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7. April 2009

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Weine

Künstler Rüdesheim Berg Schlossberg GG Riesling 2016

Weißwein · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Rüdesheim Berg Schlossberg Großes Gewächs (GG) Quarzit trocken 2016

Das Künstler Rüdesheim Berg Schlossberg GG Riesling 2016 stammt aus einer der weltberühmten Lagen des Rheingaus – ein legendär eleganter Riesling vom Quarzit, geprägt von feiner Mineralität, schöner Säure und enormem Lagerpotenzial auf feinstem Niveau.


Rüdesheim Berg Schlossberg – Weltklasse am Quarzit

Der Lagenname bezieht sich auf die Schutz- und Zollburg Burg Ehrenfels. Die Mühe in dieser weltberühmten Lage zahlt sich mit legendär eleganten Weinen aus. Rieslinge vom Quarzit sind geprägt von einer feinen Mineralität und einer schönen Säure.

Der Berg Schlossberg gehört zu den steilsten und renommiertesten Lagen des gesamten Rheingaus – eine nach Süden zum Rhein abfallende Steillage auf Quarzit- und Schieferböden. Die Weine haben ein enormes Lagerungspotenzial auf feinstem Niveau und entfalten sich erst nach mindestens vier bis fünf Jahren.

Jahrgang 2016 – Rheingau

2016 gilt im Rheingau als klassischer, eleganter Riesling-Jahrgang: Nach feuchtem Frühjahr brachte ein sonniger, trockener Spätsommer und Herbst vollreifes, gesundes Lesegut mit präziser Säure. Gerade in einer Quarzit-Lage wie dem Berg Schlossberg entstehen so feingliedrige, mineralische und langlebige Große Gewächse.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2016, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Klassischer Künstler-Ausbau im großen Holzfass, das dem Wein Struktur und Reifepotenzial gibt, ohne aromatisch in den Vordergrund zu treten. Die Quarzit-Mineralität und die feine Säure der Lage bleiben unverfälscht im Mittelpunkt.

Im Glas

Ein feines, klares Bukett von Pfirsich und Aprikose, Zitrus und weißen Blüten, untermalt von der für den Quarzit typischen rauchig-mineralischen Note und feiner Würze. Am Gaumen elegant und feingliedrig, mit präziser, schöner Säure, salziger Mineralik und einem langen, geradlinigen Abgang – legendäre Eleganz auf feinstem Niveau.

Legendär elegante Weine vom Quarzit – feine Mineralität, schöne Säure und enormes Lagerpotenzial.

Entfaltet sich erst nach mindestens vier bis fünf Jahren und reift auf feinstem Niveau über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse.


Lage: Rheingau, Rüdesheim Berg Schlossberg (Deutschland); steile Südlage zum Rhein, Quarzit- und Schieferböden; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheingau, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; Ausbau im großen Holzfass; enormes Lagerpotenzial (entfaltet sich nach 4–5 Jahren)

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Rebsorten

Le Moine Chambolle Musigny Les Sentiers 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Sentiers Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru 2021 stammt aus dem nördlichsten Premier Cru von Chambolle, direkt unter dem Grand Cru Bonnes-Mares – ein Pinot Noir, der die Finesse Chambolles mit der Kraft von Morey verbindet. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Sentiers – Chambolles kraftvoller Norden

Chambolle-Musigny gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse unter den Rotweinen der Côte de Nuits. Les Sentiers („die Pfade") ist der nördlichste Premier Cru der Appellation: Der 4,9 Hektar große Weinberg liegt nordöstlich des Dorfes, nahe Morey-Saint-Denis, direkt unterhalb des Grand Cru Bonnes-Mares und grenzt nördlich an die Reben von Morey (Les Ruchots).

