So schmeckt Madrid

Königlich und lebensfroh. Kulinarische Tage in Madrid.

Madrid gehört ohne Frage zu den spannendsten und lebendigsten Städten in Europa. Hier im Zentrum Spaniens liegt diese unscheinbar wirkende Metropole auf dem Gebirgszug der südlichen Meseta 650 Meter über dem Meeresspiegel. Mit dem Prado, dem Reina Sofia und dem Thyssen-Bornemisza liegen drei der beeindruckendsten Museen Spaniens in Madrid und untermauern so die kulturelle Ambitionen der spanischen Hauptstadt. Von den meisten Spaniern wird Madrid allerdings gehasst. Die Regierung und überhaupt die hier agierenden Politiker, die nichts anderes machen als Steuern für das eigene Wohlergehen aus den einzelnen Provinzen abzuziehen, eine hohe Korruptionsdichte, eine Bürokratie, wo sich selbst viele Deutsche wundern würden wie lange und schleppend der ein oder andere Vorgang dauern kann, und natürlich der Fußballclub Real Madrid, dem weiß Gott nicht nur Freude entgegen schlägt. 

Madrid ist auf der anderen Seite aber auch die Stadt der absoluten Lebensfreude, ein Ort, wo niemals geschlafen wird, wo immer noch etwas mehr geht als in anderen Städten. Elegant, erhaben und auch ziemlich wild. Die Madrilenen nennen ihren „Rausch“ La Marcha (den Marsch). Es geht von Kneipe zu Kneipe, von Bar zu Bar und natürlich zu den unzähligen Restaurants, die hier alle Facetten des Genusses bieten. Wenn man am Plaza de Santa Ana den Gauklern am Abend zusieht und seine Caña geniesst oder sich durch die Straßen des Stadtteiles Malasaña treiben lässt, weiß man, wie das pure Leben schmeckt und aussieht. Viva Madrid!, in dieser Stadt gibt es immer wieder Vieles und Neues zu entdecken. Ab dafür! Erlebt im Frühjahr 2022.

Im La Venencia mit Sherry in eine andere Epoche abtauchen.

Um den Mittag oder den Abend in Madrid gut zu starten, empfiehlt es sich immer im La Venencia, im zentral gelegenen Viertel Las Huertas, erst einmal einen guten und authentischen Manzanilla Sherry, mit den dazu passenden Oliven zu genießen. Hier taucht man direkt in das alte, traditionelle Spanien ab. Alte Sherry Fässer, kleine Happen wie anno dazumal und eine authentische Atmosphäre wie zu Urgroßmutters Zeiten ist hier mit jeder Pore zu spüren.

Wenn hier ein älterer Gast die Tageszeitung El Pais liest, kann das schon als modern, revolutionär und ziemlich unpassend empfunden werden. Handys, Fotos und sonstiger moderner Schnickschnack sind hier per se unerwünscht. Auch ein Trinkgeld wird hier unwirsch abgeschlagen. Sherry trinken, alte Zeiten aufsaugen, abtauchen, genießen und einfach weiterziehen heißt hier das gelobte und gelebte Motto. Mehr kann und mehr muss es hier auch nicht sein.

La Venencia, Calle de Echegaray, 7, 28014 Madrid, Spanien, Telefon: +34 914 29 73 13, https://www.lavenencia.com/

Das neue Gastronomie Konzept in Madrid: die Food Hall Galeria Canalejas.

Das komplette Kontrastprogramm zum La Venencia ist die erst am 01. Dezember 2021 unweit der Puerta del Sol eröffnete Food Hall Galeria Canalejas in Madrid. Als ob Spanien alle seine Kolonien zurück hätte, es niemals eine Finanz- oder Corona Krise gegeben hätte oder der Klimawandel unseren Planeten demnächst nicht mehr so komfortabel bewohnbar machen wird, haben die Madrilenen hier einen neuen Gourmet Hotspot geschaffen. Die Party wird wohl niemals ein Ende haben! Spezialitäten aus aller Herren Ländern und dies in besten Qualitäten buhlen hier um die Aufmerksamkeit der Gäste. Austern Bar, Charcuterie, Asia Style, Mexico Life, Cocktails, Traditionelles, Italienisches und natürlich diverse Fusion-Küchen und noch jede Menge mehr locken, verzaubern, begeistern und ziehen die hungrigen, durstigen und vergnügungswilligen Einwohner Madrids und Touristen in ihren Bann.  

Food Hall Galería Canalejas, Calle de Alcalá, 12, 28014 Madrid, Spanien, https://www.galeriacanalejas.com/

Der Doppelgänger im Markt Antón Martin.

