So schmeckt Madrid

Königlich und lebensfroh. Kulinarische Tage in Madrid.

Madrid gehört ohne Frage zu den spannendsten und lebendigsten Städten in Europa. Hier im Zentrum Spaniens liegt diese unscheinbar wirkende Metropole auf dem Gebirgszug der südlichen Meseta 650 Meter über dem Meeresspiegel. Mit dem Prado, dem Reina Sofia und dem Thyssen-Bornemisza liegen drei der beeindruckendsten Museen Spaniens in Madrid und untermauern so die kulturelle Ambitionen der spanischen Hauptstadt. Von den meisten Spaniern wird Madrid allerdings gehasst. Die Regierung und überhaupt die hier agierenden Politiker, die nichts anderes machen als Steuern für das eigene Wohlergehen aus den einzelnen Provinzen abzuziehen, eine hohe Korruptionsdichte, eine Bürokratie, wo sich selbst viele Deutsche wundern würden wie lange und schleppend der ein oder andere Vorgang dauern kann, und natürlich der Fußballclub Real Madrid, dem weiß Gott nicht nur Freude entgegen schlägt. 

Madrid ist auf der anderen Seite aber auch die Stadt der absoluten Lebensfreude, ein Ort, wo niemals geschlafen wird, wo immer noch etwas mehr geht als in anderen Städten. Elegant, erhaben und auch ziemlich wild. Die Madrilenen nennen ihren „Rausch“ La Marcha (den Marsch). Es geht von Kneipe zu Kneipe, von Bar zu Bar und natürlich zu den unzähligen Restaurants, die hier alle Facetten des Genusses bieten. Wenn man am Plaza de Santa Ana den Gauklern am Abend zusieht und seine Caña geniesst oder sich durch die Straßen des Stadtteiles Malasaña treiben lässt, weiß man, wie das pure Leben schmeckt und aussieht. Viva Madrid!, in dieser Stadt gibt es immer wieder Vieles und Neues zu entdecken. Ab dafür! Erlebt im Frühjahr 2022.

Im La Venencia mit Sherry in eine andere Epoche abtauchen.

Um den Mittag oder den Abend in Madrid gut zu starten, empfiehlt es sich immer im La Venencia, im zentral gelegenen Viertel Las Huertas, erst einmal einen guten und authentischen Manzanilla Sherry, mit den dazu passenden Oliven zu genießen. Hier taucht man direkt in das alte, traditionelle Spanien ab. Alte Sherry Fässer, kleine Happen wie anno dazumal und eine authentische Atmosphäre wie zu Urgroßmutters Zeiten ist hier mit jeder Pore zu spüren.

Wenn hier ein älterer Gast die Tageszeitung El Pais liest, kann das schon als modern, revolutionär und ziemlich unpassend empfunden werden. Handys, Fotos und sonstiger moderner Schnickschnack sind hier per se unerwünscht. Auch ein Trinkgeld wird hier unwirsch abgeschlagen. Sherry trinken, alte Zeiten aufsaugen, abtauchen, genießen und einfach weiterziehen heißt hier das gelobte und gelebte Motto. Mehr kann und mehr muss es hier auch nicht sein.

La Venencia, Calle de Echegaray, 7, 28014 Madrid, Spanien, Telefon: +34 914 29 73 13, https://www.lavenencia.com/

Das neue Gastronomie Konzept in Madrid: die Food Hall Galeria Canalejas.

Das komplette Kontrastprogramm zum La Venencia ist die erst am 01. Dezember 2021 unweit der Puerta del Sol eröffnete Food Hall Galeria Canalejas in Madrid. Als ob Spanien alle seine Kolonien zurück hätte, es niemals eine Finanz- oder Corona Krise gegeben hätte oder der Klimawandel unseren Planeten demnächst nicht mehr so komfortabel bewohnbar machen wird, haben die Madrilenen hier einen neuen Gourmet Hotspot geschaffen. Die Party wird wohl niemals ein Ende haben! Spezialitäten aus aller Herren Ländern und dies in besten Qualitäten buhlen hier um die Aufmerksamkeit der Gäste. Austern Bar, Charcuterie, Asia Style, Mexico Life, Cocktails, Traditionelles, Italienisches und natürlich diverse Fusion-Küchen und noch jede Menge mehr locken, verzaubern, begeistern und ziehen die hungrigen, durstigen und vergnügungswilligen Einwohner Madrids und Touristen in ihren Bann.  

Food Hall Galería Canalejas, Calle de Alcalá, 12, 28014 Madrid, Spanien, https://www.galeriacanalejas.com/

Der Doppelgänger im Markt Antón Martin.

