Der Pulpo und sein Schicksal

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Spanien

Izadi Crianza

Rotwein · Tempranillo · Rioja · Spanien

Izadi Crianza ist ein reinsortiger Tempranillo aus der Rioja Alavesa. Aus alten Reben, 14 Monate im Eichenfass gereift – butterweich und mit viel Schmelz, mit Noten von Sahne, Karamell und edlem Holz. Samtiger, lang anhaltender Abgang.


Rioja Alavesa

Bodegas Izadi liegt in Villabuena de Álava im Herzen der Rioja Alavesa. Die Trauben stammen aus dem „Triángulo" zwischen Villabuena, Samaniego und Ábalos – aus alten Reben (im Schnitt rund 45 Jahre) auf Ton-Kalk-Böden. „Izadi" heißt auf Baskisch „Natur".

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der Gärung im Edelstahl reift der Wein 14 Monate im Eichenfass – überwiegend amerikanische, ergänzt um französische Eiche (rund 20 % neue Fässer). Der Crianza-Ausbau gibt ihm cremige Fülle und feine Holzwürze, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Glänzendes Rubinrot. In der Nase Sahne, Karamell und edle Holznoten, dazu rote Frucht, Lakritz und Gewürze. Am Gaumen butterweich und mit viel Schmelz, mit reifer Frucht, feinen Tanninen und gut eingebundenem Holz. Samtiger, lang anhaltender Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein vielseitiger, eleganter Begleiter zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: gegrilltes rotes Fleisch, Lamm, Schmorgerichte, Hülsenfrüchte und Manchego.


Lage: Villabuena de Álava, Rioja Alavesa (Spanien); D.O.Ca. Rioja
Klassifikation: Crianza – Tempranillo, Rotwein (trocken)
Ausbau: 14 Monate im Eichenfass (überwiegend amerikanische, dazu französische Eiche)

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USA

Saxum The Hexe 2018

Rotwein · Paso Robles · Grenache-Cuvée

Grenache-dominierte Cuvée The Hexe Multi-Vineyard · James Berry & G2 Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden lange Reife · Amphore & Puncheon 2018

Der Saxum The Hexe 2018 ist eine rare, um Grenache gebaute Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus den Spitzenlagen James Berry und G2 in Paso Robles. Vollgewichtig, konzentriert und von großer Reinheit, mit dunkler Beerenfrucht, Lakritz, würzigen Kräutern und einer beeindruckenden Mineralität – im Stil eines großen Châteauneuf-du-Pape.


The Hexe – die „Hexe" unter den Grenaches

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Der Name „The Hexe" (deutsch für Hexe) ist Programm: Für diese Cuvée wählt Justin Smith die dunkelsten, kraftvollsten und „teuflischsten" Grenache-Lots aus – jene mit der meisten Struktur und Tiefe. Der 2018er entstammt zu 60 % dem James Berry Vineyard und zu 40 % dem G2 Vineyard.

Beide Lagen liegen im Willow Creek District westlich von Paso Robles auf kargen, kalkreichen Böden, die in der Region selten sind und den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe geben. Kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein".

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender Jahrgang, der einen besonders reinen, frischen und zugleich konzentrierten Stil hervorbrachte. Auf dem kalkreichen Terroir von James Berry und G2 ergibt das einen vollmundigen, tiefgründigen Grenache von großer Klarheit, dessen Fülle von einer markanten mineralischen Frische getragen wird.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 57 % Grenache, 15 % Mataro (Mourvèdre), 13 % Graciano, 10 % Syrah und 5 % Petite Sirah, Jahrgang 2018, trocken.

