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11. Februar 2020

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Frankreich

Jacques-Frédéric Mugnier Nuits St. Georges Clos de la Marechale 1er Cru 2023

Rotwein · Nuits-Saint-Georges 1er Cru · Pinot Noir

Nuits-Saint-Georges Premier Cru Monopol, 9,76 ha Älteste Reben aus den 1910ern 100 % entrappt Offene Holzgärbottiche 18 Monate Pièce ca. 15 % neues Holz

Jacques-Frédéric Mugnier Nuits-Saint-Georges 1er Cru Clos de la Maréchale 2023 kommt aus dem einzigen Weinberg des Guts außerhalb von Chambolle-Musigny: einem ummauerten Premier Cru in Premeaux-Prissey, der seit 1902 der Familie Mugnier allein gehört. Fünf Jahrzehnte lang bewirtschaftete ein anderes Haus den Clos. Seit dem Jahrgang 2004 vinifiziert ihn Frédéric Mugnier selbst, mit der gleichen Zurückhaltung wie seine Musigny und Amoureuses. 2023 hat er die schwächer strukturierten Fässer als Clos des Fourches ausgesondert – der Premier Cru bleibt so ganz auf seinen Kern konzentriert.


Clos de la Maréchale: Monopol zwischen Premeaux und Comblanchien

Der Clos liegt an der alten Nationalstraße zwischen Premeaux und Comblanchien, am südlichen Ende der Côte de Nuits. Mit 9,76 Hektar ist er nach Angaben des Guts das größte Monopol der Côte d'Or. Die Rebzeilen sind nach Osten ausgerichtet, der Boden ist ein Ton mit Kieseln aus oolithischem Kalk. In der Nordwestecke stehen rund 0,6 Hektar Chardonnay für den weißen Clos de la Maréchale, der übrige Clos ist mit Pinot Noir bepflanzt. Die Kalkschicht unter dem Clos taucht wenige hundert Meter weiter südlich unter die Oberfläche ab. Erst zwischen Puligny und Chassagne tritt sie wieder zutage.

Die ältesten Stöcke pflanzten Mugniers Vorfahren um die Zeit des Ersten Weltkriegs. 1950 verpachtete die Familie den Clos langfristig an die Domaine Faiveley in Nuits, der Vertrag lief 53 Jahre. Am 1. November 2003 kehrte die Lage zurück, und das Gut wuchs über Nacht von 4 auf 14 Hektar. Beim Aufstellen des neuen Torbogens über der Einfahrt montierte der Handwerker das erste „a“ in „Maréchale“ spiegelverkehrt. Mugnier ließ es so, und das Etikett übernahm den Fehler. In alten Karten hieß der Weinberg noch 1855 „Clos des Fourches“, 1892 „Clos Maréchal“. Woher der heutige Name stammt, ist bis heute nicht geklärt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Mugnier nennt 2023 einen komplizierten Jahrgang. Bis Juli glich die Saison dem trockenen Vorjahr: früher Vegetationsschub ab Mai, anhaltendes Wasserdefizit. Dann setzte Regen ein, der 2022 ausgeblieben war. Die Beeren nahmen Wasser auf, das Traubengewicht stieg, die Erträge lagen deutlich über denen der Vorjahre. Ende August folgte eine Hitzephase mit über 35 °C, die bis in die erste Septemberwoche anhielt.

Am 7. September begann die Lese im Clos. Mugnier setzt keinen Sortiertisch ein. Seine Lesehelfer entfernen unreife, faule oder sonnenverbrannte Beeren direkt am Stock. Um die großen Beeren auszugleichen, zog er bei den meisten Cuvées vor der Gärung einen Teil des Saftes ab. Die üppige Ernte machte es möglich, erstmals seit 2008 wieder einen Clos des Fourches abzutrennen.

