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4. Mai 2025

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Spanien

Sierra de Tolono NAHIKUN Blanco 2025 BIO

Weißwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa · Feldblend

Rojal · Malvasía · Viura Villabuena de Álava · 5 Parzellen karge Kalkböden alte Buschreben Jahrgang 2025 Feinhefe im gebrauchten Barrique BIO · ES-ECO-026-VAS

Der Sierra de Toloño Nahikun blanco 2025 ist ein Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura von fünf kleinen Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava. Sandra Bravo liest die alten Buschreben gemeinsam und baut den Wein mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriques aus. Ein weißer Rioja, der über Salz und Spannung funktioniert, nicht über Frucht und Holz.


Fünf Parzellen über Villabuena de Álava

Villabuena de Álava liegt im Herzen der Rioja Alavesa, eingebettet zwischen dem Ebro und dem Kamm der Sierra de Toloño. Die Hänge oberhalb des Dorfes tragen karge Kalkböden mit geringer Krume und hohem Steinanteil – Böden, die wenig Wasser halten und die Reben zu kleinen Beeren und kleinsten Erträgen zwingen. Genau dort liegen die fünf Parzellen, aus denen der Nahikun blanco entsteht, bestockt mit alten Buschreben, teils fast hundertjährig.

Die Anlagen sind kein sortenreiner Weinberg, sondern ein gemischter Satz: Rojal, Malvasía und Viura stehen Stock an Stock und werden gemeinsam gelesen und vergoren. Rojal ist dabei die Rarität – eine alte Weißsorte, die in der Alavesa fast nur noch in solchen historischen Mischanlagen überlebt hat. Malvasía bringt Textur und Würze, Viura das Säuregerüst. Der Blend entsteht im Weinberg, nicht am Verschnitttisch.

Das Mikroklima am Fuß der Sierra de Toloño ist der zweite Faktor: Der Bergzug hält den kalten Nordwind ab, lässt aber kühle atlantische Luft über die Pässe ziehen. Die Nächte kühlen stark ab, die Reife verlangsamt sich, die Säure bleibt erhalten. Sandra Bravo bewirtschaftet die Parzellen biologisch und biodynamisch (ES-ECO-026-VAS), mit Handarbeit im Weinberg und minimalem Schwefeleinsatz im Keller. Nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat arbeitet sie seit ihrer Rückkehr in die Alavesa konsequent parzellenweise.

Jahrgang 2025 – Rioja Alavesa

2025 war in der Rioja ein Jahr, das im Weinberg entschieden wurde. Ein überdurchschnittlich nasses Frühjahr erzeugte während des gesamten Vegetationszyklus hohen Falschen-Mehltau-Druck, dazu trafen Hagelzüge große Teile der Anbaufläche. Alte Buschreben auf kargem Kalk hatten dabei zwei Vorteile: geringe Wüchsigkeit und offene Laubwände, die nach Regen schnell abtrocknen. In den Höhenlagen vor der Sierra de Toloño blieb der Pilzdruck dadurch beherrschbar, während tiefere und dichter belaubte Anlagen stärker zu kämpfen hatten.

Die Reifephase drehte den Jahrgang. Ein trockener, sonniger Herbst mit ausgeprägten Tag-Nacht-Kontrasten brachte gesunde Trauben bei moderaten Zuckerwerten und hoher Säure. In der Rioja Alavesa begann die Lese ab dem 10. bis 15. September und zog sich in gestaffelten Durchgängen bis Ende Oktober. Die Menge blieb klein: 225,5 Millionen Kilo in der gesamten DOCa Rioja, davon nur 33,8 Millionen Kilo Weißtrauben. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang nach der Blindverkostung von 2.176 Proben als „Excelente" ein und beschreibt die Weißweine als klar, blumig und mit tragender Säure – das Profil, auf das dieser Feldblend angelegt ist.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura, Jahrgang 2025, trocken. Die Sorten werden gemeinsam von Hand gelesen und selektiert, anschließend folgt eine schonende Gärung ohne aggressive Extraktion – die Aromatik soll aus Traube und Hefe kommen, nicht aus dem Gefäß.

