Von Betrug und Fälschungen

Überall dort, wo sich mehr als ein paar Euro verdienen lassen, soviel ist sicher, lauern zwielichtige Gestalten, die mit halbseidenen Methoden versuchen, sich einen Teil vom Kuchen zu ergaunern. Die Möglichkeiten dabei sind recht vielfältig, eine der häufigsten ist der Betrug – mit seiner Königsdisziplin, der Fälschung wertvoller Gegenstände. Gefälscht wurde schon immer und überall: ob Münzen, wichtige Urkunden und Dokumente oder Gemälde – und eben auch Wein.

Schon in der griechischen und römischen Antike wurde Wein munter gepanscht und künstlich aromatisiert, wovon zahlreiche landwirtschaftliche Werke aus dieser Zeit Auskunft geben. Es kann allerdings als strittig gelten, ob hier von Fälschung oder doch eher von Verfälschung die Rede ist, denn im vielgerühmten römischen Bürokratismus gab es tatsächlich so gut wie keine Regelungen in Bezug auf den Weinbau, was die Anreicherung mit diversen Aromastoffen also nicht verbot. Außerdem galt etwa die Streckung des Weines mit Wasser, die wohl älteste Verfälschungspraktik, den Griechen als ein geradezu lobenswertes Symbol der Mäßigung. Ein Unrechtsbewusstsein wird damals folglich noch nicht vorgeherrscht haben, was etwa die Ausführungen des konservativen und staatstreuen Muster-Römers Cato des Älteren belegen, der in seinen Schriften ganz ohne Scham Hinweise für Winzer gab, die ihre Erzeugnisse etwas aufhübschen wollten.

In der Regel waren die Methoden der Blender für den Verbraucher recht harmlos. Dies änderte sich in der frühen Neuzeit, als der monetäre Aspekt in den Vordergrund drängte. Weine wurden zu dieser Zeit nach dem Geschmack der Konsumenten mäßig bis stark gezuckert; für die besseren verwendete man Rohrzucker, der aufgrund des Importes aus Übersee allerdings sehr teuer war. Der Rest wurde mit Bleiacetat, auch Bleizucker genannt, gesüßt – immer noch völlig legal. Ins Grab gebracht haben soll das so einige, wenn auch nicht ganz klar ist, ob deren Tod tatsächlich auf eine Bleivergiftung zurückzuführen ist oder aber einfach nur auf exorbitant hohen Alkoholgenuss. Als berühmtestes Opfer kann Ludwig van Beethoven gelten, den seine Schwäche für billige Weißweine 1827 im Alter von 56 Jahren das Leben kostete.

Um diese Zeit herum explodierte das Pansch-Geschäft in Europa förmlich: in Frankreich presste man aufgrund reblausbedingten Traubenmangels Wein aus Rosinen und verschnitt edle Bordeaux-Tropfen für den Exportmarkt mit stärker alkoholischen Rotweinen anderer Gebiete. Für den berühmten ungarischen Süßwein Tokajer existierten dutzende Fälschungs-Anleitungen und um die Nachfrage nach dem Lifestyle-Getränk der damaligen Oberschicht, dem Portwein, befriedigen zu können, wurden 0815-Weine mit allen möglichen Gewürzen wie Zimt, Ingwer und Pfeffer versetzt. Eine alte Technik, die ehemals dazu erfunden wurde, jungen Weinen den Charakter von lange gereiften Exemplaren zu geben, ist heute jedoch völlig anerkannt und wird auf legale Weise millionenfach angewandt: der Ausbau im Barrique-Fass.

