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Spirituosen

Christian Drouin Calvados Pays d’Auge Hors d‘Age

Calvados · Pays d'Auge · Apfelbrand · Hors d'Age

Christian Drouin Calvados Pays d'Auge Hors d'Age ist ein kraftvoller normannischer Apfelbrand des Hauses Christian Drouin. Das Haus ist für seine umfangreiche Sammlung an Jahrgangs-Calvados bekannt. Dieser Hors d'Age reift mindestens 18 Jahre in ehemaligen Calvadosfässern, die ihm feine, seidige Tannine geben. Im Glas ein vollmundiger Calvados mit blumigen und würzigen Noten.


Pays d'Auge

Calvados ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung der Normandie. Innerhalb des Départements Calvados ist das Pays d'Auge die hochwertigste Herstellungsregion, die eine zweifache Brennblasen-Destillation vorschreibt. Christian Drouin keltert hierfür Cidre aus normannischen Apfelsorten.

Herstellung und Reifung

Der Calvados entsteht durch zweifache Pot-Still-Destillation von Cidre, also vergorenem Apfelmost. Der Hors d'Age reift mindestens 18 Jahre in ehemaligen Calvadosfässern und wird ungefärbt abgefüllt. Die lange Fassreife bringt seidige Tannine und große aromatische Komplexität.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase reife und gedörrte Äpfel, dazu blumige und würzige Noten. Am Gaumen kraftvoll und vollmundig, mit feinen, seidigen Tanninen und langer Fasswürze. Der Abgang ist lang und ausgewogen.

Zum Genuss

Pur als Digestif bei Zimmertemperatur in einem bauchigen Glas genießen. Ein Klassiker zum Ausklang eines guten Essens.

Passt außerdem zu reifem Käse, dunkler Schokolade und Apfeldesserts wie Tarte Tatin.


Herkunft: Pays d'Auge, Normandie (Frankreich)
Art: Calvados Pays d'Auge AOC, Hors d'Age
Reifung: mind. 18 Jahre in Calvadosfässern, ungefärbt

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Weine

Domaine de Villaine Bouzeron Aligote 2021 BIO

Weißwein · Bouzeron · Aligoté

Aligoté (100%) Bouzeron AOC Reben 65–115 Jahre 2021 · Bio (FR-BIO-10) mergeliger Kalkboden · 17 Parzellen

Der Bouzeron Aligoté 2021 der Domaine de Villaine ist ein reinsortiger Aligoté, von Hand aus den ältesten Reben selektiert. Lage und Terroir geben ihm Finesse und Eleganz; in den ersten zwei bis drei Jahren zeigt er Frische und Frucht, mit der Zeit gewinnt er an Fülle und kann gut zehn Jahre reifen.


Bouzeron – die Heimat des Aligoté

Bouzeron in der Côte Chalonnaise ist die einzige Dorf-Appellation des Burgunds, die ausschließlich dem Aligoté vorbehalten ist. Der Wein stammt aus 17 verschiedenen Kleinstparzellen auf mergeligen Kalkböden. Je nach Weinberg sind die Reben rund 65 Jahre alt, die ältesten Anlagen erreichen bis zu 115 Jahre.

Die Domaine A. et P. de Villaine hat ihren Sitz in Bouzeron und arbeitet biologisch zertifiziert (FR-BIO-10). Das hohe Rebalter und das Terroir heben diesen Aligoté über die übliche Stufe der Sorte.

Jahrgang 2021 – Côte Chalonnaise

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure – passend zur nervigen, präzisen Art dieses Aligoté.

Assemblage und Ausbau

Zu 100 % Aligoté aus dem Jahrgang 2021, von Hand aus den ältesten Reben selektiert, aus biologischem Anbau (FR-BIO-10).

Der Ausbau erfolgt schonend, im Stil der Domaine – auf Erhalt von Frische, Nerv und der mineralischen Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Reife Frucht: Birne und Zitrus, dazu steinige Aromen, weiße Blüten und dezente Nussnoten. Am Gaumen viel Nerv, Druck und Klarheit; die Säure ist frisch, aber dezent. Ein mustergültiger Aligoté, der die unterschiedlichen Terroirs von Bouzeron im Glas zeigt.

Birne, Zitrus und steinige Mineralität mit viel Nerv und Klarheit – Aligoté auf einem ganz eigenen Niveau.

