So schmeckt Madrid

Königlich und lebensfroh. Kulinarische Tage in Madrid.

Madrid gehört ohne Frage zu den spannendsten und lebendigsten Städten in Europa. Hier im Zentrum Spaniens liegt diese unscheinbar wirkende Metropole auf dem Gebirgszug der südlichen Meseta 650 Meter über dem Meeresspiegel. Mit dem Prado, dem Reina Sofia und dem Thyssen-Bornemisza liegen drei der beeindruckendsten Museen Spaniens in Madrid und untermauern so die kulturelle Ambitionen der spanischen Hauptstadt. Von den meisten Spaniern wird Madrid allerdings gehasst. Die Regierung und überhaupt die hier agierenden Politiker, die nichts anderes machen als Steuern für das eigene Wohlergehen aus den einzelnen Provinzen abzuziehen, eine hohe Korruptionsdichte, eine Bürokratie, wo sich selbst viele Deutsche wundern würden wie lange und schleppend der ein oder andere Vorgang dauern kann, und natürlich der Fußballclub Real Madrid, dem weiß Gott nicht nur Freude entgegen schlägt. 

Madrid ist auf der anderen Seite aber auch die Stadt der absoluten Lebensfreude, ein Ort, wo niemals geschlafen wird, wo immer noch etwas mehr geht als in anderen Städten. Elegant, erhaben und auch ziemlich wild. Die Madrilenen nennen ihren „Rausch“ La Marcha (den Marsch). Es geht von Kneipe zu Kneipe, von Bar zu Bar und natürlich zu den unzähligen Restaurants, die hier alle Facetten des Genusses bieten. Wenn man am Plaza de Santa Ana den Gauklern am Abend zusieht und seine Caña geniesst oder sich durch die Straßen des Stadtteiles Malasaña treiben lässt, weiß man, wie das pure Leben schmeckt und aussieht. Viva Madrid!, in dieser Stadt gibt es immer wieder Vieles und Neues zu entdecken. Ab dafür! Erlebt im Frühjahr 2022.

Im La Venencia mit Sherry in eine andere Epoche abtauchen.

Um den Mittag oder den Abend in Madrid gut zu starten, empfiehlt es sich immer im La Venencia, im zentral gelegenen Viertel Las Huertas, erst einmal einen guten und authentischen Manzanilla Sherry, mit den dazu passenden Oliven zu genießen. Hier taucht man direkt in das alte, traditionelle Spanien ab. Alte Sherry Fässer, kleine Happen wie anno dazumal und eine authentische Atmosphäre wie zu Urgroßmutters Zeiten ist hier mit jeder Pore zu spüren.

Wenn hier ein älterer Gast die Tageszeitung El Pais liest, kann das schon als modern, revolutionär und ziemlich unpassend empfunden werden. Handys, Fotos und sonstiger moderner Schnickschnack sind hier per se unerwünscht. Auch ein Trinkgeld wird hier unwirsch abgeschlagen. Sherry trinken, alte Zeiten aufsaugen, abtauchen, genießen und einfach weiterziehen heißt hier das gelobte und gelebte Motto. Mehr kann und mehr muss es hier auch nicht sein.

La Venencia, Calle de Echegaray, 7, 28014 Madrid, Spanien, Telefon: +34 914 29 73 13, https://www.lavenencia.com/

Das neue Gastronomie Konzept in Madrid: die Food Hall Galeria Canalejas.

Das komplette Kontrastprogramm zum La Venencia ist die erst am 01. Dezember 2021 unweit der Puerta del Sol eröffnete Food Hall Galeria Canalejas in Madrid. Als ob Spanien alle seine Kolonien zurück hätte, es niemals eine Finanz- oder Corona Krise gegeben hätte oder der Klimawandel unseren Planeten demnächst nicht mehr so komfortabel bewohnbar machen wird, haben die Madrilenen hier einen neuen Gourmet Hotspot geschaffen. Die Party wird wohl niemals ein Ende haben! Spezialitäten aus aller Herren Ländern und dies in besten Qualitäten buhlen hier um die Aufmerksamkeit der Gäste. Austern Bar, Charcuterie, Asia Style, Mexico Life, Cocktails, Traditionelles, Italienisches und natürlich diverse Fusion-Küchen und noch jede Menge mehr locken, verzaubern, begeistern und ziehen die hungrigen, durstigen und vergnügungswilligen Einwohner Madrids und Touristen in ihren Bann.  

Food Hall Galería Canalejas, Calle de Alcalá, 12, 28014 Madrid, Spanien, https://www.galeriacanalejas.com/

Der Doppelgänger im Markt Antón Martin.

