Die Sache mit dem Sherry

Bär am Määr, was will Bär mähr?

Zugegeben, die Höhlen des Bären befinden sich fast alle im Norden Spaniens. Sie sind gefüllt mit leckerem Wein aus La Seca, aus Anguix, aus Cambados, Pira, etwas Rioja etwas Weißwein der baskischen Küstenregion, Zeuch halt. Ab und an zieht es den Bären aber gen Süden, denn immer nur Lachs und Wolfsbarsch und Steinbutt (gut, den fängt kein Bär selber, dafür gibt es einen Lieferservice) ist dann ja auch langweilig. Eine Urta a la Roteña, Felsenfische, insbesondere sehr kleine Minirotbarben, ein Fischmarkt im Süden ist ganz anders als ein Fischmarkt in Santander, A Coruña oder Bilbo. Und dann gibt es da natürlich die Gamba de Sanlúcar, fangfrisch, in manchen Tavernen schon für fünfzig Euro das Kilo. Zweihundert Gramm als Ration für Bären ist okay, das kann sich das Tier auch leisten. Und dazu dann einen Manzanilla. Und schon sind wir beim Thema.

Die Sache mit dem Sherry ist so einfach dann doch nicht. Zwar gibt es klar definierte Kategorien wie Amontillado oder Oloroso, es gibt schwammig oder gar nicht definierte Kategorien wie Palo Cortado, Cream oder Pale Dry, es gibt halbsüße Wasauchimmer, süße auch. Beides findet man vor allem in Supermärkten in Deutschland, auch in England, aber mit gehörigem Abstand zu den Deutschen. Wäre die Gesetzgebung eine deutsche, man würde diese Süßlinge wahrscheinlich als sensorisch trocken anbieten dürfen. Darf man aber nicht. Soll uns aber auch nicht stören, denn diese Produkte eignen sich bestensfalls zum Kochen, so der Reiswein grade mal wieder alle ist.

Gute Trinksherries nennen sich Fino oder Manzanilla. Und hier beginnt die Verwirrung: was ist was, was nicht, und vor allem: warum? ¿Hep?

Nun, es gibt dort zwei geschützte Anbaugebiete, wobei man eigentlich eher von zwei geschützten Ausbaugebieten sprechen sollte: die D.O. Jerez-Xérès-Sherry und die D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda.

Blickt man nun in das etwas längliche Regelwerk, so stellt man fest, dass der Ursprung der Trauben für Fino und Manzanilla der gleiche ist: alle Weinberge beider Regionen. Grundwein, alles Sherries bestehen aus Palomino, darf überall in der Region hergestellt werden. Man kann also in der Cooperative in Trebujena einen Wein einkaufen, um diesen dann zu Fino oder zu Manzanilla zu verarbeiten. Und? Das Ergebnis ist komplett verschieden. Wie das?

Um den Grund zu verstehen, muss man noch einmal über den Herstellungsprozess reden. Im Schnelldurchlauf (hier soll ja kein Buch entstehen): der fertige, aber nicht filtrierte Grundwein wird auf fünfzehn Volumenprozent aufgespritzt. Mit dieser Alkoholmenge kommen die Hefen noch klar, sie sterben nicht ab. Nur nebenbei: für einen Oloroso spritzt man auf siebzehn Volumenprozent auf, stets mit einem Weindestillat, die Hefen sterben ab und sinken zu Boden.