Der Wein reift mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriquefässern. Gebraucht ist hier die entscheidende Angabe: Das Holz gibt Sauerstoff und Textur, aber keinen Vanille- oder Röstton. Die Feinhefe liefert das Volumen am Gaumen, das ein Wein mit dieser Säure braucht. Ausbau und Füllung erfolgen mit minimalem Schwefeleinsatz.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Frühlingsblüten, frische Kräuter, Zitrusschale und weißer Tee, dahinter der kühle, fast metallische Ton von Quellwasser. Am Gaumen zieht der Wein straff durch: deutliche Salzigkeit, feine Bitternote im Mittelteil, cremige Textur aus dem Hefelager, dazu die Säure des Jahrgangs 2025 als Rückgrat. Das Finish bleibt trocken und lang.

Drei Sorten, ein Weinberg, ein Fass ohne Holzton: Der Nahikun blanco zeigt Kalk und alte Reben statt Sortencharakter.

Bei 10 bis 12 °C servieren, im großen Glas öffnet er sich deutlich weiter. Trinkreif ab sofort; die Säure und der Hefeausbau tragen ihn bis etwa 2031, wobei die würzige Malvasía-Seite mit den Jahren an Gewicht gewinnt.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, gegrilltem Gemüse und Spargel, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu cremigen Käsen. Die Salzigkeit passt zu Anchovis und Austern, die Textur aus dem Hefelager trägt auch Gerichte mit Butter oder Aioli.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura
Lage fünf Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava, Rioja Alavesa
Klassifikation DOCa Rioja blanco
Jahrgang 2025
Vinifikation selektive Handlese · gemeinsame Gärung des Feldblends
Ausbau mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriques
Boden karge Kalkböden mit hohem Steinanteil
Rebanlage alte Buschreben, teils fast hundertjährig, kleinste Erträge
Bewirtschaftung biologisch und biodynamisch · ES-ECO-026-VAS
Trinkempfehlung 2026–2031

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Weine

Dominio del Bendito Las Sabias 2023 BIO

Rotwein · D.O. Toro · Tinta de Toro

Tinta de Toro Pago la Jara · Valdefinjas 2023 wurzelecht · 45–80 Jahre 2.000–3.000 kg/ha 16–18 Monate Barrique Bio · ES-ECO-002-CL

Der Dominio del Bendito Las Sabias 2023 ist ein Toro aus wurzelechten Buschreben zwischen 45 und 80 Jahren, gewachsen in kleinen Parzellen im Pago la Jara und auf den Höhen von Valdefinjas. Antony Terryn arbeitet hier ökologisch zertifiziert (ES-ECO-002-CL) und mit Erträgen von 2.000 bis 3.000 Kilogramm je Hektar. 2023 war in Toro ein niederschlagsreicher Jahrgang, der von der Appellation als „excelente" eingestuft wurde.


Pago la Jara und die Höhen von Valdefinjas

Die D.O. Toro liegt in der Provinz Zamora auf einem Hochplateau zwischen rund 620 und 750 Metern über dem Meer. Das Klima ist ausgeprägt kontinental: heiße, trockene Sommer, harte Winter, nur etwa 350 bis 400 Millimeter Jahresniederschlag und eine Tag-Nacht-Amplitude, die im Spätsommer 20 Grad erreichen kann. Diese Spanne zwischen Hitze am Tag und kühlen Nächten ist der Grund, warum Tinta de Toro trotz voller physiologischer Reife noch Säure und Aroma behält. Der Pago la Jara im Süden der Appellation gilt als eine der besten Herkünfte der Region; Antony Terryn hat seinen Betrieb – rund 22 bewirtschaftete Hektar, davon 15 im Eigenbesitz – von Anfang an auf diese Lage ausgerichtet.