Stilistisch ist das Terroir hier eher mit Morey-Saint-Denis verwandt: Während Chambolle für leichte, steinige Böden bekannt ist, hat Les Sentiers einen höheren Tonanteil, gemischt mit Kalkstein und von brauner Färbung. Der Ton speichert Wasser etwas effektiver und erschließt mehr Mineralstoffe – das ergibt einen dichteren, kraftvolleren Stil, der die Finesse Chambolles mit Struktur und Tiefe verbindet.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer kräftigeren, tonreicheren Lage wie Les Sentiers ergibt das einen Pinot Noir, der Struktur und Tiefe mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin verbindet – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom tonreicheren, kalkgemischten Boden im Norden Chambolles lebt dieser Sentiers: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen verbindet er Chambolle-Finesse mit morey-naher Kraft: strukturiert und vielschichtig, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Dunkle und rote Frucht, florale und würzige Tiefe – Finesse und Kraft zugleich, mit feinem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); nördlichster 1er der Appellation, ~4,9 ha unterhalb Bonnes-Mares, an Morey grenzend; höherer Tonanteil mit Kalkstein
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling GG 2020

Weißwein · Piesporter Goldtröpfchen (Mosel) · Riesling

Riesling Piesporter Goldtröpfchen Piesport · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Grauschiefer · Blau- & Rotschiefer steiles Süd-Amphitheater Großes Gewächs · trocken 2020

Der Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling Großes Gewächs 2020 stammt aus einer der renommiertesten Einzellagen der Mittelmosel – einem steilen, südlich ausgerichteten Amphitheater über Piesport. Ein kühler, präziser und kraftvoller Riesling mit tiefgründiger Struktur, rauchiger Steinigkeit und langem, salzig-mineralischem Nachhall.


Piesporter Goldtröpfchen – das Amphitheater der Mosel

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE sind die trockene Spitze der besten Einzellagen – limitierte Selektionen von hoher Komplexität, Vielschichtigkeit und besonderem Lagerpotenzial. Handarbeit im Weinberg und spontane Vergärung sind das Markenzeichen des Guts.

Das Piesporter Goldtröpfchen ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südlich ausgerichtete Hang oberhalb von Piesport bildet ein natürliches Amphitheater, das durch die Reflexion der Mosel und den Schutz vor Nordwinden ein einzigartiges Mikroklima bietet. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigem, verwittertem Grauschiefer mit Anteilen von Blau- und Rotschiefer – eine geologische Vielfalt, die den Weinen ausgeprägte Mineralität, Finesse und Komplexität verleiht. Schloss Lieser bewirtschaftet hier eine der jüngsten Parzellen seines Großen-Gewächs-Portfolios.

Jahrgang 2020 – Mosel

2020 brachte an der Mosel einen ausgewogenen Jahrgang mit reifer, kerngesunder Frucht und zugleich frischer, präziser Säure. Auf dem vielschichtigen Schiefer des Goldtröpfchens und durch die lange Vegetationszeit ergibt das einen kühlen, klar gezeichneten Riesling, in dem reife Frucht und mineralische Spannung in feiner Balance stehen.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Piesporter Goldtröpfchen, Jahrgang 2020; 100 % Riesling.

Die Trauben werden ausschließlich per Hand gelesen und mit großer Sorgfalt vinifiziert. Der Ausbau erfolgt traditionell und spontan vergoren, meist im Edelstahltank, um die charakteristische Klarheit und Mineralität der Lage unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. So entsteht ein terroirgeprägter, langlebiger Riesling mit großem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Aus dem vielschichtigen Grauschiefer des Goldtröpfchens lebt dieser Riesling von Kühle und Präzision: feine Zitrusnoten, reifer Pfirsich und grüner Apfel, dazu florale und kräuterwürzige Nuancen, untermalt von einer rauchigen Steinigkeit und salziger Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und kraftvoll, mit tiefgründiger Struktur und knackiger, klarer Säure – markant, geradlinig und mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Feine Zitrus, reifer Pfirsich und grüner Apfel über rauchiger Steinigkeit und salziger Mineralität – kühl, präzise und kraftvoll, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein terroirgeprägter Mosel-Riesling mit großem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Piesporter Goldtröpfchen, Piesport an der Mittelmosel; steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater; tiefgründiger, verwitterter Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditioneller Ausbau meist im Edelstahltank

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Weine

Dominio del Bendito El Titan del Bendito 2023 BIO

Rotwein · DO Toro · Tinta de Toro

100 % Tinta de Toro Pago La Jara wurzelecht, ab 1953 bis spätes 19. Jh. 800–2.000 kg/ha 20 Monate französische Eiche Bio, ES-ECO-002-CL

El Titán del Bendito 2023 ist die Spitze im Sortiment von Antony Terryn – und der einzige seiner Weine, für den er ausschließlich die ältesten Rebzeilen im Pago La Jara liest. Die Stöcke stehen wurzelecht, die jüngste Pflanzung datiert auf 1953, die älteste reicht ins späte 19. Jahrhundert zurück. Die Erträge liegen zwischen 800 und 2.000 Kilogramm je Hektar.


