Il Caruggiu Riserva Villa Viani Olivenöl Novello. Die Ernte 2011 ist eingetroffen.

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Die noch grünen Oliven werden in mühsamer Handarbeit von den Bäumen gepflügt oder geschlagen und sofort zur Ölmühle in Villa Viani gebracht.

Die Oliven werden gewaschen, zerkleinert und im Decanter werden die Olivenpasta und das Olivenöl getrennt. In der Zentrifuge (Bild links) werden die letzten Wasserpartikel herausgeschleudert bevor das Olivenöl abgefüllt wird.

Hier wird das Öl in einen Edelstahlkanister abgefüllt und zum Umfüllen in die Bügelflasche mitgenommen. Frischer geht es nicht. Bitte beachten sie, dass es sich um nicht gefiltertes Öl handelt und es daher zu natürlichen Ablagerungen kommt.

Text: M. Bongartz

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Weine

Domaine des Ardoisières Argile IGP Vin des Allobroges 2023 BIO

Wein · Weißwein · Savoyen · Frankreich

Domaine des Ardoisières Argile 2023 ist eine biozertifizierte Weißwein-Cuvée aus 40 % Jacquère, 40 % Chardonnay und 20 % Mondeuse Blanche. Von den Schieferböden Savoyens überzeugt er mit mineralischer Frische, dezenter Frucht und rassiger Säure.


Schieferböden Savoyens

Die Reben wachsen auf einem besonderen Terroir aus Schiefermergel und hartem, schwarzem Schiefer, durchmischt mit lehmigem Boden – jenen Schieferhängen, denen die Domaine des Ardoisières ihren Namen verdankt. Erzogen wird nach Guyot und Cordon de Royat bei rund 40 hl/ha. Das Gut zählt zu den großen Namen Savoyens und arbeitet biologisch zertifiziert (FR-BIO-01). Der Jahrgang 2023 war in Savoyen gesund und großzügig, mit reifen Trauben aus einem warmen Sommer und frischer, rassiger Säure.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 40 % Jacquère, 40 % Chardonnay und 20 % Mondeuse Blanche. Vergoren werden ganze Trauben mit autochthonen Hefen, was den Terroir-Charakter bewahrt. Anschließend reift der Wein neun Monate im Tank und entwickelt eine ausgewogene Struktur und feine Aromatik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase dezente Fruchtaromen und klare mineralische Noten. Am Gaumen geradlinig und klar gezeichnet, mit mineralischer Frische, rassiger Säure und feiner Aromatik; präziser, langer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch und Meeresfrüchten, Schalentieren, Ziegenkäse sowie savoyardisch zu Fondue und Raclette.


Lage: Savoyen, Schieferböden (Frankreich); Domaine des Ardoisières
Klassifikation: IGP Vin des Allobroges – Cuvée aus 40 % Jacquère, 40 % Chardonnay & 20 % Mondeuse Blanche, trocken
Ausbau: Ganztraubengärung mit autochthonen Hefen, 9 Monate Tank
Jahrgang: 2023

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Weine

Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Kabinett 2022

Fruchtsüßer Weißwein · Niederberg Helden (Mosel) · Riesling

Riesling Niederberg Helden Lieser · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) 100 % blauer Schiefer Kabinett · feine Restsüße bis 120 J. wurzelechte Reben 2022

Der Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Kabinett 2022 ist ein exquisiter, fruchtig-süßer Kabinett aus der Hauslage des Guts – bis zu 120-jährige wurzelechte Reben auf reinem blauem Schiefer. Ein eleganter, klassisch feinfruchtiger Riesling mit spielerischer Leichtigkeit, typisch schiefriger Mineralität und reifer Frucht – zeitlose Klassik aus Lieser.


Niederberg Helden – die Hauslage auf Blauschiefer

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – war der Erste, der das große Potenzial der beeindruckenden Lage Niederberg Helden vor über dreißig Jahren erkannte. Die Handarbeit im Weinberg der Weinberge und die spontane Vergärung der Weine sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Der Weinberg ist mit bis zu 120-jährigen, wurzelechten Reben bestockt, die auf reinem blauem Schiefer gedeihen. Die Steigungen von bis zu 80 % prägen dieses gewaltige, schwer zu bewirtschaftende Terroir. Einst vernachlässigt, wird hier heute einer der vielseitigsten und faszinierendsten Rieslinge der Mittelmosel angebaut.

