Ruinöses Schlemmen Teil 1: Arzak – San Sebastian

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1 Gedanke zu „Ruinöses Schlemmen Teil 1: Arzak – San Sebastian“

  1. >wieso ruinöses Schlemmen? Ich finde Arzak ist im Vergleich zu Ducasse und Veyrat geradezu ein Discounter!

    Ich liebe Arzak, zeit Jahrzehnten gleichbleibend gut!

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Weine

Maxim Crotet Mâcon Peronne 2025

Weißwein · Mâconnais · Mâcon-Péronne

Chardonnay Mâcon-Péronne 2025 Mâconnais Kein Traktorzugang Ein Jahr Barrique auf der Feinhefe Bâtonnage

Der Mâcon-Péronne 2025 von Maxime Crotet ist ein reinsortiger Chardonnay aus dem zentralen Mâconnais, gewonnen aus einer Parzelle, die so schmal geschnitten ist, dass kein Traktor hineinfährt. Crotet arbeitet seit 2021 als Négociant-Vinificateur in Beaune, nach acht Jahren bei Frédéric Cossard in Saint-Romain. Von seinen Bourgogne-Blanc-Cuvées unterscheidet sich dieser Wein vor allem im Ausbau: ein volles Jahr im Barrique auf der Feinhefe, mit regelmäßigem Bâtonnage.


Mâcon-Péronne – Jurakalk im Tal des Bicheron

Die Appellation Mâcon-Péronne besteht seit dem 31. Juli 1937 und umfasst drei Gemeinden im zentralen Mâconnais: Péronne, Saint-Maurice-de-Satonnay und Clessé, alle im Tal des Bicheron gelegen. Sie ist klar weißweingeprägt: Auf 104 Hektar Chardonnay kommen ganze 1,4 Hektar Gamay für Rot und Rosé – rund 738.000 Flaschen im Jahresschnitt, fast ausschließlich weiß.

Geologisch ist das Gebiet uneinheitlich, und genau darin liegt sein Reiz. Die Formationen reichen von pliozänem Ton und Konglomerat bis zu kiesigen Mergelkalken des unteren Jura, deren Alter bei rund 200 Millionen Jahren liegt. Die Hänge sind nicht auf eine Himmelsrichtung festgelegt, sondern öffnen sich nach Süden, Norden, Osten und Westen – anders als an der Côte d'Or, wo der Hang als durchgehende Ostflanke verläuft.

Der Bodenwechsel schlägt sich direkt im Glas nieder: Auf kalkdominierten Parzellen fällt die Frucht reifer und runder aus, auf feuersteinhaltigen Böden dagegen floraler und straffer, mit Noten von Anis, Buchsbaum und trockener Macchia. Für einen Erzeuger, der nach Parzellen sucht statt nach Etiketten, ist das Mâconnais deshalb interessanter als sein Ruf als Zulieferregion vermuten lässt.

Jahrgang 2025 – Mâconnais

Der Mâconnais liest im Burgund traditionell zuerst, und 2025 fiel dieser Start noch früher aus als ohnehin üblich. Auf einen milden Winter folgten ein warmer Frühling und ein trockener, sonniger Sommer; der Vegetationszyklus lief durchgehend vor dem Kalender, die Lese begann in weiten Teilen Frankreichs zwei bis drei Wochen vor den gewohnten Terminen. Eine Hitzewelle Mitte August zog die Reife noch einmal an.

Prägend war der Trockenstress der Sommermonate: Die Beeren blieben klein, der Reifeverlauf innerhalb einzelner Parzellen fiel ungleichmäßig aus, was vielerorts zu gestaffelter Lese in mehreren Durchgängen zwang. Für die Erträge bedeutete das im Burgund insgesamt eine deutliche Erholung gegenüber dem sehr kleinen Jahrgang 2024, regional allerdings mit erheblichen Schwankungen und lokalen Hagelschäden im Frühjahr. Qualitativ zeigt der Chardonnay 2025 gut kalibrierte Reifegrade bei erhaltener Säure – mineralische Spannung statt Fülle, ein Profil, das eher auf Struktur als auf Opulenz hinausläuft.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Chardonnay, Jahrgang 2025. Die Trauben stammen von einer besonders schmalen Parzelle ohne Traktorzugang – vom Rebschnitt über die Laubarbeit bis zur Lese läuft dort jeder Arbeitsgang von Hand. Solche Parzellen sind der Grund, warum Crotets Modell als Négociant funktioniert: Er kauft Trauben von Winzern, deren Arbeitsweise er kennt, und bekommt dadurch Zugriff auf Flächen, die er als Quereinsteiger ohne Familienbesitz nie hätte erwerben können.

