Juan Manuel Burgos präsentiert den "Ilegal"

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Weine

Aurore Casanova Puisieulx Grand Cru "Les Petites Vignes" Chardonnay

Der Aurore Casanova Les Petites Vignes Chardonnay ist ein Blanc de Blancs aus einer einzigen Lage in Puisieulx, mit nur rund 1 g Zucker pro Liter. Cremig, rassig und nussig – ein Grand Cru, den es so kaum woanders gibt.

Im Glas

Kräftiges Gold. Duft nach frischem Hefezopf, Nüssen und Trockenobst, mit einer würzigen, kalkigen Seite. Am Gaumen cremig und gleichzeitig rassig, helle Früchte, Salz und Kreide. Frisch bis zum Schluss, obwohl er im Holz gereift ist.

Mach was draus

Steinbutt mit Champagnersoße, Hähnchen mit Morcheln oder ein Stück Brie de Meaux. Auch als knochentrockener Aperitif funktioniert er. Lass ihn auf keinen Fall zu kalt werden. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Gib ihm ein großes Glas und eine Viertelstunde. Bei so wenig Dosage braucht er Luft, dann zeigt er Frucht und Nuss.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie trocken ist er? Extra Brut mit rund 1 g/l Restzucker laut Steckbrief, also fast ohne Dosage. Der vollständige biologische Säureabbau macht ihn trotzdem weich.

Wann wurden die Reben gepflanzt? 1988. Die Lage schaut nach Osten, der Boden ist Lehm über hartem Kalk in rund 80 Zentimetern Tiefe.

Lieu-dit Les Petites Vignes, Puisieulx Grand Cru · 100 % Chardonnay · Reben von 1988 · Basis 2021 plus Reserve aus der Lage · Spontangärung in 228- und 400-l-Fässern · 2–3 Jahre Hefelager · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, ca. 1 g/l · Aurore Casanova, Mardeuil · Stand: Oktober 2026

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Weine

Calalenta Pecorino Terre di Chieti Bianco

Weißwein · Terre di Chieti IGT · Pecorino

100 % Pecorino Terre di Chieti IGT Ortona · Adriaküste kalkhaltiger Ton Gärung bei 12 °C 80 % Edelstahl · 20 % großes Holzfass trocken

Fantini Calalenta Pecorino ist ein frischer, trockener Weißwein der Fantini-Farnese-Gruppe aus den Abruzzen. Reinsortiger Pecorino von Weinbergen um Ortona an der Adriaküste, kühl vergoren überwiegend im Edelstahl, zu einem Fünftel im großen Holzfass. Im Glas strohgelb mit grünlichen Reflexen, mit Birne, weißen Früchten und einer balsamischen Note, elegant und saftig am Gaumen.


Ortona – Pecorino auf kalkhaltigem Ton an der Adria

Pecorino ist eine autochthone Weißweinsorte aus den Abruzzen und den Marken – mit dem gleichnamigen Schafskäse hat sie nichts zu tun. Die Sorte war fast verschwunden und wurde erst in den 1980er Jahren wiederentdeckt. Laut Fantini wachsen heute nur rund 300 Hektar in beiden Regionen. Der Name leitet sich der Überlieferung nach davon ab, dass eine Pecorino-Traube an die Form eines Schafskopfs erinnert.

Die Trauben für den Calalenta stammen aus Weinbergen um Ortona an der Adriaküste der Provinz Chieti. Die Reben sind nach Westen und Südwesten ausgerichtet, stehen auf kalkhaltigen Tonböden mittlerer Struktur und werden in der traditionellen Pergola erzogen.

Die Meeresnähe mildert die Sommerhitze, im Hinterland schirmt das Apennin-Massiv die Lagen gegen Niederschläge ab. Der kalkhaltige Ton speichert Wasser und hält die Säure der früh reifenden Sorte. So bleibt der Pecorino trotz südlicher Lage frisch und aromatisch.

Kühle Verarbeitung und großes Holz

Reinsortiger Pecorino. Nach dem Entrappen und Pressen wird der Most innerhalb weniger Sekunden unter Schutzgas auf −1 °C gekühlt, um Oxidation zu vermeiden und die Aromen zu bewahren. Anschließend klärt er sich statisch.

