>“Ich liebe Wein. Das war nicht immer so, aber seit Beginn dieser Liebehabe ich durch Leidenschaft und die besondere Intensität meinerBeziehung zum Rebsaft die jämmerliche
Domaine Guffens-Heynen Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022
Weißwein · Mâcon-Pierreclos · Chardonnay
ChardonnayMâcon-Pierreclos AOCMâconnais2022Tank & Fass je 50 %
Der Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022 der Domaine Guffens-Heynen ist ein präziser, salzig-frischer Chardonnay aus dem Mâconnais – Kultwein eines Erzeugers, der seit Jahrzehnten beweist, dass großer Chardonnay keinen Grand-Cru-Status braucht.
En Crazy – Chardonnay aus Pierreclos
Jean-Marie Guffens und Maine Heynen ließen sich 1976 in Vergisson nieder und erwarben 1979 ihre ersten Parzellen in Pierreclos. Seither stellen sie im Mâconnais Weißweine her, die in Präzision, Mineralität und Spannung mit weit teureren Namen der Côte de Beaune mithalten.
Der En Crazy stammt aus der Lage Chavigne, von den unteren Teilen des Weinbergs. Guffens arbeitet eigenwillig: kein Entblättern, kein Gipfeln, späte Lese reifer, kleiner Beeren in mehreren Durchgängen – ungewöhnlich für Burgund, aber prägend für den Stil des Hauses.
Jahrgang 2022 – Mâconnais
2022 entkam das Gut nur knapp den Frösten, indem zweimal geschnitten wurde. Danach setzten Hitze und Trockenheit über lange Zeit ein. Ein Saftstau verhinderte das Wachstum der Trauben – bremste aber zugleich den Zuckeranstieg und erhielt so die Säure.
Der En Crazy vereint die ersten Säfte des unteren En-Crazy-Hangs mit den zweiten Pressungen der besseren Parzellen – eine jugendlich-zugängliche, klar gezeichnete Cuvée.
Assemblage und Ausbau
Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.
Die Trauben werden leicht angequetscht und auf einer modifizierten Coquard-Presse schonend gepresst – die ersten, pH-niedrigen Säfte sind der Schlüssel zur typischen Säurespannung. Der Ausbau erfolgte je zur Hälfte im Edelstahltank und im Fass.
Im Glas
Ein reines, einladendes Bouquet aus weißem Pfirsich, Nektarine, weißen Blüten, Muskatnuss und frischem Brot, dazu ein Hauch geröstete Haselnuss. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, satinig und texturreich, getragen von feiner Säure und einer salzigen Note bis ins frische Finale.
Der Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2021 stammt aus dem felsigen Kernstück der Roxheimer Steillage Höllenpfad – von den ältesten Rieslingreben des Guts. Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling von großer Eleganz.
Höllenpfad im Mühlenberg – rotes Gestein in Roxheim
Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Der Höllenpfad liegt in Roxheim, in einem kühlen Seitental hinter Bad Kreuznach – anders als die Schiefer- und Vulkanlagen an der mittleren Nahe.
Die steile Lage ist von rotem Sandstein des Rotliegenden geprägt; die rötliche Erde speichert Wärme und gab dem „Höllenpfad" seinen Namen. Das GG stammt aus dem felsigen Kernstück „im Mühlenberg", wo die ältesten Rieslingreben des Guts stehen. Der karge, eisenhaltige Fels bringt kleine, dickschalige Beeren mit intensiver, feinwürziger Aromatik hervor; die Erträge liegen bei rund 30–40 hl/ha.
Jahrgang 2021 – Nahe
2021 war an der Nahe ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Der wärmespeichernde rote Sandstein und die alten Reben bewahrten Reife und Fülle, während das kühle Jahr für Frische, Würze und Spannung sorgte.
Ausbau
Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Höllenpfad im Mühlenberg (Roxheim), Jahrgang 2021; 100 % Riesling von rotem Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels.
Nach 100 % selektiver Handlese wird der Wein schonend verarbeitet und reift teils im Edelstahltank, teils in großen Holzfässern. Das Große Gewächs kommt erst im September des Folgejahres in den Verkauf.
Im Glas
Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling: rote und gelbe Frucht nach Erdbeere, Johannisbeere und saftigem Pfirsich, dazu Quitte, ein Hauch Rosmarin und eine warme, eisig-steinige Mineralität. Am Gaumen mit salzigem Grip, druckvoll und spannungsgeladen, mit weicher Textur, lebendiger Säure und einem langen, mineralischen Nachhall.
Erdbeere, Johannisbeere und saftiger Pfirsich über Quitte, Rosmarin und warmer, steiniger Mineralität – mit salzigem Grip, druckvoll und spannungsgeladen, weicher Textur und langem, mineralischem Nachhall.
