China Kulinarisch

>Gastkommentar von: Bruno Freiherr von der Leber-Weg

Chow Chow, diese zerknautschte chinesische Hunderasse, die aussieht, als sei sie mit Anlauf gegen einen vor Demonstranten flüchtenden Fackelträger gerannt, heißt auf Deutsch „essbarer Hund“. Ist damit nicht schon viel gesagt über das Bild, das wir von der chinesischen Küche haben? Wer Hunde isst und tibetische Mönche meuchelt, dem ist einfach nicht zu trauen. Aber ist damit wirklich alles gesagt über die chinesische Küche insgesamt?

Die gibt es ebenso wenig wie man Labskaus nach Oberbayern oder Leberkäse auf Baltrum verorten würde. Das Bild der Deutschen über Chinas Küche speist sich von den ewiggleichen Nummern 17, 39 und 52, womit die Speisekarten der China-Restaurants hierzulande nummeriert sind, wohinter sich Chop Suey, Hühnchen süß-sauer, Schwein süß-sauer und Ente knusprig verbergen. Die Deutschen schätzen China-Restaurants, sonst gäbe es nicht so viele davon. Denn sie erfüllen mehrere deutsche Ansprüche: Es geht schnell, ist billig, es gibt immer viel und am Ende noch was umsonst, und wenn es nur ein Glückskeks ist. Einen weiteren Zulauf bescherte den Chinesen in letzter Zeit die Erfindung der „all you can eat“-Buffets, eine Art Flatrate beim Essen. Die sind bei den mehrheitlich dicken Deutschen sehr beliebt. Es schmeckt anders als im deutschen Gasthaus, aber doch zugleich nicht so exotisch, dass man Probleme mit dem Magen bekommt, und der niedrige Preis ist sowieso unschlagbar. Gebratene Hunde bekommen wir hier nicht untergejubelt, dafür bezahlen wir aber weniger als fürs Hundefutter. Denn nichts anderes ist der Großteil des in deutschen China-Lokalen serviertes Essen: billig, minderwertig und oft schlecht. Dass es nicht aus guten Zutaten bestehen kann, merkt jeder, der einmal nachrechnet, was man für die wenigen Euro, die es kostet, einkaufen kann.

Schade eigentlich. Denn die Küchen des Riesenreiches halten jeden Vergleich mit der französischen, italienischen oder japanischen Küche stand. Wenn man sie denn hierzulande nur einmal zu essen bekäme. Stattdessen gibt es das, was den Deutschen schmeckt, und was Chinesen dafür halten. „Was in unseren eigenen Gasthäusern seit Jahrzehnten größtenteils ausgestorben ist, nämlich der Dreiklang aus Vorsuppe, Hauptgericht und Dessert, hat sich an einer einzigen Stelle gehalten: im Chinarestaurant“, sagt Gunther Hirschfelder, Volkskundler an der Universität Bonn, der seit Jahren über die Essgewohnheiten verschiedener Gesellschaften forscht und publiziert.

China selbst hat eine hochintelligente Küche, auch wenn ein Teil der Klischees mit der Realität übereinstimmt: Chinesische Küche schreckt vor gar nichts zurück, nicht mal vor dem Verzehr noch lebender höherer Tiere. Chinesen essen eigentlich alles, was sich bewegt, und alles andere auch. „In anderen Ländern gilt: Je mehr Geld ich ausgeben, umso besser ist das Essen. In China gilt: Je mehr ich ausgebe, umso seltener ist das Tier, das ich esse. Wie in allen vormodernen Gesellschaften war Eiweiß stete Mangelware. Das wird nun mit Gewalt nachgeholt“, sagt Hirschfelder. Dass Chinesen Hunde essen oder kleine Äffchen, verursacht bei vielen westlichen Menschen Abscheu, Wut und Ekel, zumindest aber Unverständnis. Dabei haben die Chinesen, wie andere Asiaten auch, einfach ein anderes Verhältnis zu manchen Tieren. So essen Japaner ja auch Wale und Delfine, und wenn man sich darüber echauffiert, weisen sie mit Recht darauf hin, dass wir ja auch Kälber essen. Beides sind Säugetiere. Und so verstehen Chinesen die ganze Aufregung um den Verzehr jedweder Tierart nicht. Und bevor man darbt oder gar verhungert, isst man eben jede Form von tierischem Eiweiß. Zudem gab es stets einen Mangel an Feuerholz, und ohne kochendes Wasser sind viele Gemüse und Hülsenfrüchte nicht zuzubereiten geschweige denn zu essen. Fleisch bringt aber auch im rohen Zustand Energie. Gibt es kein Fleisch, macht Not bekanntlich erfinderisch: „Im Schatten des Himalaja wurde einst der Nasenschleim gesammelt und aufbewahrt, weil man ihn als Eiweißressource schätzte“, fand Hirschfelder heraus. Kein Wunder also, dass wir uns manchmal ekeln.

