Prowein 2007

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Stefan Winter –
Weingut Winter – Dittelsheim-Hessloch –
Rheinhessen.

Topjahrgang 2006.

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Frankreich

Desjourneys Moulin à Vent Styx rouge 2017

Rotwein · Moulin-à-Vent (Beaujolais) · Gamay

Gamay Moulin-à-Vent (Beaujolais-Cru) Cuvée Le Styx · Granit Reben Ø ~50 J. (bis 100+) · 3.601 Flaschen 2017

Der Moulin-à-Vent Le Styx 2017 der Domaine Jules Desjourneys (Fabien Duperray) ist ein reinsortiger Gamay von sehr alten Reben aus dem Beaujolais-Cru Moulin-à-Vent. Ätherisch, rotbeerig und transparent, mit Rosen, Veilchen, Schlehe, Sauerkirsche, Tabak und Rauch – eine Rarität von nur 3.601 Flaschen.


Le Styx – alter-Reben-Gamay aus Moulin-à-Vent

Moulin-à-Vent zählt zu den strukturiertesten und lagerfähigsten Crus des Beaujolais. Die Reben für den Styx stehen im an Chénas grenzenden Teil der Appellation; sie sind im Schnitt rund 50 Jahre alt, einzelne über hundert. Die Granitböden prägen den Stil und geben dem Wein Struktur und Spannung. Die Erträge bleiben sehr niedrig (um 30–35 hl/ha) bei hoher Pflanzdichte; gearbeitet wird von Hand.

Die Domaine Jules Desjourneys von Fabien Duperray – langjähriger Agent großer Burgunder-Güter, benannt nach dem Naturwein-Pionier Jules Chauvet – keltert ernsthafte, lagerfähige „Marathon-Weine" und zählt zur Spitze des Beaujolais.

Jahrgang 2017 – Beaujolais

2017 war im Beaujolais ein warmer, eher trockener Jahrgang mit gesunder, reifer Ernte.

Für die Crus steht 2017 für reife Frucht bei guter Struktur und Frische – die Grundlage für die ätherische, zugleich strukturierte Art dieses Styx.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2017, von sehr alten Reben; Gesamtproduktion: 3.601 Flaschen.

Vergoren als ganze Traube in offenen Holzbottichen (semi-karbonisch, Beaujolais-Stil) mit langer Maische von mindestens drei Wochen. Der Ausbau dauert mindestens 18 Monate in Demi-muids und Tanks; Duperray hat das Holz zugunsten neutraler Gefäße weitgehend zurückgenommen. Natürlicher, schonender Ausbau.

Im Glas

Strahlend und transparent, mit hellen violetten Reflexen. Rotbeerig und fein: Rosen, Veilchen, Schlehe, süß-saure Kirschen, dazu Tabak, Rauch und Stein. Am Gaumen ätherisch und doch mit granitischer Spannung, zupackender Säure und langem Nachhall.

Rosen, Veilchen und Sauerkirsche über granitischer Spannung – ätherisch, transparent und mit langem Nachhall.

Schon zugänglich, aber ein „Marathon-Wein" mit langem Reifepotenzial. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Federwild, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein ernsthafter, vielseitiger Gamay am Tisch.


Lage: Moulin-à-Vent (Beaujolais-Cru), Parzellen nahe Chénas; Granitböden; Reben Ø ~50 Jahre (teils 100+)
Klassifikation: Moulin-à-Vent AOC (Beaujolais Cru)
Ausbau: Gamay; Ganztraube, semi-karbonische Gärung, lange Maische; ≥18 Monate Demi-muid und Tank; Handarbeit im Weinberg

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Weine

Jose Gil Vinedos En San Vicente de la Sonsierra 2024

Rotwein · Rioja DOCa · Tempranillo

Tempranillo mit ~20 % Garnacha & 5 % Viura Rioja DOCa Viñedos en San Vicente San Vicente de la Sonsierra José Gil Höhenlagen > 500 m 2024

Der José Gil Viñedos en San Vicente de la Sonsierra 2024 ist der Village-Wein des Hauses – ein „Einstiegswein" auf hohem Niveau: präzise, feinmaschig, frisch und zutiefst terroirgeprägt. So schmeckt der perfekte Rotwein aus San Vicente.


Viñedos en San Vicente – der Village-Wein von José Gil

José Gil zählt mit seiner Partnerin Vicky zu den gefeierten jungen Terroir-Winzern der Rioja (Tim Atkin „Young Winemaker of the Year 2021"). Geprägt von Praktika in Burgund und an der Mosel, vinifiziert er in San Vicente de la Sonsierra village- und lagenspezifische Weine aus alten Buschreben – organisch, mit burgundischer Eleganz statt traditioneller Holzlastigkeit.