Ein tiefgründiger, langlebiger Nahe-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.
Am Tisch
Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.
Der Chablis 1er Cru Montée de Tonnerre 2018 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay aus einer der größten Premier-Cru-Lagen von Chablis – auf Grand-Cru-Niveau. Energiegeladen und mineralisch, von einer der legendärsten und rarsten Adressen der Region.
Montée de Tonnerre – Premier Cru auf Grand-Cru-Niveau
Montée de Tonnerre liegt am rechten Serein-Ufer in unmittelbarer Nachbarschaft der Chablis Grand Crus und gilt als einer der besten Premier Crus überhaupt. Raveneaus Parzelle umfasst 2,5 Hektar in Westausrichtung; die Reben stammen zu je einem Drittel aus den 1950er-, 1970er- und 1990er-Jahren. Der Boden besteht aus kimmeridgischem Mergelkalk und blauem Ton – Grundlage für energiegeladene, mineralreiche Weine.
Die Domaine François Raveneau, 1948 gegründet (die Familie ist mit den Dauvissat verbunden), zählt zu den ikonischen Erzeugern von Chablis. Auf 8,9 Hektar wächst ausschließlich Chardonnay; gesetzt wird auf 100 % Ganztraubenpressung, Ausbau im Holzfass mit nur 10–15 % jährlich erneuerten Fässern und ohne technische Eingriffe. Die Weine sind rar und über Jahrzehnte lagerfähig.
Jahrgang 2018 – Chablis
2018 blieb in Chablis von Frostschäden verschont. Die Vegetationsperiode begann normal, wurde dann sehr trocken und heiß; leichte Sommerregen weckten die durch Trockenstress träge gewordenen Reben und führten zu einer reichen Ernte. Die Lese begann am 30. August und dauerte rund sieben Tage – bei ausgesprochen sauberem Lesegut.
Statt der erwarteten rund 50 hl/ha lag der Ertrag im Schnitt bei etwa 75 hl/ha. Die potenziellen Alkoholwerte waren mit rund 13 % hervorragend; die Trauben zeigten sich unerwartet saftig und ergaben trotz sehr leichter Pressung viel Most. Das Ergebnis sind energiegeladene, verführerische Weine.
Assemblage und Ausbau
Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2018, mit 100 % Ganztraubenpressung.
Gärung und Ausbau erfolgen im Holzfass, von dem jährlich nur 10–15 % erneuert werden – auf der Hefe und ohne technische Eingriffe. So bleiben Frucht und mineralische Linie klar erhalten.
Im Glas
Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, Austernschale und Feuerstein über feuchtem Stein. Am Gaumen dicht und straff, energiegeladen und mineralreich, mit salziger Mineralität, klarer Säure und langem Abgang.
Zitrus, Austernschale und Feuerstein über dichter, salziger Mineralität – energiegeladen und mit großem Reifepotenzial.
Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.
Am Tisch
Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu gereifter Comté. Die salzige Säure passt besonders zu Schalentieren.
Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Kabinett -t- Im Schneidersberg 2024
Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)
RieslingThörnicher Ritsch · Im SchneidersbergMoselKabinett · fruchtsüßSüdwest-Exposition
Der Thörnicher Ritsch „Im Schneidersberg -t-" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein druckvoller, gefühlt trockener Mosel-Riesling von einer Parzelle der Ritsch – ungeschminkt, groß und langlebig, eine perfekte Interpretation des Terroirs.
Im Schneidersberg – Südwest-Parzelle der Ritsch
Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.
„Im Schneidersberg" ist eine windexponierte Parzelle im Schneidersberg-Teil des Thörnicher Bergs – in einem Seitental hinter der Haupt-Ritsch und im Gegensatz zu den meist nach Süden ausgerichteten Lagen nach Südwesten exponiert.
Jahrgang 2024 – Mosel
Der Jahrgang 2024 präsentiert sich an der Mosel klassisch und präzise: mit frischer Frucht, eleganter Säure und viel Energie.
Ein Jahrgang, der der geradlinigen, säurebetonten Ludes-Stilistik entgegenkommt – ideal für einen spannungsreichen, druckvollen Kabinett.
Vinifikation und Ausbau
Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett, fruchtsüß).
Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung, Schraubverschluss. Wie alle Ludes-Weine braucht auch dieser Luft: am besten einige Stunden, besser noch ein paar Tage vor dem Genuss öffnen.
