Celler Escoda-Sanahuja / Conca de Barberà – Spanien

> Wahnsinnig, oder ein wahrer Idealist?

Joan Ramon Escoda hat sicherlich von beiden Anteilen genug in seiner Blutbahn, um seinen Lebenstraum eines harmonischen Ganzen zu erfüllen. Er nennt sich Biodynamiker und verwirklicht seinen Lebenstraum in einem kleinen Dorf namens Prenafeta auf seinem 10 Hektar großen Weingut, welches sich in dem Weinanbaugebiet Conca de Barbera im Nordwesten Spaniens befindet. Er arbeitet (und lebt) streng nach den Mondphasen. Vergräbt tief unter die Erde in seine Weinberge mit Dung gefüllte Kuhhörner. Spritzt noch nicht einmal Kupfer in seinen Weinberg und schwefelt seine Weine nicht einmal. Neben seinem Weingut stehen ein paar Pferde, ein paar Hühner gackern und die Hasen laufen freudig im Kreise. Hier ist der Naturkreislauf noch in Ordnung und die Weine von Joan Ramon sind dies auch. Wahre Edelsteine, die man nur ausgraben, polieren und zum Erleuchten bringen muss. Mit roten Wangen und glänzenden Augen verläuft die Weinprobe mit Joan Ramon. Die Weine brauchen Luft, Zeit und Konzentration. Gewährt man ihnen dies, wird man mit einmaligem Genuss belohnt. Naturereignisse pur. Gracias!
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->Weine von Joan Ramon Escoda

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Weine

Schäfer-Fröhlich Felsenberg Riesling GG 2021

Weißwein · Schlossböckelheimer Felsenberg GG · Riesling

Riesling VDP.Großes Gewächs Schlossböckelheimer Felsenberg Nahe Schäfer-Fröhlich Vulkanporphyr & Quarz Spontangärung · reduktiv 2021

Der Schäfer-Fröhlich Schlossböckelheimer Felsenberg Riesling GG 2021 stammt aus einer der großen Steillagen der Nahe – einer südexponierten Vulkanporphyr-Lage mit Quarz, direkt neben der berühmten Kupfergrube. Ein vielschichtiger, würzig-mineralischer Riesling von Fülle, Finesse und Tiefe.


Schlossböckelheimer Felsenberg – Vulkanporphyr und Quarz

Der Felsenberg ist eine VDP.Große Lage in Schlossböckelheim an der Nahe – eine steile, südexponierte Felslage hoch über dem Fluss, unmittelbar neben der legendären Kupfergrube. Wie der Stromberg ist er von verwittertem vulkanischem Porphyr geprägt, hier jedoch zusätzlich von Quarz durchzogen. Dieser Boden verleiht dem Riesling Fülle, würzige Mineralität und eine vielschichtige, zugleich elegante Struktur.

Die steile Hanglage erfordert Handlese; die intensive Sonneneinstrahlung der Südausrichtung und das kühle Mikroklima sorgen für langsame, vollständige Reife bei erhaltener Säure. Das ist die Grundlage für ein langlebiges, terroirgenaues Großes Gewächs.

Jahrgang 2021 – Nahe

2021 war an der Nahe ein klassischer, kühler Jahrgang, der besonders präzise, klar gezeichnete Rieslinge mit lebendiger Säure, kühler Eleganz und großer aromatischer Schärfe hervorbrachte. Auf dem Vulkanporphyr und Quarz des Felsenberg ergibt das ein Großes Gewächs von feiner Spannung, würziger Mineralität und Vielschichtigkeit – ein Jahrgang wie geschaffen für den filigran-mineralischen Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, Schlossböckelheimer Felsenberg, trocken (VDP.Großes Gewächs).

Wie alle Großen Gewächse des Guts vergärt der Felsenberg spontan mit den weinbergseigenen Hefen, langsam und kühl, und reift anschließend lange auf der Vollhefe. Aus der reduktiven, sauerstoffarmen Vinifikation stammt die für Schäfer-Fröhlich typische rauchig-feuersteinige Note, die sich mit Luft öffnet und dem Wein zusätzliche Tiefe und Salzigkeit verleiht.

Im Glas

Vom vulkanischen Porphyr und Quarz des Felsenberg lebt dieses Große Gewächs: reife Zitrus- und exotische Frucht, gelbes Steinobst, dazu eine feine Kräuterwürze und rauchig-feuersteinige Mineralität, die sich mit Luft entfaltet. Am Gaumen zeigt er Fülle und Präzision zugleich, getragen von einer lebendigen, kühlen Säure und einer würzig-salzigen Tiefe. Vielschichtig und fein gezeichnet, mündet er in einen langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife Zitrus, exotische Frucht, Kräuterwürze und rauchiger Feuerstein – vielschichtig und präzise, mit würzig-salziger Tiefe und langem Nachhall.

