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Weine

Herbert Zillinger Horizont Grüner Veltliner 2022 BIO

Weißwein · Weinviertel · Grüner Veltliner

Grüner Veltliner Weinviertel · Ebenthal Horizont Zillinger kalkreiche Böden teils großes Fuderfass unfiltriert Biodynamie (AT-BIO-402) 2022

Der Herbert Zillinger Horizont Grüner Veltliner 2022 ist ein mineralischer, kraftvoller Bio-Veltliner aus dem Weinviertel – mit ausgeprägter Aromatik, faszinierender Mineralik und einem langanhaltenden Finish. Saftig-frisch und straff-elegant im Abgang.


Horizont – der große Bruder der Neuland-Weine

Carmen und Herbert Zillinger in Ebenthal zählen zu den Paradewinzern des Weinviertels und gelten als biodynamische Pioniere der Region (Respekt-BIODYN, AT-BIO-402). Ihre Weine sind kompromisslos naturbelassen, puristisch und herkunftsgenau – „Zeit der Reife" statt schneller Effekte.

Die Horizont-Linie ist der große Bruder der Neuland-Weine und beeindruckt mit Reben von etwa 15 bis 25 Jahren. Teilweise im großen Fuderfass ausgebaut, gewinnt der Grüne Veltliner durch die subtile Oxidation an bemerkenswerter Komplexität, wobei das wiederverwendete Holz nur zart wahrnehmbar bleibt. Aus einer sorgfältigen Selektion mehrerer Weinberge bevorzugen Carmen und Herbert Lagen mit kalkreichen Böden – das verleiht dem Wein seine ausgeprägte Aromatik, faszinierende Mineralik und ein kraftvolles, langanhaltendes Finish.

Jahrgang 2022 – Weinviertel

Der Jahrgang 2022 bringt im Horizont Grünen Veltliner einen präzisen, mineralisch geprägten Wein mit reifer, klarer Frucht und lebendiger Spannung. Die kalkreichen Böden und der schonende Ausbau betonen Saftigkeit, Struktur und straffe Länge.

Ausbau

Reinsortiger Grüner Veltliner aus dem Jahrgang 2022, trocken; ohne DAC, unfiltriert, Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402).

Im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses: Spontangärung und Ausbau teils im großen Fuderfass, in dem die subtile Oxidation für Komplexität sorgt; das gebrauchte Holz bleibt nur zart spürbar. Unfiltriert abgefüllt, biodynamische Bewirtschaftung.

Im Glas

Der Horizont Grüne Veltliner zeichnet sich durch seine feinen, harmonisch eingebundenen Gerbstoffe aus. Am Gaumen entfalten sich unerwartete Noten von getrockneten Kräutern und exotischen Früchten, begleitet von Aromen wie Mirabelle, Holunder und Apfel. Der Abgang begeistert mit einer saftigen Frische und straffen Eleganz.

Feine Gerbstoffe, getrocknete Kräuter und exotische Frucht – saftige Frische und straffe Eleganz im Abgang.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit etwas Luft und Reife; profitiert von einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu Spargel und Gemüsegerichten sowie zur würzigen asiatischen Küche.


Lage: Weinviertel, Ebenthal (Österreich); Selektion mehrerer Weinberge mit kalkreichen Böden; Reben ~15–25 Jahre
Klassifikation: Grüner Veltliner (trocken), ohne DAC; Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402)
Ausbau: Grüner Veltliner; Spontangärung, teils großes Fuderfass mit subtiler Oxidation (Holz nur zart spürbar), unfiltriert; biodynamisch

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Rebsorten

Von Winning Marmar Riesling 2020

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Marmar (Fassselektion) Forster Ungeheuer von Winning · Deidesheim Buntsandstein · Kalk · Basalt trocken · kalkreiche, kühle Parzelle 100 % 500-l-Tonneau 2020

Der von Winning Marmar Riesling 2020 ist eine Selektion der allerbesten Fässer aus einer kalkreichen, kühlen Parzelle der Großen Lage Forster Ungeheuer. Konzentriert und intensiv, mit rauchiger Zitrusaromatik und unglaublicher Länge – kein klassischer Riesling, sondern ein ganz Großer.


Marmar – Fassselektion aus dem Forster Ungeheuer

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, trockene Rieslinge im Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Der Marmar ist eine besondere Selektion der allerbesten Fässer – der Name („zweimal Meer") spielt auf die zwischen zwei Seen gelegene Herkunftsparzelle an, da der Lagenname dem Ungeheuer-GG vorbehalten bleibt.

