Sevilla – Stadt der Legenden, Lebensfreude, Geschichte und Tapas

Tapa Freuden mit besten Freunden

Sevilla ist das pulsierende Herz Andalusiens, reich an Geschichte, voller Leben und von sonnendurchfluteter Schönheit und voller lebendiger Tapa Bars und Restaurants. Ihre Altstadt zählt zu den größten Europas und erzählt von römischem Glanz, maurischer Eleganz und christlicher Pracht.

Schon als Hispalis ein bedeutender römischer Ort, wurde Sevilla unter den Mauren zur prachtvollen Metropole Isbiliya. Die Giralda, einst Minarett und heute Wahrzeichen der Stadt, zeugt ebenso von dieser Zeit wie der duftende Orangenhof neben der imposanten Kathedrale, in der unter anderem Christoph Kolumbus begraben liegt.

Im goldenen Zeitalter Spaniens war Sevilla das Tor zur Neuen Welt: Von hier aus planten Vespucci und Magellan ihre Reisen, und der Seehandel brachte Reichtum und Kunstblüte. Noch heute beeindrucken Paläste, Plätze wie die Plaza de España oder das ehemalige jüdische Viertel Santa Cruz mit andalusischem Charme und einem pulsierenden Leben.

Sevilla ist aber nicht nur ein Ort der Vergangenheit, sie lebt in den Tapas-Bars, dem Flamenco, den frohen Straßenfesten und der offenen Herzlichkeit ihrer Bewohner fröhlich weiter. Wer Sevilla besucht, erlebt eine Stadt voller Kontraste, historisch und modern, tief verwurzelt und doch immer in Bewegung und natürlich mit tollem und vielfältigem Essen.

Wo einst die Inquisition herrschte, pulsiert heute das Leben – Ein Besuch auf dem Mercado de Triana in Sevilla.

Wer durch die belebten Gassen des traditionsreichen Viertels Triana schlendert, wird ihn kaum übersehen: den Mercado de Triana. Direkt an der Plaza del Altozano, gleich hinter der Brücke Puente de Isabel II, entfaltet sich ein Markt, der nicht nur kulinarisch begeistert, sondern auch tief in die Geschichte Sevillas eintauchen lässt.

Denn was viele Besucher nicht wissen: Dort, wo heute frisches Obst, fangfrischer Fisch und andalusische Spezialitäten verkauft werden, stand einst das Castillo de San Jorge. Im 12. Jahrhundert von den Almohaden als Festung errichtet, diente das Kastell später als Sitz der Spanischen Inquisition, ein dunkles Kapitel, das die Stadt bis heute prägt.

Im 19. Jahrhundert wurde die Burg schließlich abgerissen und auf ihren Ruinen ein neuer Markt errichtet. 1823 öffnete der erste Mercado de Triana seine Pforten, ein Ort des Handels und des täglichen Lebens. Erst im Zuge von Renovierungsarbeiten in den 1980er Jahren stieß man auf die Überreste der alten Burg. Diese Entdeckung führte nicht nur zu archäologischen Ausgrabungen, sondern auch zu einer umfassenden Modernisierung des Markts. Im Jahr 2001 wurde er dann letztendlich neu eröffnet und verbindet seither auf eindrucksvolle Weise Geschichte mit Gegenwart.

Heute präsentiert sich der Mercado de Triana als lebendiger Treffpunkt: Händlerinnen und Händler, viele in Familienbetrieben seit Generationen, bieten hier regionale Produkte an, von iberischem Schinken über Oliven und Gewürze bis hin zu Meeresfrüchten aus dem Atlantik. In den kleinen Bars und Tapaslokalen lässt sich die andalusische Küche in all ihrer Vielfalt erleben, ob Croquetas, Gazpacho oder fangfrischer Tintenfisch, hier wird frisch und lecker aufgetischt. Was wieder einmal beweist: Besser und frischer als auf einem guten Markt lässt sich kaum essen.

