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11. Dezember 2008

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Frankreich

Dujac Echézeaux Grand Cru 2022

Rotwein · Echézeaux Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Echézeaux · Grand Cru Flagey-Echézeaux Côte de Nuits 2022

Der Echézeaux Grand Cru 2022 der Domaine Dujac ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der großen Lagen der Côte de Nuits. Echézeaux liegt am vollmundigen Ende des Burgunder Spektrums: rote Frucht, Würze und Unterholz, feines Tannin und Tiefe – im Stil dieser Ikone.


Echézeaux – Grand Cru in Flagey-Echézeaux

Echézeaux liegt an den Hängen oberhalb des Clos de Vougeot in der Gemeinde Flagey-Echézeaux, nördlich von Vosne-Romanée. Mit rund 37 Hektar ist das Climat groß für einen Grand Cru und in elf Lieux-dits mit etwa 80 Eigentümern aufgeteilt; größter Besitzer ist die Domaine de la Romanée-Conti. Die besten Terroirs – etwa Echézeaux du Dessus, Les Poulaillères und En Orveaux – liegen mit steinigen, dünnen Böden am oberen Mittelhang.

Die Weine sind reinsortiger Pinot Noir mit roter Frucht, Würze, Unterholz, guten Tanninen und Lagerfähigkeit. Die Domaine Dujac aus dem benachbarten Morey-Saint-Denis zählt zu den Ikonen der Côte de Nuits und arbeitet biologisch.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem Echézeaux Tiefe und Struktur gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Im Stil von Dujac wird ein Teil als ganze Traube vergoren; die Gärung verläuft langsam in den kühlen Kellern. Anschließend reift der Wein im Holzfass – ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Rote Frucht, feine Würze und Unterholz prägen die Nase. Am Gaumen vollmundig und zugleich elegant, mit feinem Tannin, Tiefe und langem Abgang.

Rote Frucht, Würze und Unterholz über feinem Tannin – ein Echézeaux mit Tiefe und Eleganz.

In der Jugend zugänglich, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Echézeaux, Flagey-Echézeaux (Côte de Nuits); rund 37 ha, oberhalb des Clos de Vougeot
Klassifikation: Echézeaux Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Deutschland

Dietrich´s Rebsortenschule Probierpaket

Wein · Probierpaket · Pfalz · Deutschland

Dietrich's Rebsortenschule ist ein 6er-Probierpaket vom Weingut Dietrich mit je einer Flasche Grauburgunder, Weißburgunder, Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Rosé aus Pinot Noir. Lernen Sie die bekanntesten und beliebtesten Rebsorten aus der Pfalz kennen.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Die Reben dieses Pakets wachsen auf Kalksteinböden, die den Weinen eine feine Mineralität und Spritzigkeit verleihen. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr bilden die Grundlage für ausdrucksstarke, trocken ausgebaute Weine. Geführt wird das Gut von den Brüdern Arnd und Gerrit Dietrich.

Die Rebsorten im Paket

Das Paket vereint sechs klassische Pfälzer Sortentypen: Grauburgunder (cremiger Schmelz, Apfel und Birne), Weißburgunder (fein und elegant), Riesling (rassig, mit klarer Frucht und Säure), Chardonnay (fruchtbetont, mit Fülle), Sauvignon Blanc (frisch, krautig-fruchtig) und einen Rosé aus Pinot Noir (rote Beerenfrucht, elegant). Alle trocken ausgebaut.

Im Glas

Sechs eigenständige Charaktere von hell und rassig bis cremig-fruchtig, getragen von der Mineralität und Spritzigkeit der Kalksteinböden. Ideal, um Sorten direkt nebeneinander zu verkosten und die eigenen Favoriten zu entdecken.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–12 °C servieren – ideal für eine Verkostung mit Freunden oder als vielseitige Begleitung zu verschiedenen Gerichten.

Passt zu: Aperitif, Fisch, Geflügel, Salaten, hellem Fleisch und mediterraner Küche.


Lage: Pfalz, Kalksteinböden (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Inhalt: 6 Flaschen – Grauburgunder, Weißburgunder, Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot-Noir-Rosé (je 0,75 l), trocken
Ausbau: sortentypisch, fruchtbetont und mineralisch

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 6er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (6 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.

