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15. Juli 2007

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Spanien

Monteabellon Finca Matambres 2021

Rotwein · D.O. Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo (Tinta del País) Finca Matambres · Nava de Roa 2021 800–830 m ca. 4.500 kg/ha 20 Monate Barrique · 80 % französisch D.O. Ribera del Duero

Der Monteabellón Finca Matambres 2021 ist der Einzellagenwein von Bodegas y Viñedos Monteabellón aus Nava de Roa in der Ribera del Duero. Reinsortiger Tempranillo von einer Parzelle auf 800 bis 830 Metern, 20 Monate im Barrique gereift. 2021 ist in der Ribera als „excelente" eingestuft – ein Jahrgang mit hohem Tanninpotenzial und klarer Balance.


Finca Matambres – Nava de Roa auf 800 bis 830 Metern

Nava de Roa liegt in der Provinz Burgos im Herzen der Ribera del Duero. Monteabellón, gegründet um die Jahrtausendwende von der Familie García, bewirtschaftet hier rund 175 Hektar, verteilt auf 49 einzeln geführte Parzellen zwischen 760 und 950 Metern Höhe. Die Betriebsphilosophie liegt in dieser Aufgliederung: Statt die Weine über das klassische Alterungsschema Crianza–Reserva–Gran Reserva zu definieren, werden die stärksten Parzellen separat ausgebaut und unter eigenem Namen gefüllt. Finca Matambres ist einer dieser Einzellagenweine.

Die Parzelle liegt zwischen 800 und 830 Metern und damit in der mittleren Höhenzone des Betriebs. Der Boden ist sandig-lehmig, durchsetzt mit Rollkieseln und kalkhaltigem Untergrund – ein magerer, gut dränierender Standort ohne Wasserreserve, der den Stock von selbst kleinhält. Die Kiesel speichern Tageswärme und geben sie nachts ab; der Kalkanteil steuert die Frische bei, die diesen Wein von wuchtigeren Ribera-Interpretationen trennt.

Die Höhe ist der klimatische Hebel der Appellation. Rund 500 Millimeter Jahresniederschlag fallen überwiegend in Frühjahr und Herbst, die Sommer sind trocken und sonnenreich, die Nächte auf über 800 Metern deutlich kühl. Dazu kommen die Nebel vom Duero, die im Spätsommer zusätzliche Feuchtigkeit bringen. Dieser Tag-Nacht-Wechsel hält Säure und Farbstoffe im Beerenmaterial, während die Sonne für vollständige Gerbstoffreife sorgt.

Jahrgang 2021 – Ribera del Duero

Das Jahr begann in Kastilien mit einem harten Winter: starke Schneefälle und strenge Kälte im Januar hinterließen Spuren in den Anlagen und drückten das Ertragspotenzial von Beginn an. Auf den Höhenparzellen von Nava de Roa verzögerte der kalte Winter den Austrieb, was die Reben später vor Spätfrostschäden bewahrte. Der Vegetationszyklus verlief in der Folge langsam und gestreckt – für Tempranillo auf über 800 Metern die günstigste Konstellation, weil Zucker- und Gerbstoffreife nicht auseinanderlaufen.

Die Lese lief in der Ribera del Duero vom 3. September bis zum 26. Oktober und damit über 53 Tage – ein langer Zeitraum, der parzellenweise Selektion erlaubte. Insgesamt kamen 123,2 Millionen Kilogramm in die Keller, die fünftgrößte Ernte der Appellationsgeschichte. Auf der Finca Matambres blieb der Ertrag mit rund 4.500 Kilogramm je Hektar dagegen sehr niedrig, als direkte Folge der winterlichen Schäden. Der Kontrollrat stufte 2021 als „excelente" ein – die 13. Spitzenbewertung in 39 Jahren. Als Jahrgangsmerkmal gelten hohes Tanninpotenzial, tiefe Farbe mit violetten Reflexen und ein ausgeglichenes Verhältnis von Alkohol, Säure und Gerbstoff.