Auf dem heutigen Markt lassen sich einige Gesetzmäßigkeiten ausmachen: so werden erwartungsgemäß überwiegend hochpreisige Weine gefälscht, die aber meist noch eher jüngeren Datums sind, da mit höherem Alter die erforderliche Kunstfertigkeit deutlich ansteigt und so auch sichergestellt ist, dass die Spanne zwischen Kauf und Konsum noch Jahre bis Jahrzehnte beträgt. Holzhammermethoden wie etwa das Erzielen einer kräftigeren Farbe durch Zugabe von Rinderblut sind heutzutage jedoch aus der Mode. Stattdessen wird Feinarbeit betrieben, etwa der Flaschenboden mit einem winzigen Bohrer durchlässig gemacht, auf diesem Wege der Inhalt über ein Pumpverfahren ausgetauscht und das Loch später wieder mit einem speziellen Kleber verschlossen. Der legale Markt müht sich indessen, mit den Fälschern Schritt zu halten, wobei er vor dem großen Problem steht, den Wein untersuchen zu müssen, ohne jedoch den Korken zu entfernen. Zur Anwendung kommt dabei eine sehr kleine Nadel, mit deren Hilfe durch den Korken hindurch eine geringe Menge Wein entnommen und dann labortechnisch untersucht wird. Als geschichtlicher „Glücksfall“ erweisen sich vor diesem Hintergrund gerade die Atombombenabwürfe der Amerikaner auf Japan 1945, durch die erstmals Cäsium-137 in die Atmosphäre gelangte. Analysiert man den Wein und stellt ebendieses in ihm fest, kann man sicher gehen, dass es sich um einen Nachkriegswein handeln muss, egal, was auf dem Etikett stehen mag.

Bestimmte Faktoren begünstigen das Geschäft mit den Imitaten: neben der zeitlosen menschlichen Gier sind dies vor allem der Internethandel und die Nullzinspolitik, die viele nach alternativen Anlegestrategien Ausschau halten lässt. Auch die vergleichsweise riesige Gewinnspanne in Relation zu geringen Strafen und niedrigem Risiko einer Enttarnung führten in den letzten Jahrzehnten zu einer wahren Schwemme an Pseudo-Raritäten. Da es ziemlich schwierig ist, Weinflaschen im Hinblick auf Glasfarbe, verwendetes Papier oder Schriftart und -größe auf Korken und Etikett perfekt zu imitieren und dann auch noch künstlich altern zu lassen, gehen Fälscher immer öfter dazu über, bereist ausgetrunkene Flaschen von Spitzenweinen aufzukaufen, mit billigem Wein wieder aufzufüllen und dann lediglich neu zu verkorken. So erzielt Leergut aus dem Hause Château Lafite-Rothschild in China gut und gerne 500 Dollar. Oder man ist gleich noch eine Spur tollkühner und kreiert Weine, die so niemals im Original produziert wurden. Solche vor den 70ern produzierten Meursaults oder 45er Romanée-Contis in der Magnumflasche werden als „Einhörner“ bezeichnet, schön anzusehende Fabelwesen, die es aber gar nicht gibt.

Insbesondere der letztere der angesprochenen Weine hatte es Rudy Kurniawan angetan, was diesem wohl berüchtigsten Akteur der internationalen Fälscherszene den augenzwinkernden Spitznamen „Dr. Conti“ einbrachte. Der findige Indonesier mit der Vorliebe für die ganz großen Namen ist bekannt für seine Husarenstücke, etwa den Verkauf von acht Magnumflaschen 47er Château Lafleur, obwohl in diesem Jahr bloß fünf Stück abgefüllt worden waren. Sein Geschäftsmodell basierte auf der Neuetikettierung zwar alter, aber doch billiger Burgunder mit den Namen großer Häuser. Gerüchten zufolge sollen sich noch etwa 10 000 Flaschen aus Kurniawans Produktion in Sammlerhänden befinden, ohne dass die Besitzer davon ahnen; rund 20 Millionen Dollar soll er mit seinen Betrügereien gemacht haben.

Noch aberwitziger trieb es nur der für seine dekadenten Weinproben bekannte Hardy Rodenstock, der sich damit rühmte, die in einem Pariser Keller eingemauerte Weinsammlung des späteren US-Präsidenten Thomas Jefferson aus dessen Zeit als amerikanischer Botschafter in Frankreich aus den Jahren 1785 bis 1789 aufgestöbert zu haben. Einzelflaschen aus dem Bordeaux-Schatz erzielten astronomische Preise, ein Château Lafite ging für über 100 000 Pfund über den Auktionstisch. Doch das Misstrauen der Konkurrenz lässt nicht lang auf sich warten: per Radiokarbonmethode wurde festgestellt, dass der angeblich 200 Jahre alte Rebensaft aller Wahrscheinlichkeit ein Nachkriegserzeugnis ist.

