Der Noon Eclipse 2014 ist ein kultiger, old-school gemachter Grenache-Blend von uralten Buschreben aus McLaren Vale – in typischer Grenache-Manier nicht tief in der Farbe, aber betörend im Duft, mit verführerischen Gewürzen und reifer Frucht. Exotisch, tief und lang.
Noon – Kult aus McLaren Vale
Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller. Zu jeder Ernte gibt Drew klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat.
Der Eclipse ist die Grenache-dominierte Cuvée des Guts, im Geist der großen Châteauneuf-du-Pape gemacht. Die Trauben stammen von uralten, wurzelechten Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934 und 1943) aus den estate-eigenen Blocks in McLaren Vale, ergänzt um etwas Shiraz und Graciano.
Jahrgang 2014 – McLaren Vale
Drew Noon zum 2014er: „Der diesjährige Wein stammt aus 85 % Grenache, 8 % Shiraz und 7 % Graciano. In typischer Grenache-Manier ist er nicht dunkel in der Farbe, aber er duftet herrlich, mit verführerischen Gewürzen und reifen Früchten. Es lohnt sich, ihn in einem großen Glas zu servieren, um den Genuss zu maximieren. Die Aromen sind sehr tief, um ein beeindruckendes strukturelles ‚Gerüst' angeordnet, mit schönen Tanninen im Finale. Exotisch, tief und lang – ein beeindruckender Eclipse." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)
Assemblage und Ausbau
Cuvée aus 85 % Grenache, 8 % Shiraz und 7 % Graciano, Jahrgang 2014, trocken.
Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Pressung von Hand in kleinen Korbpressen. Reife über rund 18 Monate in kleinen französischen und amerikanischen Fässern sowie großen Holzgebinden (Demi-muid, Foudre) – fast ausschließlich gebrauchtes Holz, nur ein kleiner Anteil neue Eiche für den Shiraz-Teil. Minimal-invasiv ausgebaut.
Im Glas
In typischer Grenache-Manier nicht tief in der Farbe, aber herrlich im Duft – mit verführerischen Gewürzen und reifer Frucht. Am Gaumen sehr tiefe Aromen, um ein beeindruckendes strukturelles Gerüst angeordnet, mit schönen, präsenten Tanninen im Finale. Exotisch, tief und lang.
Exotisch, tief und lang – ein beeindruckender Eclipse.
Am besten in einem großen Glas servieren, um den Genuss zu maximieren; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.
Am Tisch
Zu kräftig gewürzten Gerichten, zur Ente und zu Wild, zu geschmortem rotem Fleisch und reich gewürzten Casseroles sowie zu gereiftem Hartkäse.
GamayMoulin-à-Vent (Beaujolais-Cru)Vieilles Vignes · Reben 50–60 J. · 2,04 haSand über Granit2022
Der Moulin-à-Vent Vieilles Vignes 2022 der Domaine Louis Boillot ist ein kraftvoller Charmeur: ein reinsortiger Gamay von 50 bis 60 Jahre alten Reben, oft als „König des Beaujolais" bezeichnet. Mit Fülle und Raffinesse alter Reben, seidiger Textur und großer Dichte.
Moulin-à-Vent – „König des Beaujolais"
Moulin-à-Vent zählt zu den strukturiertesten und lagerfähigsten Crus des Beaujolais. Die Parzelle von Louis Boillot umfasst 2,04 Hektar mit 50 bis 60 Jahre alten Reben; der Boden – eine Mischung aus Sand auf Granit – trägt maßgeblich zum bemerkenswerten Alterungspotenzial bei.
Die Domaine Louis Boillot, mit Wurzeln in der Côte d'Or, überträgt ihre burgundische Handschrift auf diesen Moulin-à-Vent.
Jahrgang 2022 – Beaujolais
2022 brachte im Beaujolais einen warmen, sonnenreichen Jahrgang mit gesunder, reifer Ernte.
Für die Crus steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei guter Frische und Struktur – die Grundlage für die Dichte und Ausdruckskraft dieses Moulin-à-Vent.