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Schaumweine

Gvantsa´s Wine Tsitska Pet-Nat 2023

Schaumwein · Naturwein · Georgien

Der Gvantsa's Wine Tsitska Pet-Nat ist ein naturtrüber Schaumwein aus der georgischen Region Imereti, erzeugt von den Schwestern Baia und Gvantsa Abuladze im Dorf Obcha. Tsitska ist eine autochthone Weißweinrebe Imeretis. Der Wein entsteht nach der Méthode ancestrale: spontan vergoren, noch während der Gärung in die Flasche gefüllt und dort fertig vergoren, ungefiltert und ohne Degorgieren. Im Glas naturtrüb mit feiner Perlage und Aromen von reifer Birne, grünem Apfel und einem zarten Nussanklang.


Obcha – Imereti, Georgien

Die Familie Abuladze bewirtschaftet ihr Weingut in vierter Generation im Dorf Obcha im Bezirk Bagdati, im Westen Georgiens. Die Region Imereti steht für eine über Jahrtausende gewachsene Weinkultur und für autochthone Rebsorten wie Tsitska, Tsolikouri und Krakhuna. Gearbeitet wird nach den Prinzipien des Naturweins: spontane Gärung mit weinbergseigenen Hefen, ohne Zusätze und mit minimalem Eingriff im Keller. Baia und Gvantsa zählen zu den prägenden Stimmen einer jungen georgischen Winzerinnengeneration.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tsitska, ausgebaut als Pet-Nat (Pétillant Naturel). Die Trauben vergären spontan; noch während der Gärung wird der Wein in die Flasche gefüllt, wo die Kohlensäure auf natürlichem Weg entsteht. Der Pet-Nat bleibt ungefiltert und wird weder degorgiert noch dosiert. Enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas naturtrüb und ungestüm, mit feiner Perlage. In der Nase reife Birne, knackiger grüner Apfel und ein zarter Nusston. Am Gaumen frisch, saftig und zupackend, getragen von markanter Säure, salziger Mineralität und einem feinen Gerbstoffgriff, der für Länge und Charakter sorgt.

Am Tisch

Klassische Begleitung: leichte Vorspeisen, Meeresfrüchte und frische Salate. Gut auch als Aperitif oder pur, um die georgische Naturweinkultur unverfälscht zu erleben. Gut gekühlt servieren.


Lage Obcha, Bagdati, Imereti (Westgeorgien)
Klassifikation Naturwein (Pet-Nat), Region Imereti
Ausbau Reinsortiger Tsitska, Spontangärung, Flaschengärung (Méthode ancestrale), ungefiltert

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #10 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Spätlese #10 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % 2025

Die Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #10 2025 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese (#10) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine tiefe, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit tiefer, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Feinkost

Olasagasti Lomos del Bonito del Norte-Thunfischfilets in Olivenöl

Feinkost · Thunfisch · Baskenland · Spanien

Olasagasti Lomos del Bonito del Norte sind feinste Filets vom Weißen Thun, eingelegt in Olivenöl. Das Fleisch ist fest, sehr hell und von hervorragender Qualität – die hochwertigste Thunfischart für die Konserve.


Herkunft / Baskenland

Olasagasti ist eine traditionsreiche Konservenmanufaktur aus dem Baskenland (Gipuzkoa). Der Bonito del Norte ist der spanische Name für den Weißen Thun (Langflossenthun, Albacore) – die geschätzteste Thunfischart mit besonders hellem, zartem Fleisch. Der Gattungsname Thunnus leitet sich vom altgriechischen Wort für „Geschwindigkeit" ab; Thunfische sind schnell und ausdauernd und legen täglich bis zu 200 km zurück.

Zutaten und Herstellung

Verarbeitet werden die Lomos (Filetstücke) des Weißen Thuns. Sie werden schonend gegart und in Olivenöl eingelegt, was das helle, feste Fleisch saftig hält und sein feines Aroma bewahrt.

Geschmack

Fest und zugleich zart, mit hellem, mildem und feinem Thunfischaroma. Das Olivenöl rundet den delikaten Geschmack ab – deutlich feiner als gewöhnlicher Thunfisch.

In der Küche

Am besten nur leicht abgerundet genießen, damit die Qualität zur Geltung kommt.

Ideal: in Salaten (z. B. Ensalada mixta, Niçoise), als Pintxo auf geröstetem Brot, mit Piquillo-Paprika, zu Tomaten oder pur mit gutem Brot.


Hersteller: Olasagasti, Baskenland (Spanien)
Produkt: Lomos del Bonito del Norte – Filets vom Weißen Thun in Olivenöl
Zutaten: Weißer Thun (Bonito del Norte), Olivenöl, Salz
Herkunft: Baskenland (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 22.07.2031

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USA

Sine Qua Non Distenta IV white 2022

Weißwein · Central Coast · Roussanne

Weiße Cuvée Central Coast Kalifornien (USA) 2022 15,50 % vol

Der Sine Qua Non Distenta IV White 2022 ist ein kalifornischer Kult-Weißwein von Manfred und Elaine Krankl – komplex und vielschichtig, mit exotischer Aromatik, cremiger Textur und langem, seidigem Finish.