Ganz verhindern, beim Bestücken des Weinkellers einem Betrug aufzusitzen, wird man wohl nicht können. Aber zumindest den Fälschern das Handwerk schwerer machen: so raten Weinexperten, nach dem Genuss eines alten Tropfens die Flasche entweder gleich zu zertrümmern oder aber zumindest alle Mittrinker das Etikett signieren zu lassen. Text: Dario Sellmeier

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Schaumweine

Franck Bonville Champagner Unisson Grand Cru Blanc de Blancs

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Franck Bonville Unisson Grand Cru Blanc de Blancs ist ein großzügiger Verschnitt der besten Chardonnay-Partien des Hauses. Offen, zugänglich und zugleich tiefgründig, sorgt diese Assemblage sofort für Sympathie – ein Champagner, der mit seiner stimmigen Art zum Klassiker geworden ist.


Champagne / Côte des Blancs

Franck Bonville ist ein renommiertes Champagnerhaus aus Avize an der Côte des Blancs. Die Chardonnay-Trauben für den Unisson stammen aus den Grand-Cru-Lagen von Avize und Oger, deren tiefe Kreideböden für die kühle, kalkige Frische und die mineralische Finesse sorgen.

Assemblage und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay (Blanc de Blancs), entstanden aus einer Assemblage der sich ergänzenden Basisjahrgänge 2019 und 2020. Der Champagner entsteht in klassischer Flaschengärung mit Reifung auf der Hefe. In der Geschmacksrichtung extra brut ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase reife Aromen von frisch gebackenem Brioche, geschmolzener Butter und frischer Mandel, eingebettet in kühle, kalkige Frische. Am Gaumen cremig, rund und geschmeidig, mit harmonisch schwingenden Aromen und einer markanten Frische, die bis in das elegante, lange Finale anhält.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als festlicher Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, edlem Fisch, Geflügel und feinem Fingerfood.


Lage: Champagne, Côte des Blancs, Avize & Oger (Frankreich); Franck Bonville
Klassifikation: Champagne Grand Cru – Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay, extra brut
Ausbau: klassische Flaschengärung, Hefereife; Assemblage der Basisjahrgänge 2019 & 2020

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Italien

Ca dei Frati I Frati Lugana

Weißwein · Lugana · Turbiana · Gardasee

Ca' dei Frati I Frati Lugana ist ein frischer, saftiger Weißwein aus 100 % Turbiana vom Südufer des Gardasees. Das Weingut Ca' dei Frati in Lugana di Sirmione hat den Lugana DOC mitgeprägt; „I Frati" ist sein Aushängeschild. Die Turbiana, lokal auch Trebbiano di Lugana genannt, gibt dem Wein Frische und Finesse. Im Glas feine Aromen von Mandel, Blumenwiese und Aprikose.


Lugana

Die DOC Lugana liegt am Südufer des Gardasees, zwischen Lombardei und Venetien. Der See wirkt als natürlicher Temperaturausgleich, die kalkhaltig-lehmigen Böden gehen auf eiszeitliche Ablagerungen zurück. Die Trauben stammen aus dem Gebiet von Lugana di Sirmione.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Turbiana. Die Vinifikation erfolgt im Edelstahltank, ohne malolaktische Gärung, mit mindestens sechs Monaten auf der Feinhefe und weiteren rund zwei Monaten Flaschenreife. So bleiben Frische, klare Frucht und eine salzige Note erhalten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Aromen von Mandel, Blumenwiese und Aprikose. Am Gaumen kommen Honig und kandierte Früchte hinzu, getragen von frischer Säure und salziger Mineralität. Der Abgang ist saftig und schmelzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; jung frisch zu genießen, mit Reifepotenzial über mehrere Jahre.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, helle Vorspeisen und Risotto.


