Castilla y León im August 2007

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Alicia mit ihrer Tochter
von Vidal Soblechero –
Rueda

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Whisky

Ardbeg Drum

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay ohne Altersangabe Ex-Bourbon + Rum-Fass-Finish non chill-filtered  Sonderabfüllung Ardbeg Day 2019

Der Ardbeg Drum ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2019 unter einem karibisch-rhythmischen Motto. Es ist die erste Ardbeg-Abfüllung mit einem Finish in ehemaligen Rum-Fässern: Nach der Reifung in amerikanischer Ex-Bourbon-Eiche lagerte der Whisky abschließend in Fässern aus der Karibik. So trifft der typische Ardbeg-Rauch auf tropische Süße. Non chill-filtered abgefüllt.


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Atlantische Lage, Torf und Meeresluft prägen den maritim-rauchigen Charakter ihrer Whiskys.

Assemblage und Ausbau

Der Drum reift zunächst in ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche und wird anschließend in ehemaligen Rum-Fässern aus der Karibik nachgereift – für Ardbeg eine Premiere. Das Rum-Finish bringt tropische Frucht und Süße in den salzig-rauchigen Ardbeg-Stil. Der Whisky trägt keine Altersangabe und ist ohne Kältefiltration abgefüllt. Entwickelt hat ihn Dr. Bill Lumsden.

Im Glas

Helles Gold im Glas. In der Nase Torfrauch, Meersalz und eine teerige, jodige Note, dazu Banane, gegrillte Ananas, Kokos, Vanille und Toffee sowie Anklänge von Demerara-Zucker und Ingwer. Am Gaumen sirupartig süß und rauchig zugleich: tropische Frucht, rumgetränkte Trockenfrüchte, Schokolade und Pfeffer über einem Fundament aus Asche und Salz. Der Nachhall ist lang, süß-rauchig und würzig.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; einige Tropfen Wasser holen die tropische Süße hervor. Passt zu gegrilltem Fleisch, Karibik- und BBQ-Gerichten, reifem Hartkäse und dunkler Schokolade. Eignet sich auch als Basis für rauchig-süße Cocktails.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky (ohne Altersangabe, limitiert, Ardbeg Day 2019)
Ausbau: Ex-Bourbon-Fässer mit anschließendem Rum-Fass-Finish

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2015

Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah

Syrah The Rocks District Walla Walla Valley (USA) 2015

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2015 ist ein Kult-Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – im heißesten Walla-Walla-Jahrgang der jüngeren Geschichte floraler, saftiger und früher zugänglich, ohne den unverwechselbaren, salzig-umamihaften Charakter der Basaltsteine des Rocks District zu verlieren.


The Tribe Vineyard – Basalt im Rocks District

Der drei Acre kleine Syrah-Weinberg liegt direkt neben Christophe Barons En-Chamberlin-Lage im Rocks District of Milton-Freewater – der einzigen US-Appellation, deren Grenzen allein über den Bodentyp definiert sind. Große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape speichern die Sonnenwärme und strahlen sie an die Trauben zurück, was den unverwechselbar würzig-umamihaften Charakter dieser Syrahs prägt.

Gepflanzt ist The Tribe ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl, rund 3.555 Stöcke pro Acre. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.

Jahrgang 2015 – Walla Walla Valley

2015 gilt als der wärmste Jahrgang in der jüngeren Geschichte Washingtons: ein heißer Vegetationsverlauf brachte vollreife Trauben und eine frühe Lese.

Das Ergebnis ist ein breiterer, geschmeidiger und früher zugänglicher Stil mit parfümierter, floraler Aromatik – dennoch von frischer, salziger Spannung getragen und mit langem Reifepotenzial.

Anbau und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2015.

Christophe Baron gehörte ab 2002 zu den Ersten, die in Walla Walla mit Pferdezug und Kompostwirtschaft arbeiteten. Horsepower wird nach einem astrologischen Kalender und vollständig ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet. Namensgebend sind die Zugpferde, die die eng gepflanzten Reihen kultivieren – Handarbeit im Stil des 19. Jahrhunderts. Die Erzeugungsmengen sind winzig, der Wein ist streng allokiert.

Im Glas

Ein parfümiert-floraler, zugleich savoriger Auftritt: Veilchen und Grapefruitblüte über schwarzer Olive und Olivenblatt, dazu Teer, Rauch und Asche, wilde Huckleberry, Tapenade, getrocknete Kräuter und weißer Pfeffer. Am Gaumen saftig, vollmundig und konzentriert, mit satinigen Tanninen, deutlicher salziger Mineralität und großer Länge – breiter und zugänglicher als die kühleren Jahrgänge, aber mit der typischen Rocks-Spannung.