Außer den kulinarischen Spontangenüssen gibt es im Mercado de Triana wohl noch weitere Highlights, welche persönlich leider nicht erlebt werden konnten.

Wer tiefer in die bewegte Vergangenheit des Ortes eintauchen möchte, kann im Kellergewölbe das Interpretationszentrum des Castillo de San Jorge besuchen. Hier wird nicht nur die Geschichte der Festung erzählt, sondern auch das Wirken der Inquisition eindrucksvoll dokumentiert.

Ein weiteres Highlight des Markts ist das Casala Teatro, ein winziges, charmantes Theater mitten im Marktgeschehen, das regelmäßig Flamenco-Aufführungen und kulturelle Veranstaltungen bietet.

Austern / Thunfisch Variation

Mercado de Triana, C. San Jorge, 6, 41010 Sevilla, Spanien, Telefon: +34 674 07 40 99, https://mercadodetrianasevilla.com/

La Barra de Inchausti – Fisch und Familie mit Gefühl im Herzen von Sevilla

Wer durch die Gassen rund um die Kathedrale von Sevilla schlendert, stößt in der Calle Tomás de Ibarra auf ein Restaurant, das die andalusische Fischküche mit großer Hingabe pflegt und dabei eine Geschichte erzählt, die tief in der Tradition Sanlúcars verwurzelt ist: La Barra de Inchausti. Dieses Herzensprojekt der Familie Inchausti knüpft an die kulinarische Erfolgsgeschichte des legendären Restaurants La Moneda an, mit dem sie einst überregional bekannt wurden.

Eröffnet wurde die neue „Barra“ im Jahr 2019 – als moderne, ungezwungene Hommage an das maritime Erbe Andalusiens. Die Atmosphäre ist lebendig und offen, die Küche kompromisslos qualitätsorientiert.

Nach einer pandemiebedingten Pause wagten die Geschwister Inchausti 2021 einen klugen Neustart: Sie integrierten das benachbarte Lokal, schufen einen neuen Speisesaal und ließen gleichzeitig die Seele ihres ehemaligen Stammhauses La Moneda in der neuen „Barra“ wieder aufleben. Entstanden ist dabei weit mehr als eine klassische Tapas-Bar, ein Ort, an dem Erinnerung, Geschmack und Gastfreundschaft auf besondere Weise verschmelzen.

Heute ist La Barra de Inchausti eine feste Adresse für alle, die authentische Fischgerichte lieben. Wer also Andalusien kulinarisch pur erleben möchte, auf dem Teller und im Herzen, sollte sich einen Platz an der Bar sichern. Am besten gleich heute. 🤗👌

Gekochter Thunfisch / Seehechtleber-Salat / Kartoffelsalat / Stabmuscheln / Venusmuscheln / Iberico / Armer Ritter

La Barra de Inchausti, 10, Casco Antiguo, 41001 Sevilla, Spanien

Casa Morales – Wo Sevilla nach Tradition, Sherry und Tapas schmeckt

Wer Sevilla besucht, kommt an der majestätischen Kathedrale kaum vorbei, und wer hungrig durch die Gassen der Altstadt schlendert, sollte unbedingt einen Abstecher in die Calle García de Vinuesa 11 machen. Dort befindet sich mit der Casa Morales eine der ältesten und authentischsten Tapas-Bars der ganzen Stadt. Seit 1850 serviert das Traditionshaus unter dem offiziellen Namen „Hijos de E. Morales“ andalusische Köstlichkeiten, in einem „altem“ Ambiente, das in Sevilla seinesgleichen sucht.

Schon beim Betreten der Bar wird klar: Hier atmet jeder Winkel Geschichte. Riesige Tonfässer, antike Fliesen, dunkles Holz und der Duft nach gereiftem Sherry entführen in eine andere Zeit. Nichts wirkt inszeniert oder touristisch überhöht, stattdessen herrscht ein lautes, lebendiges Treiben: gestikulierende Sevillanos, klirrende Gläser und das rhythmische Klackern von Tellern auf dem Tresen füllen den Raum mit Leben.

