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28. Mai 2010

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Länder/Regionen

Janots & Bos Bourgogne Chardonnay 2022

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC Meursault / Puligny-Montrachet Maison JanotsBos 8–9 Monate Holzfass 2022

Der Janots Bos Bourgogne Chardonnay 2022 stammt aus edlen Lagen in Meursault und Puligny-Montrachet – satt und kraftvoll in der Nase, klar und vollmundig am Gaumen, mit schönem mineralischem Ton, viel Frucht und frischem Abgang.


JanotsBos – edle Herkunft für einen Bourgogne Blanc

Maison JanotsBos wurde 2005 in Meursault gegründet – von Thierry Janots, einem Bourgogner aus dem Weinmilieu (rund zwei Jahrzehnte Kellermeister bei der berühmten Domaine des Comtes Lafon), und dem Niederländer Richard Bos. Das Négociant-Haus ist auf die Weißweine der Côte de Beaune spezialisiert und verfolgt einen puristischen Terroir-Stil: Die Trauben werden von Hand gelesen, die Weinberge eng betreut (reduzierter Pflanzenschutz, ein kleiner Teil ohne Herbizide).

Der Bourgogne Blanc stammt aus den Weinbergen „Les Pellans" und „Champ Perrières" in Meursault bzw. Puligny-Montrachet – je etwa zur Hälfte aus beiden Gemeinden. Für eine regionale Bourgogne-Appellation sind das ungewöhnlich noble Herkünfte, direkt an der Grenze zweier der berühmtesten Weißweindörfer der Welt.

Jahrgang 2022 – Bourgogne

2022 war an der Côte de Beaune ein sonnenverwöhnter, großzügiger Jahrgang mit gesundem Lesegut und reifer Frucht – dabei aber überraschend frisch und balanciert. Für den Chardonnay bedeutet das einen vollmundigen, fruchtbetonten Wein, der seine Reife mit klarer Mineralität und lebendigem Säurespiel verbindet.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, trocken.

Der Wein reifte etwa 8 bis 9 Monate in gebrauchten Holzfässern (zwei bis sechs Jahre alt). Das Holz dient hier ausschließlich als dezente Stütze für Struktur und Finesse – es soll das Terroir niemals dominieren, sondern sich subtil einfügen.

Im Glas

In der Nase ein satter, kraftvoller Geruch von Apfel und Limette, etwas Orange und ein Hauch weißer Pfeffer. Der Geschmack ist klar und vollmundig, mit einem schönen mineralischen Ton und viel Frucht. Der Abgang zeigt viel Frische.

Edle Herkunft aus Meursault und Puligny – klar, vollmundig und mineralisch, mit viel Frische.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, ein vielseitiger Speisenbegleiter. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Quiche und Gemüsegerichten sowie zu jungem Weichkäse.


Lage: Bourgogne, Lagen Les Pellans (Meursault) und Champ Perrières (Puligny-Montrachet), Côte de Beaune (Frankreich)
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~8–9 Monate in gebrauchten Holzfässern; reduzierter Pflanzenschutz

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Weine

Etienne Sauzet Bienvenues-Batard-Montrachet Grand Cru 2023 BIO

Weißwein · Bienvenues-Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Bienvenues-Bâtard-Montrachet · Grand Cru Puligny-Montrachet · 245 m Sauzet-Parzelle 0,12 ha 2023 · Bio (FR-BIO-01)

Der Bienvenues-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2023 der Domaine Etienne Sauzet ist ein Chardonnay aus einer der kleinsten Grand-Cru-Appellationen Frankreichs in Puligny-Montrachet. Delikat und fein, mit Zitrus, Haselnuss und einem Hauch Honig – Sauzet bewirtschaftet hier nur 0,12 Hektar.


Bienvenues-Bâtard-Montrachet – Grand Cru in Puligny

Bienvenues-Bâtard-Montrachet ist mit 3,68 Hektar eine der kleineren Appellationen Frankreichs, gelegen in Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune. Im Norden und Osten grenzt der Grand Cru Bâtard-Montrachet, im Norden der 1er Cru Les Pucelles, im Osten die Village-Lagen Les Enseignères und Rue Rousseau.

