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Produktinformationen "Domaine du Triptyque Tempête Vin de France 2025"

Weißwein · Vin de France · Voltis & Floréal

Voltis & Floréal Parzelle am Weingut, Venoy 2025 Tonamphore Handlese Spontangärung

Tempête 2025 von der Domaine du Triptyque ist der Wein, mit dem Tommy Chevallier aus dem Appellationsrahmen heraustritt: Voltis und Floréal sind in Chablis nicht zugelassen, deshalb steht Vin de France auf dem Etikett – obwohl die Reben direkt neben dem Keller in Venoy stehen. Ausgebaut in der Tonamphore, zeigt er sich rund und weich, mit sauber gezeichneter Frucht und einer Frische, die mitten im Wein sitzt.


Die Parzelle am Weingut in Venoy

Die Rebfläche liegt unmittelbar beim Betrieb in Venoy, westlich der Chablis-Appellation im Auxerrois, auf 120 bis knapp 290 Metern Höhe. Der Untergrund entspricht dem des Chablisien: Ton und Kalk aus dem Oberjura, Mergelbänke im Wechsel mit härteren Kalklagen. Der Ton hält Wasser und puffert Trockenphasen, der Kalk entwässert und hält die Wurzelzone kühl – der entscheidende Faktor auf knapp 48 Grad nördlicher Breite. Bepflanzt ist die Parzelle mit Voltis und Floréal, eingebettet zwischen Bäumen, Hecken und den Getreideflächen des Familienbetriebs.

Die kurze Distanz zwischen Rebe und Presse ist hier kein Nebeneffekt, sondern Teil der Anlage: Das Lesegut ist innerhalb von Minuten im Keller, ohne Transportwärme und ohne Vorlauf. Gelesen wird von Hand – im Chablisien die Ausnahme, weil dort rund neun von zehn Hektar maschinell geerntet werden.

Voltis und Floréal sind keine alten Sorten und keine Hybriden aus der Nachkriegszeit. Das französische Forschungsinstitut INRAE hat sie über vier Jahrzehnte aus natürlichen Kreuzungen selektiert und in den offiziellen Sortenkatalog eingetragen; beide sind gegen Falschen und Echten Mehltau widerstandsfähig. Voltis wächst aufrecht, liefert mittlere Erträge und bringt bukettreiche, kräftiger gebaute Weißweine. Floréal braucht einen Drahtrahmen und gibt aromatische Weine mit erhaltener Frische, zwischen exotischer Frucht und Buchsbaum. Für Chevallier, gelernter Ingenieur, ist die Fläche ein Feldversuch mit offenem Ausgang – und der erste Wein, den er ohne regionales Vorbild vinifiziert.

Jahrgang 2025 – Yonne und Chablisien

Im nördlichen Burgund gab es 2025 keinen nennenswerten Frühjahrsfrost. Der Austrieb setzte in den wärmsten Lagen bereits Anfang April ein, ein kühlerer Mai bremste kurz, die Blüte lief um den 26. Mai in wenigen Tagen durch. Der Ertragsverlust entstand danach: Ende Juni traf eine Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 °C in die Blütephase und führte zu Verrieselung und Millerandage – lockere Trauben, ungleichmäßiger Beerenansatz, viele Kleinbeeren. Die zweite Hitzewelle folgte vom 8. bis 18. August, wieder um 40 °C; die Beeren blieben klein, die Schalen dick.

Die Véraison war schon in der ersten Juliwoche zu sehen, die Lese begann im Chablisien ab dem 18. August – eine Frühreife ohne Vorbild in der jüngeren Erfahrung der Region. Zum Monatswechsel fielen 120 bis 130 Millimeter Regen in 36 Stunden auf reife Beeren, Schalen platzten, auf exponierten Parzellen setzte Botrytis an. Wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material herein. Die Erträge lagen im Chablisien offiziell bei 50 bis 55 hl/ha, einzelne Güter meldeten unter 40 – nach 2021 und 2024 die dritte kleine Ernte in fünf Jahren. Den Charakter der 2025er bestimmt damit weniger die Lage als der Lesetermin: früh geerntete Partien behielten Säure und Kontur, späte wurden runder und exotischer im Ton.