Jahrgang 2022 – Mosel

2022 war an der Mosel ein warmer Jahrgang. Nach einem regnerischen Mai forderte eine lange Hitze- und Dürreperiode die alten Reben, die dank ihrer tiefen Verwurzelung standhielten; der späte Wetterumschwung vor der Ernte bewahrte Frische und Zartheit. Durch den warmen Jahrgang fällt die Säurestruktur reifer und runder aus als beim Vorgänger 2021 – ein besonders reif und harmonisch wirkender Kabinett.

Ausbau

Feinfruchtiger Riesling Kabinett aus der Lage Niederberg Helden, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren. Die Gärung wird angehalten, sodass eine feine, ausbalancierte Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt niedrig ausfällt – die Grundlage für den leichten, verspielten Trinkfluss dieses klassischen Mosel-Kabinetts.

Im Glas

Der 2022er Kabinett verkörpert eine elegante und klassisch feinfruchtige Persönlichkeit. Er präsentiert sich mit einer spielerischen Leichtigkeit, gepaart mit der für die Region typischen schiefrigen Mineralität und reifer Frucht von gelben Früchten und knackigem Apfel. Die Restsüße ist ausbalanciert, und er schmeckt so reif, als ob man in einen saftigen Pfirsich beißen würde. Durch den warmen Jahrgang 2022 ist die Säurestruktur reifer und runder als beim Jahrgangsvorgänger 2021. Frisch und knackig gleitet auch dieser Kabinett zunächst durch den Körper, um dann auch die Seele zu berühren. Zeitlose Klassik aus Lieser.

Reife gelbe Früchte und knackiger Apfel über schiefriger Mineralität – so reif, als ob man in einen saftigen Pfirsich beißt. Frisch und knackig, mit ausbalancierter Restsüße.

Ein eleganter, jugendlich-frischer Kabinett mit gutem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche, zu Sushi und leicht scharfen Gerichten sowie zu mild-würzigem Käse und fruchtigen Desserts.


Lage: Lieser Niederberg Helden, Mittelmosel; 100 % blauer Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Reben; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: Riesling Kabinett (feinfruchtig/fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, angehaltene Gärung mit feiner, ausbalancierter Restsüße, niedriger Alkohol

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Rebsorten

Domaine Bachelet Bourgogne Pinot Noir 2022

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne AOC 0,66 ha · Reben ~70 Jahre 2022 Côte de Nuits

Der Bourgogne Pinot Noir 2022 von Denis Bachelet zeigt, dass hinter einem „einfachen" Bourgogne keineswegs große Mengen stehen müssen. Nur 0,66 Hektar, bestockt mit Reben, die auf 70 Jahre zugehen: ein filigraner, komplexer und saftiger Pinot Noir, bei dem Erde, Frucht und Mineralität in feiner Balance nebeneinanderstehen.


Bourgogne aus alten Reben – Handschrift einer Top-Domaine

Bourgogne ist die regionale Appellation des Burgunds. Dieser Wein stammt aus einer nur 0,66 Hektar großen Parzelle, deren Rebstöcke auf rund 70 Jahre zugehen. Penible Pflege und sehr niedrige Erträge sorgen für Konzentration und Tiefe – weit über das übliche Niveau dieser Stufe hinaus.

Denis Bachelet führt in Gevrey-Chambertin eine kleine, traditionell arbeitende Domaine, die für Finesse und Klarheit bekannt ist. Diese Sorgfalt prägt auch den Bourgogne Rouge.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der diesem Bourgogne Substanz und Saft gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von fast 70 Jahre alten Reben bei sehr niedrigen Erträgen.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der traditionellen, auf Finesse ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Feine, klare Frucht, getragen von einer filigranen, komplexen Struktur. Am Gaumen saftig und ernsthaft, mit erdigen und mineralischen Noten, feinem Tannin und frischer Säure.