Aber Chinas Küche bietet natürlich noch viel mehr: Ein unerlässliches Hilfsmittel dazu sind Garpfannen. In denen wird mariniert (Yan), gedämpft (Zheng), gekocht (Chao), geschmort (Shao) „pfannengeschwenkt“ (liu), mit einem Teigmantel (Guahu), mit Stärkemantel (Shangjian) oder mit Maisstärke (gouqian) überzogen oder schließlich frittiert (Zha). Eine große Rolle spielen in Nordchina die verschiedenen Nudeln wie etwa Jiaozi (Ravioli), Ente (Kao Ya), und geschmorte Haifischflossen (Huang Shao Yu Chi). Die übrige chinesische Küche ist im Groben die des Ostens mit Spezialitäten wie Jakobsmuscheln in Drachenbrunnen-Tee (Long Jing Bei Pian) oder Spinatraviolo mit Tintenfisch (Po Jiao You Yu) unterteilt, dazu dann die Frühlingsrollen des Südens mit seiner Kanton-Küche, die am ehesten den Weg ins außerchinesische Ausland fand und in Bruchstücken auch in den Chinatowns in Amsterdam, New York und San Francisco verkommt. Zur Kanton-Küche zählt auch Rindfleisch mit Austernsauce (Hao You Niu Rou) oder das bekannte Schwein süß-sauer (Gu Lao Rou) und gedämpfter Graskarpfen (Qing Zheng San Jia Yu). Bei uns eher unbekannt ist die Küche von Chinas Westen mit Garnelen mit Wachteleiern (Chun Dan Yu Xiang Da Xia) und Seegurken mit Gurken und Möhren (Jia Chang Hai Chen). Viele dieser Gerichte gehen letztlich auf Yin Yi zurück, der neben seinem Beruf als Premierminister am Kaiserhof zur Shang-Zeit auch als Koch wirkte und vielen Chinesen als der kulinarische Urvater gilt. Yin Yi hatte es leicht: Er konnte bereits mit Bronze-Töpfe kochen, seine Vorfahren mussten noch mit Kochgeschirr aus Ton arbeiten, die leicht zerbrachen. Die Shang-Zeit war übrigens zwischen 1500 bis 1050 vor Christus. Wer meint, Chinesen seien verabscheuungswürdige Allesfresser, kann sich ja jetzt mal überlegen, was unsere Vorfahren zu der Zeit (und viele von uns 3500 Jahre später noch immer) wohl so alles gegessen haben.

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Australien

Noon Eclipse 2014

Rotwein · McLaren Vale · Grenache-Cuvée

85 % Grenache · 8 % Shiraz · 7 % Graciano McLaren Vale Eclipse alte Buschreben (1934/1943) Drew Noon MW 18 Monate Holz 2014

Der Noon Eclipse 2014 ist ein kultiger, old-school gemachter Grenache-Blend von uralten Buschreben aus McLaren Vale – in typischer Grenache-Manier nicht tief in der Farbe, aber betörend im Duft, mit verführerischen Gewürzen und reifer Frucht. Exotisch, tief und lang.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller. Zu jeder Ernte gibt Drew klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat.