Die Lage liegt auf einem sanften Hang in 245 Metern Höhe, südöstlich ausgerichtet und vor Spätfrösten geschützt; das burgundische Übergangsklima mit kontinentalem Einfluss kommt dem Chardonnay zugute. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) besitzt hier 0,12 Hektar und macht daraus jährlich einen der besten trockenen Weißweine der Welt.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der die Finesse dieses Grand Cru trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, biologisch (FR-BIO-01).

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein delikater, feiner Chardonnay mit Aromen von Zitrus, Haselnuss und einem Hauch Honig. Am Gaumen mineralisch und präzise, mit feinem Schmelz aus dem Hefelager und langem Abgang.

Zitrus, Haselnuss und ein Hauch Honig über feiner Mineralität – delikate Grand-Cru-Finesse aus Puligny.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Krustentiere, edler Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für den ganz großen Anlass.


Lage: Bienvenues-Bâtard-Montrachet, Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); sanfter Hang, 245 m, SO-Lage; Sauzet 0,12 ha
Klassifikation: Bienvenues-Bâtard-Montrachet Grand Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Weine

Domaine Bretaudeau Statera 2023 BIO

Rotwein · Loire · Pinot Noir

Pinot Noir Loire (Vin de France) Quarzgranit-Böden 2023 · Bio (FR-BIO-01) Eichenfass · 35 hl/ha

Der Statera 2023 Bio von Jérôme Bretaudeau ist ein Pinot Noir der Sonderklasse – von der Loire. Die Reben wurzeln auf Böden aus weißem und rosa Quarzgranit, was dem Wein seine Frische und Mineralität gibt. Biodynamisch angebaut, fein und ausgewogen, mit finessenreicher Länge.


Loire – Pinot Noir auf Quarzgranit

Der Statera wächst an der Loire auf Böden aus weißem und rosa Quarzgranit. Diese mineralische Unterlage verleiht dem Pinot Noir seine Frische und seine klare mineralische Linie. Die Reben haben ein Durchschnittsalter von rund 18 Jahren, der Ertrag liegt bei niedrigen 35 Hektoliter pro Hektar.

Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01). Pinot Noir ist an der Loire ungewöhnlich – der Wein wird daher als Vin de France geführt.

Jahrgang 2023 – Loire

2023 brachte an der Loire einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.

Für die roten Weine steht 2023 für reife Frucht bei tragender Säure – eine gute Grundlage für die Frische und Finesse dieses Pinot Noir.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen und vollständig entrappt, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Der Ausbau erfolgt im Eichenfass. Der niedrige Ertrag von 35 Hektoliter pro Hektar sorgt für Konzentration, ohne die feine Linie zu überdecken.

Im Glas

Eine sehr blumige Nase mit Pfingstrose, Veilchen und Walderdbeeren. Am Gaumen rote Früchte wie Kirsche und Himbeere; der Wein ist sehr fein und ausgewogen, mit finessenreicher Länge und einem langen Nachhall.

Pfingstrose, Veilchen und Walderdbeere über roter Frucht – ein feiner, mineralischer Pinot Noir mit langem Nachhall.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für die feine Küche.


Lage: Loire; Böden aus weißem und rosa Quarzgranit
Klassifikation: Vin de France (Loire); Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Pinot Noir; vollständig entrappt, Eichenfass; 35 hl/ha

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Rebsorten

Angerville Volnay Champans 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

100 % Pinot Noir · Pinot d'Angerville Volnay 1er Cru Champans 3,98 ha · Südosthang oben Kalkfels, unten Lehm und Stein entrappt · Remontage statt Pigeage rund 20 % neues Holz 2020

Der Volnay Champans 1er Cru 2020 der Domaine Marquis d'Angerville stammt aus der größten Premier-Cru-Parzelle des Guts, knapp vier Hektar in einer Lage, die schon im 19. Jahrhundert zu den besten von Volnay gezählt wurde. Ein reicher, vollmundiger Pinot Noir mit Fülle und Länge, gelesen früh in einem sehr warmen Jahr.