Assemblage und Ausbau
Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2022, von 50 bis 60 Jahre alten Reben.
Der Wein reift im Holzfass, im burgundisch geprägten Stil des Guts – auf Struktur, Tiefe und Lagerfähigkeit ausgerichtet.
Im Glas
Im Duft reife Waldhimbeeren, dunkle Herzkirschen und ein Hauch getrockneter Veilchen, dazu schwarzer Pfeffer, Muskat und etwas Graphit. Am Gaumen seidige Textur und große Dichte; jeder Schluck offenbart neue Facetten von saftiger Frucht bis zu würzigen und floralen Untertönen. Die Tannine sind präsent, aber geschliffen, getragen von einer fein eingebundenen Säure; das Finale ist lang und elegant.
Waldhimbeere, Herzkirsche und getrocknete Veilchen über seidiger Textur und großer Dichte – kraftvoll, vielschichtig und lang.
Schon zugänglich, mit beachtlichem Alterungspotenzial über viele Jahre. Bei 14–16 °C servieren.
Am Tisch
Geflügel und Ente, Charcuterie, Schweinebraten, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein gehaltvoller, vielseitiger Gamay am Tisch.
Domaine Sylvain Cathiard Hautes Cotes de Nuits Les Dames Huguette 2023
Rotwein · Bourgogne Hautes Côtes de Nuits · Pinot Noir
Pinot NoirHautes Côtes de Nuits AOCCôte de Nuits2023Les Dames Huguette · 1,45 ha
Der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits Les Dames Huguette 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist die straffste und mineralischste der drei Hautes-Côtes-Cuvées – ein linearer, spannungsreicher Pinot Noir von dünnen Kalksteinböden über Nuits-St-Georges.
Les Dames Huguette – dünne Kalksteinböden über Nuits
Der 1,45 Hektar große Weinberg liegt oberhalb von Nuits-St-Georges und bildet die Fortsetzung von Aux Chaumes, dort wo der Hang zu den großen NSG-Premiers-Crus abfällt. Die Böden sind ärmer, dünner und noch kalksteinreicher als bei Chaumes – Grundlage für die ausgeprägte mineralische Spannung und den linearen Stil. Die Reben sind 35 bis 55 Jahre alt.
Die Lage hält ihre Säure gut und reift ein bis zwei Tage später; sie ergibt die spannungsreichste der drei Hautes-Côtes-Cuvées. Die in Vosne-Romanée beheimatete Domaine vinifiziert sie seit 2019.
Jahrgang 2023 – Hautes Côtes de Nuits
2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.
Gerade in warmen Jahrgängen spielt die kühlere Höhenlage ihren Vorteil aus: kühle Reife und erhaltene Frische bei klarer Linie.
Vinifikation und Ausbau
Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.
Vollständig entrappt nach sorgfältiger Selektion, rund zehn Tage Kaltmazeration, anschließend Spontangärung über 10–30 Tage. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, mit bewusst reduziertem Anteil neuen Holzes (Regional-Niveau etwa 20–25 %). Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; biologische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert).
Im Glas
Ein florales, elegantes Bouquet mit dem Eindruck weißer Steine und einer tiefen, reifen Erdbeerfrucht. Am Gaumen straffer und spannungsreicher als die beiden anderen Hautes-Côtes-Weine: kiesiger Grip und eine salzige Länge tragen die rote Frucht in einem deutlich mineralisch-linearen Stil. Das in der Jugend noch präsente Holz fügt sich mit Reife ein; der Abgang wirkt fast sinnlich.
Kiesiger Grip und salzige Länge – die mineralischste, linearste der drei Hautes-Côtes-Cuvées.
Trinkfenster etwa 2027–2033. Bei 15–16 °C servieren.
Am Tisch
Federwild, Geflügel, Pilzgerichte oder mittelkräftiger Käse. Ein präziser, mineralischer Begleiter für die feine Küche.
RieslingGraacher HimmelreichSpätlese · fruchtsüßWilli SchäferVDP.Große Lage · MittelmoselBlau- und GrauschieferSteillage 45–65 %2025
Die Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 stammt aus einer Paradelage der Mittelmosel. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.