Offene Holzbottiche, 18 Monate Pièce, Tank vor der Abfüllung

Die Trauben werden vollständig entrappt, Stiele verwendet Mugnier nicht. Gegoren wird spontan in offenen Holzbottichen, die Maische bleibt 15 bis 20 Tage auf den Schalen. Die malolaktische Gärung war 2023 bereits vor dem Winter abgeschlossen.

Der Wein reift 18 Monate in Burgunderfässern, etwa 15 Prozent davon neu, und wird in dieser Zeit zweimal abgestochen. Im April des zweiten Jahres kommt er in Edelstahltanks und ruht dort weitere drei Monate. Abgefüllt wird im Juni oder Juli. Mugnier, ausgebildeter Ingenieur und früher Linienpilot, führt das 1863 gegründete Gut seit 1985 im Château de Chambolle-Musigny.

Im Glas: Nuits ohne rustikales Tannin

Seit 1902 im Besitz der Familie, 53 Jahre verpachtet, seit 2004 wieder im eigenen Keller – der Clos de la Maréchale ist Mugniers Nuits-Saint-Georges.

Mittleres bis dunkles Rubin. Die Tonböden mit Oolithkalk geben dem Wein mehr Dichte und Gerüst als die Chambolle-Lagen des Hauses, die großzügige Ernte 2023 und der Mostabzug sorgen für Konzentration. In der Nase dunkle Kirsche, Cassis und Himbeere, dazu Veilchen und feine Würze. Durch das Entrappen bleibt die Frucht klar, das neue Holz tritt kaum hervor. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, das Tannin reif und feinkörnig, die Säure frisch. Das Gut beschreibt den Clos als geradlinigen Nuits ohne die Härte der Lagen im Zentrum des Ortes, der nach einigen Jahren Flaschenreife florale Töne entwickelt.

Am Tisch: Rind, Wild, Trüffel

Dichte und Struktur tragen kräftige Gerichte: Rinderfilet mit Rotweinjus, Rehrücken mit Sellerie, geschmorte Ochsenbacke oder Kalbsbries mit Trüffel. Zum Käse Époisses mit mittlerer Reife oder Langres. In den ersten Jahren eine Stunde vorher dekantieren, Serviertemperatur 16 °C.


Produzent Domaine Jacques-Frédéric Mugnier, Château de Chambolle-Musigny

Rebsorte Pinot Noir

Lage Clos de la Maréchale (Monopol, 9,76 ha), Premeaux-Prissey; Ton mit oolithischen Kalkkieseln, Ost-Exposition

Klassifikation Nuits-Saint-Georges Premier Cru AOC

Jahrgang 2023

Vinifikation Handlese ab 7. September, Selektion im Weinberg, 100 % entrappt, Saignée, Spontangärung in offenen Holzbottichen, 15–20 Tage Maischestandzeit

Ausbau 18 Monate Pièces (ca. 15 % neu), zweimal abgestochen, anschließend 3 Monate Edelstahltank, Abfüllung Juni/Juli

Trinkreife 2030–2045

Rebenalter Älteste Reben aus den 1910er-Jahren, Durchschnitt ca. 45 Jahre (Stand 2008)

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Feinkost

Andres Verjus Traubenmost BIO

Feinkost · Verjus · aus unreifen Trauben

Verjus („grüner Saft") aus unreifen Trauben mild-säuerliches Würzmittel alkoholfrei · keine Fermentation Alternative zu Essig & Zitrone Weingut Andres · Deidesheim Pfalz BIO (DE-ÖKO-039)

Der Weingut Andres Verjus ist ein mild-säuerliches Würzmittel aus unreifen Trauben. Das Wort Verjus stammt aus dem Französischen („vert jus") und bedeutet „grüner Saft" – eine feine, natürliche Alternative zu Essig und Zitronensaft, die den Geschmack der Zutaten unterstreicht, ohne sie zu dominieren.


Was ist Verjus?