Pago La Jara – wurzelechte Altreben auf Sand

Antony Terryn kam 2003 aus Frankreich nach Toro, nachdem er zuvor in Frankreich, Südafrika und den USA gearbeitet hatte. Was ihn hielt, war der Bestand an sehr alten Reben – ermöglicht durch die sandigen Böden der Region, in denen die Reblaus nie richtig Fuß fasste. Deshalb stehen hier bis heute Tinta-de-Toro-Stöcke wurzelecht, ohne amerikanische Unterlage, in einer Dichte und einem Alter, die anderswo in Europa verlorengegangen sind. 2004 gründete Terryn sein Weingut und arbeitet seither ökologisch, ohne Pestizide und Kunstdünger.

El Titán kommt aus dem Pago La Jara, einer der bekanntesten Gemarkungen Toros, und dort aus den ältesten und ärmsten Parzellen. Die Böden sind sandig-steinig und drainieren stark, das Klima ist extrem kontinental: heiße Tage, kühle Nächte, wenig Niederschlag. Alte Reben mit tiefem Wurzelwerk kommen damit besser zurecht als junge, liefern aber nur winzige Mengen – 800 bis 2.000 Kilogramm je Hektar sind ein Bruchteil dessen, was in Toro rechtlich möglich wäre. Genau daraus entsteht die Konzentration, die diesen Wein von Terryns übrigen Abfüllungen trennt. Sein erklärtes Ziel ist dabei nicht Wucht, sondern Struktur: mehr Gerüst, komplexere Frucht und ein feineres Gleichgewicht, ohne in plakative Kraft zu kippen.

Jahrgang 2023 – DO Toro

2023 war in weiten Teilen Spaniens ein schwieriges Jahr: Spätfröste, Hagel und anhaltende Trockenheit führten in mehreren Herkünften zu Ernteausfällen von dreißig Prozent und mehr. Toro kam vergleichsweise glimpflich davon – die Denominación entging den Frost- und Hagelschäden weitgehend, die andernorts ganze Parzellen kosteten.

Die Hitze verschob den Lesebeginn deutlich nach vorn: Gelesen wurde bereits Ende August. Die Trauben kamen gesund und mit etwas höheren Alkoholgraden in den Keller, die Säurewerte blieben niedrig – ein Profil, das in der Vinifikation keine Probleme machte. Der Consejo Regulador hat die Ernte 2023 als excelente eingestuft, die höchste Kategorie der Jahrgangsbewertung. Für alte, wurzelechte Reben mit tiefem Wurzelwerk war das Jahr günstiger als für junge Anlagen: Sie halten Trockenphasen länger durch und behalten bei Hitze die Balance zwischen Reife und Struktur.

Gärung im Beton, Reife im französischen Holz

Gelesen wird von Hand, selektiert wird zweimal – im Weinberg und noch einmal im Keller. Die Gärung läuft in epoxidharzbeschichteten Betontanks von 4.000 Litern, mit einer Maischestandzeit von 25 bis 40 Tagen. Beton ist hier eine bewusste Entscheidung: Er arbeitet temperaturträge, greift geschmacklich nicht ein und erlaubt lange Standzeiten, ohne dass der Wein austrocknet. Die langen Mazerationen holen Farbe, Tannin und Extrakt aus den kleinen Beeren der Altreben.

Anschließend reift der Wein mindestens 20 Monate in französischen Barriques, die Terryn selbst auswählt. Das Holz ist bei diesem Wein nicht Dekoration, sondern Werkzeug: Die massive Tanninstruktur der Tinta de Toro braucht Zeit und kontrollierten Sauerstoffkontakt, um sich zu glätten. Reinsortig, trocken, aus biologischem Anbau.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rubinrot mit violettem Rand. In der Nase reife schwarze Frucht – Brombeere, Schwarzkirsche, etwas Pflaume –, darüber florale Töne, mediterrane Kräuter und eine steinig-mineralische Note, die aus den kargen Sandböden kommt. Das Holz steht im Hintergrund und zeigt sich als Würze, nicht als Vanille. Am Gaumen setzt der Wein kraftvoll an und bleibt dabei geordnet: viel Substanz, dichte, reife Tannine mit feinem Korn, dazu die Wärme, die der Jahrgang 2023 mitbringt. Der Abgang ist lang, und im Ausklang treten Frucht und mineralischer Zug wieder nach vorn.