Champans – eine der historischen Spitzenlagen von Volnay

Champans liegt im Zentrum der Premiers Crus von Volnay, direkt nördlich von Caillerets. In den Einteilungen des 19. Jahrhunderts stand die Lage als Tête de Cuvée an der Spitze – der Begriff bezeichnete damals die besten Lagen eines Ortes, lange bevor die heutigen Appellationen festgelegt wurden.

Mit 3,98 Hektar ist Champans die größte Cru-Parzelle von Angerville: zwei parallele Stücke mit rund 300 Meter langen Rebzeilen, die nach Südosten den ganzen Hang hinablaufen. Oben stehen die Reben auf kargem Kalkfels, weiter unten auf tieferem, lehmig-steinigem Boden. Die oberen Partien liefern Spannung und Feinheit, die unteren Körper und Fülle – in einer einzigen Parzelle liegt so die Bandbreite, die andere Weine erst durch Assemblage erreichen.

Gepflanzt ist der Pinot d'Angerville, die hauseigene Selektion alter Reben des Guts mit kleinen, lockerbeerigen Trauben.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 gehört zu den wärmsten und trockensten Jahrgängen, die Burgund erlebt hat. Der Austrieb kam früh, der Sommer blieb heiß und nahezu regenlos, die Beeren klein. Die Lese begann in der Côte de Beaune bereits im August – für viele Güter so früh wie nie zuvor.

Die entscheidende Frage des Jahres war der Lesezeitpunkt. Guillaume d'Angerville las sehr früh und gab dem Gleichgewicht von Zucker und Säure den Vorzug vor maximaler Reife der Schalen und Kerne. Das Ergebnis sind trotz der Hitze fein gezeichnete, präzise Weine, deren Konzentration aus dem Jahr kommt und deren Frische aus der frühen Lese.

Remontage statt Pigeage

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020. Die Trauben werden vollständig entrappt und klassisch auf der Maische vergoren. Zweimal täglich wird der Most über den Tresterhut gepumpt (Remontage); auf das Unterstoßen des Huts (Pigeage) verzichtet das Gut bewusst. Das Überpumpen löst Farbe und Aroma schonender und nimmt weniger harte Gerbstoffe mit – bei einem Jahrgang mit dicken Schalen ein wichtiger Unterschied.

Ausgebaut wird im Fass mit rund 20 % neuem Holz – genug für Struktur, zu wenig, um die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Klares, helles Rubinrot. In der Nase schwarze Kirsche und Himbeere, dazu ein Hauch Feige, Orangenschale und Kakao, darunter Gewürz, Waldboden und eine erdige Note. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, reich und strukturiert, mit feinem, kreidigem Tannin und einer salzigen Frische, die die Fülle trägt. Der Abgang ist lang.

Kalkfels oben, Lehm unten, eine frühe Lese im heißen Jahr: Champans vereint Fülle und Spannung in einer Parzelle.

Vorab dekantieren und bei 16 °C servieren. Der Wein braucht fünf bis zehn Jahre, um sich ganz zu entfalten.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Rind, Geflügel in feiner Sauce oder reifem Weichkäse. Besonders gut zu Bresse-Poularde mit Morcheln, Rehrücken und Rinderfilet mit Trüffeljus.