Gärung und Ausbau in der Tonamphore

Die Trauben kommen von Hand gelesen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy. Die alkoholische Gärung startet mit weinbergseigenen Hefen, Schwefel setzt Chevallier in sehr geringen Mengen ein, weitere Zusätze verwendet er nicht. Im Keller stehen Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore nebeneinander – für diese Cuvée fiel die Wahl auf die Amphore.

Gebrannter Ton ist porös und lässt in sehr kleinen Mengen Sauerstoff an den Wein, ohne Aroma beizusteuern. Genau das erklärt das Bild im Glas: Die Textur wird runder und weicher, die Gerbstoffe aus den dicken Beerenschalen des Jahrgangs glätten sich, Frucht und Säure bleiben unverstellt. Holz hätte diese beiden Sorten überdeckt, Edelstahl sie kantiger stehen lassen. Die Menge ist klein – die Fläche ist eine Versuchsanlage, kein Ertragsweinberg.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist deutlich offener als bei den Chardonnays des Guts und vor allem sauber gezeichnet: gelbe Steinfrucht, Zitrusschale, dahinter ein feiner krautiger Ton Richtung Buchsbaum – die Handschrift des Floréal über der breiteren Anlage des Voltis. Am Gaumen rund und weich, mit mehr Volumen als ein Chablis, ohne breit zu werden. Der Amphorenausbau nimmt jede Kante heraus, die Frucht bleibt klar umrissen, und in der Mitte steht eine Frische, die den Wein zusammenhält. Der Abgang ist trocken, leicht griffig und länger, als das weiche Mundgefühl zunächst erwarten lässt.

Zwei Sorten, die es vor vierzig Jahren noch nicht gab, ausgebaut in einem Gefäß, das seit Jahrtausenden in Gebrauch ist.

Kein Dekantieren nötig, der Wein zeigt sich sofort. Nach einer halben Stunde im Glas tritt die Steinfrucht stärker hervor, der krautige Ton weicht zurück. Ein Wein für die nächsten Jahre: Der frühe Jahrgang 2025 hat ihn früh zugänglich gemacht, auf Lagerung ist er nicht angelegt.

Am Tisch

Die weiche Textur und die klare Frucht machen ihn breiter einsetzbar, als die Rebsorten vermuten lassen: gebratener Fisch mit Kräutern, Geflügel, Kalb in heller Sauce, Gemüsetarte, Spargel mit Sauce Hollandaise. Wo der krautige Ton mitspielt, passen Ziegenkäse und asiatische Küche mit Koriander, Limette und Ingwer. Serviert bei 10 bis 12 °C – kälter verschwindet die Aromatik, die den Reiz dieses Weins ausmacht.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy
Rebsorte Voltis, Floréal
Lage Parzelle direkt am Weingut in Venoy, Yonne · Ton-Kalk-Böden des Oberjura
Klassifikation Vin de France
Jahrgang 2025
Vinifikation Handlese · Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen · sehr geringe Schwefelgaben
Ausbau Terrakotta-Amphore
Trinkreife 2026–2029
Alkoholgehalt: 11,5
Art: Weiß
Ausbau: trocken
Brennwert / 100 ml: 264kJ/63kcal
Eiweiß / 100 ml: 0g
Fett / 100 ml: 0g
Jahr: 2025
Kohlenhydrate / 100 ml: 0g
Land: Frankreich
Rebsorten: Chardonnay
Region: Burgund
Salz / 100 ml: 0g
Zucker / 100 ml: 0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml: 0g

Domaine du Triptyque

Domaine du Triptyque – Chablis – Purismus aus Venoy

Tommy Chevallier arbeitete rund zehn Jahre als Ingenieur, bevor er 2015 den Kurs wechselte und den Familienbetrieb in Venoy bei Chablis übernahm. Seit 2018 bewirtschaftet er die Reben, 2023 füllte er den ersten eigenen Jahrgang ab. Sein Chablis steht für einen schlanken, puristischen Stil: frisch, mineralisch, unheimlich sauber und klar in Struktur und Länge.