Alsdann kommt der fertig behandelte Wein in große Holzfässer, amerikanische Eiche, fünfhundert Liter fassend, Einheimische nennen diese Teile Botas. Allerdings wird eine Bota nie komplett gefüllt, etwa ein Sechstel des Fasses bleibt leer. Nun beginnt der Wein seine Wanderschaft. Denn anders als klassische Stillweine verbringt er seine Zeit nicht immer im gleichen Fass, er wandert von einer Stufe in die nächste. Und immer reift er ein paar Monate in der neuen Umgebung. Man nennt dies Criadera-Solera-System. Komplett vereinfacht: man stelle sich sechs übereinander gelagerte Botas vor. Die unterste, am Boden gelegen, nennt man Solera (von suelo – Boden, nicht von Sol – Sonne). Nur aus dieser wird Wein zum Abfüllen entnommen, in der Regel ein Drittel des Fassvolumens. Dann wird die Solera aus dem darüber liegenden Fass wieder aufgefüllt, dies ist die erste Criadera. Die wiederum wird aus der zweiten Criadera, dem über der ersten Criadera liegenden Fass, aufgefüllt. Und so weiter, bis man oben angelangt ist. In die letzte Criadera kommt der neue Wein, aber halt nur so viel, dass, wie in allen Fässern, ein Sechstel frei bleibt.

Dies geschieht sowohl im Fall des Fino als auch im Fall des Manzanilla. Den Unterschied macht die Hefe! Die im Wein belassene Hefe sammelt sich an seiner Oberfläche an und schützt den Wein vor dem Sauerstoff, will sagen sie verhindert eine Oxidation. Nun aber ist Hefe durchaus launisch, und, das hat sie mit Bären gemein, sie will ständig mampfen. Der eventuell noch vorhandene Restzucker in dem Wein ist eine Quelle, eine andere ist die salzhaltige Luft. Und jetzt wird es spannend!

Denn zwischen Sanlúcar de Barrameda und Jerez de la Frontera befinden sich einige Berge, sie sind nicht wirklich hoch, sie behindern jedoch den Zustrom von salzhaltiger Luft vom Atlantik. Bläst der Wind stark genug, ist das kein Problem. Weht hingegen nur eine sanfte Brise, dann setzt sich das Salz unten ab und kommt nicht übern Berg. Zudem mag Hefe weder hohe Temperaturen noch trockene Luft. In Sanlúcar de Barrameda ist das alles kein Problem, da gibt es immer genug Feuchtigkeit und an Salz mangelt es der Luft auch nicht.

In Jerez de la Frontera indes ist das anders. Dort ist es im Sommer heiß und im Winter trocken. Die Folge: die Hefen machen schlapp. Zwar reicht die Nahrungsversorgung im Frühling und im Herbst, um ein Absterben der Hefen zu verhindert, der Luftkontakt des Weins ist aber nicht zu verhindern. Daher schmecken Finos immer etwas nussiger, würziger als ein Manzanilla, der quasi die ganze Zeit unter Luftabschluss reift. Und genau deswegen gibt es die D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda. Sie schreibt vor, dass der komplette Reifeprozess in Sanlúcar, also nahe der feuchten Salzquelle, stattzufinden hat. So eine Bodega aus Jerez einen Manzanilla im Angebot hat, ist dieser in Sanlúcar entstanden. In Jerez hat man dann ein Etikett draufgeklebt.

Um das ganze auf die Spitze zu treiben: in Sanlúcar de Barrameda gibt es das Barrio Bajo, auch Barrio Puerto genannt, es befindet sich mehr oder weniger auf Meeresniveau, vielleicht zwei Meter drüber. Und es gibt das Barrio Alto, etwa zwanzig Meter höher gelegen. Und jahhh! Manzanillas von unten schmecken anders als Manzanillas von oben! Da, wie bereits erwähnt, Salz die Tendenz hat, abzusinken, braucht es schon etwas Wind, um oben im Barrio Alto oder in Miraflores, durch die stets offenen Fenster in die Hallen mit den Botas zu strömen. Unten im Barrio Bajo geschieht das ganz von alleine. Kurz: je unten desto Salz.