Produzent Domaine Marquis d'Angerville, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir (Selektion Pinot d'Angerville)
Lage Champans, Volnay, Côte de Beaune · Südosthang · oben Kalkfels, unten lehmig-steinig · 3,98 ha
Klassifikation Volnay Premier Cru AOC · trocken
Jahrgang 2020
Vinifikation vollständig entrappt · Maischegärung mit zweimal täglicher Remontage · ohne Pigeage
Ausbau Fass mit rund 20 % neuem Holz
Trinkempfehlung 2026 bis 2040

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USA

Andis Wines Painted Fields Old Vine Zinfandel Sierra Foothills

Rotwein · Sierra Foothills AVA · Zinfandel

93 % Zinfandel · 7 % Barbera Sierra Foothills AVA Reben 1869 bis 2003 460–670 m · Granitverwitterung 16 Monate franz. Eiche · 20 % neu 2020

Der Andis Painted Fields Old Vine Zinfandel 2020 ist eine Zinfandel-Cuvée aus den Sierra Foothills in Kalifornien, zusammengestellt aus fünf Weinbergen mit Pflanzjahren zwischen 1869 und 2003. Andis Wines aus Plymouth im Amador County setzt dabei auf einen Zinfandel mit Frische und Säure statt Überreife, ergänzt um einen kleinen Anteil Barbera. Das Ergebnis zeigt, wie trocken und klar Zinfandel vom Granit der Sierra Nevada schmecken kann.


Sierra Foothills – Altreben auf Granit am Westhang der Sierra Nevada

Die Sierra Foothills AVA erstreckt sich über die Vorberge am Westhang der Sierra Nevada. Das Gebiet liegt abseits der bekannten Küstenregionen, ist heiß und trocken, Wasser ist knapp und die Erträge bleiben auch in normalen Jahren niedrig. Seinen Ruf hat es sich mit Zinfandel erarbeitet. Andis Wines sitzt bei Plymouth im Amador County. Weinmacher ist Mark Fowler, beraten von Philippe Melka und Maayan Koschitzky.

Für den Painted Fields stammen die Trauben aus fünf Weinbergen auf 460 bis 670 Metern Höhe, mit Böden aus verwittertem Granit und sandigem Lehm: dem Andis Estate (1970er), Di Stasio (1960er), Fox Creek (1910er), Original Grandpère (1869) und Shake Ridge (2003). Die unterschiedlichen Rebenalter und Höhenlagen ergänzen sich: Die alten Stöcke bringen Konzentration, die jüngeren Anlagen Frische und Frucht.

Der Original-Grandpère-Weinberg zählt zu den ältesten dokumentierten Zinfandel-Weinbergen der USA. In rund 150 Jahren wurde er von nur vier Familien bewirtschaftet. Die Stöcke liefern jedes Jahr nur sehr kleine Mengen, und nur vier Weingüter erhalten Trauben daraus – Andis ist eines davon.

Jahrgang 2020 – Sierra Foothills

In den Sierra Foothills begann die Vegetationsperiode 2020 nach warmem Frühjahrswetter früh. Der Sommer blieb überwiegend mild, mit nur ein oder zwei Hitzeperioden. Während Teile Kaliforniens 2020 unter Waldbränden und Rauch litten, erlaubte der gemäßigte Verlauf in den Foothills eine gleichmäßige Reife.

Die Trauben kamen ungewöhnlich ausgewogen und bei vergleichsweise niedrigen Zuckerwerten in den Keller. Für 2020 bedeutet das Zinfandel mit voller Aromenreife, aber ohne Überreife – passend zum frischen, säurebetonten Stil des Painted Fields.

Assemblage und Ausbau

Der Jahrgang 2020 besteht aus 93 % Zinfandel und 7 % Barbera. Die Barbera bringt zusätzliche Säure und Frische in die Cuvée. Vergoren wird im temperaturkontrollierten Edelstahltank.

Anschließend reift der Wein 16 Monate in französischer Eiche, davon 20 % neue Fässer. Der moderate Neuholzanteil gibt Struktur, ohne die Frucht zu überdecken. Mit 0,2 Gramm Restzucker je Liter ist der Wein vollständig durchgegoren. Produziert wurden rund 1.400 Kisten.

Im Glas

In der Nase Himbeere und Brombeere, dazu eine erdige Note und schwarzer Pfeffer. Am Gaumen konzentriert und vielschichtig, mit klarer Säure und feinkörnigem Tannin, das dem Wein Halt gibt. Die Frucht bleibt frisch und präzise, der Nachhall fokussiert.