Central Coast – die Lagen von Sine Qua Non

Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura nördlich von Los Angeles, mit Trauben von den estate-eigenen Weinbergen an der kalifornischen Central Coast. Der Distenta IV White 2022 stammt zu über 70 % vom Eleven Confessions Vineyard in den Sta. Rita Hills, der Rest von den Lagen The Third Twin und Cumulus.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration. Jeder Jahrgang ist ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett; „Distenta" ist lateinisch und bedeutet „unbeschriftet".

Jahrgang 2022 – Central Coast

2022 gilt an der kalifornischen Central Coast als warmer Jahrgang.

Ein Rahmen für dichte, intensive und zugleich balancierte Weißweine mit feiner Frische.

Cuvée und Ausbau

Eine wechselnde weiße Cuvée: 32 % Roussanne, 30 % Gelber Muskateller, 15 % Chardonnay, 13 % Petit Manseng und rund 10 % Viognier.

Der Most kam ohne Vorklärung direkt ins Fass und wurde dort vergoren. Ausbau über rund 22,5 Monate auf der Hefe in 75 % neuer französischer Eiche – überwiegend in größeren Gebinden, sodass das Holz nur dezent in Erscheinung tritt.

Im Glas

Weiße Blüten, reife Frucht und ein Hauch tropischer Noten, getragen von feiner Frische. Am Gaumen dicht und elegant zugleich, mit großem Schmelz und langem, seidigem Finish – ein Weißwein mit Tiefe und Charakter. (Verkostungsnotiz: Manfred Krankl.)

Dicht und elegant zugleich, mit großem Schmelz und langem, seidigem Finish.

Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel, Kalb, reichhaltigem Fisch wie Steinbutt, cremigen Saucen, Risotto oder gereiftem Hartkäse. Ein vielschichtiger Begleiter für gehaltvolle Gerichte.


Lage: Estate-Weinberge Eleven Confessions (>70 %), The Third Twin und Cumulus, Central Coast, Kalifornien (USA)
Klassifikation: California (USA), weiße Cuvée (trocken)
Ausbau: Weiße Cuvée; im Fass vergoren; 22,5 Monate auf der Hefe in 75 % neuer französischer Eiche (überwiegend Großgebinde); 15,50 % vol

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Schaumweine

Krug Champagner Grande Cuvée Brut ED 173

Champagner · Krug · Multi-Vintage Brut

44 % Pinot Noir · 34 % Chardonnay · 22 % Meunier Über 250 Parzellen der Champagne 173ème Édition Basisjahrgang 2017 150 Weine · 13 Jahrgänge 31 % Reserveweine Brut · 4 g/l

Der Krug Grande Cuvée 173ème Édition Brut ist die aktuelle Auflage der Cuvée, mit der Joseph Krug 1843 sein Haus begründete: ein Champagner, der nicht vom Jahrgang abhängen soll. Die 173. Édition versammelt 150 einzeln vinifizierte Weine aus 13 Jahrgängen um den Basisjahrgang 2017, der älteste Reservewein stammt aus 2001. Gerade dieser schwierige Basisjahrgang macht die Édition zum Lehrstück über den Sinn einer Reserveweinbibliothek.


Über 250 Parzellen – die Champagne als Mosaik

Krug arbeitet nicht mit einer Einzellage, sondern mit einem Bestand von über 250 Parzellen quer durch die Champagne. Jede wird getrennt gelesen und getrennt vergoren, jede bleibt bis zur Assemblage ein eigener Wein. Die Basis liefern die Kreideböden der Côte des Blancs mit ihrer Belemnitenkreide für Chardonnay, die kalkreichen Hänge der Montagne de Reims für Pinot Noir und die schwereren Ton- und Mergelböden des Marnetals für Meunier. Etwa ein Fünftel der Trauben stammt aus eigenen Weinbergen, den Rest liefern rund 100 Partnerwinzer, viele davon seit mehreren Generationen.

Zum Eigenbesitz gehören zwei ummauerte Parzellen, die sonst als eigenständige Champagner gefüllt werden: der Clos du Mesnil mit 1,84 Hektar Chardonnay in Le Mesnil-sur-Oger und der Clos d'Ambonnay mit 0,68 Hektar Pinot Noir. Ihre Existenz erklärt die Betriebslogik: Krug beurteilt Wein grundsätzlich parzellengenau, nicht dorf- oder rebsortenweise – die Grande Cuvée ist deshalb keine Verschnittware, sondern die bewusst gebaute Summe aus vielen kleinen, einzeln bewerteten Herkünften.

