Japantown Düsseldorf: Wie eine japanische Gemeinde das Stadtbild und die Kulinarik prägt
Düsseldorf beherbergt mit über 8.000 Japanern die größte japanische Gemeinde Deutschlands, eine einzigartige „Japantown“ mitten in Europa. Seit über 50 Jahren prägt die japanische Präsenz das Stadtbild, vor allem durch wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Beiträge. Viele der in Düsseldorf lebenden Japaner sind gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte, die für einige Jahre von ihren Unternehmen in die Rheinmetropole entsandt werden. Auch Künstler und Studierende bereichern das kulturelle Leben der Stadt enorm.
Die Wurzeln der japanisch-deutschen Beziehungen in Düsseldorf reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als der Düsseldorfer Kaufmann Louis Kniffler in Japan das erste deutsche Handelshaus gründete. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Düsseldorf zum Zentrum japanischer Wirtschaftsaktivitäten. Auf der Suche nach europäischen Handelspartnern und Technologie siedelten sich zunehmend japanische Firmen in der Region an, begünstigt durch die Lage am Rhein und die Nähe zur Schwerindustrie. 1955 wurde mit Mitsubishi das erste japanische Unternehmen offiziell registriert.
Ab den 1960er-Jahren wuchs die Gemeinde rasant: Schulen, Restaurants, Clubs und eine Infrastruktur speziell für Japaner entstanden. Düsseldorf setzte sich gegen Konkurrenten wie Hamburg durch und wurde zum Hauptstandort japanischer Unternehmen in Europa. In den 1980er-Jahren war die Präsenz so ausgeprägt, dass Medien von einer „Invasion“ sprachen. Erst die Wirtschaftskrise in Japan bremste das Wachstum, doch bis heute bleibt die japanische Community ein bedeutender Teil der Stadt.
Und gutes Essen? Gutes Sushi? Na klar, das gibt es hier in Düsseldorf dank der japanischen Gemeinde zuhauf. In der kleinen japanischen Enklave reihen sich zahlreiche Restaurants aneinander. Eines dieser auf den ersten Blick unscheinbaren Lokale ist die Sushibar Fujiyama an der Bahnstraße 62, unweit des Crown. Hier wird Sushi noch von Hand und frisch zubereitet. Der Reis der Nigiri ist angenehm lauwarm, so, wie es eigentlich sein sollte, und die Qualität der verwendeten Zutaten ist ein echtes Ausrufezeichen wert. Ein solches Essen in dieser Qualität ist ein großer Genuss und zeigt einmal mehr, welchen kulturellen und kulinarischen Mehrwert Vielfalt in einer Stadt schaffen kann.
SushibarFujiyama, Bahnstr. 62, 40210 Düsseldorf, Deutschland, Telefon: +49 211 3611 3699, https://www.sushibar-fujiyama.de/
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