Wesentlich bescheidener, dafür um so kreativer und lockerer geht es im Mercado Antón Martin im Madrider Viertel Las Letras zu. In diesem kleineren Markt an der Calle San Isabel hat der Koch Sami Ali Rando das Restaurant Doppelgänger eröffnet. Der kuriose Name symbolisiert die Erschaffung eines „Doppelgänger“ Restaurants. Nun sitzen die Gäste allerdings nicht mehr schick, urban und gepflegt auf ihren Stühlen an ordentlichen Tischen, sondern in einer Ecke einer älteren Markthalle auf Barhockern, schauen den Akteuren hinter der Theke beim kochen zu, dürfen ausgezeichnete Naturweine trinken und dazu flippige Kreationen verputzen.

Sami Ali und sein Team setzen dabei auf aussagekräftige und intensive Aromenbomben für den Gaumen. Würzig, scharf mit vielen Facetten und jeder Menge Bums sprengt hier der ein oder andere Happen jegliche für möglich gehaltene Dimensionen. Die im Japan Style kreierte Udon Suppe mit viel Knoblauch, Zwiebeln und geröstetem Blumenkohl muss sogar zu einem kulinarischen Supererlebnis gezählt werden. Aber auch der Spicy Taco von der weißen Krabbe, das „Drachen“ Ei oder die Albondigas vom Schwein mit Ananas konnten komplett begeistern. Dass alle hier eingelegten und verarbeiteten Lebensmittel vom Markt kommen, versteht sich natürlich ganz von selbst. 

Doppelgänger, Mercado Antón Martin, Calle de Santa Isabel, 5 Planta Principal, Puesto 44-47, 28012 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 305 499, https://doppelgangerbar.com/

Im Restaurant Arallo trifft Galizien auf Industrie Design Style.

Die Calle de la Reina ist eine Parallelstrasse der Gran Via in Madrid. Hier befindet sich ein hübsches Restaurant neben dem anderen. Auch das 2017 eröffnete Restaurant Arallo reiht sich hier in die unendlich wirkenden, urbanen Speisemöglichkeiten einer großen Metropole ein. Im Arallo hat das Innendesign Team auf einen Industriehallen Charme gesetzt. Dann eine große Theken Küchenzeile in den Raum platziert, wo die Köche munter ihre galizischen Zutaten kreativ pimpen dürfen. Ein junges Publikum wippt dabei zu hämmernden Techno Beats und vergnügt sich kulinarisch mit einer kreativen Fusionsküche, die ihre spanischen Wurzeln niemals leugnen muss. 

Arallo, C. de la Reina, 31, 28004 Madrid, Spanien, Telefon: +34 690 67 37 96, https://arallotaberna.com/

Ferreteria, Eisenwarenhandlung ohne den geliebten Schinken 

In der Ferreteria an der Calle de Atocha gab es einst mit die besten Schinkenteller Madrids. Die Eigentumsverhältnisse und damit das kulinarische Angebot scheinen sich in dieser als Tapabar und Restaurant geführten ehemals ältesten Eisenwarenhandlung Madrids geändert zu haben. Geblieben ist eine der schönsten Räumlichkeiten der Stadt, in dem die hier gereichten Kleinigkeiten nicht das glanzvolle Niveau früherer Zeiten erreichen; für den kleinen Hunger und einen Aperitif ist es aber immer noch einen kurzen Sprung wert. 

Ferretería, Calle de Atocha, 57, 28012 Madrid, Spanien, Telefon: +34 914 29 73 61, https://www.ferreteriarestaurante.com/

Quo vadis Tortilla? In die Bar Diego!

Die Cafeteria und Bar Diego liegt an der Calle de Atocha 66 und sieht von außen und von innen wie eine typische spanische Bar aus. Hier schlurft das Personal mit dem Handicap einer gerade wohl selbst schlimm durchzechten Nacht durch den schlauchartigen Innenraum und hinter der Theke herum. Hier werden mit der Sicherheit der Jahrzehnte langen Anstellung, und der damit erlangten gastronomischen Erfahrung, Café con leche, der Cortado, ein frisch gepresster Orangensaft oder am Nachbartisch schon der erste Wermut lustlos zubereitet und serviert. Dass überall in diesem Lokal die hausgemachte Tortilla beworben wird, ist für solche Stätten normal und wird aus alter Gewohnheit und eigener Liebe zur Tortilla stets bemerkt.