Die Speisekarte ist bewusst schlicht gehalten und konzentriert sich auf das Wesentliche: kleine Montaditos mit Chorizo, Lomo oder Käse, cremige Salmorejo, knackige Oliven und eine Auswahl bester iberischer Wurstwaren, die wunderbar zum Hauswein oder einem eiskalten Cruzcampo passen. Wer Glück hat, ergattert einen der wenigen Tische, doch eigentlich reicht es, den Moment zu genießen, lachend, mit vollem Mund, einem Glas Wein und guten Freunden den Abend in die Nacht übergehen zu lassen.

Casa Morales ist kein Ort für große Inszenierungen, sondern für echte Geschmacksmomente. Hier wird spürbar, wie tief Andalusiens kulinarisches Erbe verwurzelt ist. Und manchmal erzählt eine einfache Tapa mehr über eine Stadt als jedes Museum. Wer Sevilla wirklich schmecken will, sollte diesen Ort auf keinen Fall verpassen.

Tapas und Ambiente wohin das Auge reicht

Hijo de E. Morales, 11, Casco Antiguo, 41001 Sevilla, Spanien

Wo Sevilla nach Geschichte und Sherry schmeckt – Ein Besuch in der Bodega Díaz-Salazar

Mitten in der Altstadt von Sevilla, versteckt zwischen verwinkelten Gassen unweit der Kathedrale, liegt ein Ort, der weit mehr ist als nur eine Bar: die Bodega Díaz-Salazar. Wer hier einkehrt, betritt kein gewöhnliches Lokal, sondern ein lebendiges Stück andalusischer Geschichte, das seit 1908 mit Wein, Tapas und Herzlichkeit erfüllt ist.

Gegründet wurde die Bodega von Ángel Díaz-Salazar, ursprünglich als Weinlager für die familieneigene Kellerei im kastilischen Daimiel. Doch aus dem Lager wurde rasch eine Bar, aus dem Wein ein Kulturgut, und aus dem Ort ein Treffpunkt für Generationen. Noch heute zeugen hölzerne Fässer, rustikale Fliesen und die ehrwürdige Patina der Jahre von dieser langen Tradition.

Nach einer pandemiebedingten Pause wurde die Bodega 2021 mit viel Fingerspitzengefühl wiedereröffnet. Die Restaurierung war behutsam, das Konzept durchdacht: alte Seele, neue Energie. Heute empfängt Díaz-Salazar seine Gäste mit einer Weinkarte, die weit über die Grenzen Andalusiens hinaus begeistert. Über 80 Positionen, viele davon direkt vom Fass, lassen die Herzen von Weinliebhabern höherschlagen: feine Sherrys aus Jerez, kräftige Rotweine, frische Weiße und sogar dunkles Bier vom Fass.

Dazu gibt es ehrliche, bodenständige Tapas, wie man sie sich in Sevilla nur wünschen kann: Montaditos mit Jamón Ibérico, eingelegte Auberginen, herzhafte Eintöpfe, frittierte Kleinigkeiten, jede Portion eine kleine Hommage an die andalusische Alltagsküche.

Und dann ist da noch die Atmosphäre: lebendig, ohne laut zu sein; authentisch, ohne inszeniert zu wirken. Wer einen der begehrten Plätze ergattert – drinnen zwischen Holz und Fliesen oder draußen auf der kleinen Terrasse, spürt sofort: Hier bleibt man gern. Zum Schauen, Genießen, Verweilen. Vielleicht sogar zum Verlieben.

Tradition, Ambiente und Tapas bist der Arzt kommt

Bodega Díaz-Salazar, C. Garcia de Vinuesa, 20, Casco Antiguo, 41001 Sevilla, Spanien, La Bodega en el Centro de Sevilla es Bodega Diaz-Salazar

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Weine

1953 Martinez Gutierrez Gran Reserva

Generoso · sherryartig · trocken · Spanien

1953 Martínez Gutiérrez Gran Reserva ist ein sherryartig ausgebauter, trockener Altwein aus Spanien von Bodegas del Señorío. Bernsteinfarben eignet er sich als perfekter, trockener Apéritif. Er ist trinkfertig und entwickelt sich nicht mehr durch weitere Flaschenlagerung.