Erde, Frucht und Mineralität nebeneinander – ein filigraner, ernsthafter Bourgogne weit über seiner Stufe.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Charcuterie, Brathähnchen und Geflügel, Ente, Gerichte mit Pilzen oder mittelreifer Weichkäse. Ein feiner Allrounder für die gehobene Alltagsküche.


Lage: Bourgogne (Côte de Nuits), 0,66-ha-Parzelle; Reben rund 70 Jahre
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Rebsorten

Henri Prudhon St. Aubin Cuvee Frisson D´Avril 1er Cru 2021

Weißwein · Saint-Aubin Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Saint-Aubin · 1er Cru Cuvée Frisson d'Avril Côte de Beaune · Kalk/Mergel 2021

Der Saint-Aubin Frisson d'Avril 1er Cru 2021 von Henri Prudhon ist ein Weißwein aus 100 % Chardonnay aus einer Premier-Cru-Lage von Saint-Aubin (Côte de Beaune). Zwischen Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet gelegen, zeigt er sich fein, mineralisch und elegant.


Saint-Aubin – Côte de Beaune

Saint-Aubin liegt in einem Seitental der Côte de Beaune, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet. Fast drei Viertel der Lagen besitzen Premier-Cru-Status. Die kalk- und mergelgeprägten Hänge bringen mineralische, elegante Chardonnay-Weine hervor.

Die Domaine Henri Prudhon ist eine etablierte Familienadresse in Saint-Aubin und steht für präzise, terroirtreue Weißweine.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure und moderatem Alkohol – wie geschaffen für die mineralische Eleganz dieses Saint-Aubin.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021.

Nach burgundischer Tradition reift der Wein im Holzfass, das ihm Struktur, feine Würze und cremige Textur verleiht, ohne die mineralische Frische zu überdecken.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase Zitrus, weiße Blüten, Steinobst und ein Hauch Haselnuss. Am Gaumen fein und elegant, mit cremiger Textur und einer klaren, mineralischen Spannung. Der Abgang ist lang und frisch.

Zitrus, weiße Blüten und Steinobst über cremiger Textur und mineralischer Spannung – fein, elegant und lang.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren; ein Burgunderglas betont die Aromatik.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel und Gerichte mit heller Sauce, dazu Ziegenkäse. Die mineralische Frische passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Saint-Aubin (1er Cru), Côte de Beaune (Burgund); Kalk/Mergel
Klassifikation: Saint-Aubin Premier Cru – Blanc
Ausbau: 100% Chardonnay, Holzfassreife

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Frankreich

Soil Therapy Materia Rebellis blanc 2021

Weißwein · Elsass · Cuvée

Pinot Gris & Sylvaner Frohnberg (Rosenwiller) & Hohrain (Eguisheim) Ton-Kalk-Böden Spontangärung im Holzfass 18 Monate Feinhefe rund 1.000 Flaschen 2021

Der Soil Therapy Materia Rebellis blanc 2021 ist eine Cuvée aus Pinot Gris und Sylvaner von zwei Lagen an entgegengesetzten Enden des Elsass – eine Verbindung, die ursprünglich nicht geplant war und durch eine unvorhersehbare Gärung entstand. Spontan im Holzfass vergoren, 18 Monate auf der Feinhefe, danach sechs Monate Flaschenruhe: tief, salzig und strukturiert. Die Auflage liegt bei rund 1.000 Flaschen.


Materia Rebellis – zwei Lagen, durch Zufall vereint

Soil Therapy ist das Label von Thomas Schertz, einem Autodidakten, der vor seinen eigenen Weinen im Vertrieb der Domaine Ostertag arbeitete. Er interpretiert das Elsass abseits der üblichen Appellationslogik: instinktiv, mit langen Ausbauzeiten, in winzigen Mengen. Beim Materia Rebellis sollten zwei Einzellagen eigentlich getrennt bleiben – erst der Verlauf einer unvorhersehbaren Gärung führte sie zusammen.