Verjus ist ein mild-säuerliches Würzmittel, das aus unreifen Trauben gewonnen wird. Bereits im Mittelalter fand er in der feinen Küche und als natürliche Zutat in der Medizin Verwendung. Heute erlebt Verjus eine Renaissance und wird zunehmend als vielseitige Alternative zu Essig und Zitronensaft geschätzt.

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Pfälzer Mittelhaardt biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Für diesen Verjus haben sie sich an die alte Tradition erinnert.

Herstellung

Die Herstellung beginnt mit der frühen Ernte von Trauben, die noch nicht ihren vollen Zuckergehalt erreicht haben. Diese werden schonend gepresst; der gewonnene Saft wird gefiltert und pasteurisiert, um seine Frische zu bewahren. Anders als Essig durchläuft Verjus keine Fermentation und behält so eine sanfte, natürliche Säure ohne stechende Essignoten. Je nach verwendeter Rebsorte reicht das Aroma von fruchtig-mild bis leicht herb und floral.

Im Geschmack

Das geschmackliche Profil zeichnet sich durch eine dezente Säure aus, die weicher und weniger intensiv ist als die von Essig oder Zitrone. Diese milde Frische macht den Verjus zu einer hervorragenden, wandelbaren Zutat, die feine Würze und Frucht beisteuert, ohne aufdringlich zu werden.

Eine dezente, weiche Säure – milder und weniger stechend als Essig oder Zitrone: feine Frische und Frucht, die den Geschmack der Zutaten unterstreicht, ohne sie zu dominieren.

Vor Gebrauch gut schütteln; nach dem Öffnen gekühlt aufbewahren.

In der Küche

Besonders beliebt ist Verjus in Salatdressings, da er den Geschmack der Zutaten unterstreicht, ohne sie zu dominieren. In Saucen und Marinaden verleiht er Fisch, Geflügel oder Gemüse eine feine Würze und Frucht; auch zum Ablöschen von Bratenfonds oder zum Verfeinern von Süßspeisen eignet er sich hervorragend.

Wir sind richtig froh, dass sich das Deidesheimer Weingut Andres an die alte Verjus-Tradition erinnert hat. Aus unserer Küche ist dieser Verjus nicht mehr wegzudenken.


Produkt: Verjus (Traubenmost aus unreifen Trauben), alkoholfrei; mild-säuerliches Würzmittel
Herstellung: frühe Lese, schonend gepresst, gefiltert und pasteurisiert, ohne Fermentation; Weingut Andres, Deidesheim (Pfalz)
Hinweis: biologisch erzeugt (DE-ÖKO-039); gekühlt lagern; mindestens haltbar bis 31.12.2029

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Weine

Dönnhoff Niederhäuser Klamm Riesling Kabinett 2023

Weißwein · Niederhausen (Nahe) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Niederhäuser Klamm Kabinett · fruchtsüß Dönnhoff VDP.Große Lage · Nahe Porphyr mit schiefrigen Elementen steilste Lage der Nahe 2023

Der Dönnhoff Niederhäuser Klamm Riesling Kabinett 2023 stammt aus einer der steilsten Lagen der Nahe, direkt neben der Hermannshöhle. Ein sehr eleganter Kabinett mit feiner Säurefrucht von Zitrus und Pfirsich.


Niederhäuser Klamm – steiler Einschnitt neben der Hermannshöhle

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. In direkter Nachbarschaft der Hermannshöhle liegt die Große Lage Klamm. Der sehr alte Name „Klamm" beschreibt die Landschaft und bedeutet einen Einschnitt in die Felsen des Berges.

Hier gehören die Weinberge zu den steilsten des gesamten Nahegebiets. Die Böden sind extrem gesteinsreich – zum großen Teil Porphyr, durchmischt mit schiefrigen Elementen. So entsteht ein sehr eleganter Riesling mit einer ausgeprägten, feinen Säurefrucht von Zitrus und Pfirsich.

Jahrgang 2023 – Nahe

2023 war an der Nahe ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure – ideale Voraussetzungen für einen filigranen, fruchtsüßen Kabinett mit klarer Balance aus Süße und Säure.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett aus der Niederhäuser Klamm, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Porphyr mit schiefrigen Elementen.