Wesentlich bescheidener, dafür um so kreativer und lockerer geht es im Mercado Antón Martin im Madrider Viertel Las Letras zu. In diesem kleineren Markt an der Calle San Isabel hat der Koch Sami Ali Rando das Restaurant Doppelgänger eröffnet. Der kuriose Name symbolisiert die Erschaffung eines „Doppelgänger“ Restaurants. Nun sitzen die Gäste allerdings nicht mehr schick, urban und gepflegt auf ihren Stühlen an ordentlichen Tischen, sondern in einer Ecke einer älteren Markthalle auf Barhockern, schauen den Akteuren hinter der Theke beim kochen zu, dürfen ausgezeichnete Naturweine trinken und dazu flippige Kreationen verputzen.

Sami Ali und sein Team setzen dabei auf aussagekräftige und intensive Aromenbomben für den Gaumen. Würzig, scharf mit vielen Facetten und jeder Menge Bums sprengt hier der ein oder andere Happen jegliche für möglich gehaltene Dimensionen. Die im Japan Style kreierte Udon Suppe mit viel Knoblauch, Zwiebeln und geröstetem Blumenkohl muss sogar zu einem kulinarischen Supererlebnis gezählt werden. Aber auch der Spicy Taco von der weißen Krabbe, das „Drachen“ Ei oder die Albondigas vom Schwein mit Ananas konnten komplett begeistern. Dass alle hier eingelegten und verarbeiteten Lebensmittel vom Markt kommen, versteht sich natürlich ganz von selbst. 

Doppelgänger, Mercado Antón Martin, Calle de Santa Isabel, 5 Planta Principal, Puesto 44-47, 28012 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 305 499, https://doppelgangerbar.com/

Im Restaurant Arallo trifft Galizien auf Industrie Design Style.

Die Calle de la Reina ist eine Parallelstrasse der Gran Via in Madrid. Hier befindet sich ein hübsches Restaurant neben dem anderen. Auch das 2017 eröffnete Restaurant Arallo reiht sich hier in die unendlich wirkenden, urbanen Speisemöglichkeiten einer großen Metropole ein. Im Arallo hat das Innendesign Team auf einen Industriehallen Charme gesetzt. Dann eine große Theken Küchenzeile in den Raum platziert, wo die Köche munter ihre galizischen Zutaten kreativ pimpen dürfen. Ein junges Publikum wippt dabei zu hämmernden Techno Beats und vergnügt sich kulinarisch mit einer kreativen Fusionsküche, die ihre spanischen Wurzeln niemals leugnen muss. 

Arallo, C. de la Reina, 31, 28004 Madrid, Spanien, Telefon: +34 690 67 37 96, https://arallotaberna.com/

Ferreteria, Eisenwarenhandlung ohne den geliebten Schinken 

In der Ferreteria an der Calle de Atocha gab es einst mit die besten Schinkenteller Madrids. Die Eigentumsverhältnisse und damit das kulinarische Angebot scheinen sich in dieser als Tapabar und Restaurant geführten ehemals ältesten Eisenwarenhandlung Madrids geändert zu haben. Geblieben ist eine der schönsten Räumlichkeiten der Stadt, in dem die hier gereichten Kleinigkeiten nicht das glanzvolle Niveau früherer Zeiten erreichen; für den kleinen Hunger und einen Aperitif ist es aber immer noch einen kurzen Sprung wert. 

Ferretería, Calle de Atocha, 57, 28012 Madrid, Spanien, Telefon: +34 914 29 73 61, https://www.ferreteriarestaurante.com/

Quo vadis Tortilla? In die Bar Diego!

Die Cafeteria und Bar Diego liegt an der Calle de Atocha 66 und sieht von außen und von innen wie eine typische spanische Bar aus. Hier schlurft das Personal mit dem Handicap einer gerade wohl selbst schlimm durchzechten Nacht durch den schlauchartigen Innenraum und hinter der Theke herum. Hier werden mit der Sicherheit der Jahrzehnte langen Anstellung, und der damit erlangten gastronomischen Erfahrung, Café con leche, der Cortado, ein frisch gepresster Orangensaft oder am Nachbartisch schon der erste Wermut lustlos zubereitet und serviert. Dass überall in diesem Lokal die hausgemachte Tortilla beworben wird, ist für solche Stätten normal und wird aus alter Gewohnheit und eigener Liebe zur Tortilla stets bemerkt.