Entscheidend ist der Boden: tiefe, arme Sande über Kies und Lehm. Sand bietet der Reblaus keinen Lebensraum, weshalb in Toro Rebanlagen die Phylloxera überstanden haben und bis heute wurzelecht stehen – ohne amerikanische Unterlage, mit einem Wurzelwerk, das über Jahrzehnte in die Tiefe gewachsen ist. Genau solche Parzellen liefern Las Sabias. Die Stöcke sind im traditionellen Buschschnitt erzogen, stehen weit auseinander und tragen wenig: Die 2.000 bis 3.000 Kilogramm je Hektar entsprechen etwa 14 bis 21 Hektolitern – ein Bruchteil dessen, was die Appellation zulässt.

Die Parzellen auf den Höhen von Valdefinjas östlich von Toro liegen am oberen Ende des Höhenbandes der Appellation und werden später reif als die Sandböden im Süden. Sie bringen Frische, Säure und ein feineres Tannin in die Assemblage, während der Pago la Jara Tiefe und Wucht beisteuert. Beide Herkünfte werden getrennt gelesen.

Jahrgang 2023 – D.O. Toro

2023 fiel in Toro deutlich mehr Niederschlag als 2022 und mehr als im langjährigen Mittel – in einer Region, die chronisch unter Wassermangel steht, war das der prägende Faktor des Jahres. Der Austrieb verlief je nach Lage ungleichmäßig, der weitere Vegetationsverlauf dann regulär. Bemerkenswert für einen feuchteren Jahrgang: Der Krankheitsdruck blieb praktisch aus, das Lesegut kam gesund in den Keller. Die alten, wurzelechten Buschreben mit ihrem tiefen Wurzelwerk profitierten von der besseren Wasserversorgung, ohne in vegetatives Wachstum zu kippen.

Die Lese in der D.O. Toro lief vom 21. August bis zum 16. Oktober, der Großteil der Betriebe war bis Ende September fertig. Insgesamt wurden 22,48 Millionen Kilogramm eingebracht, gegenüber einem Vorjahresmittel von rund 19,1 Millionen – davon 20,83 Millionen Kilogramm Tinta de Toro. Der Kontrollrat stufte die Añada als „excelente" ein. Für Las Sabias bleibt die Menge dennoch klein: Die Ertragsbegrenzung kommt hier aus den Parzellen selbst, nicht aus dem Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

100 % Tinta de Toro, Jahrgang 2023, aus wurzelechten Buschreben von 45 bis 80 Jahren in kleinen Parzellen im Pago la Jara und auf den Höhen von Valdefinjas. Handlese, Selektion parzellenweise, Ertrag 2.000–3.000 kg/ha. Die Weinberge sind ökologisch zertifiziert (ES-ECO-002-CL).

Vergoren wird in kleinen Beton- und Epoxidharztanks – Gebinde ohne eigene Aromatik, die die Gärtemperatur über die Masse puffern und den Wein nicht mit Holz überlagern, bevor er strukturiert ist. Anschließend folgen 16 bis 18 Monate in französischen Barriques. Das Holz arbeitet hier an der Gerbstoffstruktur des Toro, nicht an der Würze: Die dicken Beerenschalen der Tinta de Toro liefern reichlich Tannin, das über die lange Fasszeit gerundet wird.

Im Glas

Ein fast undurchdringliches, sehr dunkles Rot mit schmalem violettem Rand. In der Nase schwarze Kirsche, Brombeere und Pflaume, dahinter Teer, Mokka, Lakritz und eine rauchige Note aus dem Fassausbau. Am Gaumen dicht und breitschultrig, mit reifem, körnigem Tannin und deutlichem Extrakt; die Frucht bleibt trotz der Wucht klar konturiert. Der Anteil aus den höheren Lagen hält den Wein aufrecht und verhindert, dass die Dichte in Marmelade kippt. Sehr langer, kräftiger Abgang mit dunkler Schokolade und Salz.

