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23. April 2011

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Rebsorten

Pitthan Miss Sauvignon

Weißwein · Rheinhessen · Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc Zotzenheim, Rheinhessen 2025 Kalkmergel · Pararendzina Nordwest-Exposition 120–190 m Höhe Ausbau ohne Holz

Die Pitthan Miss Sauvignon 2025 ist ein Sauvignon Blanc vom Weingut Pitthan in Zotzenheim, Rheinhessen, aus den kühleren Parzellen des Betriebs. Exotische Frucht trifft hier auf Druck und Länge – Stachelbeere, reife Johannisbeere, Kiwi. Ein Sauvignon, der die Säure nicht als Effekt einsetzt, sondern als Gerüst.


Zotzenheim – kühle Nordwesthänge auf Kalkmergel

Zotzenheim liegt im Landkreis Mainz-Bingen, am nordwestlichen Rand Rheinhessens, mit den Gemarkungslagen Klostergarten (49 bis 51 Hektar) und Johannisberg (36 Hektar). Die Rebflächen liegen zwischen 120 und 190 Metern über dem Meer auf tiefgründigem, kalkreichem Mergel vom Typ Pararendzina, überlagert von sandigem Lehm. Das Weingut Pitthan bewirtschaftet in dieser Gemarkung 23 Hektar mit 13 Rebsorten.

Für Sauvignon Blanc zählt hier vor allem eine Eigenheit des Klostergartens: seine nordwestliche Exposition. Diese Hänge bekommen weniger direkte Nachmittagssonne als die südwestlichen Parzellen der Nachbargemarkung, die Trauben reifen langsamer, die Säure bleibt länger auf dem Stock erhalten. Genau das braucht eine Sorte, die bei zu viel Wärme ihre Stachelbeer- und Cassisnoten gegen breite Tropenfrucht eintauscht.

Der Kalkmergel hält vergleichsweise wenig pflanzenverfügbares Wasser, ist aber nährstoffreich – die Reben wurzeln tief, die Beeren bleiben klein. In Kombination mit den kühleren Nächten der Höhenzüge um Zotzenheim, wo die Napoleonshöhe den Blick bis in Taunus und Hunsrück freigibt, entsteht der Spannungsbogen zwischen Fülle und Frische, der diesen Wein trägt. Zotzenheim gehört weinrechtlich zur Großlage St. Rochuskapelle; die Familie Pitthan arbeitet hier seit über 150 Jahren.

Jahrgang 2025 – Rheinhessen

Bis in den Mai waren die rheinhessischen Böden gut mit Wasser versorgt, danach folgte eine lange Trockenphase, die erst Ende Juli mit kräftigen Niederschlägen endete. Der trockene August hielt den Krankheitsdruck niedrig – Rheinhessen meldete den gesündesten Traubenzustand seit Jahren. Ab Mitte September setzte wieder Regen ein, zu einem Zeitpunkt, an dem die Hauptlese großteils abgeschlossen war.

Der Jahrgang war extrem früh: Erste Mostgewichtsmessungen am 18. August zeigten weit fortgeschrittene Reife, die Hauptlese begann Anfang September und war zu Beginn der zweiten Septemberdekade vielerorts beendet – frühe und späte Sorten reiften nahezu gleichzeitig. Für aromatische Sorten wie Sauvignon Blanc entschied damit der Lesetermin über den Stil: zu spät gelesen kippt das Fruchtbild ins Überreife. Mengenmäßig war 2025 der stärkste Rückgang aller deutschen Anbaugebiete – rund 1,93 Millionen Hektoliter, 26 Prozent unter 2024 und 23 Prozent unter dem Zehnjahresmittel. Kleine, lockerbeerige Trauben mit geringer Saftausbeute ergaben konzentrierte Moste; das erklärt den Druck am Gaumen, den dieser Wein zeigt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Sauvignon Blanc aus dem Jahrgang 2025, gelesen in den kühleren Parzellen des Betriebs. Der frühe Lesetermin des Jahrgangs kam der Sorte entgegen: Die Trauben kamen mit reifem, aber noch nicht überreifem Aromaprofil in den Keller – Stachelbeere und Johannisbeere statt reiner Tropenfrucht.

