Das Weinjahr 2023 bei Julian Haart

Piesport 2023: Das Jahr mit den Reben

Es sind diese kleinen Momente, über die wir uns jedes Jahr wieder freuen. Die Ruhe im Winter, das Aufblühen der Natur und die ersten Knospen im Frühling, das Heranreifen der Beeren im Sommer und später im Herbst die erste abgeschnittene Traube in unserem Leseeimer. Das Weinjahr 2023 war spannend und anspruchsvoll! Wir waren auf fast alles vorbereitet- und doch kam es anders als wir dachten. Denn kein Jahrgang gleicht dem anderen und fordert uns Winzer aufs Neue. Doch so wie die Wurzeln des Rebstocks von Jahr zu Jahr tiefer ins Erdreich vordringen, wachsen auch wir an Erfahrungen. Auch wenn der Weg vom Weinberg bis in die Flasche nicht immer der einfachste ist, so sind wir begeistert von den Weinen, die jeder neue Jahrgang hervorbringt.

Im Weinberg: die Natur ist der Boss!

Im Winter 2023 durften wir uns über ein paar eisige Tage mit Schnee freuen und der Start ins Jahr war ausgewogen nass und feucht. Somit brachten die ersten Wochen beste Voraussetzungen, um die Wasserspeicher nach dem vorangegangenen trockenen Sommer wieder aufzufüllen. Wir sind dankbar für die vielen Erkenntnisse, die wir bislang gewonnen haben und die uns, sowohl bei der Bewirtschaftung unserer Weinberge, als auch beim Ausbau der Weine im Keller zugute kommen. Die Veränderungen unseres Klimas sind spürbar und wir müssen versuchen, uns diesen bestmöglich anzupassen. Wir hatten 2022 die Möglichkeit, tolle Chardonnay- Klone aus dem Burgund bei uns im Piesporter Goldtröpfchen anzupflanzen. Eine Rebsorte, die uns schon lange begeistert, zudem robust gegenüber Witterungsbedingungen ist und auf unseren Schieferböden salzig mineralische Weine hervorbringt.

Die ausgiebigen Niederschläge im März waren ein Segen für die Natur und stärkten sowohl unsere jungen, als auch unsere uralten Rebstöcke. Uns ist bewusst, wie essenziell eine zuverlässige Wasserversorgung und wie wichtig nachhaltiger Bodenaufbau ist. Wir setzen alles daran, durch eine vorausschauende Bodenbearbeitung eine natürliche Balance für unsere Reben zu schaffen, damit diese im Herbst gesundes Traubenmaterial hervorbringen. Obwohl es im April nochmal frostig wurde und wir in den frühen Morgenstunden Temperaturen um den Gefrierpunkt erreichten, wechselten sich Sonne und Regen nun stetig ab.

Ab Ende April wurden unsere Reben dann von herrlich warmem Frühlingswetter verwöhnt. Einem perfekten Austrieb stand somit nichts mehr im Wege. Bald darauf zeigten sich in den wärmeren Lagen bereits die ersten zarten Blättchen. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir noch etwa zwei bis drei Wochen hinter dem Vorjahr. Das warme Wetter Ende Mai beschleunigte jedoch das Wachstum der Reben so rasant, dass wir kaum mit dem Aufbinden im Steilhang hinterherkamen. Doch schnelles und sorgfältiges Arbeiten in den austreibenden Weinbergen wurde zur Voraussetzung, um mit der wachsenden Natur Schritt halten zu können. Da das Frühjahr bereits unerwartet feucht verlief, war es nun sehr wichtig, die heranwachsenden Trauben optimal abzuhärten und die Beerenschalen zu stärken. Dazu entfernten wir bereits in der Traubenblüte großzügig die Blätter in der Laubwand. In den nächsten Wochen gab es immer wieder Niederschläge und entgegen aller Befürchtungen, blieb ein trockener Sommer mit zu hohen Temperaturen aus. Im August erstrahlte die ganze Natur in einem satten Grün und unsere Reben strotzten nur so vor Kraft. Anders als in den Vorjahren, in denen wir die Trauben vor zu starker Sonneneinstrahlung schützten, wurden nun gegen Ende des Sommers nochmals behutsam Blätter aus der Traubenzone entfernt, sodass die heranreifenden Trauben bestmöglich abtrocknen konnten.

