Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2016 – Tanz auf der Zunge

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2016 – Mosel – Deutschland

Allein der Duft dieses noch sehr, sehr jungen 2016er Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett sprengt schon wieder alle Vorstellungen. Hier vermischen sich die Komponenten von frischer Hefe, faulen Eiern (der Duft vom Schwefel, der in diesem Fall aber noch nicht einmal unangenehm war), reifem Kernobst, süßen Apfel, Zitrus- und Grapefruit Noten bemerkenswert zusammen. Geschmacklich strömt dieser Riesling dann wie ein berauschender Wasserfall in den Körper. Sein großes Geheimnis ist dabei seine extrem kraftvolle Art, die aber auf der anderen Seite filigran und federleicht wirkt. Wie ein Bodybuilder Oberkörper, den man auf die Beine einer Primaballerina aus dem Bolschoi-Theater gepflanzt hat.

Auch die fruchtige Süße, welche dem Wein zu Eigen ist, wird durch die knackige Säure nur so hinweggefegt, und der Riesling wirkt auf eigentümliche Weise ziemlich trocken. Geschmacklich dominieren zur Zeit diverse Grapefruit Aromen. Von reif bis sauer ist hier so ziemlich alles vertreten und die sauren Geschmacksmomente werden von einem ganz leichten, aber wahrnehmbaren Honig Ton perfekt neutralisiert.

Facettenreich wirkt auch der Abgang, wobei dieser so spannungsgeladen und bemerkenswert frisch an den Gaumen knallt, dass man bevor er endet schon wieder zum Glas gegriffen hat und sich den nächsten Schluck dieser aus Weintrauben bereiteten Genusssensation genehmigt. Pure Magie und ein Wein, der minutenlang auf der Zunge und im Mund tanzt.

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Spanien

Envinate Lousas Camino Novo Ribeira Sacra tinto 2024

Rotwein · D.O. Ribeira Sacra · Parzellenwein

Mencía · Garnacha Tintorera Parcela Camiño Novo · Amandi 2024 Schiefer · 430 m · Südost 70-jährige Reben 100 % Ganztraube 12 Monate 500-Liter-Fuder

Der Envínate Lousas Parcela Camiño Novo 2024 ist ein Parzellenwein aus der D.O. Ribeira Sacra, gewachsen auf reinem Schiefer über dem Sil. Roberto Santana, Laura Ramos, Alfonso Torrente und José Ángel Martínez keltern ihn aus 70 Jahre alten Mencía- und Garnacha-Tintorera-Stöcken einer einzigen Parzelle in der Subzone Amandi. Der Jahrgang 2024 brachte in Ribeira Sacra langsame Reife bei moderatem Alkohol. Das Ergebnis ist ein schlanker, ätherischer Rotwein mit deutlichem Schieferzug.


Amandi und die Parzelle Camiño Novo

Camiño Novo – galicisch für „neuer Weg" – liegt in der Subzone Amandi, dem historischen Kernstück der Ribeira Sacra oberhalb der Sil-Schlucht. Die Parzelle steht auf 430 Metern, südöstlich ausgerichtet, auf reinem Schiefer. Lousas, der Name der gesamten Serie, ist das galicische Wort für die Schieferplatten, aus denen diese Terrassen aufgeschichtet sind. Die Reben sind rund 70 Jahre alt und werden biologisch bewirtschaftet.

Trotz der Südost-Exposition zählt Camiño Novo zu den kühleren Standorten der Ribeira Sacra. Die Parzelle liegt amphitheaterförmig in einer Mulde: Sie bekommt die Morgensonne, verliert die Einstrahlung am Nachmittag früh und kühlt nachts durch die Luft aus der Schlucht stark ab. Der Schiefer speichert die Tageswärme und gibt sie langsam ab, zwingt die Wurzeln aber zugleich tief in die Spalten des Gesteins. Diese Kombination erklärt den Stil des Weins: geringe Beerengrößen, hohe Konzentration, gehaltene Säure.

Die Terrassen sind so schmal und steil, dass jede Arbeit von Hand erfolgt – Schnitt, Laubarbeit und Lese. In der alten Rebanlage stehen Mencía und Garnacha Tintorera im gemischten Satz nebeneinander, wie es vor der Sortenreinheit in Galicien üblich war. Beide Sorten werden gemeinsam gelesen und gemeinsam vergoren.

