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Weine

Calalenta Pecorino Terre di Chieti Bianco

Weißwein · Terre di Chieti IGT · Pecorino

100 % Pecorino Terre di Chieti IGT Ortona · Adriaküste kalkhaltiger Ton Gärung bei 12 °C 80 % Edelstahl · 20 % großes Holzfass trocken

Fantini Calalenta Pecorino ist ein frischer, trockener Weißwein der Fantini-Farnese-Gruppe aus den Abruzzen. Reinsortiger Pecorino von Weinbergen um Ortona an der Adriaküste, kühl vergoren überwiegend im Edelstahl, zu einem Fünftel im großen Holzfass. Im Glas strohgelb mit grünlichen Reflexen, mit Birne, weißen Früchten und einer balsamischen Note, elegant und saftig am Gaumen.


Ortona – Pecorino auf kalkhaltigem Ton an der Adria

Pecorino ist eine autochthone Weißweinsorte aus den Abruzzen und den Marken – mit dem gleichnamigen Schafskäse hat sie nichts zu tun. Die Sorte war fast verschwunden und wurde erst in den 1980er Jahren wiederentdeckt. Laut Fantini wachsen heute nur rund 300 Hektar in beiden Regionen. Der Name leitet sich der Überlieferung nach davon ab, dass eine Pecorino-Traube an die Form eines Schafskopfs erinnert.

Die Trauben für den Calalenta stammen aus Weinbergen um Ortona an der Adriaküste der Provinz Chieti. Die Reben sind nach Westen und Südwesten ausgerichtet, stehen auf kalkhaltigen Tonböden mittlerer Struktur und werden in der traditionellen Pergola erzogen.

Die Meeresnähe mildert die Sommerhitze, im Hinterland schirmt das Apennin-Massiv die Lagen gegen Niederschläge ab. Der kalkhaltige Ton speichert Wasser und hält die Säure der früh reifenden Sorte. So bleibt der Pecorino trotz südlicher Lage frisch und aromatisch.

Kühle Verarbeitung und großes Holz

Reinsortiger Pecorino. Nach dem Entrappen und Pressen wird der Most innerhalb weniger Sekunden unter Schutzgas auf −1 °C gekühlt, um Oxidation zu vermeiden und die Aromen zu bewahren. Anschließend klärt er sich statisch.

Die Gärung verläuft bei 12 °C, damit möglichst viele Aromen erhalten bleiben. 80 % des Mosts gären im Edelstahltank, 20 % in Eichenfässern von 40 Hektolitern. Das große Holz bringt Rundung und die balsamische Note, ohne die Frucht zu überdecken. Verantwortlich im Keller sind Rino Santeusanio und Francesco De Santis.

Im Glas

Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase weißfleischige Früchte, vor allem Birne, dazu eine balsamische Note aus dem Holzfass. Am Gaumen elegant, mit Frische und Saftigkeit, gut eingebundener Säure und harmonischem, trockenem Abgang.

Pecorino von kalkhaltigem Ton an der Adria, kühl vergoren mit einem Fünftel großem Holz: Birne, Frische und eine balsamische Note.

Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Meeresfrüchte, geräucherter Fisch, cremige Gemüsesuppen und Brathähnchen. Ebenso als Aperitif, zu Antipasti und Pasta mit hellen Saucen.


Produzent Fantini (Farnese-Gruppe), Abruzzen
Rebsorte 100 % Pecorino
Lage Ortona, Provinz Chieti · Adriaküste · West- und Südwestexposition · kalkhaltiger Ton · Pergola
Klassifikation Terre di Chieti IGT · trocken
Vinifikation Kühlung auf −1 °C unter Schutzgas · statische Klärung · Gärung bei 12 °C
Ausbau 80 % Edelstahltank · 20 % Eichenfässer à 40 hl

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 4

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 4 ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni mit zehn bis zwölf Jahren Fassreife. „Scudo 4" ist die längstgereifte Stufe der Bertoni-Skala – dicht, mit intensivem Körper und großer Ausgewogenheit. Er entsteht aus gekochtem Traubenmost mit einem kleinen Anteil Weinessig. Durch die lange Reifung in Holzfässern gewinnt er Tiefe und Komplexität.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht hier aus gekochtem Traubenmost mit einem kleinen Anteil Weinessig und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Gekochter Traubenmost mit einem kleinen Anteil Weinessig reift zehn bis zwölf Jahre in Holzfässern. Die lange Reifung verdichtet ihn zu einem intensiven, ausgewogenen Essig. Zutaten: gekochter Traubenmost, Weinessig. Enthält Sulfite.