Die Weinlese: Sommerflair und Herbstregen

Anfang September, kurz vor Beginn der Weinlese, hielten uns immer wieder Gewitter in Atem. Auch wenn wir mit einem blauen Auge davon kamen, hatten wir größtes Mitgefühl mit den Winzern, die leider nicht so viel Glück hatten und denen Hagel und Starkregen ganze Ernten zerstörten. Ähnlich früh wie auch im Vorjahr starteten wir bereits am 14. September mit der Rieslinglese. Während in den frühen Morgenstunden der Nebel noch über dem Fluss lag, genossen wir die Stille. Denn schon wenig später trieb uns die Spätsommerhitze den Schweiß auf die Stirn. Bei Temperaturen wie man sie nur aus südlicheren Regionen kennt, konnten wir hervorragende Traubenqualitäten, sowohl in unseren Weinbergen an der Mosel, als auch in Rheinhessen ernten. Gegen Ende September wurden wir dann des öfteren von Regenschauern überrascht. Ein langer Atem war gefragt, denn die Selektion der Trauben nahm sehr viel Zeit in Anspruch. Doch die Energie und Begeisterung unserer Lesemannschaft war ungetrübt und selten hatten wir eine so mitreißende Stimmung im Team. Alle Arbeiten gingen Hand in Hand und jede nicht perfekte Beere wurde gewissenhaft aussortiert. Müde, aber glücklich, brachten wir Anfang Oktober die letzten Trauben in den Keller. Währenddessen erreichte uns die unglaubliche Nachricht, dass wir vom führenden Weinkritiker >James Suckling<, bereits zum dritten Mal in Folge, die höchstmögliche Bewertung von 100 Punkten für unseren >2022 Wintricher Ohligsberg Kabinett- Alte Reben< (white label) erhalten haben.

Die Weine

Einen vielversprechenden Auftakt legt 2023 bereits der HaartRiesling hin und besticht mit würziger Saftigkeit und viel Trinkfreude. Die Trauben für unseren MoselRiesling stammen größtenteils von jüngeren Reben in unseren Großen Lagen Parzellen an der Mosel. Wir freuen uns, neben dem Piesporter Riesling, erstmals auch einen Ortswein aus unserer Lage in Mölsheim (Rheinhessen) anbieten zu können. Beide Weine zeigen ihren typischen Bodencharakter von Schiefer und Kalkstein und beeindrucken mit Dichte und salziger Tiefe im Glas.

Bestes Traubenmaterial für unsere Großen Lagen Weine kam sowohl aus den Rebanlagen in Piesport und Wintrich, wie auch aus dem Niederflörsheimer Frauenberg in Rheinhessen. Diese hochkomplexen Weine überzeugen mit einer festen und mineralischen Struktur sowie viel Kraft und einer intensiven Länge, verlangen jedoch noch sehr viel Zeit um ihr volles Potenzial zu entfalten. Darüber hinaus hat der Jahrgang 2023 verspielte und feingliedrige Kabinettweine hervorgebracht, mit kristallklarer Frucht und viel Spannung.

Ein aufregendes Weinjahr kommt bald auf die Flasche. Wir sind unglaublich dankbar, dass wir diesen intensiven Weg mit so vielen weinbegeisterten Menschen gehen dürfen. Ein großes Dankeschön gilt unserer Familie, die uns jeden Tag unterstützt. Ebenso möchten wir Familie Keller danken, die uns während der anspruchsvollen Lesezeit mit ihrer Mannschaft zur Seite stand. Und natürlich unserem Team, das uns bereits viele Jahre begleitet und dafür zum Teil lange Anreisewege auf sich nimmt. Alle zusammen haben wir dazu beigetragen, dass 2023 wieder großartige Weine entstanden sind, an denen wir uns noch viele Jahre erfreuen können. Text und Fotos: Familie Julian Haart