Dass in der Bar Diego allerdings eine wahre Tortilla Fee in der Küche zu werkeln scheint, wird erst nach dem ersten Gabelschnitt und Bissen in diese Tortilla klar. Innen flüssig, mit dem perfekten Garpunkt der Kartoffel sowie das richtige Maß an Zwiebeln, die bei diesem Mini Meisterwerk für die Süße der Speise verantwortlich sind. Grandios gesalzen und mit einer korrekten Eierstockung und Hülle ausgestattet kann hier von einer Tortilla mit Suchtfaktor gesprochen werden. So unscheinbar die Bar Diego auch wirken mag. Diese Tortilla ist magisch und lohnt einen kurzen Abstecher in diese Lokalität in die Calle de Atocha, 66.

Bar Cafetería Diego, Calle de Atocha, 66, 28012 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 30 08 17,

Im schönen Mercado de San Miguel.

Der Mercado de San Miguel gehört immer noch zu den großen, kulinarischen Anziehungspunkten Madrids. Im Herzen und Zentrum der spanischen Hauptstadt und unweit der Plaza Mayor gelegen sorgt dieser Markt mit seinem vielfältigen kulinarischen Angebot für regelrechte Freudentränen. Ob Gemüse, Obst, Schinken, Austern, Käse, Fisch, Süßes, feinste Weine und unzählige Tapa Variationen können hier an den einzelnen Marktständen erworben werden und dann an diversen Sitzmöglichkeiten in der Mitte der Halle verspeist werden. Das ist urban, locker und wird für Madrilenen und Touristen in guten Qualitäten gereicht. Bravo.

Mercado de San Miguel, Plaza de San Miguel, s/n, 28005 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 42 49 36, https://mercadodesanmiguel.es/

Locker essen, trinken und sprechen im Dspeakeasy.

Um die Verwechslung mit einem katalanischen Restaurant zu vermeiden wurde das easy im Restaurant Dspeakeasy einfach durchgestrichen, das lockere Konzept des spanischen Starkochs Diego Guerrero aber gleichwohl beibehalten. Moderne und kreative Teller zu einem überschaubaren Preis, plus ein paar Tagesgerichte gibt es hier zu entdecken. Alles kann hier entspannt zum miteinander teilen in die Mitte des Tisches gestellt werden und jeder pickt und löffelt, wonach er Lust und Laune hat etwas von dort weg. Es ist ein Konzept der guten Laune, mit der Professionalität einer Top Gastronomie und dem Wohlfühlfaktor der heimischen vier Wände. 

DSPEAKEASY, Calle de Fernando VI, 6, 28004 Madrid, Spanien, Telefon: +34 913 19 54 35, https://dstageconcept.com/dspeak/

Taberneros, das Spiegelbild von Madrids Gastronomie.

Ein Spiegelbild der wahren kulinarischen Leidenschaft eines Landes und einer Stadt sind in der Regel die unzähligen „normalen“ Bars, Tavernen und Restaurants. Und hier hat Madrid sicher viel mehr zu bieten als es die meisten Menschen erwarten würden. Oft weit über hundert Jahre alt sind hier die unzähligen Gaststätten. Sie wirken wie aus einer anderen Epoche, kredenzen Kutteln, russischen Salat oder eine gute Tortilla. Es gibt in dieser Stadt so viele dieser Institutionen, dass es wohl niemand schaffen würde, alle einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Restaurant Taberneros hat zwar noch keine 25 Jahre auf dem Buckel, kann aber durchaus in die Kategorie solcher Wirtschaften gezählt werden. Hier wird eine zeitgemäße und ehrliche Küche gereicht. Locker und lebenswert geht es hier zu, und jeder hier im Raum hat mit den exzellenten und liebevoll ausgewählten Weinen jede Menge Spass. Im Taberneros darf das Leben gefeiert werden.

Taberneros, Calle de Santiago, 9, 28013 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 42 21 60, https://www.facebook.com/Taberneroswinebar/

Beste Tortilla im Casa Dani im Mercado de la Paz.

Im wundervollen Mercado de la Paz im Stadtteil Salamanca in Madrid gibt es im Casi Dani immer noch eine der besten Tortillas des Landes. Kaum eine Minute nach der Bestellung serviert, sitzt man hier vollkommen ungezwungen auf lässigen Barhockern mit mittelmäßigem Wein inmitten der Markthalle herum, schaufelt sich voller Freude ein aus Kartoffel, Zwiebel und Eiern bestehendes Omelett rein und bestellt noch flink einen gegrillten Kaisergranat und ein paar fluffige Albondigas mit Patatas Fritas dazu, um den Mittagstisch nicht gar zu einseitig zu gestalten. Das schmeckt, lässt die Lebensgeister zirkulieren, nur um dann den erst halbvollen Magen mit ein paar Schritten in die nächste Bar zu wuchten. Viva España!