Lage: Lugana di Sirmione, Gardasee (DOC Lugana)
Klassifikation: Lugana DOC
Ausbau: Edelstahl, min. 6 Monate Feinhefe, keine malolaktische Gärung

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Spirituosen

Grasovka Bison Brand Vodka 1,00 Liter

Vodka bewegt sich meist in einer äußerst feinen geschmacklichen Sphäre und hinterlässt im Gaumen kaum einen bleibenden Eindruck. Ganz anders der LION's Vodka - er will sich gar nicht als rein neutrales Destillat präsentieren. Vielmehr das ursprüngliche Aroma seiner eingesetzten Rohstoffe zu erhalten, war die erklärte Losung unserer genussgeleiteten Destillateure. Dabei stand vor allem das Getreide - der wichtigste Baustein eines guten Vodkas - in unserem Blickfeld. Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel, allesamt aus rein biologischen Anbau, sind im LION'S Vodka enthalten und sollten auch prägnant hervortreten. Und kraftstrotzend mit eines „Löwen's“ Aura geht auch der LION'S Vodka mit seinen markanten, den Geschmack hebenden, 42% vol einher. Text: The Duke DE-ÖKO-007

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Feinkost

Bomba XXX

Feinkost · Tomatenpaste · Italien

Bomba XXX ist eine intensiv aromatische Tomatenpaste aus der Küche von Laura Santtini. Basis ist dreifach konzentriertes Tomatenmark, verfeinert mit vollreifem Tomatenpüree, einem klassischen Soffritto aus Zwiebeln, Sellerie und Karotten sowie kräftigem, trockenem Rotwein.


Herkunft

Bomba XXX stammt aus der Taste-#5-Linie der Food-Autorin und Umami-Expertin Laura Santtini und wird in Italien hergestellt. Die Paste bündelt die Aromen mediterraner Küche in konzentrierter Form.

Zutaten und Herstellung

Kern ist dreifach konzentriertes Tomatenmark, ergänzt um Tomatenpüree, Soffritto (Zwiebel, Sellerie, Karotte), trockenen Rotwein, eingekochten Traubenmost, Kräuter und Gewürze. So entsteht aus langsam aufgebauten Aromen eine gebrauchsfertige Paste.

Geschmack

Tief, vollmundig und herzhaft mit konzentrierter Tomatenfrucht, würzigen Gemüsenoten und der Tiefe des Rotweins. Ein kräftiges Umami-Profil, das Saucen, Suppen und Eintöpfe spürbar verstärkt.

In der Küche

Ein bis zwei Esslöffel genügen, um Tomatensaucen, Suppen, Dips oder Aufstriche aufzuwerten. Roh oder mitgekocht verwendbar, auch als Würzbasis für Marinaden und Schmorgerichte.

Klassische Begleitung: Pasta, Schmorgerichte, Eintöpfe, Bruschetta und Burger.


Hersteller: Laura Santtini (Taste #5 / Easy Tasty Magic)
Produkt: dreifach konzentrierte Tomatenpaste
Sorte: Bomba XXX
Herkunft: Italien
Verarbeitung: mit Soffritto und trockenem Rotwein verfeinert
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.06.2027

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Frankreich

Domaine Pierre Vincent Monthelie Les Sous Roches 2023

Weißwein · Monthélie · Chardonnay

Chardonnay Les Sous Roches Monthélie (Frankreich) 2023 Biodynamie · 12,50 % vol

Der Pierre Vincent Monthélie Les Sous Roches 2023 ist ein Weißwein mit klarer Handschrift: aus einer kleinen, kargen Kalkparzelle oberhalb des Dorfes – ein Terroir, das Klarheit, Struktur und Mineralität in den Vordergrund stellt.


Monthélie Les Sous Roches – die Lage

Les Sous Roches liegt an einem steilen Hang unter dem Felsband oberhalb von Monthélie, auf kargem, kalkreichem Boden. Diese Position bringt straffe, mineralische Chardonnays mit Spannung und Präzision hervor.

Monthélie liegt eingebettet zwischen Volnay und Meursault – ein Geheimtipp mit hervorragender Qualität zu attraktiveren Preisen. Pierre Vincent, langjähriger Leiter von Vougeraie und Leflaive, keltert hier seit 2023 unter eigenem Namen, biodynamisch und minimalistisch.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte an der Côte de Beaune sehr gelungene Weißweine.