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Spanien

Bitacora Rueda Verdejo

Weißwein · Rueda · Spanien

Der Cuatro Rayas Bitácora Rueda Verdejo ist ein frischer, reinsortiger Verdejo aus der D.O. Rueda in Kastilien-León. Erzeugt wird er von Cuatro Rayas, einer traditionsreichen Genossenschaft aus La Seca im Herzen des Rueda-Gebiets. Im Bukett intensiv-fruchtig nach Stachelbeere, Kiwi und Zitrus, dazu florale Aromen mit leicht herben Nuancen. Am Gaumen sehr saftig.


D.O. Rueda – Kastilien-León

Die D.O. Rueda liegt auf der Hochebene Kastilien-Leóns, südlich des Duero, auf rund 700 bis 800 Metern Höhe. Steinige, kiesige Böden sowie heiße Tage und kühle Nächte prägen die frische, aromatische Stilistik des Verdejo – der Leitsorte der Region. Cuatro Rayas hat seinen Sitz in La Seca, einer der Kerngemeinden Ruedas.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Verdejo. Gelesen wird kühl, häufig in den Nachtstunden, um die Aromatik zu erhalten. Die Vergärung erfolgt bei kontrollierter Temperatur im Edelstahltank, der die frische Frucht bewahrt. Enthält Sulfite.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensiv-fruchtig nach Stachelbeere, Kiwi und Zitrus, ergänzt um florale Noten und eine leicht herbe Nuance. Am Gaumen sehr saftig und frisch, mit klarer Frucht. Der Abgang bleibt animierend und trocken.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und Ziegenkäse. Auch als Aperitif oder zu hellem Geflügel und Gemüse. Serviertemperatur 8–10 °C.


Lage La Seca, D.O. Rueda (Kastilien-León, Spanien), steinig-kiesige Böden, 700–800 m
Klassifikation D.O. Rueda (Verdejo)
Ausbau Reinsortiger Verdejo, kühle (Nacht-)Lese, Vergärung im Edelstahltank

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Weine

Bret Brothers Mâcon Blanc 2024 BIO

Weißwein · Mâconnais · Chardonnay · Bio

Bret Brothers Mâcon Blanc ist ein Bio-Weißwein aus 100 % Chardonnay aus dem südlichen Burgund. Die Reben wachsen auf einem ein Hektar großen Flurstück auf 220 Metern Höhe, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon, auf Ton- und Kalksteinböden. Die Ost- und Südostausrichtung sorgt für gleichmäßige Reife. Im Glas ein tiefer, mineralischer Chardonnay mit samtiger Textur.


Mâconnais

Das Flurstück liegt auf 220 Metern Höhe im Mâconnais, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon. Ton- und Kalksteinformationen bilden den Untergrund, durch den sich die Wurzeln arbeiten müssen, und prägen Tiefe und Komplexität des Weins. Der Wein wird ökologisch erzeugt und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Nach der Handlese kommt ein schonendes Ganzbeer-Pressverfahren zum Einsatz. Vinifikation und Reifung erfolgen zu 100 % in 228-Liter-Eichenfässern über elf Monate, was dem Wein eine subtile Holznote und eine samtige Textur gibt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Salz, frische Zitrus und ein Hauch Brioche, getragen von einer feinen Holznote. Am Gaumen frisch und straff, mit knackiger Säure und einer klaren, kargen Mineralität. Der Abgang ist lang und salzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; jung zugänglich, mit Reifepotenzial über einige Jahre.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Hartkäse.


Lage: Mâconnais, 220 m, Ton-/Kalksteinböden, Ost-/Südostlage
Klassifikation: Mâcon AOC
Ausbau: Ganzbeerpressung, 100 % Barrique (228 l), 11 Monate

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Weine

Battenfeld Spanier Eisquell Riesling trocken 2023 MAGNUM BIO

Weißwein · Zellertal (Rheinhessen) · Riesling

Riesling Eisquell (Gutsriesling) Battenfeld-Spanier Hohen-Sülzen · Zellertal kalkhaltige Steillagen trocken Doppelstückfass & Edelstahl · sur lie Magnum 1,5 l · BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Battenfeld-Spanier Eisquell Riesling trocken 2023 in der Magnum ist die Visitenkarte des Guts – ein Gutsriesling von den kalkhaltigen Steillagen des Zellertals. Riesling pur, für alle, die Kalkgestein-Terroir exemplarisch schmecken wollen.