Wesentlich bescheidener, dafür um so kreativer und lockerer geht es im Mercado Antón Martin im Madrider Viertel Las Letras zu. In diesem kleineren Markt an der Calle San Isabel hat der Koch Sami Ali Rando das Restaurant Doppelgänger eröffnet. Der kuriose Name symbolisiert die Erschaffung eines „Doppelgänger“ Restaurants. Nun sitzen die Gäste allerdings nicht mehr schick, urban und gepflegt auf ihren Stühlen an ordentlichen Tischen, sondern in einer Ecke einer älteren Markthalle auf Barhockern, schauen den Akteuren hinter der Theke beim kochen zu, dürfen ausgezeichnete Naturweine trinken und dazu flippige Kreationen verputzen.

Sami Ali und sein Team setzen dabei auf aussagekräftige und intensive Aromenbomben für den Gaumen. Würzig, scharf mit vielen Facetten und jeder Menge Bums sprengt hier der ein oder andere Happen jegliche für möglich gehaltene Dimensionen. Die im Japan Style kreierte Udon Suppe mit viel Knoblauch, Zwiebeln und geröstetem Blumenkohl muss sogar zu einem kulinarischen Supererlebnis gezählt werden. Aber auch der Spicy Taco von der weißen Krabbe, das „Drachen“ Ei oder die Albondigas vom Schwein mit Ananas konnten komplett begeistern. Dass alle hier eingelegten und verarbeiteten Lebensmittel vom Markt kommen, versteht sich natürlich ganz von selbst. 

Doppelgänger, Mercado Antón Martin, Calle de Santa Isabel, 5 Planta Principal, Puesto 44-47, 28012 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 305 499, https://doppelgangerbar.com/

Im Restaurant Arallo trifft Galizien auf Industrie Design Style.

Die Calle de la Reina ist eine Parallelstrasse der Gran Via in Madrid. Hier befindet sich ein hübsches Restaurant neben dem anderen. Auch das 2017 eröffnete Restaurant Arallo reiht sich hier in die unendlich wirkenden, urbanen Speisemöglichkeiten einer großen Metropole ein. Im Arallo hat das Innendesign Team auf einen Industriehallen Charme gesetzt. Dann eine große Theken Küchenzeile in den Raum platziert, wo die Köche munter ihre galizischen Zutaten kreativ pimpen dürfen. Ein junges Publikum wippt dabei zu hämmernden Techno Beats und vergnügt sich kulinarisch mit einer kreativen Fusionsküche, die ihre spanischen Wurzeln niemals leugnen muss. 

Arallo, C. de la Reina, 31, 28004 Madrid, Spanien, Telefon: +34 690 67 37 96, https://arallotaberna.com/

Ferreteria, Eisenwarenhandlung ohne den geliebten Schinken 

In der Ferreteria an der Calle de Atocha gab es einst mit die besten Schinkenteller Madrids. Die Eigentumsverhältnisse und damit das kulinarische Angebot scheinen sich in dieser als Tapabar und Restaurant geführten ehemals ältesten Eisenwarenhandlung Madrids geändert zu haben. Geblieben ist eine der schönsten Räumlichkeiten der Stadt, in dem die hier gereichten Kleinigkeiten nicht das glanzvolle Niveau früherer Zeiten erreichen; für den kleinen Hunger und einen Aperitif ist es aber immer noch einen kurzen Sprung wert. 

Ferretería, Calle de Atocha, 57, 28012 Madrid, Spanien, Telefon: +34 914 29 73 61, https://www.ferreteriarestaurante.com/

Quo vadis Tortilla? In die Bar Diego!

Die Cafeteria und Bar Diego liegt an der Calle de Atocha 66 und sieht von außen und von innen wie eine typische spanische Bar aus. Hier schlurft das Personal mit dem Handicap einer gerade wohl selbst schlimm durchzechten Nacht durch den schlauchartigen Innenraum und hinter der Theke herum. Hier werden mit der Sicherheit der Jahrzehnte langen Anstellung, und der damit erlangten gastronomischen Erfahrung, Café con leche, der Cortado, ein frisch gepresster Orangensaft oder am Nachbartisch schon der erste Wermut lustlos zubereitet und serviert. Dass überall in diesem Lokal die hausgemachte Tortilla beworben wird, ist für solche Stätten normal und wird aus alter Gewohnheit und eigener Liebe zur Tortilla stets bemerkt.