Der Ausbau unterscheidet diesen Wein von den Bourgogne-Blanc-Cuvées des Hauses: rund ein Jahr im Barrique auf der Feinhefe, begleitet von regelmäßigem Bâtonnage. Das Aufrühren der Feinhefe baut Textur und Cremigkeit auf, ohne dass Holzaroma dominiert – die Fässer sind nicht neu. Vergoren wird spontan mit den traubeneigenen Hefen, ohne Reinzuchthefe und ohne Enzyme; Schwefel kommt nur in minimaler Menge bei der Abfüllung dazu.

Im Glas

Helles Gelb mit goldenem Kern. In der Nase Zitrusfrucht und Steinobst – Pfirsich, Mirabelle –, dazu weiße Blüten und ein Hefeton aus dem langen Feinhefelager. Am Gaumen saftig und breiter angelegt als ein reiner Stahlausbau, die Cremigkeit kommt vom Bâtonnage, nicht vom Holz. Die Säure hält den Wein trotzdem geradlinig, das Holz bleibt eine Randnotiz. Der Abgang ist frisch und mittellang.

Die Parzelle ist so schmal, dass kein Traktor hineinpasst – jeder Arbeitsgang vom Schnitt bis zur Lese läuft von Hand.

Servieren bei 10 bis 12 °C. Der Wein ist jung zugänglich und über rund fünf Jahre auf seinem Niveau; das Feinhefelager gibt ihm mehr Reserve, als man einem Mâcon üblicherweise zutraut. Bei minimaler Schwefelung gehört er kühl und konstant gelagert.

Am Tisch

Zu Ziegenkäse – dem klassischen Partner der Region –, zu gegrilltem Hähnchen, zu Süßwasserfisch wie Zander und Forelle. Auch zu Kalbfleisch in heller Sauce, zu Pilzgerichten und zu Quiche. Ein Wein, der Alltagsgerichte trägt, ohne sie zu überfordern.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte Chardonnay
Herkunft Mâcon-Péronne, zentrales Mâconnais
Klassifikation AOC Mâcon-Péronne, anerkannt 1937
Jahrgang 2025
Vinifikation Spontangärung mit traubeneigenen Hefen · Handlese · keine Reinzuchthefe
Ausbau Rund 12 Monate Barrique auf der Feinhefe · regelmäßiges Bâtonnage · kein neues Holz
Schwefelung Minimal bei der Abfüllung
Trinkempfehlung 2026–2031
Boden Kiesiger Mergelkalk des unteren Jura · pliozäner Ton und Konglomerat
Bewirtschaftung Reine Handarbeit, Parzelle ohne Traktorzugang

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Spirituosen

Valverde Grappa di Barolo Stravecchia in botti di rovere

Spirituose · Grappa · Barolo · Italien

Valverde Grappa di Barolo Stravecchia ist ein piemontesischer Grappa aus der Nebbiolo-Traube. Der Trester wird bei Roberto Dellavalle getrennt in kleinen Destillierblasen gebrannt, um die natürliche „Blume" der Trauben zu bewahren – ein sehr sortentypischer, weicher Grappa.


Herkunft / Piemont

Grappa ist der klassische italienische Tresterbrand. Diese Grappa stammt vom Nebbiolo aus der Barolo-Zone des Piemont – jener noblen Sorte, aus der der „König der Weine" entsteht. Hier von Valverde, gebrannt bei Roberto Dellavalle.

Trester und Destillation

Destilliert aus dem Trester von Nebbiolo-Trauben der Barolo-Zone. Die Trester werden getrennt in kleinen Destillierblasen schonend gebrannt, was die feine, sortentypische Aromatik („Blume") bewahrt. Als Stravecchia reift die Grappa besonders lange in Eichenfässern (botti di rovere) und wird dadurch weich und vielschichtig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase sortentypisch und weinig, mit Anklängen von Trockenfrüchten, Gewürzen, Vanille und Holz. Am Gaumen vollmundig und sehr weich, mit feiner Würze, sanfter Holznote und langem, wärmendem Abgang.