Jahrgang 2024 – Ribeira Sacra

Winter und Frühjahr fielen in Galicien mild und feucht aus, der Austrieb setzte entsprechend früh ein. Unbeständiges, stürmisches Wetter im Juni störte die Blüte und reduzierte den Ansatz. Die anhaltende Feuchte erzeugte hohen Druck durch Falschen Mehltau, der in den steilen Lagen der Ribeira Sacra nur durch frühe Laubarbeit und konsequente Behandlungen in Grenzen gehalten werden konnte.

August und September verliefen ohne längere Hitzeperioden, mit deutlich kühlen Nächten. Die Trauben reiften dadurch langsam und gleichmäßig. Die D.O. empfahl den offiziellen Lesebeginn zum 23. September, gelesen wurde bis Mitte Oktober; der Großteil der Ernte war vor den einsetzenden Herbstregen im Keller. Insgesamt wurden 4.881.326 Kilogramm eingebracht, davon 3.662.322 Kilogramm Mencía – rund zwei Millionen Kilogramm weniger als 2023. Die Trauben kamen mit ausgewogenem Verhältnis von Reifegrad und Säure herein. 2024 ist damit für Ribeira Sacra kein Kraftjahrgang, sondern ein Jahr mit moderatem Alkohol, klarer Frucht und tragender Säure.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus rund 85 bis 90 Prozent Mencía und 10 bis 15 Prozent Garnacha Tintorera, der galicischen Bezeichnung für Alicante Bouschet. Beide Sorten stammen aus derselben Parzelle, werden von Hand gelesen und ohne Entrappung verarbeitet: 100 Prozent ganze Trauben, spontane Gärung mit weinbergseigenen Hefen in offenen Bottichen. Der Most wird mit den Füßen angestampft, danach folgt tägliche Pigeage von Hand.

Auf Pumpen und harte Extraktion wird verzichtet, die Struktur entsteht über Maischestandzeit und Stiele. Der Ausbau dauert zwölf Monate in gebrauchten 500-Liter-Fudern, ohne neues Holz. Gefüllt wird ohne Schönung, mit minimaler Schwefelgabe. Die Produktionsmenge dieser Parzelle ist klein.

Im Glas

Helles Rubingranat mit leicht durchscheinendem Rand. In der Nase Himbeere und Sauerkirsche, dahinter Wacholder, Bergkräuter, getrocknete Blüten und eine exotisch-florale Note, dazu schwarzer Pfeffer und feuchter Schiefer. Am Gaumen schlank und straff, mit feinkörnigem Tannin aus der Ganztraubengärung, salzigem Zug und einem ätherischen, fast mentholischen Kern. Der Abgang bleibt lang und mineralisch, ohne Wärme.

Der Camiño Novo zieht seine Intensität aus Schiefer und Säure, nicht aus Alkohol – Konzentration ohne Gewicht.

Bei 14 bis 16 °C servieren, in großen Gläsern oder 30 bis 45 Minuten karaffiert. Der frische, säuregetragene Charakter des Jahrgangs 2024 macht den Wein bereits jetzt zugänglich; das Potenzial reicht bis etwa 2032, wobei die florale Aromatik mit den Jahren würzigen und erdigen Noten weicht.

Am Tisch

Passt zu Pulpo á feira, gegrillten Kräuterlamm-Koteletts, Entenbrust mit Rotkohl, geschmorten Rinderbäckchen und Pilzgerichten mit Steinpilzen oder Pfifferlingen. Auch zu Wildgeflügel und gereiftem Schafskäse. Wegen der straffen Säure und des moderaten Alkohols verträgt der Wein auch kräftig gewürzte Küche.


Produzent Envínate, Ribeira Sacra (Galicien)
Rebsorte Mencía, Garnacha Tintorera
Lage Parcela Camiño Novo, Subzone Amandi
Klassifikation D.O. Ribeira Sacra
Jahrgang 2024
Boden Schiefer
Höhe · Exposition 430 m · Südost
Rebenalter ca. 70 Jahre
Anbau biologisch, Handlese
Ausbau 12 Monate in gebrauchten 500-Liter-Fudern

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Weine

Sparkling Tea rose alkoholfrei

Alkoholfrei · Prickelnder Tee · Deutschland

Kloss Sparkling Tea rosé ist ein vielschichtiger alkoholfreier Speisebegleiter in zartrosa Variante. Regionale Kräuter bilden zusammen mit naturtrübem Direkt-Apfelsaft von Streuobstwiesen die Grundlage für diesen prickelnden, alkoholfreien Tee – eine interessante Alternative zu herkömmlichen Getränken.


Herkunft

Die Wein- & Sektkellerei Kloss setzt für diesen Sparkling Tea auf ausschließlich regionale Zutaten. Die Kräuter wachsen in heimischen Wäldern, auf sonnigen Hängen und in Gärten und bieten eine breite, geschmacksreiche Vielfalt; der Apfelsaft stammt von Streuobstwiesen.