Dass in der Bar Diego allerdings eine wahre Tortilla Fee in der Küche zu werkeln scheint, wird erst nach dem ersten Gabelschnitt und Bissen in diese Tortilla klar. Innen flüssig, mit dem perfekten Garpunkt der Kartoffel sowie das richtige Maß an Zwiebeln, die bei diesem Mini Meisterwerk für die Süße der Speise verantwortlich sind. Grandios gesalzen und mit einer korrekten Eierstockung und Hülle ausgestattet kann hier von einer Tortilla mit Suchtfaktor gesprochen werden. So unscheinbar die Bar Diego auch wirken mag. Diese Tortilla ist magisch und lohnt einen kurzen Abstecher in diese Lokalität in die Calle de Atocha, 66.

Bar Cafetería Diego, Calle de Atocha, 66, 28012 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 30 08 17,

Im schönen Mercado de San Miguel.

Der Mercado de San Miguel gehört immer noch zu den großen, kulinarischen Anziehungspunkten Madrids. Im Herzen und Zentrum der spanischen Hauptstadt und unweit der Plaza Mayor gelegen sorgt dieser Markt mit seinem vielfältigen kulinarischen Angebot für regelrechte Freudentränen. Ob Gemüse, Obst, Schinken, Austern, Käse, Fisch, Süßes, feinste Weine und unzählige Tapa Variationen können hier an den einzelnen Marktständen erworben werden und dann an diversen Sitzmöglichkeiten in der Mitte der Halle verspeist werden. Das ist urban, locker und wird für Madrilenen und Touristen in guten Qualitäten gereicht. Bravo.

Mercado de San Miguel, Plaza de San Miguel, s/n, 28005 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 42 49 36, https://mercadodesanmiguel.es/

Locker essen, trinken und sprechen im Dspeakeasy.

Um die Verwechslung mit einem katalanischen Restaurant zu vermeiden wurde das easy im Restaurant Dspeakeasy einfach durchgestrichen, das lockere Konzept des spanischen Starkochs Diego Guerrero aber gleichwohl beibehalten. Moderne und kreative Teller zu einem überschaubaren Preis, plus ein paar Tagesgerichte gibt es hier zu entdecken. Alles kann hier entspannt zum miteinander teilen in die Mitte des Tisches gestellt werden und jeder pickt und löffelt, wonach er Lust und Laune hat etwas von dort weg. Es ist ein Konzept der guten Laune, mit der Professionalität einer Top Gastronomie und dem Wohlfühlfaktor der heimischen vier Wände. 

DSPEAKEASY, Calle de Fernando VI, 6, 28004 Madrid, Spanien, Telefon: +34 913 19 54 35, https://dstageconcept.com/dspeak/

Taberneros, das Spiegelbild von Madrids Gastronomie.

Ein Spiegelbild der wahren kulinarischen Leidenschaft eines Landes und einer Stadt sind in der Regel die unzähligen „normalen“ Bars, Tavernen und Restaurants. Und hier hat Madrid sicher viel mehr zu bieten als es die meisten Menschen erwarten würden. Oft weit über hundert Jahre alt sind hier die unzähligen Gaststätten. Sie wirken wie aus einer anderen Epoche, kredenzen Kutteln, russischen Salat oder eine gute Tortilla. Es gibt in dieser Stadt so viele dieser Institutionen, dass es wohl niemand schaffen würde, alle einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Restaurant Taberneros hat zwar noch keine 25 Jahre auf dem Buckel, kann aber durchaus in die Kategorie solcher Wirtschaften gezählt werden. Hier wird eine zeitgemäße und ehrliche Küche gereicht. Locker und lebenswert geht es hier zu, und jeder hier im Raum hat mit den exzellenten und liebevoll ausgewählten Weinen jede Menge Spass. Im Taberneros darf das Leben gefeiert werden.

Taberneros, Calle de Santiago, 9, 28013 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 42 21 60, https://www.facebook.com/Taberneroswinebar/

Beste Tortilla im Casa Dani im Mercado de la Paz.

Im wundervollen Mercado de la Paz im Stadtteil Salamanca in Madrid gibt es im Casi Dani immer noch eine der besten Tortillas des Landes. Kaum eine Minute nach der Bestellung serviert, sitzt man hier vollkommen ungezwungen auf lässigen Barhockern mit mittelmäßigem Wein inmitten der Markthalle herum, schaufelt sich voller Freude ein aus Kartoffel, Zwiebel und Eiern bestehendes Omelett rein und bestellt noch flink einen gegrillten Kaisergranat und ein paar fluffige Albondigas mit Patatas Fritas dazu, um den Mittagstisch nicht gar zu einseitig zu gestalten. Das schmeckt, lässt die Lebensgeister zirkulieren, nur um dann den erst halbvollen Magen mit ein paar Schritten in die nächste Bar zu wuchten. Viva España!