In den ersten zwei bis drei Jahren frisch und fruchtig, mit Reife zunehmend füllig; je nach Jahrgang gut zehn Jahre lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Schnecken in Kräuterbutter, Ziegenfrischkäse – oder solo als Aperitif. Die frische Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Bouzeron (Côte Chalonnaise); mergeliger Kalkboden, 17 Parzellen, Reben 65–115 Jahre
Klassifikation: Bouzeron AOC; Bio (FR-BIO-10)
Ausbau: Aligoté, alte Reben; schonender Ausbau im Stil der Domaine

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Weine

Aurore Casanova Cuvée Rosé

Champagner · Champagne / Mardeuil · Rosé-Cuvée

Rosé d'assemblage Grand-Cru-Lagen: Puisieulx · Le Mesnil-sur-Oger Kreide- & Kalkböden Teilweise Eichenfass Naturhefen · ohne Filtration

Der Aurore Casanova Rosé Champagner ist ein Rosé d'assemblage aus dem 2013 gegründeten Winzerhaus von Aurore Casanova und Jean-Baptiste Robinet in Mardeuil bei Épernay. Der Rosé setzt auf Struktur statt Süße: eine Cuvée der drei Champagner-Rebsorten, farblich und aromatisch geprägt durch einen Anteil rot vinifizierten, teils im Holz ausgebauten Pinot Noir. Zart lachsfarben im Glas, trocken und vinös im Charakter.


Mardeuil: drei Terroirs zwischen Reims und der Côte des Blancs

Das Haus bewirtschaftet rund 3,8 Hektar in drei Zonen der Champagne: der Montagne de Reims, der Côte des Blancs und der Vallée de la Marne. Kern sind zwei Grand-Cru-Herkünfte – Puisieulx für Pinot Noir und Chardonnay sowie Le Mesnil-sur-Oger und Oger für Chardonnay auf reiner Kreide. Der Meunier stammt aus dem Marnetal um Champvoisy.

Puisieulx bringt Lehm-Kalk über Kalkstein und liefert Zug und Mineralität, die Kreideböden der Côte des Blancs steuern Klarheit und Spannung bei. Die Reben zählen teils zu Pflanzungen aus den späten 1960er-Jahren. Der Betrieb ist seit 2023 biozertifiziert.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 42 % Chardonnay, 30 % Pinot Noir und 12 % Meunier, ergänzt um 16 % rot vinifizierten Pinot Noir, der die Farbe und die Frucht des Weins prägt. Als Rosé d'assemblage entsteht die Färbung durch Zugabe des Rotweins, nicht durch Mazeration.

Ein Teil der Weine reift in der Eiche, was dem Rosé Textur und Tiefe gibt. Das Haus arbeitet minimalistisch: spontane Gärung mit Naturhefen, Reifung auf der Feinhefe und Ausbau ohne Filtration, im knapp dosierten Extra-Brut-Stil des Betriebs.

Im Glas

Zartes Rosé mit lachsfarbenen Reflexen. Die Nase zeigt rote Früchte und Erdbeere, dazu würzige Anklänge von Vanille und Zimt aus dem Holzausbau. Am Gaumen Waldfrüchte, dicht und rund, getragen von einer feinen Perlage und einem langen, herb-fruchtigen Abgang.

Ein trockener Rosé d'assemblage, der seine Farbe und Frucht dem rot vinifizierten Pinot Noir verdankt und durch den Holzausbau an Struktur gewinnt.

Vor dem Servieren gut gekühlt (8–10 °C); im Glas öffnet sich die würzige Seite mit etwas Luft.

Am Tisch

Als Aperitif solo, dazu Lachs und Thunfisch-Tatar, Vitello tonnato, gereifter Hartkäse oder eine Wildkräuter-Quiche. Der vinöse Charakter trägt den Rosé auch durch ein Menü mit Geflügel oder Kalb.


Lage Puisieulx, Le Mesnil-sur-Oger, Oger, Champvoisy (Sitz: Mardeuil)
Klassifikation Grand Cru (Puisieulx, Le Mesnil-sur-Oger, Oger)
Ausbau Rosé d'assemblage, teilweise Eichenfass, Naturhefen, ohne Filtration
Stil Extra Brut (Haus-Stil)

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Frankreich

Jean-Philippe Fichet Meursault Les Gruyaches 2022

Weißwein · Meursault · Chardonnay

Chardonnay Meursault Lieu-dit · Les Gruyaches Côte de Beaune 2022 alte Reben (~80 J.)