Der Pinot Gris stammt aus der Lage Frohnberg in Rosenwiller, im Bas-Rhin am nördlichen Ende des Weinbaugebiets, am Fuß der Vogesen südwestlich von Straßburg. Der Sylvaner kommt aus der Lage Hohrain in Eguisheim, im Haut-Rhin bei Colmar, rund siebzig Kilometer weiter südlich und im Regenschatten der Vogesen, wo das Elsass am trockensten ist. Beide Weinberge stehen auf mineralreichen Ton-Kalk-Böden.

Die Ausrichtungen ergänzen sich: Die eine Lage ist nach Südosten geneigt und bringt Reife und Fülle, die andere nach Nordosten und liefert Frische und Säure. Der Pinot Gris gibt der Cuvée Körper und eine würzige, leicht rauchige Tiefe, der Sylvaner Spannung und eine kräuterige Klarheit. Zusammen ergibt das eine Balance, die keine der beiden Lagen allein erreicht hätte.

Jahrgang 2021 – Elsass

Der Jahrgang 2021 war im Elsass eines der schwierigsten Jahre der jüngeren Zeit. Nach einem milden Märzbeginn und früh einsetzendem Austrieb traf Anfang April eine Frostperiode die jungen Triebe. Der Sommer blieb kühl und feucht, der Druck durch Falschen Mehltau war hoch, und lokale Hagelschläge kamen hinzu. Die Erträge fielen entsprechend deutlich unter das übliche Niveau.

Gelesen wurde spät und mit strenger Selektion. Was gesund in den Keller kam, zeigte moderate Reife, niedrigere Alkoholwerte und eine ausgeprägte Säure – ein klassisch kühles Elsass-Jahr, wie es nach den warmen Jahrgängen zuvor selten geworden ist. Für einen Wein mit langer Hefereife ist diese Säure die Grundlage: Sie trägt die cremige Textur, ohne dass der Wein breit wird.

Lange Pressung, Spontangärung, 18 Monate Feinhefe

Cuvée aus Pinot Gris (Frohnberg, Rosenwiller) und Sylvaner (Hohrain, Eguisheim), Jahrgang 2021, trocken. Die Trauben werden sanft und über einen langen Zeitraum gepresst – das löst Aroma und Extrakt aus den Schalen, ohne Bitterstoffe mitzunehmen.

Die Gärung beginnt spontan mit natürlichen Hefen in Holzfässern. Danach reift der Wein 18 Monate auf der Feinhefe: Die Hefe schützt den Wein vor Sauerstoff und gibt über ihre Zersetzung Mannoproteine ab, die Textur und Cremigkeit liefern. Nach der Füllung ruht der Wein weitere sechs Monate auf der Flasche, bevor er freigegeben wird.

Im Glas

Kräftiges Goldgelb. In der Nase kandierte Orange und Zitrusschale, dazu ein salziger, steiniger Ton und ein Hefeanklang aus der langen Reife auf der Feinhefe.

Am Gaumen cremig in der Textur und zugleich straff, mit einer Säure, die aus dem kühlen Jahr kommt, und einer würzigen, leicht säuerlich-salzigen Note, die an Umeboshi erinnert, die japanische Salzpflaume. Die Frucht bleibt im Hintergrund; Salz, Würze und Textur tragen den Wein. Der Abgang ist lang und mineralisch.

Pinot Gris aus dem Norden, Sylvaner aus dem Süden, 18 Monate Hefe: Salz, Würze und Textur statt Frucht.

Bei 11–13 °C servieren, nicht kälter. Der Wein profitiert von Luft – nach einer halben Stunde öffnet er sich deutlich. Schon jetzt ausdrucksstark und dank Säure und Struktur für weitere Jahre gebaut.

Am Tisch

Zu asiatischen Gerichten, feinen Meeresfrüchten und gereiftem Käse. Die salzig-würzige Seite trägt besonders gut Japanisches – Sashimi, Miso, gegrillter Aal –, ebenso Choucroute mit Fisch, Munster oder alten Comté.


