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22. Februar 2023

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Weine

Adega Algueira Dolio Ribeira Sacra tinto 2019

Rotwein · DO Ribeira Sacra · Cuvée

Mencía 66 % · Brancellao 20 % Sousón · Caíño · Garnacha Tintorera DO Ribeira Sacra, Galicien Steilterrassen · Schiefer und Granit Holzfassausbau 6.655 Flaschen 2019

Der Dólio Ribeira Sacra Tinto 2019 der Adega Algueira ist eine Cuvée aus fünf galicischen Rebsorten: Mencía (66 %), Brancellao (20 %), Sousón (6 %), Caíño (4 %) und Garnacha Tintorera (4 %). Straff, geradlinig, mineralisch und würzig – ein Rotwein von den Steilterrassen am Sil, in 6.655 Flaschen gefüllt.


Ribeira Sacra – Steilterrassen an Sil und Miño

Die Ribeira Sacra liegt im Landesinneren Galiciens, in den Canyons von Sil und Miño. Die Reben stehen auf schmalen Steinterrassen, die teils von Mönchen im Mittelalter angelegt wurden und so steil zum Fluss abfallen, dass viele Parzellen nur zu Fuß oder mit Seilwinden erreichbar sind – Weinbau, der in Spanien als „heroisch" gilt. Die Böden bestehen aus Schiefer und Granit, oft mit wenig Feinerde.

Das Klima ist ein Grenzfall: atlantisch beeinflusst durch Feuchtigkeit und kühle Nächte, zugleich im Sommer in den tief eingeschnittenen Tälern warm, weil die Hänge die Sonne einfangen und die Flüsse Wärme speichern. Diese Mischung bringt Rotweine mit reifer Frucht, aber frischer Säure und einem mineralischen, oft würzigen Profil.

Die Hauptsorte ist Mencía. Daneben stehen alte autochthone Sorten, die in der Ribeira Sacra nur in winzigen Mengen wachsen – vor allem Brancellao, in der ganzen Denominación 2019 nur rund 49 Tonnen. Dass der Dólio ein Fünftel davon enthält, macht ihn zu einer Ausnahme. Die Adega Algueira am Sil gehört zu den Betrieben, die diese Sorten früh wieder in den Vordergrund gerückt haben.

Jahrgang 2019 – Ribeira Sacra

Der Jahrgang 2019 war für die Ribeira Sacra ein Jahr ohne Zwischenfälle: kein Frost, kein Hagel, kein schwieriges Frühjahr wie in den Jahren zuvor. Die ersten Trauben – Godello in Amandi – wurden am 28. August gelesen, den offiziellen Beginn der Lese legte der Consello Regulador auf den 19. September fest. Nach 51 Tagen endete sie am 18. Oktober.

Mit 7.262.831 Kilo Trauben war 2019 die ertragreichste Ernte in der Geschichte der Denominación, rund 1,1 Millionen Kilo mehr als im Vorjahr. Das Lesegut war gesund und von guter Reife. Für die Rotweine bedeutet das reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für einen straffen, mineralischen Wein wie den Dólio.

Fünf Rebsorten und Ausbau im Holzfass

Cuvée aus Mencía (66 %), Brancellao (20 %), Sousón (6 %), Caíño (4 %) und Garnacha Tintorera (4 %), Jahrgang 2019. Jede Sorte hat ihre Rolle: Mencía gibt rote Frucht, Würze und Struktur; Brancellao ist hell, duftig und fein, bringt florale Noten und Leichtigkeit; Sousón liefert Farbe und Säure, Caíño zusätzliche Frische und Pfeffer, Garnacha Tintorera – eine der wenigen Sorten mit rotem Fruchtfleisch – Farbtiefe und Körper.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts auf Mineralität, Würze und klare Struktur ausgerichtet statt auf Holzaromen. Die Gesamtproduktion liegt bei 6.655 Flaschen.

Im Glas

Mittleres, leuchtendes Rubinrot. In der Nase Muskatnuss, weißer Pfeffer, wilde Beeren und Orangenschale, dazu Leder und frische Gewürze. Am Gaumen straff und geradlinig, mineralisch und würzig; feinkörnige Tannine stehen neben einer klaren Säure. Der Abgang ist lang und würzig.