Assemblage und Ausbau

100 % Tempranillo (Tinta del País), Jahrgang 2021, ausschließlich von der Parzelle Finca Matambres auf 800 bis 830 Metern. Ertrag rund 4.500 kg/ha. Die Trauben werden separat gelesen und separat vinifiziert – der Wein wird nie mit Material aus anderen Lagen verschnitten.

Der Ausbau dauert 20 Monate im Barrique, davon 80 % französische und 20 % amerikanische Eiche. Die französischen Fässer liefern das feinkörnige Tannin und die zurückhaltende Würze, der amerikanische Anteil gibt eine leichte Süße in der Röstnote und rundet die Textur. Das Verhältnis ist so gewählt, dass das Holz die dichte Frucht des Jahrgangs stützt, ohne sie zu überschreiben. Trocken ausgebaut, mit deutlichem Lagerpotenzial.

Im Glas

Tiefes, dichtes Kirschrot mit violettem Rand. In der Nase reife Brombeere und schwarze Kirsche, dahinter cremige Eiche, Kakao, geröstete Kaffeebohne und eine balsamische Note. Am Gaumen breit angelegt und strukturiert, mit dem körnig-feinen Tannin des Jahrgangs und einer Säure, die den Wein trotz der Konzentration aufrecht hält. Die Frucht bleibt bis in den langen Abgang präsent, der auf dunkler Schokolade und Röstwürze endet.

4.500 Kilogramm je Hektar auf 830 Metern: Die Dichte dieses Tempranillo kommt aus dem kleinen Ertrag, die Frische aus der Höhe.

Jung braucht der 2021er Luft – zwei bis drei Stunden vorher dekantieren, bei 16–18 °C servieren. Im Glas baut er über die erste Stunde spürbar aus. Trinkfenster bis etwa 2036.

Am Tisch

Zu Lammkarree und Milchlamm aus dem Ofen, zu Rinderfilet und Entrecôte vom Holzkohlegrill, zu geschmorter Rinderbacke und Wildgerichten wie Reh und Hirsch. Auch zu gegrilltem Chorizo-Gemüse oder Pilzrisotto mit Steinpilzen. Bei Käse zu gereiftem Manchego und kräftigem Bergkäse.


Produzent Bodegas y Viñedos Monteabellón, Nava de Roa, Burgos
Rebsorte 100 % Tempranillo (Tinta del País)
Lage Finca Matambres, Nava de Roa; sandiger Lehm mit Rollkieseln und Kalkanteil
Klassifikation D.O. Ribera del Duero, Einzellagenwein
Jahrgang 2021
Vinifikation separate Lese und Vinifikation der Einzelparzelle
Ausbau 20 Monate Barrique · 80 % französische, 20 % amerikanische Eiche
Trinkempfehlung 2026–2036
Höhenlage 800–830 m
Ertrag ca. 4.500 kg je Hektar

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Rebsorten

Cielo e Terra Gran Maestro Primitivo di Manduria DOC

Rotwein · Primitivo di Manduria · Puglia · Italien

Cielo e Terra Gran Maestro Primitivo di Manduria ist ein reinsortiger Primitivo aus der DOC Primitivo di Manduria in der Region Puglia. Die reifen Trauben wurden handverlesen, sanft gepresst und der Wein im Holzfass gereift. Granatrot in der Farbe, zeigt er komplexe Aromen von süßen Waldfrüchten und Vanille.


Primitivo di Manduria (Puglia)

Die DOC Primitivo di Manduria liegt im Süden der Region Puglia, rund um die Stadt Manduria. Das warme, mediterrane Klima und die sonnenverwöhnten Böden bringen besonders reife, konzentrierte Primitivo-Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Primitivo. Die handverlesenen, reifen Trauben werden sanft gepresst; anschließend reift der Wein im Holzfass, das ihm Würze, Tiefe und weiche Tannine verleiht.