Reife Trauben bei erhaltener Frische – ein idealer Rahmen für einen saftigen, zugleich straff gebauten Monthélie.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 12,50 % vol. Nur 1.764 Flaschen.

Handwerklich und zurückhaltend ausgebaut im Stil der Domaine, mit geringem Neuholzanteil, um Terroir und Frucht in Reinform abzubilden.

Im Glas

In der Nase Orangenzeste, reife Birne, weiße Blüten und ein Hauch frisch gebackenes Sauerteigbrot. Am Gaumen Frische und Saftigkeit, stets elegant, feingliedrig und straff gebaut. Die salzig-kalkige Mineralität zieht sich bis ins lange, präzise Finale, das an nassen Stein erinnert.

Subtil, klar und voller Spannung – das unterschätzte Terroir von Monthélie auf eindrucksvolle Weise.

Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, Kalb in heller Sauce oder mittelreifem Hartkäse. Ein präziser, frischer Begleiter.


Lage: Les Sous Roches, Monthélie, Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); karger, kalkreicher Boden, Steilhang unter dem Felsband
Klassifikation: Monthélie AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; handwerklicher Ausbau mit geringem Neuholzanteil; biodynamisch; 12,50 % vol

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Weine

Al Oeste Godello 2024

Wein · Weißwein · Valdeorras · Spanien

Monteabellón Al Oeste Godello 2024 ist ein eleganter Godello aus der DO Valdeorras – aus hochgelegenen Lagen zwischen 540 und 750 Metern rund um Petín, Larouco, Seoane und Vilardequinta. Leuchtendes Gelb mit grünlichen Reflexen; komplex und fein in der Nase, kraftvoll und cremig am Gaumen.


Valdeorras / Galicien

Die DO Valdeorras im Osten Galiciens ist die Heimat des großen Godello. Die Reben für diesen Wein wachsen in Höhenlagen zwischen 540 und 750 Metern auf granitisch-schiefrigem Boden, der den Weinen Spannung, Mineralität und Ausdruckskraft verleiht. Erzeuger ist Bodegas Monteabellón. Der Jahrgang 2024 begann in Valdeorras früher als im Vorjahr; ideale Wetterbedingungen während der Lese – Regen und Gewitter kamen erst danach – brachten kerngesunde, aromatisch konzentrierte Trauben mit idealem Gleichgewicht von Alkohol und Säure.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Godello, der autochthonen Weißweinsorte Galiciens. Der Ausbau betont Mineralität, Frische und Volumen und stellt die klare, ausdrucksstarke Frucht in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Leuchtendes Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase komplex und fein, geprägt von mineralischen Noten, reifem Renette-Apfel und Anklängen getrockneter Blüten. Am Gaumen kraftvoll, cremig und sehr geschmackvoll; die mineralische Tiefe wird von exemplarischer Frische und zarter grüner Frucht ausbalanciert. Geschmeidiger Abgang von gutem Volumen.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: gegrilltem und gebratenem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch wie Hähnchen oder Pute, frischem Ziegenkäse und kalten Vorspeisen.


Lage: DO Valdeorras, Höhenlagen 540–750 m (Galicien, Spanien); Bodegas Monteabellón
Klassifikation: DO Valdeorras – 100 % Godello, trocken
Ausbau: mineralitäts- und frischebetont, auf granitisch-schiefrigem Boden
Jahrgang: 2024

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Weine

Frank John Riesling Buntsandstein 2023 BIO

Weißwein · Riesling · Pfalz · Deutschland

Frank John Riesling Buntsandstein ist ein biodynamischer, trockener Riesling aus der Pfalz. Das Traubengut wächst ausschließlich auf Buntsandstein; spontane Gärung im Holzfass und ein Jahr auf der Vollhefe ergeben einen charaktervollen, mineralischen Wein mit großem Reifepotenzial.