Die Trauben stammen aus einer kalkreichen, kühlen Parzelle der berühmten Einzellage Forster Ungeheuer (vor allem dem Unterbereich Dachsloch) mit besonders dünner Bodenauflage. Der Boden vereint Buntsandstein, Kalkfelsen und vulkanisches Basaltgestein. Hier entwickeln die Trauben höchste Konzentration und Intensität; der hohe Kalkanteil sorgt für Noblesse und Finesse.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 war in der Pfalz ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die kalkreiche, kühle Parzelle im Ungeheuer und der Ausbau im Tonneau bewahrten Konzentration, Frische und Spannung – Kraft und Finesse im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Ungeheuer, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Buntsandstein, Kalk und Basalt.

Für den Marmar werden die allerbesten Fässer selektiert; der Ausbau erfolgt zu 100 % im 500-Liter-Tonneau. Dieser lässt dem Wein genug Sauerstoff zur Entwicklung, ohne ihn geschmacklich zu verfälschen – so entsteht ein enorm dichter Riesling mit vibrierender Lebendigkeit und herrlichem Schmelz. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Ein enorm dichter, konzentrierter Riesling: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu eine rauchige Zitrusaromatik, feine Kräuterwürze und eine kalkig-salzige Mineralität. Am Gaumen kraft- und druckvoll, dabei vibrierend lebendig und frisch, mit herrlichem Schmelz aus dem Tonneau-Ausbau und einem außergewöhnlich langen, mineralischen Nachhall.

Konzentriert und intensiv, mit rauchiger Zitrusaromatik und unglaublicher Länge – kraft- und druckvoll, vibrierend lebendig, mit herrlichem Schmelz und kalkig-salziger Mineralität.

Ein enorm dichter, sehr langlebiger Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: kalkreiche, kühle Parzelle im Forster Ungeheuer (v. a. Dachsloch), Forst, Pfalz; Buntsandstein, Kalkfelsen und Basalt, dünne Bodenauflage; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, 100 % Ausbau im 500-l-Tonneau; Handarbeit im Weinberg

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Länder/Regionen

Thomas Morey Puligny-Montrachet La Truffière 1er Cru 2023

Weißwein · Puligny-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet 1er Cru La Truffière Côte de Beaune 2023

Der Thomas Morey Puligny-Montrachet La Truffière 1er Cru 2023 ist ein eleganter, finessenreicher Chardonnay aus einem der kleinsten Premier Crus der Appellation – expressiv, mineralisch und mit großer Persistenz.


La Truffière – der kleinste 1er Cru von Puligny

Mit knapp 2,5 Hektar ist La Truffière einer der kleinsten Premier Crus von Puligny-Montrachet. Den Namen verdankt die Lage dem burgundischen Trüffel, der hier früher kultiviert wurde und einst den Tisch der französischen Könige zierte. Der eher flache Boden ist rötlich gefärbt und durchzogen von zahllosen kleinen Kieselsteinen, die nachts die gespeicherte Sonnenwärme zurückgeben.

So reifen die Trauben gut aus – obwohl La Truffière in einer für Premier-Cru-Lagen ungewöhnlichen Höhe von rund 300 bis 330 Metern liegt, am oberen, südlichen Rand der Appellation Richtung Saint-Aubin. Kalksteingeprägtes Terroir und kühlere Höhenluft geben dem Wein seine feine Mineralität und feste Struktur.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Spontangärung mit eigenen, indigenen Hefen, Reife auf sehr feiner Hefe ohne übermäßige Bâtonnage in Fässern von 228 und 350 Litern mit nur rund 20 % neuem Holz; anschließend Lagerung im Tank und Abfüllung nach 16 bis 18 Monaten. Schwefel wird im strikten Minimum und nie während der Gärung eingesetzt – eine puristische, terroirbetonte Vinifikation.

Im Glas

Ein expressiver, schon in der Jugend hochparfümierter Puligny mit Anklängen von reifer Ananas und Mandelcreme. Am Gaumen elegant und finessenreich, mit klarer Mineralität, fester Struktur und guter Persistenz – ein Wein, der alle Merkmale eines großen Burgunders besitzt.

Finesse, Mineralität und Länge – La Truffière vereint die Eleganz von Puligny mit Thomas Moreys präziser Handschrift.