Nach selektiver Handlese erfolgen Vergärung und Reife in Edelstahl und großen Eichenfudern, wodurch die aromatische Reinheit und der Ausdruck des vulkanischen Terroirs bewahrt bleiben. Die kühle Gärung erhält die feine Restsüße und die lebendige Säure.

Im Glas

Ein sehr eleganter, fruchtsüßer Kabinett: Zitrus und Pfirsich, dazu Aprikose, reifer roter Apfel, florale Anklänge und eine klare, kühle Mineralität. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer betonten, feinen Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Zitrus und Pfirsich über Aprikose, reifem rotem Apfel und kühler Mineralität – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von einer betonten, feinen Säure und frischem Nachhall.

Ein filigraner, frischer Nahe-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Niederhäuser Klamm (VDP.Große Lage), Nahe; steilstes Gelände der Region, Nachbarschaft der Hermannshöhle; Porphyr mit schiefrigen Elementen
Klassifikation: Riesling Kabinett, Nahe (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Vergärung und Reife in Edelstahl und großen Eichenfudern

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Rebsorten

Pitthan Miss Sauvignon

Weißwein · Rheinhessen · Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc Zotzenheim, Rheinhessen 2025 Kalkmergel · Pararendzina Nordwest-Exposition 120–190 m Höhe Ausbau ohne Holz

Die Pitthan Miss Sauvignon 2025 ist ein Sauvignon Blanc vom Weingut Pitthan in Zotzenheim, Rheinhessen, aus den kühleren Parzellen des Betriebs. Exotische Frucht trifft hier auf Druck und Länge – Stachelbeere, reife Johannisbeere, Kiwi. Ein Sauvignon, der die Säure nicht als Effekt einsetzt, sondern als Gerüst.


Zotzenheim – kühle Nordwesthänge auf Kalkmergel

Zotzenheim liegt im Landkreis Mainz-Bingen, am nordwestlichen Rand Rheinhessens, mit den Gemarkungslagen Klostergarten (49 bis 51 Hektar) und Johannisberg (36 Hektar). Die Rebflächen liegen zwischen 120 und 190 Metern über dem Meer auf tiefgründigem, kalkreichem Mergel vom Typ Pararendzina, überlagert von sandigem Lehm. Das Weingut Pitthan bewirtschaftet in dieser Gemarkung 23 Hektar mit 13 Rebsorten.

Für Sauvignon Blanc zählt hier vor allem eine Eigenheit des Klostergartens: seine nordwestliche Exposition. Diese Hänge bekommen weniger direkte Nachmittagssonne als die südwestlichen Parzellen der Nachbargemarkung, die Trauben reifen langsamer, die Säure bleibt länger auf dem Stock erhalten. Genau das braucht eine Sorte, die bei zu viel Wärme ihre Stachelbeer- und Cassisnoten gegen breite Tropenfrucht eintauscht.

Der Kalkmergel hält vergleichsweise wenig pflanzenverfügbares Wasser, ist aber nährstoffreich – die Reben wurzeln tief, die Beeren bleiben klein. In Kombination mit den kühleren Nächten der Höhenzüge um Zotzenheim, wo die Napoleonshöhe den Blick bis in Taunus und Hunsrück freigibt, entsteht der Spannungsbogen zwischen Fülle und Frische, der diesen Wein trägt. Zotzenheim gehört weinrechtlich zur Großlage St. Rochuskapelle; die Familie Pitthan arbeitet hier seit über 150 Jahren.

Jahrgang 2025 – Rheinhessen

Bis in den Mai waren die rheinhessischen Böden gut mit Wasser versorgt, danach folgte eine lange Trockenphase, die erst Ende Juli mit kräftigen Niederschlägen endete. Der trockene August hielt den Krankheitsdruck niedrig – Rheinhessen meldete den gesündesten Traubenzustand seit Jahren. Ab Mitte September setzte wieder Regen ein, zu einem Zeitpunkt, an dem die Hauptlese großteils abgeschlossen war.