Vom Ingenieur zum Vigneron

Tommy Chevallier stammt aus dem Yonne, aus einer Familie von Landwirten und Winzern. Nach dem Ingenieurstudium an der Centrale Marseille arbeitete er rund zehn Jahre im Bausektor im Großraum Paris. 2015 entschied er sich für die berufliche Neuorientierung und die Übernahme des elterlichen Betriebs in Venoy – eines Mischbetriebs, in dem Vater und Onkel vor allem Getreide anbauten und der Onkel bereits Wein erzeugte.

2018 stieg er mit 5,5 Hektar Reben ein und begann sofort mit der Umstellung auf biologischen Anbau; die Bio-Zertifizierung erhielt er 2022. Da ihm anfangs jede eigene Technik fehlte, arbeitete er mit einem Partnerbetrieb zusammen, dem Domaine d’Henri in Chablis: Chevallier übernahm die Arbeit im Weinberg und verkaufte die Trauben an die Familie Laroche. Im Gegenzug begleitete ihn das Domaine d’Henri fachlich in den ersten Jahren.

2023 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit: Gründung der Domaine du Triptyque, erster eigener Jahrgang mit rund 5.000 Flaschen, vinifiziert noch in einer fremden Kellerei. Der Jahrgang 2024 war der erste, der im eigenen Keller entstand – rund 12.000 Flaschen.

Der Name verweist auf das dreiteilige Kunstwerk und auf die drei Leitlinien des Betriebs: Natur, Wein und Kunst. Die Etiketten gestalten Künstlerinnen und Künstler im Auftrag des Weinguts.

Weinberge und Arbeit im Weinberg

Heute bewirtschaftet Chevallier rund acht Hektar eigene Rebfläche in Venoy und im Chablisien, auf den ton- und kalkhaltigen Böden der Region. Neun bis zehn Hektar wären möglich, zehn Hektar hat er sich als Obergrenze gesetzt – mehr will er nicht selbst bearbeiten. Dazu kommen die Getreideflächen des Familienbetriebs.

  • Handlese
  • Mechanische Bodenbearbeitung, kein Herbizideinsatz
  • Schnitt nach Guyot Poussard zum Schutz der Saftbahnen und für eine längere Lebensdauer der Rebstöcke
  • Spätes Ausbrechen als Schutz vor Spätfrost
  • Pflanzenschutz ausschließlich mit Schwefel und Kupfer
  • Zurückhaltendes Entlauben, damit die Laubwand bei Trockenheit Schatten gibt
  • Eigene Komposte

Direkt am Weingut steht eine Anlage mit pilzwiderstandsfähigen Neuzüchtungen, mit der Chevallier Feldversuche betreibt. Gepflanzt sind Voltis und Floréal, zwei vom französischen Forschungsinstitut INRAE über vier Jahrzehnte aus Kreuzungen selektierte Sorten. Beide sind gegen Falschen und Echten Mehltau widerstandsfähig und benötigen nach Angaben des Instituts über 90 Prozent weniger Behandlungen.

Keller und Ausbau

Der 2023 fertiggestellte Keller in Venoy ist ein Holzbau, gedämmt mit Miscanthus-Stroh, das Dach trägt eine Photovoltaikanlage für den Eigenstrom.