14 bis 21 Hektoliter je Hektar von wurzelechten Buschreben – die Dichte dieses Toro entsteht im Weinberg, nicht im Fass.

Der 2023er ist jung noch verschlossen und braucht Luft: zwei Stunden vorher karaffieren, bei 16–18 °C servieren. Über zwei bis drei Jahre auf der Flasche baut sich das Tannin weiter ein; Trinkfenster bis etwa 2035.

Am Tisch

Zu kastilischem Milchlamm aus dem Holzofen, Lammkeule mit Rosmarin, Entrecôte und Rinderrippe vom Grill, geschmortem Ochsenschwanz und Wildgerichten wie Hirschrücken oder Wildschweinragout. Bei Käse zu langgereiftem Manchego und kräftigem Hartkäse. Für leichte Küche ist dieser Wein die falsche Wahl – er braucht Fett, Röstaromen und Zeit.


Produzent Dominio del Bendito, Antony Terryn, Toro, Zamora
Rebsorte 100 % Tinta de Toro
Lage Pago la Jara und Höhen von Valdefinjas, Sandböden über Kies und Lehm
Klassifikation D.O. Toro
Jahrgang 2023
Vinifikation Handlese · Gärung in kleinen Beton- und Epoxidharztanks
Ausbau 16–18 Monate französische Barriques
Trinkempfehlung 2026–2035
Rebenalter 45–80 Jahre, wurzelecht, traditionelle Buschreben
Ertrag 2.000–3.000 kg je Hektar
Bewirtschaftung biologisch zertifiziert, ES-ECO-002-CL

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Frankreich

Groffier Chambolle Musigny Hauts Doix 1er Cru 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Hauts Doix 2019

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Hauts Doix 1er Cru 2019 stammt von alten Reben direkt neben der legendären Lage Les Amoureuses – der „kleine Bruder" der Amoureuses, parfümiert und fein, mit der reifen Frucht des Jahrgangs 2019.


Les Hauts Doix – die Lage

Les Hauts Doix liegt im südöstlichen Teil von Chambolle-Musigny, unmittelbar an der Grenze zur berühmten Lage Les Amoureuses, entlang der Straße zwischen Chambolle und Vougeot. Die ostexponierte Parzelle gilt als eine der feinsten Premier-Cru-Lagen des Dorfes.

Die Reben wurzeln auf flachgründigen, kalkgeprägten Böden, die direkt auf dem Muttergestein aufliegen; der hohe Anteil an Steinen und Kies macht sie karg und stark drainierend – ideal für niedrige Erträge und konzentrierte Trauben. Groffiers Reben hier sind rund 70 bis 80 Jahre alt.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war in der Côte de Nuits ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen und hoher Konzentration.

Trotz der Reife blieb eine bemerkenswerte Frische erhalten – die Weine zeigen dichte, reife Frucht, feines Tannin und gutes Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Vor der Gärung rund eine Woche kalt mazeriert, vergoren mit 50 % Ganztrauben, ausgebaut in französischen Barriques. Ganztrauben- und Neuholzanteil werden bei Groffier jahrgangsweise angepasst – die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Helles, leuchtendes Purpur. Eine kraftvolle, sehr parfümierte Nase mit Iris und Waldboden über dunkler Beerenfrucht und dunkler Himbeere. Am Gaumen mittelgewichtig, spannungsreich und präzise, mit feinkörnigem Tannin und einem frischen, mineralischen Finale; junge, noch leicht kompakte Struktur.

Parfümiert, fein und spannungsreich – ein eleganter Chambolle neben Les Amoureuses, gebaut für die lange Reife.

Jung noch verschlossen: braucht drei bis vier Jahre Flaschenreife, profitiert von Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente und Geflügel, zu Gerichten mit Pilzen oder Trüffel sowie zu gereiftem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für festliche Küche.