Im Glas

Granatrot. In der Nase komplexe Aromen von süßen Waldfrüchten und Vanille. Am Gaumen ein vollmundiges Potpourri aus Kakao, reifem Pflaumenkompott und Kaffee, abgerundet von einer samtigen Fruchtsüße und weichen Tanninen. Das Finish ist rund.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Schmorgerichte, kräftige Pasta und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Puglia (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOC
Ausbau: 100 % Primitivo, Handlese, Holzfassreife

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Rebsorten

Tschida Angerhof Eiswein Gelber Muskateller 0,375 Liter

Weißwein · Neusiedlersee · Gelber Muskateller Eiswein

100 % Gelber Muskateller Eiswein Illmitz · Seewinkel Sand · Salzlacken edelsüß 2020 0,375 l

Der Tschida Angerhof Eiswein Gelber Muskateller 2020 ist ein edelsüßer Wein aus Illmitz im Seewinkel, gewonnen aus am Stock gefrorenen Trauben. Sortentypisch und klar gezeichnet, mit intensiver Muskatnote, getragen von der salzigen Ader und der Säure, die die Weine von Hans und Lisa Tschida auszeichnen. Gefüllt in der 0,375-Liter-Flasche.


Illmitz im Seewinkel – Sand, Salzlacken und Nebel

Illmitz liegt im Seewinkel am Ostufer des Neusiedler Sees, mitten im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Die Landschaft ist flach, durchzogen von kleinen, flachen Salzlacken, und gehört zu den wärmsten Weinbauzonen Österreichs. Die Böden sind überwiegend sandig, stellenweise salzhaltig – daher die salzig-mineralische Ader, die man in den Weinen der Gegend wiederfindet.

Für Süßwein ist das Zusammenspiel von Wasser und Wärme entscheidend. See und Lacken sorgen im Herbst für Morgennebel, die Sonne trocknet die Trauben am Nachmittag ab. Diese Wechsel begünstigen Edelfäule – für Eiswein dagegen braucht es das Gegenteil: gesunde Trauben, die bis in den Winter hängen bleiben und erst bei strengem Frost gelesen werden.

Hans und Lisa Tschida führen den Angerhof in Illmitz. Der Großteil ihrer Produktion liegt im Prädikatsweinbereich; Hans Tschida wurde mehrfach als „Sweet Winemaker of the Year" ausgezeichnet. Der Gelbe Muskateller nimmt am Angerhof einen besonderen Platz ein – eine aromatische Sorte, deren Duft im konzentrierten Süßwein besonders deutlich hervortritt.

Jahrgang 2020 – Neusiedlersee

Eiswein hängt nicht nur am Sommer, sondern am Winter danach. Die Trauben des Jahrgangs 2020 mussten nach der regulären Lese gesund am Stock bleiben – über Wochen, manchmal Monate –, ohne zu faulen, von Vögeln gefressen oder vom Wind abgeschlagen zu werden. Erst wenn strenger Frost die Beeren durchfriert, darf gelesen werden.

Genau darin liegt das Risiko. Bleibt der Frost aus, ist die Ernte für den Eiswein verloren. In den vergangenen Jahren wurde das im Burgenland immer häufiger der Fall; Eisweine sind dadurch seltener geworden. Dass der Angerhof aus dem Jahrgang 2020 einen Eiswein füllen konnte, setzt eine gesunde Traube, Geduld und einen kalten Winter voraus.

Gefrorene Lese und reduktiver Ausbau

Reinsortiger Gelber Muskateller aus dem Jahrgang 2020, Prädikat Eiswein, edelsüß. Die Trauben werden ausschließlich gefroren gelesen und in gefrorenem Zustand gepresst. Das Wasser in den Beeren bleibt als Eis in der Presse zurück, abfließt nur der hochkonzentrierte, zuckerreiche Most – nach österreichischem Weingesetz mit mindestens 25 Grad Klosterneuburger Mostwaage. Die Ausbeute liegt bei nur rund einem Zehntel der üblichen Mostmenge.