2024 markiert einen wichtigen Schritt in der kontinuierlichen Präzisionsarbeit von José und Vicky Gil: Das Weingut erweitert seinen Besitz um einen weiteren Hektar – drei Parzellen unterhalb der Sierra Cantabria, darunter ein alter Garnacha-Weinberg bei Peciña sowie zwei Tempranillo-Lagen im Valle de La Canoca. Das erlaubt eine feinere Selektion und hebt die Qualität des Village-Weins auf ein nochmals höheres Niveau. Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen rund um San Vicente, meist auf über 500 Metern Höhe; die vielfältigen Böden aus Lehm, Kalk, Sand und feineren Sedimenten geben dem Wein zusätzliche Tiefe und Komplexität.

Jahrgang 2024 – Rioja

2024 war ein Jahr mit gut wassergesorgten Böden und vergleichsweise kühlem Sommer, das zu einer späten, präzise gelesenen Reife führte. Im Viñedos en San Vicente ergibt das einen frischen, saftig gespannten Wein mit klarer Frucht und feinmaschiger Struktur – ein Village-Wein, der für seine Kategorie Maßstäbe setzt.

Assemblage und Ausbau

Tempranillo als Basis, ergänzt von rund 20 % Garnacha und 5 % Viura, gemeinsam vergoren, aus dem Jahrgang 2024, Rioja DOCa, trocken.

Die Lese erfolgt vollständig von Hand; nach dem Entrappen bleiben etwa 20 % Rappenanteil erhalten, um Struktur und Würze zu betonen. Vergoren wird im Stahltank, bevor der junge Wein zehn Monate lang in Beton sowie gebrauchten 300- und 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche reift. Dieser sanfte Ausbau bewahrt die Klarheit der Frucht und unterstreicht die Herkunft der einzelnen Parzellen. Abgefüllt im September 2025; insgesamt 17.200 Flaschen.

Im Glas

Ein präziser, feinmaschiger Village-Tempranillo: frische rote Frucht, florale und würzige Nuancen aus dem Ganztraubenanteil, getragen von saftiger Spannung und lebendiger Säure. Am Gaumen klar, balanciert und terroirgeprägt, mit feinem Tannin und gutem Trinkfluss – die vielen Böden und Lagen zeigen sich in aromatischer Vielfalt und Tiefe.

Präzise, feinmaschig, frisch und zutiefst terroirgeprägt – so schmeckt der perfekte Rotwein aus San Vicente.

Schon jung mit viel Trinkfreude, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Lamm und Geflügel, zu Salumi und Tapas sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Rioja DOCa, mehrere Weinberge rund um San Vicente de la Sonsierra (Spanien), meist >500 m; vielfältige Böden aus Lehm, Kalk, Sand und feineren Sedimenten
Klassifikation: Rioja DOCa, Tempranillo mit ~20 % Garnacha und 5 % Viura (trocken); 17.200 Flaschen
Ausbau: Handlese, ~20 % Ganztraube/Rappen, Gärung im Stahltank, 10 Monate in Beton sowie gebrauchten 300- und 500-l-Fässern (franz. Eiche); organischer Anbau

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Weine

Schloss Lieser Juffer Sonnenuhr Riesling GG 2022

Weißwein · Brauneberger Juffer Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Brauneberger Juffer Sonnenuhr Brauneberg · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) eisenhaltiger Devonschiefer bis 80 % Steillage · älteste Reben Großes Gewächs · trocken 2022

Der Schloss Lieser Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2022 entstammt kleinsten, selektierten Mengen aus den ältesten Rebbeständen dieser Spitzenlage. Ein Riesling GG von höchster Intensität und Konzentration, umspielt von Eleganz und Mineralität – ein Kraftbündel, getragen von einer rassigen, raffinierten Säure und immenser Tiefe.


Brauneberger Juffer Sonnenuhr – die Sonnenlage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Handarbeit in den Steillagen und spontane Vergärung sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Die Brauneberger Juffer Sonnenuhr zählt zu den renommiertesten Steillagen der Mosel. Ihre perfekte Süd-Südwest-Exposition, verbunden mit einer Steigung von bis zu 80 %, sorgt für maximale Sonneneinstrahlung und ein besonderes Mikroklima. Der karge, eisenhaltige Devonschiefer speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts gleichmäßig an die Reben ab – ein entscheidender Faktor für Reife und aromatische Tiefe. Der Name „Sonnenuhr" verweist auf eine historische Sonnenuhr in dieser Lage. Schloss Lieser bezieht seine Trauben ausschließlich aus den ältesten Parzellen der Lage.