Grenache gibt dem Wein das rotfruchtige, parfümierte Rückgrat und seine schwerelose Großzügigkeit; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Tiefe; Graciano Farbe, florale Frische und lebendige Säure; Syrah dunkle Frucht und Pfeffer; Petite Sirah Farbe und festes Tannin. Der Hexe reift charakteristisch besonders lange in verschiedenen großen Gebinden – großen Puncheons und Beton-Amphoren –, die die Frucht und die kalkige Mineralität in den Vordergrund stellen, ohne sie mit Holznoten zu überlagern. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der um Grenache gebauten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: leuchtendes, nicht ganz undurchdringliches Purpur im Glas, dazu reichlich dunkle Beerenfrucht und schwarze Kirsche, kandierte Orange, Lakritz, pfeffrige Kräuter und florale Anklänge, untermalt von einer ausgeprägten kalkigen Mineralität. Am Gaumen vollgewichtig, konzentriert und von großer Reinheit, mit seidigem Tannin ohne harte Kanten und einer mineralischen Frische, die in einen langen, parfümierten Nachhall mündet.

Dunkle Beere und schwarze Kirsche, kandierte Orange, Lakritz und pfeffrige Kräuter über kalkiger Mineralität – konzentriert, rein und seidig, sehr lang.

Profitiert von kurzer Kellerreife; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten mediterranen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Multi-Vineyard-Cuvée aus James Berry (60 %) und G2 (40 %), Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, kalkreiche Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 57 % Grenache, 15 % Mataro, 13 % Graciano, 10 % Syrah, 5 % Petite Sirah (trocken)
Ausbau: besonders lange Reife in verschiedenen großen Gebinden (große Puncheons und Beton-Amphoren); nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Weine

Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2019 MAGNUM

Weißwein · Kanzemer Altenberg (Saar) · Riesling

Riesling Kanzemer Altenberg Saar · Mosel Van Volxem Devonschiefer & Rhyolith bis 70 % Steillage · alte Reben Großes Gewächs · trocken Magnum 1,5 l · 2019

Der Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2019 in der Magnum (1,5 l) stammt aus dem Kanzemer Altenberg – einer der steilsten Schieferlagen der Saar. Von uralten, teils wurzelechten Reben: ein unheimlich mächtiger, kraftvoller und würziger Riesling, der wie ein ganz großer weißer Burgunder schmeckt, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.


Kanzemer Altenberg – Grauschiefer in extremer Steillage

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen, einst verfallenen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen und zu den ältesten Steillagen der Welt zählen.

Der Kanzemer Altenberg gegenüber dem Ort Kanzem ist eine Welt für sich: ein majestätischer, bis zu mehr als 70 % steiler Hang in idealer süd-südöstlicher Ausrichtung, dessen Nähe zur Saar für Wärme, Lichtverstärkung und kühle Nächte sorgt. Der Boden besteht aus verwittertem Devon-Grauschiefer und Rotliegendem (Rhyolith); darin stehen viele Jahrzehnte alte, teils wurzelechte Reben, die tief in den Schiefer wurzeln. Niedrige Erträge und dieses karge, dramatische Terroir geben dem Wein seine rauchig-mineralische Tiefe.

Jahrgang 2019 – Saar

2019 gilt an der Saar als herausragender Jahrgang: Ein warmer, aber ausgewogener Sommer und kühle Nächte im Herbst brachten reife, gesunde Trauben mit klarer, präziser Säure. Auf dem warmen, kargen Schiefer des Altenbergs ergibt das einen besonders kraftvollen und konzentrierten Riesling, dessen mächtige Statur von einer lebendigen, mineralischen Säure getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Kanzemer Altenberg, Jahrgang 2019, gefüllt in der Magnum (1,5 l); 100 % Riesling von alten, teils wurzelechten Reben.

Wie alle Van-Volxem-Weine wird auch der Altenberg spontan mit den eigenen Hefen vergoren und über eine lange Reifezeit im traditionellen Fuderfass ausgebaut – handwerklich und ohne Schönung. Diese reduktive, hefebetonte Reife verleiht dem Wein Tiefe, Schmelz und eine bemerkenswerte Haltbarkeit. Im großen Magnumformat reift er besonders langsam und gewinnt zusätzliches Potenzial.