Der Meursault Les Gruyaches 2022 der Domaine Jean-Philippe Fichet ist ein reicher, konzentrierter Chardonnay von rund 80-jährigen Reben am Fuß des Premier Cru Charmes – der fülligste von Fichets Lieux-dits, mit dem für ihn typischen Fokus, Mineralität und Länge.


Les Gruyaches – kleiner Bruder von Charmes

Die kleine Parzelle von gut 0,28 Hektar ist zu zwei Seiten vom Premier Cru Meursault-Charmes umschlossen – sie nimmt gleichsam eine Ecke aus Charmes heraus. Fichet nennt sie den „kleinen Bruder von Charmes". Die Reben wurden um 1930 gepflanzt; der Boden am Hangfuß ist etwas reicher, ton-kalkig über Kalksteinuntergrund.

Die alten Reben sorgen für natürliche Konzentration; eine in den 1990ern angelegte Drainage begrenzt den Wuchs. Das Ergebnis ist der reichste und fülligste der Fichet-Lieux-dits, ohne dessen gemeinsamen Fokus und Länge zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war im Burgund ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang. Dank Wasserreserven aus dem Frühjahr kamen die Reben gut durch den heißen Sommer, sodass eine gesunde und großzügige Ernte eingebracht wurde.

Trotz der Wärme bewahren die Weißweine ihre Rasse: reife, großzügige Frucht, getragen von erhaltener Spannung und Frische.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Bewirtschaftung in lutte raisonnée mit eigenem Kompost, Handlese bei niedrigen Erträgen. Gärung und malolaktische Gärung erfolgen im Fass; der Ausbau dauert insgesamt rund 18 Monate – gut 12 Monate im Fass (nur etwa ein Sechstel neu) und anschließend einige Monate im Tank. Auf aggressives Bâtonnage wird bewusst verzichtet.

Im Glas

Im lagen- und haustypischen Profil: Birne, Meyer-Zitrone und Jod, weiße Blüten und Akazie, dazu geröstete Haselnuss. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, tief und satiniert, mit der Konzentration alter Reben, kreidigem Trockenextrakt und einer salzigen, mundwässernden Länge. Fülle und mineralische Präzision in Balance.

Der fülligste der Fichet-Lieux-dits – alte-Reben-Konzentration mit kreidiger, salziger Länge.

Profitiert von Reife; Trinkfenster etwa 2025–2032. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer, Steinbutt, Poularde in Rahm oder gereifter Comté. Die Fülle trägt auch kräftigere Gerichte.


Lage: Meursault „Les Gruyaches" (Côte de Beaune); ~0,28 ha am Fuß von Charmes, ton-kalkiger Boden, Reben von ~1930
Klassifikation: Meursault (Village-Lieu-dit)
Ausbau: Chardonnay; Gärung und Malo im Fass, ~18 Monate (12+ Monate Fass, ~1/6 neues Holz, +Tank), wenig Bâtonnage · lutte raisonnée

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Weine

Peter Jakob Kühn Landgeflecht Unikat Riesling 2020 BIO

Weißwein · Oestrich (Rheingau) · Riesling

Riesling Landgeflecht · PJK.Unikat Peter Jakob Kühn Monopolparzelle im Doosberg · Oestrich Löss/Lehm über Quarzit trocken 1.200-l-Stückfass · ~2 J. Vollhefe BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Peter Jakob Kühn Landgeflecht PJK.Unikat Riesling trocken 2020 ist einer der raren Spitzenrieslinge des Guts – aus einer winzigen Monopolparzelle am Hangfuß des Doosberg. Ein tiefer, salziger und kristallklarer Riesling von großer Konzentration und schwebender Eleganz.


Landgeflecht – Monopolparzelle im Doosberg

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau: ein langes, ruhiges Hefelager in traditionellen Stückfässern, das den Weinen früh Tiefe und Anmut verleiht.

Das Landgeflecht ist eine 1978 gepflanzte Monopolparzelle von nur rund 3.000 m² am unteren, südwestlich geneigten Hang der Großen Lage Doosberg. Der Name geht auf den „Landpflechter Brunnen" zurück, der auch in Trockenphasen eine gute Wasserversorgung ohne Nässestau sichert. Die Böden aus Löss und Lehm über Quarzit sowie die windgeschützte, sonnige Ausrichtung bringen einen besonders konzentrierten, eigenständigen Riesling hervor.