Im Keller hält Chevallier die Eingriffe gering: alkoholische Gärung mit weinbergseigenen Hefen, sehr niedrige Schwefelgaben, langer Ausbau über zwölf bis achtzehn Monate in unterschiedlichen Gebinden – Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore. Der Jahrgang 2024 reifte größtenteils im Betontank, ein Zehntel in fünfjährigen Barriques, danach vier Monate im Edelstahltank bis zur Füllung im November.

Das Ergebnis sind Weine mit sehr klarer Struktur und Länge, wie man Chablis in dieser Finesse und Geradlinigkeit selten antrifft.

Die Weine

AOC Petit Chablis

Chardonnay von den höher gelegenen Parzellen, geradlinig und zugig.

AOC Chablis

Der Kernwein des Guts: Zitrus, feuchter Stein, straffe Säure, salzig-mineraliger Abgang.

AOC Chablis, Cuvée Rosette

Parzellenselektion mit längerem Ausbau und mehr Tiefe.

AOC Bourgogne blanc

Chardonnay aus dem Chablisien, früh zugänglich.

In Vorbereitung

Chablis 1er Cru Montmains, Bourgogne rouge aus Pinot Noir sowie ein weißer Vin de France aus Voltis und Floréal.

Häufige Fragen zu Domaine du Triptyque

Wer steht hinter der Domaine du Triptyque?

Tommy Chevallier, gelernter Ingenieur und Quereinsteiger, der 2018 den Familienbetrieb in Venoy bei Chablis übernahm und seit 2023 unter eigenem Namen abfüllt.

Welches ist der erste Jahrgang?

Der Jahrgang 2023 mit rund 5.000 Flaschen, noch in fremder Kellerei erzeugt. 2024 war der erste Jahrgang aus dem eigenen Keller, mit rund 12.000 Flaschen.

Ist das Weingut bio-zertifiziert?

Ja. Die Umstellung begann 2018 mit der Betriebsübernahme, die Bio-Zertifizierung liegt seit 2022 vor.

Wie groß ist das Weingut?

Rund acht Hektar eigene Rebfläche. Chevallier will höchstens zehn Hektar bewirtschaften.

Was sind Voltis und Floréal?

Zwei pilzwiderstandsfähige weiße Neuzüchtungen des INRAE. Chevallier hat sie am Weingut gepflanzt und testet sie im Feldversuch; ein Wein daraus ist in Vorbereitung.

Wie schmecken die Weine?

Schlank und puristisch: frisch, mineralisch, sauber und klar in Struktur und Länge, mit moderatem Alkohol um zwölf Volumenprozent.

Name und Adresse des Erzeugers/Abfüllers:
Domaine du Triptyque
12 Rue de Courgis
89290 Venoy
Bourgogne, Frankreich

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Detailbeschreibung

Weißwein · Vin de France · Voltis & Floréal

Voltis & Floréal Parzelle am Weingut, Venoy 2025 Tonamphore Handlese Spontangärung

Tempête 2025 von der Domaine du Triptyque ist der Wein, mit dem Tommy Chevallier aus dem Appellationsrahmen heraustritt: Voltis und Floréal sind in Chablis nicht zugelassen, deshalb steht Vin de France auf dem Etikett – obwohl die Reben direkt neben dem Keller in Venoy stehen. Ausgebaut in der Tonamphore, zeigt er sich rund und weich, mit sauber gezeichneter Frucht und einer Frische, die mitten im Wein sitzt.


Die Parzelle am Weingut in Venoy

Die Rebfläche liegt unmittelbar beim Betrieb in Venoy, westlich der Chablis-Appellation im Auxerrois, auf 120 bis knapp 290 Metern Höhe. Der Untergrund entspricht dem des Chablisien: Ton und Kalk aus dem Oberjura, Mergelbänke im Wechsel mit härteren Kalklagen. Der Ton hält Wasser und puffert Trockenphasen, der Kalk entwässert und hält die Wurzelzone kühl – der entscheidende Faktor auf knapp 48 Grad nördlicher Breite. Bepflanzt ist die Parzelle mit Voltis und Floréal, eingebettet zwischen Bäumen, Hecken und den Getreideflächen des Familienbetriebs.