Profitiert stark von Luft; jung großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Schlossböckelheimer Felsenberg, Nahe (Deutschland); VDP.Große Lage, südexponierte Steillage über der Nahe neben der Kupfergrube; verwitterter vulkanischer Porphyr mit Quarz
Klassifikation: VDP.Großes Gewächs, Riesling (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, langes Vollhefelager, reduktiver Stil; Handlese

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Deutschland

Vollenweider Goldgrube Aurum 2017 ausgegoren

Weißwein · Mosel · Riesling

Riesling Mosel · Traben-Trarbach Wolfer Goldgrube (Grand Cru) Aurum · ausgegoren wurzelechte Reben bis 100 J. grauer Schiefer ~2 Jahre Vollhefe 2017

Der Vollenweider Goldgrube Aurum 2017 ist die trockene Grand-Cru-Selektion aus den besten Parzellen und ältesten Reben (bis 100 Jahre) der Wolfer Goldgrube – die Quintessenz dieses Hanges. Intensive, verspielt-würzige Frucht und substanzielle Mineralität, die Zeit braucht, um sich voll zu öffnen.


Goldgrube Aurum – Quintessenz eines großen Hanges

Das Weingut Vollenweider in Traben-Trarbach zählt zu den Kultadressen der Mosel. 1999 legte der Schweizer Daniel Vollenweider den Grundstein mit nur einem Hektar in der Wolfer Goldgrube – seiner Paradelage, gewissermaßen seinem Scharzhofberg. Mit alten, wurzelechten Reben am Einzelpfahl, Spontangärung und langem Hefelager entstehen mineralisch geprägte Rieslinge, die sich weniger über die Frucht als über Salzigkeit und Struktur definieren. Seit 2022 führt Moritz Hoffmann das Gut weiter.

Die ›Goldgrube‹ stammt aus den besten Parzellen und von den ältesten (bis zu 100 Jahren) Rebstöcken der Wolfer Goldgrube. Sie ist sozusagen die Quintessenz dieses Hanges; die Goldgrube liefert Weine mit intensiver, verspielt-würziger Frucht, die gelegentlich fast tropische Anklänge zeigt, und einer substanziellen Mineralität. Sie brauchen oft einige Zeit, um sich voll zu öffnen. Die Böden bestehen weitestgehend aus grauem Schiefer, mit einigen Adern einer eher rötlichen Varietät. Die Ausrichtung des Hanges von Süd nach West ermöglicht eine lange Reifeperiode, was der Aromenbildung immensen Vorschub leistet. Felsnasen, Steilwände und Trockenmauern bilden dabei zusätzliche Wärmespeicher.

Jahrgang 2017 – Mosel

2017 gilt an der Mosel als sehr guter, klassisch-frischer Riesling-Jahrgang mit reifer Frucht und lebendiger Säure. In der Goldgrube und in der langen Aurum-Reife ergibt das einen besonders dichten, tiefgründigen und langlebigen Wein, der Zeit braucht, um seine ganze Vielschichtigkeit zu entfalten.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2017, ausgegoren (trocken). „Ausgegoren" bedeutet bei Vollenweider, dass die Gärung natürlich endet – je nach Jahrgang kann eine feine Restsüße verbleiben, die der steinig-salzigen Art jedoch nie anzumerken ist.

Nach spontaner Gärung mit weingutseigenen Hefen reift der Aurum rund zwei Jahre auf der Vollhefe – schonend im großen Holzfass bzw. Stahl, im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses. Anbau ohne Herbizide; sehr kleine Menge.

Im Glas

Ein kraftvoller, tiefgründiger Grand-Cru-Riesling: intensive, verspielt-würzige Frucht mit fast tropischen Anklängen, dazu rauchiger Schiefer, Kräuter und eine feine Hefewürze aus dem langen Vollhefelager. Am Gaumen dicht und vielschichtig, mit kraftvollem Rückgrat, steinig-herber, geradezu extremer Mineralität und feiner Frucht – mächtig im Körper und doch präzise proportioniert, mit langem, salzigem Abgang.

Die Quintessenz der Goldgrube – dicht und vielschichtig, mit steinig-herber Mineralität und feiner, würziger Frucht.