Dass in der Bar Diego allerdings eine wahre Tortilla Fee in der Küche zu werkeln scheint, wird erst nach dem ersten Gabelschnitt und Bissen in diese Tortilla klar. Innen flüssig, mit dem perfekten Garpunkt der Kartoffel sowie das richtige Maß an Zwiebeln, die bei diesem Mini Meisterwerk für die Süße der Speise verantwortlich sind. Grandios gesalzen und mit einer korrekten Eierstockung und Hülle ausgestattet kann hier von einer Tortilla mit Suchtfaktor gesprochen werden. So unscheinbar die Bar Diego auch wirken mag. Diese Tortilla ist magisch und lohnt einen kurzen Abstecher in diese Lokalität in die Calle de Atocha, 66.

Bar Cafetería Diego, Calle de Atocha, 66, 28012 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 30 08 17,

Im schönen Mercado de San Miguel.

Der Mercado de San Miguel gehört immer noch zu den großen, kulinarischen Anziehungspunkten Madrids. Im Herzen und Zentrum der spanischen Hauptstadt und unweit der Plaza Mayor gelegen sorgt dieser Markt mit seinem vielfältigen kulinarischen Angebot für regelrechte Freudentränen. Ob Gemüse, Obst, Schinken, Austern, Käse, Fisch, Süßes, feinste Weine und unzählige Tapa Variationen können hier an den einzelnen Marktständen erworben werden und dann an diversen Sitzmöglichkeiten in der Mitte der Halle verspeist werden. Das ist urban, locker und wird für Madrilenen und Touristen in guten Qualitäten gereicht. Bravo.

Mercado de San Miguel, Plaza de San Miguel, s/n, 28005 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 42 49 36, https://mercadodesanmiguel.es/

Locker essen, trinken und sprechen im Dspeakeasy.

Um die Verwechslung mit einem katalanischen Restaurant zu vermeiden wurde das easy im Restaurant Dspeakeasy einfach durchgestrichen, das lockere Konzept des spanischen Starkochs Diego Guerrero aber gleichwohl beibehalten. Moderne und kreative Teller zu einem überschaubaren Preis, plus ein paar Tagesgerichte gibt es hier zu entdecken. Alles kann hier entspannt zum miteinander teilen in die Mitte des Tisches gestellt werden und jeder pickt und löffelt, wonach er Lust und Laune hat etwas von dort weg. Es ist ein Konzept der guten Laune, mit der Professionalität einer Top Gastronomie und dem Wohlfühlfaktor der heimischen vier Wände. 

DSPEAKEASY, Calle de Fernando VI, 6, 28004 Madrid, Spanien, Telefon: +34 913 19 54 35, https://dstageconcept.com/dspeak/

Taberneros, das Spiegelbild von Madrids Gastronomie.

Ein Spiegelbild der wahren kulinarischen Leidenschaft eines Landes und einer Stadt sind in der Regel die unzähligen „normalen“ Bars, Tavernen und Restaurants. Und hier hat Madrid sicher viel mehr zu bieten als es die meisten Menschen erwarten würden. Oft weit über hundert Jahre alt sind hier die unzähligen Gaststätten. Sie wirken wie aus einer anderen Epoche, kredenzen Kutteln, russischen Salat oder eine gute Tortilla. Es gibt in dieser Stadt so viele dieser Institutionen, dass es wohl niemand schaffen würde, alle einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Restaurant Taberneros hat zwar noch keine 25 Jahre auf dem Buckel, kann aber durchaus in die Kategorie solcher Wirtschaften gezählt werden. Hier wird eine zeitgemäße und ehrliche Küche gereicht. Locker und lebenswert geht es hier zu, und jeder hier im Raum hat mit den exzellenten und liebevoll ausgewählten Weinen jede Menge Spass. Im Taberneros darf das Leben gefeiert werden.

Taberneros, Calle de Santiago, 9, 28013 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 42 21 60, https://www.facebook.com/Taberneroswinebar/

Beste Tortilla im Casa Dani im Mercado de la Paz.

Im wundervollen Mercado de la Paz im Stadtteil Salamanca in Madrid gibt es im Casi Dani immer noch eine der besten Tortillas des Landes. Kaum eine Minute nach der Bestellung serviert, sitzt man hier vollkommen ungezwungen auf lässigen Barhockern mit mittelmäßigem Wein inmitten der Markthalle herum, schaufelt sich voller Freude ein aus Kartoffel, Zwiebel und Eiern bestehendes Omelett rein und bestellt noch flink einen gegrillten Kaisergranat und ein paar fluffige Albondigas mit Patatas Fritas dazu, um den Mittagstisch nicht gar zu einseitig zu gestalten. Das schmeckt, lässt die Lebensgeister zirkulieren, nur um dann den erst halbvollen Magen mit ein paar Schritten in die nächste Bar zu wuchten. Viva España!