Jahrgang 2020 – Rheingau

2020 war im Rheingau ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die alte Parzelle mit ihrem tiefen Wurzelsystem und der lange Hefeausbau bewahrten Konzentration, salzige Mineralität und Spannung – Kraft und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling aus der Monopolparzelle Landgeflecht (im Doosberg), Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Löss und Lehm über Quarzit.

Der Wein reift in einem 1.200-Liter-Stückfass für bis zu zwei Jahre unberührt auf der Vollhefe, gefolgt von rund einem Jahr Flaschenreife; das Unikat wird erst etwa drei Jahre nach der Ernte freigegeben. Dieser lange, ruhige Hefeausbau verleiht ihm Schmelz, Tiefe und seidige Textur. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein tiefer, kristallklarer Riesling von großer Konzentration: reife Quitte und Mirabelle, weißer und gelber Pfirsich, dazu Zitrus- und Orangenzeste und eine feine, würzig-steinige Note. Am Gaumen schmelzend und dicht, zugleich schwebend elegant, mit intensiver, salziger Mineralität, felsenfestem Kern und einem sehr langen, druckvollen Nachhall.

Reife Quitte, Mirabelle und Pfirsich mit Zitrus- und Orangenzeste über würzig-steiniger Tiefe – schmelzend und dicht, zugleich schwebend elegant, intensiv salzig, mit langem, druckvollem Nachhall.

Ein rarer, sehr langlebiger Rheingau-Riesling; jung unbedingt dekantieren, mit großem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Landgeflecht, Monopolparzelle (~3.000 m², gepflanzt 1978) am unteren Hang des Doosberg, Oestrich, Rheingau; Löss/Lehm über Quarzit, Südwest
Klassifikation: Riesling PJK.Unikat, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: 1.200-l-Stückfass, bis ~2 Jahre auf der Vollhefe, danach ~1 Jahr Flaschenreife (Release nach ~3 Jahren); biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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Spanien

Jose Gil Paraje La Canoca Single Vineyard 2023

Rotwein · Rioja DOCa · Tempranillo

Tempranillo mit etwas Viura Rioja DOCa Paraje La Canoca (Single Vineyard) San Vicente de la Sonsierra José Gil alte Reben · ~600 m nur 3.570 Flaschen 2023

Der José Gil Paraje La Canoca 2023 ist ein außergewöhnlicher Lagenwein aus über 50 Jahre alten Weinbergen im Tal von La Canoca – ein harmonischer Tempranillo mit einem Hauch Viura, von aromatischen Kräutern umgeben. Eine einzigartige Verbindung von Tradition, Terroir und moderner Weinbereitungskunst.


La Canoca – Lagenwein aus dem Kräutertal

José Gil zählt mit seiner Partnerin Vicky zu den gefeierten jungen Terroir-Winzern der Rioja (Tim Atkin „Young Winemaker of the Year 2021"). Geprägt von Praktika in Burgund und an der Mosel, vinifiziert er in San Vicente de la Sonsierra lagenspezifische Weine aus alten Reben – organisch, mit Fokus auf Textur und Reinheit des Terroirs statt auf Holz.

Der Paraje La Canoca 2023 stammt aus mehreren über 50 Jahre alten Weinbergen im malerischen Tal von La Canoca. Die Rebstöcke wachsen auf 600 Metern Höhe auf lehmigen Böden mit einem kleinen Kalksteinanteil, umgeben von aromatischen Kräutern wie Fenchel, Thymian und Rosmarin, die dem Wein eine unverkennbare Note verleihen.

Jahrgang 2023 – Rioja

2023 war in der Rioja ein anspruchsvolles Jahr mit extremen Temperaturkontrasten, Hagelereignissen und strenger Selektion – ein Jahrgang, der präzise Arbeit im Weinberg belohnte. In der hochgelegenen Lage La Canoca ergibt das einen feinen, harmonischen Tempranillo von eleganter Struktur. Die limitierte Produktion umfasst nur 3.570 Flaschen.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo mit einem kleinen Anteil Viura, aus dem Jahrgang 2023, Rioja DOCa, trocken.

Die Trauben werden sorgfältig von Hand geerntet, in 200-kg-Behältern ins Weingut transportiert und zu 100 % entrappt. Die Gärung erfolgt in unbehandelten Betonbehältern. Anschließend reift der Wein zehn Monate in 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche in einem historischen Kellergewölbe – eine schonende Reifung, die dem Wein seine elegante Struktur und feine Komplexität verleiht. Abgefüllt im September 2024.