Diese Struktur ist der Grund, warum das Haus überhaupt jahrgangsunabhängig arbeiten kann. Aus jeder Ernte werden mehrere Hundert Grundweine gewonnen; was nicht in die aktuelle Assemblage geht, wandert in die Reservebibliothek von rund 150 Weinen aus zehn bis fünfzehn Jahrgängen. Diese Bibliothek ist das eigentliche Kapital des Hauses – ein Vorrat an fertigen Bausteinen für Jahre, in denen die Ernte allein nicht ausreicht.

Basisjahrgang 2017 – Champagne

Auf einen milden, ungewöhnlich trockenen Winter folgte ein früher Austrieb – und darauf die Aprilfröste, die in der Champagne rund 22.000 Hektar trafen. Warme Wochen im Mai und Juni holten den Vegetationsvorsprung zurück und ließen eine frühe Lese erwarten. Dann kippte das Wetter: Der Juli brachte die höchsten Niederschläge seit 2001, der Regen setzte sich in den September fort. Auf den durchnässten Böden baute sich massiver Fäulnisdruck auf, der Pinot Noir und Meunier härter traf als Chardonnay.

Die Lese begann außergewöhnlich früh, in Montgueux bereits am 26. August, und wurde für jeden Betrieb zur Abwägung zwischen weiterer Reife und fortschreitender Fäulnis. Entscheidend war die Triage. Bei Krug wurden nach Angaben des Hauses rund 20 Prozent der Ernte ausgesondert und aus der Cuvée genommen, weil sie den eigenen Maßstäben nicht genügten. Was blieb, war gesund, aber im Ansatz rustikal und strukturell knapp – ein Jahr, das für sich allein keinen Krug ergeben hätte. Genau dafür existiert die Reserve: Pinot Noirs aus den frühen 2000er Jahren steuern Reife und Gewicht bei, Chardonnays aus 2008 und 2014 die Feinzeichnung. Der Anteil der Reserveweine liegt in dieser Édition bei 31 Prozent.

Assemblage und Ausbau

Die 173ème Édition besteht aus 44 % Pinot Noir, 34 % Chardonnay und 22 % Meunier, assembliert aus 150 Weinen aus 13 Jahrgängen mit Basis 2017 und einem ältesten Bestandteil aus 2001. Die erste Gärung läuft parzellenweise in kleinen 205-Liter-Eichenfässern, die durchweg gebraucht und im Schnitt über zwei Jahrzehnte alt sind: Sie liefern keine Holznoten, sondern einen kontrollierten, minimalen Sauerstoffzutritt. Nach wenigen Monaten wechseln die Weine in Edelstahl, wo die Reserven kühl und geschützt weiterlagern.

Nach der zweiten Gärung in der Flasche reift die Cuvée rund sieben Jahre auf der Hefe in den Kellern von Reims. Degorgiert wurde diese Auflage im Januar 2025, die Dosage liegt bei 4 g/l und damit im unteren Brut-Bereich – bei diesem Reifegrad genügt sie, um die Säure zu fassen, ohne Süße beizusteuern. Vor der Freigabe ruht der Champagner noch einige Monate im Keller. Vom ältesten Reservewein bis zur Auslieferung liegen damit über zwanzig Jahre. Die sechsstellige Krug iD auf dem Rückenetikett erschließt Degorgierdatum und Zusammensetzung der jeweiligen Flasche.

Im Glas

Helles Strohgold mit feiner, ausdauernder Perlage. Die Nase ist druckvoll und breit gefächert: Toast und Brioche, Steinobst, Zitronencreme, Vanille, dazu Verbene, geröstete Nüsse und ein Anflug von Karamell. Am Gaumen cremig und geschichtet, mit Pfirsich in Sirup und reifer Zitrusfrucht im Kern, getragen von einer salzig-kreidigen Ader, die den Abgang lang und zugleich straff hält.

31 Prozent Reserveweine sind hier keine Stilfrage, sondern die Antwort auf einen Jahrgang, der allein nicht getragen hätte.

Trinkfertig ab sofort und über viele Jahre haltbar; Rückstellungen früherer Éditionen zeigen, dass sich der Charakter nach zehn bis fünfzehn Jahren Flaschenreife von Patisserie in Richtung Nuss, Trockenfrucht und Pilz verschiebt. Bei 9–12 °C in großen Weißweingläsern servieren, nicht in der Flöte und nicht zu kalt – bei 6 °C bleibt die Aromatik verschlossen. Der Champagner entwickelt sich im Glas über eine halbe Stunde deutlich weiter.