Die Gärung verläuft bei 12 °C, damit möglichst viele Aromen erhalten bleiben. 80 % des Mosts gären im Edelstahltank, 20 % in Eichenfässern von 40 Hektolitern. Das große Holz bringt Rundung und die balsamische Note, ohne die Frucht zu überdecken. Verantwortlich im Keller sind Rino Santeusanio und Francesco De Santis.

Im Glas

Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase weißfleischige Früchte, vor allem Birne, dazu eine balsamische Note aus dem Holzfass. Am Gaumen elegant, mit Frische und Saftigkeit, gut eingebundener Säure und harmonischem, trockenem Abgang.

Pecorino von kalkhaltigem Ton an der Adria, kühl vergoren mit einem Fünftel großem Holz: Birne, Frische und eine balsamische Note.

Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Meeresfrüchte, geräucherter Fisch, cremige Gemüsesuppen und Brathähnchen. Ebenso als Aperitif, zu Antipasti und Pasta mit hellen Saucen.


Produzent Fantini (Farnese-Gruppe), Abruzzen
Rebsorte 100 % Pecorino
Lage Ortona, Provinz Chieti · Adriaküste · West- und Südwestexposition · kalkhaltiger Ton · Pergola
Klassifikation Terre di Chieti IGT · trocken
Vinifikation Kühlung auf −1 °C unter Schutzgas · statische Klärung · Gärung bei 12 °C
Ausbau 80 % Edelstahltank · 20 % Eichenfässer à 40 hl

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Weine

Domaine Bretaudeau La Justice blanc 2023 BIO

Weißwein · Loire · Chardonnay & Savagnin

80% Chardonnay · 20% Savagnin Loire (Vin de France) Granit & Quarz 2023 · Bio (FR-BIO-01) Beton · Amphore · Holz

Der La Justice blanc 2023 Bio von Jérôme Bretaudeau ist eine ausdrucksstarke Cuvée aus 80 % Chardonnay und 20 % Savagnin von mineralreichen Granitböden an der Loire. Rauchig, salzig-mineralisch und präzise – Bretaudeaus Antwort auf die besten Jura-Weine.


Loire – Granit mit Quarzadern

La Justice wächst an der Loire auf mineralreichen Granitböden, die von weißen und rosafarbenen Quarzadern durchzogen sind. Diese Unterlage gibt dem Wein seine salzige Mineralität und Spannung. Die Chardonnay-Reben sind rund 30 Jahre alt, der Savagnin stammt aus jüngeren, etwa sechsjährigen Reben.

Mit der Jura-Sorte Savagnin und dem ungewöhnlichen Ausbau ist La Justice eine vinophile Antwort auf den Jura-Stil. Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01); der Wein wird als Vin de France geführt.

Jahrgang 2023 – Loire

2023 brachte an der Loire einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.

Für die Weißweine steht 2023 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieser Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 80 % Chardonnay und 20 % Savagnin, Jahrgang 2023, von Hand gelesen und ohne Eingriffe des Winzers vinifiziert (FR-BIO-01).

Die Reife erfolgt in einer Kombination aus ovalen Betonzisternen, 800-Liter-Amphoren und doppelwandigen Holzfässern. Diese Staffelung gibt dem Wein Struktur, Tiefe und vielschichtige Aromen.

Im Glas

In der Nase rauchige, mineralische und florale Aromatik mit großer Ausdruckskraft. Am Gaumen eine knackige, präzise Säure, elegante Länge und eine markante salzige Mineralität, die für Spannung und Finesse sorgt.

Rauchig, salzig-mineralisch und präzise – die vinophile Antwort an die besten Jura-Weine, von der Loire.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller oder Sahnesauce, Pilzgerichte, dazu gereifter Hartkäse wie Comté. Ein Wein für würzige, herzhafte Gerichte.