Eisquell – Gutsriesling vom Kalk des Zellertals

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Eisquell ist der Gutsriesling des Hauses und der Einstieg in seine Premium-Qualitätspyramide.

Die Trauben stammen aus selektierten Partien der kalkhaltigen Steillagen des Zellertals rund um Hohen-Sülzen im Wonnegau. Der Kalkboden gibt dem Wein seine straffe, salzige Mineralität und präzise Struktur.

Jahrgang 2023 – Zellertal (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die kalkhaltigen Steillagen und die schonende Arbeit bewahren straffe Mineralität, kühle Klarheit und Druck – Frucht und Struktur im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Gutsriesling aus den kalkhaltigen Steillagen des Zellertals, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Kalk. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Der Wein wird spontan vergoren und in großen, alten Doppelstück-Fässern sowie im Edelstahl ausgebaut, bis zum Frühjahr auf der Hefe belassen. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein purer, kalkgeprägter Riesling: helle Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine straffe, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen kühl, klar und mit sehr viel Druck, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Helle Frucht und Zitrus über weißem Pfirsich, feiner Kräuterwürze und straffer, salzig-mineralischer Kalksteinnote – kühl, klar und mit sehr viel Druck, straff strukturiert, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein purer, langlebiger Kalk-Riesling; die Magnum reift besonders harmonisch. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Vielseitiger Begleiter für die große Tafel: zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu asiatischer Küche sowie zu Gemüsegerichten und mildem Käse.


Herkunft: kalkhaltige Steillagen des Zellertals rund um Hohen-Sülzen, Wonnegau (Rheinhessen)
Klassifikation: Riesling, Gutsriesling, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: Spontangärung, Ausbau in großen alten Doppelstück-Fässern und im Edelstahl, sur lie bis ins Frühjahr; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Peter Jakob Kühn Riesling Doosberg 2021 GG BIO

Weißwein · Oestrich (Rheingau) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Oestricher Doosberg VDP.Großes Gewächs Peter Jakob Kühn Süd-West-Kuppe · windexponiert Lösslehm über Quarzit Ganztraubenpressung · 18 Mon. Vollhefe BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2021

Der Peter Jakob Kühn Doosberg Riesling GG 2021 ist ein Großes Gewächs von einer nach Süden und Westen geneigten, exponierten Kuppe. Der ständige Windeinfall hält die Trauben trocken und lange gesund – Idealbedingungen für einen ausgereiften, tiefen und trockenen Riesling.


Oestricher Doosberg – Großes Gewächs auf der Kuppe

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau in traditionellen Holzfässern mit langem Hefelager, der den Weinen Tiefe und Anmut verleiht.

„Doos" ist Rheingauer Dialekt für „Dachs". Die Lage Doosberg ist eine nach Süden und Westen geneigte, exponierte Kuppe mit ständigem Windeinfall, durch den die Trauben schnell trocknen und lange gesund bleiben – Idealbedingungen für ausgereifte, trockene Rieslinge. Im Boden herrscht toniger Lösslehm über grauem Quarzit vor.

Jahrgang 2021 – Rheingau

2021 war im Rheingau ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Die windexponierte Kuppe und der lange Ausbau auf der Vollhefe bewahrten Tiefe, salzige Mineralität und Spannung – Kraft und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Oestricher Doosberg, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von Lösslehm über Quarzit.