Im Glas
Ein gefühlt trockener Riesling, der einen solchen Druck, eine Finesse und einen subtilen, unreifen Fruchtansatz entwickelt, dass sich Körper und Seele über jeden Schluck aufs Neue freuen. Steinig und schiefrig, ungeschminkt, groß und langlebig – eine perfekte Interpretation des Terroirs.
Ungeschminkt, groß und langlebig – eine perfekte Interpretation des Terroirs.
Vor dem Genuss unbedingt einige Stunden, besser ein paar Tage belüften. Bei 8–10 °C servieren.
Am Tisch
Zu Fisch, hellem Fleisch, würziger asiatischer Küche oder mild-würzigem Käse. Ein vielseitiger, geradliniger Speisenbegleiter.
Giuliano Tartufi Crema Tartufata ist eine cremige Trüffelzubereitung mit 2 % Sommertrüffel – ein Klassiker der Trüffelküche. Aromatisch geprägt von schwarzen Oliven, Champignons und einem feinen Trüffelton, mit besonders cremiger Textur.
Herkunft
Giuliano Tartufi ist ein italienischer Trüffelspezialist mit Sitz in Pietralunga (Umbrien), einer Region mit langer Trüffeltradition. Die Tartufata gehört zu den klassischen Trüffelzubereitungen Italiens.
Zutaten und Herstellung
Basis sind Champignons und schwarze Oliven, verfeinert mit Sommertrüffel (Tuber aestivum, 2 %) und Olivenöl. Die Zutaten werden zu einer feinen, streichfähigen Creme verarbeitet.
Geschmack
Besonders feine, cremige Textur. Herzhaft und erdig, geprägt von schwarzen Oliven und Champignons, abgerundet von einem dezenten Trüffelton. Schon eine kleine Menge verleiht Gerichten eine elegante, trüffelige Note.
In der Küche
Vielseitig einsetzbar: als Aufstrich für Bruschetta und Toast, zur Veredelung von Pizza, Pasta oder Risotto oder zum Abrunden von Fleisch- und Eierspeisen. Sparsam dosieren – das Aroma ist intensiv.
Passt zu: Bruschetta, Pasta, Risotto, Fleisch und Eiergerichten.
Hochstrasser Waldhimbeere Vakuum-Destillat ist ein Waldhimbeerbrand der Destillerie Hochstrasser aus Mooskirchen in der Steiermark. Beim Vakuumdestillieren wird die Maische bei niedrigen Temperaturen schonend auf ihren Siedepunkt gebracht – das erzeugt ein besonders aromaintensives Destillat, das die Fruchttypizität herausstellt.
Steiermark
Die Destillerie Hochstrasser ist ein traditionsreicher Brennereibetrieb aus Mooskirchen in der Steiermark (Österreich), bekannt für hochwertige Edelbrände und innovative Destillationsmethoden.
Herstellung und Reifung
Der Brand wird per Vakuumdestillation erzeugt: Die Maische wird bei niedrigen Temperaturen auf ihren Siedepunkt gebracht, wodurch ein besonders aromaintensives Destillat entsteht, das die Fruchttypizität der Waldhimbeere betont.
Im Glas
Intensive Aromatik mit typisch eleganter Frucht und einer Zitrusnote, dazu Waldhimbeer-Marmelade, eine schöne Karamell-Honigsüße und zart-nussige Anklänge. Aromatisch und ausdrucksstark im Abgang.
Zum Genuss
Gut gekühlt pur als Digestif genießen, idealerweise in einem dünnwandigen Brandglas.
Klassische Begleitung: Desserts mit roten Früchten, Schokolade und Eis.
Der Saxum Broken Stones 2017 ist die einzige Multi-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum – Syrah-basiert, aus allen Lagen, die das Gut bezieht. Vollgewichtig, reich und intensiv, dabei von großer Reinheit, Eleganz und Komplexität, mit einer markanten kreidigen Mineralität.
Broken Stones – die Multi-Vineyard-Cuvée
Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Der Broken Stones ist der einzige Wein des Guts, der als Multi-Vineyard-Blend aus allen Lagen entsteht, die Saxum bezieht – im Willow Creek District westlich von Paso Robles und darüber hinaus. Der Name verweist auf die gebrochenen, kalkreichen Steine dieser Böden. Der Name Saxum selbst ist lateinisch für „Stein".
Die kargen Kalkböden geben den Weinen Mineralität, eine kreidige Textur, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.
Jahrgang 2017 – Paso Robles
2017 war an der kalifornischen Central Coast ein warmer, reifer Jahrgang. Im Broken Stones 2017 verbindet sich die Fülle dieses Jahrgangs mit einer ungewöhnlichen Eleganz und Reinheit: ein vollmundiger, zugleich fein gezeichneter Wein mit großer Klarheit. Mit rund einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt er sich heute am Beginn seiner Reifephase, in der die primäre Frucht zunehmend würzig-erdige Sekundäraromen gewinnt, während die Kalksteinmineralität für anhaltende Frische sorgt.