Casa Dani, Cl. de Ayala, 28B, 28001 Madrid, Spanien, https://www.casadani.es/

Das Dani Garcia Konzept Restaurant Lobito de Mar.

Das Restaurant und die Bar Lobito de Mar von Dani García ist dessen Antwort auf die viel zu steife und starre Sterne Gastronomie in vielen Ecken dieser Welt. Neben seinem Stammsitz in Marbella gibt es auch noch eine Dependance in Madrid im Stadtteil Salamanca und weitere Filialen sind geplant. Das Produkt ist hier der Star, vor allen Dingen der Thunfisch aus dem andalusischen Fischerort Barbate. Der wird hier nach allen Regeln der Kochkunst zerlegt, mariniert und gebraten. Die Weinkarte hat internationale Klasse, die Meeresfrüchte und Fische in der tagesfrischen Auslage spotten jeder Beschreibung und die Paella schmeckt so gut wie sie aussieht. Und das der Käsekuchen die Spezialität der Dessert Karte und des Hauses ist, kann nach einer schnellen Überprüfung und ein paar vollen Löffeln auch schnell bestätigt werden.

Lobito de Mar, Calle de Jorge Juan, 10, 28001 Madrid, Spanien, Telefon: +34 910 88 94 40, +34 910 88 94 40, https://grupodanigarcia.com/

Alimentacion Quiroga, einkaufen und noch ein paar Happen essen, etwas trinken und quatschen.

Ein gutes Glas oder gar Flasche Wein mit guten Freunden trinken und noch ein paar kleine Zwischenhappen essen? Überhaupt kein Problem in der Alimentacion Quiroga im Zentrum Madrids. In diesem kleinen Lebensmittelgeschäft können alle die noch Platz finden es sich kurzweilig sehr gut gehen lassen. Die Käse-, Schinken- und Wursttheke glänzt mit guten Produkten und die Gäste können sich hier den einen oder anderen leckeren Teller vom lachenden und netten Service Team zuschneiden lassen. Ein paar kleine Tapas und Raciones gibt es auch noch und nach dem Genuss wird der eine oder andere sicher noch gerne die ein oder andere Flasche Wein und Sekt, ein wenig getrüffelte Mortadella oder eine der guten Konserven mit nach Hause nehmen, um dort prachtvoll das Leben weiter zu feiern.

Alimentacion Quiroga, Calle de las Huertas, 19, 28014 Madrid, Spanien, Telefon: +34 910 29 28 63, http://alimentacionquiroga.com/

Ohne Basken geht es auch in Madrid nicht: Arima Basque Gastronomy.

Seit 2016 sorgt das Restaurant Arima für eine zeitgemäße baskische Küche in Madrid. Nagore Irazuegui und ihr Partner Rodrigo haben sich hier im Ortsteil Chameri auf der trubeligen Gastromeile Calle de Ponzano den Traum von ihrem eigenen Restaurant erfüllt. Ein kleiner Barbereich, im hinterem schlauchartigen Raum noch sechs Tische, typische moderne baskische Gerichte, die aus tagesfrischen Zutaten liebevoll zubereitet werden und fertig ist der perfekte Mix aus lockerer Atmosphäre und sehr gutem Essen.

Arima, Calle de Ponzano, 51, 28003 Madrid, Spanien, Telefon: +34 911 09 15 99, https://www.arimabasquegastronomy.com/

Angelita Madrid. Oben Weinbar und Restaurant. Unten Cocktail Bar.

Oben: Das Angelita ist die perfekte Kombination von einer Weinbar mir integriertem Restaurant. Die Weinkarte begeistert gleichermaßen mit bekannten Klassikern und entdeckendswerten Newcomern. Auch Naturweine und eine spektakuläre Auswahl kleiner Champagnerhäuser können einen hier den Mittagstisch oder Abend versüßen. Aber auch die angeschlossene Gastronomie wird genau so liebevoll betrieben. Das aufgetischte Gemüse kommt zum großen Teil sogar aus dem eigenen Garten der Eigentümer. Spanische Klassiker werden hier leicht modernisiert auf die Teller gebracht. Das ganze spielt sich dabei entspannt locker und leger ab. So geht Genussgastronomie mit dem absoluten Spaßfaktor heute.

Unten: Eine Cocktail Bar, wo 99 Prozent der Zutaten aus dem unmittelbaren Umkreis stammen und eine Weinkarte, die auf ungewöhnliche und gute Tropfen setzt. Hier sitzt es sich bestens bei chilliger Musik und der Start in den Abend kann mit einem gutem Glas Wein oder innovativen Drink perfekt beginnen.