Jahrgang 2022 – Mosel

Die Großen Gewächse von Schloss Lieser aus dem Jahr 2022 sind das Ergebnis eines bemerkenswerten Wachstumsjahres, das durch seine extreme Trockenheit in Erinnerung bleibt. Nach einem regnerischen Mai forderte eine lange Hitze- und Dürreperiode die bis zu über 100 Jahre alten Reben bis an ihre Grenzen; dank tiefer Verwurzelung und ausgezeichneter Wasserreserven hielten sie stand. Der späte Wetterumschwung kurz vor der Ernte – kühle Nächte und regnerische Tage – bewahrte Frische und Zartheit. Durch akkurate Selektion und hundertprozentige Handarbeit haben die Riesling GGs 2022 einen moderaten Alkoholgehalt, eine feine Eleganz sowie eine spannende Säurestruktur.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Jahrgang 2022; 100 % Riesling aus den ältesten Parzellen, in kleinster selektierter Menge.

Nach strengster, selektiver Handlese wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren und traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager ausgebaut, um Herkunft und Präzision klar herauszuarbeiten. So entsteht ein glasklarer, tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus den ältesten Reben und dem eisenhaltigen Schiefer der Sonnenlage lebt dieser Riesling von Dichte und Ausdruck: reife gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Quitte und florale Würze, untermalt von einer kühlen, rauchig-salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen ein Kraftbündel von höchster Intensität und Konzentration, das dennoch elegant bleibt – getragen von einer rassigen, raffinierten Säure mit viel Saft, immenser Tiefe und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife Steinfrucht, Zitrus und Quitte über kühler, salziger Schiefermineralität – ein Kraftbündel von höchster Konzentration, getragen von rassiger Säure und immenser Tiefe.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Brauneberg an der Mittelmosel; Süd-Südwest, karger eisenhaltiger Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; älteste Parzellen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; kleinste selektierte Menge
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager

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Weine

Torre il Cerreto Governo IGT

Wein · Rotwein · Toskana · Italien

Torre il Cerreto Governo ist ein toskanischer Rotwein aus selektionierten Sangiovese- und Merlot-Trauben. Ein schmeichelnder Tinto, der nach roten Früchten und feiner Würze duftet und schmeckt – weich und kraftvoll im Mundgefühl, mit samtigen Tanninen und komplexem Nachhall.


Toskana

Der Wein stammt aus der Toskana, von Riolite Vini. Sangiovese ist die klassische Leitsorte der Region; ergänzt um Merlot entsteht ein zugänglicher, fruchtbetonter Rotwein im traditionellen toskanischen Stil.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Sangiovese und Merlot. Kennzeichnend ist das Governo all'uso toscano: Rund 10 % der Trauben werden angetrocknet und erst dann der Vinifikation zugegeben. Sie lösen eine zweite Gärung aus, die dem Wein Weichheit, Fülle und Geschmeidigkeit verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Rubinrot. In der Nase rote Früchte und feine Würze. Am Gaumen weich und kraftvoll zugleich, mit reifer Frucht, samtigen Tanninen und komplexem, intensivem Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger Begleiter der toskanischen Küche.

Passt zu: Pasta mit Fleischsauce, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Wild und mittelreifem Käse.


Lage: Toskana (Italien); Riolite Vini
Klassifikation: Toscana IGT – Cuvée aus Sangiovese & Merlot, trocken
Ausbau: Governo all'uso toscano (~10 % angetrocknete Trauben, zweite Gärung)

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Spanien

Baigorri Crianza

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo · Crianza

Baigorri Crianza kommt aus der Rioja Alavesa, der hochgelegenen Unterzone der Rioja, die für kalkhaltige Lehmböden und einen frischen Stil bekannt ist. Tempranillo gibt den Ton an, ergänzt um Garnacha und autochthone Sorten. Die Reben stehen auf rund 550 Metern Höhe und sind im Schnitt über 25 Jahre alt, von Hand gepflegt und gelesen. Im Glas ein klar konturierter, seidiger Rotwein mit dunkler Frucht und dezenter Würze.