Casa Dani, Cl. de Ayala, 28B, 28001 Madrid, Spanien, https://www.casadani.es/

Das Dani Garcia Konzept Restaurant Lobito de Mar.

Das Restaurant und die Bar Lobito de Mar von Dani García ist dessen Antwort auf die viel zu steife und starre Sterne Gastronomie in vielen Ecken dieser Welt. Neben seinem Stammsitz in Marbella gibt es auch noch eine Dependance in Madrid im Stadtteil Salamanca und weitere Filialen sind geplant. Das Produkt ist hier der Star, vor allen Dingen der Thunfisch aus dem andalusischen Fischerort Barbate. Der wird hier nach allen Regeln der Kochkunst zerlegt, mariniert und gebraten. Die Weinkarte hat internationale Klasse, die Meeresfrüchte und Fische in der tagesfrischen Auslage spotten jeder Beschreibung und die Paella schmeckt so gut wie sie aussieht. Und das der Käsekuchen die Spezialität der Dessert Karte und des Hauses ist, kann nach einer schnellen Überprüfung und ein paar vollen Löffeln auch schnell bestätigt werden.

Lobito de Mar, Calle de Jorge Juan, 10, 28001 Madrid, Spanien, Telefon: +34 910 88 94 40, +34 910 88 94 40, https://grupodanigarcia.com/

Alimentacion Quiroga, einkaufen und noch ein paar Happen essen, etwas trinken und quatschen.

Ein gutes Glas oder gar Flasche Wein mit guten Freunden trinken und noch ein paar kleine Zwischenhappen essen? Überhaupt kein Problem in der Alimentacion Quiroga im Zentrum Madrids. In diesem kleinen Lebensmittelgeschäft können alle die noch Platz finden es sich kurzweilig sehr gut gehen lassen. Die Käse-, Schinken- und Wursttheke glänzt mit guten Produkten und die Gäste können sich hier den einen oder anderen leckeren Teller vom lachenden und netten Service Team zuschneiden lassen. Ein paar kleine Tapas und Raciones gibt es auch noch und nach dem Genuss wird der eine oder andere sicher noch gerne die ein oder andere Flasche Wein und Sekt, ein wenig getrüffelte Mortadella oder eine der guten Konserven mit nach Hause nehmen, um dort prachtvoll das Leben weiter zu feiern.

Alimentacion Quiroga, Calle de las Huertas, 19, 28014 Madrid, Spanien, Telefon: +34 910 29 28 63, http://alimentacionquiroga.com/

Ohne Basken geht es auch in Madrid nicht: Arima Basque Gastronomy.

Seit 2016 sorgt das Restaurant Arima für eine zeitgemäße baskische Küche in Madrid. Nagore Irazuegui und ihr Partner Rodrigo haben sich hier im Ortsteil Chameri auf der trubeligen Gastromeile Calle de Ponzano den Traum von ihrem eigenen Restaurant erfüllt. Ein kleiner Barbereich, im hinterem schlauchartigen Raum noch sechs Tische, typische moderne baskische Gerichte, die aus tagesfrischen Zutaten liebevoll zubereitet werden und fertig ist der perfekte Mix aus lockerer Atmosphäre und sehr gutem Essen.

Arima, Calle de Ponzano, 51, 28003 Madrid, Spanien, Telefon: +34 911 09 15 99, https://www.arimabasquegastronomy.com/

Angelita Madrid. Oben Weinbar und Restaurant. Unten Cocktail Bar.

Oben: Das Angelita ist die perfekte Kombination von einer Weinbar mir integriertem Restaurant. Die Weinkarte begeistert gleichermaßen mit bekannten Klassikern und entdeckendswerten Newcomern. Auch Naturweine und eine spektakuläre Auswahl kleiner Champagnerhäuser können einen hier den Mittagstisch oder Abend versüßen. Aber auch die angeschlossene Gastronomie wird genau so liebevoll betrieben. Das aufgetischte Gemüse kommt zum großen Teil sogar aus dem eigenen Garten der Eigentümer. Spanische Klassiker werden hier leicht modernisiert auf die Teller gebracht. Das ganze spielt sich dabei entspannt locker und leger ab. So geht Genussgastronomie mit dem absoluten Spaßfaktor heute.

Unten: Eine Cocktail Bar, wo 99 Prozent der Zutaten aus dem unmittelbaren Umkreis stammen und eine Weinkarte, die auf ungewöhnliche und gute Tropfen setzt. Hier sitzt es sich bestens bei chilliger Musik und der Start in den Abend kann mit einem gutem Glas Wein oder innovativen Drink perfekt beginnen.