Angelita Madrid, Calle de la Reina, 4, 28004 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 21 66 78, https://madrid-angelita.es/en/experience/

Erlebt im Februar 2022.

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Feinkost

Giuliano Tartufi Creme aus Parmesan und Trüffel

Feinkost · Trüffelcreme · Italien

Giuliano Tartufi Creme aus Parmesan und Trüffel verbindet Parmigiano Reggiano DOP mit Bianchetto-Trüffel zu einer seidig-cremigen Sauce. Vielseitig in der Küche – zu Pasta, Risotto oder auf Crostini – und eines der beliebtesten Produkte des Hauses Giuliano Tartufi.


Herkunft

Giuliano Tartufi ist ein italienischer Trüffelspezialist mit Sitz in Pietralunga (Umbrien), einer Region mit langer Trüffeltradition. Das Familienunternehmen verarbeitet frische Trüffel zu Saucen, Cremes und Spezialitäten.

Zutaten und Herstellung

Basis sind Sahne und Parmigiano Reggiano DOP, verfeinert mit Bianchetto-Trüffel (Tuber borchii), auch Märztrüffel genannt. Eine kleine Menge Maisstärke bindet die Sauce; sie ist glutenfrei.

Geschmack

Seidig-cremig in der Textur, intensiv im Geschmack. Die Süße von Sahne und der würzige Parmigiano treffen auf das durchdringende, erdige Aroma des Bianchetto-Trüffels – an eine Alfredo-Sauce in Gourmet-Qualität erinnernd.

In der Küche

Gebrauchsfertig: Für Pasta etwa 40–45 g pro Person kurz mit etwas Nudelwasser erwärmen und unterheben. Ebenso für Risotto, Gnocchi, getrüffeltes Ei oder als Aufstrich für Crostini und Bruschetta. Nach dem Öffnen kühl lagern und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.

Passt zu: Pasta, Risotto, Gnocchi, Crostini und Eiergerichten.


Hersteller: Giuliano Tartufi (Pietralunga, Umbrien)
Produkt: Trüffelcreme (weiße Sauce)
Sorte: Parmigiano Reggiano und Bianchetto-Trüffel
Herkunft: Italien (Umbrien)
Verarbeitung: cremige Sauce auf Sahnebasis, glutenfrei
Mindesthaltbarkeit (MHD): 28.11.2028

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Rebsorten

Clos Henri Stones Sauvignon Blanc 2020

Weißwein · Sauvignon Blanc · Marlborough · Neuseeland

Clos Henri Stones Sauvignon Blanc ist ein charaktervoller Sauvignon Blanc aus Marlborough in Neuseeland, der zeigt, dass Überseeweine echtes Terroir besitzen. Er wächst auf Grauwacke-Flusssteinböden in einem trocken-maritimen Klima. Über 20 Jahre alte Reben und ein langer Holzausbau geben ihm Tiefe. Im Glas mineralisch, texturreich und komplex.


Marlborough

Marlborough an der Nordspitze der Südinsel Neuseelands ist die berühmteste Sauvignon-Blanc-Region des Landes. Clos Henri – gegründet von der Sancerre-Familie Bourgeois – setzt auf Grauwacke-Flusssteinböden, einen für die Region spezifischen Bodentyp, der dem Wein eine ausgeprägte Mineralität und Tiefe verleiht. Das trocken-maritime Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten erhält die Frische.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Sauvignon Blanc von über 20 Jahre alten Reben. Er wird spontan vergoren und über 20 Monate in einem 600-Liter-Barrique aus österreichischer Eiche ausgebaut, was ihm Textur, Tiefe und feine, sehr zurückhaltende Holznoten verleiht.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase herbstliche Aromen von Quitte, reifen Steinfrüchten und kandierten Feigen. Am Gaumen kräftig und geschmacksintensiv, mit sehr leichten Eichennoten, Ingwer und Nüssen. Die kiesige Mineralität sorgt für ein texturreiches Finish mit langem Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; ein größeres Glas und etwas Luft betonen die Komplexität. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und kräftige vegetarische Gerichte.


Lage: Marlborough (Neuseeland); Grauwacke-Flussstein
Klassifikation: Marlborough – Sauvignon Blanc
Ausbau: 100 % Sauvignon Blanc, Spontangärung, 20 Monate 600-l-Barrique (österreichische Eiche)

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Rebsorten

Knab Endinger Engelsberg Muskateller trocken

Weißwein · Baden · Muskateller

Gelber Muskateller Endinger Engelsberg Kaiserstuhl, Baden Löss auf Vulkangestein trocken

Knab Endinger Engelsberg Muskateller ist ein trockener Gelber Muskateller vom Weingut Knab in Endingen am Kaiserstuhl. Gewachsen auf kalkreichem Löss über verwittertem Vulkangestein, zeigt er die typische Muscat-Aromatik – klar, leicht und spritzig. Als Aperitif ebenso wie zur indischen Küche.