Casa Dani, Cl. de Ayala, 28B, 28001 Madrid, Spanien, https://www.casadani.es/

Das Dani Garcia Konzept Restaurant Lobito de Mar.

Das Restaurant und die Bar Lobito de Mar von Dani García ist dessen Antwort auf die viel zu steife und starre Sterne Gastronomie in vielen Ecken dieser Welt. Neben seinem Stammsitz in Marbella gibt es auch noch eine Dependance in Madrid im Stadtteil Salamanca und weitere Filialen sind geplant. Das Produkt ist hier der Star, vor allen Dingen der Thunfisch aus dem andalusischen Fischerort Barbate. Der wird hier nach allen Regeln der Kochkunst zerlegt, mariniert und gebraten. Die Weinkarte hat internationale Klasse, die Meeresfrüchte und Fische in der tagesfrischen Auslage spotten jeder Beschreibung und die Paella schmeckt so gut wie sie aussieht. Und das der Käsekuchen die Spezialität der Dessert Karte und des Hauses ist, kann nach einer schnellen Überprüfung und ein paar vollen Löffeln auch schnell bestätigt werden.

Lobito de Mar, Calle de Jorge Juan, 10, 28001 Madrid, Spanien, Telefon: +34 910 88 94 40, +34 910 88 94 40, https://grupodanigarcia.com/

Alimentacion Quiroga, einkaufen und noch ein paar Happen essen, etwas trinken und quatschen.

Ein gutes Glas oder gar Flasche Wein mit guten Freunden trinken und noch ein paar kleine Zwischenhappen essen? Überhaupt kein Problem in der Alimentacion Quiroga im Zentrum Madrids. In diesem kleinen Lebensmittelgeschäft können alle die noch Platz finden es sich kurzweilig sehr gut gehen lassen. Die Käse-, Schinken- und Wursttheke glänzt mit guten Produkten und die Gäste können sich hier den einen oder anderen leckeren Teller vom lachenden und netten Service Team zuschneiden lassen. Ein paar kleine Tapas und Raciones gibt es auch noch und nach dem Genuss wird der eine oder andere sicher noch gerne die ein oder andere Flasche Wein und Sekt, ein wenig getrüffelte Mortadella oder eine der guten Konserven mit nach Hause nehmen, um dort prachtvoll das Leben weiter zu feiern.

Alimentacion Quiroga, Calle de las Huertas, 19, 28014 Madrid, Spanien, Telefon: +34 910 29 28 63, http://alimentacionquiroga.com/

Ohne Basken geht es auch in Madrid nicht: Arima Basque Gastronomy.

Seit 2016 sorgt das Restaurant Arima für eine zeitgemäße baskische Küche in Madrid. Nagore Irazuegui und ihr Partner Rodrigo haben sich hier im Ortsteil Chameri auf der trubeligen Gastromeile Calle de Ponzano den Traum von ihrem eigenen Restaurant erfüllt. Ein kleiner Barbereich, im hinterem schlauchartigen Raum noch sechs Tische, typische moderne baskische Gerichte, die aus tagesfrischen Zutaten liebevoll zubereitet werden und fertig ist der perfekte Mix aus lockerer Atmosphäre und sehr gutem Essen.

Arima, Calle de Ponzano, 51, 28003 Madrid, Spanien, Telefon: +34 911 09 15 99, https://www.arimabasquegastronomy.com/

Angelita Madrid. Oben Weinbar und Restaurant. Unten Cocktail Bar.

Oben: Das Angelita ist die perfekte Kombination von einer Weinbar mir integriertem Restaurant. Die Weinkarte begeistert gleichermaßen mit bekannten Klassikern und entdeckendswerten Newcomern. Auch Naturweine und eine spektakuläre Auswahl kleiner Champagnerhäuser können einen hier den Mittagstisch oder Abend versüßen. Aber auch die angeschlossene Gastronomie wird genau so liebevoll betrieben. Das aufgetischte Gemüse kommt zum großen Teil sogar aus dem eigenen Garten der Eigentümer. Spanische Klassiker werden hier leicht modernisiert auf die Teller gebracht. Das ganze spielt sich dabei entspannt locker und leger ab. So geht Genussgastronomie mit dem absoluten Spaßfaktor heute.

