit geradliniger Fruchtaromatik. Am Gaumen ausgesprochen trocken, klar und energiegeladen. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Champagne
Klassifikation: Champagne AOC – Brut Nature, Blanc de Noirs
Ausbau: fast 1 Jahr gebrauchtes Holzfass, 0 g/l Dosage

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Weine

Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling 2020 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Rothenberg VDP.Großes Gewächs · Wurzelecht Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Schiefer (Rotliegendes) wurzelechte Reben (1934) BIO (DE-ÖKO-006) · 2020

Der Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling 2020 stammt vom letzten wurzelechten Weingarten im Roten Hang. Ein seltener, tiefgründiger Riesling von über 85-jährigen, ungepfropften Reben auf rotem Schiefer.


Niersteiner Rothenberg – der letzte wurzelechte Weingarten am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Rothenberg ist eine VDP.Große Lage auf 90 bis 140 Metern, mit einer Neigung von 75 bis 120 % und rotem Schieferboden; die klassifizierte Fläche misst 8,38 Hektar.

Die Rothenberg-Parzelle des Guts ist der letzte wurzelechte Weingarten im Roten Hang. Dank ihrer isolierten Lage blieben die Reben aus dem Pflanzjahr 1934 in den 1960er Jahren von der Flurbereinigung verschont – sie stehen also ungepfropft auf eigener Wurzel. Eingefasst von einer Mauer, war dieses steilste Stück der Lage stets besonders mühsam zu bewirtschaften, bis das Gut das Juwel in den 1980er Jahren erwerben konnte. Auf der Hangspitze gelegen, profitieren die Reben von Morgensonne und kühlen Fallwinden.

Jahrgang 2020 – Roter Hang (Rheinhessen)

2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der karge rote Schiefer, die alten wurzelechten Reben und die kühlen Fallwinde an der Hangspitze bewahrten Würze, steinige Tiefe und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Rothenberg (wurzelechte Reben), Jahrgang 2020; 100 % Riesling von rotem Schiefer (Rotliegendes).

Nach reiner Handarbeit im Steilhang und strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf steinige Würze, Tiefe und Schmelz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein tiefgründiger, steingeprägter Riesling: gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, würzige Steinaromen und die typische salzig-mineralische Prägung des roten Schiefers. Am Gaumen schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem sehr langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und würzigen Steinaromen, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Schiefers – schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure und sehr langem Nachhall.

Ein tiefgründiger, sehr langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Rothenberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); 90–140 m, 75–120 % Neigung; roter Schiefer (Rotliegendes); wurzelechte Reben (Pflanzjahr 1934), ummauerte Parzelle an der Hangspitze; klassifizierte Fläche 8,38 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: reine Handarbeit, strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2020 9,00 % vol

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020 stammt aus der berühmtesten Lage der Saar – ein Musterbeispiel für filigranen Saar-Kabinett: fruchtsüß, rassig und von enormer Langlebigkeit. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller ist mit über acht Hektar im Kernstück größter Eigentümer und bewirtschaftet hier mehr als drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben. Die steilen, stark verwitterten blauen Devonschieferböden speichern die Wärme des Tages und geben sie langsam wieder ab – in Verbindung mit dem kühlen Saar-Klima entstehen Weine von außergewöhnlicher Spannung, filigraner Struktur und enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2020 – Saar

2020 brachte an der Saar elegante, fein balancierte Rieslinge mit klarer Frucht und animierender Säure. Gerade im Kabinett-Bereich – dem filigransten Prädikat – zeigt der Scharzhofberger die typische Spannung zwischen reifer Frucht, dezenter Süße und rassiger Mineralität, getragen vom kühlen Klima und dem Schiefer der Lage.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2020, Prädikat Kabinett, fruchtsüß, 9,00 % vol.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dicht, cremig und saftig: Weinbergspfirsich und Passionsfrucht treffen auf weiße Blüten, Zitrus und feinste Kräuter- und Mineralnoten. Am Gaumen filigran und vielschichtig, mit einer dezenten Süße, die von enorm lebhafter, rassiger Säure balanciert wird – er wirkt nie leicht und schon gar nicht schwer, sondern tanzt mit müheloser Eleganz über die Zunge.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das verspielte, sehr lange Finale verweist auf die große Langlebigkeit; schon jung ein Genuss, doch wahre Größe entfaltet der Wein erst nach vielen Jahren Kellerreife. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Devonschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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Rebsorten

Georg Breuer Rüdesheimer Berg Rottland Riesling 2021

Weißwein · Rüdesheim (Rheingau) · Riesling

Riesling Rüdesheimer Berg Rottland Georg Breuer · Rüdesheim Steillage · Südhang Tonschiefer · Löss · verwitterter Schiefer trocken · großes Holzfass Spontangärung · naturnah 2021

Der Georg Breuer Rüdesheimer Berg Rottland Riesling 2021 stammt aus einer der renommiertesten Steillagen des Rheingaus. Ein kühler, feuchter Sommer prägte diesen Jahrgang – das Ergebnis ist ein mineralischer, kraftvoller und dennoch subtiler Riesling voller Frucht, ohne schwer zu wirken.


Rüdesheimer Berg Rottland – Steillage über dem Rhein

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim zählt zu den ikonischen Gütern des Rheingaus. Es blickt auf eine lange Tradition zurück und wird heute von Theresa Breuer und Betriebsleiter Hermann Schmoranz mit Unterstützung des Kellermeisters Markus Lundén geleitet. Der Stil ist kühl und geschliffen: frühe Lese, naturnahe Bewirtschaftung und ein herkunftsbetonter, zurückhaltender Ausbau.

Dieser Riesling wächst auf steilen, südlich ausgerichteten Hängen des Berg Rottland bei Rüdesheim. Die Böden aus grau-blauem Tonschiefer, humusreichem Löss und verwittertem Schiefer tragen dazu bei, dass die Trauben früh reifen und ihre Komplexität entwickeln.

Jahrgang 2021 – Rheingau

Der 2021er erzählt die Geschichte eines kühlen, feuchten Sommers, der Winzer wie Reben auf die Probe stellte. Das Ergebnis ist ein Weißwein von bemerkenswerter Vielfalt und Charakter – mit rassiger Säure, feingliedriger Struktur und großer Frische, ganz im klassischen, kühlen Rheingau-Stil.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Steillage Rüdesheimer Berg Rottland, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von Tonschiefer, Löss und verwittertem Schiefer.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut – im bewusst zurückhaltenden Stil des Guts, ohne unnötige Eingriffe. So bewahrt er Finesse, Mineralität und ein enormes Reifepotenzial. Naturnahe Bewirtschaftung.

Im Glas

Ein mineralischer, kraftvoller und dennoch subtiler Riesling: Noten von reifer Ananas und Südfrüchten, dazu eine Spur grünem Tee und feine Kräuteranklänge über einer schiefrig-salzigen Mineralität. Am Gaumen voller Frucht, ohne schwer zu wirken, mit rassiger Säure, Eleganz und Tiefe, die bereits jetzt auf beeindruckende Länge und Spannung schließen lassen.

Reife Ananas und Südfrüchte mit einer Spur grünem Tee über schiefriger Mineralität – kraftvoll und dennoch subtil, voller Frucht ohne Schwere, mit Eleganz, Tiefe und Spannung.

Ein finessenreicher, langlebiger Steillagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Rüdesheimer Berg Rottland, Rheingau; steile, südlich ausgerichtete Hänge; grau-blauer Tonschiefer, humusreicher Löss und verwitterter Schiefer
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung, langer Ausbau im großen Holzfass; naturnahe Bewirtschaftung

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