Floral, saftig und salzig – ein zugänglicher Rocks-District-Syrah aus dem heißen Jahrgang 2015.

Heute gut trinkreif, mit weiterem Potenzial bis etwa 2030. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lammkeule, gegrilltem Rind, Wild, kräftigem BBQ oder gereiftem Hartkäse. Ein intensiver Begleiter für herzhafte, würzige Gerichte.


Lage: The Tribe Vineyard, Rocks District of Milton-Freewater, Walla Walla Valley (USA); Basalt-Gerölle, ultra-dichte Pflanzung
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; Pferdezug, Erziehung sur échalas

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Länder/Regionen

Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet blanc 2023

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet AOC Côte de Beaune 2023 kalksteinreiche Böden

Der Puligny-Montrachet Blanc 2023 von Sylvain Bzikot ist ein puristischer, sehr eleganter und feiner Chardonnay aus einer der berühmtesten Weißwein-Gemeinden der Côte de Beaune. Salzige Mineralität und packende Frische prägen diesen Wein.


Puligny-Montrachet – Heimat großer Weißweine

Puligny-Montrachet ist ein Dorf an der Côte de Beaune, weltberühmt für seine Chardonnay-Weißweine. Hier liegen vier Grand Crus und 17 Premier Crus. Die kalksteinreichen Böden und das spezifische Klima verleihen den Weinen eine feine Mineralität und feste Struktur, die sie von den Nachbarn Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Das kontinentale Klima mit warmen Sommern und kühlen Wintern verlangt wegen des frühen Frühlings und der Frostgefahr besondere Aufmerksamkeit. Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz in Puligny-Montrachet.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich, weiße Aprikose) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass auf der Hefe, im Stil der Domaine – auf Balance zwischen Frucht, mineralischer Linie und feiner Säure ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase reifes Kernobst, frische Sauerteigbrotrinde, Limette und ein Hauch gerösteter Edelnüsse. Am Gaumen treten salzige Elemente, karges Gestein, saftiger Pfirsich und feine Hefenoten hervor – packend, spannend und vibrierend.

Salzige Mineralität, karges Gestein und saftiger Pfirsich – ein puristischer Puligny-Montrachet, vibrierend am Gaumen.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Hummer, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); kalksteinreiche Böden
Klassifikation: Puligny-Montrachet AOC
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau auf der Hefe

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Weine

Schloss Lieser Juffer Sonnenuhr Riesling GG 2021

Weißwein · Brauneberger Juffer Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Brauneberger Juffer Sonnenuhr Brauneberg · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) eisenhaltiger Devonschiefer bis 80 % Steillage · älteste Reben Großes Gewächs · trocken 2021

Der Schloss Lieser Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2021 entstammt kleinsten, selektierten Mengen aus den ältesten Rebbeständen dieser Spitzenlage. Ein Riesling GG von höchster Intensität und Konzentration, umspielt von Eleganz und Mineralität – ein Kraftbündel, getragen von einer rassigen, raffinierten Säure und immenser Tiefe.


Brauneberger Juffer Sonnenuhr – die Sonnenlage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Das VDP.Große Gewächs präsentiert die trockene Spitze des Portfolios: Aus acht Großen Lagen der Mittelmosel entstehen – nur wenige Kilometer voneinander entfernt – einzigartige Weine mit der eigenen Persönlichkeit des jeweiligen Terroirs. Handarbeit im Weinberg und spontane Vergärung sind seit jeher das Markenzeichen des Guts.

Die Brauneberger Juffer Sonnenuhr zählt zu den renommiertesten Steillagen der Mosel. Ihre perfekte Süd-Südwest-Exposition, verbunden mit einer Steigung von bis zu 80 %, sorgt für maximale Sonneneinstrahlung und ein besonderes Mikroklima. Der karge, eisenhaltige Devonschiefer speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts gleichmäßig an die Reben ab – ein entscheidender Faktor für Reife und aromatische Tiefe. Der Name „Sonnenuhr" verweist auf eine historische Sonnenuhr in dieser Lage. Schloss Lieser bezieht seine Trauben ausschließlich aus den ältesten Parzellen der Lage.

