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16. Oktober 2024

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Weine

Schittler Becker Grauer Burgunder

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Schittler & Becker Grauer Burgunder ist ein kraftvoller, körperreicher und zugleich sehr frischer Grauburgunder mit den klassischen Aromen von Birne, Honigmelone und Mandeln – im Nachhall cremig und schmelzig.


Rheinhessen

Die Vereinigten Weingüter Schittler & Becker sind in Rheinhessen beheimatet. Die löss- und kalkgeprägten Böden des größten deutschen Anbaugebiets bringen gehaltvolle, fruchtbetonte Burgunderweine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der Ausbau verbindet Kraft und Körper mit Frische und einem cremigen Schmelz. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Strohgelb. In der Nase klassische Grauburgunder-Aromen von Birne, Honigmelone und Mandel. Am Gaumen kraftvoll und körperreich, zugleich sehr frisch, mit einem cremigen, schmelzigen Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta in cremigen Saucen, Spargel und mildem Käse.


Lage: Rheinhessen (Deutschland); Vereinigte Weingüter Schittler & Becker
Klassifikation: Gutswein – 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: kraftvoll und frisch, mit cremigem Schmelz

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Rebsorten

Groffier Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses Chambolle-Musigny 1er Cru (Frankreich) 2021

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2021 stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage Chambolles – von Groffier, dem größten Einzelbesitzer dieser Lage. Im kühlen Jahrgang 2021 ein besonders straffer, saliner und präziser Pinot Noir.


Les Amoureuses – die Lage

Les Amoureuses („Die Liebenden") gilt als die berühmteste der 24 Premier-Cru-Lagen von Chambolle-Musigny und als einer der besten Weinberge der Welt – ein heißer Kandidat für eine künftige Grand-Cru-Einstufung neben Musigny und Bonnes Mares. Die Lage liegt am Südende der Gemeinde, direkt unterhalb des Grand Cru Musigny.

Der kalkhaltige Boden ist hier leicht: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln zwingt, in Felsspalten zu graben. Das ergibt kleine, konzentrierte Beeren und Weine von Feinheit, erdigem Charakter und festen, seidigen Tanninen. Groffier besitzt mit rund einem Hektar den größten Einzelanteil.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und straffer Struktur.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Vergoren mit 40 % Ganztrauben, ausgebaut in 100 % neuem Holz. Der Wein wird im Stil der Domaine nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Eine fein gezeichnete Aromatik, in der die Ganztrauben-Würze noch deutlich den Ton angibt, mit ausreichend Frucht darunter, die sie mit der Reife einbinden wird. Am Gaumen mittelgewichtig, detailreich, straff und frisch, mit ausgeprägter saliner Note – kein üppiger, sondern ein präziser, klar konturierter Amoureuses.

Straff, salzig und fein gezeichnet – ein präziser Amoureuses aus kühlem Jahrgang.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und Kellerzeit. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente, Taube, Reh, Geflügel, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Les Amoureuses, Chambolle-Musigny 1er Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); leichter Kalkboden über hartem Kalkstein, alte Reben
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 40 % Ganztrauben; 100 % Neuholz; ein Abstich

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Weine

Battenfeld Spanier Blanc de Noirs 2017 Extra Brut BIO

Weiß gekelterter Spätburgunder von den Kalkhängen bei Hohen-Sülzen bildet den Battenfeld-Spanier Blanc de Noirs 2017 Extra Brut. Gelesen wird früh, der Grundwein gärt mit wilden Hefen im Tonneau. Dann folgen sieben Jahre auf der Hefe.

Im Glas

Sehr feine, ausdauernde Perlen. Im Duft Brioche und Melone, dazu reife helle Frucht. Im Mund straff und präzise, mit elegantem Schmelz aus der langen Reife und einem langen, klaren Abgang.

Mach was draus

Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, helles Fleisch, Charcuterie oder ein gereifter Hartkäse. Auch als Aperitif eine Klasse für sich. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Spätburgunder vom Kalk, sieben Jahre auf der Hefe – das ist Blanc de Noirs mit Ruhe und Kraft.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Die Trauben kommen früh vom Stock, der Most gärt mit wilden Hefen im Tonneau, die zweite Gärung findet in der Flasche statt; sieben Jahre Hefelager, Handrüttelung und eine minimale Dosage.