Graacher Himmelreich – Paradelage der Mittelmosel
Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.
Die VDP.Große Lage Graacher Himmelreich ist ein Paradebeispiel für das Potenzial der Mittelmosel-Rieslinge; teils stehen die Reben noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die nach Süd-Südwest bis Südwest ausgerichteten Weinberge (110–260 m, 45–65 % Neigung) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Tals. Die Böden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer prägen die Mineralität; Wasseradern im Hang sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Der Name „Himmelreich" stammt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „kleiner Hügel".
Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)
2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.
Herstellung und Ausbau
Fruchtsüße Riesling Spätlese aus dem Graacher Himmelreich, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.
Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt.
Im Glas
Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.
Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.
Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.
Am Tisch
Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.
Der Dominio del Bendito El Primer Paso 2024 ist ein wahrer Toro aus über 40 Jahre alten Tinto-de-Toro-Rebstöcken – eine wahre Fruchtexplosion aus Kirsche und Brombeere, mundfüllend und komplex, mit dezentem Holzeinsatz für Eleganz und Textur. Ein eleganter Gigant in der Magnum.
Dominio del Bendito – alte Reben in Toro
Dominio del Bendito ist das Projekt des Franzosen Antony Terryn, der 2003 nach Toro kam, vom Potenzial der alten Reben gefangen war und 2004 sein Weingut gründete. Seither entstehen hier handwerkliche, authentische Rotweine aus Tinta de Toro – aus eigenen und eng betreuten Parzellen, biologisch bewirtschaftet, ohne Pestizide und Kunstdünger.
El Primer Paso – „der erste Schritt" – ist der Einstieg in die Range und stammt aus einem Mix wurzelechter, alter Weinberge in den berühmten Toro-Lagen La Jara und in den Höhen von Valdefinjas, mit Rebstöcken von über 40 Jahren. Die sandig-steinigen Böden und das extreme Kontinentalklima mit heißen Tagen und kühlen Nächten geben dem Wein Struktur, Tiefe und Frische zugleich.
Jahrgang 2024 – Toro
Aus den alten Reben von Toro entsteht im Jahrgang 2024 ein kraftvoller, zugleich fruchtbetonter und frischer Rotwein. Die alte-Reben-Konzentration trifft auf den dezenten, bewusst zurückhaltenden Holzeinsatz – ein Wein mit überströmender Frucht und Eleganz, schon jung zugänglich.
Ausbau
Reinsortige Tinta de Toro aus dem Jahrgang 2024, trocken. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).
Vinifikation nach handwerklicher Philosophie mit eigenen Hefen, anschließend rund 6 Monate Reife in Barriques aus französischer Eiche. Das Holz dient bewusst nicht der Aromatisierung, sondern der langsamen, harmonischen Reifung – es verschafft dem Wein Eleganz und Textur, ohne die Frucht zu überlagern. Aus biologischem Anbau (ES-ECO-002-CL).
Im Glas
Überströmende Aromen von Kirschen und Brombeeren – eine wahre Fruchtexplosion. Die intensive Frucht ist mundfüllend und komplex; man schmeckt den dezenten Holzeinsatz, der dem Wein eine schöne Eleganz und Textur verschafft. Im Abgang wieder fruchtige Anklänge, dazu Rauch und Cassis.
Ein eleganter Gigant – eine wahre Fruchtexplosion aus dem Herzen von Toro.
Schon jung ein Genuss, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.
Am Tisch
Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiften Hartkäsen. Die Magnum ist der ideale Begleiter für die große Tafel.
Biscardo Prosecco Vino Frizzante ist ein frischer, leicht prickelnder Prosecco – der perfekte Aperitif für einen italienischen Abend.
Venetien / Italien
Hinter dem Wein steht Mabis S.r.l. (Biscardo), ein Familienbetrieb im Veneto nahe Verona, der seit Generationen die typischen Weine Norditaliens erzeugt – von Amarone bis Prosecco. Die Glera-Trauben stammen aus dem Prosecco-DOC-Gebiet im Nordosten Italiens.