Im Keller arbeitet Tschida eher reduktiv, also unter weitgehendem Luftabschluss, um den empfindlichen Muskateller-Duft zu erhalten. Die Zuckergrade bleiben bewusst maßvoll: Ziel ist Balance statt sirupartiger Schwere. Die 0,375-Liter-Flasche ist bei Eiswein das übliche Format – die Mengen sind klein, und ein Glas reicht bei dieser Konzentration weit.

Im Glas

Helles Goldgelb. In der Nase intensive Muskatnote, Trauben- und Holunderblüte, dazu helle Zitrusfrucht, Birne und ein floral-würziger Anklang. Am Gaumen dicht und konzentriert, mit reifer Süße – durch die straffe Säure und die salzige Prägung des Seewinkels aber nie schwer, sondern klar und frisch. Der Abgang ist lang, mit nachhallender Muskatwürze.

Gefrorene Trauben, reduktiver Ausbau, Sand und Salz: Süße, die von Säure und Salzigkeit in Form gehalten wird.

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren, in kleinen Gläsern. Jung wegen der Frische der Muskatfrucht besonders reizvoll, mit Reserve für viele Jahre.

Am Tisch

Als Solist nach dem Essen, zu Obstdesserts und Sorbets, zu Cremetorten sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse. Die Muskatnote passt besonders zu Pfirsich, Aprikose und Holunder; ebenso zu Topfenstrudel und Marillenknödeln. Zu schokoladigen Desserts ist ein Muskateller-Eiswein die falsche Wahl.


Produzent Angerhof-Tschida, Hans und Lisa Tschida, Illmitz
Rebsorte 100 % Gelber Muskateller
Lage Illmitz, Seewinkel, Neusiedlersee (Österreich) · sandige, teils salzhaltige Böden · Nationalparkgebiet
Klassifikation Prädikatswein · Eiswein · edelsüß
Jahrgang 2020
Vinifikation Lese und Pressung in gefrorenem Zustand · reduktiver Ausbau · maßvolle Zuckergrade
Flaschengröße 0,375 l
Trinkempfehlung jetzt bis 2040

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Weine

Ruppert-Leroy Champagne Fosse Grely brut nature BIO

Der Ruppert-Leroy Fosse-Grely Brut Nature kommt aus der ältesten Lage der Familie: La Fosse, unten am Hang, mit rotem Ton über einer Kalkplatte. Pinot Noir und Chardonnay zu gleichen Teilen, aus eigener Massenselektion – der klassische Einstieg in das Haus.

Im Glas

Helles Gold, natürliche, feine Perlen. Cremige Textur, darunter eine klare, salzige Mineralität. Am Gaumen präzise und tief, gut gebaut und mit Zug. Der Pinot Noir bringt Körper, der Chardonnay Frische. Ein langer, salziger Nachhall.

Mach was draus

Ein Apéro mit Gougères, Muscheln, gebratene Forelle, Hühnchen mit Estragon oder ein Stück Langres. Er ist ein Champagner für Freunde, die Naturwein mögen und neugierig auf Champagner ohne Zusätze sind. Gut für ein entspanntes Abendessen, bei dem man über den Wein ins Gespräch kommt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Fosse-Grely ist mein Lieblingsbeweis, dass Naturchampagner nicht kompliziert sein muss. Er schmeckt einfach gut.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommt der Name? Von der Parzelle La Fosse in Essoyes. Dort stehen rund 30 Jahre alte Reben aus eigener Massenselektion.

Wie wird er ausgebaut? Neun Monate auf der Hefe in Fässern und Halbstückfässern, danach 18 bis 20 Monate in der Flasche. Ohne Dosage und ohne zugesetzten Schwefel.