Die kurze Distanz zwischen Rebe und Presse ist hier kein Nebeneffekt, sondern Teil der Anlage: Das Lesegut ist innerhalb von Minuten im Keller, ohne Transportwärme und ohne Vorlauf. Gelesen wird von Hand – im Chablisien die Ausnahme, weil dort rund neun von zehn Hektar maschinell geerntet werden.

Voltis und Floréal sind keine alten Sorten und keine Hybriden aus der Nachkriegszeit. Das französische Forschungsinstitut INRAE hat sie über vier Jahrzehnte aus natürlichen Kreuzungen selektiert und in den offiziellen Sortenkatalog eingetragen; beide sind gegen Falschen und Echten Mehltau widerstandsfähig. Voltis wächst aufrecht, liefert mittlere Erträge und bringt bukettreiche, kräftiger gebaute Weißweine. Floréal braucht einen Drahtrahmen und gibt aromatische Weine mit erhaltener Frische, zwischen exotischer Frucht und Buchsbaum. Für Chevallier, gelernter Ingenieur, ist die Fläche ein Feldversuch mit offenem Ausgang – und der erste Wein, den er ohne regionales Vorbild vinifiziert.

Jahrgang 2025 – Yonne und Chablisien

Im nördlichen Burgund gab es 2025 keinen nennenswerten Frühjahrsfrost. Der Austrieb setzte in den wärmsten Lagen bereits Anfang April ein, ein kühlerer Mai bremste kurz, die Blüte lief um den 26. Mai in wenigen Tagen durch. Der Ertragsverlust entstand danach: Ende Juni traf eine Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 °C in die Blütephase und führte zu Verrieselung und Millerandage – lockere Trauben, ungleichmäßiger Beerenansatz, viele Kleinbeeren. Die zweite Hitzewelle folgte vom 8. bis 18. August, wieder um 40 °C; die Beeren blieben klein, die Schalen dick.

Die Véraison war schon in der ersten Juliwoche zu sehen, die Lese begann im Chablisien ab dem 18. August – eine Frühreife ohne Vorbild in der jüngeren Erfahrung der Region. Zum Monatswechsel fielen 120 bis 130 Millimeter Regen in 36 Stunden auf reife Beeren, Schalen platzten, auf exponierten Parzellen setzte Botrytis an. Wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material herein. Die Erträge lagen im Chablisien offiziell bei 50 bis 55 hl/ha, einzelne Güter meldeten unter 40 – nach 2021 und 2024 die dritte kleine Ernte in fünf Jahren. Den Charakter der 2025er bestimmt damit weniger die Lage als der Lesetermin: früh geerntete Partien behielten Säure und Kontur, späte wurden runder und exotischer im Ton.

Gärung und Ausbau in der Tonamphore

Die Trauben kommen von Hand gelesen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy. Die alkoholische Gärung startet mit weinbergseigenen Hefen, Schwefel setzt Chevallier in sehr geringen Mengen ein, weitere Zusätze verwendet er nicht. Im Keller stehen Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore nebeneinander – für diese Cuvée fiel die Wahl auf die Amphore.

Gebrannter Ton ist porös und lässt in sehr kleinen Mengen Sauerstoff an den Wein, ohne Aroma beizusteuern. Genau das erklärt das Bild im Glas: Die Textur wird runder und weicher, die Gerbstoffe aus den dicken Beerenschalen des Jahrgangs glätten sich, Frucht und Säure bleiben unverstellt. Holz hätte diese beiden Sorten überdeckt, Edelstahl sie kantiger stehen lassen. Die Menge ist klein – die Fläche ist eine Versuchsanlage, kein Ertragsweinberg.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist deutlich offener als bei den Chardonnays des Guts und vor allem sauber gezeichnet: gelbe Steinfrucht, Zitrusschale, dahinter ein feiner krautiger Ton Richtung Buchsbaum – die Handschrift des Floréal über der breiteren Anlage des Voltis. Am Gaumen rund und weich, mit mehr Volumen als ein Chablis, ohne breit zu werden. Der Amphorenausbau nimmt jede Kante heraus, die Frucht bleibt klar umrissen, und in der Mitte steht eine Frische, die den Wein zusammenhält. Der Abgang ist trocken, leicht griffig und länger, als das weiche Mundgefühl zunächst erwarten lässt.