Produzent Soil Therapy, Thomas Schertz, Elsass
Rebsorte Pinot Gris und Sylvaner
Lage Pinot Gris aus dem Frohnberg, Rosenwiller (Bas-Rhin) · Sylvaner aus dem Hohrain, Eguisheim (Haut-Rhin) · Ton-Kalk-Böden, Südost- und Nordostausrichtung
Klassifikation Weißwein aus dem Elsass · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation lange, sanfte Pressung · Spontangärung im Holzfass
Ausbau 18 Monate auf der Feinhefe · 6 Monate Flaschenruhe vor der Freigabe
Trinkempfehlung jetzt bis 2032
Auflage rund 1.000 Flaschen

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Rebsorten

Pitthan Miss Sauvignon

Weißwein · Rheinhessen · Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc Zotzenheim, Rheinhessen 2025 Kalkmergel · Pararendzina Nordwest-Exposition 120–190 m Höhe Ausbau ohne Holz

Die Pitthan Miss Sauvignon 2025 ist ein Sauvignon Blanc vom Weingut Pitthan in Zotzenheim, Rheinhessen, aus den kühleren Parzellen des Betriebs. Exotische Frucht trifft hier auf Druck und Länge – Stachelbeere, reife Johannisbeere, Kiwi. Ein Sauvignon, der die Säure nicht als Effekt einsetzt, sondern als Gerüst.


Zotzenheim – kühle Nordwesthänge auf Kalkmergel

Zotzenheim liegt im Landkreis Mainz-Bingen, am nordwestlichen Rand Rheinhessens, mit den Gemarkungslagen Klostergarten (49 bis 51 Hektar) und Johannisberg (36 Hektar). Die Rebflächen liegen zwischen 120 und 190 Metern über dem Meer auf tiefgründigem, kalkreichem Mergel vom Typ Pararendzina, überlagert von sandigem Lehm. Das Weingut Pitthan bewirtschaftet in dieser Gemarkung 23 Hektar mit 13 Rebsorten.

Für Sauvignon Blanc zählt hier vor allem eine Eigenheit des Klostergartens: seine nordwestliche Exposition. Diese Hänge bekommen weniger direkte Nachmittagssonne als die südwestlichen Parzellen der Nachbargemarkung, die Trauben reifen langsamer, die Säure bleibt länger auf dem Stock erhalten. Genau das braucht eine Sorte, die bei zu viel Wärme ihre Stachelbeer- und Cassisnoten gegen breite Tropenfrucht eintauscht.

Der Kalkmergel hält vergleichsweise wenig pflanzenverfügbares Wasser, ist aber nährstoffreich – die Reben wurzeln tief, die Beeren bleiben klein. In Kombination mit den kühleren Nächten der Höhenzüge um Zotzenheim, wo die Napoleonshöhe den Blick bis in Taunus und Hunsrück freigibt, entsteht der Spannungsbogen zwischen Fülle und Frische, der diesen Wein trägt. Zotzenheim gehört weinrechtlich zur Großlage St. Rochuskapelle; die Familie Pitthan arbeitet hier seit über 150 Jahren.

Jahrgang 2025 – Rheinhessen

Bis in den Mai waren die rheinhessischen Böden gut mit Wasser versorgt, danach folgte eine lange Trockenphase, die erst Ende Juli mit kräftigen Niederschlägen endete. Der trockene August hielt den Krankheitsdruck niedrig – Rheinhessen meldete den gesündesten Traubenzustand seit Jahren. Ab Mitte September setzte wieder Regen ein, zu einem Zeitpunkt, an dem die Hauptlese großteils abgeschlossen war.

Der Jahrgang war extrem früh: Erste Mostgewichtsmessungen am 18. August zeigten weit fortgeschrittene Reife, die Hauptlese begann Anfang September und war zu Beginn der zweiten Septemberdekade vielerorts beendet – frühe und späte Sorten reiften nahezu gleichzeitig. Für aromatische Sorten wie Sauvignon Blanc entschied damit der Lesetermin über den Stil: zu spät gelesen kippt das Fruchtbild ins Überreife. Mengenmäßig war 2025 der stärkste Rückgang aller deutschen Anbaugebiete – rund 1,93 Millionen Hektoliter, 26 Prozent unter 2024 und 23 Prozent unter dem Zehnjahresmittel. Kleine, lockerbeerige Trauben mit geringer Saftausbeute ergaben konzentrierte Moste; das erklärt den Druck am Gaumen, den dieser Wein zeigt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Sauvignon Blanc aus dem Jahrgang 2025, gelesen in den kühleren Parzellen des Betriebs. Der frühe Lesetermin des Jahrgangs kam der Sorte entgegen: Die Trauben kamen mit reifem, aber noch nicht überreifem Aromaprofil in den Keller – Stachelbeere und Johannisbeere statt reiner Tropenfrucht.