Fünf Weinberge von 1869 bis 2003 auf Granit, 7 % Barbera und 20 % neues Holz: Zinfandel mit Säure und Pfeffer statt Marmelade.

Trinkt sich jetzt gut und hält bei sachgerechter Lagerung etwa bis 2030. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Gegrilltes und geschmortes Rind, Spareribs, Lamm, Wild- und Gänsebraten sowie reifer Hartkäse.


Produzent Andis Wines, Plymouth (Amador County, Kalifornien)
Rebsorte 93 % Zinfandel · 7 % Barbera
Lage Andis Estate, Di Stasio, Fox Creek, Original Grandpère, Shake Ridge · Sierra Foothills · 460–670 m · verwitterter Granit und sandiger Lehm
Klassifikation Sierra Foothills AVA
Jahrgang 2020
Vinifikation temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank
Ausbau 16 Monate französische Eiche · 20 % neu
Trinkempfehlung jetzt bis ca. 2030
Rebenalter Pflanzungen 1869, 1910er, 1960er, 1970er, 2003
Auflage ca. 1.400 Kisten

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Schaumweine

Étienne Calsac Les Rocheforts Blanc de Blancs Premier Cru Extra Brut

Der Étienne Calsac Les Rocheforts Blanc de Blancs Premier Cru Extra Brut kommt aus einer einzigen Kreidelage in Bisseuil – „die starken Felsen“. Reiner Chardonnay mit eigener Reserve seit 2012, präzise und salzig.

Im Glas

Hellgold, feine Perlen. Apfel, grün und gelb, eine Spur Zitrone und Blüten, darunter zerriebene Kreide und ein wenig Hefegebäck. Am Gaumen straff und salzig, die Textur leicht gerundet vom Holz. Lang und kreidig im Finish.

Mach was draus

Austern Gillardeau, Ceviche vom Saibling oder Spargel mit Nussbutter. Auch zu Hähnchen in Estragonsoße hält er mit. Oder einfach pur, wenn du wissen willst, wie Kreide schmeckt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ein Weißweinglas statt der Flöte, dann kommt die Kreide richtig raus. Ich trinke ihn am liebsten zu Austern.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist die Réserve perpétuelle? Calsac hat sie 2012 eigens für Les Rocheforts begonnen. Jährlich kommt neuer Wein dazu, rund 20 bis 25 % davon wandern in die Cuvée.

Wie groß ist die Lage? Rund 1,5 Hektar reine Kreide, nach Osten bis Südosten ausgerichtet. Die Reben stammen aus der Mitte der 1980er.

100 % Chardonnay · Lage Les Rocheforts, Bisseuil Premier Cru, reine Kreide, ca. 1,5 ha · eigene Reserve (seit 2012) · halb Holz, halb Edelstahl · 18–24 Monate Hefelager · Extra Brut, 4 g/l Restzucker · Étienne Calsac, Avize · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Georg Breuer Rüdesheim Berg Schlossberg Rheingau Riesling 2022

Weißwein · Rheingau · Riesling

100 % Riesling Rüdesheim Berg Schlossberg Terrassen-Steillage über dem Rhein Schiefer & Quarzit traditionelles Holzfass trocken 2022

Der Georg Breuer Rüdesheim Berg Schlossberg Riesling 2022 stammt aus der bekanntesten Lage Rüdesheims, einer extrem steilen Terrassenlage über dem Rhein. Die schiefer- und quarzithaltigen Böden ergeben einen trockenen Riesling mit großer Präzision, in dem zarte Pfirsich- und Nusstöne hervortreten. Die Auflage liegt bei 4.242 Flaschen.


Berg Schlossberg – Terrassen unter der Burg Ehrenfels

Der Rüdesheimer Berg ist das westliche Ende des Rheingaus: Hier biegt der Rhein nach Norden ab und tritt bei Bingen in das enge Tal des Mittelrheins ein. Der Berg Schlossberg liegt direkt an diesem Knick, unterhalb der Burgruine Ehrenfels, der die Lage ihren Namen verdankt. Die Terrassen sind nach Süden und Südwesten ausgerichtet und fallen so steil zum Fluss ab, dass die Arbeit fast ausschließlich von Hand erfolgt.