Jahrgang 2021 – Mosel

Das Jahr 2021 hat ein klassisches, moseltypisches Rieslingjahr beschert. Nach einem kühlen, langgezogenen Frühjahr und wechselhaftem Sommer war der September von viel Sonne geprägt und förderte mit seinen kühlen Nächten eine tolle Aromenentwicklung. Die hoch selektive Ernte startete Mitte Oktober in vielen Durchgängen und belohnte die intensive Handarbeit mit perfekt gesundem Lesegut bei geringen Erträgen. Die Rieslinge zeichnen sich in 2021 durch enorme Mineralität mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt aus.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Jahrgang 2021; 100 % Riesling aus den ältesten Parzellen, in kleinster selektierter Menge.

Nach strengster, selektiver Handlese wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren und traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager ausgebaut, um Herkunft und Präzision klar herauszuarbeiten. So entsteht ein glasklarer, tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus den ältesten Reben und dem eisenhaltigen Schiefer der Sonnenlage lebt dieser Riesling von Dichte und Ausdruck: reife gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Quitte und florale Würze, untermalt von einer kühlen, rauchig-salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen ein Kraftbündel von höchster Intensität und Konzentration, das dennoch elegant bleibt – getragen von einer rassigen, raffinierten Säure mit viel Saft, immenser Tiefe und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife Steinfrucht, Zitrus und Quitte über kühler, salziger Schiefermineralität – ein Kraftbündel von höchster Konzentration, getragen von rassiger Säure und immenser Tiefe.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Brauneberg an der Mittelmosel; Süd-Südwest, karger eisenhaltiger Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; älteste Parzellen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; kleinste selektierte Menge
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager

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Rebsorten

Domaine du Triptyque Tempête Vin de France 2025

Weißwein · Vin de France · Voltis & Floréal

Voltis & Floréal Parzelle am Weingut, Venoy 2025 Tonamphore Handlese Spontangärung

Tempête 2025 von der Domaine du Triptyque ist der Wein, mit dem Tommy Chevallier aus dem Appellationsrahmen heraustritt: Voltis und Floréal sind in Chablis nicht zugelassen, deshalb steht Vin de France auf dem Etikett – obwohl die Reben direkt neben dem Keller in Venoy stehen. Ausgebaut in der Tonamphore, zeigt er sich rund und weich, mit sauber gezeichneter Frucht und einer Frische, die mitten im Wein sitzt.


Die Parzelle am Weingut in Venoy

Die Rebfläche liegt unmittelbar beim Betrieb in Venoy, westlich der Chablis-Appellation im Auxerrois, auf 120 bis knapp 290 Metern Höhe. Der Untergrund entspricht dem des Chablisien: Ton und Kalk aus dem Oberjura, Mergelbänke im Wechsel mit härteren Kalklagen. Der Ton hält Wasser und puffert Trockenphasen, der Kalk entwässert und hält die Wurzelzone kühl – der entscheidende Faktor auf knapp 48 Grad nördlicher Breite. Bepflanzt ist die Parzelle mit Voltis und Floréal, eingebettet zwischen Bäumen, Hecken und den Getreideflächen des Familienbetriebs.

Die kurze Distanz zwischen Rebe und Presse ist hier kein Nebeneffekt, sondern Teil der Anlage: Das Lesegut ist innerhalb von Minuten im Keller, ohne Transportwärme und ohne Vorlauf. Gelesen wird von Hand – im Chablisien die Ausnahme, weil dort rund neun von zehn Hektar maschinell geerntet werden.

Voltis und Floréal sind keine alten Sorten und keine Hybriden aus der Nachkriegszeit. Das französische Forschungsinstitut INRAE hat sie über vier Jahrzehnte aus natürlichen Kreuzungen selektiert und in den offiziellen Sortenkatalog eingetragen; beide sind gegen Falschen und Echten Mehltau widerstandsfähig. Voltis wächst aufrecht, liefert mittlere Erträge und bringt bukettreiche, kräftiger gebaute Weißweine. Floréal braucht einen Drahtrahmen und gibt aromatische Weine mit erhaltener Frische, zwischen exotischer Frucht und Buchsbaum. Für Chevallier, gelernter Ingenieur, ist die Fläche ein Feldversuch mit offenem Ausgang – und der erste Wein, den er ohne regionales Vorbild vinifiziert.