Struktur statt Wucht – ein Toro, der seine Kraft nicht vorführt, sondern trägt.

In den ersten Jahren empfiehlt sich das Dekantieren. Optimale Trinktemperatur 17 bis 18 °C.

Am Tisch

Zu kräftigem geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Lamm vom Feuer, zu Wild und Schmorgerichten. In Toro selbst gehört der Milchlammbraten aus dem Holzofen dazu. Auch gereifte Hartkäse – Manchego curado, alter Bergkäse – tragen die Tanninstruktur gut.


Lage: DO Toro, Pago La Jara – sandig-steinige, karge Böden mit starker Drainage, extremes Kontinentalklima; wurzelechte Altreben, jüngste Pflanzung 1953, älteste aus dem späten 19. Jahrhundert; Erträge 800–2.000 kg/ha
Klassifikation: DO Toro, Tinta de Toro, trocken; Jahrgang 2023 vom Consejo Regulador als „excelente" eingestuft
Ausbau: Handlese mit Selektion im Weinberg und im Keller, Gärung in epoxidharzbeschichteten Betontanks (4.000 l), Maischestandzeit 25–40 Tage, anschließend mindestens 20 Monate in ausgewählten französischen Barriques; biologischer Anbau ES-ECO-002-CL

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Weine

Vouette & Sorbée Blanc d’Argile Brut Nature BIO

Mit dem Vouette & Sorbée Blanc d'Argile Brut Nature zeigt Bertrand Gautherot seine Chardonnay-Seite. Herzstück ist die Parzelle Biaunes: kühl, westwärts gerichtet, direkt am Waldrand. Gepflanzt hat er sie im Jahr 2000 mit eigenen Selektionen: Stöcke aus Avize von Anselme Selosse und von Vincent Dauvissats Grand-Cru-Lage Valmur in Chablis.

Im Glas

Zitrus, grüner Apfel und weißer Pfirsich im Duft, dazu der Geruch von feuchtem Kalkstein. Im Mund straff, klar und voller Energie, mit spürbarer Mineralität und salziger Spannung. Ein langer, kühler Nachhall von großer Reinheit.

Mach was draus

Austern, Meeresfrüchte, edler Fisch, Sushi oder ein junger Comté. Ein Aperitif für Kenner. Serviere ihn bei 10 bis 12 °C im Weißweinglas, nicht zu kalt, und gib ihm Zeit im Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Blanc d'Argile ist Champagne mit Chablis im Herzen. Für mich einer der spannendsten Blanc de Blancs überhaupt.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was bedeutet R20? Die Trauben stammen aus der Ernte 2020. Eine Jahrgangsangabe trägt er nicht – dafür ist die Hefelagerzeit nach den Regeln der Appellation zu kurz.

Wie wird er gemacht? Die Trauben kommen in eine Coquard-Presse, der Most gärt spontan in gebrauchten Fässern (500–600 l), ein kleiner Teil in Amphoren. Nach anderthalb Jahren Hefelager oder etwas mehr wird per Hand gerüttelt und degorgiert; eine Dosage gibt es nicht.

100 % Chardonnay · Lage Biaunes plus Fonnet und Vouette · Aube · Mergel des Kimmeridge, Portland-Kalk · Reben aus Selektion Selosse und Dauvissat · 15–20 hl/ha · Ernte 2020 (R20) · Spontangärung · 500–600-l-Fässer, teils Amphore · ungeschönt, unfiltriert · Brut Nature · Demeter · Vouette & Sorbée, Buxières-sur-Arce · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Metzger Abyssus Pinot Noir 2017