Schon jetzt zugänglich, mit deutlichem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer oder Languste, zu Jakobsmuscheln, zu gegrilltem oder gebratenem Meeresfisch, zu Bresse-Geflügel in Sauce sowie zu mildem Ziegenkäse oder Reblochon.


Lage: Puligny-Montrachet 1er Cru La Truffière, Côte de Beaune (Frankreich); ~2,5 ha, ~300–330 m Höhe, rote, kieselige Kalksteinböden
Klassifikation: Puligny-Montrachet 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz, Fässer 228/350 L, 16–18 Monate, Feinhefe ohne übermäßige Bâtonnage; minimaler Schwefel

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Schaumweine

Franck Bonville Pur Mesnil Champagner Grand Cru Blanc de Blancs 2018

Der Franck Bonville Pur Mesnil 2018 kommt aus Le Mesnil-sur-Oger, dem Dorf mit dem strengsten Chardonnay der Côte des Blancs. Mehr als fünf Jahre unter Naturkork gereift, mit Rückgrat und viel Salz – für Leute, die Champagner gern pur und ohne Schnörkel mögen.

Im Glas

Hellgold, feine Perlen. Die Nase ist konzentriert: Zitronenzeste, grüne Mandel, ein Anflug von Kreide. Am Gaumen geradeaus und druckvoll, mit straffer Säure und dichter Textur. Hinten raus wird er fast salzig und bleibt lange, klar wie Glas.

Mach was draus

Austern Fines de Claire, Hummer mit Zitronenbutter oder ein Ceviche vom Wolfsbarsch. Als Aperitif zu gesalzenen Mandeln weckt er jeden Gaumen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ich schenke ihn in große Gläser, auch beim Aperitif. Er ist straff, aber mit Luft zeigt er seine dichte Seite.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was macht Le Mesnil-sur-Oger besonders? Das Dorf gilt als die strengste, säurebetonteste Herkunft für Chardonnay in der Champagne. Die Trauben kommen hier aus Les Zailleux, Le Tilleul und Les Hautes Mottes.

Wie trocken ist er? Extra Brut mit 5,8 g/l laut Steckbrief, also am oberen Rand der Kategorie: trocken, aber nicht karg.

100 % Chardonnay · Le Mesnil-sur-Oger Grand Cru: Les Zailleux, Le Tilleul, Les Hautes Mottes · Jahrgang 2018 · Méthode Traditionnelle, Hefereife unter Naturkork · über 5 Jahre Hefelager · Extra Brut, 5,8 g/l Restzucker · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Dönnhoff Oberhäuser Brücke Monopol Riesling Spätlese 2023

Weißwein · Oberhausen (Nahe) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Oberhäuser Brücke Spätlese · fruchtsüß Dönnhoff Monopollage · Nahe Grau-/Tonschiefer unter Lösslehm Edelstahl (1.250 l) 2023

Die Dönnhoff Oberhäuser Brücke Riesling Spätlese 2023 ist eine Rarität aus der Monopollage des Guts. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, feiner Frucht und tiefer Mineralität.


Oberhäuser Brücke – die Monopollage von Dönnhoff

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Die Oberhäuser Brücke ist eine rund 1,1 Hektar große VDP.Große Lage im alleinigen Besitz des Guts – eine echte Monopollage.

Die windgeschützte Tallage liegt direkt an der Nahe; der temperaturausgleichende Fluss schafft ein besonderes Mikroklima mit früher Blüte, langer Vegetationszeit und später Lese. Im Untergrund liegt Urgestein aus Grau- bzw. Tonschiefer, überlagert von einer Deckschicht aus Lösslehm, die auch in Trockenjahren eine gute Wasserversorgung sichert. Hier entstehen filigrane, tiefmineralische Weltklasseweine, überwiegend restsüß.

Jahrgang 2023 – Nahe

2023 war an der Nahe ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure – ideale Voraussetzungen für eine filigrane, fruchtsüße Spätlese mit klarer Balance aus Süße und Säure.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus der Monopollage Oberhäuser Brücke, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Grau-/Tonschiefer unter Lösslehm.

100 % selektive Handlese; Vergärung und Reife in Edelstahl (1.250-Liter-Behälter), wodurch die rasiermesserscharfe, pikante Säure erhalten bleibt. Erträge rund 40 hl/ha; Reben etwa 25–55 Jahre alt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Ader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger, klarer Säure und langem, mineralisch-frischem Nachhall.