Ein Fünftel Brancellao – von einer Sorte, die in der ganzen Ribeira Sacra 2019 keine fünfzig Tonnen brachte.

Bei 16 °C servieren, nicht wärmer – sonst verliert der Wein seine Straffheit. Eine halbe Stunde offen genügt. Schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig.

Am Tisch

Gegrilltes Fleisch, Lamm, Schwein, Wild und Schmorgerichte, dazu gereifter Käse. In Galicien passt er zu Pulpo á feira, Lacón con grelos und Empanada; die frische Säure trägt auch Thunfisch und Lachs vom Grill.


Produzent Adega Algueira, Ribeira Sacra
Rebsorte Mencía 66 %, Brancellao 20 %, Sousón 6 %, Caíño 4 %, Garnacha Tintorera 4 %
Lage Ribeira Sacra, Galicien, Spanien · Steilterrassen am Sil · Schiefer und Granit
Klassifikation DO Ribeira Sacra · trocken
Jahrgang 2019
Ausbau Holzfass
Trinkempfehlung jetzt bis 2029
Auflage 6.655 Flaschen

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Weine

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Kabinett Riesling Monster 2024

Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Monster Mosel Kabinett · fruchtsüß 1,10 ha · reduktiver Ausbau

Der Thörnicher Ritsch „Monster" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein kompromissloser, tief mineralischer Mosel-Riesling aus einer 1,10 Hektar großen Einzelparzelle der Ritsch – eine Riesling-Granate der Extraklasse, die Zeit und Luft braucht.


Thörnicher Ritsch – Parzelle „Monster"

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.

„Monster" ist der Spitzname einer 1,10 Hektar großen, zusammenhängenden Parzelle in der Einzellage Thörnicher Ritsch – schlicht, weil es sich um eine „monstermäßig" große Parzelle handelt. Schon die Namensgebung lässt einen diesem Riesling ehrfurchtsvoll und mit gebührendem Respekt begegnen.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein anspruchsvoller, kühl-feuchter Jahrgang mit hohem Pilzdruck und geringen Erträgen, der strenge Selektion und viel Arbeit im Steilhang verlangte. Ein freundlicherer Herbst ermöglichte eine reife, gesunde Lese.

Das Ergebnis sind klassische, säurebetonte und spannungsreiche Rieslinge mit moderaten Mostgewichten – Bedingungen, die der kompromisslosen Ludes-Stilistik entgegenkommen.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett, fruchtsüß).

Wie bei allen Weinen von Hermann Ludes sitzt der erste „Riechschock" tief: Der reduktive Ausbau lässt selbst geübte Trinker innehalten – ganz wie die alten J.J.-Prüm-Weine, die vor Jahrzehnten ebenso unzugänglich dufteten und heute makellos schmecken. Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, keine Schönung, Schraubverschluss. Das „Monster" braucht Luft: am besten einige Stunden, besser noch Tage vor dem Genuss belüften.

Im Glas

Hinter der zunächst verschlossenen Hülle steckt ein Riesling-Meisterwerk: nackter, nasser Stein, grüner Apfel, Weinbergspfirsich in Perfektion und subtile Kräuter. Immer wieder wischt die wunderbar gaumenreinigende Säure den Mund sauber, getragen von einer fesselnden Länge – ein Monument, das den Mund mit Aromen zutapeziert.

Ein Monument, das den Mund mit Aromen zutapeziert – eine Riesling-Granate der Extraklasse.

Jung unbedingt lange belüften; großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch, gebratenem Geflügel, würziger asiatischer Küche oder reifem Käse. Ebenso ein faszinierender Solist – mit genug Luft im Glas.