Spanien

Bodegas del Señorío erzeugt diesen Wein in Spanien im sherryartigen, oxidativen Stil. Die lange Reife prägt seinen Charakter als trockener, gereifter Generoso-Wein.

Herstellung und Reifung

Der Wein ist sherryartig (oxidativ) ausgebaut und über lange Zeit gereift, woraus seine bernsteinfarbene Tönung und der trockene, gereifte Charakter resultieren. Der Alkoholgehalt liegt bei Er ist trinkfertig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase und am Gaumen trocken und gereift, mit nussigen, oxidativen Noten im sherryartigen Stil. Vollmundig und ausdrucksstark, mit langem Abgang.

Zum Genuss

Leicht gekühlt servieren – ein perfekter, trockener Apéritif. Trinkfertig.

Klassische Begleitung: Tapas, Oliven, Mandeln, Schinken und gereifter Käse.


Herkunft: Spanien
Art: sherryartiger Generoso (trocken).
Reifung: oxidativ, lange gereift (Gran Reserva)

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USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2012

Rotwein · Grenache · Walla Walla Valley · USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2012 ist einer der gefeierten Grenaches Nordamerikas – im Jahrgang 2012 von fast ätherischer Feinheit. Ein reiner, vielschichtiger Wein aus der Lage Armada, der sich im Glas immer weiter öffnet und Schicht um Schicht neue Aromen zeigt.


Armada, Walla Walla Valley

God Only Knows stammt aus der Lage Armada im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben wurden 2001 mit 1.815 Stöcken pro Acre gepflanzt – damals die dichteste Pflanzung der Region – und wurzeln in runden Basaltkieseln. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und hält die Erträge winzig klein.

Rebsorte und Ausbau

Rund 90 % Grenache; die übrigen rund zehn Prozent verrät Christophe Baron nicht – daher der Name „God Only Knows“. Der Wein wird überwiegend mit ganzen Trauben im Beton vergoren und reift anschließend in großen, gebrauchten Fässern aus französischer Eiche, die der reinen Frucht ihren Raum lassen.

Im Glas

Helles, leuchtendes Rubin. In der Nase duftige rote Früchte, Blüten, Kräuter und steinige Noten, die sich mit Luft immer weiter entfalten. Am Gaumen feingliedrig und rein, mit seidiger Textur, lebendiger Frische und langem, salzig-mineralischem Nachhall – ein Grenache von großer Eleganz.

Am Tisch

Jetzt in schöner Reife. Etwas Zeit im Glas oder im Dekanter lohnt sich. Bei 15–17 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Ente, Geflügel und Gerichte mit Pilzen.


Lage: Armada, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Grenache
Jahrgang: 2012
Ausbau: ca. 90 % Grenache; Ganztraube, Beton, große gebrauchte Fässer

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Weine

Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2020

Weißwein · Kanzemer Altenberg (Saar) · Riesling

Riesling Kanzemer Altenberg Saar · Mosel Van Volxem Devonschiefer & Rhyolith bis 70 % Steillage · alte Reben Großes Gewächs · trocken 2020

Der Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2020 stammt aus dem Kanzemer Altenberg – einer der steilsten Schieferlagen der Saar. Von uralten, teils wurzelechten Reben: ein unheimlich mächtiger, kraftvoller und würziger Riesling, der wie ein ganz großer weißer Burgunder schmeckt, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.


Kanzemer Altenberg – Grauschiefer in extremer Steillage

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen, einst verfallenen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen und zu den ältesten Steillagen der Welt zählen.