100 % Handlese, schonende Ganztraubenpressung, spontane Gärung mit den natürlichen Hefen und 18 Monate Ausbau auf der Vollhefe im großen Holzfass. Dieser lange Hefeausbau verleiht dem Wein Schmelz, Tiefe und komplexe Struktur, ohne die Frucht zu überlagern. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein tiefgründiges, ausgereiftes Großes Gewächs: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu Zitrus, feine Kräuterwürze und steinig-mineralische Anklänge. Am Gaumen saftig, dicht und druckvoll, zugleich schwebend und klar, mit lebendiger Säure, salziger Mineralität und einem langen, energiegeladenen Nachhall.

Reife gelbe Frucht und Steinobst über Zitrus, Kräuterwürze und steiniger Mineralität – saftig, dicht und druckvoll, zugleich schwebend und klar, mit salziger Mineralität und langem Nachhall.

Ein großes, sehr langlebiges GG; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Oestricher Doosberg (VDP.Große Lage), Rheingau; nach Süd-West geneigte, windexponierte Kuppe; toniger Lösslehm über grauem Quarzit
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: 100 % Handlese, Ganztraubenpressung, Spontangärung, 18 Monate auf der Vollhefe im großen Holzfass; biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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Weine

Domaine Thierry Mortet Bourgogne Cuvée Les Terroirs de Daix 2022 BIO

Weißwein · Bourgogne (Daix) · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne · Les Terroirs de Daix Côte de Dijon 2022 Bio 13,00 % vol

Der Thierry Mortet Bourgogne „Les Terroirs de Daix" 2022 ist ein reinsortiger Bio-Chardonnay aus zwei Parzellen oberhalb von Daix an der wiederentdeckten Côte de Dijon – vielschichtig, cremig und von mineralischer Präzision.


Les Terroirs de Daix – die Lage

Diese Bourgogne-Blanc-Cuvée stammt aus zwei Parzellen mit insgesamt 0,83 Hektar Rebfläche in der Gemeinde Daix an der Côte de Dijon. Die erste Parzelle ist rund 45 Jahre alt und wurzelt in ton- und kalkhaltigen Böden mit Mergelanteil, die zweite, etwa 30 Jahre alte Parzelle steht auf reinem Kalkstein. Diese Kombination verleiht dem Wein sowohl Struktur als auch Frische und mineralische Präzision.

Die Reben liegen auf rund 300 Metern Höhe, ostexponiert und gut belüftet – ein frisches Mikroklima, das die natürliche Säure bewahrt und den mineralischen Charakter betont. Daix gehört zum historischen Weinbau rund um Dijon, der seit September 2023 als eigene geografische Bezeichnung „Bourgogne Dijon" von der INAO anerkannt ist.

Jahrgang 2022 – Bourgogne

2022 brachte im Burgund nach mildem Start einen warmen, sonnenreichen Sommer mit gesunden, reifen Trauben und – dank rechtzeitiger Niederschläge – guter Balance.

Die Weißweine zeigen reife Frucht und runde Fülle, gehalten von erfreulicher Frische; ein zugänglicher, ausgewogener Jahrgang.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, 13,00 % vol.

Nach schonender Pressung klärt sich der Most über eine natürliche Vorklärung von 24 Stunden, anschließend wird er abgezogen. Die alkoholische Gärung setzt spontan ein und verläuft temperaturkontrolliert zwischen 18 und 24 °C. Danach reift der Wein zu zwei Dritteln im Holzfass und zu einem Drittel im Edelstahltank über rund elf Monate; nach der malolaktischen Gärung bringen die unterschiedlich ausgebauten Partien je eigene Nuancen ein, die sich nach der Assemblage harmonisch verbinden. Eine leichte Schönung mit Bentonit sorgt für Stabilität und Klarheit. Der Ertrag liegt bei etwa 50 hl/ha (rund 5.000 Flaschen).

Bio-zertifiziert (FR-BIO-01).

Im Glas

Vielschichtig und fein: In Nase und am Gaumen entfaltet er komplexe Aromen zwischen cremiger Fülle und Frische – reifer Pfirsich, Zitrusfrüchte, feine Vanillenoten sowie ein elegantes mineralisches Finale.

Ein charaktervoller, ausgewogener Bourgogne Blanc mit Tiefe, Eleganz und terroirtypischer Handschrift.