Wer steht dahinter? Hans-Oliver Spanier, der das Weingut Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen führt, zusammen mit seiner Frau Carolin Spanier-Gillot. Schon 1993 stellte der Betrieb auf ökologischen Anbau um.

Was ist ein Blanc de Noirs? Ein weißer Sekt aus roten Trauben. Der Saft wird schnell von den Schalen getrennt und bleibt hell.

100 % Spätburgunder (Blanc de Noirs) · Hohen-Sülzen, Rheinhessen · Kalk · Jahrgang 2017 · Spontangärung im Tonneau · Flaschengärung · 7 Jahre Hefelager · Handrüttelung · Extra Brut · bio, Kontrollstelle DE-ÖKO-006 · Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

La Belle Angele Sauvignon Blanc

Die typischen Aromen der Sauvignon Traube wie Johannisbeere, Zitrusfrüchte und Holunderblüte sind schmeckbar. Leicht, mit einer frischen Mineralität versehen und einer saftigen Frucht. Der Frühling kann kommen.

Der La Belle Angèle Rosé präsentiert sich mit einer etwas dunkleren, intensiven Roséfarbe – ein erster Hinweis auf seine ausdrucksstarke Persönlichkeit. In der Nase duften frische Erdbeeren, Himbeeren und ein Hauch weißer Blüten – ein Bouquet, das an einen sonnigen Nachmittag an der Côte d’Azur erinnert. Ein unkomplizierter Begleiter für den Sommer – ob als Aperitif, zum leichten Salat oder einfach so auf der Terrasse.

 

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Spanien

Bodega K5 Sobre Lias Txakoli 2021

Weißwein · Getariako Txakolina · Hondarrabi Zuri

100 % Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Aia · 300 m Granit mit Schiefer nur Vorlaufmost 11 Monate Feinhefe

K5 Sobre Lías ist der Lagerwein-Txakoli der Bodega K5 von Karlos Arguiñano aus Aia: reinsortiger Hondarrabi Zuri von eigenen Reben auf 300 Metern über dem Kantabrischen Meer. Gekeltert ausschließlich aus dem Vorlaufmost, spontan vergoren und mindestens elf Monate auf der Feinhefe im Stahltank gereift, zeigt er Klarheit, Struktur und eine salzige Mineralität. Ein Txakoli, gebaut für viele Jahre Flaschenreife.


Aia – Steilhänge auf Granit und Schiefer über dem Kantabrischen Meer

Die Bodega K5 liegt in Aia, rund neun Kilometer von Zarautz und etwa 30 Kilometer von San Sebastián entfernt, auf 300 Metern Höhe mit Blick auf das Kantabrische Meer. Karlos Arguiñano und vier Freunde kauften das Land 2005 und pflanzten die Weinberge zwischen 2006 und 2010 von Grund auf neu. Der erste Jahrgang wurde 2010 abgefüllt. Heute leitet Arguiñanos Tochter Amaia die Bodega, die Weine verantworten Andrea Vargas und Lauren Rosillo.

Das Anwesen umfasst 15 Hektar Reben, ausschließlich Hondarrabi Zuri am Drahtrahmen, umgeben von Wald aus Kastanien, Eichen und Buchen. Das Gelände ist steil und zerklüftet, die Parzellen haben unterschiedliche Ausrichtungen. Die Böden bestehen aus Granit mit Schieferanteilen. Die Erträge liegen bei nur 1,5 bis 2,0 Kilogramm je Stock.

Das Klima ist ausgeprägt atlantisch, mit hohen Niederschlägen. Die Höhenlage bringt große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und gute Durchlüftung. Die Trauben reifen langsam und werden zu Herbstbeginn gelesen. Das Ergebnis ist eine Stilistik, die auf Frische und Mineralität statt auf Fülle setzt.