Braucht Luft und Zeit, um sich voll zu öffnen; mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur würzig-asiatischen Küche sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Mosel, Wolfer Goldgrube (Traben-Trarbach, Deutschland); grauer Schiefer mit rötlichen Adern, Süd-West-Ausrichtung; beste Parzellen, wurzelechte Reben bis 100 Jahre
Klassifikation: Mosel, Riesling, ausgegoren (trocken); Grand-Cru-Selektion „Aurum"; sehr kleine Menge
Ausbau: Riesling; Spontangärung, ~2 Jahre auf der Vollhefe, schonend in Holz/Stahl; Anbau ohne Herbizide

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Rebsorten

Pietroso Brunello di Montalcino

Wein · Rotwein · Montalcino · Italien

Pietroso Brunello di Montalcino ist ein intensiv-fruchtiger Rotwein, der vor Kraft und Struktur strotzt. Reife Aromen von Pflaumen, dezente Vanille und samtige Tannine machen diesen Sangiovese zum idealen Begleiter von Lammfleisch.


Montalcino / Toskana

Die Azienda Agricola Pietroso ist ein kleines Familienweingut in Montalcino, 1978 gegründet und heute von Gianni Pignattai und seiner Familie geführt. Die Reben wachsen in Höhenlagen um 400–500 Meter auf den klassischen Montalcino-Böden aus Galestro, Ton, Kalk und Sand – ideale Voraussetzungen für eleganten, konzentrierten Sangiovese.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sangiovese (dem Brunello-Klon). Nach Handlese und Spontangärung mit Naturhefen reift der Wein über mehrere Jahre in großen slawonischen Eichenfässern (botti), gefolgt von einer Flaschenreife; unfiltriert abgefüllt. Als Brunello di Montalcino DOCG erreicht er erst nach mindestens fünf Jahren Reife seine Trinkreife. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Rubinrot mit granatfarbenen Reflexen. In der Nase intensiv und vielschichtig, mit Pflaume, roten Beeren, Unterholz und dezenter Vanille. Am Gaumen vollmundig, kraftvoll und gut strukturiert, mit reifen, samtigen Tanninen und langem, harmonischem Abgang.

Am Tisch

Bei rund 18 °C servieren und vor dem Genuss dekantieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: Lamm, rotem Fleisch, Wild, Steinpilzrisotto und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brunello di Montalcino, Montalcino (Toskana, Italien); Azienda Agricola Pietroso
Klassifikation: Brunello di Montalcino DOCG – 100 % Sangiovese, trocken
Ausbau: Reifung in großen slawonischen Eichenfässern (botti) über mehrere Jahre, Flaschenreife; unfiltriert

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Rebsorten

Weinhof Mayer Grauburgunder

Wein · Weißwein · Deutschland

Weinhof Mayer Grauburgunder ist ein typischer Grauburgunder mit nussig-würzigen Anklängen. Die Frucht wird von Apfel- und Birnenaromen getragen – jung und frisch am Gaumen.


Herkunft

Der Wein stammt vom Weinhof Mayer. Grauburgunder ist eine der beliebtesten deutschen Weißweinsorten und steht für fruchtbetonte, zugängliche Weine mit feinem Schmelz und nussiger Würze.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der frische, fruchtbetonte Ausbau stellt die klare Frucht und die jugendliche Frische in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase nussig-würzige Anklänge, getragen von Apfel- und Birnenaromen. Am Gaumen jung und frisch, mit klarer Frucht, feinem Schmelz und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Spargel und mildem Käse.


Erzeuger: Weinhof Mayer (Deutschland)
Klassifikation: 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: frisch und fruchtbetont

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Weine

Kühling-Gillot Pettenthal Riesling Großes Gewächs 2022 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Pettenthal VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Tonschiefer (Rotliegendes) steilste Lage Rheinhessens BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Kühling-Gillot Niersteiner Pettenthal Riesling GG 2022 stammt aus der ersten historischen Lage des Guts am Roten Hang – der steilsten Lage Rheinhessens. Ein tiefgründiger Riesling vom roten Tonschiefer, der wie kaum ein anderer für großes Rieslingterroir steht.


Niersteiner Pettenthal – steilste Lage Rheinhessens

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Das Pettenthal ist eine VDP.Große Lage auf 90 bis 170 Metern, mit einer imposanten Neigung von 70 bis 100 %; die klassifizierte Fläche misst 20,62 Hektar, der rote Tonschieferboden prägt ihren Charakter.