Zutaten und Herstellung

Grundlage sind verschiedene Kräutertees aus regionalen Zutaten und naturtrüber Direkt-Apfelsaft. Die Kräutertees werden bei niedrigen Temperaturen sanft extrahiert, um ihre Aromen schonend zu bewahren. Das Ergebnis ist ein prickelnder, alkoholfreier Tee mit zartrosa Farbe und Vielschichtigkeit.

Geschmack

Zartrosa, mit feiner Perlage. Aromatisch vielschichtig, mit der Würze regionaler Kräuter, einer feinen beerigen Note und der natürlichen Frucht des naturtrüben Apfelsafts; ausgewogen, klar und nicht zu süß.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als alkoholfreier Aperitif oder Speisebegleiter.

Passt zu: Vorspeisen, Salaten, Fisch, Geflügel und leichten Gerichten – oder einfach solo.


Hersteller: Wein- & Sektkellerei Kloss (Deutschland)
Art: alkoholfreier prickelnder Tee (Sparkling Tea rosé)
Zutaten: regionale Kräutertees, naturtrüber Direkt-Apfelsaft von Streuobstwiesen
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2027

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Gevrey Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Corbeaux · 1er Cru Vieilles Vignes · 0,42 ha Reben ~80 Jahre 2023

Der Gevrey-Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2023 von Denis Bachelet ist ein Pinot Noir von feiner Eleganz und Finesse. Die rund 80 Jahre alten Reben auf 0,42 Hektar geben ihm Struktur und Tiefe. Statt mit Opulenz überzeugt er mit Raffinesse, seidiger Textur und präziser Definition.


Les Corbeaux – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Les Corbeaux ist eine Premier-Cru-Lage von Gevrey-Chambertin, direkt benachbart zum Grand Cru Mazis-Chambertin. Die Lage liegt am Hang auf Kalk- und Mergelböden und bringt feingliedrige, präzise Weine hervor.

Denis Bachelet bewirtschaftet hier eine nur 0,42 Hektar große Parzelle mit rund 80 Jahre alten Reben. Seine kleine, traditionell arbeitende Domaine in Gevrey-Chambertin steht für Finesse, Tiefe und lange Lagerfähigkeit.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 80 Jahre alten Reben.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der auf Finesse und Präzision ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Feine Eleganz und Finesse prägen den Wein. Die aromatische Intensität des benachbarten Mazis-Chambertin erreicht er nicht ganz, brilliert aber mit feingliedriger Balance, seidiger Textur und präziser Definition. Er entfaltet sich mit jedem Schluck weiter.

Statt mit Opulenz verführt dieser Gevrey-Chambertin mit Raffinesse: seidige Textur und präzise Definition.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein eleganter Begleiter für gehaltvollere Gerichte.


Lage: Les Corbeaux (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); neben Grand Cru Mazis-Chambertin, 0,42 ha, Reben ~80 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Italien

Montevertine Pian del Ciampolo 2022

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo & Colorino Toscana IGT Pian del Ciampolo Radda in Chianti Montevertine 12 Monate slawonische Eiche 2022

Der Montevertine Pian del Ciampolo 2022 ist der zugängliche, samtige Einstiegswein der Kult-Adresse aus Radda – aus 90 % Sangiovese mit Canaiolo und Colorino. Vollmundig, saftig und sehr fein, mit Veilchen und reifer Sauerkirsche. Ein „kleiner Montevertine" von großer Trinkfreude.


Pian del Ciampolo – der zugängliche Montevertine

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Pian del Ciampolo ist der Einstiegswein des Guts – die jünger trinkbare, charmante Visitenkarte des Montevertine-Stils. Die Trauben stammen aus den Lagen des Hauses; in der Machart folgt der Wein konsequent denselben Prinzipien wie die großen Crus.

Jahrgang 2022 – Toscana

2022 war in der Toskana ein intensiv warmes, sonnenreiches Jahr mit später Lese. Das ergibt im Pian del Ciampolo einen Wein mit reifer, dunkler Frucht und etwas mehr Volumen, der dank der kühlen Höhenlage und der traditionellen Vinifikation seine Saftigkeit und Balance bewahrt – samtig und sehr trinkfreudig.