Rioja Alavesa

Die Rioja Alavesa liegt im Norden der Rioja, am Fuß der Sierra de Cantabria. Kalkhaltige Lehmböden und Höhenlagen um 550 Meter sorgen für kühle Nächte und eine frische, präzise Stilistik. Die Weinberge werden von Hand bearbeitet und zu 100 % von Hand gelesen.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 90 % Tempranillo, 5 % Garnacha und 5 % autochthone Sorten. Nach selektiver Handlese werden die Trauben entrappt und Beere für Beere auf Vibrations- und Gewichtstischen sortiert. Die Gärung läuft mit natürlichen Hefen in konischen Edelstahltanks und Holzfässern; Umpumpen und Extraktion erfolgen schonend über die Schwerkraft. Anschließend reift der Wein 14 Monate in französischer (90 %) und amerikanischer (10 %) Eiche, die Struktur und feine Röstnoten beisteuert, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Intensives Kirschrot mit mittlerer bis hoher Farbtiefe. In der Nase dunkle Beerenfrucht, eingelegte Kirschen und Pflaumenkompott, dazu Pfeffer, Vanille, Zimt und ein Hauch Milchkaramell. Am Gaumen ausgewogen und seidig, mit frischem Ansatz, feinem Tannin und gut eingebundener Holznote. Der Abgang ist lang und würzig.

Am Tisch

Trinkreif und unkompliziert zu genießen; eine knappe Stunde Luft öffnet die Aromatik. Bei guter Lagerung trägt er die nächsten fünf bis sieben Jahre. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes Lamm, Schmorgerichte, Chorizo und Manchego.


Lage: Rioja Alavesa, ca. 550 m, Reben im Schnitt über 25 Jahre
Klassifikation: Rioja DOCa – Crianza
Ausbau: 14 Monate französische/amerikanische Eiche

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Schaumweine

Champagne La Closerie Jérôme Prévost Grand Cru LC23

Jérôme Prévost kennt man für Meunier aus Gueux. Mit dem Grand Cru geht er an die großen Adressen: Chardonnay aus Le Mesnil-sur-Oger an der Côte des Blancs, Pinot Noir aus Puisieulx in der Montagne de Reims. Im Burgunderfass vergoren, gefüllt als Extra Brut. LC23 steht für den Basisjahrgang 2023.

Im Glas

Hellgold, feine Perlen. Im Duft Zitruszeste, weiße Blüten und Birne, dahinter Marzipan, Minze und ein Hauch weißer Pfeffer. Im Mund straff und präzise: Le Mesnil bringt Kreide und Säure, Puisieulx Tiefe und Griff, 2023 saftige Frucht. Am Ende salzig, kreidig und lang.

Mach was draus

Jakobsmuscheln, Steinbutt in Beurre blanc, Hummer oder Bresse-Huhn mit Morcheln. Beim Käse gereifter Comté oder Beaufort. Servier ihn bei 10 bis 12 °C im großen Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Prévosts Handschrift funktioniert auch mit Chardonnay. Nicht zu kalt trinken und Zeit lassen – nach einer Viertelstunde wird es richtig spannend.“

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Kurz gefragt

Seit wann gibt es den Grand Cru? Seit dem Basisjahrgang 2019. Das Verhältnis von Chardonnay und Pinot Noir wechselt von Release zu Release.

Wie war 2023? Eine Rekordernte mit schweren Trauben. Der Chardonnay kam gesund und reif herein, beim Pinot Noir war genaue Auslese nötig. Das Ergebnis sind saftige, fruchtbetonte Grundweine.

Chardonnay, Pinot Noir · Le Mesnil-sur-Oger (Côte des Blancs) und Puisieulx (Montagne de Reims), Grand Cru · Basisjahrgang 2023 · Handlese · Spontangärung in Burgunderfässern · Extra Brut · Jérôme Prévost, La Closerie, Gueux · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Billecart-Salmon Le Blanc de Blancs Grand Cru Extra Brut

Der Billecart-Salmon Le Blanc de Blancs Grand Cru ist reiner Chardonnay aus vier Spitzendörfern der Côte des Blancs, alle Grand Cru. Cremig, kühl und mit salziger Feinheit – ein Champagner für besondere Vorspeisen.

Im Glas

Leuchtendes Gold mit grünem Schimmer, sehr feine Bläschen. In der Nase Brioche, frische Butter und weiße Blüten über einer kühlen, mineralischen Basis. Am Gaumen cremig, mit Mandel, Zitruszeste und einem Hauch Baiser. Hinten raus: Salz und Feinheit.