Lage: Thörnicher Ritsch „Monster" (Mittelmosel); 1,10 ha Steillage, devonischer Schiefer, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung, Schraubverschluss

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Sogno del Sud Grillo BIO

Weißwein · Sizilien · Bio

Der Baglio Gibellina Sogno del Sud Grillo ist ein reinsortiger Bio-Weißwein aus dem Westen Siziliens, erzeugt rund um den befestigten Gutshof Baglio Gibellina bei Gibellina in der Provinz Trapani. Grillo zählt zu den meistangebauten Rebsorten der Insel und lieferte früher die Basis für den Likörwein Marsala. Die Trauben stammen aus Hügellagen auf ton- und vulkanhaltigen Böden und werden von Hand gelesen. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank mit anschließender Reifung auf der Feinhefe. Im Glas ein strohgelber, fruchtbetonter Weißwein mit exotischer Frucht und mediterraner Würze.


Gibellina – Trapani, Sizilien

Baglio Gibellina liegt im westsizilianischen Hinterland, eingebettet zwischen den Hügeln von Salemi und Santa Ninfa. Die Weinberge erstrecken sich in Hügellagen zwischen rund 300 und 600 Metern über dem Meer, auf einer Mischung aus Ton und vulkanischen Böden. Erzogen werden die Reben im Guyot-System. Eingestuft ist der Wein als Terre Siciliane IGT; er ist biologisch zertifiziert (Öko-Kontrollnummer IT-BIO-007).

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Grillo aus biologischem Anbau. Die Trauben werden Ende August bis Anfang September von Hand gelesen und bei kontrollierter Temperatur im Edelstahltank vergoren. Anschließend reift der Wein einige Monate auf der Feinhefe, im ersten Monat mit regelmäßiger Bâtonnage. Der Wein enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas ein helles Strohgelb. In der Nase exotische Frucht – Mango, Melone und Ananas – ergänzt um Anklänge mediterraner Gewürze. Am Gaumen frisch und geschmeidig, mit dichter Textur und fruchtbetontem Kern. Der Abgang bleibt trocken und nachhaltig.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gegrillter Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und Ziegenkäse. Auch zu Gemüsegerichten und als Aperitif eine gute Wahl. Serviertemperatur 8–10 °C.


Lage Gibellina, Trapani (Sizilien), Hügellagen 300–600 m, ton- und vulkanhaltige Böden, Guyot
Klassifikation Terre Siciliane IGT
Ausbau Reinsortiger Grillo, handgelesen, Edelstahltank, Reifung auf der Feinhefe mit Bâtonnage

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Weine

Metzger VINOVOL Sauvignon Blanc alkoholfrei

Alkoholfrei · Sauvignon Blanc · Pfalz · Deutschland

Metzger VINOVOL Sauvignon Blanc alkoholfrei ist knackig und frisch – ein Sauvignon Blanc, der auch ohne Alkohol Charakter zeigt. Limette, grüne Äpfel und Stachelbeeren sorgen für klare Frische und sommerliches Trinkvergnügen. Aus der Pfalz.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus einem aromatischen Sauvignon Blanc entsteht durch Entalkoholisierung dieser alkoholfreie Wein, der die frische, sortentypische Aromatik bewahrt.

Rebsorte und Ausbau

Grundlage ist ein Sauvignon Blanc, dem der Alkohol schonend entzogen wird. So bleiben die klare Frische und die typischen Aromen erhalten. Alkoholfrei.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen Limette, grüne Äpfel und Stachelbeeren. Knackig und frisch, mit klarer Struktur und sommerlichem Trinkvergnügen. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – perfekt als alkoholfreier Apéritif oder zu leichten Speisen.

Klassische Begleitung: Salate, Fisch, Meeresfrüchte, Ziegenkäse und leichte Gerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Entalkoholisierter Wein (Sauvignon Blanc) – alkoholfrei
Ausbau: Sauvignon Blanc, schonende Entalkoholisierung
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2028

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Rebsorten

Arnaud Mortet Gevrey Chambertin Lavaux St. Jacques 1er Cru 2022

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Lavaux St. Jacques · 1er Cru Gevrey-Chambertin 2022 18 Monate Holz · 50% neu

Der Gevrey-Chambertin Lavaux St. Jacques 1er Cru 2022 von Arnaud Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Premier-Cru-Lagen von Gevrey-Chambertin. Satte, saftige Frucht, samtige Textur und elegante Tannine münden in einen langen Ausklang.