Trinkreif nach einigen Monaten Flaschenruhe, mit Reifepotenzial von vier bis fünf Jahren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem oder gedünstetem Fisch (Kabeljau, Forelle, Seeteufel), zu hellem Fleisch in Rahmsauce, zu Krustentieren und Garnelen mit Zitrus sowie zu frischem Ziegenkäse.


Lage: Les Terroirs de Daix, Côte de Dijon, Bourgogne (Frankreich); 2 Parzellen (0,83 ha), Ton-Kalk mit Mergel (~45 J.) und reiner Kalkstein (~30 J.), ~300 m
Klassifikation: Bourgogne AOC (Dénomination Dijon), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ⅔ Holzfass, ⅓ Edelstahltank, ~11 Monate; Bio (FR-BIO-01)

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Länder/Regionen

Fratelli Revello Barolo Vigna Gattera 2021

Rotwein · Barolo DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barolo DOCG Vigna Gattera (La Morra) Revello Fratelli sehr kalkhaltiger Boden Reben 1960–1995 24 Monate Großfass (slaw. Eiche) 2021

Der Revello Fratelli Barolo Vigna Gattera 2021 DOCG stammt aus der Menzione Gattera in der Annunziata bei La Morra. Die sehr kalkhaltigen Böden verleihen ihm eine typische Kreidenote – getragen von königlicher Dichte und nachhaltiger Tanninstruktur.


Vigna Gattera – Kreidenote aus kalkreichem Terroir

Die Einzellage Gattera in der Ortschaft Annunziata in La Morra hat als Rebuntergrund sehr kalkhaltige Böden, die dem Wein durch das Terroir eine typische Kreidenote verleihen. Die rund ein Hektar große Subzone ist nach Südosten (250 m) und Südwesten (240 m) ausgerichtet.

Die ausschließlich mit Nebbiolo bestockten Reben wurden zwischen 1960 und 1995 gepflanzt; die Erträge sind mit 5,6 bis 6,0 t pro Hektar bewusst niedrig gehalten. Der Kalk-Ton-Boden gibt dem Wein seine mineralische Spannung, Dichte und feste Struktur.

Jahrgang 2021 – Barolo

2021 gilt im Barolo als klassischer, hochwertiger Jahrgang: Ein kühleres, ausgeglichenes Jahr brachte Nebbioli mit klarer Frucht, feiner Säurespannung und präziser, fein gewobener Tanninstruktur. In einer kalkreichen La-Morra-Lage wie Gattera ergibt das einen dichten, mineralisch geprägten Barolo mit Tiefe, Spannung und großem Reifepotenzial. Die Lese erfolgte Anfang bis Mitte Oktober.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2021, Barolo DOCG, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs bis acht Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche – ein Ausbau im großen Holz, der die mineralische Kreidenote und die klassische Struktur des Weins bewahrt. Abfüllung im Juli des Jahres vor der Verkaufsfreigabe, Verkauf im März des vierten Jahres nach der Ernte.

Im Glas

Die Einzellage Gattera hat als Rebuntergrund sehr kalkhaltige Böden, was dem Wein durch das Terroir eine typische Kreidenote verleiht. Diesen Ton kann man nach ausgiebiger Belüftung des Weines nicht nur riechen, sondern auch schmecken. Hinzu gesellen sich Pflaumenkompott, Mokkatöne, Lakritze, Unterholz, Pilze und eingelegte Kirschen. Königliche Dichte und nachhaltige Tanninstruktur am Gaumen.

Kreidenote, Pflaumenkompott, Mokka, Lakritz und eingelegte Kirschen – königliche Dichte und nachhaltige Tanninstruktur.