Der Eclipse ist die Grenache-dominierte Cuvée des Guts, im Geist der großen Châteauneuf-du-Pape gemacht. Die Trauben stammen von uralten, wurzelechten Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934 und 1943) aus den estate-eigenen Blocks in McLaren Vale, ergänzt um etwas Shiraz und Graciano.

Jahrgang 2014 – McLaren Vale

Drew Noon zum 2014er: „Der diesjährige Wein stammt aus 85 % Grenache, 8 % Shiraz und 7 % Graciano. In typischer Grenache-Manier ist er nicht dunkel in der Farbe, aber er duftet herrlich, mit verführerischen Gewürzen und reifen Früchten. Es lohnt sich, ihn in einem großen Glas zu servieren, um den Genuss zu maximieren. Die Aromen sind sehr tief, um ein beeindruckendes strukturelles ‚Gerüst' angeordnet, mit schönen Tanninen im Finale. Exotisch, tief und lang – ein beeindruckender Eclipse." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 85 % Grenache, 8 % Shiraz und 7 % Graciano, Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Pressung von Hand in kleinen Korbpressen. Reife über rund 18 Monate in kleinen französischen und amerikanischen Fässern sowie großen Holzgebinden (Demi-muid, Foudre) – fast ausschließlich gebrauchtes Holz, nur ein kleiner Anteil neue Eiche für den Shiraz-Teil. Minimal-invasiv ausgebaut.

Im Glas

In typischer Grenache-Manier nicht tief in der Farbe, aber herrlich im Duft – mit verführerischen Gewürzen und reifer Frucht. Am Gaumen sehr tiefe Aromen, um ein beeindruckendes strukturelles Gerüst angeordnet, mit schönen, präsenten Tanninen im Finale. Exotisch, tief und lang.

Exotisch, tief und lang – ein beeindruckender Eclipse.

Am besten in einem großen Glas servieren, um den Genuss zu maximieren; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftig gewürzten Gerichten, zur Ente und zu Wild, zu geschmortem rotem Fleisch und reich gewürzten Casseroles sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); estate-eigene Blocks, wurzelechte Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934/1943), Trockenanbau
Klassifikation: McLaren Vale, Grenache-Cuvée (Eclipse), trocken
Ausbau: 85 % Grenache, 8 % Shiraz, 7 % Graciano; ~18 Monate in überwiegend gebrauchtem Holz (Barrique/Demi-muid/Foudre)

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Weine

Weingut Andres Königsbacher Ölberg Riesling 2023 BIO

Weißwein · Königsbach (Pfalz) · Riesling

Riesling Königsbacher Ölberg (Einzellage) Königsbach · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres sehr kühl · hoher Kalkanteil trocken · spontan vergoren großes Holzfass (Pfälzer Eiche) BIO · 2023

Der Weingut Andres Königsbacher Ölberg Riesling 2023 ist ein Lagen-Riesling aus einer sehr kühlen Lage mit besonders hohem Kalkanteil. Reife Frucht im Duft, fast ölig-kräftig im Geschmack, mit purer Mineralik am Gaumen – ein ganz großer, trockener Riesling.


Königsbacher Ölberg – Riesling vom Kalk

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Für diesen Riesling füllen sie die Einzellage Königsbacher Ölberg separat ab.

Die Lage ist eine sehr kühle mit besonders hohem Kalkanteil. Diese Kombination aus kühlem Kleinklima und kalkreichem Boden bringt einen Riesling von großer Mineralität, spürbarem Druck und lebendiger, salziger Frische hervor.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die sehr kühle, kalkreiche Lage und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und Präzision – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Königsbacher Ölberg, Jahrgang 2023; 100 % Riesling vom kalkreichen Boden.

Der Riesling wird spontan vergoren und anschließend im großen Holzfass aus Pfälzer Eiche ausgebaut. Diese schonende Machart bewahrt die kühle, kalkgeprägte Herkunft und verleiht dem Wein Struktur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Reife Frucht im Duft, fast ölig-kräftig im Geschmack, und am Gaumen ist die pure Mineralik spürbar. Steinfruchtaromen in „Geschmacks-Perfektion", jede Menge Druck am Gaumen und salzige Frische im Abgang. Ein ganz großer, trockener Riesling.