Assemblage und Ausbau
Cuvée aus 66 % Syrah, 16 % Grenache, 14 % Petite Sirah und 4 % Mataro (Mourvèdre), Jahrgang 2017, trocken.
Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Petite Sirah Farbe, dunkle Frucht und festes Tannin; Mataro Struktur und herzhafte Erdigkeit. Vergoren mit rund 22 % Ganztrauben, reift der Wein etwa 19 Monate in verschiedenen Gebinden – darunter 84 % neue Eiche und 11 % Amphoren. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.
Im Glas
Aus der Syrah-basierten Multi-Vineyard-Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Reinheit und Mineralität: tiefes Purpur im Glas, dazu schwarze und rote Frucht wie schwarze Himbeere, Brombeere und Sauerkirsche, dazu Blutorange, Weihrauch, florale Anklänge, getrocknete Kräuter (Garrigue), Minze und ein Hauch Bitterschokolade. Mit der Reife treten erdig-würzige Sekundärnoten hinzu. Am Gaumen vollgewichtig und doch elegant, mit reifem, geschliffenem Tannin ohne harte Kanten, einer betörenden, kreidig-mineralischen Textur und großer Frische, die in einen langen Nachhall mündet.
Schwarze Himbeere, Brombeere und Blutorange über Weihrauch, Garrigue und Bitterschokolade – vollmundig, doch elegant und rein, mit kreidiger Textur.
Jetzt am Beginn der Reife; vor dem Genuss dekantieren. Mit weiterem Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.
Am Tisch
Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu Short Ribs und kräftigen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.
Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2015
Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah
SyrahThe Rocks DistrictWalla Walla Valley (USA)2015
Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2015 ist ein Kult-Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – im heißesten Walla-Walla-Jahrgang der jüngeren Geschichte floraler, saftiger und früher zugänglich, ohne den unverwechselbaren, salzig-umamihaften Charakter der Basaltsteine des Rocks District zu verlieren.
The Tribe Vineyard – Basalt im Rocks District
Der drei Acre kleine Syrah-Weinberg liegt direkt neben Christophe Barons En-Chamberlin-Lage im Rocks District of Milton-Freewater – der einzigen US-Appellation, deren Grenzen allein über den Bodentyp definiert sind. Große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape speichern die Sonnenwärme und strahlen sie an die Trauben zurück, was den unverwechselbar würzig-umamihaften Charakter dieser Syrahs prägt.
Gepflanzt ist The Tribe ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl, rund 3.555 Stöcke pro Acre. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.
Jahrgang 2015 – Walla Walla Valley
2015 gilt als der wärmste Jahrgang in der jüngeren Geschichte Washingtons: ein heißer Vegetationsverlauf brachte vollreife Trauben und eine frühe Lese.
Das Ergebnis ist ein breiterer, geschmeidiger und früher zugänglicher Stil mit parfümierter, floraler Aromatik – dennoch von frischer, salziger Spannung getragen und mit langem Reifepotenzial.
Anbau und Ausbau
Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2015.
Christophe Baron gehörte ab 2002 zu den Ersten, die in Walla Walla mit Pferdezug und Kompostwirtschaft arbeiteten. Horsepower wird nach einem astrologischen Kalender und vollständig ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet. Namensgebend sind die Zugpferde, die die eng gepflanzten Reihen kultivieren – Handarbeit im Stil des 19. Jahrhunderts. Die Erzeugungsmengen sind winzig, der Wein ist streng allokiert.
Im Glas
Ein parfümiert-floraler, zugleich savoriger Auftritt: Veilchen und Grapefruitblüte über schwarzer Olive und Olivenblatt, dazu Teer, Rauch und Asche, wilde Huckleberry, Tapenade, getrocknete Kräuter und weißer Pfeffer. Am Gaumen saftig, vollmundig und konzentriert, mit satinigen Tanninen, deutlicher salziger Mineralität und großer Länge – breiter und zugänglicher als die kühleren Jahrgänge, aber mit der typischen Rocks-Spannung.
Floral, saftig und salzig – ein zugänglicher Rocks-District-Syrah aus dem heißen Jahrgang 2015.
Heute gut trinkreif, mit weiterem Potenzial bis etwa 2030. Bei 16–18 °C servieren.
Am Tisch
Zu Lammkeule, gegrilltem Rind, Wild, kräftigem BBQ oder gereiftem Hartkäse. Ein intensiver Begleiter für herzhafte, würzige Gerichte.
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