Der Kanzemer Altenberg gegenüber dem Ort Kanzem ist eine Welt für sich: ein majestätischer, bis zu mehr als 70 % steiler Hang in idealer süd-südöstlicher Ausrichtung, dessen Nähe zur Saar für Wärme, Lichtverstärkung und kühle Nächte sorgt. Der Boden besteht aus verwittertem Devon-Grauschiefer und Rotliegendem (Rhyolith); darin stehen viele Jahrzehnte alte, teils wurzelechte Reben, die tief in den Schiefer wurzeln. Niedrige Erträge und dieses karge, dramatische Terroir geben dem Wein seine rauchig-mineralische Tiefe.

Jahrgang 2020 – Saar

2020 brachte an der Saar einen ausgewogenen Jahrgang mit reifer, kerngesunder Frucht und zugleich frischer, präziser Säure. Auf dem warmen, kargen Schiefer des Altenbergs ergibt das einen besonders kraftvollen und konzentrierten Riesling, dessen mächtige Statur von einer klaren, mineralischen Säure getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Kanzemer Altenberg, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von alten, teils wurzelechten Reben.

Wie alle Van-Volxem-Weine wird auch der Altenberg spontan mit den eigenen Hefen vergoren und über eine lange Reifezeit im traditionellen Fuderfass ausgebaut – handwerklich und ohne Schönung. Diese reduktive, hefebetonte Reife verleiht dem Wein Tiefe, Schmelz und eine bemerkenswerte Haltbarkeit.

Im Glas

Das von Grauschiefer geprägte Terroir verschmilzt hier mit der Riesling-Rebe zu einer fantastischen Symbiose, wie sie die Welt lange nicht mehr getrunken hat. Unheimlich mächtig, voller Kraft, Würze, reifer südländischer Frucht und von einem minutenlangen Abgang geprägt. Er schmeckt wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar und der expressiven Frucht der Riesling-Traube.

Unheimlich mächtig, voller Kraft und Würze – wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.

Unbedingt dekantieren! Ein großer Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse. Dank seiner Kraft auch ein Begleiter für würzige asiatische Küche.


Lage: Kanzemer Altenberg, Kanzem an der Saar (Mosel); verwitterter Devon-Grauschiefer mit Rotliegendem/Rhyolith, süd-südöstlich, bis über 70 % Steillage; alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; „Alte Reben"
Ausbau: Spontangärung mit eigenen Hefen, lange Reife im traditionellen Fuderfass, handwerklich und ohne Schönung

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Rebsorten

Weingut Metzger Chardonnay Asselheim Ortswein 2023

Weißwein · Chardonnay · Ortswein · Pfalz

Weingut Metzger Chardonnay Asselheim Ortswein beeindruckt durch seine frische, ausdrucksstarke Aromatik. In der Nase ein faszinierendes Bouquet mit Noten von Toast, einer Prise Meerluft und Popcorn, das die mineralische Frische unterstreicht. Aus dem kühlen Eistal in der Pfalz.


Asselheim (Pfalz)

Asselheim liegt im kühlen Eistal in der Nordpfalz. Das kühle Klima und die geeigneten Böden bringen einen Chardonnay mit Frische, Kühle und mineralischer Prägung hervor. Das Weingut Metzger keltert daraus einen Ortswein mit klarem Profil.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Der Ausbau – mit feinen Toast- und Popcorn-Noten aus der Hefe- bzw. Fassreife – bewahrt die kühle Eleganz und die mineralische Frische des Weins.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase ein faszinierendes Bouquet aus Toast, einer Prise Meerluft und Popcorn, getragen von mineralischer Frische. Am Gaumen kühl und elegant, mit frischer Säure und mineralischen Nuancen. Die Struktur ist frisch und ausgewogen.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; ein größeres Glas betont die Aromatik.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und Gerichte mit heller Sauce.


Lage: Asselheim, Eistal, Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Ortswein (Chardonnay)
Ausbau: 100 % Chardonnay, Hefe-/Fassreife

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Rebsorten

Von Winning Ozyetra Riesling 2020

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Ozyetra (Fassselektion) Forster Pechstein von Winning · Deidesheim Basalt trocken langer Barrique-Ausbau 2020

Der von Winning Ozyetra Riesling 2020 entsteht aus den erlesensten Fässern des Forster Pechstein – für Kenner das Non plus ultra der Pfalz. Der Name spielt auf den berühmten Osietra-Kaviar an: das Programm eines äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Rieslings.