Unten: Eine Cocktail Bar, wo 99 Prozent der Zutaten aus dem unmittelbaren Umkreis stammen und eine Weinkarte, die auf ungewöhnliche und gute Tropfen setzt. Hier sitzt es sich bestens bei chilliger Musik und der Start in den Abend kann mit einem gutem Glas Wein oder innovativen Drink perfekt beginnen.

Angelita Madrid, Calle de la Reina, 4, 28004 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 21 66 78, https://madrid-angelita.es/en/experience/

Erlebt im Februar 2022.

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Rebsorten

Domaine Guffens-Heynen Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022

Weißwein · Mâcon-Pierreclos · Chardonnay

Chardonnay Mâcon-Pierreclos AOC Mâconnais 2022 Tank & Fass je 50 %

Der Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022 der Domaine Guffens-Heynen ist ein präziser, salzig-frischer Chardonnay aus dem Mâconnais – Kultwein eines Erzeugers, der seit Jahrzehnten beweist, dass großer Chardonnay keinen Grand-Cru-Status braucht.


En Crazy – Chardonnay aus Pierreclos

Jean-Marie Guffens und Maine Heynen ließen sich 1976 in Vergisson nieder und erwarben 1979 ihre ersten Parzellen in Pierreclos. Seither stellen sie im Mâconnais Weißweine her, die in Präzision, Mineralität und Spannung mit weit teureren Namen der Côte de Beaune mithalten.

Der En Crazy stammt aus der Lage Chavigne, von den unteren Teilen des Weinbergs. Guffens arbeitet eigenwillig: kein Entblättern, kein Gipfeln, späte Lese reifer, kleiner Beeren in mehreren Durchgängen – ungewöhnlich für Burgund, aber prägend für den Stil des Hauses.

Jahrgang 2022 – Mâconnais

2022 entkam das Gut nur knapp den Frösten, indem zweimal geschnitten wurde. Danach setzten Hitze und Trockenheit über lange Zeit ein. Ein Saftstau verhinderte das Wachstum der Trauben – bremste aber zugleich den Zuckeranstieg und erhielt so die Säure.

Der En Crazy vereint die ersten Säfte des unteren En-Crazy-Hangs mit den zweiten Pressungen der besseren Parzellen – eine jugendlich-zugängliche, klar gezeichnete Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Die Trauben werden leicht angequetscht und auf einer modifizierten Coquard-Presse schonend gepresst – die ersten, pH-niedrigen Säfte sind der Schlüssel zur typischen Säurespannung. Der Ausbau erfolgte je zur Hälfte im Edelstahltank und im Fass.

Im Glas

Ein reines, einladendes Bouquet aus weißem Pfirsich, Nektarine, weißen Blüten, Muskatnuss und frischem Brot, dazu ein Hauch geröstete Haselnuss. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, satinig und texturreich, getragen von feiner Säure und einer salzigen Note bis ins frische Finale.

Großer Chardonnay braucht keinen Grand-Cru-Status – präzise, salzig und voller Spannung.

Schon jung zugänglich, über Jahre lagerfähig (etwa 2024–2033). Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Ziegenkäse oder eine feine Gemüseküche. Ein vielseitiger, animierender Speisebegleiter.


Lage: Mâcon-Pierreclos, Lage Chavigne (Mâconnais); Kalk-Ton-Untergrund
Klassifikation: Mâcon-Pierreclos AOC
Ausbau: Chardonnay; je 50 % Edelstahltank und Fass, Coquard-Presse

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Portugal

Justino´s Madeira Fine Medium Dry

Madeira · Likörwein · halbtrocken · Portugal

Justino's Madeira Fine Medium Dry ist ein halbtrockener Madeira aus Portugal – ein gespriteter Likörwein aus den Rebsorten Complexa und Negra Mole. Kräftig in der Art, mit feinem, mild-süßem Finish und Anklängen von Crème brûlée und getrockneten Feigen.


Madeira

Madeira liegt als subtropische Insel im Atlantik, rund 850 km vom portugiesischen Festland entfernt. Justino's Madeira zählt mit Wurzeln bis 1870 zu den ältesten und größten Madeira-Häusern der Insel.

Bereitung und Reifung

Aus Complexa und Negra Mole. Die Gärung wird durch Zugabe von Weindestillat gestoppt – bei der halbtrockenen Stilistik bleibt eine dezente Restsüße erhalten. Anschließend durchläuft der Wein die typische Estufagem (Erwärmung auf 45–50 °C) und reift drei Jahre im Eichenfass.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase getrocknete Feigen, Karamell und ein Hauch Crème brûlée. Am Gaumen kräftig mit feiner, milder Süße und Anklängen von Dörrobst, getragen von lebhafter Säure. Langer, ausgewogener Abgang.