Und? Wie entsteht Qualität? Nun, der Ertrag im Weinberg ist schon ein Thema. Fünfzehntausend Kilo pro Hektar bringen ein anderes Ergebnis als achttausend Kilo pro Hektar. Mostertrag ist auch wichtig, aber vor allem geht es um die Reifedauer. Will sagen um die Anzahl der Criadera-Stufen. Keiner der beiden Consejos schreibt eine Mindestzahl vor, theoretisch könnte auch eine Criadera plus die Solera reichen. Vielleicht gibt es eine Guter-Capataz-Regel, die ein Minimum nahelegt. Drei Criaderas, die innerhalb von mindestens zwei Jahren (das waren auch schon einmal derer drei) zu durchlaufen sind, ist wohl die Basis. Gute Manzanillas durchlaufen derer sieben, acht oder neun, wobei, aus welchem Grund auch immer, ungerade Zahlen bevorzugt werden. Je mehr Criadera-Stufen, desto aufwendiger, desto teurer. Aber halt auch desto komplexer. Ordentlicher Manzanilla reift immer mindestens drei Jahre, wobei Teile der Solera theoretisch auch ein paar Jahrhunderte alt sein können, es wird ja immer nur ein Teil entnommen. Fino in Industriqualität kommt auch schon einmal nach zwei Jahren Reifedauer auf den Markt. Ordentlich gesüßt schmeckt man das dann sowieso nicht mehr.

Guter Manzanilla ist in der Regel teurer als ordentlicher Fino. Wirklich guten Fino gibt es zwar auch, aber nur in geringem Umfang. Das liegt zum einen daran, dass die Bodegas aus Jerez-Xérès-Sherry und aus El Puerto de Santa María in der Regel größer sind als jene aus Sanlúcar de Barrameda, Barbadillo mit sieben Millionen Liter Jahresproduktion (darunter aber fast fünf Millionen normaler Wein) ist die Ausnahme. Es hat aber auch damit zu tun, dass die D.O. Jerezundsoweiter achtzig Prozent der Produktion exportiert und sich Platz auf hart umkämpften Märkten erkämpfen muss während dreiundneunzig Prozent aller Produkte, die das Rückenetikett der D.O. Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda tragen, in Spanien verschlungen werden, ein Großteil davon in der unmittelbaren Umgebung. Dazu kommt, dass auf die D.O. Jerez-Xérès-Sherry mehr als drei Viertel der Gesamtproduktion entfallen. Von allem, was als Manzanilla de Sanlúcar auf den Markt kommt, gibt es insgesamt gerade einmal zehn Millionen Flaschen. Bei acht Millionen Andalusiern…

Es gibt übrigens noch zwei weitere Kategorien aus Sanlúcar. Eine nennt sich Manzanilla Pasada, da ist der Manzanilla schon passiert. Am Ende des Reifeprozesses stirbt die Hefe ab und sinkt gen Boden. Allerdings wurde, im Gegensatz zum Amontillado, nicht aufgespritzt, der Manzanilla Pasada behält also seinen ursprünglichen Alkoholgehalt. Allerdings ist der Luftkontakt nun auch in Sanlúcar nicht mehr zu vermeiden, der Wein wird nussiger, dichter, teurer… Aber schon gut. La Kika von Yuste oder der Pastrana von Vinícola Hidalgo sind zwei gute Erzeugnisse dieser Art.

Der aktuelle Lieblingsmanzanilla des Bären ist genau der andere Fall. Dieser wird nur ganz leicht filtriert abgefüllt, meistens aber fassweise verkauft, um dann in Tavernen, Bars oder Restaurants offen gezapft zu werden. Da findet man dann die ganze Frische, Jugendlichkeit, auch ein ordentliches Säuregerüst, das man auch bei Fassproben erschmecken kann. Übrigens: die Fässer stehen in den Tavernen bei Raumtemperatur, Manzanilla wird NICHT eisgekühlt getrunken.