Geschmack

Tiefdunkel und glänzend, von dichter, sirupartiger Viskosität. Im Geschmack intensiv und vielschichtig, mit kraftvollem Körper und ausgewogener Süße. Der Abgang ist sehr lang.

Am Tisch

Roh und tropfenweise einsetzen – ideal zu Foie Gras, reifem Käse, Edelpilzen, geräuchertem Lachs, Fisch-Tartar, Muscheln, Schalentieren, Kaviar und dunkler Schokolade. Auch feine Salate gewinnen dadurch. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP, Stufe „Scudo 4"
Zutaten gekochter Traubenmost, Weinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 10–12 Jahre Reifung in Holzfässern
Mindesthaltbarkeit (MHD) 2035

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Frankreich

Chateau Margaux 2010

Rotwein · Margaux · Cabernet Sauvignon · Premier Grand Cru Classé

Château Margaux 2010 Grand Vin ist einer der berühmtesten Rotweine der Welt – ein Premier Grand Cru Classé aus der Appellation Margaux am linken Ufer der Gironde. 2010 zählt zu den legendären Jahrgängen des Hauses und vereint Reife mit großer Frische. Der Wein steht wie kein anderer für die Eleganz und das Parfüm des Médoc; die Assemblage wird von Cabernet Sauvignon dominiert. Im Glas finessenreich, tief und von außergewöhnlicher Alterungsfähigkeit.


Margaux

Margaux ist eine der renommiertesten Gemeinde-Appellationen des Médoc, berühmt für besonders elegante, feingliedrige und parfümierte Rotweine. Die tiefgründigen Kiesböden mit hervorragender Drainage bieten ideale Bedingungen für Cabernet Sauvignon. Château Margaux ist ein Premier Grand Cru Classé (1855).

Assemblage und Ausbau

Die Assemblage wird von Cabernet Sauvignon (meist um 90 %) dominiert, ergänzt um Merlot, Petit Verdot und Cabernet Franc. Der Wein reift im Barrique mit hohem Anteil neuer Eiche, was ihm Struktur, Finesse und großes Reifepotenzial verleiht.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase ein vielschichtiges Parfüm aus Cassis, Veilchen, Zedernholz, feinen Gewürzen und floralen Noten. Am Gaumen elegant und seidig, zugleich tief und konzentriert, mit feinkörnigem, reifem Tannin. Der Abgang ist sehr lang und von großer Finesse – die Klasse eines Spitzenjahrgangs.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine lange Belüftung im Dekanter ist zu empfehlen. Der Wein entfaltet sein volles Potenzial erst nach Jahren und trägt über Jahrzehnte.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Margaux, Médoc (Bordeaux); tiefe Kiesböden
Klassifikation: Margaux AOC – Premier Grand Cru Classé (1855)
Ausbau: Cabernet Sauvignon-dominiert, Barriqueausbau (hoher Neuholzanteil)

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Schaumweine

Krug Clos d'Ambonnay Blanc de Noirs 2006 Brut

Zu den seltensten Champagnern der Welt gehört der Krug Clos d'Ambonnay 2006. Er stammt aus einem einzigen, Weinberg von gerade 0,68 Hektar im Grand-Cru-Dorf Ambonnay, eingefasst von Mauern aus dem Jahr 1766. Eine Lage, eine Rebsorte, ein Jahr – und 2006 erst der sechste Jahrgang überhaupt.