Lavaux Saint-Jacques – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Lavaux (Lavaut) Saint-Jacques liegt westlich des Dorfes Gevrey-Chambertin in der Côte de Nuits und zählt zu den besten Premier Crus der Gemeinde. Der 9,5 Hektar große Weinberg liegt am Eingang der Combe de Lavaux, eines kleinen Tals, das in die Côte d'Or einschneidet.

Die südexponierten Hänge bieten gute Sonne, während kalte Westwinde aus dem Tal die Reife verlangsamen und große Tag-Nacht-Schwankungen bewirken. Dieses kühlere Mesoklima bringt einen etwas schlankeren, frischeren Stil als der direkte Nachbar Clos Saint-Jacques. Die flachen, steinigen Kalk-Ton-Böden mit guter Drainage halten die Erträge niedrig und lenken die Energie in hochwertige Trauben.

Benannt ist die Lage nach einer nahen Saint-Jacques-Statue an der Pilgerroute nach Santiago de Compostela. Arnaud Mortet führt die Domaine (Denis Mortet) in Gevrey-Chambertin, eine der Spitzenadressen des Ortes.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der die kühle Linie des Lavaux Saint-Jacques mit Substanz unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022. Ein Teil wird als ganze Traube vergoren, was Intensität und Komplexität gibt; die Gärung erfolgt ausschließlich mit natürlichen Hefen.

Reife über 18 Monate im Eichenfass: 50% neue Fässer, 25% aus dem Vorjahr, 25% aus dem zweiten Vorjahr. Diese Staffelung hält die Balance zwischen Frucht und feinen Holznoten.

Im Glas

Ein Mund voll satter, saftiger Früchte, getragen von Tiefe und Komplexität. Die Textur ist samtig, die Tannine elegant; der Abgang ist lang.

Satte, saftige Frucht über samtiger Textur und eleganten Tanninen – ein Premier Cru mit langem Ausklang.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Lavaux Saint-Jacques (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); steiniger Kalk-Ton-Boden, Combe de Lavaux
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube, Spontangärung; 18 Monate Holz (50% neu, 25% 1 Jahr, 25% 2 Jahre)

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Frankreich

Dujac Morey St. Denis Monts Luisants 1er Cru 2023

Weißwein · Morey-Saint-Denis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Morey-Saint-Denis · 1er Cru Blanc Monts Luisants · Côte de Nuits 0,6 ha · ~300–343 m · Ostlage 2023

Der Morey-Saint-Denis Monts Luisants 1er Cru Blanc 2023 der Domaine Dujac ist eine Rarität: ein reinsortiger Chardonnay-Weißwein aus der ansonsten roten Côte de Nuits. Straff, kreidig und mineralisch, mit Birne, frischer Brotkruste und Zitrus – einer der schönsten Weißweine von Morey-Saint-Denis.


Les Monts Luisants – Weißwein-Rarität der Côte de Nuits

Les Monts Luisants liegt nordöstlich des Dorfes Morey-Saint-Denis, oben am steilen Hang (rund 24 % Neigung) auf 300 bis 343 Metern, in reiner Ostausrichtung – oberhalb und angrenzend an den Grand Cru Clos de la Roche. Der nur 60 bis 80 cm dünne Boden besteht aus reichlich kantigem Kalkkies in sandig-lehmiger Matrix über Comblanchien-Kalkstein und ist stark karbonathaltig.

Die Domaine Dujac bewirtschaftet hier rund 0,6 Hektar und erzeugt seit 2003 einen Chardonnay – einer der renommiertesten Weißweine der Gemeinde. Dujac, gegründet 1968 in Morey-Saint-Denis und heute von Jeremy, Diana und Alec Seysses geführt, arbeitet ohne Herbizide zertifiziert.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der zur straffen Art des Monts Luisants passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, von der 0,6 Hektar großen Dujac-Parzelle.

Vergärung und Ausbau erfolgen im Eichenfass, ganz im Stil des Guts – auf Balance zwischen Frucht, Schmelz und mineralischer Spannung ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase Birne, frisch gebackene Brotkruste, Zitrusöl, dazu Feuerstein und weiße Blüten. Am Gaumen mittelgewichtig, straff und kreidig, getragen von einer klaren Säureachse. Spannung und Kraft, gemildert von Volumen – ein langer, salziger Abgang.