Als Aperitif

Leicht gekühlt bei 12–15 °C servieren – vielseitig als Aperitif oder Begleiter. In der Küche zum Verfeinern von Saucen geeignet.

Passt zu: Suppen, reifem Käse, Pasteten und herzhaftem Gebäck.


Lage: Madeira (Portugal)
Klassifikation: Madeira DOP – Fine Medium Dry (halbtrocken, 3 Jahre)
Ausbau: Estufagem, 3 Jahre im Eichenfass

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Weine

Cazé-Thibaut Les Leriens 2021 Extra Brut BIO

Champagner · Vallée de la Marne · Cuvée · Bio

Cazé-Thibaut Les Lériens ist ein außergewöhnlicher Bio-Champagner von den Hängen von Châtillon-sur-Marne, auf der Rive droite des Vallée de la Marne. Die complantierte Cuvée vereint Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir und wird nur aus dem ersten, feinsten Mostanteil gewonnen. Extra Brut ausgebaut, zeigt er sich karg, salzig-mineralisch und komplex. Im Glas eine feine Perlage und frische Spannung.


Châtillon-sur-Marne

Châtillon-sur-Marne liegt auf der Rive droite des Vallée de la Marne in der Champagne. Die Lagen prägen die salzig-mineralische, präzise Stilistik dieser complantierten – also gemischt bepflanzten – Cuvée. Der Champagner wird naturnah erzeugt und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir und nutzt ausschließlich den ersten, feinsten Mostanteil. Die Weine reifen in gebrauchten Fässern (drei bis sechs Jahre alt), was eine elegante Struktur und eine subtile, gut eingebundene Holznote gibt. Mit malolaktischer Gärung, ohne Filtration und Schönung, als Extra Brut abgefüllt.

Im Glas

Feine Perlage. Am Gaumen ausgesprochen karg, salzig-mineralisch und komplex – stilistisch fast an einen kompromisslosen Blanc de Blancs erinnernd. Frische Spannung trägt den Wein, der Abgang ist lang und puristisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als anspruchsvoller Speisenbegleiter oder pur genossen.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, feine Vorspeisen und gereifter Käse.


Lage: Châtillon-sur-Marne, Vallée de la Marne (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut
Ausbau: Erstmost, gebrauchte Fässer (3–6 Jahre), malolaktische Gärung, unfiltriert

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Feinkost

Il Caruggiu Pesto Rosso

Feinkost · Pesto Rosso · Sauce · Ligurien

Il Caruggiu Pesto Rosso ist ein rotes Pesto des kleinen ligurischen Familienbetriebs Il Caruggiu. Im Gegensatz zum grünen Pesto Genovese steht hier die getrocknete Tomate im Mittelpunkt, abgerundet mit ligurischem Olivenöl. Ein vielseitiges Pesto für Pasta, als Aufstrich oder zum Aperitif.


Herkunft

Il Caruggiu ist ein Familienbetrieb im Hinterland der ligurischen Provinz Imperia, der seit über 100 Jahren Oliven anbaut und verarbeitet. Geschützt von den Seealpen herrscht hier ein mildes, sonniges Klima. Das hauseigene ligurische Olivenöl bildet die Grundlage der Pesto-Spezialitäten.

Anbau und Verarbeitung

Für das Pesto Rosso werden vor allem getrocknete Tomaten mit ligurischem Olivenöl verarbeitet. Die Zutaten werden zu einer streichfähigen, aromatischen Sauce verarbeitet, die sich vom klassischen grünen Pesto durch ihre rote Farbe und den intensiven Tomatengeschmack unterscheidet.

Geschmack

Kräftiges Rot. Im Geschmack intensiv und würzig, geprägt von der Süße und Säure getrockneter Tomaten, mediterran und vollmundig.

Am Tisch

Klassisch zu Pasta, ebenso als Aufstrich zu Weißbrot oder als Dip zum Aperitif. Auch zum Verfeinern von Saucen, Risotto oder gegrilltem Gemüse geeignet.


Hersteller: Il Caruggiu (Imperia, Ligurien)
Produkt: Pesto Rosso (rotes Pesto)
Art: Pesto auf Tomatenbasis
Herkunft: Ligurien, Italien
Verarbeitung: getrocknete Tomaten mit Olivenöl, streichfähig
Mindesthaltbarkeit (MHD): 06.05.2028

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Rebsorten

Thomas Morey Chassagne-Montrachet Les Chenevottes 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Les Chenevottes Côte de Beaune Bio 2023 13,00 % vol

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet Les Chenevottes 1er Cru 2023 ist ein eleganter, tiefgründiger Chardonnay vom Fuße des Mont-Rachet-Hügels – straff, präzise und doch cremig, mit jener subtilen Salzigkeit, die große Chassagne auszeichnet.