Angelita Madrid, Calle de la Reina, 4, 28004 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 21 66 78, https://madrid-angelita.es/en/experience/

Erlebt im Februar 2022.

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Weine

Oropasso IGP Veneto Chardonnay Garganega

Wein · Weißwein · Venetien · Italien

Biscardo Oropasso IGP Veneto ist eine fruchtige Weißwein-Cuvée aus dem Veneto, aus 60 % Garganega und 40 % Chardonnay. Feines Bukett mit Aromen von Zitrusfrüchten, Aprikosen und Sommerblüten; frisch, klar und saftig am Gaumen mit spannender Mineralik.


Venetien / Italien

Der Wein stammt von Mabis (Biscardo), einem Familienbetrieb im Veneto bei Verona mit über 150 Jahren Weinbau-Erfahrung. Die Reben für den Oropasso wachsen knapp außerhalb der Soave-Zone auf durchlässigen Böden aus Lehm, Sand und Schluff. Oropasso ist der weiße Teil der „Passo"-Trilogie neben Neropasso (rot) und Rosapasso (rosé).

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Garganega und 40 % Chardonnay. Wie der Name „passo" verrät, kommt die Appassimento-Methode zum Einsatz: Ein Teil der Trauben wird vor dem Pressen angetrocknet, was Saft und Aromen konzentriert. Die Gärung erfolgt im Edelstahltank, gefolgt von mehreren Monaten Reife auf der Feinhefe. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase ein feines Bukett von Zitrusfrüchten, Aprikosen und Sommerblüten. Am Gaumen frisch, klar und saftig, mit konzentrierter Frucht und einer spannenden mineralischen Note im Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein vielseitiger Begleiter zu leichten Gerichten.

Passt zu: Pasta, Risotto, Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch und gereiftem Käse.


Lage: Venetien (Italien); Mabis (Biscardo), nahe Soave
Klassifikation: Veneto IGP – Cuvée aus 60 % Garganega & 40 % Chardonnay, trocken
Ausbau: Appassimento (teilweise angetrocknete Trauben), Gärung im Edelstahl, Reife auf der Feinhefe

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Rebsorten

Cantina Angiuli Donato Maccone Primitivo Puglia rosso

Rotwein · Primitivo · Apulien · Süditalien

Maccone Primitivo Puglia ist ein konzentrierter, gehaltvoller Rotwein der Cantina Angiuli Donato aus Apulien. Er entsteht zu 100 % aus Primitivo aus der Provinz Bari, nach sorgfältiger Handlese. Im Glas ein dunkler, kraftvoller Süditaliener mit feurigem Bukett, reifer Beerenfrucht und Würze.


Apulien

Die Trauben stammen aus Apulien (Puglia) im Süden Italiens, aus Weinbergen in der Provinz Bari rund um Acquaviva delle Fonti. Das heiße, sonnige Mittelmeerklima bringt vollreife, zuckerreiche Primitivo-Trauben hervor. Der Wein trägt die Herkunft Puglia IGP.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Primitivo. Nach der Handlese Mitte September folgen schonende Pressung und eine rund zehntägige Maischegärung bei kontrollierter Temperatur. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, was die kräftige, reife Frucht in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein feuriges Bukett mit reifer Beerenfrucht, einem Hauch Kaffee, Lakritz und mediterranen Kräutern. Am Gaumen komplex, gehaltvoll und konzentriert, mit weichem Tannin. Der Abgang ist kraftvoll und langanhaltend.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut ihm gut.

Klassische Begleitung: gegrilltes rotes Fleisch, kräftige Pastagerichte, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Apulien (Provinz Bari), Italien
Klassifikation: Puglia IGP – Primitivo
Ausbau: Edelstahl

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Ungarn

Oremus Tokaji 5 Puttonyos 2014

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Aszú · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Aszú 3 Puttonyos Tokaj-Hegyalja · Ungarn Oremus (Vega Sicilia) vulkanischer Boden edelsüß · Botrytis 2016

Der Oremus Tokaji Aszú 3 Puttonyos 2016 ist der Einstiegs-Aszú des Weinguts Tokaj-Oremus der Familie Álvarez (Vega Sicilia) – die feinste, am wenigsten süße Stufe der Aszú-Palette. Eine botrytisgeprägte Cuvée auf Furmint-Basis mit reifer Aprikose, Honig und Zitrus, von moderater, zugänglicher Süße und erfrischender Säure.


Oremus und Tokaj-Hegyalja

Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns ist die klassische Heimat des Tokaji Aszú – des „Weins der Könige", seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe. Am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza sorgt herbstlicher Morgennebel zuverlässig für die Edelfäule (Botrytis cinerea), während sonnige Nachmittage die Beeren eintrocknen lassen. Die vulkanischen Böden und das kontinentale Klima geben den Trauben Würze und eine markante Säure.