Am Tisch

Als Aperitif ohne Begleitung, oder zu Kaviar, Austern, Langustinen und Jakobsmuscheln. Zu gebratenem Steinbutt mit Beurre blanc, zu Bresse-Poularde mit Rahmsauce, zu Risotto mit weißem Trüffel. Ebenso zu gereiftem Comté oder altem Gouda, deren Kristalle die Hefereife aufgreifen. Wer ihn zum Essen stellt, sollte ihn wie einen Weißwein behandeln – dafür hat er Körper genug.


Produzent Champagne Krug, Reims
Rebsorte 44 % Pinot Noir · 34 % Chardonnay · 22 % Meunier
Lage Über 250 Parzellen der Champagne; eigene Clos du Mesnil (1,84 ha) und Clos d'Ambonnay (0,68 ha)
Klassifikation AOC Champagne, Brut, Multi-Vintage
Jahrgang Basisjahrgang 2017 · Reserveweine zurück bis 2001
Vinifikation Parzellenweise Vinifikation · erste Gärung in gebrauchten 205-Liter-Eichenfässern
Ausbau Assemblage aus 150 Weinen aus 13 Jahrgängen · 31 % Reserveweine · rund 7 Jahre Hefelager
Dosage Brut · 4 g/l
Trinkreife 2026–2040
Édition 173ème Édition
Degorgierung Januar 2025
Rückverfolgung Krug iD auf dem Rückenetikett

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USA

Saxum Paderewski Vineyard 2019

Rotwein · Paderewski Vineyard · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Paderewski Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden gemeinsam vergoren französische Eiche 2019

Der Saxum Paderewski Vineyard 2019 ist eine rare Single-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einem historischen, kalkreichen Weinberg von Paso Robles. Syrah-dominiert und gemeinsam vergoren, zeigt er sich vielschichtig und parfümiert, vollgewichtig und zugleich frisch – mit nahtlos verwobener Textur.


Paderewski Vineyard – Kalkstein mit Geschichte

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Neben der Heimatlage James Berry bezieht das Gut Frucht von einigen ausgesuchten Spitzenlagen – darunter das Paderewski Vineyard westlich von Paso Robles an der Peachy Canyon Road. Der historische Weinberg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom weltberühmten Pianisten und polnischen Staatsmann Ignacy Jan Paderewski bewirtschaftet; Justin Smith hat ihn mit wiederbelebt und neu bestockt.

Die Lage ist von kargen, steinig-kalkhaltigen Böden geprägt, die in Paso Robles selten sind und den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe geben. Kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – von Hand gelesen, mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang. Anders als die wärmeren Jahre des vorangegangenen Jahrzehnts brachte er hier einen besonders frischen, mineralisch geprägten und fein gezeichneten Stil – mit klar definierter Frucht, lebendiger Säure und kühler Eleganz, ohne die Tiefe und Fülle der Lage einzubüßen.

Assemblage und Ausbau

Gemeinsam vergorene Cuvée aus 53 % Syrah, 18 % Mataro (Mourvèdre), 11 % Zinfandel, 8 % Graciano, 7 % Tempranillo und 3 % Viognier, Jahrgang 2019, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle Fruchtrückgrat, Pfeffer und Würze; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Tiefe; Zinfandel saftige rote Frucht und Gewürz; Graciano Farbe, florale Frische und Säure; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Viognier hebt die Aromatik floral an. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen – die gemeinsame Gärung der Sorten verwebt sie zu einem nahtlosen Ganzen.

Im Glas

Aus der gemeinsam vergorenen Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: dunkle und rote Frucht wie Brombeere, Blaubeere und Kirsche, dazu florale Anklänge von Veilchen und Orangenblüte, Lakritz, süße Gewürze und eine herzhaft-würzige Note. Am Gaumen vollgewichtig und vielschichtig, mit einer nahtlosen, geschmeidigen Textur ohne harte Kanten, getragen von feinem Tannin, einer kalkig-mineralischen Frische und langem, parfümiertem Nachhall.

Brombeere, Blaubeere, Veilchen und Orangenblüte über Lakritz und Würze – vollgewichtig, nahtlos und frisch, mit langem, parfümiertem Nachhall.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Paderewski Vineyard, westlich von Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, steinig-kalkhaltige Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; gemeinsam vergorene Cuvée aus 53 % Syrah, 18 % Mataro, 11 % Zinfandel, 8 % Graciano, 7 % Tempranillo, 3 % Viognier (trocken)
Ausbau: Spontangärung (Co-Fermentation), Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; naturnahe, minimalistische Kellerarbeit

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