Im Glas

Die Farbe ist ein strahlendes Strohgold mit zartem Glanz, die Perlen sind sehr fein. Im Duft reife rote Früchte, Brioche, geröstete Haselnüsse, Gewürze und feine Holznoten. Am Gaumen intensiv und dabei schwerelos, kraftvoll gebaut, mit lebendiger Frische. Der Nachhall scheint kein Ende zu nehmen.

Mach was draus

Kalbsfilet, Steinbutt, Wolfsbarsch mit Fenchel oder gegrillter Oktopus. Oder ganz allein, für einen Moment, der in Erinnerung bleiben soll. Ideal sind 10 bis 12 °C und ein großes Glas – bitte nicht eiskalt. Er hat Reifepotenzial für viele Jahre.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ein Glas Clos d'Ambonnay erlebt man nicht oft im Leben. Teile es mit Menschen, die es zu schätzen wissen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie kam Krug zu diesem Weinberg? Rémi und Henri Krug suchten nach dem Clos du Mesnil eine Pinot-Noir-Lage. Sie fanden die Parzelle 1991, kauften sie 1994, und 1995 entstand der erste Jahrgang.

Wie viele Flaschen gibt es? Vom Jahrgang 2006 wurden 4.514 Flaschen und 800 Magnums gefüllt, jede einzeln nummeriert.

Rebsorte: Pinot Noir, weiß gekeltert · Lage: Clos d'Ambonnay (Montagne de Reims, Grand Cru), 0,68 ha, Mauer von 1766 · Jahrgang 2006, sechster Jahrgang der Lage · erste Gärung im kleinen Eichenfass · über 10 Jahre Hefelager · 4.514 Flaschen, 800 Magnums · Brut · Champagne Krug, Reims · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Argentiera Poggio ai Ginepri Bolgheri 2023

Wein · Rotwein · Bolgheri · Italien

Argentiera Poggio ai Ginepri ist eine vollmundige Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot, die mit Noten von roten Beerenfrüchten und Vanille besticht. Im Geschmack leichte Anklänge von Gewürzen und Pflaume. Sehr rund, warm und mit einer knackigen Frische versehen; weiche, harmonische Tannine im Nachhall.


Bolgheri / Toskana

Die Tenuta Argentiera liegt im Süden der Bolgheri DOC an der toskanischen Maremma-Küste. Poggio ai Ginepri („Hügel der Wacholder") stammt aus den tiefer gelegenen, meeresnahen Lagen des Guts und war der erste Wein der Tenuta – heute ihr zugänglicher Signature-Rotwein. Kühlende Meeresbrisen sorgen für Frische und mediterranen Charakter.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot, jede Sorte separat im Edelstahl vergoren. Anschließend reift der Wein rund acht Monate – zur Hälfte in gebrauchten Barriques aus französischer und ungarischer Eiche (dort die malolaktische Gärung), zur Hälfte im Edelstahl. So bleibt die Frucht im Vordergrund, ergänzt um eine dezente Vanillenote. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Kräftiges Rubinrot. In der Nase rote Beerenfrüchte, weißer Pfeffer und Zimt, dazu ein Hauch Vanille. Am Gaumen rund, warm und vollmundig, mit leichten Anklängen von Pflaume und Gewürzen, knackiger Frische und weichen, harmonischen Tanninen; sauberer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger Essensbegleiter.

Passt zu: Pasta, Suppen, gebratenem und gegrilltem rotem Fleisch, Aufschnitt und mittelreifem Käse.


Lage: Bolgheri DOC, Maremma (Toskana, Italien); Tenuta Argentiera
Klassifikation: Bolgheri Rosso DOC – Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah & Merlot, trocken
Ausbau: ~8 Monate, zur Hälfte in gebrauchten Barriques (französische/ungarische Eiche), zur Hälfte im Edelstahl

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Rebsorten

Schwedhelm Kreuzberg Chardonnay 2022 trocken

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Kreuzberg Chardonnay 2022 ist ein sehr fruchtbetonter, mineralischer Chardonnay aus dem Zellertal. Geschmacklich klar, druckvoll und komplex, bleibt er lange am Gaumen und zeigt dennoch eine sehr feine Art.