Zwei Sorten, die es vor vierzig Jahren noch nicht gab, ausgebaut in einem Gefäß, das seit Jahrtausenden in Gebrauch ist.

Kein Dekantieren nötig, der Wein zeigt sich sofort. Nach einer halben Stunde im Glas tritt die Steinfrucht stärker hervor, der krautige Ton weicht zurück. Ein Wein für die nächsten Jahre: Der frühe Jahrgang 2025 hat ihn früh zugänglich gemacht, auf Lagerung ist er nicht angelegt.

Am Tisch

Die weiche Textur und die klare Frucht machen ihn breiter einsetzbar, als die Rebsorten vermuten lassen: gebratener Fisch mit Kräutern, Geflügel, Kalb in heller Sauce, Gemüsetarte, Spargel mit Sauce Hollandaise. Wo der krautige Ton mitspielt, passen Ziegenkäse und asiatische Küche mit Koriander, Limette und Ingwer. Serviert bei 10 bis 12 °C – kälter verschwindet die Aromatik, die den Reiz dieses Weins ausmacht.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy
Rebsorte Voltis, Floréal
Lage Parzelle direkt am Weingut in Venoy, Yonne · Ton-Kalk-Böden des Oberjura
Klassifikation Vin de France
Jahrgang 2025
Vinifikation Handlese · Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen · sehr geringe Schwefelgaben
Ausbau Terrakotta-Amphore
Trinkreife 2026–2029

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Domaine du Triptyque

Domaine du Triptyque – Chablis – Purismus aus Venoy

Tommy Chevallier arbeitete rund zehn Jahre als Ingenieur, bevor er 2015 den Kurs wechselte und den Familienbetrieb in Venoy bei Chablis übernahm. Seit 2018 bewirtschaftet er die Reben, 2023 füllte er den ersten eigenen Jahrgang ab. Sein Chablis steht für einen schlanken, puristischen Stil: frisch, mineralisch, unheimlich sauber und klar in Struktur und Länge.

Steckbrief

Artikelnr.
SW12840
Jahr
2025
Land
Frankreich
Region
Burgund
Art
Weiß
Ausbau
trocken
Rebsorten
Chardonnay
Alkoholgehalt
11,5% vol
Brennwert / 100 ml
264kJ/63kcal
Eiweiß / 100 ml
0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml
0g
Kohlenhydrate / 100 ml
0g
Fett / 100 ml
0g
Zucker / 100 ml
0g
Salz / 100 ml
0g
Inhaltsangaben

Zutaten: Trauben, Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel (Sulfite); Allergene

ZurRebsorte

Chardonnay

Die Chardonnay Traube ist zweifellos eine der bedeutendsten weißen Rebsorten weltweit. Mit einer weiten Verbreitung in verschiedenen Weinbauregionen und einer bemerkenswerten Vielfalt hat der Chardonnay eine einzigartige Präsenz in der Welt des Weins.

Chardonnay ist eine der angesehensten weißen Rebsorten weltweit, stammt ursprünlich aus dem Burgund und findet sich in praktisch allen bedeutenden Weinbauländern. Große Weißweine aus dem Burgund, wie die berühmten Montrachet und Meursault, werden aus Chardonnay-Trauben gekeltert. Selbst in der anspruchsvollen Champagne spielt er eine Schlüsselrolle.

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Domaine du Triptyque Tempête Vin de France 2025

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