Lage: Chambolle-Musigny 1er Cru Les Hauts Doix, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); flachgründige kalkig-steinige Böden, alte Reben (~70–80 J.), an Les Amoureuses
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC (Les Hauts Doix), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 50 % Ganztrauben; französische Barriques

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Rebsorten

Le Moine Clos de la Roche Grand Cru 2020

Rotwein · Clos de la Roche Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos de la Roche Grand Cru Morey-Saint-Denis · Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Clos de la Roche Grand Cru 2020 stammt aus dem größten und kraftvollsten Grand Cru von Morey-Saint-Denis – ein tiefgründiger, mineralischer Pinot Noir mit Struktur und Lagerpotenzial. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Clos de la Roche – kraftvollster Grand Cru von Morey

Der Clos de la Roche ist die größte Grand-Cru-Lage von Morey-Saint-Denis, rund 16,9 Hektar, ausschließlich mit Pinot Noir bepflanzt. Er liegt auf einem leicht ansteigenden Osthang zwischen 270 und 300 Metern, geprägt von Felsbrocken und einer braunen, kalkhaltigen Bodenauflage, die stellenweise nur 30 cm dünn ist. Der Jura-Unterboden und die großen Felsstücke („roches"), die der Lage ihren Namen geben, prägen ihren Charakter.

Stilistisch steht Clos de la Roche für Kraft, Struktur und ausgeprägte Mineralität – das kraftvollere, langlebigere Pendant zum feineren Clos Saint-Denis. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Reinheit, Textur und Tiefe betont.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 gilt an der Côte de Nuits als herausragender Rotwein-Jahrgang: warm und reif, brachte er besonders konzentrierte, dichte und zugleich balancierte Pinot Noirs mit tiefer Frucht, samtigem Tannin und großem Reifepotenzial. In einer kraftvollen Lage wie Clos de la Roche ergibt das einen tiefgründigen, strukturreichen Grand Cru mit großer Substanz – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Clos de la Roche Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom felsigen, dünnen Kalkboden des Clos de la Roche lebt dieser Grand Cru von Kraft und Mineralität: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine tiefe, steinig-würzige Note von Unterholz und Gewürz. Aus dem reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und samtiges Tannin, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen kraftvoll und tiefgründig, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Wein für die lange Reife.

Dunkle Frucht und steinig-würzige Tiefe – kraftvoll und seidig, mit festem, feinkörnigem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Clos de la Roche Grand Cru, Morey-Saint-Denis, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); leicht ansteigender Osthang, 270–300 m, ~16,9 ha; felsig, dünne braune Kalkauflage über Jura-Unterboden
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Rebsorten

Vite Colte Villalta Roero Arneis

Wein · Weißwein · Roero · Italien

Vite Colte Villalta Roero Arneis ist ein eleganter Weißwein aus der heimischen Piemont-Sorte Arneis. Intensives Strohgelb mit grünlichen Reflexen; in der Nase aromatisch, mit intensivem Duft nach reifen Früchten, am Gaumen trocken mit einer feinen grasigen Note.


Roero / Piemont

Heimat der alteingesessenen Rebsorte Arneis ist das Roero mit seinen Hügeln links des Flusses Tanaro im Piemont. Die kalk- und kieselhaltigen Böden dieser Zone bringen elegante, feingliedrige Weißweine hervor. Erzeuger ist die renommierte piemontesische Genossenschaft Vite Colte (vormals Terre da Vino).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Arneis. Nach einer sanften Pressung folgt die rund zehntägige Gärung bei kontrollierten 16–18 °C im Edelstahl. Eine kurze Flaschenreife rundet den Wein ab und entwickelt Struktur und Duft weiter. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Intensives Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase aromatisch, mit intensivem Duft nach reifen Früchten und einem floralen Anklang. Am Gaumen trocken und saftig, mit einer feinen grasigen Note und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Antipasti, hellem Fleisch und frischem Käse.