So ein Fass, gerne La „E“, zur Not auch Elías, eine nicht gar zu lärmige, dafür mit viel Meeresgetier ausgestattete Taverne, ach haben Bären ein schönes Leben. Text: El oso alemán

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Whisky

Ardbeg Traigh Bhan 19 years old Batch 4

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay 19 Jahre Batch 4 (2022) höherer Oloroso-Sherry-Anteil non chill-filtered

Der Ardbeg Traigh Bhan 19 Jahre Batch 4 ist die vierte, 2022 veröffentlichte Auflage der jährlich limitierten 19-jährigen Reihe der Islay-Destillerie Ardbeg. Benannt ist sie nach Traigh Bhan, dem „singenden" Sandstrand auf Islay. Batch 4 setzt im Vergleich zu den Vorgängern auf einen höheren Anteil an Oloroso-Sherryfässern, was ihm mehr Tiefe und einen Hauch alter Schule verleiht. Gereift in amerikanischer Eiche und Oloroso-Sherry, non chill-filtered und mit natürlicher Farbe 


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Namensgeber dieser Reihe ist der nahe Strand Traigh Bhan, dessen Sand bei Wind „singt". Atlantik, Torf und Meeresluft prägen den maritimen Stil.

Assemblage und Ausbau

Batch 4 reift 19 Jahre in amerikanischer Ex-Bourbon-Eiche und Oloroso-Sherryfässern – mit einem höheren Sherry-Anteil als in früheren Chargen. Das bringt Holzrauch, Menthol und Anis stärker in den Vordergrund. Jede Charge trägt einen eigenen Batch-Code und die Signatur eines Teammitglieds; Batch 4 ist von Distillery Manager Colin Gordon gezeichnet (Destillat von 2003). Abgefüllt wird non chill-filtered und ohne künstliche Färbung.

Im Glas

Goldfarben im Glas. In der Nase krautige Kiefer und Fenchel, dazu Limetten-Sorbet, medizinische Lutschpastille, Eukalyptus und ein Hauch Sattelseife; mit Wasser folgen Haselnuss, Vanille, Johannisbeere und Minzschokolade. Am Gaumen Holzrauch, Menthol und Anis, ergänzt um milde tropische Frucht, Milchschokolade, Vanille und Teeblatt – die Sherrynote ist präsent, aber eingebunden. Der Nachhall ist lang, rauchig und würzig.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; einige Tropfen Wasser öffnen die reiferen Aromen. Passt zu geräuchertem Fisch, gereiftem Hartkäse, dunkler Schokolade und herzhaften Trockenfrüchten. Ein vielschichtiger Islay-Malt für besondere Anlässe.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky, 19 Jahre (Traigh Bhan Batch 4, 2022)
Ausbau: amerikanische Ex-Bourbon-Eiche und Oloroso-Sherryfässer (höherer Sherry-Anteil), 19 Jahre

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Florent Garaudet Monthelie Sous le Cellier blanc 2023

Weißwein · Monthelie · Chardonnay

Chardonnay Monthelie AOC Côte de Beaune 2023 kalkhaltiger Untergrund

Der Monthelie Sous le Cellier Blanc 2023 von Florent Garaudet ist eine echte Rarität: ein wilder, würziger Chardonnay aus einer winzigen Steillage oberhalb des Dorfes – getragen von fabelhafter Frische und salzig-mineralischer Tiefe.


Monthelie – Weiß als Rarität

Das Weindorf Monthelie liegt etwas oberhalb an einem Berghang, gegenüber der bekannteren Weingemeinde Meursault. In der geschützten Herkunftsbezeichnung Monthelie werden rund 90 % Rotweine und lediglich 10 % Weißweine erzeugt. Damit ist Florent Garaudets Weißwein Sous le Cellier fast schon eine Rarität.