Mach was draus

Hamachi-Sashimi mit Yuzu, Krabben auf Toast oder ein Aperitif mit Grissini und Bottarga. Auch zu Jakobsmuscheln roh mit Limette ist er eine Wucht. Für einen Abend zu zweit reichen Butterbrezeln mit Fleur de Sel. Servier ihn bei rund 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Serviere ihn nicht zu kalt, rund 10 Grad sind ideal. Und wenn du es krachen lassen willst: ein Löffel Kaviar dazu.“

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Kurz gefragt

Was bringen die vier Dörfer? Chouilly gibt Frucht und Rundung, Cramant Finesse, Avize Kraft und Le Mesnil-sur-Oger salzige Spannung. Zusammen ergibt das Balance.

Ist Holz im Spiel? Nein. Billecart baut ihn komplett im Edelstahl aus. Die Cremigkeit kommt von vier bis fünf Jahren Hefereife.

100 % Chardonnay · Grand Cru Avize, Chouilly, Cramant, Le Mesnil-sur-Oger · Basisjahr plus ca. 25–40 % Reservewein · Edelstahl, ohne Holz · Méthode Traditionnelle · Extra Brut · Hefelager 4–5 Jahre · Billecart-Salmon, Mareuil-sur-Aÿ · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Auslese Goldkapsel 2024

Edelsüßer Weißwein · Niederberg Helden (Mosel) · Riesling

Riesling Niederberg Helden Lieser · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) blauer Schiefer Auslese Goldkapsel · edelsüß bis 120 J. wurzelechte Reben 2024

Die Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Auslese Goldkapsel 2024 stammt aus der Hauslage des Guts – bestockt mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf blauem Schiefer. Eine edelsüße Auslese der besonders hochwertigen Goldkapsel-Selektion: sehr saftig, gleichzeitig aber auch sehr klar, elegant und fein, getragen von einer knackigen, reifen Frucht.


Niederberg Helden – die Hauslage auf Blauschiefer

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Die Handarbeit in den Steillagen und die spontane Vergärung der Weine sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Der Lieser Niederberg Helden ist mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben bestockt und wird durch 100 % blauen Schiefer und eindrucksvolle Steigungen von bis zu 80 % charakterisiert. Diese lange vernachlässigte Lage gilt seit einigen Jahren als eine der facettenreichsten und interessantesten der Mosel und bringt Jahr für Jahr spektakuläre Spitzenrieslinge von expressivem Charakter und außergewöhnlichem Reifepotenzial hervor.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang. Die langsame Reife bewahrte eine lebendige, präzise Säure – ideale Voraussetzungen für edelsüße Weine, in denen üppige Süße und rassige Frische im Gleichgewicht stehen. So zeigt sich die Auslese saftig und konzentriert, zugleich klar und elegant.

Herstellung und Ausbau

Edelsüße Riesling Auslese der Goldkapsel-Selektion aus dem Niederberg Helden, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben.

Für die Auslese werden vollreife, edelfaule (botrytisierte) Beeren in strenger, selektiver Handlese gelesen; die Goldkapsel steht dabei für eine nochmals hochwertigere, konzentriertere Auswahl. Der Most vergärt spontan mit den eigenen Hefen; die Gärung wird angehalten, sodass eine üppige natürliche Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt sehr niedrig ausfällt. So entsteht ein extraktreicher, langlebiger Wein von großer Klarheit.

Im Glas

Die Auslese präsentiert sich sehr saftig, gleichzeitig aber auch sehr klar, elegant und fein, getragen von einer knackigen, reifen Frucht. Aus der edelsüßen Machart und dem blauen Schiefer entfalten sich Aromen von reifem Pfirsich und Aprikose, Zitrus und Quitte, dazu ein Hauch Honig und exotische Frucht. Am Gaumen spielt die üppige, natürliche Süße mit einer rassigen, präzisen Säure und der kühlen Schiefermineralität zusammen – dicht und dennoch schwerelos, mit einem langen, mineralischen Nachhall.

Sehr saftig, zugleich sehr klar, elegant und fein – getragen von einer knackigen, reifen Frucht. Üppige Süße im Spiel mit rassiger Säure und kühler Schiefermineralität.

Ein edelsüßer Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Vor allem solo als meditativer Genuss im Glas. Daneben zu Foie gras, zu kräftigem Blauschimmelkäse sowie zu Desserts mit Aprikose, Pfirsich oder Crème brûlée.


Lage: Lieser Niederberg Helden, Mittelmosel; 100 % blauer Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Reben; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: Riesling Auslese (edelsüß), Goldkapsel-Selektion; 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese edelfauler Beeren, Spontangärung mit eigenen Hefen, angehaltene Gärung mit hoher natürlicher Restsüße

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