Der Ausbau erfolgt ohne Holz, kühl geführt und auf die Sortenaromatik ausgerichtet. Bei Sauvignon Blanc ist das eine Stilentscheidung: Fassausbau würde die flüchtigen Thiole überdecken, die Stachelbeere, Cassisknospe und Kiwi tragen. Die Konzentration der 2025er Moste liefert die Fülle, ohne dass Holz oder Hefeausbau nachhelfen müssten.

Im Glas

In der Nase Stachelbeere und reife schwarze Johannisbeere, dahinter Kiwi und ein exotischer Anflug. Am Gaumen viel Druck und Substanz, deutlich mehr Fülle als beim durchschnittlichen deutschen Sauvignon, dazu eine straffe Säure, die die Frucht in Form hält. Der Abgang zieht lang, mit erneuter Johannisbeernote und einer leicht grasigen Spitze.

Die Fülle kommt aus den konzentrierten Mosten des kleinen Jahrgangs 2025, die Frische aus der Nordwestlage – beides zusammen macht diesen Sauvignon aus.

Trinktemperatur 9 bis 11 Grad, kein Dekantieren. Der Wein steht jetzt in seiner aromatisch offensten Phase und sollte bis etwa 2028 getrunken werden – Sauvignon Blanc dieses Stils gewinnt mit den Jahren nichts hinzu, sondern verliert die Primärfrucht.

Am Tisch

Passt zu Ziegenfrischkäse, Spargel mit Kräutern, gegrilltem Fisch mit Zitrone, Sushi und Sashimi, grünem Salat mit Vinaigrette und Meeresfrüchten. Auch zu Gerichten mit Kräuternote – Pesto, Petersilie, Kerbel –, wo Weine ohne diese Säure abfallen.


Produzent Weingut Pitthan, Zotzenheim (Rheinhessen)
Rebsorte Sauvignon Blanc
Lage Zotzenheimer Klostergarten und Johannisberg
Klassifikation Qualitätswein Rheinhessen
Jahrgang 2025
Vinifikation kühle Gärung · reduktiv geführt
Ausbau ohne Holz · sortenbetont
Trinkempfehlung 2026–2028
Boden Kalkmergel · Pararendzina · sandiger Lehm
Exposition Nordwest
Höhenlage 120–190 m ü. NN
Betrieb 23 Hektar · 13 Rebsorten · Familienbetrieb seit über 150 Jahren

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Frankreich

Jean-Claude Mas Rouge Intense IGP 12er Set

Wein · Rotwein-Cuvée · Pays d'Oc IGP · 12er-Set

Jean-Claude Mas Rouge Intense IGP ist eine fruchtige südfranzösische Rotwein-Cuvée aus dem Languedoc – hier im günstigen 12er-Set. Aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot, mit expressiver Frucht und Aromen mediterraner Kräuter, vollmundig und saftig-frisch am Gaumen.


Languedoc / Pays d'Oc

Die Weine von Jean-Claude Mas (Domaines Paul Mas) stammen aus dem Languedoc in Südfrankreich, klassifiziert als Pays d'Oc IGP. Die Reben wachsen auf Böden aus Ton, Kalkstein und etwas Schiefer; das mediterrane Klima mit viel Sonne und Wärme bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot. Jede Rebsorte wird getrennt vinifiziert; die Assemblage erfolgt im November, anschließend reift der Wein rund vier Monate im Tank vor der Füllung. So entsteht ein fruchtbetonter, zugleich strukturierter und weicher Stil. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot mit rubinroten Reflexen. In der Nase expressive rote und dunkle Frucht – Pflaume, Brombeere –, untermalt von Kräutern der Provence (Garrigue) und einem Hauch Lakritz. Am Gaumen vollmundig und saftig-frisch, mit reifer Frucht und weichem Gerbstoff; intensiver, langer Abgang.