Jahrgang 2025 – Yonne und Chablisien

Im nördlichen Burgund gab es 2025 keinen nennenswerten Frühjahrsfrost. Der Austrieb setzte in den wärmsten Lagen bereits Anfang April ein, ein kühlerer Mai bremste kurz, die Blüte lief um den 26. Mai in wenigen Tagen durch. Der Ertragsverlust entstand danach: Ende Juni traf eine Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 °C in die Blütephase und führte zu Verrieselung und Millerandage – lockere Trauben, ungleichmäßiger Beerenansatz, viele Kleinbeeren. Die zweite Hitzewelle folgte vom 8. bis 18. August, wieder um 40 °C; die Beeren blieben klein, die Schalen dick.

Die Véraison war schon in der ersten Juliwoche zu sehen, die Lese begann im Chablisien ab dem 18. August – eine Frühreife ohne Vorbild in der jüngeren Erfahrung der Region. Zum Monatswechsel fielen 120 bis 130 Millimeter Regen in 36 Stunden auf reife Beeren, Schalen platzten, auf exponierten Parzellen setzte Botrytis an. Wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material herein. Die Erträge lagen im Chablisien offiziell bei 50 bis 55 hl/ha, einzelne Güter meldeten unter 40 – nach 2021 und 2024 die dritte kleine Ernte in fünf Jahren. Den Charakter der 2025er bestimmt damit weniger die Lage als der Lesetermin: früh geerntete Partien behielten Säure und Kontur, späte wurden runder und exotischer im Ton.

Gärung und Ausbau in der Tonamphore

Die Trauben kommen von Hand gelesen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy. Die alkoholische Gärung startet mit weinbergseigenen Hefen, Schwefel setzt Chevallier in sehr geringen Mengen ein, weitere Zusätze verwendet er nicht. Im Keller stehen Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore nebeneinander – für diese Cuvée fiel die Wahl auf die Amphore.

Gebrannter Ton ist porös und lässt in sehr kleinen Mengen Sauerstoff an den Wein, ohne Aroma beizusteuern. Genau das erklärt das Bild im Glas: Die Textur wird runder und weicher, die Gerbstoffe aus den dicken Beerenschalen des Jahrgangs glätten sich, Frucht und Säure bleiben unverstellt. Holz hätte diese beiden Sorten überdeckt, Edelstahl sie kantiger stehen lassen. Die Menge ist klein – die Fläche ist eine Versuchsanlage, kein Ertragsweinberg.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist deutlich offener als bei den Chardonnays des Guts und vor allem sauber gezeichnet: gelbe Steinfrucht, Zitrusschale, dahinter ein feiner krautiger Ton Richtung Buchsbaum – die Handschrift des Floréal über der breiteren Anlage des Voltis. Am Gaumen rund und weich, mit mehr Volumen als ein Chablis, ohne breit zu werden. Der Amphorenausbau nimmt jede Kante heraus, die Frucht bleibt klar umrissen, und in der Mitte steht eine Frische, die den Wein zusammenhält. Der Abgang ist trocken, leicht griffig und länger, als das weiche Mundgefühl zunächst erwarten lässt.

Zwei Sorten, die es vor vierzig Jahren noch nicht gab, ausgebaut in einem Gefäß, das seit Jahrtausenden in Gebrauch ist.

Kein Dekantieren nötig, der Wein zeigt sich sofort. Nach einer halben Stunde im Glas tritt die Steinfrucht stärker hervor, der krautige Ton weicht zurück. Ein Wein für die nächsten Jahre: Der frühe Jahrgang 2025 hat ihn früh zugänglich gemacht, auf Lagerung ist er nicht angelegt.

Am Tisch

Die weiche Textur und die klare Frucht machen ihn breiter einsetzbar, als die Rebsorten vermuten lassen: gebratener Fisch mit Kräutern, Geflügel, Kalb in heller Sauce, Gemüsetarte, Spargel mit Sauce Hollandaise. Wo der krautige Ton mitspielt, passen Ziegenkäse und asiatische Küche mit Koriander, Limette und Ingwer. Serviert bei 10 bis 12 °C – kälter verschwindet die Aromatik, die den Reiz dieses Weins ausmacht.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy
Rebsorte Voltis, Floréal
Lage Parzelle direkt am Weingut in Venoy, Yonne · Ton-Kalk-Böden des Oberjura
Klassifikation Vin de France
Jahrgang 2025
Vinifikation Handlese · Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen · sehr geringe Schwefelgaben
Ausbau Terrakotta-Amphore
Trinkempfehlung 2026–2029

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Frankreich

Domaine Francois Raveneau Chablis Premier Cru Montée 2018

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Chablis · 1er Cru Montée de Tonnerre rechtes Serein-Ufer · 2,5 ha Kimmeridgium · blauer Ton 2018

Der Chablis 1er Cru Montée de Tonnerre 2018 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay aus einer der größten Premier-Cru-Lagen von Chablis – auf Grand-Cru-Niveau. Energiegeladen und mineralisch, von einer der legendärsten und rarsten Adressen der Region.