Der Boden besteht aus Schiefer und Quarzit des Taunus – hartes, steiniges Gestein mit wenig Feinerde. Die Reben müssen tief wurzeln, um an Wasser zu kommen, und liefern kleine, konzentrierte Erträge. Der Rhein wirkt dabei als Wärmespeicher und reflektiert das Licht auf die Hänge. Das Ergebnis ist ein Riesling, der Reife und Kraft aus der Wärme bezieht und seine Präzision, Würze und salzige Kontur aus dem kargen Gestein.

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim gehört zu den prägenden Gütern des Rheingaus und hat den trockenen Lagen-Riesling früh zur Maxime gemacht. Heute führt Theresa Breuer das Gut; der Stil setzt auf Handarbeit in den Steillagen und einen herkunftsbetonten, trockenen Ausbau im traditionellen Holzfass.

Jahrgang 2022 – Rheingau

Der Jahrgang 2022 war im Rheingau von Hitze und Trockenheit geprägt. Nach einem frühen Austrieb blieb der Sommer lange ohne nennenswerten Regen, und in den flachgründigen Steillagen gerieten junge Reben unter Wasserstress. Alte Anlagen mit tiefen Wurzeln kamen besser durch – gerade in einer Lage wie dem Berg Schlossberg entscheidet das Rebalter in solchen Jahren über die Qualität.

Regenfälle zum Ende des Sommers entspannten die Lage kurz vor der Lese, kühlere Nächte im September hielten die Säure. Gelesen wurde gesundes, reifes Lesegut. Die Rieslinge des Jahrgangs zeigen reife Frucht und Fülle; wo die Lagen kühl genug blieben, auch Spannung und Präzision.

Trockener Ausbau im Holzfass

Trockener Lagen-Riesling aus dem Rüdesheimer Berg Schlossberg, Jahrgang 2022, 100 % Riesling von Schiefer und Quarzit.

Ausgebaut wird im traditionellen Holzfass. Bei den großen Fassformaten des Rheingaus gibt das Holz praktisch kein Aroma ab, sondern nur einen langsamen Sauerstoffkontakt, der die Säure rundet und die Textur öffnet. Im Keller wird bewusst wenig eingegriffen – im Vordergrund soll die Lage stehen, nicht die Technik. Die Auflage liegt bei 4.242 Flaschen.

Im Glas

Helles Goldgelb. In der Nase zarte Pfirsich- und Nusstöne, dazu Zitrus, gelbe Frucht und ein schiefrig-rauchiger Ton. Am Gaumen präzise und klar gebaut, mit der Reife des warmen Jahrgangs, getragen von einer straffen Säure und einer salzigen, steinigen Mineralität. Der Nachhall ist lang und klar.

Schiefer und Quarzit unter den Terrassen, der Rhein als Wärmespeicher davor: Kraft aus der Wärme, Präzision aus dem Gestein.

Jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren, nicht kälter. Ein langlebiger Steillagen-Riesling, der in den kommenden Jahren an Tiefe gewinnt.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse. Besonders gut zu Hecht in Rieslingsauce, Lachsforelle und Kalbsrücken mit Pfifferlingen.


Produzent Weingut Georg Breuer, Rüdesheim
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Rüdesheim Berg Schlossberg, Rheingau · Terrassen-Steillage über dem Rhein · Schiefer und Quarzit
Klassifikation Lagen-Riesling · Rheingau · trocken
Jahrgang 2022
Ausbau traditionelles Holzfass
Trinkempfehlung jetzt bis 2040
Auflage 4.242 Flaschen

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Weine

Agerre Txakoli

Weißwein · Getariako Txakolina · Hondarrabi Zuri

Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Askizu · Getaria Edelstahltank natürliche Kohlensäure trocken 100.000 Flaschen

Agerre Txakoli ist ein leichter, sehr trockener Weißwein der Familie Ostolaza aus Getaria, gekeltert aus Hondarrabi Zuri. Die Reben stehen auf vielen kleinen Parzellen an Hängen und Terrassen über dem Kantabrischen Meer. Ein Teil der Gärungskohlensäure bleibt im Wein und sorgt für das typische leichte Prickeln – ein klassischer Txakoli aus Getaria, grün, säurebetont und salzig, gemacht für Pintxos.