Pur genießen

Bei Zimmertemperatur in einem Grappa-Glas servieren – als edler Digestif.

Ideal: pur nach dem Essen oder als „Caffè corretto" zum Espresso.


Herkunft: Piemont / Barolo-Zone (Italien); Valverde (gebrannt bei Roberto Dellavalle)
Art: Grappa (Stravecchia, lange fassgereift)
Grundlage: Trester der Nebbiolo-Traube (Barolo, sortenrein)
Reifung: lange in Eichenfässern (botti di rovere)

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Weine

Tentenublo tinto Rioja 2022 BIO

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

Tempranillo-Feldblend Tinto DOCa Rioja (Alavesa) Viñaspre · Höhenlage 600–700 m Tentenublo (Roberto Oliván) Kalkmergel & Sandstein gebrauchtes Barrique · BIO 2022

Der Tentenublo Tinto Rioja 2022 ist ein sehr eleganter und feinstrukturierter Rioja, wie es sie sonst eigentlich kaum gibt. Einem Burgunder nicht ungleich, wenn auch die stark reifen Kirschnoten und die Kraft am Gaumen an einen südländischen Wein erinnern – die perfekte Mischung aus Speisebegleiter und sinnlichem Meditationswein.


Tentenublo – Höhen-Rioja aus Viñaspre

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván, einem Winzer der neuen Generation der Rioja. In seinem Heimatdorf Viñaspre und im benachbarten Lanciego – im baskischen Teil der Region, der Rioja Alavesa – bewirtschaftet er in vierter Generation rund zehn Hektar, verteilt auf zahlreiche winzige Parzellen mit 15 bis über 100 Jahre alten Reben. Der Name „Tentenublo" bezeichnet das Läuten der Glocken, mit dem in Rioja-Dörfern Hagelstürme abgewehrt werden sollen.

Die Weinberge liegen auf den „replanos", den Hochebenen in 600 bis 700 Metern Höhe, mit kargen Böden aus Kalkmergel und Sandstein. Die Höhe, die kühle Bergluft und der stete Wind halten die Reben gesund und bewahren Frische und Mineralität. Oliván arbeitet biologisch und minimalistisch und pflegt die Rioja-Tradition, rote und weiße Sorten gemeinsam als Feldblend auszubauen – das gibt seinen Rotweinen ihre unverwechselbare Spannung.

Jahrgang 2022 – Rioja

2022 war in der Rioja ein warmer, trockener Jahrgang, der reife, konzentrierte Trauben hervorbrachte. Die Höhenlagen von Viñaspre mit ihren kühlen Nächten und der minimalistische Stil von Roberto Oliván bewahrten dennoch Frische, Klarheit und eine feine Säure – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Assemblage und Ausbau

Feldblend, überwiegend Tempranillo, ergänzt durch Garnacha und einen kleinen Anteil weißer Sorten (Viura, Malvasía), Jahrgang 2022, trocken.

Die Trauben werden teilweise entrappt und spontan mit den eigenen Hefen vergoren. Anschließend reift der Wein rund neun Monate im Barrique aus gebrauchten französischen Fässern – so tritt das Holz zurück und stellt Frucht und Terroir in den Vordergrund. Frucht, Alkohol und der Barriqueausbau sind dabei perfekt ausbalanciert. Gearbeitet wird biologisch und mit minimalem Schwefeleinsatz. Gesamtproduktion: 7.583 Flaschen.

Im Glas

Ein sehr eleganter und feinstrukturierter Rioja, wie es sie sonst eigentlich kaum gibt. Einem Burgunder nicht ungleich, wenn auch die stark reifen Kirschnoten und die Kraft am Gaumen an einen südländischen Wein erinnern. Frucht, Alkohol und der Barriqueausbau (gebrauchte Fässer) sind perfekt ausbalanciert und treffen die richtige Mischung aus perfektem Speisebegleiter und sinnlichem Meditationswein. Lang und harmonisch. Der Abgang rundet ein insgesamt perfektes Gesamtbild ab.

Sehr elegant und feinstrukturiert, einem Burgunder nicht ungleich – reife Kirschnoten und Kraft am Gaumen, perfekt ausbalanciert. Lang und harmonisch.

Sowohl jung ein Genuss als auch mit einigen Jahren Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ibérico und gegrilltem Lamm, zu Schmorgerichten und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem Käse.