Ozyetra – Fassselektion aus dem Forster Pechstein

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Unter Kennern gilt die Einzellage Forster Pechstein als das Non plus ultra der gesamten Pfalz – da verwundert es nicht, dass von Winning genau diese Lage auserkoren hat, um daraus einen Spitzenwein zu kreieren. Der Name Ozyetra steht für den berühmten Osietra-Kaviar und ist somit Programm: die Umsetzung von Stephan Attmann und seinem Team, aus dieser Lage einen äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Riesling zu gewinnen.

Der Forster Pechstein ist eine der berühmtesten Basaltlagen der Pfalz. Das dunkle vulkanische Gestein speichert Wärme und verleiht dem Riesling eine markante, rauchig-mineralische Prägung, verbunden mit Kraft, Würze und Tiefe.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 war in der Pfalz ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der wärmespeichernde Basalt des Pechsteins und der lange Barrique-Ausbau bewahrten Kraft, Konzentration und Feinheit – dieser Jahrgang erinnert besonders stark an seine Vorbilder aus dem Burgund.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Pechstein, Jahrgang 2020; 100 % Riesling vom Basalt.

Für den Ozyetra werden die erlesensten Fässer selektiert; der lange Ausbau im Barrique verleiht dem Wein Vanille- und Briochenoten, Schmelz und Tiefe, ohne die Frucht zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Eine goldgelbe Farbe spiegelt sich zwischen den Gläserwänden wider. Die zunächst noch recht verschlossene Nase öffnet sich mit ausreichend Sauerstoffzufuhr immer mehr in delikate Kernobstfrüchte, welche von Vanillearomen und frischem Briocheteig flankiert werden. Unheimlich kompakt und mit starken, gut eingebundenen Gerbstoffen im Mundgefühl ist dies eine völlig neue Riesling-Interpretation. Äußerlich wirkt der Ozyetra wie ein fetter und schwülstiger Chardonnay der Extraklasse, innerlich wie ein zarter, eleganter Riesling aus der Pfalz. Hier findet sich dann auch eine tänzelnde Säurestruktur und dieses schöne Gefühl, immer mehr von diesem Tropfen haben zu wollen. Man könnte es auch die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar nennen. Der Jahrgang 2020 erinnert noch viel mehr an seine Vorbilder aus dem Burgund. Riesling-Geschichte muss neu geschrieben werden!

Delikate Kernobstfrüchte, flankiert von Vanille und frischem Briocheteig – kompakt, mit gut eingebundenen Gerbstoffen und tänzelnder Säure. Die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Riesling; jung unbedingt dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Pechstein, Forst, Pfalz; Basalt; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, langer Ausbau im Barrique; Handarbeit im Weinberg

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Abundillano 2019

Rotwein · Rioja Alavesa · Garnacha (Single Parcel)

Garnacha · Tempranillo · Malvasía Escondite del Ardacho · Abundillano Single Parcel DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) sandiger Kalk · 90–105 J. Reben ungeschönt & unfiltriert nur 1.398 Flaschen · 2019

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „El Abundillano" 2019 ist ein Rotwein, wie ihn die spanische Weinwelt so noch nicht im Glas hatte: Garnacha-dominiert, aus einer einzigen Parzelle mit rund 100 Jahre alten Reben. Er hat die Kraft eines wilden Priorat, ohne rosiniert oder überkonzentriert zu sein – ungeschminktes Terroir, intensivste Frucht und grandioses Finale.


El Abundillano – eine einzige alte Parzelle

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Der Abundillano stammt aus der sandigen, stark kalkhaltigen Parzelle gleichen Namens, bestockt mit 90 bis 105 Jahre alten Reben. Aus diesem kargen, alten Weinberg entsteht ein Wein von der Eleganz eines Garnacha aus Méntrida oder von Madrid – dabei aber farbintensiver, frischer und vollmundiger.