Reife Frucht, fast ölig-kräftig, mit purer Mineralik – Steinfrucht in „Geschmacks-Perfektion", jede Menge Druck am Gaumen und salzige Frische im Abgang. Ein ganz großer, trockener Riesling.

Ein kraftvoller, kalkgeprägter Lagen-Riesling mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Königsbacher Ölberg, Königsbach, Pfalz (Mittelhaardt); sehr kühle Lage mit besonders hohem Kalkanteil
Klassifikation: Lagen-Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung, Ausbau im großen Holzfass aus Pfälzer Eiche; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Frankreich

Dujac Morey St. Denis Monts Luisants 1er Cru 2023

Weißwein · Morey-Saint-Denis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Morey-Saint-Denis · 1er Cru Blanc Monts Luisants · Côte de Nuits 0,6 ha · ~300–343 m · Ostlage 2023

Der Morey-Saint-Denis Monts Luisants 1er Cru Blanc 2023 der Domaine Dujac ist eine Rarität: ein reinsortiger Chardonnay-Weißwein aus der ansonsten roten Côte de Nuits. Straff, kreidig und mineralisch, mit Birne, frischer Brotkruste und Zitrus – einer der schönsten Weißweine von Morey-Saint-Denis.


Les Monts Luisants – Weißwein-Rarität der Côte de Nuits

Les Monts Luisants liegt nordöstlich des Dorfes Morey-Saint-Denis, oben am steilen Hang (rund 24 % Neigung) auf 300 bis 343 Metern, in reiner Ostausrichtung – oberhalb und angrenzend an den Grand Cru Clos de la Roche. Der nur 60 bis 80 cm dünne Boden besteht aus reichlich kantigem Kalkkies in sandig-lehmiger Matrix über Comblanchien-Kalkstein und ist stark karbonathaltig.

Die Domaine Dujac bewirtschaftet hier rund 0,6 Hektar und erzeugt seit 2003 einen Chardonnay – einer der renommiertesten Weißweine der Gemeinde. Dujac, gegründet 1968 in Morey-Saint-Denis und heute von Jeremy, Diana und Alec Seysses geführt, arbeitet biologisch zertifiziert.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der zur straffen Art des Monts Luisants passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, von der 0,6 Hektar großen Dujac-Parzelle.

Vergärung und Ausbau erfolgen im Eichenfass, ganz im Stil des Guts – auf Balance zwischen Frucht, Schmelz und mineralischer Spannung ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase Birne, frisch gebackene Brotkruste, Zitrusöl, dazu Feuerstein und weiße Blüten. Am Gaumen mittelgewichtig, straff und kreidig, getragen von einer klaren Säureachse. Spannung und Kraft, gemildert von Volumen – ein langer, salziger Abgang.

Birne, Brotkruste und Feuerstein über kreidig-straffem Gaumen – eine seltene Weißwein-Größe der Côte de Nuits.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Steinbutt und edler Fisch, Geflügel in heller Sauce, weißer Spargel, Kalbsbries, dazu gereifter Comté. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Monts Luisants, Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); kalkige Kiesböden über Comblanchien-Kalk, Steilhang ~300–343 m, Ostlage, 0,6 ha
Klassifikation: Morey-Saint-Denis Premier Cru (Blanc)
Ausbau: Chardonnay; Vergärung und Ausbau im Eichenfass

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Schaumweine

Mabe Composition I Brut Nature

Champagner · Meunier & Chardonnay · Brut Nature

Mabe Composition I Brut Nature markiert den Auftakt im noch jungen Hause Mabe – und wirkt im Glas erstaunlich ernsthaft und fein. Die Cuvée vereint 60 % Meunier und 40 % Chardonnay aus dem Grand Cru Oger. Spontan vergoren und ohne Dosage abgefüllt, zeigt sie eine unverfälschte Handschrift. Im Glas geradlinig, kühl und fokussiert.