Pfalz / Zeller Kreuzberg

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Die Lage Zeller Kreuzberg mit ihren kalkmergelgeprägten Böden bringt fruchtbetonte, mineralische Weine mit klarer Herkunftshandschrift hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Der Ausbau betont die klare Frucht, die mineralische Prägung der Lage und eine weiche Säurestruktur, die dem Wein Balance verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Aromatik nach Banane, mit etwas Feuerstein und Aprikose. Am Gaumen sehr klar, druckvoll und komplex, mit langem Nachhall und dennoch feiner Art; eine weiche Säurestruktur rundet das Ganze ab.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: edlem Fisch, Geflügel, Kalb, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Zeller Kreuzberg (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: frucht- und mineralitätsbetont (Kalkmergel)
Jahrgang: 2022

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Rebsorten

Pichler-Krutzler Grüner Veltliner Rothenhof Alte Reben 2021

Weißwein · Wachau DAC · Grüner Veltliner

Grüner Veltliner Wachau DAC · Ried Rothenhof Unterloiben Pflanzung 1940 2021 trocken

Der Pichler-Krutzler Grüner Veltliner Rothenhof Alte Reben 2021 stammt von Reben aus dem Jahr 1940 in der Ried Rothenhof bei Unterloiben, am östlichsten Rand der Wachau. 2021 ist der erste Jahrgang dieses Weins. Elisabeth Pichler-Krutzler und Erich Krutzler zeigen hier einen dichten, straffen Veltliner, dessen Kraft aus dem Alter der Stöcke kommt und dessen Spannung aus einem kühlen Wachauer Herbst.


Ried Rothenhof – Grenzlage am Fuß des Pfaffenbergs

Die Ried Rothenhof liegt bei Unterloiben und trägt den Namen eines kleinen Weilers, der die Wachau zum benachbarten Kremstal hin abschließt. Sie umfasst 5,35 Hektar auf 199 bis 256 Metern Seehöhe, ausgerichtet nach Südwest bis Süd. Die Hangneigung beträgt im Mittel 21 %, an der steilsten Stelle 81 %. Die Weingärten sind nur teilweise terrassiert. Urkundlich erwähnt ist die Lage erstmals 1756.

Die Nähe zum Strom prägt das Mikroklima: Die Rebzeilen enden rund 68 Meter vor der Donau, die tagsüber Wärme speichert und nachts kühle Luft durch das Tal führt. Pro Jahr fallen hier rund 2.206 Sonnenstunden an. Für die Bewirtschaftung der gesamten Riede werden etwa 2.400 Arbeitsstunden veranschlagt.

Pichler-Krutzlers Parzelle liegt im unteren Teil der Lage, am Fuß des Pfaffenbergs und angrenzend an die Ried Mühlpoint. Anders als die kargen Gneis- und Glimmerschieferböden des Pfaffenbergs darüber stehen die 1940 gepflanzten Veltliner hier auf tiefgründigem Löss mit Schotteranteil. Diese Böden speichern Wasser und geben dem Wein Fülle, während die Wurzeln der über 80 Jahre alten Reben tief genug reichen, um auch in trockenen Phasen gleichmäßig zu versorgen.

Jahrgang 2021 – Wachau

Das Wachauer Weinjahr 2021 begann mit einem ungewöhnlich späten Austrieb, dem eine trockene Phase bis Anfang Juli folgte. Die Blüte setzte österreichweit erst Mitte Juni ein. Im Juli und August regnete es häufig, dazu kamen Hagelschläge in Rossatz und in Dürnstein/Loiben – also genau im Umfeld des Rothenhofs. In den getroffenen Weingärten fielen die Mengeneinbußen erheblich aus, die Reife verzögerte sich. Die verletzten Beeren trockneten jedoch vollständig ab.

Ein sonniger, trockener Herbst mit kühlen Nächten brachte ideale Lesebedingungen. Über die gesamte Wachau lag die Erntemenge im langjährigen Durchschnitt. Die langsame Reife ergab gesunde Trauben mit klarer Aromatik und fester Säure. 2021 steht in der Wachau für präzise, elegante Weine mit Struktur und langem Reifepotenzial.