Birne, Brotkruste und Feuerstein über kreidig-straffem Gaumen – eine seltene Weißwein-Größe der Côte de Nuits.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Steinbutt und edler Fisch, Geflügel in heller Sauce, weißer Spargel, Kalbsbries, dazu gereifter Comté. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Monts Luisants, Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); kalkige Kiesböden über Comblanchien-Kalk, Steilhang ~300–343 m, Ostlage, 0,6 ha
Klassifikation: Morey-Saint-Denis Premier Cru (Blanc)
Ausbau: Chardonnay; Vergärung und Ausbau im Eichenfass

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Rebsorten

Eimermann Spätburgunder

Rotwein · Rheinhessen · Spätburgunder

100 % Spätburgunder (Pinot Noir) Rheinhessen Nierstein-Schwabsburg Weingut Eimermann trocken vegan

Eimermann Spätburgunder zeigt Pinot Noir von seiner leichten, feinen Seite: Schattenmorelle, Thymian und Lorbeer, dazu Bitterschokolade und eine Note von Tannennadeln. Ein trockener Rotwein aus Rheinhessen, beweglich im Gaumen und mit feinem Tannin – vom Weingut Eimermann in Nierstein-Schwabsburg.


Spätburgunder in Rheinhessen

Spätburgunder ist der deutsche Name für Pinot Noir – „spät", weil er später reift als sein Verwandter, der Frühburgunder. Deutschland gehört zu den größten Pinot-Noir-Ländern der Welt; die Sorte ist hier die wichtigste Rotweinrebe. Sie ist anspruchsvoll: dünnschalig, anfällig für Fäulnis, empfindlich gegenüber zu viel Hitze wie zu viel Kälte. Wo sie passt, bringt sie Weine mit heller Farbe, feinem Tannin und einer Aromatik, die mehr über die Herkunft verrät als bei fast jeder anderen roten Sorte.

In Rheinhessen hat Rotwein eine lange Tradition – Ingelheim nennt sich seit Jahrhunderten Rotweinstadt. Das trockene, warme Klima im Rheinknie lässt den Spätburgunder sicher ausreifen; Böden aus Löss, Kalk und dem roten Tonschiefer des Rotliegenden am Rhein geben ihm Frische und Würze. Das Ziel ist hier nicht Kraft, sondern Balance: reife Kirschfrucht, ohne dass der Wein schwer wird.

Das Weingut Eimermann in Nierstein-Schwabsburg, in fünfter Generation von Werner und Thore Eimermann geführt, baut neben Weißweinen auch Spätburgunder aus. Alle Weine des Guts sind vegan.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder, trocken ausgebaut. Der Ausbau zielt auf Eleganz: feine Frucht, dezente Würze, ein Tannin, das nicht in den Vordergrund tritt. Bei Pinot Noir heißt das vor allem, nicht zu viel zu extrahieren – die Sorte verliert schnell ihre Feinheit, wenn man ihr mehr Farbe und Gerbstoff abverlangt, als sie von Natur aus mitbringt.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase Schattenmorelle, Thymian und Lorbeer, begleitet von Bitterschokolade und einer feinen Tannennadel-Note. Am Gaumen leichtfüßig und beweglich, mit klarer Frucht, feinem Tannin und einem frischen Abgang.

Kirsche, Kräuter und Tannennadel: Spätburgunder, der auf Feinheit setzt statt auf Kraft.

Bei 14–16 °C servieren, leicht gekühlt – wärmer verliert der Wein seine Frische. Eine halbe Stunde offen genügt.

Am Tisch

Ein vielseitiger Speisebegleiter. Passt zu Geflügel, gebratenem Fisch, hellem Fleisch, Pilzgerichten und mittelreifem Käse – etwa zu Ente, Lachs, Kalbsbraten oder Pilzrisotto.