Der Jahrgang war extrem früh: Erste Mostgewichtsmessungen am 18. August zeigten weit fortgeschrittene Reife, die Hauptlese begann Anfang September und war zu Beginn der zweiten Septemberdekade vielerorts beendet – frühe und späte Sorten reiften nahezu gleichzeitig. Für aromatische Sorten wie Sauvignon Blanc entschied damit der Lesetermin über den Stil: zu spät gelesen kippt das Fruchtbild ins Überreife. Mengenmäßig war 2025 der stärkste Rückgang aller deutschen Anbaugebiete – rund 1,93 Millionen Hektoliter, 26 Prozent unter 2024 und 23 Prozent unter dem Zehnjahresmittel. Kleine, lockerbeerige Trauben mit geringer Saftausbeute ergaben konzentrierte Moste; das erklärt den Druck am Gaumen, den dieser Wein zeigt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Sauvignon Blanc aus dem Jahrgang 2025, gelesen in den kühleren Parzellen des Betriebs. Der frühe Lesetermin des Jahrgangs kam der Sorte entgegen: Die Trauben kamen mit reifem, aber noch nicht überreifem Aromaprofil in den Keller – Stachelbeere und Johannisbeere statt reiner Tropenfrucht.

Der Ausbau erfolgt ohne Holz, kühl geführt und auf die Sortenaromatik ausgerichtet. Bei Sauvignon Blanc ist das eine Stilentscheidung: Fassausbau würde die flüchtigen Thiole überdecken, die Stachelbeere, Cassisknospe und Kiwi tragen. Die Konzentration der 2025er Moste liefert die Fülle, ohne dass Holz oder Hefeausbau nachhelfen müssten.

Im Glas

In der Nase Stachelbeere und reife schwarze Johannisbeere, dahinter Kiwi und ein exotischer Anflug. Am Gaumen viel Druck und Substanz, deutlich mehr Fülle als beim durchschnittlichen deutschen Sauvignon, dazu eine straffe Säure, die die Frucht in Form hält. Der Abgang zieht lang, mit erneuter Johannisbeernote und einer leicht grasigen Spitze.

Die Fülle kommt aus den konzentrierten Mosten des kleinen Jahrgangs 2025, die Frische aus der Nordwestlage – beides zusammen macht diesen Sauvignon aus.

Trinktemperatur 9 bis 11 Grad, kein Dekantieren. Der Wein steht jetzt in seiner aromatisch offensten Phase und sollte bis etwa 2028 getrunken werden – Sauvignon Blanc dieses Stils gewinnt mit den Jahren nichts hinzu, sondern verliert die Primärfrucht.

Am Tisch

Passt zu Ziegenfrischkäse, Spargel mit Kräutern, gegrilltem Fisch mit Zitrone, Sushi und Sashimi, grünem Salat mit Vinaigrette und Meeresfrüchten. Auch zu Gerichten mit Kräuternote – Pesto, Petersilie, Kerbel –, wo Weine ohne diese Säure abfallen.


Produzent Weingut Pitthan, Zotzenheim (Rheinhessen)
Rebsorte Sauvignon Blanc
Lage Zotzenheimer Klostergarten und Johannisberg
Klassifikation Qualitätswein Rheinhessen
Jahrgang 2025
Vinifikation kühle Gärung · reduktiv geführt
Ausbau ohne Holz · sortenbetont
Trinkempfehlung 2026–2028
Boden Kalkmergel · Pararendzina · sandiger Lehm
Exposition Nordwest
Höhenlage 120–190 m ü. NN
Betrieb 23 Hektar · 13 Rebsorten · Familienbetrieb seit über 150 Jahren

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Schaumweine

Champagne Girard-Bonnet Mon Village Grand Cru

Der Girard-Bonnet Mon Village Grand Cru ist Paul Girards Liebeserklärung an sein Dorf: Chardonnay allein vom Grand Cru Le Mesnil, aus Lagen wie Les Chétillons, Les Mussettes und Montpetins. Im Holz vergoren und mit einer fortlaufenden Reserve verfeinert.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Zitronenschale, geröstete Mandel und ein Hauch Vanille. Im Mund voll und fein gewoben, mit straffer, salziger Mineralität und klarer Frische. Ein langer Abgang. Mit etwas Flaschenreife wird er noch cremiger.