Die Parzelle umfasst kaum 0,30 Hektar steiler Rebfläche, bestockt mit fast vierzig Jahre alten Chardonnay-Reben. Sie liegt perfekt nach Süden ausgerichtet und fußt auf sehr kalkhaltigem Untergrund mit einer weichen, lehmigen Krume. Eine wenig bekannte Lage, die sich hinter den großen Namen der Region keineswegs verstecken muss.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für klaren Fruchtkern bei tragender Frische – beides spiegelt sich in der pikanten, mineralischen Art dieses Sous le Cellier wider.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Der Ausbau erfolgte zwölf Monate lang in französischen Barriques, davon 50 % neues Holz, gefolgt von weiteren sechs Monaten Ruhezeit im Edelstahltank bis zur finalen Flaschenfüllung.

Im Glas

Im Duft und Geschmack zeigt sich der Wein wilder und würziger als viele andere Chardonnays, getragen von fabelhafter Frische, mit langem, sehnigem und zugleich vollmundigem Finish. Zitrusfrüchte, eine dezente Reduktionsnote, wilde Bergkräuter, viel nasser Stein, Sandelholz und Limette prägen sein Profil.

Wild, würzig und salzig-mineralisch – ein Chardonnay mit kühler Eleganz und sehnigem, langem Finale.

Schon jetzt zugänglich, mit Reifepotenzial über die kommenden Jahre. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel in heller Sauce, gebratener Fisch, Kalbsbäckchen oder mild gereifter Hartkäse. Auch solo ein animierender, mineralischer Aperitif.


Lage: Monthelie „Sous le Cellier" (Côte de Beaune); kalkhaltiger Untergrund, lehmige Krume
Klassifikation: Monthelie AOC (Village)
Ausbau: Chardonnay; 12 Monate französische Barriques (50 % neu), 6 Monate Edelstahl · Nachhaltige Bewirtschaftung

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Paul Mas Cabernet Sauvignon Merlot 0,25

Wein · Rotwein · Pays d'Oc · Frankreich

Paul Mas Cabernet Sauvignon Merlot zeigt im Bukett elegante, komplexe Aromen von reifen schwarzen Früchten wie Johannisbeere, untermalt von würzigen Noten und Vanille. Sehr fruchtig und samtig im Nachhall – in der praktischen 0,25-Liter-Flasche.


Pays d'Oc / Languedoc

Das Pays d'Oc erstreckt sich entlang der Mittelmeerküste im Languedoc (Südfrankreich). Das mediterrane Klima mit heißen, trockenen Sommern bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor. Cabernet Sauvignon und Merlot sind die klassischen Bordeaux-Sorten, die hier bestens gedeihen. Erzeuger ist Domaines Paul Mas.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot. Cabernet Sauvignon bringt Struktur und Cassisfrucht, Merlot Schmelz und samtige Fülle. Ein dezenter Holzeinsatz verleiht die feine Vanillenote. Abgefüllt in der 0,25-Liter-Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife schwarze Johannisbeere, würzige Noten und ein Hauch Vanille. Am Gaumen sehr fruchtig und samtig, mit weichen Tanninen und rundem Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Begleiter, ideal portioniert für ein Glas.

Passt zu: rotem Fleisch, Geflügel, Pasta und mittelreifem Käse.


Lage: Pays d'Oc IGP, Languedoc (Frankreich); Domaines Paul Mas
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Cabernet Sauvignon & Merlot, trocken
Ausbau: fruchtbetont mit dezentem Holzeinsatz
Füllmenge: 0,25 Liter

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

USA

Cayuse Camaspelo 2018

Rotwein · Bordeaux-Cuvée · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Camaspelo ist eine seltene Bordeaux-Cuvée aus dem Walla Walla Valley im Nordwesten der USA. Sie stammt vom Kultweingut Cayuse, das Christophe Baron biodynamisch im Rocks District bewirtschaftet. Camaspelo ist überwiegend Cabernet Sauvignon, ergänzt um weitere Bordeaux-Sorten. Im Glas eine kräftige, balancierte Cuvée mit dunkler Frucht, Würze und Tabak.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im Walla Walla Valley, im „Rocks District of Milton-Freewater" – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, bewirtschaftet die Reben biodynamisch und keltert daraus charaktervolle, eigenständige Weine.