Les Chenevottes – am Fuße des Mont-Rachet-Hügels

Les Chenevottes liegt am Fuße des Mont-Rachet-Hügels und zählt mit rund 11 Hektar zu den bedeutenden Premier-Cru-Lagen der Appellation. Der Weinberg ist vollständig mit Chardonnay bepflanzt und profitiert von einem kiesig-kalkhaltigen Boden, der den Weinen eine feine, mineralische Prägung verleiht. Die südöstliche Ausrichtung sorgt für optimale Sonneneinstrahlung, während kühle Nächte die Frische bewahren. Der Name geht vermutlich auf das französische „chanvre" (Hanf) zurück – ein Hinweis auf die Pflanzen, die hier einst wuchsen.

Thomas Moreys Parzelle liegt in einem relativ flachen, kühlen, aber gut drainierten Abschnitt am östlichen Zipfel von Montrachet. Der kalkreiche, steinige Boden sorgt für Spannung und Mineralität, während das Mikroklima Frische und aromatische Finesse bewahrt.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol.

Spontangärung mit eigenen, indigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage – in klassischen 350-Liter-Fässern über 16 bis 18 Monate. Der Neuholzanteil beträgt rund 20 %; geschwefelt wird minimal. Eine puristische, terroirbetonte Vinifikation. Bio-zertifiziert.

Im Glas

Elegant und tiefgründig zugleich: Aromen von weißen Blüten, Zitrus, reifen Birnen und einem Hauch Feuerstein treffen auf eine fein abgestimmte Textur. Am Gaumen straff, präzise und doch cremig, mit jener subtilen Salzigkeit, die große Chassagne auszeichnet – ein Wein von großer Balance.

Straff, präzise, cremig und salzig – Les Chenevottes trägt die Handschrift Thomas Moreys unverkennbar.

Schon jetzt zugänglich, mit deutlichem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Jakobsmuscheln, zu gebratenem Fisch (Steinbutt, Seezunge), zu Geflügel oder Poularde in Rahmsauce sowie zu jungem Comté oder gereiftem Ziegenkäse.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Les Chenevottes, Côte de Beaune (Frankreich); ~11 ha, südöstlich am Fuße des Mont-Rachet-Hügels, kiesig-kalkhaltiger, steiniger Boden
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz, neutrales Fass/Tank, 350-L-Fässer, 16–18 Monate, Feinhefe ohne Bâtonnage; minimaler Schwefel; Bio

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Weine

Radio Boka Tempranillo

Rotwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Radio Boka Tempranillo ist ein saftiger, samtiger Rotwein von Hammeken Cellars aus Spanien. Reinsortig aus der Tempranillo-Traube, begeistert er mit Fruchtaromen von Kirsche, reifer Pflaume und Cassis sowie süßen Gewürznoten.


Castilla

Radio Boka ist die unkomplizierte Linie von Hammeken Cellars, dessen Heimat an der sonnigen Mittelmeerküste bei Valencia liegt. Der Tempranillo trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla und steht für saftige, fruchtbetonte Weine zum kleinen Preis.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der temperaturkontrollierten Gärung reift ein Teil im Edelstahl, ein Teil in französischer Eiche; anschließend werden beide Partien verschnitten. Das gibt dem Wein Körper und seinen weichen Charakter.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot mit kirschroten Reflexen. In der Nase Kirsche, reife Pflaume und Cassis, dazu süße Gewürze wie Zimt und Vanille aus dem Holz. Am Gaumen saftig und samtig, vollmundig und weich, mit fruchtigem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Rotwein für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Pizza, Pasta und Hartkäse.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Rotwein (halbtrocken)
Ausbau: Edelstahl und französische Eiche

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Frankreich

Comte de Vogüé Musigny VV Grand Cru 2020

Rotwein · Musigny Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Musigny · Grand Cru Vieilles Vignes Chambolle-Musigny 2020

Der Musigny Vieilles Vignes Grand Cru 2020 der Domaine Comte Georges de Vogüé gilt als Inbegriff des roten Musigny. De Vogüé ist mit 7,14 Hektar der größte Eigentümer dieser Lage; die Cuvée Vieilles Vignes vereint intensive rote Frucht, florale Noten und Würze mit großer Finesse.