Eine filigrane, sehr langlebige Nahe-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Oberhäuser Brücke (VDP.Große Lage, Monopol), Nahe; windgeschützte Tallage am Fluss; Urgestein/Grau- bzw. Tonschiefer, überlagert mit Lösslehm; ~1,1 ha, alleiniger Besitz Dönnhoff
Klassifikation: Riesling Spätlese, Nahe (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: 100 % selektive Handlese, Vergärung und Reife in Edelstahl (1.250-l-Behälter); ~40 hl/ha

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Himmelreich Spätlese · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–65 % 2025

Die Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 stammt aus einer Paradelage der Mittelmosel. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Himmelreich – Paradelage der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Graacher Himmelreich ist ein Paradebeispiel für das Potenzial der Mittelmosel-Rieslinge; teils stehen die Reben noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die nach Süd-Südwest bis Südwest ausgerichteten Weinberge (110–260 m, 45–65 % Neigung) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Tals. Die Böden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer prägen die Mineralität; Wasseradern im Hang sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Der Name „Himmelreich" stammt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „kleiner Hügel".

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus dem Graacher Himmelreich, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-Südwest- bis Südwest-Steillage, 45–65 % Neigung, 110–260 m; leicht erwärmbarer Blau- und Grauschiefer; teils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Frankreich

Rotem & Mounir Saouma Chateauneuf-du-Pape Arioso 2014

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache

100 % Grenache Lieu-dit Pignan Rotem & Mounir Saouma Pflanzung 1930er-Jahre Ganztraubengärung 36 Monate auf der Feinhefe 2014

Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Arioso 2014 ist ein reinsortiger Grenache aus dem Lieu-dit Pignan, von Reben aus den 1930er-Jahren. Mit ganzen Trauben vergoren und drei Jahre ohne Abstich auf der Feinhefe gereift – in einem kühlen, schwierigen Jahrgang, der dem Wein eine für Châteauneuf ungewöhnlich schlanke, transparente Gestalt gibt.


Arioso – alte Grenache aus Pignan

Rotem und Mounir Saouma haben ihren Ruf mit dem Micro-Négoce Lucien Le Moine in Beaune aufgebaut. Ihr Einstieg in Châteauneuf-du-Pape war eine kleine Parzelle im Lieu-dit Pignan, unmittelbar neben den Lagen von Château Rayas. Dort steht reiner Grenache aus den 1930er-Jahren, der von Natur aus nur winzige Erträge bringt – das Ausgangsmaterial des Arioso.

Pignan liegt im Nordosten der Appellation, mit Blick auf den Mont Ventoux, und hat mit dem gängigen Bild von Châteauneuf wenig gemein. Statt großer galets roulés prägen Sand und Stein den Boden. Sand speichert kaum Wärme, entwässert schnell und hält den Wuchs knapp; der Grenache reift darauf langsamer und bringt hellere Frucht und feinkörnigere Gerbstoffe hervor als auf den warmen Kieselböden im Zentrum der Appellation.

Das Rebalter verstärkt diesen Effekt. Achtzigjährige Stöcke setzen von sich aus wenig Trauben an, wurzeln tief und reifen gleichmäßig – die Konzentration entsteht im Weinberg, nicht durch Extraktion im Keller.

Jahrgang 2014 – Châteauneuf-du-Pape

2014 war in der südlichen Rhône das Gegenteil eines typischen Mittelmeerjahres. Auf einen milden, feuchten Winter folgte ein früher Austrieb und ein warmes Frühjahr; dann schlug das Wetter um. Juli und August blieben kühl und regnerisch, die Reife verlief schleppend, und der Fäulnisdruck stieg. Grenache mit seinen kompakten Trauben und dünnen Schalen traf das härter als Syrah oder Mourvèdre.

Im September brachten Unwetter weiteren Regen in die Lese; wer Qualität wollte, musste scharf selektieren und Partien zurücklassen. Das Ergebnis sind leichtere, frischere Weine mit moderatem Alkohol und klarer Säure – ein klassisches Profil, das sich deutlich von den warmen Nachbarjahrgängen abhebt. Auf dem Sand von Pignan, der ohnehin auf Finesse statt Wucht ausgelegt ist, passt ein solches Jahr zum Charakter der Lage.

Ganztraubengärung und drei Jahre auf der Feinhefe

Reinsortiger Grenache, Jahrgang 2014. Die Trauben gehen samt Stielen in die Gärung, nach rund elf Tagen kühler Mazeration; Mounir Saouma wendet die Ganztraubengärung nach eigener Aussage nur beim alten Grenache von Châteauneuf an. Die Stiele liefern Struktur und eine würzige Frische – in einem kühlen Jahr ein Beitrag zur Kontur, nicht zur Härte.