Das Weingut Tokaj-Oremus wurde 1993 von der Familie Álvarez, Eigentümerin der spanischen Ikone Vega Sicilia, gegründet und trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú. Die Reben stehen auf vulkanischem Boden. Die Cuvée vereint Furmint als Rückgrat (rund drei Viertel) mit Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Jahrgang 2016 – Tokaj-Hegyalja

Der Herbst 2016 brachte reichlich Edelfäule und damit ideale Voraussetzungen für die Aszú-Bereitung. Das Ergebnis ist ein heller, energiegeladener Aszú, in dem eine frische, lebendige Säure die reife Aprikosenfrucht trägt – ein klarer, fruchtiger und erfrischender Stil, der die moderate Süße der 3-Puttonyos-Stufe besonders trinkanimierend wirken lässt.

Aszú 3 Puttonyos – Herstellung und Ausbau

Edelsüßer Tokaji Aszú aus dem Jahrgang 2016, Stufe 3 Puttonyos – eine Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Für den Aszú werden die einzeln verlesenen, edelfaulen Beeren – gemessen in „Puttonyos", den traditionellen 25-kg-Hotten – zum Grundmost gegeben: drei Puttonyos auf ein 136-Liter-Gönci-Fass ergeben die moderate, zugängliche Süße dieser Stufe (historisch die leichteste Aszú-Kategorie). Nach kühler Maische von rund einem bis zwei Tagen werden die Beeren sanft gepresst; die Gärung in neuen ungarischen Eichenfässern (Gönci-Fass aus dem Zemplén-Wald) verläuft langsam über Wochen. Anschließend reift der Wein zwei bis drei Jahre im Fass und danach in der Flasche.

Im Glas

Aus Botrytis-Konzentration und der hohen Säure des Furmint lebt dieser Aszú: leuchtendes Goldgelb, dazu Aromen von reifer Aprikose, Honig und Orangenschale, untermalt von kandierter Zitrus, Pfirsich und einem feinen Karamellton. Am Gaumen edelsüß, aber in der 3-Puttonyos-Stufe nur moderat süß und fein-cremig, getragen von einer lebendigen, erfrischenden Säure mit salzigem Zug. Klar und elegant, mündet er in ein langes, frisches Finale.

Reife Aprikose, Honig und kandierte Zitrus – moderat süß, fein-cremig und von lebendiger, salziger Säure getragen, mit langem, frischem Finale.

Schon jetzt ein Genuss, bei idealer Lagerung über viele Jahre haltbar. Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Foie gras und Geflügelleber, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse sowie zu Desserts mit Aprikose, Zitrus oder Crème brûlée.


Lage: Tokaj-Oremus, Tolcsva, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; UNESCO-Weltkulturerbe
Klassifikation: Tokaji Aszú 3 Puttonyos (edelsüß); Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály
Ausbau: ~1–2 Tage Maischestand, langsame Gärung in neuer ungarischer Eiche (Gönci-Fass 136 l), 2–3 Jahre Fassreife, anschließend Flaschenreife

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Ungeheuer GC 2020 BIO

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling (Grand Cru)

Riesling Forster Ungeheuer G.C. (Grand Cru) Dr. Bürklin-Wolf Forst · Pfalz vulkanischer Basalt · Ton/Sand trocken biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Dr. Bürklin-Wolf Forster Ungeheuer Riesling G.C. 2020 stammt aus dem historisch wertvollsten Teil einer der großen Forster Lagen. Ein Grand-Cru-Riesling vom Basalt – körperreich, salzig und tief.


Forster Ungeheuer – Riesling auf Basalt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. stehen für die wertvollsten Lagen, darunter folgen Orts- und Gutsrieslinge.

Das Ungeheuer liegt am Fuße des Haardtgebirges in Forst; der Anteil des Guts beträgt 0,9 Hektar im historisch wertvollsten Teil der Lage. Der Name geht auf den Familiennamen eines ehemaligen Deidesheimer Stadtschreibers zurück. Die südöstliche Hangneigung sorgt für rasche Erwärmung des vulkanischen Basaltgesteins; dichte Ton- und Sandschichten regeln den Wasserhaushalt und die Mineralstoffaufnahme.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation G.C./Grand Cru) aus der Forster Lage Ungeheuer, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von vulkanischem Basalt mit Ton- und Sandschichten.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf die basaltgeprägte Mineralität, Körper und Tiefe ausgerichtet. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein körperreicher, tiefer Basalt-Riesling: reife gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, rauchig-salzige Mineralität. Am Gaumen dicht und straff, mit lebendiger Säure, kühler Präzision und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und rauchig-salziger Basaltmineralität – dicht und straff, mit lebendiger Säure, kühler Präzision und langem, salzigem Nachhall.