Bonneil & Oger

Die Meunier-Basis stammt aus der Parzelle „Les Petits Prévosts" in Bonneil im Vallée de la Marne (Guillaume Marteaux), der Chardonnay aus dem Grand-Cru-Dorf Oger in der Côte des Blancs (von Vincey). Zwei Terroirs, die kühle Frucht und markante Spannung in die Cuvée bringen.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 60 % Meunier und 40 % Chardonnay. Die Vergärung erfolgt spontan, der Ausbau im Holz mit zurückhaltendem Neuholzeinsatz. Abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature – für eine unverfälschte Handschrift.

Im Glas

Helles Gold mit seidiger, pointierter Perlage. Eine klar gezeichnete, geradlinige Cuvée mit kühler Frucht und markanter Spannung. Das Gesamtbild wirkt vibrierend und fokussiert, der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Bonneil (Vallée de la Marne) & Oger (Grand Cru, Côte des Blancs), Champagne
Klassifikation: Champagne AOC – Brut Nature
Ausbau: Spontangärung, Holzausbau (wenig Neuholz), ohne Dosage

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Weine

Domaine des Sénons Fracta Corda Pinot Noir 2022 BIO

Rotwein · Yonne · Pinot Noir

Pinot Noir IGP Yonne Lage Fracta Corda Kalk & Feuerstein 2022 · Bio (FR-BIO-01)

Der Fracta Corda Pinot Noir 2022 der Domaine des Sénons stammt aus einer Einzellage im Sénonais bei Sens (IGP Yonne). Rote Beeren, Gewürze und ein Hauch Lakritz treffen auf eine salzig-kalkige Mineralität; am Gaumen verbindet er Cremigkeit und Frische – ein wahrer Charmeur aus biologischem Anbau.


Fracta Corda – Kalk und Feuerstein im Sénonais

Die Domaine des Sénons liegt im Sénonais rund um Sens im äußersten Norden Burgunds (Yonne) und belebt das historische Weinland der Region neu. Die Einzellage Fracta Corda besteht aus Kalkstein, durchzogen von Feuerstein-Formationen; ein sandig-lehmiger Obergrund sorgt für eine ausgewogene Balance dieses besonderen Bodens.

Diese Bodenmischung prägt die salzig-kalkige, leicht rauchige Mineralität des Weins. Gearbeitet wird biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2022 – Yonne

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – passend zum charmanten, zugleich frischen Stil dieses Pinot Noir.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, aus biologischem Anbau (FR-BIO-01), mit minimalem Kellereingriff.

Ein Teil reift im Holzfass, der Rest im Tank; anschließend werden beide harmonisch miteinander verschnitten. Das verbindet Cremigkeit und Frische.

Im Glas

In der Nase rote Beeren, Gewürze, ein Hauch Lakritz, unreife Erdbeeren und Veilchenpastillen. Am Gaumen Kalk, Salz und Frische, eine leichte Rauchigkeit, dezente Himbeerfrucht und etwas Speck. Subtil und fein der lange Nachhall.

Rote Beeren, Lakritz und Veilchenpastillen über salzig-kalkiger Mineralität – cremig, frisch und ein wahrer Charmeur.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie und Gerichte mit Speck, Pilze, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter.


Lage: Fracta Corda, Sénonais bei Sens (Yonne); Kalkstein mit Feuerstein, sandig-lehmiger Obergrund
Klassifikation: IGP Yonne; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Pinot Noir; teils Holzfass, teils Tank, anschließend verschnitten; minimaler Kellereingriff

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Feinkost

Vigilante Sardinas den aceite vegetal - Sardinen in Pflanzenöl

Feinkost · Sardinen · Spanien

Vigilante Sardinas en Aceite Vegetal sind Sardinen in Pflanzenöl – ein herzhafter, unkomplizierter Klassiker der Vorratskammer.


Herkunft / Spanien

Konservierte Sardinen gehören zu den beliebten Meereskonserven Spaniens. In Pflanzenöl eingelegt, bleiben sie saftig und sind vielseitig einsetzbar. Hier von der Marke Vigilante.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Sardinen, eingelegt in Pflanzenöl. Das Öl hält den Fisch saftig und bewahrt sein kräftiges, meeriges Aroma. (Genaue Zutatenliste laut Etikett.)