Im Glas

Das von Grauschiefer geprägte Terroir verschmilzt hier mit der Riesling-Rebe zu einer fantastischen Symbiose, wie sie die Welt lange nicht mehr getrunken hat. Unheimlich mächtig, voller Kraft, Würze, reifer südländischer Frucht und von einem minutenlangen Abgang geprägt. Er schmeckt wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar und der expressiven Frucht der Riesling-Traube.

Unheimlich mächtig, voller Kraft und Würze – wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.

Unbedingt dekantieren! Ein großer Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse. Dank seiner Kraft auch ein Begleiter für würzige asiatische Küche.


Lage: Kanzemer Altenberg, Kanzem an der Saar (Mosel); verwitterter Devon-Grauschiefer mit Rotliegendem/Rhyolith, süd-südöstlich, bis über 70 % Steillage; alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; „Alte Reben"
Ausbau: Spontangärung mit eigenen Hefen, lange Reife im traditionellen Fuderfass, handwerklich und ohne Schönung; Magnum 1,5 l

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Spirituosen

Eden Mill Love Gin

Gin · Botanicals · Schottland

Eden Mill Love Gin ist ein schottischer Gin der Eden Mill Distillery in St Andrews. Neben Wacholder prägen rote Rosenblätter, Eibisch, Goji-Beeren und ganze Hibiskusblüten den Charakter. Das Ergebnis ist ein fruchtig-florales Profil mit Noten von roten Früchten und Zitrus. Im Glas zeigt sich ein zarter rosa Schimmer.


Herkunft

Die Eden Mill Distillery liegt in St Andrews an der schottischen Ostküste und vereint Brennerei und Brauerei unter einem Dach. Der Love Gin zählt zu den bekanntesten Abfüllungen des Hauses.

Botanicals und Destillation

Kernbotanicals sind Wacholder, rote Rosenblätter, Eibisch, Goji-Beeren und ganze Hibiskusblüten. Die Hibiskusblüten geben dem Gin seinen zart-rosa Ton. Abgefüllt mit 42 % vol.

Im Glas

In der Nase rote Früchte, Rosenblüte und ein Hauch Zitrus über klarer Wacholderbasis. Am Gaumen fruchtig und blumig, mit Beerennoten und feiner Zitrusfrische. Der Abgang ist weich und floral.

Im Drink

Spirituose ohne Flaschenreifung – kühl und dunkel gelagert über Jahre stabil. Gut gekühlt servieren, pur auf Eis oder im Gin & Tonic; mit hellem Tonic und einer Erdbeere oder Rosenblüte kommt der florale Charakter zur Geltung.

Klassische Begleitung: Tonic Water, rote Beeren, Rosé-Aperitifs und leichte Sommerküche. Auch als Basis fruchtiger Cocktails.


Herkunft: St Andrews, Schottland
Art: Gin
Botanicals: Wacholder, Rosenblätter, Eibisch, Goji-Beeren, Hibiskus
Alkohol: 42 % vol.

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Rebsorten

Le Moine Volnay Les Caillerets 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay 1er Cru Les Caillerets Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Volnay Les Caillerets 1er Cru 2020 stammt aus dem feinsten Cru von Volnay – ein eleganter, mineralischer Pinot Noir mit delikater Frucht und steiniger Würze. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Volnay Les Caillerets – der feinste Cru von Volnay