Ein großer, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Ungeheuer, Forst (Pfalz); südöstlicher Hang; vulkanischer Basalt mit dichten Ton- und Sandschichten; Gutsanteil 0,9 ha im historisch wertvollsten Teil
Klassifikation: Riesling G.C. (gutseigene Grand-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: herkunftsbetonter Ausbau im Stil des Guts; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Spanien

Contino Rosado 2019

Roséwein · Rioja · Tempranillo · Spanien

Contino Rosado ist ein ausdrucksstarker Rosé aus der Rioja vom renommierten Einzellagen-Gut Contino. Auf Tempranillo-Basis erzeugt, zeigt er sich leuchtend orange-rot und komplex. Im Glas beerige Frucht von Erdbeere und Himbeere, dazu Tabak und Würze.


Rioja

Contino ist ein renommiertes Einzellagen-Gut in der Rioja Alavesa im Norden Spaniens. Das Zusammenspiel von kontinentalem und atlantischem Klima sowie kalk- und tonhaltigen Böden verleiht den Weinen Frische, Intensität und feine erdige Noten.

Rebsorte und Ausbau

Der Rosé basiert auf der Tempranillo-Traube, die ihm Intensität und leichte erdige Aromen verleiht. Der Ausbau bewahrt das kraftvolle, harmonische Frucht-Säure-Spiel.

Im Glas

Leuchtend orange-rot. In der Nase ausdrucksvoll und beerig: frische Erdbeeren und Himbeeren, dazu Tabak und Würze. Am Gaumen komplex, mit kraftvoll-harmonischem Frucht-Säure-Spiel und leichten erdigen Noten. Im Abgang erinnert er ein wenig an einen frischen Rotwein.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – vielseitig als Apéritif oder Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Tapas, Geflügel, Fisch, Paella und leichte Fleischgerichte.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Rosado
Ausbau: Tempranillo-basiert

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Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Gruenchers · 1er Cru Chambolle-Musigny NW-Rand · 2,8 ha 2023

Der Chambolle-Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023 der Domaine Ghislaine Barthod ist ein reinsortiger Pinot Noir vom nordwestlichen Rand des Dorfes Chambolle-Musigny. Sinnlich, vielschichtig und energiegeladen, mit fester Frucht, langer Linie und präziser Säure.


Les Gruenchers – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Den Lagennamen Les Gruenchers gibt es im Burgund zweifach – in Chambolle-Musigny und keine zwei Kilometer entfernt in Morey-Saint-Denis; der Name leitet sich wohl von „noyer" (Walnussbaum) ab. Dieser Premier Cru liegt am nordwestlichen Rand von Chambolle-Musigny und umfasst rund 2,8 Hektar.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt mit seinen Kreide- und Tonböden als Inbegriff von Eleganz und Finesse; die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus und die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde und ist für ihre Bandbreite an Premier Crus bekannt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und vielschichtig, mit fester roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze. Am Gaumen lang und energiegeladen, getragen von einer präzisen Säure und feinen Tanninen.

Sinnlich und vielschichtig, mit fester Frucht und präziser Säure – Chambolle-Musigny voller Energie.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Gruenchers (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); NW-Rand des Dorfes, Kreide-/Tonböden, 2,8 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Weine

Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling GG 2020

Weißwein · Niederberg Helden (Mosel) · Riesling

Riesling Niederberg Helden Lieser · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) 100 % blauer Schiefer Steillage bis 80 % · wurzelecht Großes Gewächs · trocken 2020

Der Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Großes Gewächs 2020 stammt aus der Hauslage des Guts – bestockt mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf 100 % blauem Schiefer, bei Steigungen bis 80 %. Ein trockener Riesling von expressivem Charakter, feiner Eleganz und lebhafter Säure, geprägt von der rauchigen Mineralität dieser facettenreichen Lage.


Niederberg Helden – die Hauslage auf Blauschiefer

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Das VDP.Große Gewächs präsentiert die trockene Spitze des Portfolios. Die naturnahe Bearbeitung der Weinberge und die spontane Vergärung der Weine sind seit jeher das Markenzeichen des Guts und spiegeln die Wertschätzung der Natur gegenüber wider.