Montée de Tonnerre – Premier Cru auf Grand-Cru-Niveau

Montée de Tonnerre liegt am rechten Serein-Ufer in unmittelbarer Nachbarschaft der Chablis Grand Crus und gilt als einer der besten Premier Crus überhaupt. Raveneaus Parzelle umfasst 2,5 Hektar in Westausrichtung; die Reben stammen zu je einem Drittel aus den 1950er-, 1970er- und 1990er-Jahren. Der Boden besteht aus kimmeridgischem Mergelkalk und blauem Ton – Grundlage für energiegeladene, mineralreiche Weine.

Die Domaine François Raveneau, 1948 gegründet (die Familie ist mit den Dauvissat verbunden), zählt zu den ikonischen Erzeugern von Chablis. Auf 8,9 Hektar wächst ausschließlich Chardonnay; gesetzt wird auf 100 % Ganztraubenpressung, Ausbau im Holzfass mit nur 10–15 % jährlich erneuerten Fässern und ohne technische Eingriffe. Die Weine sind rar und über Jahrzehnte lagerfähig.

Jahrgang 2018 – Chablis

2018 blieb in Chablis von Frostschäden verschont. Die Vegetationsperiode begann normal, wurde dann sehr trocken und heiß; leichte Sommerregen weckten die durch Trockenstress träge gewordenen Reben und führten zu einer reichen Ernte. Die Lese begann am 30. August und dauerte rund sieben Tage – bei ausgesprochen sauberem Lesegut.

Statt der erwarteten rund 50 hl/ha lag der Ertrag im Schnitt bei etwa 75 hl/ha. Die potenziellen Alkoholwerte waren mit rund 13 % hervorragend; die Trauben zeigten sich unerwartet saftig und ergaben trotz sehr leichter Pressung viel Most. Das Ergebnis sind energiegeladene, verführerische Weine.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2018, mit 100 % Ganztraubenpressung.

Gärung und Ausbau erfolgen im Holzfass, von dem jährlich nur 10–15 % erneuert werden – auf der Hefe und ohne technische Eingriffe. So bleiben Frucht und mineralische Linie klar erhalten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, Austernschale und Feuerstein über feuchtem Stein. Am Gaumen dicht und straff, energiegeladen und mineralreich, mit salziger Mineralität, klarer Säure und langem Abgang.

Zitrus, Austernschale und Feuerstein über dichter, salziger Mineralität – energiegeladen und mit großem Reifepotenzial.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu gereifter Comté. Die salzige Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Montée de Tonnerre (1er Cru), Chablis; rechtes Serein-Ufer nahe den Grand Crus; kimmeridgischer Mergelkalk & blauer Ton, Westlage, 2,5 ha, Reben aus den 1950er/1970er/1990er-Jahren
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; 100% Ganztraubenpressung; Holzfass (nur 10–15% jährlich erneuert) auf der Hefe, ohne technische Eingriffe

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Weine

San Roman 2022 BIO

Rotwein · Toro · Tinta de Toro · Bio

San Román ist der charaktervolle Bio-Rotwein von Bodegas San Román aus dem Herzen der D.O. Toro, dem Projekt des Önologen Mariano García. Er besteht zu 100 % aus Tinta de Toro, der lokalen Tempranillo-Variante, und stammt aus Weinbergen in San Román de Hornija, Villaester und Morales de Toro. Kraft, Tiefe und Eleganz prägen seinen Stil. Im Glas ein tiefer, vielschichtiger Tinto mit saftiger roter Frucht und feinem Tannin.


Toro

Die Weinberge liegen im Kern der D.O. Toro, in San Román de Hornija, Villaester und Morales de Toro. Die Reben wurzeln tief in steinigem, sandigem Lehmboden und profitieren von einem Klima mit kühlen Nächten, die für komplexe Aromen sorgen. Der Wein wird ökologisch erzeugt und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle ES-ECO-031-CL).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Tinta de Toro. Die Handlese fand zwischen Ende August und Ende September statt, begleitet von kühlen Nächten und gelegentlichem Regen. Anschließend reifte er 24 Monate in neuen und gebrauchten französischen und amerikanischen Barriques (225 und 500 Liter). Die Balance aus Frucht, Holz und Struktur gibt ihm ein gutes Reifepotenzial.