Danach liegt der Wein rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 Litern, ohne Abstich und ohne Schwefel bis kurz vor der Füllung. Die Hefe zehrt den eindringenden Sauerstoff auf und polstert über ihre Mannoproteine die Textur. Das gebrauchte Holz dieser Größe steuert kaum Aroma bei – die seidige Geschmeidigkeit kommt aus der Zeit auf der Hefe.

Im Glas

Hellrubin mit deutlichem Ziegelrand – mehr Transparenz, als man von Châteauneuf erwartet. In der Nase Himbeere, rote Johannisbeere, Süßholz und Lakritz, dazu getrocknete Kräuter, Rosenblätter und ein steiniger Ton.

Am Gaumen schlank, seidig und fein gezeichnet, mit zarten Gerbstoffen und einer Säure, die den kühlen Jahrgang verrät. Die Textur aus der langen Hefezeit trägt den Wein, ohne ihn schwer zu machen. Der Abgang ist würzig, salzig und lang.

Ein kühles Jahr auf Sand, dazu drei Jahre Hefe statt neuem Holz: Châteauneuf in seiner leichtesten Form.

Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren; ein Depot ist nach dieser Zeit normal. Bei 16–18 °C servieren. Jetzt in einer schönen Trinkphase, mit Reserve für die kommenden Jahre.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem Rind und Ente, zu kräuterwürzigen mediterranen Schmorgerichten sowie zu Trüffelgerichten und gereiftem Käse. Das schlanke Profil des Jahrgangs empfiehlt ihn besonders für feinere Gerichte: Taube, Perlhuhn, Kalb mit Morcheln, Pilzrisotto.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte 100 % Grenache
Lage Lieu-dit Pignan, Châteauneuf-du-Pape · sandig-steinige Böden · Nachbarlage von Château Rayas
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape · trocken
Jahrgang 2014
Vinifikation Ganztraubengärung mit Stielen · rund 11 Tage kühle Mazeration · ohne Abstich · Schwefelgabe erst kurz vor der Füllung
Ausbau rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 l
Rebenalter Pflanzung in den 1930er-Jahren
Trinkempfehlung jetzt bis 2032

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Spanien

Sierra de Tolono La Dula Garnachas de Altura 2024

Rotwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa

100 % Garnacha Rivas de Tereso · bis 700 m Kalkstein & Kalkmergel alte Höhenreben Jahrgang 2024 Foudre + 300-l-Amphore unfiltriert · ohne Herbizide

Der Sierra de Toloño La Dula „Garnachas de Altura" 2024 ist eine reinsortige Garnacha von alten Höhenreben in Rivas de Tereso, bis auf rund 700 Meter. Sandra Bravo vergärt spontan im großen alten Holzfass und lässt den Wein in 300-Liter-Tonamphoren reifen. Das Ergebnis ist eine Garnacha mit Himbeerfrucht, Kalkzug und Säure – Rioja ohne Holzton, näher an Burgund als an der klassischen Rioja-Schule.


Rivas de Tereso – Garnacha auf 700 Metern

Rivas de Tereso liegt am äußersten Nordwestrand der Rioja, direkt unterhalb des Kamms der Sierra de Toloño. Die Parzellen zählen mit Höhen bis rund 700 Metern zu den höchstgelegenen Weinbergen der Region, bestockt mit alten Garnacha-Reben, in Teilen aus Pflanzungen des Jahres 1944. Der Untergrund besteht aus Kalkstein und Kalkmergel, ein magerer, gut durchlüfteter Boden mit begrenzter Wasserführung.

Für Garnacha ist diese Kombination die eigentliche Voraussetzung. Die Sorte reift spät und neigt in warmen Tallagen zu hohen Alkoholgraden bei fallender Säure. Auf 700 Metern verschiebt sich der gesamte Reifeverlauf nach hinten, die Nächte kühlen stark ab, und die Traube behält Säure und Aromatik, während der Zucker langsamer ansteigt. Der Kalkmergel liefert den salzigen, straffen Zug, der die Frucht am Gaumen ordnet.

Sandra Bravo, in Haro geboren, kam nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat in die Rioja Alavesa zurück. Ihr Zugriff ist minimalistisch: Bewirtschaftung ohne Herbizide, zunehmend mit Kompost und Pflanzenpräparaten, Handlese in kleinen Kisten, Stahl, altes Holz und Amphoren im Keller. La Dula ist innerhalb ihres Sortiments der Wein, der die Höhenlage am deutlichsten zeigt.