50 % Pinot Noir, 50 % Chardonnay · Lage La Fosse, Essoyes · roter Ton über Kalk, Süd-Südost · Massenselektion, Reben ca. 30 Jahre · Spontangärung, 9 Monate auf der Hefe in Fässern und Halbstückfässern · biologischer Säureabbau · 18–20 Monate Flaschenreife · ungeschönt, unfiltriert, ohne Schwefelzusatz · Jahrgang 2022 · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Ruppert-Leroy, Essoyes · Bio, FR-BIO-10 · Stand: Oktober 2026

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Weine

Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling GG 2021

Weißwein · Niederberg Helden (Mosel) · Riesling

Riesling Niederberg Helden Lieser · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) 100 % blauer Schiefer Steillage bis 80 % · wurzelecht Großes Gewächs · trocken 2021

Der Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Großes Gewächs 2021 stammt aus der Hauslage des Guts – bestockt mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf 100 % blauem Schiefer, bei Steigungen bis 80 %. Ein trockener Riesling von expressivem Charakter, enormer Mineralität und lebhafter Säure bei moderatem Alkoholgehalt.


Niederberg Helden – die Hauslage auf Blauschiefer

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Das VDP.Große Gewächs präsentiert die trockene Spitze des Portfolios: Aus acht Großen Lagen der Mittelmosel entstehen – nur wenige Kilometer voneinander entfernt – einzigartige Weine mit der eigenen Persönlichkeit des jeweiligen Terroirs. Die Bearbeitung der Weinberge von Hand und die spontane Vergärung sind seit jeher das Markenzeichen des Guts.

Der Lieser Niederberg Helden ist mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben bestockt und wird durch 100 % blauen Schiefer und eindrucksvolle Steigungen von bis zu 80 % charakterisiert. Diese lange vernachlässigte Lage gilt seit einigen Jahren als eine der facettenreichsten und interessantesten der Mosel und bringt Jahr für Jahr spektakuläre Spitzenrieslinge von expressivem Charakter und außergewöhnlichem Reifepotenzial hervor.

Jahrgang 2021 – Mosel

Das Jahr 2021 hat ein klassisches, moseltypisches Rieslingjahr beschert. Nach einem kühlen, langgezogenen Frühjahr und wechselhaftem Sommer war der September von viel Sonne geprägt und förderte mit seinen kühlen Nächten eine tolle Aromenentwicklung. Die hoch selektive Ernte startete Mitte Oktober in vielen Durchgängen und belohnte die intensive Handarbeit mit perfekt gesundem Lesegut bei geringen Erträgen. Die Rieslinge zeichnen sich in 2021 durch enorme Mineralität mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt aus.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Lage Niederberg Helden, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben.

Nach strengster, selektiver Handlese gelangen nur vollreife, gesunde Trauben in den Keller. Der Wein wird spontan mit den eigenen Hefen vergoren und schonend auf der Feinhefe ausgebaut, um das Terroir der Lage unverfälscht zur Geltung zu bringen. So entsteht ein präziser, glasklarer und tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus dem blauen Schiefer der Steillage lebt dieser Riesling von Präzision und Ausdruck: gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Apfel und Quitte, untermalt von floraler Würze und einer rauchig-feuersteinigen, salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen trocken, tiefgründig und expressiv, mit moderatem Alkohol und einer lebhaften, präzisen Säure, die dem Wein Spannung verleiht – mit langem, glasklarem und salzig-mineralischem Nachhall.

Gelbe Steinfrucht, Zitrus und Quitte über rauchig-salziger Blauschiefer-Mineralität – trocken und expressiv, mit lebhafter, präziser Säure und langem Nachhall.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Lieser Niederberg Helden, Mittelmosel; 100 % blauer Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Reben; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, schonender Ausbau auf der Feinhefe

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Frankreich

Groffier Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses Chambolle-Musigny 1er Cru (Frankreich) 2020

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020 stammt von 80 Jahre alten Reben aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage Chambolles – von Groffier, dem größten Einzelbesitzer dieser Lage. Ein Pinot Noir von Feinheit, Intensität und seidigen Tanninen.