Lage: Roero (Piemont, Italien); Vite Colte (Terre da Vino)
Klassifikation: Roero Arneis DOCG – 100 % Arneis, trocken
Ausbau: ~10 Tage Gärung im Edelstahl bei 16–18 °C, kurze Flaschenreife

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Weine

Christian Ottenbreit Scheu To The World Scheurebe

Weingut Ottenbreit · Obernbreit, Franken

Jahrgang 2025 Scheurebe trocken Muschelkalk Lange Maischestandzeit 10 Monate Eichenholzfass Ohne Schönung

Der Ottenbreit „Scheu to the world" 2025 bringt die Scheurebe als trockenen, maischevergorenen Weißwein vom fränkischen Main ins Glas. Das Weingut Ottenbreit in Obernbreit arbeitet mit handgelesenen Trauben, langer Maischestandzeit und einem Ausbau im Eichenholzfass. Das Ergebnis ist ein kräuterbetonter, würziger Weißwein mit fester Struktur, der weit von der parfümierten Seite der Rebsorte entfernt steht.


Muschelkalk am Main

Die Reben wachsen auf Muschelkalkböden rund um Obernbreit im fränkischen Maintal. Der kalkgeprägte Untergrund liefert Wärme und eine salzig-mineralische Anlage, die im fertigen Wein erkennbar bleibt. Klassifiziert ist der Wein als Deutscher Landwein Main – bewusst außerhalb der Qualitätsweinkategorie, was dem Winzer Spielraum im Ausbau lässt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortig aus Scheurebe, handgelesen. Nach langer Maischestandzeit vergoren und über zehn Monate im Eichenholzfass gereift. Die Füllung erfolgt ohne Schönung, der Wein steht trocken bei Der lange Maischekontakt prägt Struktur und Würze stärker als die typische Scheurebe-Aromatik.

Im Glas

In der Nase kühl und kräuterbetont: gelbe Früchte, nussige und angedeutet speckige Noten, etwas Würze und eine Spur dunkler Beeren. Am Gaumen klar und fest gewirkt, mit Anklängen von Paprika und Fenchel, einem Hauch Wacholder sowie Verbene und Zitruszesten. Eine straffe, präsente Säure trägt den Wein, dahinter nussiges Holz und salzige Töne. Der Abgang ist lang und leicht wärmend.

Maischevergorene Scheurebe mit Kräutern, Wacholder und salziger Würze – fränkischer Landwein abseits der Norm.

Am Tisch

Trinkreif ab sofort, mit Reservepotenzial bis etwa 2030. Vor dem Servieren rund 30 Minuten karaffieren, damit sich Würze und Holz öffnen. Trinktemperatur 11–13 °C.

Klassische Begleitung: gereifter Hartkäse, geschmorter Schweinebauch, würzige Currys und Pilzgerichte. Die feste Säure und die kräuterige Würze halten auch kräftiger Küche stand.


Ausbau: über zehn Monate im Eichenholzfass, ungeschönt

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Frankreich

Groffier Chambolle Musigny Amoureuses 1er Cru 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Amoureuses 2019

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2019 stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage von Chambolle – Groffier ist hier der größte Einzelbesitzer. Ein intensiver, salin-mineralischer Pinot Noir in Grand-Cru-Statur.


Les Amoureuses – die Lage

Les Amoureuses gilt als die berühmteste der 24 Premier-Cru-Lagen von Chambolle-Musigny und als einer der besten Weinberge der Welt – ein Anwärter auf eine künftige Grand-Cru-Klassifizierung. Die Lage liegt am südlichen Ende der Gemeinde, oberhalb von Vougeot und unterhalb des Grand Cru Le Musigny, an den Kalksteinhängen der Côte d'Or.