Lage: Loire; mineralreicher Granitboden mit weißen und rosa Quarzadern
Klassifikation: Vin de France (Loire); Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: 80 % Chardonnay, 20 % Savagnin; Beton, 800-l-Amphore, doppelwandiges Holzfass; ohne Eingriffe

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Rebsorten

Horst Sauer Escherndorfer Lump Riesling Trockenbeerenauslese 2017

Weißwein · Edelsüß · Franken · Riesling

Horst Sauer Escherndorfer Lump Riesling Trockenbeerenauslese 2017 ist eine der großen edelsüßen Spezialitäten Deutschlands – Falstaff vergab 99 Punkte, dazu Gold bei der International Wine Challenge und der IWSC. Mango, Passionsfrucht und kandierter Pfirsich, enorm konzentriert und doch von höchster Eleganz.


Escherndorfer Lump

Das Weingut Horst Sauer in Escherndorf an der Mainschleife zählt zu den Spitzenbetrieben Frankens. Horst Sauer und seine Tochter Sandra, seit 2004 im Betrieb, sind besonders für ihre edelsüßen Weine berühmt. Der Escherndorfer Lump ist ein steiler, nach Süden ausgerichteter Hang über dem Main, geschützt vor kalten Nord- und Ostwinden, mit kalkreichem Boden.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2017. Für eine Trockenbeerenauslese werden ausschließlich von Edelfäule geschrumpfte, rosinenartig eingetrocknete Beeren von Hand verlesen – daraus entsteht nur eine winzige Menge hochkonzentrierten Mostes.

Im Glas

Leuchtendes, sattes Gold. In der Nase Mango, Passionsfrucht, kandierter Pfirsich und Orangenmarmelade, dazu Jasmin und ein Hauch Botrytis. Am Gaumen sehr viskos, von fast schmerzhafter Konzentration, zugleich mineralisch und mit bissiger Säure – bei aller Dichte höchst elegant, mit langem, fruchtbetontem Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren. Jetzt ein Genuss und über viele Jahrzehnte lagerfähig.

Klassische Begleitung: Gänseleber, Blauschimmelkäse, Fruchtdesserts – oder ganz für sich.


Lage: Escherndorfer Lump, Mainschleife (Franken); steiler Südhang
Klassifikation: Prädikatswein – Trockenbeerenauslese, edelsüß
Jahrgang: 2017
Auszeichnungen: Falstaff 99 Punkte; Gold IWSC und International Wine Challenge

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Rebsorten

Jean-Marc Vincent Bourgogne blanc 2024

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC Chassagne-Montrachet · 0,20 ha ≥15 Monate Holz · Feinhefe 2024

Der Bourgogne Blanc 2024 von Anne-Marie und Jean-Marc Vincent ist alles andere als „einfach“: ein puristischer Chardonnay mit Biss, Würze, Knackigkeit und Cremigkeit. Die Trauben stammen aus dem südwestlichen Chassagne-Montrachet bei Remigny – ein Tropfen, der die Klasse und Diskretion eines deutlich höher klassifizierten Crus zeigt.


Chassagne-Montrachet – Chardonnay vom Kalk

Der nur 0,20 Hektar große Wingert liegt im südwestlichen Teil von Chassagne-Montrachet bei Remigny, auf einem Gemisch aus Kalkstein und Ton. Auf diesem Boden wächst ein Chardonnay mit Rasse und Mineralität, der weit über seine Appellationsstufe hinausreicht.

Die Domaine Jean-Marc Vincent hat ihren Sitz in Santenay in der südlichen Côte de Beaune. Jean-Marc baute das familiäre Gut ab 1997 wieder auf – heute rund sechs Hektar, seit 2003 ohne Herbizide bewirtschaftet (nicht zertifiziert). Handlese in mehreren Durchgängen, sehr niedrige Erträge und akribische Selektion sind die Grundlage seiner Weine.

Jahrgang 2024 – Burgund

2024 war im Burgund kühler und feuchter. Auf einen milden, nassen Winter und frühen Austrieb folgte ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost, Hagel und hohem Krankheitsdruck; die Blüte verlief uneinheitlich. Der Sommer wurde trockener, die Reife verlief langsam, die Lese spät – mit strenger Selektion und teils stark reduzierten Erträgen.