Das Pettenthal ist die erste historische Lage des Guts im Roten Hang: Ende der 1980er Jahre erwarb Carolins Vater einige Rebzeilen, als das anspruchsvolle Steilgelände vielen als zu mühsam galt. Rückblickend erwies sich das als Glücksfall – die Parzelle ist die steilste Lage in ganz Rheinhessen. Heute bewirtschaftet das Gut 110 Zeilen im Filetstück dieser einzigartigen Herkunft.

Jahrgang 2022 – Roter Hang (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Die extreme Steillage und die wärmespeichernden Tonschiefer-Böden sicherten reifes Lesegut, während der Rote Hang für Würze, salzige Spannung und Tiefe sorgte – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Pettenthal, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer.

Nach strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf Tiefe, Würze und die Prägung des roten Tonschiefers ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein tiefgründiger, würziger Riesling: gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, feine Kräuterwürze und die markante, salzig-mineralische Prägung des roten Tonschiefers. Am Gaumen straff und druckvoll, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und feiner Kräuterwürze, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Tonschiefers – straff und druckvoll, mit lebendiger Säure und langem, würzigem Nachhall.

Ein tiefgründiger, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Pettenthal (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); 90–170 m, 70–100 % Neigung (steilste Lage Rheinhessens); roter Tonschiefer; klassifizierte Fläche 20,62 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Angerville Meursault Santenots 1er Cru 2020

Weißwein · Meursault 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault 1er Cru Côte de Beaune 2020 Santenots · Reben seit 1905

Der Meursault Santenots 1er Cru 2020 der Domaine Marquis d'Angerville ist eine absolute Rarität: ein Chardonnay aus einer der berühmtesten Rotweinlagen der Côte de Beaune, der die Mineralität dieses Terroirs in gespannter, salziger Form einfängt – fernab des buttrigen Meursault-Klischees.


Santenots – der „Volnayste" unter den Meursault-Lagen

Santenots liegt nördlich des Dorfes Meursault, an der Grenze zu Volnay. Der mergelige, sehr kalk- und eisenhaltige Boden eignet sich so gut für Pinot Noir, dass die meisten Weine hier als Volnay-Santenots gefüllt werden. Je nach Rebsorte darf der Climat den Namen Volnay (Pinot Noir) oder Meursault (Chardonnay) tragen.

Die Domaine Marquis d'Angerville besitzt hier eine rund 1,05 Hektar große Parzelle, die Sem d'Angerville bereits 1905 mit Chardonnay bestockte, um einen weißen Premier Cru zu erzeugen. Südost-Ausrichtung, moderate Hangneigung und alte Reben liefern die Grundlage für diesen außergewöhnlichen Weißwein.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 war ein warmer, trockener und sonnenreicher Jahrgang im Burgund mit früher Lese und naturgemäß geringen Erträgen. Das brachte reife, konzentrierte Trauben.

In den besten weißen Lagen bewahrten Säurespannung und Frische die Balance – Eigenschaften, die bei diesem mineralisch geprägten Santenots besonders gut zur Geltung kommen.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2020.

Vinifizierung und Ausbau erfolgen im Fass, bewusst ohne übermäßiges Bâtonnage – ein zurückhaltender Ausbau, der dem Wein zusätzliche Energie und Spannung verleiht, statt ihn mit Holz zu überlagern.

Im Glas

Das Bouquet zeigt Birne, Zitruszeste, Haselnuss und einen Hauch Honigwabe, dazu feine florale Noten und einen Anklang von Feuerstein. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, präzise und animiert von einer vibrierenden Säure, mit kreidiger Struktur und salzigem, langem Finale.

Mineralisch, salzig und energiegeladen – ein Meursault fernab des buttrigen Klischees.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre hervorragend lagerfähig. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Hummer und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce oder Kalb. Ein großer Weißwein für die festliche Küche.


Lage: Meursault „Santenots" (Côte de Beaune); mergeliger, kalk- und eisenhaltiger Boden, Reben seit 1905
Klassifikation: Meursault 1er Cru
Ausbau: Chardonnay; Fassausbau ohne übermäßiges Bâtonnage · Handarbeit im Weinberg

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Rebsorten

dans l´air du temps Chardonnay by Jeff Carrel

Wein · Weißwein · Languedoc · Frankreich

Jeff Carrel Dans l'air du temps Chardonnay ist ein vollmundiger, frischer Chardonnay – die leichtere Version des Morillon von Jeff Carrel. Mit dezenten Holznoten nach Haselnuss und geröstetem Brot, cremig und schmelzig, mit ausgewogener Balance von Frucht und Reife. Ein Chardonnay, der zu jeder Gelegenheit passt.