Volnay bringt die elegantesten, feinsten Rotweine der Côte de Beaune hervor – reine Pinot Noirs von kalkreichen, gut dränierten Osthängen zwischen Pommard und Meursault, bekannt für Finesse statt Kraft. Les Caillerets gilt als der vornehmste Premier Cru der Appellation: Der hohe aktive Kalkanteil bei vergleichsweise wenig Ton verleiht den Weinen eine seidige Textur und mineralische Spannung, die oft mit Chambolle-Musigny verglichen wird.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer 1er Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und Mineralität – kaum ein Winzer versteht es wie er, das gebündelte Terroir des Burgunds in die Flasche zu bringen. Jeder Wein ein Unikat, voller Eigenständigkeit und Mineralität, in nur kleiner Stückzahl.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 brachte an der Côte de Beaune reife, konzentrierte und zugleich frische Rotweine mit tiefer Frucht, feiner Säure und großer Energie. In einem feinen Cru wie Caillerets ergibt das einen dichten, jugendlich-kraftvollen und zugleich seidigen Volnay mit großem Reifepotenzial – im texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Volnay Les Caillerets 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Sehr kleine Stückzahl.

Im Glas

Der kalkreiche Caillerets-Hang prägt einen besonders feinen, eleganten Volnay: helle rote Frucht wie Himbeere und Kirsche, florale Nuancen und eine steinig-mineralische Würze. Aus dem warmen, reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und Substanz, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur einbinden. Am Gaumen kraftvoll und doch fein gezeichnet, mit feinem Tannin, salziger Frische und einer luftigen, langen Linie.

Helle rote Frucht, florale und steinige Würze – seidig und fein, mit salziger Frische und luftiger Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Geflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Volnay Les Caillerets 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); kalkreicher Osthang zwischen Pommard und Meursault, gut dräniert
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Rebsorten

Bessin- Tremblay Chablis Montmains 1er Cru 2023

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Montmains · 1er Cru 2023 15–18 Monate Feinhefe max. 10% neues Holz

Der Chablis Montmains 1er Cru 2023 der Domaine Bessin-Tremblay stammt von einer Premier-Cru-Lage am linken Ufer des Serein. Reinsortiger Chardonnay, von Hand gelesen und im thermoregulierten Tank auf der Feinhefe ausgebaut. Der Jahrgang 2023 verbindet reife Frucht mit straffer Säure – ein Chablis mit salziger Mineralität und langem Zug.


Montmains – Premier Cru am linken Ufer des Serein

Montmains zählt zu den größten und am höchsten eingestuften Premier-Cru-Lagen auf der linken, südwestlich orientierten Seite des Flusses Serein. Die Reben stehen auf kimmeridgischem Untergrund aus Kalkmergel und hartem Kalkstein, in überwiegend südöstlicher bis östlicher Exposition. Zur Lage gehören die untergeordneten Klimate Les Forêts und Butteaux.

Prägend ist die fossilreiche Mergelformation des Kimmeridgium: eingelagerte Austernschalen (Exogyra virgula) liefern den hohen Kalkanteil, der dem Wein seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Lagen des linken Ufers gelten als straffer und reduktiver in der Jugend als die wärmeren Crus der rechten Seite.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain geführt – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und gehört im Stilbild der rive gauche zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Der Sommer brachte viel Sonne und einzelne kräftige Gewitter.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und tragender Säure – Weißweine mit Birne, Pfirsich und Aprikose bei klarer Struktur.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters von rund zehn Tagen, um die optimale Reife zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in thermoregulierten, emaillierten Tanks. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe mit höchstens 10% neuem Holz, bei Bedarf leichte Schönung und Filtration. Die Weinberge werden naturnah nach Lutte raisonnée bewirtschaftet.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Zitruszeste, weißfleischige Steinfrucht, Apfelblüte und feuchter Stein. Am Gaumen geradlinig und salzig, mit kühler Frucht, mittlerem Körper und einem mineralisch-zitronigen Abgang mit Austernschalen-Note.

Ein Chablis vom linken Serein-Ufer: salzige Mineralität, Zitrusfrucht und eine Säure, die den Schmelz des Jahrgangs 2023 trägt.

Jung schon zugänglich, gewinnt der Wein über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Im Glas öffnet er sich nach kurzer Belüftung; bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillte Jakobsmuscheln, Forelle oder Saibling, Geflügel in heller Sauce, junger Comté oder Chaource. Die salzige Säure hält gegen Schalentiere ebenso stand wie gegen Butter und Sahne.