Lage: Viñaspre und Lanciego, Rioja Alavesa (Spanien); Höhenlagen 600–700 m auf Kalkmergel und Sandstein; alte Reben (15 bis über 100 Jahre)
Klassifikation: DOCa Rioja; Feldblend, überwiegend Tempranillo mit Garnacha und weißen Sorten (trocken)
Ausbau: teilweise entrappt, Spontangärung, ~9 Monate in gebrauchten französischen Fässern, minimaler Schwefel; biologisch (ES-ECO-026-VAS); 7.583 Flaschen

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Rebsorten

Quattro Conti Primitivo Manduria Gold

Rotwein · Primitivo di Manduria · Puglia · Italien

Conti Zecca Quattro Conti Primitivo di Manduria Gold ist ein vollmundiger Rotwein aus dem sonnenverwöhnten Apulien im Süden Italiens. Die Gold-Selektion besteht zu 85 % aus Primitivo und zu 15 % aus autochthonen Rebsorten Apuliens. Intensiv rot in der Farbe, mit reifer Frucht und Kräuternoten. Samtig und voll im Mund, mit guter Struktur und wärmenden Tanninen.


Primitivo di Manduria

Manduria liegt im Salento im Süden Apuliens und gilt als Heimat des Primitivo. Das warme, sonnenreiche Klima und die kalkhaltig-roten Böden bringen reife, konzentrierte Trauben hervor – Basis für vollmundige, kraftvolle Rotweine.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht zu 85 % aus Primitivo und zu 15 % aus autochthonen Rebsorten Apuliens. Der Ausbau verleiht dem Wein Fülle, Struktur und seine wärmenden Tannine.

Im Glas

Intensives Rot. In der Nase reife Früchte und Kräuter. Am Gaumen samtig und voll, mit guter Struktur, wärmenden Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Schmorgerichte, gegrilltes Fleisch und gereifter Hartkäse.


Lage: Manduria, Puglia (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOC
Ausbau: 85 % Primitivo, 15 % autochthone Sorten

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USA

Cayuse Camaspelo 2017

Rotwein · Bordeaux-Cuvée · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Camaspelo 2017 ist die seltene Bordeaux-Cuvée des Kultweinguts Cayuse aus dem Walla Walla Valley. Der Jahrgang 2017 zeigt sich duftig und ätherisch: rote und schwarze Johannisbeere, Röstgewürze und blumige Noten über seidigen Tanninen – eine Cuvée von großer Balance und Eleganz.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im „Rocks District of Milton-Freewater“ im Walla Walla Valley – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, erkannte in diesen Steinböden ein Terroir wie in den großen französischen Appellationen. Er bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und keltert daraus charaktervolle, eigenständige Weine.

Assemblage und Ausbau

Camaspelo ist eine Cuvée im Bordeaux-Stil aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot vom Jahrgang 2017. Der Wein reift im Barrique aus französischer Eiche, das ihm Struktur und feine Würze gibt, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot mit violettem Rand. In der Nase rote und schwarze Johannisbeere, Himbeere und Brombeere, dazu Röstgewürze, Holzrauch, weißer Pfeffer, getrocknete Blüten und ein Hauch grüner Tabak. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, konzentriert und zugleich leichtfüßig, mit harmonischer Säure, feiner Salzigkeit und seidigen Tanninen. Sehr langer, duftiger Nachhall.

Am Tisch

Jetzt mit Genuss zu trinken und weiter lagerfähig. Vorher dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Steak, Lamm, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Bordeaux-Cuvée
Jahrgang: 2017
Ausbau: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot; Barrique (französische Eiche)

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Rebsorten

J. J. Prüm Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett 2023

Weißwein · Wehlen (Mosel) · Riesling

Riesling Wehlener Sonnenuhr Kabinett · fruchtig süß J.J. Prüm · Wehlen VDP.Große Lage reiner Devonschiefer Steilhang 60–100 % 2023

Der J.J. Prüm Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett 2023 ist ein Klassiker von der Mosel: filigran, feinfruchtig und elegant, aus einer der berühmtesten Riesling-Lagen der Welt. Perfekt ausbalanciert mit feiner Restsüße und tollem Reifepotenzial.