Mach was draus

Austern, Sashimi, Carpaccio vom Seebarsch, gebratener Steinbutt oder ein gereifter Comté. Ein Champagner für einen ganzen Fischgang – oder für den Abend, an dem du Freunden zeigen willst, wie Le Mesnil schmeckt. Servier ihn bei 10 bis 12 °C, nicht zu kalt, im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mon Village öffne ich lieber etwas wärmer. Dann kommen Mandel und Zitrus schön heraus, und das Salz bleibt.“

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Kurz gefragt

Was ist die fortlaufende Reserve? Seit 2018 sammelt Paul Girard Reservewein in einem Fass und ergänzt ihn jedes Jahr. Rund 30 % davon kommen in Mon Village.

Wie trocken ist er? Sehr trocken: Extra Brut mit nur 1 g/l Restzucker.

100 % Chardonnay · Le Mesnil-sur-Oger Grand Cru (u. a. Les Chétillons, Les Mussettes, Montpetins) · Lehm und Kalk über Kreide · Wildhefen, Holzfass · teilweiser biologischer Säureabbau · ca. 30 % fortlaufende Reserve seit 2018 · Extra Brut, 1 g/l Restzucker · Champagne Girard-Bonnet, Le Mesnil-sur-Oger · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Weingut Andres 6670 Rosé brut

Spätburgunder und Chardonnay aus biologischem Anbau ergeben den Weingut Andres 6670 Rosé brut. Hinter der Zahl verbergen sich die Geburtsjahre von Mutter Petra und Vater Matthias. Die Trauben wachsen auf Löss und verwittertem Buntsandstein an der Mittelhaardt.

Im Glas

Zartes Rosé mit feinem, cremigem Mousseux. Im Duft rote Beeren und Kirsche, dazu helle Zitrusnoten und ein Hauch Brioche von der langen Hefereife. Im Mund frisch und gut strukturiert, die Frucht klar, das Ende trocken und lebendig.

Mach was draus

Ein schöner Aperitif, aber auch ein guter Begleiter zu Lachs, Sushi, Geflügel, hellem Fleisch oder einem Dessert mit roten Früchten. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C, gern im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„6670 ist ein Rosé mit Stil und Familiengeschichte. Ich verschenke ihn gern.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Wilde Hefen vergären den Grundwein im großen Holzfass. Auf die Flaschengärung folgen wenigstens anderthalb Jahre Hefelager.

Wer steht dahinter? Thomas und Michael Andres, zwei Brüder aus Deidesheim. Der eine studierte Weinbetriebswirtschaft in Heilbronn, der andere Weinbau in Geisenheim. Ende 2015 übernahmen sie gemeinsam die Verantwortung.

Ist er bio? Ja. Kontrollstelle DE-ÖKO-039; zusätzlich arbeiten die Brüder nach biodynamischen Ideen.

Spätburgunder, Chardonnay · Pfalz, Mittelhaardt · Löss, Buntsandsteinverwitterung · bio (DE-ÖKO-039) · Grundwein spontan im großen Fass vergoren · Flaschengärung · Hefelager ab 18 Monaten · Rosé · brut · Weingut Andres, Deidesheim · Stand: Oktober 2026

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Weine

Weingut Andres Old Skool Riesling BIO

Weißwein · Pfalz · Riesling

Riesling Old Skool (Gutsriesling) Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres Buntsandsteinverwitterung · Löss natürliche Hefen · Edelstahl Hefelager BIO · 2024

Der Weingut Andres Old Skool Riesling 2024 erinnert an die Weine von früher: ein klassischer Vertreter der Pfalz aus verschiedenen Lagen entlang der Mittelhaardt, der mit frischer Säure und feiner Fruchtigkeit begeistert – authentisch, klar und unkompliziert.