Am Tisch

Bei rund 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Begleiter für jeden Tag, solo oder zum Essen.

Passt zu: Gegrilltem, Lamm, Schmorgerichten, mediterraner Küche und Hartkäse.

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 12er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (12 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.


Region: Languedoc, Pays d'Oc IGP (Südfrankreich)
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Rotwein-Cuvée, trocken
Rebsorten: Grenache, Syrah, Carignan, Merlot
Set: 12 Flaschen à 0,75 Liter (versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)

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Weine

Wagner-Stempel Heerkretz Riesling Großes Gewächs 2021 BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen · Siefersheim Heerkretz VDP.Grosses Gewächs Porphyr / Rhyolith Stahl & Stückfass Biodynamie / Bio (DE-ÖKO-022) 2021

Das Wagner-Stempel Heerkretz Riesling Großes Gewächs 2021 ist ein wahres Meisterwerk – einer der großen trockenen Rieslinge Deutschlands. Filigran und komplex im Duft, am Gaumen trocken, frisch und druckvoll, mit prägnantem mineralischem Körper, großem Volumen und bemerkenswerter Länge.


Heerkretz – Porphyr aus der rheinhessischen Schweiz

Das Weingut Wagner-Stempel in Siefersheim zählt zu den Spitzenadressen Rheinhessens. Seit 1845 in Familienhand, heute in 9. Generation von Daniel Wagner geführt, arbeitet das VDP-Gut konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Im äußersten Nordwesten Rheinhessens, am Übergang zur Nahe, prägen vulkanische Porphyrböden eine unverwechselbare, mineralisch-würzige Stilistik.

Die nach Süden geneigte Heerkretz ist eine VDP.Große Lage und mit 250–280 m eine der höchsten und kühlsten Lagen Rheinhessens – ein wieder erweckter, wilder Steilhang mit Felsmauern und Heidelandschaft. Eine selektive, späte Handlese aus den ältesten und besten Parzellen verleiht dem Wein seinen Charakter. Die steinigen, skelettreichen Schotter- und Lehmböden mit dem anstehenden Porphyrfels im Untergrund tragen zur besonderen Qualität bei.

Jahrgang 2021 – Rheinhessen

2021 gilt als klassischer, kühler Riesling-Jahrgang mit lebendiger Säure, großer Präzision und klarer Mineralität. In der hochgelegenen, kühlen Heerkretz ergibt das einen besonders spannungsreichen, druckvollen und langlebigen Wein, der das Porphyr-Terroir mustergültig spiegelt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Ausbau: Der Wein reifte sowohl im Edelstahltank als auch in traditionellen Stück- und Halbstückfässern aus deutscher Eiche. Ökologische Bewirtschaftung (DE-ÖKO-022).

Im Glas

Klare, hellgelbe Farbe; ein filigraner, komplexer Duft. Fruchtaromen wie Pfirsich und Maracuja dominieren das Bouquet und werden von subtilen vegetativen und kräuterigen Noten wie Minze und Zitronenmelisse untermalt. Im Geschmack überzeugt der Wein mit trockener, frischer und druckvoller Säure. Sein prägnanter mineralischer Körper verleiht ihm ein beeindruckendes Volumen und eine bemerkenswerte Länge, während die Balance perfekt harmoniert.

Trocken, frisch und druckvoll – ein prägnanter mineralischer Körper mit großem Volumen und bemerkenswerter Länge.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife deutlich; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur würzig-asiatischen Küche sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Rheinhessen, Siefersheim, Heerkretz (Deutschland); südexponierte Steillage, 250–280 m (eine der höchsten Lagen Rheinhessens); steinige Schotter- und Lehmböden über Porphyr/Rhyolith; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; selektive späte Handlese, Ausbau im Edelstahltank sowie in Stück- und Halbstückfässern aus deutscher Eiche; ökologischer Anbau (DE-ÖKO-022)

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