Wehlener Sonnenuhr – VDP.Große Lage von Weltklasse

Das Weingut J.J. Prüm in Wehlen zählt zu den weltberühmten Namen der Mosel – Inbegriff langlebiger, fruchtsüßer Rieslinge von großer Finesse. Der Stil ist unverkennbar: kühle Gärung, dezente Spontannote in der Jugend, geringe Alkoholgrade und ein filigranes Spiel aus Frucht, Süße und rassiger Säure.

Die Wehlener Sonnenuhr erstreckt sich gegenüber von Wehlen entlang der Mosel, mit einer Hangneigung von 60 bis 100 Prozent. Die Reben wachsen auf reinem Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, zwischen 110 und über 320 Metern, großenteils in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die lange Sonnenscheindauer und die starke Wärmereflexion von Boden und Mosel schaffen ein einzigartiges Mikroklima. Die historische Sonnenuhr, 1842 von Jodocus Prüm erbaut, ist Wahrzeichen und Namensgeberin zugleich.

Jahrgang 2023 – Mosel

2023 war an der Mosel ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Sorgfältige Selektion in den Steillagen sicherte gesundes, präzises Lesegut – ideale Voraussetzungen für einen filigranen, feinfruchtigen Kabinett mit klarer Schiefermineralität und tänzelnder Säure.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling-Kabinett (Prädikatswein) aus der VDP.Großen Lage Wehlener Sonnenuhr, Jahrgang 2023; 100 % Riesling vom reinen Devonschiefer.

Der Wein wird im typischen, kühlen Stil des Hauses vinifiziert und in seiner Gärung so geführt, dass eine feine, natürliche Restsüße im Gleichgewicht zur tänzelnden Säure erhalten bleibt. So entsteht ein filigraner, glockenklarer und sehr langlebiger Kabinett.

Im Glas

Ein filigraner, feinfruchtiger Moselklassiker: saftiger Pfirsich, Zitrus und florale Noten treffen auf eine tänzelnde Säure und kühle Schiefermineralität. Am Gaumen elegant und perfekt ausbalanciert, mit feiner Restsüße und einem langen, mineralischen Nachhall.

Saftiger Pfirsich, Zitrus und florale Noten treffen auf tänzelnde Säure und kühle Schiefermineralität – elegant und perfekt ausbalanciert, mit feiner Restsüße.

Ein filigraner, sehr langlebiger Mosel-Kabinett. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer und thailändischer Küche, zu leicht scharfen Currys sowie zu Obst-Desserts und mildem, cremigem Käse.


Lage: Wehlener Sonnenuhr (VDP.Große Lage), gegenüber Wehlen, Mosel; Steilhang 60–100 %, 110 bis über 320 m; reiner Devonschieferverwitterungsboden, großenteils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Kabinett, Prädikatswein, VDP.Große Lage, Mosel (fruchtig süß); 100 % Riesling
Ausbau: kühle Vinifikation im Stil des Hauses, feine natürliche Restsüße

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Rebsorten

Jean-Marc Vincent Puligny Montrachet Corvées des Vignes 2024

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet (Village) Einzellage Corvées des Vignes Jean-Marc Vincent Reben > 40 Jahre Schlicksand über Kalkstein nur 0,25 ha 2024

Eine winzige Parzelle, ein großer Wein: Der Jean-Marc Vincent Puligny-Montrachet „Corvées des Vignes" 2024 stammt von gerade einmal 0,25 Hektar mit über vierzig Jahre alten Chardonnay-Reben. Würzig, präzise salzig-mineralisch und mit unendlicher Dichte am Gaumen – ein kleines Meisterwerk aus einer der mystischsten Weißwein-Appellationen der Welt.


Corvées des Vignes – salzige Präzision aus Puligny

Puligny-Montrachet liegt an der Côte de Beaune und ist weltberühmt für seine Weißweine aus Chardonnay; vier Grand-Cru- und 17 Premier-Cru-Lagen haben hier ihre Heimat. Der Ruf der Appellation gründet auf dem Terroir: kalksteinreiche Böden und ein spezifisches Klima verleihen den Weinen eine feine Mineralität und feste Struktur, die sie klar von den Nachbardörfern Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Die Lage „Corvées des Vignes" ist eine kleine Village-Parzelle am Rand der Appellation. Der Rebbestand aus über vierzig Jahre alten Chardonnay-Stöcken gedeiht auf feinem Schlicksand über Kalkstein – die Grundlage für die salzig-mineralische Präzision und die Dichte dieses Weins.