Das Resultat bei den Weißweinen: klare, feine, balancierte Weine mit pikanter Frische und kühler Eleganz. Auch dieser Bourgogne zeigt sich entsprechend etwas frischer und rassiger, mit einem Punkt mehr Säure und Spannung.

Im Glas

Honigmelone, geröstete Haselnuss, Salzkristall, Blumenwiese und eine feine Artischockennote. Am Gaumen knackig und cremig zugleich, mit Würze und einem feingewobenen, langen Nachhall voller Eleganz und Tiefe.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Bei 11–13 °C servieren.


Lage: südwestlicher Chassagne-Montrachet bei Remigny; Kalkstein-Ton; 0,20 ha
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC
Ausbau: spontane Gärung im Holzfass, ≥15 Monate auf Feinhefe, ca. 10–15% neues Holz, nicht abgezogen; Handarbeit im Weinberg, wenig Schwefel

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Savigny-les-Beaune Aux Vergelesses 1er Cru 2024

Weißwein · Savigny-lès-Beaune 1er Cru (Côte de Beaune) · Chardonnay

Chardonnay Savigny-lès-Beaune 1er Cru Aux Vergelesses (blanc) Domaine Pierre Vincent 0,58 ha · gepflanzt 1989/1999 Ton & Kalk · oben am Hang ~15 % Neuholz · ~12 Mon. Fass + 6 Mon. Tank 2024

Der Domaine Pierre Vincent Savigny-lès-Beaune 1er Cru „Aux Vergelesses" blanc 2024 ist ein rarer weißer Premier Cru. Pierre Vincent – zuvor prägend bei der Domaine Leflaive und der Domaine de la Vougeraie – gewinnt aus diesem hoch am Hang gelegenen Climat einen dichten, salzig-mineralischen Chardonnay von großer Spannung.


Aux Vergelesses – rarer weißer 1er Cru

Pierre Vincent zählt zu den angesehensten Winzern des Burgund: von 2006 bis 2016 Technischer Direktor der Domaine de la Vougeraie, danach bis Ende 2024 Kellermeister und Geschäftsführer der Domaine Leflaive in Puligny-Montrachet. 2023 übernahm er mit Partnern die Domaine des Terres de Velle in Auxey-Duresses und benannte sie in Domaine Pierre Vincent um – ein kleines Gut über rund zwanzig Appellationen der Côte de Beaune, mit Reben von durchschnittlich rund 60 Jahren aus Massenselektion, ohne Herbizide bewirtschaftet und parzellenweise vinifiziert.

In Savigny-lès-Beaune liegt der Climat Les Vergelesses oben am Hang und ist in Chardonnay eher selten – die meisten Vergelesses-Parzellen tragen Pinot Noir. Vincents Parzelle misst 0,58 Hektar (gepflanzt 1989 und 1999) auf ton- und kalkgeprägtem Boden. Die südexponierte, luftige Höhenlage bewahrt Frische und Energie und verleiht dem Wein Spannung, Tiefe und mineralische Präzision.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein kühleres, feuchtes Jahr. Auf einen milden, nassen Winter folgten früher Austrieb und ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost- und Hagelrisiko sowie hohem Krankheitsdruck; die Blüte verlief uneinheitlich. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel spät aus, mit strenger Selektion und teils stark reduzierten Erträgen. Die Mostgewichte blieben moderat – die Weißweine zeigen sich klar und fein, mit pikanter Frische, kühler Eleganz und lebendiger Säure.

Ausbau

Trockener Savigny-lès-Beaune 1er Cru aus dem Climat Aux Vergelesses, Jahrgang 2024; 100 % Chardonnay von ton- und kalkgeprägtem Boden.

Nach langem, sanftem pneumatischem Pressen und einer Nacht Vorklärung beginnt die alkoholische Gärung teils im Edelstahltank; anschließend wird der Most für die malolaktische Gärung ins Fass gelegt (rund 15 % Neuholz) und zwölf Monate im Holz ausgebaut. Danach folgen etwa sechs Monate im Edelstahltank, um Frische und Spannung zu bewahren, bevor der Wein gefüllt wird. Die Reben werden ohne Herbizide bewirtschaftet.