Der kalkhaltige Boden ist hier besonders leicht: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in die Felsspalten zwingt – kleine, konzentrierte Beeren sind die Folge. Die stufenförmige, überwiegend südöstlich ausgerichtete Hanglage gibt reichlich Sonne bei Schutz vor der intensiven Nachmittagssonne, sodass Reife nie auf Kosten der Säure geht. Groffier bewirtschaftet hier rund einen Hektar mit etwa 60 Jahre alten Reben.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war in der Côte de Nuits ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen und hoher Konzentration.

Trotz der Reife blieb eine bemerkenswerte Frische erhalten – die Weine zeigen dichte, reife Frucht, festes Tannin und großes Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Vergoren mit 50 % Ganztrauben, ausgebaut in rund 20–25 % neuem Holz. Ganztrauben- und Neuholzanteil werden bei Groffier jahrgangsweise angepasst – die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Eindrucksvoll tiefes, reiches Purpur. Eine fesselnde Nase mit intensiver schwarzer Kirsche, Veilchen, Waldboden und Graphit. Am Gaumen mittelgewichtig mit muskulösem Tannin und festem Griff, dazu eine ausgeprägt saline, an Austernschalen erinnernde Mineralik; üppiger Charakter, aber nie überreif – die frische Säure hält die Spannung bis in den sehr langen Nachhall.

Intensiv, üppig und salin-mineralisch – ein Amoureuses in Grand-Cru-Statur, getragen von frischer Säure.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und langer Kellerzeit. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente und Rind, zu Gerichten mit Pilzen oder Trüffel sowie zu gereiftem Weichkäse. Ein großer Begleiter für festliche Küche.


Lage: Chambolle-Musigny 1er Cru Les Amoureuses, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); leichter Kalkboden über hartem Kalksteinunterboden, alte Reben (~60 J.), ca. 1 ha (Groffier)
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC (Les Amoureuses), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 50 % Ganztrauben; ~20–25 % Neuholz

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Feinkost

Via del Gusto Italienische Kräuter

Feinkost · Gewürze · Kräuter · Italien

Via del Gusto Italienische Kräuter ist eine feine Mischung getrockneter italienischer Kräuter. Sie vereint Oregano, Majoran, Thymian, Bohnenkraut, Basilikum, Salbei und Rosmarin und verleiht Pasta, Pizza, Saucen und Gegrilltem den typisch mediterranen Geschmack. Ein vielseitiger Vorratsklassiker für die italienische Küche.


Herkunft

Die Mischung vereint Kräuter, wie sie für die mediterrane und italienische Küche typisch sind und im sonnenreichen Klima des Mittelmeerraums gedeihen. Sie steht im Sortiment des ligurischen Familienbetriebs Il Caruggiu.

Anbau und Verarbeitung

Die Kräuter werden getrocknet und zu einer ausgewogenen Mischung kombiniert: Oregano, Majoran, Thymian, Bohnenkraut, Basilikum, Salbei und Rosmarin. Getrocknet bleiben Aroma und Würze lange erhalten und lassen sich einfach dosieren.

Geschmack

Aromatisch und würzig, mit der typisch mediterranen Note italienischer Kräuter. Verleiht Gerichten Tiefe und einen Hauch Süditalien.

Am Tisch

Ideal für Pasta- und Tomatensaucen, Pizza, Sugo, Risotto sowie gegrilltes Fleisch, Fisch und Gemüse. Beim Kochen mitziehen lassen oder zum Schluss darüberstreuen.


Hersteller: Il Caruggiu (Ligurien) · Marke Via del Gusto
Produkt: Italienische Kräuter (Kräutermischung)
Zutaten: Oregano, Majoran, Thymian, Bohnenkraut, Basilikum, Salbei, Rosmarin (getrocknet)
Herkunft: Italien / Mittelmeerraum
Verarbeitung: getrocknet, gemischt
Mindesthaltbarkeit (MHD): 26.09.2027

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