Jahrgang 2024 – Puligny-Montrachet

2024 war im Burgund ein kühleres, feuchtes Jahr. Auf einen milden, nassen Winter folgte ein früher Austrieb; das feucht-kühle Frühjahr brachte Frost, Hagel und hohen Krankheitsdruck sowie eine uneinheitliche Blüte. Der trockenere Sommer ließ die Trauben langsam und spät reifen – die Lese erfolgte unter strenger Selektion, die Erträge fielen teils dramatisch aus. Die Weißweine zeigen sich entsprechend klar und fein gezeichnet, mit pikanter Frische, kühler Eleganz und merklich mehr Säurespannung als in den warmen Vorjahren.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, Puligny-Montrachet (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg von Hand, mit konsequent niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Würzig, präzise salzig-mineralisch, fest in der Traubenfrucht und lang und frisch im Nachhall: Dieser Puligny besitzt eine unendliche Dichte und ist am Gaumen unwiderstehlich – fein, zugleich kraftvoll und lang anhaltend. Ein kleines Meisterwerk.

Unendliche Dichte, salzige Präzision, unwiderstehlich am Gaumen – ein kleines Meisterwerk.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Ein klassischer Begleiter zu edlem Fisch und Meeresfrüchten – Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Hummer –, ebenso zu Geflügel in heller Sauce oder gereiftem Hartkäse.


Lage: Puligny-Montrachet, Einzellage Corvées des Vignes (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); ca. 0,25 ha, feiner Schlicksand über Kalkstein; Reben > 40 Jahre
Klassifikation: AOC Puligny-Montrachet (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; handwerklicher Weinbau

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Weine

Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2021

Weißwein · Roxheim (Nahe) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Höllenpfad im Mühlenberg VDP.Großes Gewächs Dönnhoff Roxheim · Nahe roter Sandstein (Rotliegendes) · Fels älteste Reben · ~30–40 hl/ha trocken · 2021

Der Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2021 stammt aus dem felsigen Kernstück der Roxheimer Steillage Höllenpfad – von den ältesten Rieslingreben des Guts. Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling von großer Eleganz.


Höllenpfad im Mühlenberg – rotes Gestein in Roxheim

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Der Höllenpfad liegt in Roxheim, in einem kühlen Seitental hinter Bad Kreuznach – anders als die Schiefer- und Vulkanlagen an der mittleren Nahe.

Die steile Lage ist von rotem Sandstein des Rotliegenden geprägt; die rötliche Erde speichert Wärme und gab dem „Höllenpfad" seinen Namen. Das GG stammt aus dem felsigen Kernstück „im Mühlenberg", wo die ältesten Rieslingreben des Guts stehen. Der karge, eisenhaltige Fels bringt kleine, dickschalige Beeren mit intensiver, feinwürziger Aromatik hervor; die Erträge liegen bei rund 30–40 hl/ha.

Jahrgang 2021 – Nahe

2021 war an der Nahe ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Der wärmespeichernde rote Sandstein und die alten Reben bewahrten Reife und Fülle, während das kühle Jahr für Frische, Würze und Spannung sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Höllenpfad im Mühlenberg (Roxheim), Jahrgang 2021; 100 % Riesling von rotem Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels.

Nach 100 % selektiver Handlese wird der Wein schonend verarbeitet und reift teils im Edelstahltank, teils in großen Holzfässern. Das Große Gewächs kommt erst im September des Folgejahres in den Verkauf.

Im Glas

Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling: rote und gelbe Frucht nach Erdbeere, Johannisbeere und saftigem Pfirsich, dazu Quitte, ein Hauch Rosmarin und eine warme, eisig-steinige Mineralität. Am Gaumen mit salzigem Grip, druckvoll und spannungsgeladen, mit weicher Textur, lebendiger Säure und einem langen, mineralischen Nachhall.

Erdbeere, Johannisbeere und saftiger Pfirsich über Quitte, Rosmarin und warmer, steiniger Mineralität – mit salzigem Grip, druckvoll und spannungsgeladen, weicher Textur und langem, mineralischem Nachhall.

Ein tiefgründiger, langlebiger Nahe-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Höllenpfad im Mühlenberg (VDP.Große Lage), Roxheim, Nahe; steile Südlage; roter Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels, eisenhaltig; älteste Reben des Guts, ~30–40 hl/ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Nahe (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: 100 % selektive Handlese, schonende Verarbeitung, Reife teils im Edelstahltank, teils im großen Holzfass

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