Rotwein · Pinot Noir · Spätburgunder · Pfalz

Weingut Metzger Abyssus Pinot Noir ist ein kraftvoller, eleganter Spätburgunder aus der Pfalz – eine Spitzenabfüllung des Weinguts Uli Metzger. Im Barrique gereift, zeigt er Tiefe und Struktur. Im Glas dunkle Frucht, feine Würze und seidige Tannine.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima und die kalkgeprägten Böden bringen reife, ausdrucksstarke Spätburgunder hervor, die zu den anspruchsvollen Rotweinen der Region zählen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Pinot Noir (Spätburgunder) und reift im Barrique. Das verleiht ihm feine Würze, Struktur und seidige Tannine, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase dunkle Kirsche, Waldbeeren und feine Würze, dazu Noten aus dem Holzausbau. Am Gaumen elegant und tief, mit seidigen Tanninen und frischer Säure. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter tut dem Wein gut. Mit Reifepotenzial über mehrere Jahre.

Klassische Begleitung: Wild, Geflügel, Rind, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Spätburgunder)
Ausbau: Pinot Noir, Barriquereife

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Spanien

Sierra de Tolono tinto 2024

Rotwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa

Tempranillo Rioja Alavesa 500–700 m Jahrgang 2024 6 Monate gebrauchte Eiche ohne Filtration

Der Sierra de Toloño Rioja Tinto 2024 von Sandra Bravo ist der Basiswein einer Bodega, die den Rioja von der Fassrechnung zurück auf die Herkunft stellt. Die Parzellen liegen am Südhang der Sierra de Toloño auf 500 bis 700 Metern, der Ausbau endet nach rund sechs Monaten in gebrauchter französischer Eiche. Das Ergebnis ist ein klar gezeichneter Tempranillo mit Säurezug und kühler Frucht, näher an einem straffen Pinot Noir als an der holzbetonten Rioja-Schule.


Sierra de Toloño – Höhenlagen der Rioja Alavesa

Die Sierra de Toloño, westlicher Ausläufer der Sierra Cantabria, riegelt die Rioja Alavesa nach Norden gegen den atlantischen Einfluss ab und wirft ihre Hänge nach Süden in die Ebene des Ebro. Genau in dieser Staffelung liegen Sandra Bravos Parzellen: kalkhaltige Lehmböden mit hohem Steinanteil bei Labastida auf rund 650 Metern, ältere Anlagen bei Villabuena de Álava auf etwa 500 Metern, dazu Rebland bei Rivas de Tereso auf rund 700 Metern, teils mit Pflanzungen aus dem Jahr 1944. Die Bodega selbst steht in Villabuena.

Der Höhenunterschied ist hier kein Prestigemerkmal, sondern das eigentliche Arbeitsinstrument. Auf 650 bis 700 Metern fällt die Temperatur nachts deutlich ab, die Reife zieht sich in die Länge, und die Säure bleibt erhalten, während der Zucker langsamer steigt. Der Kalk im Untergrund verstärkt diesen Zug und hält die Reben in trockenen Sommern über Wasserreserven im Lehm am Leben. Die Parzellen werden ohne Herbizide bewirtschaftet, gelesen wird von Hand in 15-Kilo-Kisten mit Sortierung im Weinberg.

Sandra Bravo hat vor ihrer Rückkehr in die Rioja im Jahr 2012 in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahre im Priorat gearbeitet. Aus dieser Schule stammt die Arbeitsweise, die ihr Weingut von der klassischen Rioja-Industrie trennt: Herkunft der einzelnen Parzelle statt Ausbaustufen, Bodenprofil statt Fassalter. Der Tinto bündelt mehrere dieser Lagen und ist damit der Einstieg in ihr Lagenverständnis.

Jahrgang 2024 – Rioja Alavesa

2024 war in der Rioja ein nasser und im Vergleich zu den Vorjahren kühler Zyklus. Kräftige Niederschläge im März und Mai erschwerten Blüte und Fruchtansatz und kosteten Behangdichte. Zwischen dem 1. April und dem 30. Oktober fielen rund 407 mm Niederschlag – der feuchteste Vegetationsverlauf seit 2018, mehr als die Hälfte davon erst in September und Oktober. Die Durchschnittstemperaturen lagen unter dem Mittel der vorangegangenen sieben Jahre, eine einzige Hitzeperiode Ende Juli und Anfang August überschritt 35 °C. In den windexponierten Höhenlagen der Alavesa blieb der Pilzdruck dadurch beherrschbar, während tiefere Zonen stärker zu kämpfen hatten.

