Tapa Freuden mit besten Freunden
Sevilla ist das pulsierende Herz Andalusiens, reich an Geschichte, voller Leben und von sonnendurchfluteter Schönheit und voller lebendiger Tapa Bars und Restaurants. Ihre Altstadt zählt zu den größten Europas und erzählt von römischem Glanz, maurischer Eleganz und christlicher Pracht.
Schon als Hispalis ein bedeutender römischer Ort, wurde Sevilla unter den Mauren zur prachtvollen Metropole Isbiliya. Die Giralda, einst Minarett und heute Wahrzeichen der Stadt, zeugt ebenso von dieser Zeit wie der duftende Orangenhof neben der imposanten Kathedrale, in der unter anderem Christoph Kolumbus begraben liegt.
Im goldenen Zeitalter Spaniens war Sevilla das Tor zur Neuen Welt: Von hier aus planten Vespucci und Magellan ihre Reisen, und der Seehandel brachte Reichtum und Kunstblüte. Noch heute beeindrucken Paläste, Plätze wie die Plaza de España oder das ehemalige jüdische Viertel Santa Cruz mit andalusischem Charme und einem pulsierenden Leben.
Sevilla ist aber nicht nur ein Ort der Vergangenheit, sie lebt in den Tapas-Bars, dem Flamenco, den frohen Straßenfesten und der offenen Herzlichkeit ihrer Bewohner fröhlich weiter. Wer Sevilla besucht, erlebt eine Stadt voller Kontraste, historisch und modern, tief verwurzelt und doch immer in Bewegung und natürlich mit tollem und vielfältigem Essen.
Mercado de Triana – Sevilla – Spanien
Wo einst die Inquisition herrschte, pulsiert heute das Leben – Ein Besuch auf dem Mercado de Triana in Sevilla.
Wer durch die belebten Gassen des traditionsreichen Viertels Triana schlendert, wird ihn kaum übersehen: den Mercado de Triana. Direkt an der Plaza del Altozano, gleich hinter der Brücke Puente de Isabel II, entfaltet sich ein Markt, der nicht nur kulinarisch begeistert, sondern auch tief in die Geschichte Sevillas eintauchen lässt.
Denn was viele Besucher nicht wissen: Dort, wo heute frisches Obst, fangfrischer Fisch und andalusische Spezialitäten verkauft werden, stand einst das Castillo de San Jorge. Im 12. Jahrhundert von den Almohaden als Festung errichtet, diente das Kastell später als Sitz der Spanischen Inquisition, ein dunkles Kapitel, das die Stadt bis heute prägt.
Im 19. Jahrhundert wurde die Burg schließlich abgerissen und auf ihren Ruinen ein neuer Markt errichtet. 1823 öffnete der erste Mercado de Triana seine Pforten, ein Ort des Handels und des täglichen Lebens. Erst im Zuge von Renovierungsarbeiten in den 1980er Jahren stieß man auf die Überreste der alten Burg. Diese Entdeckung führte nicht nur zu archäologischen Ausgrabungen, sondern auch zu einer umfassenden Modernisierung des Markts. Im Jahr 2001 wurde er dann letztendlich neu eröffnet und verbindet seither auf eindrucksvolle Weise Geschichte mit Gegenwart.
Heute präsentiert sich der Mercado de Triana als lebendiger Treffpunkt: Händlerinnen und Händler, viele in Familienbetrieben seit Generationen, bieten hier regionale Produkte an, von iberischem Schinken über Oliven und Gewürze bis hin zu Meeresfrüchten aus dem Atlantik. In den kleinen Bars und Tapaslokalen lässt sich die andalusische Küche in all ihrer Vielfalt erleben, ob Croquetas, Gazpacho oder fangfrischer Tintenfisch, hier wird frisch und lecker aufgetischt. Was wieder einmal beweist: Besser und frischer als auf einem guten Markt lässt sich kaum essen.
Außer den kulinarischen Spontangenüssen gibt es im Mercado de Triana wohl noch weitere Highlights, welche persönlich leider nicht erlebt werden konnten.