Rebsorte und Ausbau
Reinsortig aus Glera. Nach sanfter Pressung vergärt der Grundwein im Edelstahltank; die Perlage entsteht im Tankverfahren (Martinotti). Als Frizzante enthält er weniger Kohlensäure als ein Spumante und prickelt dadurch nur sanft.
Im Glas
Helles Gelb mit feinem Prickeln. In der Nase zarte Aromen von Apfel und Birne mit einer dezenten floralen Note. Am Gaumen weich und unkompliziert, mit dem für die Glera-Traube typischen Mandelton im Nachhall.
Am Tisch
Gut gekühlt bei 5–7 °C servieren – als Aperitif, geselliger Begleiter oder Basis für einen Spritz. Jung trinken.
Passt zu: Antipasti, Fingerfood, Vorspeisen und leichten Fischgerichten.
Christmann & Kauffmann Gimmeldinger Biengarten Riesling Brut Nature 2020 ist ein ausdrucksstarker, gereifter Lagen-Winzersekt aus der Reihe „Les Grands Terroirs". Aus der Ersten Lage Gimmeldinger Biengarten, zeigt er Charakter, Tiefe und großen gastronomischen Reiz.
Pfalz / Gimmeldinger Biengarten
Das Sektgut Christmann & Kauffmann ist in der Pfalz beheimatet. Dieser Sekt stammt aus der Ersten Lage Gimmeldinger Biengarten, einer geschützten, etwas wärmeren Terrassenlage zwischen Gimmeldingen und Königsbach. Die Reben wurzeln auf tertiärem Kalkmergel mit sichtbarem Kalksteinaufbruch, was dem Sekt seine markante Tiefe, feine Spannung und salzige Mineralität verleiht.
Rebsorte und Herstellung
Reinsortig aus Riesling. Der Grundwein wurde spontan vergoren und bis Juni 2021 im Holz ausgebaut. Nach der Flaschengärung reifte der Sekt 46 Monate auf der Hefe und wurde im April 2025 ohne Dosage als Brut Nature degorgiert.
Im Glas
Reife, vielschichtige Rieslingfrucht mit feinster Perlage. In der Nase Zitrus, Apfelkompott, Brioche und Haselnuss, verbunden mit Kreide, Salz und einem Hauch Salzkaramell. Am Gaumen druckvoll und elegant zugleich, mit saftiger Frische und einem sehr langen, komplexen Finale.
Zum Genießen
Gut gekühlt bei 8–10 °C in großen Gläsern servieren – als großer Aperitif oder als vielseitiger Speisenbegleiter.
Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, edlem Fisch, Geflügel, Kalb und gereiftem Hartkäse.
Der Dr. Bürklin-Wolf Wachenheimer Gerümpel Riesling P.C. 2020 stammt aus einer der großen Lagen Wachenheims. Ein Premier-Cru-Riesling von klarer Struktur und salziger Mineralität – harmonisch und konzentriert, mit Kraft und Eleganz im Abgang.
Wachenheimer Gerümpel – Premier Cru der Mittelhaardt
Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen.
Das Gerümpel ist eine 13 Hektar große Wachenheimer Toplage, erstmals 1429 urkundlich erwähnt; der Anteil des Guts beträgt 6,2 Hektar. Die Lage genießt häufige föhnartige Erwärmung, die die Trauben nach Regen rasch abtrocknen lässt und Pilzbefall vorbeugt – auch bei später Lese bleibt das Traubengut gesund. In der Nachbarschaft zum Pechstein prägt Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen den Boden.
Jahrgang 2020 – Pfalz
2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.
Ausbau
Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation P.C./Premier Cru) aus der Wachenheimer Lage Gerümpel, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen.
Spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).
Im Glas
Ein strukturierter, konzentrierter Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, salzige Mineralität. Am Gaumen straff und harmonisch zugleich, mit Kraft und Eleganz, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.
Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und salziger Mineralität – strukturiert und konzentriert, harmonisch mit Kraft und Eleganz, mit langem, salzig-mineralischem Abgang.
Ein strukturierter, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.
Am Tisch
Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.
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