Assemblage und Ausbau

90 % Sangiovese mit kleinen Anteilen Canaiolo und Colorino, aus dem Jahrgang 2022, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank (rund 25 Tage), danach Ausbau über 12 Monate in Fässern aus slawonischer Eiche, anschließend Reife in Beton und Flasche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Die Farbe begeistert durch ihr rubinrotes Kleid. Im Duft volle, dunkle Fruchtaromen; im Geschmack Veilchen und reife Sauerkirschen. Am Gaumen vollmundig, saftig, aber sehr fein. Als guter Essensbegleiter gewinnt der Wein noch an Struktur und Glanz.

Vollmundig, saftig, aber sehr fein – mit Veilchen und reifer Sauerkirsche.

Schon jung mit viel Trinkfreude; spielt am Tisch seine ganze Saftigkeit aus. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Salumi und Antipasti, zu Pasta mit Fleischsugo, zu gegrilltem Fleisch und Geflügel sowie zu mittelreifem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Trauben aus den Lagen des Guts
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo und Colorino (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 12 Monate in slawonischer Eiche, Reife in Beton und Flasche, unfiltriert

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Frankreich

Jacques-Frédéric Mugnier Bonnes Mares Grand Cru 2020

Rotwein · Bonnes-Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes-Mares · Grand Cru Chambolle-Musigny / Morey Mugnier-Parzelle 0,36 ha · 900–1.500 Flaschen 2020

Der Bonnes-Mares Grand Cru 2020 der Domaine Jacques-Frédéric Mugnier ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einem nur 36 Ar kleinen Streifen – eine Rarität von rund 900 bis 1.500 Flaschen. Rote Frucht aus Chambolle trifft auf Offenheit, Festigkeit und erdige Tiefe vom Morey-Terroir, ergänzt um mineralische Nuancen und Waldboden.


Bonnes-Mares – Grand Cru zwischen Chambolle und Morey

Bonnes-Mares erstreckt sich über rund 15 Hektar am Mittelhang der Côte de Nuits. Der Großteil liegt in Chambolle-Musigny, ein kleinerer Teil von etwa 1,5 Hektar im benachbarten Morey-Saint-Denis; im Norden grenzt die Lage an den Clos de Tart. Bepflanzt ist sie ausschließlich mit Pinot Noir; die Böden reichen von reicher und tiefer (Morey-Ende, strenger) bis feiner und kalkreicher (Chambolle-Ende, seidiger). Der Name geht auf die „Bonnes Mères" der Abtei Notre Dame de Tart zurück.

Mugniers Parzelle ist ein schmaler 36-Ar-Streifen, der sich über die gesamte Höhe des Hügels zieht; gepflanzt wurde 1961, 1980 und 1988. Je nach Jahrgang entstehen nur rund 900 bis 1.500 Flaschen. Die Domaine J.-F. Mugnier zählt zu den großen Adressen der Côte de Nuits.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch eine klare Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der die Kraft des Bonnes-Mares mit Spannung unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, von Reben der Pflanzjahre 1961, 1980 und 1988.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Das aromatische Spektrum roter Früchte aus Chambolle dominiert, ergänzt um die Offenheit, Festigkeit und erdige Note des Morey-Terroirs sowie mineralische Nuancen und dezente Anklänge von Waldboden. Am Gaumen tief und strukturiert, mit festem, feinem Tannin und langem Abgang.

Rote Frucht aus Chambolle, erdige Festigkeit aus Morey und mineralische Nuancen – ein tiefer Grand Cru für die lange Reife.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Bonnes-Mares, Chambolle-Musigny / Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Mittelhang; Mugnier-Parzelle 0,36 ha (Pflanzung 1961/1980/1988)
Klassifikation: Bonnes-Mares Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Italien

Montevertine 2021

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo Toscana IGT Radda in Chianti Montevertine 24 Monate slawonische Eiche 2021

Der Montevertine 2021 ist der gleichnamige Flaggschiff-Wein einer Kult-Adresse aus Radda in Chianti – ein Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, der durch Eleganz und Vielschichtigkeit besticht. Filigran und saftig zugleich. Ein Wein mit Schliff.


Montevertine – Kult-Sangiovese aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen, kalk- und mergelreichen Böden (Galestro, Alberese) – ein Terroir, das dem Sangiovese ein besonders frisches, feines Profil verleiht. Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen, kompromisslosen Stil weiter.

Der gleichnamige Wein „Montevertine" ist das Aushängeschild des Guts. Die Trauben stammen vor allem aus einer 2,5 Hektar großen, südost- bis südexponierten Parzelle mit überwiegend 1982 gepflanzten Reben unterhalb des Hauses.

Jahrgang 2021 – Toscana

2021 gilt in der Toskana als klassischer, ausgewogener Jahrgang: ein gemäßigter, nicht zu heißer Vegetationsverlauf brachte Sangiovese von feiner Frische, klarer Frucht und präziser Tanninstruktur. Im Montevertine ergibt das einen besonders eleganten, vielschichtigen Wein mit großer Spannung und Balance.