Im Glas

Ein energiegeladener weißer 1er Cru: weißer Pfirsich und Zitrus, dazu weiße Blüten, ein Hauch Haselnuss und eine feine, salzig-jodige sowie kalkige Mineralität. Am Gaumen präzise und spannungsreich, mit dezenter, cremiger Textur aus dem Fassausbau, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Weißer Pfirsich, Zitrus und weiße Blüten über Haselnuss und salzig-kalkiger Mineralität – präzise und spannungsreich, mit feiner cremiger Textur, lebendiger Säure und langem Nachhall.

Ein präziser, energiegeladener weißer 1er Cru mit gutem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Aux Vergelesses, Savigny-lès-Beaune 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund); oben am Hang, Ton und Kalk; Parzelle 0,58 ha, gepflanzt 1989/1999
Klassifikation: Savigny-lès-Beaune Premier Cru, AOC (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: sanfte Pressung, alkoholische Gärung teils im Tank, malolaktische Gärung im Fass (~15 % Neuholz), ~12 Monate Fass, danach ~6 Monate Tank; Bewirtschaftung ohne Herbizide

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Länder/Regionen

Fratelli Revello Barolo 2021

Rotwein · Barolo DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barolo DOCG Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben 1960–2000 24 Monate franz. Barrique 2021

Der Revello Fratelli Barolo 2021 DOCG ist der klassische Gemeinde-Barolo des Hauses – aus Nebbiolo-Reben in der Frazione Annunziata bei La Morra. Ein eleganter, fein strukturierter Barolo, der den parfümierten, harmonischen Stil von La Morra verkörpert.


Barolo aus La Morra – der Annunziata-Stil

Die Trauben stammen aus rund 2,3 Hektar Weinbergen in der Frazione Annunziata in La Morra – mit südöstlicher (250 m) und südwestlicher Ausrichtung (260 m). Die Nebbiolo-Reben wurden zwischen 1960 und 2000 gepflanzt und wurzeln in kalk- und tonhaltigen Böden, die in La Morra für besonders parfümierte, feingliedrige und elegante Baroli stehen.

La Morra gilt als die Gemeinde der zugänglicheren, aromatisch offenen und harmonischen Barolo-Stilistik – ein Kontrast zu den straffen, kraftvollen Weinen aus Serralunga oder Monforte. Der bewusst moderate Ertrag von 6,0 bis 7,0 t pro Hektar sorgt für Konzentration und Tiefe.

Jahrgang 2021 – Barolo

2021 gilt im Barolo als klassischer, hochwertiger Jahrgang: Ein kühleres, ausgeglichenes Jahr brachte Nebbioli mit klarer, frischer Frucht, feiner Säurespannung und präziser, fein gewobener Tanninstruktur. Aus den Annunziata-Lagen in La Morra ergibt das einen eleganten, harmonischen Barolo mit Tiefe, Frische und großem Reifepotenzial. Die Lese erfolgte Mitte Oktober.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2021, Barolo DOCG, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs bis acht Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein 24 Monate in französischen Barriques, davon 20 % neu und 80 % gebraucht. Abfüllung im Juli des Jahres vor der Verkaufsfreigabe, Verkauf im März des vierten Jahres nach der Ernte.

Im Glas

Aus den kalk-tonigen Annunziata-Lagen lebt dieser Barolo vom parfümierten La-Morra-Stil: rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, dazu die sortentypische florale Note von Rose und Veilchen, untermalt von Leder, Teer und feiner Würze. Der überwiegend gebrauchte Barrique-Ausbau bindet das Holz dezent ein und lässt der Frucht den Vortritt. Am Gaumen elegant und fein strukturiert, mit feinkörnigem, gut eingebundenem Tannin, lebendiger Säure und einem langen, harmonischen Nachhall.