100 % blauer Schiefer, bis zu 120 Jahre alte wurzelechte Reben und bis zu 80 % Steigung – dafür steht die Lage Niederberg Helden. Lange vergessen, gilt sie seit mehreren Jahren als eine der interessantesten und facettenreichsten Lagen der Mosel, die jedes Jahr aufs Neue Spitzenrieslinge hervorbringt: einzigartige Weine mit expressivem Charakter und besonderem Reifepotenzial.

Jahrgang 2020 – Mosel

2020 brachte an der Mosel einen ausgewogenen Jahrgang mit reifer, kerngesunder Frucht und zugleich frischer, präziser Säure. Auf dem blauen Schiefer des Niederberg Helden und aus den bis zu 120-jährigen Reben ergibt das ein besonders expressives, klar gezeichnetes GG, in dem reife Frucht und mineralische Spannung in feiner Balance stehen.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Lage Niederberg Helden, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben.

Nach strengster, selektiver Handlese gelangen nur vollreife, gesunde Trauben in den Keller. Der Wein wird spontan mit den eigenen Hefen vergoren und schonend auf der Feinhefe ausgebaut, um das Terroir der Lage unverfälscht zur Geltung zu bringen. So entsteht ein präziser, glasklarer und tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus dem blauen Schiefer der Steillage lebt dieser Riesling von Präzision und Ausdruck: gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Apfel und Quitte, untermalt von floraler Würze und einer rauchig-feuersteinigen, salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen trocken, tiefgründig und expressiv, mit einer lebhaften, präzisen Säure, die dem Wein Spannung verleiht – mit langem, glasklarem und salzig-mineralischem Nachhall.

Gelbe Steinfrucht, Zitrus und Quitte über rauchig-salziger Blauschiefer-Mineralität – trocken und expressiv, mit lebhafter, präziser Säure und langem Nachhall.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Lieser Niederberg Helden, Mittelmosel; 100 % blauer Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Reben; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, schonender Ausbau auf der Feinhefe

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Paredes 2018

Rotwein · Rioja Alavesa · Garnacha (Single Parcel)

95 % Garnacha · 5 % Tempranillo Escondite del Ardacho · Las Paredes Single Parcel · 0,37 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) eisenhaltiger Lehmkalk · 70+ J. Reben nur 296 Flaschen 2018

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Paredes" 2018 ist eine Single-Parcel-Rarität von nur 0,37 Hektar in der Rioja Alavesa. Aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo von über 70 Jahre alten Reben entsteht ein Wein von kraftvoller Struktur, der entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Château Rayas erinnert – opulent, wollüstig und zugleich von großer Tiefe.


Las Paredes – 0,37 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Das Geheimnis der nur 0,37 Hektar großen Parzelle Las Paredes ist ihr eisenhaltiger Lehmkalkboden. Bestockt ist sie mit 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo, die inzwischen ein Alter von über siebzig Jahren erreicht haben. Ein Wein, der so vollkommen sein Terroir widerspiegelt und alle Facetten der Traube einfängt, hat bisher die Keller der Rioja-Winzer noch nicht verlassen.

Jahrgang 2018 – Rioja

2018 war an der Rioja ein eher kühler, klassischer Jahrgang mit ausgewogener Reife und lebendiger Säure. Die Höhenlage mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische und die mineralische Prägung des eisenhaltigen Lehmkalkbodens – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, reifen Phase.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo, Jahrgang 2018, trocken; von über 70 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Las Paredes (0,37 ha).

Der Wein entsteht aus einer einzigen, winzigen Parzelle und wird kompromisslos handwerklich und terroirgetreu vinifiziert – mit gut eingebetteten Gerbstoffen und überragendem Schmelz. Gesamtproduktion: nur 296 Flaschen.

Im Glas

Der Wein hat eine kraftvolle Struktur und erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Château Rayas. Er ist auf der einen Seite opulent und wollüstig, hat aber auch die Tiefe, gut eingebettete Gerbstoffe, die pfiffige Mineralität und den überragenden Schmelz eines der ganz großen Weine dieser Erde. Nie banal oder aufdringlich, immer fordernd und sich mit jedem Schluck verändernd – das bekannteste Anbaugebiet Spaniens hat doch noch viele Geheimnisse, die sich zu entdecken lohnen.

Kraftvoll, opulent und wollüstig, zugleich tief, mit gut eingebetteten Gerbstoffen, pfiffiger Mineralität und überragendem Schmelz – erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Rayas.

Vor dem Genuss dekantieren; ein Wein, der sich mit jedem Schluck verändert. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle Las Paredes (0,37 ha), Rioja Alavesa (Spanien); eisenhaltiger Lehmkalkboden; über 70 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Cuvée aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo (trocken)
Ausbau: handwerkliche, terroirgetreue Vinifikation aus einer einzigen Parzelle; 296 Flaschen

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