Im Glas

In der Nase reife rote Früchte mit floralen Anklängen. Am Gaumen tief und vielschichtig, mit saftiger Frucht, großer Struktur und feinkörnigem Tannin. Ein Wein mit Substanz, der Kraft und Finesse verbindet. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bereits zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über die nächsten Jahre; ein bis zwei Stunden im Dekanter schaden nicht. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Rind, Lamm, Wild und kräftiger Hartkäse.


Lage: D.O. Toro – San Román de Hornija, Villaester, Morales de Toro; steinig-sandiger Lehm
Klassifikation: Toro DO
Ausbau: 24 Monate französische/amerikanische Barriques (225 und 500 l)

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Weine

Odinstal Riesling NAKT 2021 BIO

Weißwein (Naturwein) · Pfalz · Riesling

Riesling Pfalz · Wachenheim Monopollage Odinstal (bis 350 m) NAKT (naturbelassen) ohne Schwefelzusatz · unfiltriert Biodynamie / Demeter (DE-ÖKO-022) 2021

Der Odinstal Riesling NAKT 2021 ist die „nackte", naturbelassene Interpretation des Hauses – gewachsen auf einer der höchsten Rebflächen der Region, von Hand geerntet, ohne zugesetzte Sulfite und unfiltriert abgefüllt. Ein ehrlicher, eigenwilliger Riesling für Entdecker.


NAKT – Riesling pur vom Odinstal

Das Weingut Odinstal thront auf rund 350 Metern hoch über Wachenheim, in der gutseigenen Monopollage Wachenheimer Odinstal – der höchsten Einzellage der Mittelhaardt. Seit 1998 in Händen der Familie Hensel, wird hier seit 2006 konsequent biodynamisch (Demeter) gearbeitet; Kellermeister Andreas Schumann zählt zu den ausgewiesenen Biodynamie-Experten Deutschlands. Die kühle Höhe lässt die Trauben „auf kleiner Flamme" ausreifen – das ergibt filigrane, subtile, langlebige Weine.

Der NAKT ist die radikal naturbelassene Linie des Guts: gewachsen auf einer der höchsten Rebflächen der Region, von Hand geerntet, ohne zugesetzte Sulfite und unfiltriert. Ein Wein, der die DNA dieses besonderen Ortes ungeschminkt in sich trägt – für Individualisten und Entdecker.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 gilt in der Pfalz als klassischer, kühler Riesling-Jahrgang mit lebendiger Säure, großer Präzision und klarer Mineralität. In der hochgelegenen Monopollage Odinstal und in der schwefelfreien NAKT-Machart ergibt das einen besonders spannungsreichen, vibrierenden und eigenständigen Wein.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, trocken; Pfälzer Landwein, Wein aus biologischem Anbau (DE-ÖKO-022).

Im radikal puristischen NAKT-Stil: Handlese, Spontangärung, langer Verbleib auf der Hefe – je nach Jahrgang teils in der Amphore, teils im Stahltank vergoren. Ohne zugesetzte Sulfite und unfiltriert abgefüllt. Biodynamische Bewirtschaftung (Demeter).

Im Glas

Ein ehrlicher, naturbelassener Riesling von kühler, urwüchsiger Art: gedeckte, eher erdig-hefige Aromatik mit Anklängen von Quitte, mürbem Apfel und Kräutern statt lauter Primärfrucht. Am Gaumen saftig und feinsalzig, mit zupackender Mineralität, rassiger Säure und einem leichten Schalentouch – kühl, eigenwillig und lang. Ein Wein für erfahrene Naturwein-Freunde und mutige Entdecker.

Kühl, urwüchsig und feinsalzig – mineralisch, saftig und eigenwillig, ein Riesling für Entdecker.

Unbedingt großzügig dekantieren und belüften; gewinnt mit Luft deutlich. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu würzigem Geflügel, zur asiatisch inspirierten Küche sowie zu gereiftem, kräftigem Käse.


Lage: Pfalz, Wachenheim, Monopollage Wachenheimer Odinstal (bis 350 m, höchste Einzellage der Mittelhaardt); eine der höchsten Rebflächen der Region
Klassifikation: Pfälzer Landwein, Riesling (trocken); Wein aus biologischem Anbau (DE-ÖKO-022)
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung, langes Hefelager (je nach Jahrgang teils Amphore/Stahl), ohne zugesetzte Sulfite, unfiltriert; biodynamisch (Demeter)

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