Assemblage und Ausbau

Camaspelo ist eine Cuvée im Bordeaux-Stil, überwiegend Cabernet Sauvignon, ergänzt um Merlot und weitere Sorten. Nach der Gärung reift der Wein im Holzfass, das ihm Struktur und feine Würze gibt, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase reife Kirsche, Maulbeere, brombeerig-kräutrige Noten, Tabak und erdige Töne; mit viel Luft öffnet er sich am besten. Am Gaumen vollmundig und rund, mit reifem, aufbauendem Tannin. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Noch etwas zurückhaltend; gewinnt mit drei bis fünf Jahren Reife und trägt rund zwei Jahrzehnte. Eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: Steak, Lamm, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Bordeaux-Cuvée
Ausbau: Holzfass; biodynamischer Weinbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

De Sousa Coteaux Champenois Blanc 2020 BIO

Weißwein · Coteaux Champenois · Chardonnay · Bio

De Sousa Coteaux Champenois Blanc ist ein stiller Chardonnay aus biologischem Anbau aus der Côte des Blancs. Coteaux Champenois ist die stille Variante der Champagne. Dieser Wein spiegelt die kalkhaltigen Böden der Region eindrucksvoll wider und entstand aus nur einem einzigen Barrique – eine echte Rarität. Im Glas ein kühler, präziser und mineralischer Weißwein.


Côte des Blancs

Die Côte des Blancs ist das Kerngebiet des Chardonnay in der Champagne, geprägt von reinen Kreideböden. Diese kalkhaltige Mineralität prägt den Charakter des stillen Weins. Der Wein stammt aus biologischem Anbau und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay und wird als stiller Coteaux Champenois ausgebaut. Er reift im Barrique – produziert wurde nur ein einziges Fass, was ihn zu einer seltenen Abfüllung macht.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Reduktionsnoten, Zitrus, grüne Nüsse und kreidige Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und elegant, mit straffer Struktur und zarter Würze. Der Abgang ist klar und mineralisch.

Am Tisch

Bei rund 12–14 °C servieren; etwas Luft tut dem Wein gut. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo zu genießen.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Käse.


Lage: Côte des Blancs (Champagne); Kreideböden
Klassifikation: Coteaux Champenois AOC – Blanc
Ausbau: Chardonnay, ein einzelnes Barrique; stiller Wein

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Feinkost

Crêperolles Mini-Crêpe gefüllt mit Käsepulver & Walnussgeschmack

Feinkost · Aperitif-Gebäck · Frankreich

Gavottes Crêperolles Käse-Walnuss sind kleine, knusprig gefüllte Mini-Crêpes aus Frankreich – ein herzhaftes Aperitif-Gebäck mit hauchdünner, blättriger Hülle und cremiger Füllung aus Käsepulver, verfeinert mit Walnussgeschmack.


Herkunft

Die Crêperolles stammen von Gavottes, einer französischen Gebäckmarke aus der Bretagne. Sie gehört zur Traditionsbäckerei Traou Mad de Pont-Aven (gegründet 1920), heute Teil von Loc Maria Biscuits. Die kleinen Amuse-Bouches gibt es seit rund 60 Jahren.

Zutaten und Herstellung

Eine hauchdünne, blättrige Crêpe wird mit einer cremigen Käsefüllung gerollt. Die Füllung basiert auf Jura-Bergkäse und ist mit natürlichem Walnussaroma verfeinert. So entsteht ein knuspriges Gebäck mit herzhaftem Kern.

Geschmack

Außen knusprig und blättrig, innen cremig. Würziger Käsegeschmack vom Jura-Bergkäse, abgerundet von einer nussigen Walnussnote. Ein herzhafter, salziger Snack.