Produzent Weingut Eimermann, Werner und Thore Eimermann, Nierstein-Schwabsburg
Rebsorte 100 % Spätburgunder (Pinot Noir)
Lage Nierstein-Schwabsburg, Rheinhessen
Klassifikation Rheinhessen · trocken
Trinkempfehlung jetzt bis in die nächsten Jahre

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Spanien

Vega Sicilia Unico Reserva Especial Edition 2022

Rotwein · Ribera del Duero · Reserva Especial · Multi-Vintage

95% Tinto Fino · 5% Cabernet Sauvignon Ribera del Duero Cuvée 2008 · 2010 · 2011 jahrgangslos Reserva Especial

Der Vega Sicilia Único Reserva Especial (Edition 2022) ist ein jahrgangsloser Wein und eine Hommage an den Stil des Guts. Er vereint drei Único-Jahrgänge – 2008, 2010 und 2011 – zu einer Cuvée aus 95% Tinto Fino (Tempranillo) und 5% Cabernet Sauvignon. Für die Reserva Especial werden ausschließlich die besten Único-Jahrgänge verschnitten.


Finca Vega Sicilia – Ribera del Duero

Das Gut Vega Sicilia erstreckt sich über fast 1.000 Hektar, von denen 210 Hektar dem Weinbau gewidmet sind. Die Reben stehen auf 700 bis 900 Metern Höhe, in einem Mosaik aus 19 Bodenarten und 64 kleinteiligen Parzellen, geformt vom Fluss Duero. Das Durchschnittsalter der Reben liegt bei rund 36 Jahren, bei einer Pflanzdichte von 2.222 Stöcken pro Hektar.

Die Parzellenvielfalt erlaubt es, über mehrere Jahrgänge hinweg genau die Lagen auszuwählen, die für den Único Kraft und zugleich Finesse liefern – die Grundlage für den verschnittenen Stil der Reserva Especial.

Die Jahrgänge 2008, 2010 und 2011

Die Reserva Especial ist bewusst kein Jahrgangswein, sondern ein Verschnitt aus drei gereiften Único-Jahrgängen, der den Hausstil über die Schwankungen einzelner Erntejahre stellt. Diese Edition baut auf 2008, 2010 und 2011 auf.

2008 gilt in der Ribera del Duero als kühlerer, klassisch gezeichneter Jahrgang mit Frische, 2010 als einer der strukturiertesten und langlebigsten der jüngeren Geschichte, 2011 als warmes, reifes Jahr mit Kraft. Im Verschnitt ergänzen sich Frische, Struktur und Fülle dieser drei Jahre.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95% Tinto Fino und 5% Cabernet Sauvignon.

Die Reserva Especial entsteht aus bereits nach dem Vega-Sicilia-Prinzip langgereiften Único-Jahrgängen – mehrjähriger Ausbau in Holz (Barrique und große Holztanks) und ausgedehnte Flaschenreife – die anschließend verschnitten werden. Das Ergebnis ist ein Wein, der die Tiefe mehrerer Erntejahre in sich trägt.

Im Glas

Tiefes, gereiftes Rot. Komplex und vielschichtig, mit reifer dunkler Frucht, Leder, Tabak, Edelholz und feiner Würze. Am Gaumen seidig und tief, mit feinem Tannin und langem Abgang – die Reife der Einzeljahrgänge zeigt sich in der Geschlossenheit des Verschnitts.

Kein Jahrgangswein, sondern ein Verschnitt der Zeit: drei gereifte Único-Jahrgänge, vereint zum Hausstil von Vega Sicilia.

Schon jetzt zugänglich, bei optimaler Lagerung aber über viele Jahre haltbar. Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei rund 18 °C ausschenken.

Am Tisch

Lamm, Rind und Wild, Schmorgerichte und Edelstücke vom Grill, dazu gereifter Hartkäse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Finca Vega Sicilia, Ribera del Duero (Spanien); 700–900 m, 19 Bodenarten / 64 Parzellen
Klassifikation: Ribera del Duero DO
Ausbau: 95% Tinto Fino, 5% Cabernet Sauvignon; Verschnitt der Jahrgänge 2008, 2010, 2011; mehrjähriger Holz- und Flaschenausbau

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