Les Amoureuses – die Lage

Les Amoureuses („Die Liebenden") gilt als die berühmteste der 24 Premier-Cru-Lagen von Chambolle-Musigny und als einer der besten Weinberge der Welt – ein heißer Kandidat für eine künftige Grand-Cru-Einstufung neben Musigny und Bonnes Mares. Die Lage liegt am Südende der Gemeinde, direkt unterhalb des Grand Cru Musigny.

Der kalkhaltige Boden ist hier leicht: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln zwingt, in Felsspalten zu graben. Das ergibt kleine, konzentrierte Beeren und Weine von Feinheit, erdigem Charakter und festen, seidigen Tanninen. Groffier besitzt mit rund einem Hektar den größten Einzelanteil.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 gilt in der Côte de Nuits als großer Rotweinjahrgang: warm und trocken, mit vollreifen, gesunden Trauben bei zugleich bemerkenswerter Frische und Säurespannung.

Ein Jahr für tief konzentrierte, dennoch frische und langlebige Pinot Noirs.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020.

Vergoren mit 50 % Ganztrauben, ausgebaut in 25 % neuem Holz. Unter Nicolas Groffier wird der Neuholzanteil bewusst reduziert; der Wein wird nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Ein klar umrissenes Bouquet aus Rosenblättern und roter Beerenfrucht, dazu ein ferner Hauch Menthol. Am Gaumen mittelgewichtig, mit feinkörnigen Tanninen, frisch und vibrierend, zum Abgang hin leicht würzig, linear und straff. Ein noch zurückhaltender Amoureuses, dessen unbestreitbare Länge große Zukunft verspricht.

Feinkörnig, frisch und straff – ein Amoureuses, der seine Zukunft noch für sich behält.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und Kellerzeit. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente, Taube, Reh, Geflügel, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Les Amoureuses, Chambolle-Musigny 1er Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); leichter Kalkboden über hartem Kalkstein, 80 Jahre alte Reben
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 50 % Ganztrauben; 25 % Neuholz; ein Abstich

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Weine

Coste Petrai Prosecco Frizzante Colli Trevigiani

Ein ganz leichter und ehrlicher Perlwein für alle Tage. Feine Perlage, gute Frucht. Unser Hausprosecco!

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Schaumweine

Franck Bonville Champagner Collection Privée 2010

Die Franck Bonville Collection Privée 2010 war ursprünglich für den Keller der Familie gedacht – jetzt kannst du sie öffnen. Chardonnay aus den besten Parzellen in Avize, mit knapp acht Jahren Hefereife, für Abende, an denen du dir Zeit nimmst.

Im Glas

Goldfarben, die Perlage zart und lebhaft. In der Nase Kreide, Brioche, frisch geröstete Haselnuss und Bourbon-Vanille. Am Gaumen elegant und kraftvoll zugleich, druckvoll, mit einem Nachhall, der nicht aufhören will. Gereift, aber nicht müde: Die Säure des kühlen Jahrgangs hält alles frisch.

Mach was draus

Kalbsbries mit Trüffeljus, gebratener Steinbutt oder Hummer-Risotto. Später am Abend ein Stück Parmigiano, 36 Monate gereift. Servier ihn etwas wärmer als üblich.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Den schenke ich nie in die Flöte. Ein großes Glas, 9 bis 11 Grad, und dann zwanzig Minuten Geduld – erst dann zeigt er Nuss und Gebäck in voller Breite.“

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Kurz gefragt

Was war besonders an 2010? Ein schwieriges Jahr: Starkregen im August brachte Fäulnis bei Pinot Noir und Meunier. Der lockerbeerige Chardonnay aus der Côte des Blancs kam weitgehend gesund durch.

Wie lange kann er noch liegen? Er ist trinkreif und hat Reserven bis etwa 2035.

100 % Chardonnay · Avize Grand Cru, beste Parzellen · Jahrgang 2010 · Méthode Traditionnelle · fast 8 Jahre Hefelager · Brut · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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