Buntsandstein

Frank John – Das Hirschhorner Weinkontor in Neustadt-Königsbach (Pfalz) arbeitet biodynamisch (Demeter, Kontrollstelle DE-ÖKO-003). Das Traubengut stammt ausschließlich vom Buntsandstein, der für diese Weinbauregion typisch ist. Die Rebe durchwurzelt diesen Boden in großer Tiefe und prägt so die mineralische Art des Rieslings.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling. Kurze Maischestandzeiten, lange Presszeiten und Spontanvergärung in 1200- und 2400-l-Holzfässern – teils mit ganzen Trauben – sorgen für Charakter und Reifepotenzial. Dazu trägt der einjährige Ausbau auf der Vollhefe bis zur Selbstklärung bei; abgefüllt wird nur leicht filtriert.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase gelbe Frucht – Aprikose, Pfirsich – mit Kräuterwürze, Bergamotte und einem feinen Hefeton. Am Gaumen kühl und mineralisch, mit seidiger Textur, gut eingebundener Säure und großer Saftigkeit. Langer, salzig-würziger Abgang.

Am Tisch

Bei rund 10–12 °C servieren. Ein eleganter, mineralischer Speisenwein mit Reifepotenzial, der etwas Luft schätzt.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, asiatische Küche und gereifter Käse.


Lage: Neustadt-Königsbach, Pfalz (Deutschland); Buntsandstein
Klassifikation: Riesling – Weißwein (trocken), biodynamisch (Demeter)
Ausbau: Spontangärung in 1200- und 2400-l-Holzfässern, teils Ganztrauben; ein Jahr auf der Vollhefe

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Weine

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Les Referts 1er Cru 2024 BIO

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Referts · 1er Cru Puligny-Montrachet Sauzet-Parzelle 0,70 ha (1964) 2024 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet Les Referts 1er Cru 2024 der Domaine Etienne Sauzet ist der kraftvollste, maskulinste der Sauzet-Pulignys – mit Wumms, Kraft und subtiler Mineralität. Der kühle Jahrgang 2024 unterlegt diese Fülle mit zusätzlicher Frische und Spannung. Sauzet besitzt hier ein 0,70 Hektar großes Filetstück, 1964 mit besten Klonen bestockt.


Les Referts – Premier Cru an der Grenze zu Meursault

Les Referts erstreckt sich über 5,50 Hektar bis zur Gemeindegrenze von Meursault, westlich von Les Combettes und südwestlich von Les Perrières. Die Chardonnay-Reben wachsen hier auf einem deutlich lehmhaltigeren Mergel-Untergrund mit weniger ausgeprägtem Kalk als in anderen Puligny-1er-Crus. Dadurch reifen die Trauben besser aus, die Säure ist dezenter, und die Weine geraten fruchtiger, maskuliner und mächtiger als ihre Nachbarn.

Die Familie Sauzet bestockte hier 1964 ihre Parzelle. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter, ein früher Austrieb, dann ein feucht-kühles Frühjahr mit Frostnächten, regionalem Hagel und hohem Krankheitsdruck. Die Blüte verlief uneinheitlich; erst der stabilere, trockenere Sommer brachte eine langsame Reife, bevor sich zur Lese eine freundlichere Wetterphase einstellte.

Die Lese begann spät, mit strenger Selektion; die Erträge waren teils um bis zu 60 % reduziert. Bei moderaten Mostgewichten entstanden balancierte, leichtere Weine. Die Weißweine 2024 wirken klar, fein strukturiert und von pikanter Frische mit kühler Eleganz – das gibt der typischen Fülle des Les Referts zusätzliche Spannung.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, biologisch (FR-BIO-01), von 1964 gepflanzten Reben.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Kraftvoll und mächtig, dabei fein gezeichnet: reife gelbe Frucht trifft auf subtile Mineralität und einen fülligen, runderen Körper. Der kühle 2024er gibt dem Wein eine präzise Säure; der Abgang ist lang und zugleich frisch.

Kraft und Fülle mit subtiler Mineralität, im kühlen 2024er mit zusätzlicher frischer Spannung.

Jung schon zugänglich, mit Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Krustentiere, Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Referts (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); lehmhaltiger Mergel, an Meursault grenzend; Sauzet 0,70 ha (1964), 5,5 ha gesamt
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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