Endinger Engelsberg – Löss über Vulkangestein am Kaiserstuhl

Das Weingut Knab liegt in Endingen am Nordrand des Kaiserstuhls. Regina und Thomas Rinker übernahmen den Betrieb 1994. Heute führt Sohn Johannes Rinker das Weingut maßgeblich; er studierte Weinbau und Önologie in Geisenheim und sammelte Erfahrung in Neuseeland, Italien und der Schweiz. Die rund 22 Hektar Reben liegen in der Einzellage Endinger Engelsberg.

Die Böden des Engelsbergs bestehen aus verwittertem Vulkangestein, überlagert von kalkreichen Lössablagerungen, die sich über Jahrtausende angesammelt haben. Der Löss speichert Wasser und Wärme, das Vulkangestein darunter gibt den Weinen Mineralität. Die ältesten Anlagen sind über 40 Jahre alt.

Der Kaiserstuhl gehört zu den wärmsten und sonnenreichsten Weinbauregionen Deutschlands, bei ausreichend Niederschlag. Für den früh reifenden, aromaintensiven Muskateller ist das eine gute Kombination: volle Aromenreife, während die Nächte die Frische erhalten.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Gelbem Muskateller, einer der ältesten bekannten Rebsorten. Die Erträge werden reguliert, die Trauben von Hand gelesen.

Im Keller gärt der Most temperaturkontrolliert. Das bewahrt die flüchtigen Muskat-Aromen und den leichten, spritzigen Charakter. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase intensiv aromatisch, mit Muskat, frischen Trauben, Holunderblüte und einem Hauch Zitrus. Am Gaumen klar, leicht und spritzig, mit frischer Säure und trockenem, sauberem Abgang.

Gelber Muskateller von Löss über Vulkangestein: Muskat und Blüten, trocken, leicht und klar.

Jung zu trinken. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Indische Küche, würzige Currys, thailändische und andere asiatische Gerichte, Spargel und frisches Obst – oder einfach solo als Aperitif.


Produzent Weingut Knab, Endingen am Kaiserstuhl
Rebsorte Gelber Muskateller
Lage Endinger Engelsberg, Kaiserstuhl, Baden · kalkreicher Löss über verwittertem Vulkangestein
Klassifikation Baden · trocken
Vinifikation Handlese · temperaturkontrollierte Gärung

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Feinkost

Le 2 Mele Sugo ai Funghi Porcini Toamtensauce mit Steinpilzen

Feinkost · Pastasauce · Ligurien · Italien

Le 2 Mele Sugo ai Funghi Porcini ist eine italienische Tomatensauce mit Steinpilzen. Fruchtige Tomate trifft auf das erdig-waldige Aroma von Boletus-Steinpilzen – eine vegetarische, vollmundige Sauce für Pasta direkt aus dem Glas.


Herkunft

Hergestellt von der Manufaktur Le 2 Mele in Borgomaro in Ligurien, im Hinterland der italienischen Riviera. Für die Sauce werden echte Steinpilze (Boletus edulis) verarbeitet.

Zutaten und Herstellung

Auf Basis von Tomatenfruchtfleisch mit Steinpilzen, abgerundet mit nativem Olivenöl extra und Gewürzen. Eine fleischlose, vegetarische Pastasauce.

Geschmack

Fruchtig und vollmundig, mit dem intensiven, erdig-waldigen Aroma der Steinpilze. Rund und herzhaft, ohne schwer zu sein.

In der Küche

Einfach erwärmen und mit frisch gekochter Pasta vermengen. Auch als Basis für Risotto oder Gnocchi und mit etwas Parmigiano zu verfeinern.

Passt zu: Tagliatelle, Pappardelle, Gnocchi, Risotto und Polenta.


Hersteller: Le 2 Mele, Borgomaro (Ligurien, Italien)
Produkt: Sugo ai Funghi Porcini – Tomatensauce mit Steinpilzen (vegetarisch)
Zutaten (Auszug): Tomate, Steinpilze (Boletus edulis), natives Olivenöl extra, Gewürze
Mindesthaltbarkeit (MHD): 07.08.2027

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Spirituosen

Lorenzo Inga Grappa Bianca di Gavi Antica Porta Selection Barrique

Grappa · Cortese · Piemont · Italien

Lorenzo Inga Grappa Barrique di Gavi (Antica Porta Selection) ist ein im Barrique gereifter Grappa aus dem Piemont. Gebrannt aus dem Trester der weißen Cortese-Traube von Gavi und in Eichenfässern ausgebaut – goldgelb, weich und samtig mit langem Abgang.