Assemblage und Ausbau

Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, aus dem Jahrgang 2021, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung mit anschließender Maischestandzeit im Betontank (rund drei Wochen), danach reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, ungefiltert.

Im Glas

Er besticht durch seine Eleganz und die Vielschichtigkeit der Aromen – rote Kirsche und Himbeere, dazu Kräuter, balsamische Anklänge und feine Lakritznoten. Am Gaumen mundet er filigran und saftig zugleich, mit feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen und vibrierender Frische im langen Abgang. Ein Wein mit Schliff.

Elegant und vielschichtig, filigran und saftig zugleich – ein Wein mit Schliff.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu toskanischen Klassikern wie Bistecca und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); ~425 m, steinige Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Hauptparzelle 2,5 ha, Reben überwiegend 1982
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo (und Colorino) (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, ungefiltert

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Südafrika

Schneider Rooi Olifant Red Blend 2021

Wein · Rotwein · Stellenbosch · Südafrika

Schneider Rooi Olifant ist ein südafrikanischer Red Blend – ein gemeinsames Projekt von Markus Schneider und seinem Freund Danie Steytler von Kaapzicht. Im neuen Blend treffen Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc aufeinander, früher geerntet, kürzer im Fass gelagert und mit längerer Flaschenreife.


Bottelary Hills / Stellenbosch

Die Kaapzicht-Weinberge liegen auf den Bottelary Hills in Stellenbosch, mit direktem Blick über die gesamte Kapbucht. Die Trauben stammen von fünf differenziert geernteten Kleinparzellen, die ringsum von überdimensionalen Granit-Findlingen umgeben sind – auf der Farm „The Olifant Rocks" genannt und Namensgeber des Weins.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Händische Ernte reifer, gesunder Trauben, traditionelle Maischegärung im Rotwein-Fermenter, schonende Pressung unter geringem Druck, anschließend ohne Eingriffe von außen (keine Schönung). Die Lagerung erfolgt in mehrjährigen Holzfässern, gefolgt von einer längeren Flaschenreife. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Kräftiges Rubinrot. In der Nase dunkle Beere, Cassis und Pflaume, dazu feine Würze und ein Anklang Kräuter. Am Gaumen saftig und gut strukturiert, mit reifer Frucht, feinkörnigen Tanninen und frischer Spannung; langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kräftiger Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Bottelary Hills, Stellenbosch (Western Cape, Südafrika); Markus Schneider & Kaapzicht
Klassifikation: Stellenbosch – Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon & Cabernet Franc, trocken
Ausbau: traditionelle Maischegärung, schonende Pressung, ungeschönt; Lagerung in mehrjährigen Holzfässern, anschließend längere Flaschenreife

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Schaumweine

Cavalier Sekt Blanc de Blancs brut

Schaumwein · Blanc de Blancs · Elsass · Brut

Cavalier Blanc de Blancs Brut ist ein klarer, frischer Schaumwein aus dem elsässischen Frankreich. Er stammt von den Caves de Wissembourg, einer auf Sekt spezialisierten Genossenschaft nahe der deutschen Grenze. Als Blanc de Blancs wird er aus weißen Trauben gekeltert. Ein unkomplizierter Sekt für jede Gelegenheit mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.


Elsass

Die Caves de Wissembourg wurden 1970 in Wissembourg im nördlichen Elsass gegründet, direkt an der deutschen Grenze. Die Genossenschaft hat sich auf Schaumweine spezialisiert und keltert ein breites Sortiment von einfachen Sekten bis zu Crémants. Lange Erfahrung und sorgfältige Assemblage prägen den Stil.

Rebsorte und Ausbau

Der Schaumwein wird als Blanc de Blancs aus Ugni Blanc erzeugt und als Brut ausgebaut. Das Ergebnis ist ein feinperliger, klarer Vin Mousseux mit frischer, fruchtiger Art.

Im Glas

Helles Strohgelb mit feiner Perlage. In der Nase und am Gaumen klar und frisch, fruchtig und harmonisch, mit feinnerviger Frische und trockenem Brut-Stil. Der Abgang ist sauber.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren, ideal als Apéritif und zum Empfang. Jung zu genießen.

Klassische Begleitung: Vorspeisen, helles Fleisch, Geflügel und Salate.


Lage: Wissembourg, Elsass (Frankreich)
Klassifikation: Schaumwein / Vin Mousseux – Brut, Blanc de Blancs
Ausbau: Ugni Blanc, brut, feine Perlage

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