Geschmack

Herzhaft und vollmundig, mit dem typisch kräftigen Sardinenaroma. Saftige, zarte Textur, abgerundet vom Öl.

In der Küche

Direkt aus der Dose oder kurz erwärmt genießen.

Ideal: auf geröstetem Brot, in Salaten, zu Reis und Kartoffeln, in Pasta oder als herzhafte Tapa.


Hersteller: Vigilante (Spanien)
Produkt: Sardinas en Aceite Vegetal – Sardinen in Pflanzenöl
Zutaten: Sardinen, Pflanzenöl, Salz (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Spanien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 01.01.2028

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Rebsorten

Conte di Campiano Appassimento Negroamaro

Rotwein · Negroamaro · Appassimento · Puglia · Italien

Conte di Campiano Appassimento Negroamaro ist ein kräftiger Rotwein aus 100 % Negroamaro nach der Appassimento-Methode: Die Trauben werden nach der Lese angetrocknet, um die Zuckerkonzentration in den Beeren zu erhöhen. Im Glas dunkel orange-rot schimmernd, mit viel Power.


Puglia

Negroamaro ist die klassische Rotweinsorte des Salento in der Region Puglia (Apulien). Das warme, mediterrane Klima bringt vollreife, kraftvolle Trauben hervor, die sich besonders gut für den Appassimento-Stil eignen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Negroamaro und wird nach der Appassimento-Methode erzeugt: Die Trauben werden nach der Lese angetrocknet, was Zucker, Konzentration und reife Frucht verstärkt. Das Ergebnis ist ein kraftvoller Wein mit weichen Tanninen.

Im Glas

Dunkel orange-rot schimmernd. Im Bouquet intensiver Duft nach reifen Pflaumen, Zartbitterschokolade und Kräutern. Am Gaumen sehr kräftig und voller Power, mit langem Abgang und weichen Tanninen.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: dunkles Fleisch, Schmorgerichte, Grillfleisch und gereifter Käse.


Lage: Puglia / Salento (Italien)
Klassifikation: Negroamaro – Appassimento (Puglia)
Ausbau: 100 % Negroamaro, Appassimento (angetrocknete Trauben)

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Deutschland

Ellermann Spiegel Pinot Noir GOLDKAPSEL trocken 2023

Rotwein · Spätburgunder · Pfalz · Goldkapsel

Ellermann-Spiegel Pinot Noir Goldkapsel ist ein trockener Spätburgunder aus der Spitzenlinie des Weinguts Ellermann-Spiegel in der Pfalz. Aus selektierten Burgunder-Klonen, über zwei Jahre im Barrique ausgebaut und unfiltriert abgefüllt – puristisch, facettenreich und klar.


Pfalz

Die Familie Spiegel liebt Pinots aus dem Burgund. Für den Goldkapsel-Spätburgunder wurden die besten Pinot-Klone selektiert und in die Pfälzer Weinberge bei Kleinfischlingen gepflanzt. Die Goldkapsel kennzeichnet die Spitzenweine des Hauses, aus selektiver Lese.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Spätburgunder (Pinot Noir). Nach selektiver Handlese reift der Wein über zwei Jahre in kleinen Barriquefässern. Die Abfüllung erfolgt schonend und unfiltriert, was Tiefe und Textur bewahrt.

Im Glas

Puristisch und klar. In der Nase zarte Holzaromen, etwas Fichte und Brioche, dazu Veilchen, Brombeere und Himbeere. Am Gaumen wilde Beerenfrucht mit knackiger Säurestruktur und erdigen Noten von Tabak, Leder, Erde und Pilz. Das Finale ist lang, filigran und vibrierend.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; etwas Luft oder eine Karaffe öffnen den Wein. Ein feiner, ausdrucksstarker Pinot für anspruchsvolle Begleitung.

Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein (Goldkapsel) – Rotwein (trocken)
Ausbau: über 2 Jahre im Barrique, unfiltriert

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