Herkunft

Die Brennerei Inga wurde 1832 gegründet und wird heute in fünfter Generation von Lorenzo Inga geführt – eine der traditionsreichsten Grappa-Familien des Piemont, ansässig nahe den Weinbergen von Gavi. Dort wächst die Cortese-Traube auf kalkhaltigen Böden, die ihr eine feine Mineralität verleihen.

Destillation und Reifung

Gebrannt wird der Trester der weißen Cortese di Gavi, schonend destilliert in Kupferkesseln. Anschließend reift der Grappa im Barrique aus französischer Eiche, was ihm Farbe, Tiefe und einen samtigen Charakter verleiht. Abgefüllt mit

Im Glas

Goldgelb bis bernsteinfarben. In der Nase Vanille, Holznoten und getrocknete Früchte, dazu ein Hauch Akazienhonig. Am Gaumen weich und samtig, vollmundig mit feiner Würze. Langer, harmonischer Abgang.

Pur genießen

Als Digestif nach dem Essen – bei Zimmertemperatur in einem schmalen Glas, das die Aromen bündelt. Ein gereifter Grappa für besondere Momente.

Klassisch solo: als Digestif, zum Espresso oder zu dunkler Schokolade.


Herkunft: Piemont, Italien (Gavi)
Art: Grappa Barrique (Cortese di Gavi)
Reifung: Barrique aus französischer Eiche

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Frankreich

Jean-Marc Vincent Santenay Vieilles Vignes rouge 2021

Rotwein · Santenay · Pinot Noir

Pinot Noir Santenay (Village) Vieilles Vignes Côte de Beaune Jean-Marc Vincent alte Reben kalk-mergeliger Boden 2021

Der Jean-Marc Vincent Santenay „Vieilles Vignes" rouge 2021 ist ein Pinot Noir von alten Reben aus der südlichsten Gemeinde der Côte de Beaune – saftig, würzig und fein strukturiert, mit der erdig-mineralischen Prägung des Santenay-Terroirs.


Santenay Vieilles Vignes – Pinot Noir aus dem Süden der Côte

Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune, seit 1937 mit eigener Appellation, und liegt am äußersten Ende des Kalksteinrückens der Côte d'Or. Überwiegend werden hier Rotweine aus Pinot Noir erzeugt. Charakteristisch ist der hohe Anteil an Mergelstein, den Santenay mit der nahen Côte Chalonnaise teilt – das prägt die feste, etwas rustikalere und zugleich erdig-mineralische Stilistik der Weine.

Der „Vieilles Vignes" von Jean-Marc Vincent stammt von alten Reben; deren tiefes Wurzelwerk und die niedrigen Erträge geben dem Wein Konzentration, Tiefe und feine Würze. Der kalk-mergelige Boden verleiht ihm seine mineralische Prägung und feste Struktur.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war an der Côte de Beaune ein kühler, anspruchsvoller Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders feine, klar gezeichnete Pinot Noirs mit lebendiger Säure und kühler Eleganz hervorbrachte. Von alten Reben auf kalk-mergeligem Boden ergibt das einen saftigen, würzigen und fein strukturierten Wein mit frischer, transparenter Frucht.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Santenay (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg von Hand, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan und reift im Holzfass – ein Ausbau, der Frucht und Terroir-Prägung bewahrt und dem Wein Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Vom kalk-mergeligen Boden Santenays und den alten Reben lebt dieser Pinot Noir: helle und dunkle rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, florale Anklänge und eine erdig-würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein, frisch und transparent, während die alten Reben Konzentration und Substanz geben, die der Ausbau im Holzfass in eine geschmeidige Textur einbindet. Am Gaumen saftig und fein strukturiert, mit weichem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Helle und dunkle rote Frucht, erdig-würzige Tiefe – saftig, fein und frisch, mit weichem Tannin und langem Nachhall.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife; bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Ente, zu Kalb und Schwein in feiner Sauce, zu Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Santenay, Village (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); südlichste Gemeinde der Côte de Beaune, kalk-mergeliger Boden; alte Reben
Klassifikation: AOC Santenay (Village), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Spontangärung, Reifung im Holzfass; handwerklicher Weinbau

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Spirituosen

The Duke Lion´s - Munich Handcrafted Vodka BIO

Spirituose · Vodka · München · Deutschland

Lion's Munich Handcrafted Vodka will sich gar nicht als rein neutrales Destillat präsentieren. Statt im Gaumen kaum einen Eindruck zu hinterlassen, soll dieser Bio-Vodka das ursprüngliche Aroma seiner Rohstoffe bewahren und prägnant hervortreten lassen.


