Andreas Paukners Jahrgangsbericht 2019
Die Lese des 2019er Jahrgangs ging im Gegensatz zu den beiden vorherigen Jahrgängen für uns Winzer fast schon entspannt los. Erst in der 2. Septemberwoche haben wir mit der Traubenlese begonnen und hatten damit ausreichend Zeit, um Keller und Weinberge gut vorzubereiten. In den Jahren 2017/18 mussten wir schon Ende August starten.
Aufgrund des guten sonnigen Wetters in den letzten August- und den ersten Septemberwochen, hatten die Trauben bereits eine gute Reife erlangt, die Trauben waren gesund. Lediglich die Kirchessigfliege musste bei einer St. Laurentanlage im Auge behalten werden. Nach einer Negativvorlese konnten wir auch dort gute und gesunde Trauben ernten. Der Bilderbuchherbst hatte aber dann in der letzten Septemberwoche sein Ende. Ab dann wurde das Wetter in Deutschland von Tiefdruckgebieten dominiert. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir zum Glück den Großteil aller Weinberge geerntet. Die letzten Riesling- / Spätburgunder- und Scheurebeanlagen haben wir dann am letzten Septemberwochenende geerntet.
Qualitativ sind wir mit dem Jahrgang zufrieden. Quantitativ eher weniger. Die heißen Sonnentage Ende Juni mit Temperaturen von über 40 Grad haben zu erheblichen Sonnenbrandschäden geführt. Teilweise haben wir dadurch in unseren Anlagen bis zu 40 Prozent Ausfall. Weiterhin hat der zweite sehr trockene Sommer in Folge seine Spuren in den Trauben hinterlassen. Diese waren kleinbeerig und haben nur wenig Saft enthalten.
Alles in allem sind wir aber mit dem Jahrgang zufrieden. Text: Andreas Paukner.