Rote Frucht, Rose und Veilchen, Leder und feine Würze – elegant und fein strukturiert, mit feinkörnigem Tannin und langem, harmonischem Nachhall.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Gutes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 17–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Rind (Brasato al Barolo), zu Wild und Wildgeflügel, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Weinberge in der Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); ca. 2,3 ha, Südost- (250 m) und Südwest-Ausrichtung (260 m); Kalk-Ton-Boden; Reben 1960–2000
Klassifikation: Barolo DOCG, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (6–8 Tage), Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Stahl; 24 Monate französische Barriques (20 % neu, 80 % gebraucht)

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Spanien

Vega Sicilia Unico Reserva Especial Edition 2022

Rotwein · Ribera del Duero · Reserva Especial · Multi-Vintage

95% Tinto Fino · 5% Cabernet Sauvignon Ribera del Duero Cuvée 2008 · 2010 · 2011 jahrgangslos Reserva Especial

Der Vega Sicilia Único Reserva Especial (Edition 2022) ist ein jahrgangsloser Wein und eine Hommage an den Stil des Guts. Er vereint drei Único-Jahrgänge – 2008, 2010 und 2011 – zu einer Cuvée aus 95% Tinto Fino (Tempranillo) und 5% Cabernet Sauvignon. Für die Reserva Especial werden ausschließlich die besten Único-Jahrgänge verschnitten.


Finca Vega Sicilia – Ribera del Duero

Das Gut Vega Sicilia erstreckt sich über fast 1.000 Hektar, von denen 210 Hektar dem Weinbau gewidmet sind. Die Reben stehen auf 700 bis 900 Metern Höhe, in einem Mosaik aus 19 Bodenarten und 64 kleinteiligen Parzellen, geformt vom Fluss Duero. Das Durchschnittsalter der Reben liegt bei rund 36 Jahren, bei einer Pflanzdichte von 2.222 Stöcken pro Hektar.

Die Parzellenvielfalt erlaubt es, über mehrere Jahrgänge hinweg genau die Lagen auszuwählen, die für den Único Kraft und zugleich Finesse liefern – die Grundlage für den verschnittenen Stil der Reserva Especial.

Die Jahrgänge 2008, 2010 und 2011

Die Reserva Especial ist bewusst kein Jahrgangswein, sondern ein Verschnitt aus drei gereiften Único-Jahrgängen, der den Hausstil über die Schwankungen einzelner Erntejahre stellt. Diese Edition baut auf 2008, 2010 und 2011 auf.

2008 gilt in der Ribera del Duero als kühlerer, klassisch gezeichneter Jahrgang mit Frische, 2010 als einer der strukturiertesten und langlebigsten der jüngeren Geschichte, 2011 als warmes, reifes Jahr mit Kraft. Im Verschnitt ergänzen sich Frische, Struktur und Fülle dieser drei Jahre.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95% Tinto Fino und 5% Cabernet Sauvignon.

Die Reserva Especial entsteht aus bereits nach dem Vega-Sicilia-Prinzip langgereiften Único-Jahrgängen – mehrjähriger Ausbau in Holz (Barrique und große Holztanks) und ausgedehnte Flaschenreife – die anschließend verschnitten werden. Das Ergebnis ist ein Wein, der die Tiefe mehrerer Erntejahre in sich trägt.

Im Glas

Tiefes, gereiftes Rot. Komplex und vielschichtig, mit reifer dunkler Frucht, Leder, Tabak, Edelholz und feiner Würze. Am Gaumen seidig und tief, mit feinem Tannin und langem Abgang – die Reife der Einzeljahrgänge zeigt sich in der Geschlossenheit des Verschnitts.

Kein Jahrgangswein, sondern ein Verschnitt der Zeit: drei gereifte Único-Jahrgänge, vereint zum Hausstil von Vega Sicilia.

Schon jetzt zugänglich, bei optimaler Lagerung aber über viele Jahre haltbar. Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei rund 18 °C ausschenken.

Am Tisch

Lamm, Rind und Wild, Schmorgerichte und Edelstücke vom Grill, dazu gereifter Hartkäse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Finca Vega Sicilia, Ribera del Duero (Spanien); 700–900 m, 19 Bodenarten / 64 Parzellen
Klassifikation: Ribera del Duero DO
Ausbau: 95% Tinto Fino, 5% Cabernet Sauvignon; Verschnitt der Jahrgänge 2008, 2010, 2011; mehrjähriger Holz- und Flaschenausbau

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