Lage: Montmains, linkes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, max. 10% neues Holz; naturnah, Lutte raisonnée

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Wachenheimer Gerümpel PC 2020 BIO

Weißwein · Wachenheim (Pfalz) · Riesling (Premier Cru)

Riesling Wachenheimer Gerümpel P.C. (Premier Cru) Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz Buntsandstein · Ton/Lehm Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Dr. Bürklin-Wolf Wachenheimer Gerümpel Riesling P.C. 2020 stammt aus einer der großen Lagen Wachenheims. Ein Premier-Cru-Riesling von klarer Struktur und salziger Mineralität – harmonisch und konzentriert, mit Kraft und Eleganz im Abgang.


Wachenheimer Gerümpel – Premier Cru der Mittelhaardt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen.

Das Gerümpel ist eine 13 Hektar große Wachenheimer Toplage, erstmals 1429 urkundlich erwähnt; der Anteil des Guts beträgt 6,2 Hektar. Die Lage genießt häufige föhnartige Erwärmung, die die Trauben nach Regen rasch abtrocknen lässt und Pilzbefall vorbeugt – auch bei später Lese bleibt das Traubengut gesund. In der Nachbarschaft zum Pechstein prägt Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen den Boden.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation P.C./Premier Cru) aus der Wachenheimer Lage Gerümpel, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen.

Spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein strukturierter, konzentrierter Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, salzige Mineralität. Am Gaumen straff und harmonisch zugleich, mit Kraft und Eleganz, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und salziger Mineralität – strukturiert und konzentriert, harmonisch mit Kraft und Eleganz, mit langem, salzig-mineralischem Abgang.

Ein strukturierter, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Wachenheimer Gerümpel, Mittelhaardt (Pfalz); Buntsandstein mit Ton-/Lehmanteilen, Nachbarschaft zum Pechstein; Gutsanteil 6,2 ha (Lage gesamt 13 ha)
Klassifikation: Riesling P.C. (gutseigene Premier-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Rebsorten

Metzger Grauburgunder

Weißwein · Grauburgunder · Lagenwein · Pfalz

Metzger Grauburgunder Pastorenstück ist ein Grauburgunder aus der Pfalz, der die Lücke zwischen zugänglichem Alltagswein und ernsthaftem Lagencharakter schließt. Reduzierte Erträge und selektive Lese sorgen für Konzentration ohne Schwere. Der Wein reift im Edelstahl und bewahrt die aromatische Reinheit der Frucht.


Pastorenstück (Pfalz)

Die Lage Pastorenstück in der Pfalz ist von kalkhaltigen Böden geprägt, die dem Grauburgunder seine charakteristische Mineralität verleihen. Kalkböden fördern eine natürliche Frische und geben dem Wein seine klare, sortentypische Kontur.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Grauburgunder (Pinot Gris). Der Ausbau erfolgt vollständig im Edelstahltank – ohne Holzeinsatz –, was die volle Fruchtintegrität und aromatische Reinheit bewahrt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife Birne, Apfel und Zitrus, ergänzt durch dezente Noten von weißem Weinbergspfirsich. Die Mineralität bleibt präsent, ohne die Frucht zu dominieren. Am Gaumen vollmundig, mit feiner Säure und einer würzigen Länge im Abgang.

Am Tisch

Jetzt trinkreif; bei kühler, dunkler Lagerung problemlos zwei bis vier Jahre haltbar. Bei 10–12 °C servieren, kein Dekantieren nötig.

Klassische Begleitung: gebratener Fisch, Pasta mit Sahnesauce, Geflügel, cremige Risotti und reifere Weichkäse.


Lage: Pastorenstück, Pfalz (Deutschland); Kalkböden
Klassifikation: Pfalz – Lagenwein (Grauburgunder)
Ausbau: 100 % Grauburgunder, Edelstahl, ohne Holz

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