Askizu – Parzellen auf dem Hügel über dem Kantabrischen Meer

Bodega Agerre liegt auf einem Hügel zwischen den Ortsteilen San Prudentzio und Askizu bei Getaria, rund einen Kilometer Luftlinie vom Kantabrischen Meer. Die Kellerei ist so eng an das Wohnhaus der Familie gebaut, dass man sie von außen kaum erkennt.

Die Familie baut seit dem 19. Jahrhundert Txakoli an – zunächst nur für den eigenen Bedarf. In den 1980er Jahren widmete sich Emilio Ostolaza Manterola ganz dem Weinbau, pflanzte neue Reben, richtete die Kellerei ein und brachte Agerre als Marke auf den Markt. Seit 1989, dem Gründungsjahr der D.O. Getariako Txakolina, gehört das Weingut der Herkunftsbezeichnung an.

Heute bewirtschaftet die Familie rund neun bis zehn Hektar, verteilt auf zahlreiche kleine Parzellen mit Gefälle und Terrassen. Die Stöcke sind so gepflanzt, dass sie die Sonne und die Meeresluft voll aufnehmen. Das kühle, atlantische Klima und die Nähe zum Meer geben dem Wein seinen grünen, säurefrischen und salzigen Charakter.

Rebsorte und Ausbau

Erzeugt aus Hondarrabi Zuri, der wichtigsten Rebsorte der D.O. Getariako Txakolina. Die Arbeit ist handwerklich und stützt sich auf das über Generationen weitergegebene Wissen der Familie.

Vergoren wird im Edelstahltank, ohne Holz. Ein Teil der Gärungskohlensäure bleibt im Wein und gibt ihm sein leichtes Prickeln. Der Txakoli ist sehr trocken und leicht im Alkohol. Traditionell schenkt man ihn aus der Höhe ins Glas, damit er „bricht“ und Aroma und Kohlensäure freisetzt.

Im Glas

Hell, grünlich schimmernd, mit feinem Perlen. In der Nase grüner Apfel, Limette und Zitronenschale, dazu eine kühle, kräuterige Frische. Am Gaumen sehr trocken und straff, mit salziger Mineralität und einem grünen, knackigen Kern. Der Abgang bleibt kurz, frisch und macht Lust auf den nächsten Pintxo.

Hondarrabi Zuri von kleinen Hangparzellen über dem Meer, im Stahltank mit eigener Kohlensäure: grüner Apfel, Salz und straffe Säure.

Txakoli trinkt man jung, am besten innerhalb eines Jahres nach der Füllung. Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren, aus der Höhe eingeschenkt.

Am Tisch

Baskische Pintxos, Anchoas, frische Meeresfrüchte, gegrillter Fisch wie Sardinen oder Steinbutt, Sushi und Tortilla. Ein Aperitif-Wein für den Tresen ebenso wie für den Grill am Hafen.


Produzent Bodega Agerre, Familie Ostolaza, Getaria (Gipuzkoa)
Rebsorte Hondarrabi Zuri
Lage Zwischen San Prudentzio und Askizu, Getaria, Baskenland · ca. 1 km vom Meer · zahlreiche kleine Hang- und Terrassenparzellen · ca. 9–10 ha
Klassifikation D.O.P. Getariako Txakolina
Vinifikation Gärung im Edelstahltank
Ausbau Edelstahltank · ohne Holz · mit erhaltener Gärungskohlensäure
Auflage ca. 100.000 Flaschen

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