Im Glas

Ein harmonischer Höhen-Tempranillo von feiner Komplexität: klar definierte rote Frucht, florale Anklänge und eine markante kräutrige Würze (Fenchel, Thymian, Rosmarin), die das umliegende Terroir widerspiegelt. Am Gaumen elegant strukturiert, frisch und präzise, mit feinem, gut eingebundenem Tannin und langem Nachhall – Eleganz statt Kraft.

Elegante Struktur und feine Komplexität – eine einzigartige Verbindung von Tradition, Terroir und Weinbereitungskunst.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Gerichten mit mediterranen Kräutern sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Rioja DOCa, Paraje La Canoca, San Vicente de la Sonsierra (Spanien); mehrere Weinberge (>50 J.), ~600 m, lehmige Böden mit kleinem Kalksteinanteil, von Fenchel, Thymian und Rosmarin umgeben
Klassifikation: Rioja DOCa, Tempranillo mit etwas Viura (trocken); nur 3.570 Flaschen
Ausbau: Handlese (200-kg-Behälter), 100 % entrappt, Gärung in unbehandeltem Beton, 10 Monate in 500-l-Fässern (franz. Eiche) im historischen Kellergewölbe; organischer Anbau

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Rebsorten

Ziereisen Jaspis Zipsin Spätburgunder 2023

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Jaspis Zipsin Spätburgunder 2023 ist ein sortenreiner Pinot Noir von Weingut Ziereisen aus Efringen-Kirchen im südlichen Markgräflerland. Hanspeter Ziereisen vinifiziert ihn ausschließlich aus alten Reben der Lage Zipsin – handgelesen, spontan vergoren und unfiltriert abgefüllt. Ein Wein, der Terroir konsequent vor Holz stellt.


Markgräflerland / Lage Zipsin

Die Lage Zipsin liegt in Efringen-Kirchen auf Muschelkalk und Lösslehm mit südseitiger Exposition. Der kühlende Einfluss des Rheintals verlangsamt die Reife und bewahrt Säure und Mineralität; das kontinentale Klima am Dreiländereck D/F/CH wird durch atlantische und alpine Einflüsse gemäßigt. Klassifiziert als Landwein Oberrhein. Die „Jaspis"-Linie umfasst die Einzellagen-Spitzenweine des Guts.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinot Noir von alten Reben. Spontan vergoren, im großen Holzfass ausgebaut und unfiltriert abgefüllt. Der zurückhaltende Holzeinsatz stellt die Frucht und die Mineralität der Lage in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase Schwarzkirsche, Brombeere, feine Erde und Kräuter. Am Gaumen präsente, dabei seidige Tannine, straffe Säure und ein mineralischer Kern. Der Abgang ist lang, würzig und zeigt klare Frucht ohne Schwere.

Am Tisch

Aktuell trinkbar, entwickelt sich bis etwa 2032. Eine Stunde Dekantieren empfohlen; kühl, liegend und lichtgeschützt lagern.

Passt zu: Entenbrust, Rehrücken, Pilzrisotto und gereiftem Comté.


Lage: Markgräflerland, Lage Zipsin, Efringen-Kirchen (Baden, Deutschland); Weingut Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir, alte Reben), trocken
Ausbau: Spontangärung, großes Holzfass, unfiltriert
Jahrgang: 2023

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Brouilly 2015 Magnum

Rotwein · Beaujolais Cru Brouilly · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Brouilly Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Magnum (1,5 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Brouilly 2015 in der Magnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Dieser Brouilly stammt aus dem südlichsten und größten der Beaujolais-Crus, dessen Granit- und blaue Diorit-Böden („pierre bleue") dem Gamay Tiefe, Struktur und Mineralität verleihen.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Magnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Brouilly, trocken; abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Vom granitisch-blausteinigen Brouilly-Boden und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: dunkle Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine feine, steinige Würze. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen saftig und konzentriert, mit feinem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Gamay mit echtem Reifepotenzial.

Dunkle Kirsche, florale und steinige Würze – saftig und konzentriert, mit feinem Tannin und langer, mineralischer Tiefe.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Brouilly (Frankreich); südlichster und größter der Beaujolais-Crus, Granit- und blaue Diorit-Böden („pierre bleue")
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Magnum (1,5 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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