Jahrgang 2019 – Rioja

2019 war an der Rioja ein trockener, hochwertiger Jahrgang, der konzentrierte, zugleich frische und fein strukturierte Weine hervorbrachte. Die Höhenlage mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische und die mineralische Prägung des sandigen Kalkbodens – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, zugänglichen Phase.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus hauptsächlich Garnacha mit ein wenig Tempranillo und Malvasía, Jahrgang 2019, trocken; von 90 bis 105 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Abundillano.

Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und ungeschönt sowie unfiltriert abgefüllt. So bleibt das ungeschminkte Terroir der alten Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 1.398 Flaschen.

Im Glas

Farblich undurchdringlich, im Geschmack ein Korb voller reifer Früchte, insbesondere Himbeeren und Brombeeren. Laktische Noten gesellen sich dazu (Joghurt), sowie Lakritze, dunkle Schokolade und ein mineralischer Touch runden die Geschmacksfacetten ab. Er hat die Kraft wie ein wilder Wein aus dem Priorat, ohne dass er rosiniert, überreif oder zu konzentriert wäre. Ein minutenlanger Nachhall setzt diesem Rotwein noch die Königskrone auf!

Ein Korb voller reifer Himbeeren und Brombeeren, dazu laktische Noten, Lakritze, dunkle Schokolade und ein mineralischer Touch – Priorat-Kraft ohne Überreife, mit minutenlangem Nachhall.

Braucht noch viel Luft und sollte vor dem Genuss großzügig dekantiert werden. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle Abundillano, Rioja Alavesa (Spanien); sandige, stark kalkhaltige Böden; 90 bis 105 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Cuvée aus hauptsächlich Garnacha mit Tempranillo und Malvasía (trocken)
Ausbau: kompromisslos natürliche Vinifikation, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt; 1.398 Flaschen

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USA

Margerum M5 Red 2019

Rotwein · Santa Barbara County · Rhône-Cuvée

Grenache · Syrah · Mourvèdre · Cinsault · Counoise Santa Barbara County Central Coast, Kalifornien neutrale Puncheons und Barriques trocken

Margerum M5 Red ist die Grenache-basierte Rhône-Cuvée der Margerum Wine Company aus dem Santa Barbara County, komponiert nach dem Vorbild des Châteauneuf-du-Pape. Funkelndes Granatrot, im Bouquet Pflaume, Brombeere und Cassis mit leichten Röstaromen und kühlem Lift. Am Gaumen saftig und straff, vollmundig und fein ausbalanciert.


Santa Barbara County – Querkette zum Pazifik

Die Margerum Wine Company wurde 2001 von Doug Margerum gegründet. Er kennt Wein aus mehreren Blickwinkeln: aus dem Handel, als Sommelier und Inhaber eines Restaurants mit Grand Award und als Winzer. Beratend war er unter anderem für Chêne Bleu an der südlichen Rhône tätig. Der M5 ist das Flaggschiff des Hauses.

Die Bergketten im Santa Barbara County verlaufen ungewöhnlich von Ost nach West. Dadurch öffnen sich die Täler direkt zum Pazifik, kühle Meeresluft und Nebel ziehen weit ins Landesinnere. Entlang dieser Täler entsteht ein deutliches Temperaturgefälle: von den warmen Lagen im östlichen Happy Canyon bis zu den kühlen Weinbergen der Sta. Rita Hills im Westen.

Für den M5 nutzt Margerum diese Bandbreite. Die Trauben stammen überwiegend von eigenen Weinbergen, ergänzt durch Zukauf. Für den Jahrgang 2023 kamen sie aus Santa Ynez Valley, Ballard Canyon, Santa Maria Valley, Los Alamos und Foxen Canyon. Wärmere Lagen liefern Reife und Fülle, kühlere die Frische, die den Wein trägt.