Vorlaufmost und langes Hefelager im Stahltank

Reinsortiger Hondarrabi Zuri. Die Trauben werden von Hand selektiert und gelangen per Schwerkraft in die Kellerei. Nach einer kalten Maischestandzeit vor der Gärung wird ausschließlich der Vorlaufmost verwendet – der Saft, der ohne Pressdruck abläuft. Er gärt mit autochthonen Hefen im Edelstahltank.

Anschließend reift der Wein mindestens elf Monate auf der Feinhefe im temperaturkontrollierten Edelstahltank. Das Hefelager gibt Struktur und Tiefe, der Stahl bewahrt die Frische. Lauren Rosillo gilt als einer der Pioniere dieser Methode in der D.O. Getariako Txakolina. Seit dem ersten Jahrgang 2010 hat K5 gezeigt, dass Txakoli über viele Jahre in der Flasche reifen kann.

Im Glas

Blass grünlich-gelb mit limettengrünen Reflexen, klar und glänzend. In der Nase Renette-Apfel, Grapefruit und Zitrone, dazu Kamille und eine deutliche steinige Note. Am Gaumen knackig und straff, mit intensiver Mineralität und salzigen Anklängen. Der Säurebogen ist präzise, der Abgang kühl, lang und vielschichtig.

Nur Vorlaufmost von Granit und Schiefer auf 300 Metern, elf Monate Feinhefe: Txakoli mit salziger Mineralität und langem Reifepotenzial.

Bei 9–11 °C servieren. Gut gelagert entwickelt er sich über zehn bis fünfzehn Jahre weiter.

Am Tisch

Steinbutt, Thunfisch, Meeresfrüchte, Austern und Sushi. Die Struktur aus dem Hefelager trägt auch Foie gras, helles Fleisch und gereiften Käse.


Produzent Bodega K5 Arguiñano, Aia (Gipuzkoa)
Rebsorte 100 % Hondarrabi Zuri
Lage Eigene Weinberge, Aia, Baskenland · ca. 300 m · Drahtrahmen · Granit mit Schiefer · 15 ha
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Vinifikation Handselektion · Traubenannahme per Schwerkraft · kalte Maischestandzeit · nur Vorlaufmost · autochthone Hefen · Edelstahltank
Ausbau mindestens 11 Monate auf der Feinhefe im temperaturkontrollierten Edelstahltank
Trinkempfehlung 10–15 Jahre
Ertrag 1,5–2,0 kg je Stock

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Rebsorten

Zolla Primitivo di Manduria Vigneti del Salento

Rotwein · Primitivo · Manduria · Italien

Zolla Primitivo di Manduria ist ein kraftvoller Rotwein von Vigneti del Salento (Fantini Group) aus Apulien. Reinsortiger Primitivo aus dem DOP-Gebiet Manduria – kräftiges Purpurrot, mit Cassis, vollreifer Brombeere und feinen Edelholznoten.


Manduria

Die Reben für den Zolla stehen zwischen Manduria und Sava im Herzen des Salento, nahe dem Ionischen Meer. Es handelt sich um über 30 Jahre alte Buschreben (Alberello) mit geringem Ertrag, auf eisenhaltigem, kalkhaltigem Lehmboden. Hinter dem Wein steht Vigneti del Salento (Fantini Group).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Primitivo di Manduria. Nach mehrtägiger Maischegärung reift der Wein sechs bis acht Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, was ihm die feinen Edelholz- und Röstnoten verleiht.

Im Glas

Kräftiges Purpurrot. In der Nase Cassis und vollreife Brombeeren, dahinter Edelholz. Eine warme Primitivo-Aromatik mit viel schwarzer Beerenfrucht, Heidelbeere, einer feinen Anisnote und Anklängen von Pralinen. Am Gaumen dicht und vollmundig, warm und samtig, mit feinen Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein kraftvoller, samtiger Primitivo zu herzhafter Küche – gehaltvoll genug, um auch solo zu überzeugen.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Schmorgerichte, gewürzter Braten und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Salento/Apulien (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOP – Rotwein (trocken)
Ausbau: 6–8 Monate in amerikanischer und französischer Eiche

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Wachenheimer Böhlig P.C. 2020 BIO

Weißwein · Wachenheim (Pfalz) · Riesling (Premier Cru)

Riesling Wachenheimer Böhlig P.C. (Premier Cru) Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz Sandsteingeröll mit Kalk Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Dr. Bürklin-Wolf Wachenheimer Böhlig Riesling P.C. 2020 stammt aus einer der großen Lagen Wachenheims. Ein Premier-Cru-Riesling, der körperreich und präzise die kalkdurchzogene Herkunft in tiefgründige, an Burgund erinnernde Mineralität übersetzt.