Old Skool – Riesling aus der Mittelhaardt

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Old Skool Riesling ist ihr Gutsriesling – ein Riesling aus den unterschiedlichen Lagen des Guts entlang der Mittelhaardt.

Die Trauben stammen von Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss. Diese Kombination gibt dem Wein saftige Frucht und eine feine mineralische Prägung – ein bodenständiger, herkunftstypischer Pfälzer, wie man ihn kennt und liebt.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die Lagen der Mittelhaardt und der bewusst schnörkellose, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und klare Frucht – Saftigkeit und Balance im Vordergrund.

Ausbau

Gutsriesling aus verschiedenen Lagen der Mittelhaardt, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Buntsandsteinverwitterung und Löss, Ertrag 65 hl/ha.

Der Wein wird mit natürlichen Hefen vergoren und zum größten Teil im Edelstahl ausgebaut, mit anschließendem Hefelager, wie es im Weingut üblich ist. So bleiben Frische, saftige Frucht und die klare, unkomplizierte Art erhalten. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein klassischer Pfälzer Riesling: im Duft reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel und ein Hauch Pfirsich. Am Gaumen klar und unkompliziert, mit einer schönen Balance zwischen Frische und Mineralität. Die saftige Frucht und die frische Säure machen ihn zu einem authentischen, animierenden Alltagsriesling – wie man ihn kennt und liebt.

Reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel und ein Hauch Pfirsich – klar und unkompliziert, mit schöner Balance aus Frische und Mineralität und saftiger Frucht.

Ein idealer Begleiter für leichte Gerichte oder einfach zum Genießen. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu leichten Vorspeisen und Salaten, zu Fisch und hellem Fleisch sowie zu würziger asiatischer Küche und mildem Käse.


Lage: verschiedene Lagen der Mittelhaardt, Pfalz; Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss
Klassifikation: Gutsriesling, Pfalz; 100 % Riesling; 65 hl/ha
Ausbau: Vergärung mit natürlichen Hefen, größtenteils im Edelstahl mit anschließendem Hefelager; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Deutschland

Metzger Urbulle -A- 2020

Rotwein · Portugieser · alte Reben · Pfalz

Metzger Urbulle -A- ist ein Rotwein aus alten Portugieser-Reben vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Die Reben wurden bereits 1910 gepflanzt und haben über hundert Jahre erlebt. Kaffee, Röstnoten und reife rote Beerenfrüchte prägen das Glas. Ein Wein als Medium, das von dieser langen Zeit erzählt – wenn man ihm zuhört.


Pfalz – alter Rebberg

Die Reben für den Urbulle stehen in einem alten Rebberg in der Pfalz, 1910 gepflanzt. Über hundert Jahre haben sie Kriege, Gewitter, Stürme und unzählige Sonnenstunden erlebt. Die geringen Erträge alter Reben verleihen dem Wein Konzentration und Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Portugieser aus über hundertjährigen Reben. Der Ausbau bewahrt die konzentrierte Frucht und gibt dem Wein Struktur und Reifepotenzial.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase Kaffee und Röstnoten, dazu eine Vielzahl reifer roter Beerenfrüchte. Am Gaumen konzentriert und tiefgründig, mit feinem Tannin und langem, vielschichtigem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren.

Klassische Begleitung: Schmorgerichte, Wild, Lamm, Rinderbraten und gereifter Hartkäse.


Lage: Pfalz – alter Rebberg, 1910 gepflanzt (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Portugieser), alte Reben
Ausbau: reinsortig Portugieser aus über 100-jährigen Reben

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