Herkunft / München

Der Lion's Vodka stammt aus der Münchner Manufaktur hinter der Marke The Duke, die für handwerklich destillierte Spirituosen steht. Das gesamte verwendete Getreide stammt aus rein biologischem Anbau (Bio-Kontrollstelle DE-ÖKO-007).

Zutaten und Destillation

Im Mittelpunkt steht das Getreide – der wichtigste Baustein eines guten Vodkas. Verwendet werden Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel, allesamt in Bio-Qualität. Anders als bei neutral gehaltenen Vodkas wird der Charakter der Rohstoffe bewusst erhalten, sodass die Getreidearomen prägnant hervortreten.

Im Glas

Klar und kristallin. In der Nase fein getreidig, mit weicher, leicht süßlicher Kornnote. Am Gaumen vollmundig und markant, mit spürbarer Getreidewürze und kraftvollem, sauberem Abgang – charaktervoll statt neutral.

Pur und im Drink

Eiskalt pur aus dem Tiefkühlfach genießen oder als charaktervolle Basis für Cocktails wie Moscow Mule, Martini oder Vodka Tonic.

Ideal: pur eiskalt, im Martini, Moscow Mule oder Vodka Tonic.


Herkunft: München (Deutschland); The Duke
Art: Handcrafted Vodka (Bio)
Zutaten: Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel (aus biologischem Anbau)
Herstellung: handwerkliche Destillation, aromabetonter Stil

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Weine

Kühling-Gillot Ölberg Riesling Großes Gewächs 2020 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Ölberg VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Tonschiefer (Rotliegendes) volle Südlage · >60 % Neigung BIO (DE-ÖKO-006) · 2020

Der Kühling-Gillot Niersteiner Ölberg Riesling GG 2020 stammt aus der südlichsten Lage des Guts am Roten Hang – der einzigen mit voller Südexposition. Ein Riesling, in dem sich Frucht und Steinaromen perfekt die Waage halten: viskos, würzig und tief.


Niersteiner Ölberg – volle Südlage am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Name Ölberg weist – wie bei vielen großen Lagen – auf ein früheres Kloster und seinen biblischen Bezug hin; die besonders dichte Viskosität und der hohe Anteil ätherischer Öle der Weine haben die Namensgebung sicher unterstützt.

Im Roten Hang ist der Ölberg die südlichste Lage des Guts und verläuft im zentralen Bereich in Ost-West-Richtung; als einzige der Roten-Hang-Lagen hat er volle Südexposition. Die Gutsparzelle ist eine klassische Steillage mit über 60 % Neigung. Anders als im Rothenberg und Pettenthal, wo die Felsbänder zutage treten, ist der Boden im Ölberg poröser und durchlässiger: Der rote Tonschiefer wurde über Jahrmillionen aufgerieben und ersetzt quasi die Humusschicht. Die Südparzelle wirkt so als idealer Wärmespeicher, in dem die Trauben gleichmäßig volle physiologische Reife erreichen.

Jahrgang 2020 – Roter Hang (Rheinhessen)

2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die volle Südlage und der wärmespeichernde, aufgeriebene Tonschiefer sicherten gleichmäßige Reife und opulenten Körper, während der Rote Hang für salzige Mineralität und Würze sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Ölberg, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von aufgeriebenem rotem Tonschiefer.

Nach strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf opulenten Körper, Frucht-Stein-Balance und salzige Würze ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein opulenter Riesling, in dem Frucht und Steinaromen sich die Waage halten: süße Frucht und salzige Mineralität, verwoben zu einer blühenden Sommerblumenwiese mit Honigmelone und Nektarinenzeste. Am Gaumen fast ölig, mit reifer Säure und einem feinen Nougatton; der opulente Körper wird von einer zarten mineralischen Würze abgepuffert, die mit Flaschenreife in den Vordergrund rückt.

Süße Frucht und salzige Mineralität, verwoben zu einer blühenden Sommerblumenwiese mit Honigmelone und Nektarinenzeste – am Gaumen fast ölig, mit reifer Säure, feinem Nougatton und zarter mineralischer Würze.

Ein opulenter, langlebiger Rotliegend-Riesling; gewinnt mit Flaschenreife. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Rahmsauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Ölberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); volle Südexposition, >60 % Neigung; aufgeriebener roter Tonschiefer (Rotliegendes), poröser Boden
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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