Wachenheimer Böhlig – Premier Cru der Mittelhaardt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen, darunter folgen Orts- und Gutsrieslinge.

Der Böhlig ist eine 4,94 Hektar große Toplage im Herzen der Mittelhaardt, am Fuße des Haardtgebirges; der Anteil des Guts beträgt 3,11 Hektar. Ihr Ursprung reicht ins hohe Mittelalter zurück. Die südliche Hangneigung sorgt für optimale Sonneneinstrahlung, die das rote und gelbe, mit Kalkgestein durchzogene Sandsteingeröll erwärmt; die Rebwurzeln werden hier sehr gut mit Mineralien und Wasser versorgt.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation P.C./Premier Cru) aus der Wachenheimer Lage Böhlig, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von kalkdurchzogenem Sandsteingeröll.

Selektive Handlese gesunder, vollreifer Trauben im September, anschließend schonende Kelterung. Spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein körperreicher, präziser Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine tiefgründige, kalkig-erdige Mineralität, die an Burgund erinnert. Am Gaumen gehaltvoll und straff zugleich, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und tiefgründiger, kalkig-erdiger Mineralität – gehaltvoll und straff zugleich, mit lebendiger Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein körperreicher, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Wachenheimer Böhlig, Mittelhaardt (Pfalz); rotes/gelbes Sandsteingeröll mit Kalkgestein, Südhang; Gutsanteil 3,11 ha (Lage gesamt 4,94 ha)
Klassifikation: Riesling P.C. (gutseigene Premier-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, schonende Kelterung, Spontangärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Spanien

Sierra de Tolono NAHIKUN Blanco 2025 BIO

Weißwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa · Feldblend

Rojal · Malvasía · Viura Villabuena de Álava · 5 Parzellen karge Kalkböden alte Buschreben Jahrgang 2025 Feinhefe im gebrauchten Barrique BIO · ES-ECO-026-VAS

Der Sierra de Toloño Nahikun blanco 2025 ist ein Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura von fünf kleinen Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava. Sandra Bravo liest die alten Buschreben gemeinsam und baut den Wein mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriques aus. Ein weißer Rioja, der über Salz und Spannung funktioniert, nicht über Frucht und Holz.


Fünf Parzellen über Villabuena de Álava

Villabuena de Álava liegt im Herzen der Rioja Alavesa, eingebettet zwischen dem Ebro und dem Kamm der Sierra de Toloño. Die Hänge oberhalb des Dorfes tragen karge Kalkböden mit geringer Krume und hohem Steinanteil – Böden, die wenig Wasser halten und die Reben zu kleinen Beeren und kleinsten Erträgen zwingen. Genau dort liegen die fünf Parzellen, aus denen der Nahikun blanco entsteht, bestockt mit alten Buschreben, teils fast hundertjährig.

Die Anlagen sind kein sortenreiner Weinberg, sondern ein gemischter Satz: Rojal, Malvasía und Viura stehen Stock an Stock und werden gemeinsam gelesen und vergoren. Rojal ist dabei die Rarität – eine alte Weißsorte, die in der Alavesa fast nur noch in solchen historischen Mischanlagen überlebt hat. Malvasía bringt Textur und Würze, Viura das Säuregerüst. Der Blend entsteht im Weinberg, nicht am Verschnitttisch.