Die Lese begann in der Alavesa ab dem 17. September, Tempranillo folgte in der Regel ab dem 23. September; viele Betriebe zogen die Termine wegen der Regenfälle vor, um Aufplatzen und Fäulnis zuvorzukommen. Die Erntemenge fiel klein aus: 66,7 Millionen Kilo in der Rioja Alavesa, rund 264.000 Tonnen in der gesamten DOCa Rioja. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang im April 2025 als „Buena" ein. Stilistisch bringt 2024 der Region hellere Farbe, moderatere Alkoholgrade und höhere Säurewerte als die heißen Jahrgänge davor – ein Profil, das Bravos Arbeitsweise entgegenkommt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus mehreren Parzellen der Rioja Alavesa, Jahrgang 2024. Handlese in kleinen Kisten, Sortierung im Weinberg, anschließend Kaltmazeration vor der Gärung, um Frucht und Farbe schonend zu lösen. Die Extraktion bleibt zurückhaltend, kräftige Umpumpvorgänge unterbleiben.

Der Ausbau erfolgt über rund sechs Monate in gebrauchter französischer Eiche. Das Holz liefert Sauerstoff und Struktur, aber keine Röstaromatik – der Fassanteil ist hier Werkzeug, nicht Geschmacksträger. Gefüllt wird ohne Schönung und ohne Filtration, weshalb ein leichter Bodensatz möglich ist.

Im Glas

Mittleres Rubin mit heller Randzone. In der Nase Sauerkirsche und Weichsel, dazu Blutorangenschale, getrocknete Mittelmeerkräuter und eine ätherische Note, die an Wacholder erinnert. Am Gaumen schlank gebaut, mit feinkörnigem Tannin, salzigem Kalkzug und dunkler Lakritze im Hintergrund. Der Abgang bleibt kühl und zitrisch grundiert, ohne Süße im Nachhall.

Sechs Monate gebrauchtes Holz statt zwei Jahre Neuholz: Der Tinto zeigt Tempranillo als Rebsorte, nicht als Ausbaustil.

Der Wein braucht keine Karaffe, gewinnt aber nach zwanzig Minuten im Glas an Tiefe. Kühl servieren, 15 bis 16 °C. Der säurebetonte Jahrgang 2024 trägt ihn gut über die nächsten Jahre: trinkreif ab sofort, Entwicklung bis etwa 2031.

Am Tisch

Passt zu gegrilltem Lammkotelett, Pimientos de Padrón mit Meersalz, Chorizo und gereiftem Idiazábal. Auch zu Ente, Pilzgerichten und Tomatenschmorgerichten. Durch den geringen Holzeinsatz und die klare Säure verträgt er leichtere Küche als die meisten Riojas – gebratener Fisch mit Paprika und Knoblauch funktioniert ebenso.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte Tempranillo
Lage Südhänge der Sierra de Toloño, Rioja Alavesa, 500–700 m
Klassifikation DOCa Rioja
Jahrgang 2024
Vinifikation Handlese · Kaltmazeration · sanfte Extraktion
Ausbau ca. 6 Monate gebrauchte französische Eiche · ohne Schönung · unfiltriert
Boden kalkhaltiger Lehm mit hohem Steinanteil
Bewirtschaftung ohne Herbizide, Handlese in 15-kg-Kisten
Trinkempfehlung 2026–2031

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Rebsorten

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal trocken | Fenske's

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal ist ein klarer, kühler Sauvignon Blanc aus dem berühmten nordpfälzischen Zellertal. Spannungsvoll und von saftiger Mineralik geprägt – ein Wein, der animiert und Lust auf den nächsten Schluck macht.


Pfalz / Zellertal

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Die Reben gedeihen auf kalkgeprägten Böden, die dem Sauvignon Blanc seine kühle Spannung und saftige Mineralität verleihen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau stellt die klare, kühle und spannungsvolle Stilistik der Rebsorte in den Vordergrund, getragen von der Kalkmineralität des Zellertals. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase klar und kühl, rebsortentypisch mit Zitrus, Stachelbeere und grünen Kräuternoten. Am Gaumen spannungsvoll und straff, mit saftiger Mineralik, animierender Säure und klarem, frischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchten und Spargel.


Lage: Pfalz, Zellertal (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Ortswein – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: kühl und mineralitätsbetont (Kalkböden)

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