Languedoc / Südfrankreich

Jeff Carrel ist ein renommierter Winzer und Négociant aus dem Languedoc-Roussillon, bekannt für charaktervolle Weine aus dem Süden Frankreichs. Das sonnige Klima bringt reife, aromatisch konzentrierte Chardonnay-Trauben hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Ein dezenter Holzeinsatz verleiht die feinen Noten von Haselnuss und geröstetem Brot sowie die cremig-schmelzige Textur, ohne die Frucht zu überdecken – die zugänglichere, leichtere Interpretation neben dem Morillon. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife helle Frucht mit dezenten Oak-Noten nach Haselnuss und geröstetem Brot. Am Gaumen vollmundig, cremig und schmelzig, mit frischer Balance von Frucht und Reife und rundem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – vielseitig als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Languedoc-Roussillon (Frankreich); Jeff Carrel
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: mit dezentem Holzeinsatz

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Weine

Domaine Trapet Kientzheim Riesling 2023 BIO

Weißwein · Alsace · Riesling

Riesling Alsace AOC Lieu-dit Kientzheim Biodynamie (Demeter) 2023

Der Domaine Trapet Kientzheim Riesling 2023 ist ein trockener, mineralischer Elsässer Riesling von biodynamischer Handarbeit – zitrusfrisch, präzise und exemplarisch im Sortenausdruck.


Kientzheim – Elsässer Terroir unter dem Schlossberg

Andrée Trapet, Elsässerin und Winzerin, führt seit 2002 das Familiengut im Elsass weiter und bewirtschaftet die Reben konsequent biodynamisch (Demeter-zertifiziert). Zum Gut gehören neben renommierten Grands Crus zahlreiche Lieux-dits auf den Gemarkungen von Kientzheim, Ammerschwihr, Riquewihr und Beblenheim.

Dieser Riesling stammt aus dem Lieu-dit Kientzheim, südlich von Riquewihr am Fuße des Grand Cru Schlossberg. Die kalkgeprägten Böden verleihen dem Wein seine florale, zitrusbetonte Art und eine ausgeprägte Mineralität – ein klassisch trockener Stil, ganz auf Reinheit und Terroir ausgerichtet.

Jahrgang 2023 – Elsass

Der Jahrgang 2023 brachte im Elsass reife, aromatische Weißweine mit guter Frische. Die feine Spannung des Jahrgangs prägt diesen Riesling spürbar und verbindet aromatische Reife mit präziser, eleganter Balance.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Sorgfältige Parzellen-Selektion, langsame Spontangärung mit indigenen Hefen ohne Zusätze, Reife in alten Foudres auf der Feinhefe. Reduzierter Schwefeleinsatz für einen möglichst reinen Ausdruck von Rebsorte und Terroir. Biodynamie (Demeter), FR-BIO-01.

Im Glas

Leuchtendes Zitronengelb mit intensiven Lichtreflexen. In der Nase ein perfekter Riesling-Sortenausdruck mit Terroir-Anklang: kandierte Zitrusfrüchte, gelbe Zitrone und Zitronat, mit Belüftung dazu weiße Blüten, edle Kräuter und Gewürze – insbesondere Ingwer. Am Gaumen ein fast fleischiger Auftakt, getragen von einer vollen, harmonischen Struktur; die mineralische, prickelnde Textur verleiht dynamische Spannung. Geschmacklich spiegeln sich die Duftaromen wider, ergänzt durch eine dezente, charakteristische Rauchigkeit im Hintergrund.

Ein Elsässer Riesling von exemplarischer Qualität, wie er im Bilderbuch steht.

Der Abgang ist langanhaltend und bewahrt seine frische Leichtigkeit – präzise und elegant, geprägt vom Stil der Region und der feinen Spannung des Jahrgangs. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Flusskrebsen und Meeresfrüchten, zu gebratenem Fisch, zur Elsässer Tarte flambée, zu Geflügel mit Pilzen sowie zu jungem Munster.


Lage: Lieu-dit Kientzheim, Alsace (Frankreich); südlich von Riquewihr am Fuße des Schlossberg, kalkgeprägte Böden
Klassifikation: Alsace AOC, Riesling (trocken)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit indigenen Hefen, alte Foudres, Feinhefe, reduzierter Schwefel; Biodynamie (Demeter)

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