Profitiert von ausgiebiger Belüftung; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 17–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Rind (Brasato al Barolo), zu Wild und Wildgeflügel, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Vigna Gattera, Subzone Gattera, Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); ca. 1 ha, Südost- (250 m) und Südwest-Ausrichtung (240 m); sehr kalkhaltiger Kalk-Ton-Boden; Reben 1960–1995
Klassifikation: Barolo DOCG, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (6–8 Tage), Gärung und Malo in Edelstahl (10–15 Tage); 24 Monate große Fässer aus slawonischer Eiche

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Frankreich

Jean-Claude Mas Rouge Intense IGP 12er Set

Wein · Rotwein-Cuvée · Pays d'Oc IGP · 12er-Set

Jean-Claude Mas Rouge Intense IGP ist eine fruchtige südfranzösische Rotwein-Cuvée aus dem Languedoc – hier im günstigen 12er-Set. Aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot, mit expressiver Frucht und Aromen mediterraner Kräuter, vollmundig und saftig-frisch am Gaumen.


Languedoc / Pays d'Oc

Die Weine von Jean-Claude Mas (Domaines Paul Mas) stammen aus dem Languedoc in Südfrankreich, klassifiziert als Pays d'Oc IGP. Die Reben wachsen auf Böden aus Ton, Kalkstein und etwas Schiefer; das mediterrane Klima mit viel Sonne und Wärme bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot. Jede Rebsorte wird getrennt vinifiziert; die Assemblage erfolgt im November, anschließend reift der Wein rund vier Monate im Tank vor der Füllung. So entsteht ein fruchtbetonter, zugleich strukturierter und weicher Stil. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot mit rubinroten Reflexen. In der Nase expressive rote und dunkle Frucht – Pflaume, Brombeere –, untermalt von Kräutern der Provence (Garrigue) und einem Hauch Lakritz. Am Gaumen vollmundig und saftig-frisch, mit reifer Frucht und weichem Gerbstoff; intensiver, langer Abgang.

Am Tisch

Bei rund 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Begleiter für jeden Tag, solo oder zum Essen.

Passt zu: Gegrilltem, Lamm, Schmorgerichten, mediterraner Küche und Hartkäse.

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 12er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (12 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.


Region: Languedoc, Pays d'Oc IGP (Südfrankreich)
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Rotwein-Cuvée, trocken
Rebsorten: Grenache, Syrah, Carignan, Merlot
Set: 12 Flaschen à 0,75 Liter (versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)

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Frankreich

François Bertheau Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses · 1er Cru Chambolle-Musigny unterhalb Le Musigny · SO-Lage 2020

Der Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020 der Domaine François Bertheau stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage von Chambolle – einem Weinberg auf Grand-Cru-Niveau. In der Jugend verschlossen, läuft Bertheaus Amoureuses über die Jahre zur Hochform auf: Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und ein unendlich sanfter Nachhall.


Les Amoureuses – der berühmteste Premier Cru von Chambolle

Les Amoureuses („die Liebenden") gilt als bester Premier Cru der Gemeinde und als einer der großen Weinberge der Welt – bei einer Neuklassifizierung wäre ein Grand-Cru-Status kaum fraglich. Die Lage liegt am südlichen Ende von Chambolle-Musigny, direkt oberhalb des Dorfes Vougeot und unterhalb des Grand Cru Le Musigny; im Norden grenzt Les Charmes, südlich Les Petits Vougeots.

Der kalkhaltige Boden ist hier leichter: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in Felsspalten zwingt. Das begrenzt Wuchskraft und Ertrag und führt zu kleinen, konzentrierten Beeren. Die meist südöstliche Ausrichtung und das kühle Klima sichern Reife bei erhaltener Säure. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch eine klare Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der zur balancierten Art der Amoureuses passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

In der Jugend verschlossen und subtil. Mit Reife entfalten sich Samt und Seide, reinste, kernige Himbeerfrucht, ein erdiger Charakter und feste, zugleich seidige Tannine. Der Abgang ist unendlich sanft und lang.

Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und feste, seidige Tannine – ein Kult-Premier-Cru mit unendlich sanftem Nachhall.

In der Jugend noch verschlossen; sein volles Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre, oft Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein eleganter Wein für den besonderen Anlass.


Lage: Les Amoureuses (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); unterhalb Le Musigny, dünner Felsboden über hartem Kalkstein, SO-Lage
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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