Assemblage und Ausbau

Das Kürzel ist Programm: M für Margerum, 5 für die fünf Rhône-Sorten Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Counoise. Grenache bildet die Basis und liegt je nach Jahrgang zwischen rund 40 und 50 %, gefolgt von etwa einem Drittel Syrah. Jede Sorte hat ihre Aufgabe: Syrah gibt Kraft und Fülle, Mourvèdre erdige Tiefe, Cinsault Würze und Counoise ein duftiges Aroma.

Die Sorten werden getrennt vinifiziert, im reduktiven Stil. Gärung und malolaktische Umwandlung laufen im Fass. Der Wein reift rund zehn Monate zu etwa gleichen Teilen in neutralen Puncheons und neutralen Barriques, dazu nur wenige neue Fässer. Erst danach werden die Partien assembliert. Das Holz bleibt im Hintergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Funkelndes Granatrot. In der Nase Pflaume, Brombeere und Cassis mit leichten Röstaromen und feinem Lift. Am Gaumen kühle Aromatik mit Heidelbeere, Maulbeere und Brombeere, dazu ein Hauch Kakao vom Syrah und erdige Noten vom Mourvèdre. Saftig und straff, mittlerer bis voller Körper, vielschichtig und mit klassischen Proportionen.

Fünf Rhône-Sorten aus kühlen und warmen Tälern des Santa Barbara County, in neutralem Holz gereift: Grenache-Frucht mit Syrah-Kraft und kühler Spannung.

Jung zugänglich, mit Potenzial für einige Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, mediterrane Küche und gereifter Hartkäse. Ein vielseitiger Essensbegleiter.


Produzent Margerum Wine Company, Santa Barbara County
Rebsorte Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault, Counoise
Lage Santa Barbara County, Central Coast, Kalifornien, USA · eigene Weinberge und Zukauf aus mehreren Tälern
Klassifikation Santa Barbara County · Rhône-Cuvée · trocken
Vinifikation sortenweise, reduktiv · Gärung und malolaktische Umwandlung im Fass
Ausbau ca. 10 Monate · je zur Hälfte neutrale Puncheons und neutrale Barriques · wenig Neuholz

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Frankreich

Sylvain Bzikot Meursault blanc 2022

Weißwein · Meursault · Chardonnay

Chardonnay Meursault AOC Côte de Beaune 2022 kalkhaltige Böden

Der Meursault Blanc 2022 von Sylvain Bzikot ist ein feiner, vibrierender Chardonnay aus der Côte de Beaune. Ein Spiel zwischen warmer Frucht und tänzelnder Mineralität – sinnlich, zart und mit Charakter, das viel Trinkfreude macht.


Meursault – das große Weißweindorf der Côte de Beaune

Meursault ist die größte Weißwein-Gemeinde der Côte de Beaune und berühmt für gehaltvolle, zugleich mineralische Chardonnays. Die kalkhaltigen Böden geben den Weinen Fülle und eine klare Linie.

Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz im benachbarten Puligny-Montrachet und arbeitet auch in Meursault auf hohem Niveau.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven. Die Lese begann sehr früh, schon im August.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife Frucht bei überraschender Frische und Energie – die Grundlage für das Spiel aus warmer Frucht und tänzelnder Mineralität in diesem Meursault.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass auf der Hefe, im Stil der Domaine – auf Balance zwischen Frucht, mineralischer Linie und frischer Säure ausgerichtet.

Im Glas

Fein und vibrierend, mit einem Spiel zwischen warmer Frucht und tänzelnder Mineralität. Hier passiert viel in Nase und Mund: sinnlich, zart und mit Charakter, mit viel Trinkfluss.

Ein Spiel zwischen warmer Frucht und tänzelnder Mineralik – sinnlich, zart und voller Trinkfreude.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu milder bis reifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine weiße Küche.


Lage: Meursault (Côte de Beaune); kalkhaltige Böden
Klassifikation: Meursault AOC
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau auf der Hefe

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