Das Mikroklima am Fuß der Sierra de Toloño ist der zweite Faktor: Der Bergzug hält den kalten Nordwind ab, lässt aber kühle atlantische Luft über die Pässe ziehen. Die Nächte kühlen stark ab, die Reife verlangsamt sich, die Säure bleibt erhalten. Sandra Bravo bewirtschaftet die Parzellen biologisch und biodynamisch (ES-ECO-026-VAS), mit Handarbeit im Weinberg und minimalem Schwefeleinsatz im Keller. Nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat arbeitet sie seit ihrer Rückkehr in die Alavesa konsequent parzellenweise.

Jahrgang 2025 – Rioja Alavesa

2025 war in der Rioja ein Jahr, das im Weinberg entschieden wurde. Ein überdurchschnittlich nasses Frühjahr erzeugte während des gesamten Vegetationszyklus hohen Falschen-Mehltau-Druck, dazu trafen Hagelzüge große Teile der Anbaufläche. Alte Buschreben auf kargem Kalk hatten dabei zwei Vorteile: geringe Wüchsigkeit und offene Laubwände, die nach Regen schnell abtrocknen. In den Höhenlagen vor der Sierra de Toloño blieb der Pilzdruck dadurch beherrschbar, während tiefere und dichter belaubte Anlagen stärker zu kämpfen hatten.

Die Reifephase drehte den Jahrgang. Ein trockener, sonniger Herbst mit ausgeprägten Tag-Nacht-Kontrasten brachte gesunde Trauben bei moderaten Zuckerwerten und hoher Säure. In der Rioja Alavesa begann die Lese ab dem 10. bis 15. September und zog sich in gestaffelten Durchgängen bis Ende Oktober. Die Menge blieb klein: 225,5 Millionen Kilo in der gesamten DOCa Rioja, davon nur 33,8 Millionen Kilo Weißtrauben. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang nach der Blindverkostung von 2.176 Proben als „Excelente" ein und beschreibt die Weißweine als klar, blumig und mit tragender Säure – das Profil, auf das dieser Feldblend angelegt ist.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura, Jahrgang 2025, trocken. Die Sorten werden gemeinsam von Hand gelesen und selektiert, anschließend folgt eine schonende Gärung ohne aggressive Extraktion – die Aromatik soll aus Traube und Hefe kommen, nicht aus dem Gefäß.

Der Wein reift mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriquefässern. Gebraucht ist hier die entscheidende Angabe: Das Holz gibt Sauerstoff und Textur, aber keinen Vanille- oder Röstton. Die Feinhefe liefert das Volumen am Gaumen, das ein Wein mit dieser Säure braucht. Ausbau und Füllung erfolgen mit minimalem Schwefeleinsatz.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Frühlingsblüten, frische Kräuter, Zitrusschale und weißer Tee, dahinter der kühle, fast metallische Ton von Quellwasser. Am Gaumen zieht der Wein straff durch: deutliche Salzigkeit, feine Bitternote im Mittelteil, cremige Textur aus dem Hefelager, dazu die Säure des Jahrgangs 2025 als Rückgrat. Das Finish bleibt trocken und lang.

Drei Sorten, ein Weinberg, ein Fass ohne Holzton: Der Nahikun blanco zeigt Kalk und alte Reben statt Sortencharakter.

Bei 10 bis 12 °C servieren, im großen Glas öffnet er sich deutlich weiter. Trinkreif ab sofort; die Säure und der Hefeausbau tragen ihn bis etwa 2031, wobei die würzige Malvasía-Seite mit den Jahren an Gewicht gewinnt.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, gegrilltem Gemüse und Spargel, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu cremigen Käsen. Die Salzigkeit passt zu Anchovis und Austern, die Textur aus dem Hefelager trägt auch Gerichte mit Butter oder Aioli.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura
Lage fünf Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava, Rioja Alavesa
Klassifikation DOCa Rioja blanco
Jahrgang 2025
Vinifikation selektive Handlese · gemeinsame Gärung des Feldblends
Ausbau mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriques
Boden karge Kalkböden mit hohem Steinanteil
Rebanlage alte Buschreben, teils fast hundertjährig, kleinste Erträge
Bewirtschaftung biologisch und biodynamisch · ES-ECO-026-VAS
Trinkempfehlung 2026–2031

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