Alte Reben und Ausbau

Reinsortiger Grüner Veltliner aus dem Jahrgang 2021, von Reben der Pflanzung 1940. Das Weingut liest ausschließlich von Hand und selektiert bereits im Weingarten.

Der Wein reift auf der Feinhefe. Das gibt ihm Schmelz, ohne die Spannung des Jahrgangs zu überdecken, und bindet die Dichte der alten Reben in eine straffe Struktur ein. Er ist trocken durchgegoren.

Im Glas

Grüngelb mit silbrigen Reflexen. In der Nase Birne und Zitrusschale, dazu Wiesenkräuter und der typische weiße Pfeffer des Veltliners. Am Gaumen dicht und kompakt, mit einer vom Löss getragenen Fülle, die von der kühlen Säure des Jahrgangs gestrafft wird. Salzige Noten ziehen sich bis in den langen Abgang.

Reben aus dem Jahr 1940 auf Löss am Fuß des Pfaffenbergs: Fülle vom Boden, Spannung vom kühlen Wachauer Herbst 2021.

Jetzt bereits zugänglich, gewinnt mit einigen Jahren Flaschenreife an Tiefe. Eine halbe Stunde Luft öffnet die Aromatik. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Wiener Schnitzel, Backhendl und gebratenes Geflügel, Zander oder Saibling aus der Pfanne, Spargel und Gemüsegerichte mit Kräutern sowie mild-würzige asiatische Küche.


Produzent Weingut Pichler-Krutzler, Oberloiben (Dürnstein)
Rebsorte Grüner Veltliner
Lage Ried Rothenhof, Unterloiben, Wachau · 5,35 ha · 199–256 m · Südwest bis Süd · Hangneigung Ø 21 %, max. 81 % · Löss mit Schotter am Hangfuß
Klassifikation Wachau DAC · Riedenwein · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation Handlese · Selektion im Weingarten
Ausbau auf der Feinhefe
Rebenalter Pflanzung 1940
Erster Jahrgang 2021

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Rebsorten

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023 ist ein Pinot Blanc vom Weingut H.P. Ziereisen in Efringen-Kirchen am Dreiländereck. Handwerklich konsequent vinifiziert – Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate Reife im großen Holzbehälter, Abfüllung ohne Filtration – ein Weißburgunder mit Substanz und klarer Herkunft.


Baden / Oberrhein

Das Weingut Ziereisen liegt in Efringen-Kirchen im südlichsten Zipfel Badens, unmittelbar am Dreiländereck D/F/CH. Die Weinberge profitieren vom kontinentalen Einfluss des Rheintals und von burgundisch geprägten Böden – Kalk und Lösslehm dominieren die Lagen rund um den Isteiner Klotz. Der Wein trägt die Bezeichnung Landwein Oberrhein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißem Burgunder (Pinot Blanc). Die handgelesenen Trauben wurden in der Korbpresse schonend gepresst; die Gärung erfolgte spontan mit traubeneigenen Hefen im großen traditionellen Holzbehälter. Nach 20 Monaten Hefelager wurde der Wein ohne Filtration abgefüllt – ein kleines natürliches Depot in der Flasche ist daher möglich. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Die Nase zeigt reife Birne, weißen Pfirsich und einen dezenten Ton von frischem Brotteig – typisch für den langen Hefekontakt. Am Gaumen dicht und vollmundig, mit klarer Säure, die dem Holzausbau Frische entgegensetzt. Der Abgang ist lang, mineralisch und leicht nussig.

Am Tisch

Ab sofort trinkbereit, entwickelt sich im Keller jedoch bis mindestens 2030 positiv. Vor dem Servieren 30 Minuten dekantieren oder im Glas öffnen lassen; bei 10–14 °C servieren.

Passt zu: Kalbsbries, Steinbutt, Jakobsmuscheln, reifem Comté sowie asiatisch inspirierten Gerichten mit Kokosmilch.


Lage: Baden, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Deutschland); Weingut H.P. Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Weißer Burgunder (Pinot Blanc), trocken
Ausbau: Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate großes Holz, unfiltriert
Jahrgang: 2023

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