Jahrgang 2024 – Rioja Alavesa

2024 war in der Rioja ein nasser und im Vergleich zu den Vorjahren kühler Zyklus. Kräftige Niederschläge im März und Mai störten Blüte und Fruchtansatz – und trafen Garnacha härter als alle anderen Sorten, weil sie besonders empfindlich auf feuchtes Wetter zur Blütezeit reagiert. Die Folge waren lockerbeerige Trauben und deutlich reduzierte Mengen. Zwischen dem 1. April und dem 30. Oktober fielen rund 407 mm Niederschlag, der feuchteste Vegetationsverlauf seit 2018, mehr als die Hälfte davon erst im September und Oktober. Die Temperaturen lagen unter dem Mittel der vorangegangenen sieben Jahre, nur eine Hitzeperiode Ende Juli und Anfang August überschritt 35 °C.

In den windexponierten Höhenlagen um Rivas de Tereso blieb der Pilzdruck durch die schnelle Abtrocknung des Laubs beherrschbar. Die Lese begann in der Alavesa ab dem 17. September, die spät reifende Garnacha kam als letzte Sorte in den Keller – mit dem Oktoberregen als eigentlicher Prüfung des Lesetermins. Die Menge fiel klein aus: 66,7 Millionen Kilo in der Rioja Alavesa, rund 264.000 Tonnen in der gesamten DOCa Rioja. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang im April 2025 als „Buena" ein. Stilistisch bringt 2024 hellere Farbe, moderatere Alkoholgrade und höhere Säurewerte als die heißen Vorjahrgänge – für eine Höhen-Garnacha die günstigere Ausgangslage.

Assemblage und Ausbau

100 % Garnacha von alten Höhenreben aus Rivas de Tereso, Jahrgang 2024, trocken. Handlese in kleinen Kisten mit Sortierung, anschließend Spontangärung mit weingutseigenen Hefen in großen alten Holzfoudres bei niedriger Temperatur. Die lange, kühle Gärung zieht Aroma und feines Tannin, ohne die Struktur hart zu machen.

Die Reifung erfolgt anschließend in Tonamphoren von 300 Litern. Ton gibt kontrollierten Sauerstoffzutritt wie Holz, aber keinerlei Röst- oder Vanilleton – die Kalkherkunft bleibt unverstellt. Abgefüllt wird ungeschönt, unfiltriert und mit minimalem Schwefeleinsatz; ein leichter Bodensatz ist möglich.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubin mit klarer Randzone. In der Nase Himbeere und Granatapfel, dazu Thymian, Wacholder und eine blutig-eisenhaltige Note, die aus dem Kalkmergel kommt. Am Gaumen saftig und straff zugleich: feinkörniges Tannin, salziger Zug, dahinter die kühle Säure des Jahrgangs 2024, die den Wein trotz der Fruchtfülle schlank hält. Der Abgang bleibt lang und trocken, ohne Wärme im Nachhall.

Spontangärung im alten Foudre, Reifung in der Tonamphore: Bei La Dula kommt die Struktur aus 700 Metern Höhe und Kalkmergel, nicht aus dem Fass.

Leicht gekühlt bei 15 bis 17 °C servieren, eine Karaffe ist nicht nötig, aber die erste halbe Stunde im Glas bringt die Kräuterwürze deutlicher hervor. Trinkreif ab sofort, der säurebetonte Jahrgang trägt ihn bis etwa 2032.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Pilzgerichten und Charcuterie, zu mittelkräftigem gereiftem Käse. Durch die kühle Säure und das feine Tannin funktioniert er auch zu Ente, Bohneneintopf und gegrilltem Thunfisch – leicht gekühlt.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte 100 % Garnacha
Lage Altreben-Parzellen in Rivas de Tereso, Rioja Alavesa, bis rund 700 m
Klassifikation DOCa Rioja
Jahrgang 2024
Vinifikation Handlese in kleinen Kisten · Spontangärung in großen alten Holzfoudres
Ausbau Reifung in 300-l-Tonamphoren · ungeschönt · unfiltriert · minimaler Schwefel
Boden Kalkstein und Kalkmergel
Rebanlage alte Höhenreben, Teile aus Pflanzung 1944
Bewirtschaftung ohne Herbizide, zunehmend mit Kompost und Pflanzenpräparaten
Trinkempfehlung 2026–2032

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