Zum Genießen

Der ideale Begleiter zum Apéro – zu Wein, Sekt, Bier, Wermut oder Gin Tonic. Eine raffinierte Alternative zu Chips, auch als Topping für Salate oder Suppen.

Passt zu: Wein, Sekt, Bier und als Aperitif-Snack.


Hersteller: Gavottes (Loc Maria / Traou Mad, Bretagne)
Produkt: gefülltes Aperitif-Gebäck (Mini-Crêpes)
Sorte: Käse-Walnuss (Crêperolles)
Herkunft: Frankreich (Bretagne)
Verarbeitung: hauchdünne Crêpe, gefüllt mit Käsecreme
Mindesthaltbarkeit (MHD): 13.10.2026

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Joblot Givry Clos du Cellier aux Moines rouge 1er Cru 2021

Rotwein · Givry Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Givry · 1er Cru Clos du Cellier aux Moines Côte Chalonnaise Finesse · Intensität + Leichtigkeit 2021

Der Givry Clos du Cellier aux Moines 1er Cru 2021 der Domaine Joblot besticht durch seine Finesse und verbindet gekonnt Intensität mit spielerischer Leichtigkeit. Ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Lagen von Givry.


Cellier aux Moines – Premier Cru in Givry

Givry liegt in der Côte Chalonnaise und ist für seine Pinot Noirs bekannt. Der Clos du Cellier aux Moines geht auf einen historischen Klosterkeller zurück und zählt zu den renommiertesten Premier Crus der Appellation.

Die Domaine Joblot zählt zu den führenden Erzeugern von Givry und gilt als Maßstab der Appellation.

Jahrgang 2021 – Côte Chalonnaise

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der die Mengen reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – wie geschaffen für die finessenreiche, leichtfüßige Art dieses Cellier aux Moines.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Finesse und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Finessenreich und fein gezeichnet: rote Frucht und feine Würze verbinden sich mit einer spielerischen Leichtigkeit bei gleichzeitiger Intensität. Am Gaumen frisch, mit feinem Tannin und langem Abgang.

Finesse trifft Intensität und spielerische Leichtigkeit – ein fein gezeichneter, frischer Givry Premier Cru.

Schon zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter.


Lage: Clos du Cellier aux Moines (1er Cru), Givry (Côte Chalonnaise); historischer Kloster-Clos
Klassifikation: Givry Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Domaine Bousquet Malbec BIO

Rotwein · Malbec · Mendoza · Argentinien · Bio

Domaine Bousquet Malbec ist ein Bio-Rotwein aus Mendoza in Argentinien, der Heimat des Malbec. Tiefdunkel in der Farbe, zeigt er eine große Aromenvielfalt. Die Fruchtigkeit mit den harmonisch eingebundenen Tanninen fasziniert und begeistert.


Mendoza

Domaine Bousquet liegt in Tupungato im Uco Valley, einer hochgelegenen Weinregion in Mendoza am Fuße der Anden. Die Höhenlage mit warmen Tagen und kühlen Nächten verleiht den Malbec-Weinen Frische, Farbe und Tiefe. Das Gut zählt zu den Bio-Pionieren Argentiniens; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AR-BIO-154).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Malbec, der Paraderebsorte Argentiniens. Der Ausbau stellt die reife, dunkle Frucht in den Vordergrund und sorgt für harmonisch eingebundene Tannine.

Im Glas

Tiefdunkles Rot. In der Nase eine Aromenvielfalt von Brombeere, Feige, Kaffee und feinen Gewürznuancen. Am Gaumen fruchtig und vollmundig, mit harmonisch eingebundenen Tanninen. Der Abgang ist weich und lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Rind, Grillfleisch, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Uco Valley / Tupungato, Mendoza (Argentinien); Höhenlage
Klassifikation: Mendoza – Malbec
Ausbau: Malbec, fruchtbetonter Ausbau

Mehr erfahren ...