Musigny – einer der größten Grand Crus des Burgunds

Musigny liegt an einem ost-südöstlich ausgerichteten Hang (8–14 % Neigung) auf 260 bis 300 Metern in Chambolle-Musigny. Im Südosten grenzt der Clos de Vougeot, südlich liegen Échezeaux und Grands-Échezeaux. Die Lage umfasst 10,70 Hektar in drei Klimaten – Les Musigny, Les Petits-Musigny und La Combe d'Orveau – mit rund 15 Eigentümern.

Der Boden vereint Oolith aus dem Bathonium im oberen und Comblanchien-Kalkstein im tieferen Teil; die zahlreichen Kalksteine speichern Wärme. Geschützt zwischen den Tälern Combe de Chambolle und Combe d'Orveau, bietet die reine Ostlage ein kühles, aber sonniges Mikroklima. Grand Cru seit 1936; die Familie de Vogüé bewirtschaftet den größten Teil in der 19. Generation und hält den ältesten Weinbergbesitz der Côte d'Or.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war im Burgund ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der die Finesse des Musigny mit Substanz unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, aus den ältesten Reben des Guts (Cuvée Vieilles Vignes).

Der Wein reift im Holzfass, ganz im traditionellen Stil des Hauses – auf einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Musigny gilt als der parfümierteste der großen Grand Crus: intensive rote Frucht, florale Noten und feine Würze. Am Gaumen seidig und zugleich strukturiert, mit feinem Tannin und großer Länge.

Rote Frucht, Blüten und Würze über seidigem, feinem Tannin – der Inbegriff des roten Musigny.

In der Jugend bereits faszinierend, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Federwild und Geflügel, Reh, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den ganz großen Anlass.


Lage: Musigny, Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Oolith/Comblanchien-Kalk, ESE-Hang 260–300 m
Klassifikation: Musigny Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Whisky

Ardbeg Ardbog

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay 10 Jahre Bourbon- & Manzanilla-Sherryfässer non chill-filtered 52,1 % vol. Sonderabfüllung Ardbeg Day 2013

Der Ardbeg Ardbog ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2013. Der Name spielt auf die Torfmoore (bogs) Islays an, die dem Whisky seinen Rauch geben. Für den Ardbog wurde rund zehn Jahre gereifter Ardbeg aus ehemaligen Bourbon-Fässern mit Partien aus spanischen Manzanilla-Sherryfässern vermählt – für Ardbeg eine ungewöhnliche Wahl, da sonst meist Oloroso- oder Pedro-Ximénez-Sherry zum Einsatz kommt. Abgefüllt non chill-filtered mit kräftigen 52,1 % vol.


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Namensgebend für den Ardbog sind die tiefen Torfmoore der Insel, deren Torf das Malz und damit den Rauch prägt. Atlantik, Torf und Meeresluft bestimmen den maritimen Stil.

Assemblage und Ausbau

Der Ardbog vereint zwei jeweils rund zehn Jahre gereifte Komponenten: Ardbeg aus ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche für die typische, torfrauchige Intensität und Partien aus Manzanilla-Sherryfässern aus spanischer Eiche, die trockene, salzig-würzige und fruchtige Noten beisteuern. Manzanilla ist ein eher leichter, trockener Sherry und gibt dem Ardbog seinen besonderen Charakter. Abgefüllt wird er ohne Kältefiltration und mit hoher Stärke.

Im Glas

Goldbernstein im Glas. In der Nase rauchiger Torf, Teer und Meeresbrise, dazu Orangen-Vanille-Fudge, Leder und herbe, dunkle Frucht aus dem Manzanilla-Fass. Am Gaumen ölig und kraftvoll: Rauch und Salz treffen auf Rosine, Dattel und Pflaume, Espresso und dunkle Schokolade sowie süße Gewürze. Der Nachhall ist lang und trocken, mit Torfrauch, Meersalz, Nelke und einem Hauch süßem Balsamico.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; wegen der hohen Stärke öffnen einige Tropfen Wasser die Aromen spürbar. Passt zu geräuchertem Fleisch, reifem Hartkäse, dunkler Schokolade und herzhaftem Trockenobst. Ein intensiver Begleiter zum Abschluss eines Essens oder zur Zigarre.


Produzent: Ardbeg Distillery
Rebsorte: gemälzte Gerste (getorft)
Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky, 10 Jahre (limitiert, Ardbeg Day 2013)
Dosage: non chill-filtered
Ausbau: ehemalige Bourbon- und Manzanilla-Sherryfässer, ca. 10 Jahre

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