Wer tiefer in die bewegte Vergangenheit des Ortes eintauchen möchte, kann im Kellergewölbe das Interpretationszentrum des Castillo de San Jorge besuchen. Hier wird nicht nur die Geschichte der Festung erzählt, sondern auch das Wirken der Inquisition eindrucksvoll dokumentiert.
Ein weiteres Highlight des Markts ist das Casala Teatro, ein winziges, charmantes Theater mitten im Marktgeschehen, das regelmäßig Flamenco-Aufführungen und kulturelle Veranstaltungen bietet.
Austern / Thunfisch Variation
Mercado de Triana, C. San Jorge, 6, 41010 Sevilla, Spanien, Telefon: +34 674 07 40 99, https://mercadodetrianasevilla.com/
La Barra de Inchausti – Sevilla – Spanien
La Barra de Inchausti – Fisch und Familie mit Gefühl im Herzen von Sevilla
Wer durch die Gassen rund um die Kathedrale von Sevilla schlendert, stößt in der Calle Tomás de Ibarra auf ein Restaurant, das die andalusische Fischküche mit großer Hingabe pflegt und dabei eine Geschichte erzählt, die tief in der Tradition Sanlúcars verwurzelt ist: La Barra de Inchausti. Dieses Herzensprojekt der Familie Inchausti knüpft an die kulinarische Erfolgsgeschichte des legendären Restaurants La Moneda an, mit dem sie einst überregional bekannt wurden.
Eröffnet wurde die neue „Barra“ im Jahr 2019 – als moderne, ungezwungene Hommage an das maritime Erbe Andalusiens. Die Atmosphäre ist lebendig und offen, die Küche kompromisslos qualitätsorientiert.
Nach einer pandemiebedingten Pause wagten die Geschwister Inchausti 2021 einen klugen Neustart: Sie integrierten das benachbarte Lokal, schufen einen neuen Speisesaal und ließen gleichzeitig die Seele ihres ehemaligen Stammhauses La Moneda in der neuen „Barra“ wieder aufleben. Entstanden ist dabei weit mehr als eine klassische Tapas-Bar, ein Ort, an dem Erinnerung, Geschmack und Gastfreundschaft auf besondere Weise verschmelzen.
Heute ist La Barra de Inchausti eine feste Adresse für alle, die authentische Fischgerichte lieben. Wer also Andalusien kulinarisch pur erleben möchte, auf dem Teller und im Herzen, sollte sich einen Platz an der Bar sichern. Am besten gleich heute. 🤗👌
Gekochter Thunfisch / Seehechtleber-Salat / Kartoffelsalat / Stabmuscheln / Venusmuscheln / Iberico / Armer Ritter
La Barra de Inchausti, 10, Casco Antiguo, 41001 Sevilla, Spanien
Hijo de E. Morales – Sevilla – Spanien
Casa Morales – Wo Sevilla nach Tradition, Sherry und Tapas schmeckt
Wer Sevilla besucht, kommt an der majestätischen Kathedrale kaum vorbei, und wer hungrig durch die Gassen der Altstadt schlendert, sollte unbedingt einen Abstecher in die Calle García de Vinuesa 11 machen. Dort befindet sich mit der Casa Morales eine der ältesten und authentischsten Tapas-Bars der ganzen Stadt. Seit 1850 serviert das Traditionshaus unter dem offiziellen Namen „Hijos de E. Morales“ andalusische Köstlichkeiten, in einem „altem“ Ambiente, das in Sevilla seinesgleichen sucht.
Schon beim Betreten der Bar wird klar: Hier atmet jeder Winkel Geschichte. Riesige Tonfässer, antike Fliesen, dunkles Holz und der Duft nach gereiftem Sherry entführen in eine andere Zeit. Nichts wirkt inszeniert oder touristisch überhöht, stattdessen herrscht ein lautes, lebendiges Treiben: gestikulierende Sevillanos, klirrende Gläser und das rhythmische Klackern von Tellern auf dem Tresen füllen den Raum mit Leben.
Die Speisekarte ist bewusst schlicht gehalten und konzentriert sich auf das Wesentliche: kleine Montaditos mit Chorizo, Lomo oder Käse, cremige Salmorejo, knackige Oliven und eine Auswahl bester iberischer Wurstwaren, die wunderbar zum Hauswein oder einem eiskalten Cruzcampo passen. Wer Glück hat, ergattert einen der wenigen Tische, doch eigentlich reicht es, den Moment zu genießen, lachend, mit vollem Mund, einem Glas Wein und guten Freunden den Abend in die Nacht übergehen zu lassen.
Casa Morales ist kein Ort für große Inszenierungen, sondern für echte Geschmacksmomente. Hier wird spürbar, wie tief Andalusiens kulinarisches Erbe verwurzelt ist. Und manchmal erzählt eine einfache Tapa mehr über eine Stadt als jedes Museum. Wer Sevilla wirklich schmecken will, sollte diesen Ort auf keinen Fall verpassen.
Tapas und Ambiente wohin das Auge reicht
Hijo de E. Morales, 11, Casco Antiguo, 41001 Sevilla, Spanien
Bodega Díaz-Salazar – Sevilla – Spanien
Wo Sevilla nach Geschichte und Sherry schmeckt – Ein Besuch in der Bodega Díaz-Salazar
Mitten in der Altstadt von Sevilla, versteckt zwischen verwinkelten Gassen unweit der Kathedrale, liegt ein Ort, der weit mehr ist als nur eine Bar: die Bodega Díaz-Salazar. Wer hier einkehrt, betritt kein gewöhnliches Lokal, sondern ein lebendiges Stück andalusischer Geschichte, das seit 1908 mit Wein, Tapas und Herzlichkeit erfüllt ist.
Gegründet wurde die Bodega von Ángel Díaz-Salazar, ursprünglich als Weinlager für die familieneigene Kellerei im kastilischen Daimiel. Doch aus dem Lager wurde rasch eine Bar, aus dem Wein ein Kulturgut, und aus dem Ort ein Treffpunkt für Generationen. Noch heute zeugen hölzerne Fässer, rustikale Fliesen und die ehrwürdige Patina der Jahre von dieser langen Tradition.
Nach einer pandemiebedingten Pause wurde die Bodega 2021 mit viel Fingerspitzengefühl wiedereröffnet. Die Restaurierung war behutsam, das Konzept durchdacht: alte Seele, neue Energie. Heute empfängt Díaz-Salazar seine Gäste mit einer Weinkarte, die weit über die Grenzen Andalusiens hinaus begeistert. Über 80 Positionen, viele davon direkt vom Fass, lassen die Herzen von Weinliebhabern höherschlagen: feine Sherrys aus Jerez, kräftige Rotweine, frische Weiße und sogar dunkles Bier vom Fass.
Dazu gibt es ehrliche, bodenständige Tapas, wie man sie sich in Sevilla nur wünschen kann: Montaditos mit Jamón Ibérico, eingelegte Auberginen, herzhafte Eintöpfe, frittierte Kleinigkeiten, jede Portion eine kleine Hommage an die andalusische Alltagsküche.
Und dann ist da noch die Atmosphäre: lebendig, ohne laut zu sein; authentisch, ohne inszeniert zu wirken. Wer einen der begehrten Plätze ergattert – drinnen zwischen Holz und Fliesen oder draußen auf der kleinen Terrasse, spürt sofort: Hier bleibt man gern. Zum Schauen, Genießen, Verweilen. Vielleicht sogar zum Verlieben.
Tradition, Ambiente und Tapas bist der Arzt kommt
Bodega Díaz-Salazar, C. Garcia de Vinuesa, 20, Casco Antiguo, 41001 Sevilla, Spanien, La Bodega en el Centro de Sevilla es Bodega Diaz-Salazar
