Der Ausbau erfolgt ohne Holz, kühl geführt und auf die Sortenaromatik ausgerichtet. Bei Sauvignon Blanc ist das eine Stilentscheidung: Fassausbau würde die flüchtigen Thiole überdecken, die Stachelbeere, Cassisknospe und Kiwi tragen. Die Konzentration der 2025er Moste liefert die Fülle, ohne dass Holz oder Hefeausbau nachhelfen müssten.

Im Glas

In der Nase Stachelbeere und reife schwarze Johannisbeere, dahinter Kiwi und ein exotischer Anflug. Am Gaumen viel Druck und Substanz, deutlich mehr Fülle als beim durchschnittlichen deutschen Sauvignon, dazu eine straffe Säure, die die Frucht in Form hält. Der Abgang zieht lang, mit erneuter Johannisbeernote und einer leicht grasigen Spitze.

Die Fülle kommt aus den konzentrierten Mosten des kleinen Jahrgangs 2025, die Frische aus der Nordwestlage – beides zusammen macht diesen Sauvignon aus.

Trinktemperatur 9 bis 11 Grad, kein Dekantieren. Der Wein steht jetzt in seiner aromatisch offensten Phase und sollte bis etwa 2028 getrunken werden – Sauvignon Blanc dieses Stils gewinnt mit den Jahren nichts hinzu, sondern verliert die Primärfrucht.

Am Tisch

Passt zu Ziegenfrischkäse, Spargel mit Kräutern, gegrilltem Fisch mit Zitrone, Sushi und Sashimi, grünem Salat mit Vinaigrette und Meeresfrüchten. Auch zu Gerichten mit Kräuternote – Pesto, Petersilie, Kerbel –, wo Weine ohne diese Säure abfallen.


Produzent Weingut Pitthan, Zotzenheim (Rheinhessen)
Rebsorte Sauvignon Blanc
Lage Zotzenheimer Klostergarten und Johannisberg
Klassifikation Qualitätswein Rheinhessen
Jahrgang 2025
Vinifikation kühle Gärung · reduktiv geführt
Ausbau ohne Holz · sortenbetont
Trinkempfehlung 2026–2028
Boden Kalkmergel · Pararendzina · sandiger Lehm
Exposition Nordwest
Höhenlage 120–190 m ü. NN
Betrieb 23 Hektar · 13 Rebsorten · Familienbetrieb seit über 150 Jahren

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Schaumweine

Egly-Ouriet Grand Cru Extra Brut

Der Egly-Ouriet Grand Cru Extra Brut ist das Herzstück des Hauses: 70 % Pinot Noir und 30 % Chardonnay, rund neun von zehn Trauben aus Ambonnay. Kein Jahrgang auf dem Etikett, aber der Charakter eines Millésime.

Im Glas

Birne, Pfirsich, Gebäck, Geißblatt und Orangenschale – dicht, aber nicht schwer. Im Mund kraftvoll, mit reifer Frucht und präziser Säure. Das Holz gibt Textur, ohne den Pinot zu überdecken. Lang und salzig im Abgang, mit viel Kreide.

Mach was draus

Kaninchen in Pilzrahm, Hummer, Perlhuhn, Taube oder gebratene Jakobsmuscheln. Auch gereifter Comté passt. Ein Champagner für ein festliches Menü, der vom ersten Gang bis zum Hauptgericht mitgeht. Kurz schwenken, dann öffnet sich das Bouquet. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer wissen will, warum Ambonnay so berühmt ist, sollte diesen Champagner probieren. Am besten zu einem Gericht mit Pilzen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum wirkt er wie ein Jahrgangschampagner? Rund die Hälfte stammt aus einem einzigen Basisjahr, der Rest aus nur zwei Vorjahren. So prägt das Jahr den Wein stärker als bei einem üblichen Brut.

Wie lange kann ich ihn lagern? Er ist trinkreif und hält bis etwa 2031. Noch zwei bis fünf Jahre im Keller machen ihn harmonischer.

70 % Pinot Noir, 30 % Chardonnay · rund 90 % aus Ambonnay, dazu Bouzy, Verzenay und teils Verzy · ein Basisjahr plus Reserve aus zwei Jahren · Spontangärung im Holz (ca. 10 % neu) · ohne biologischen Säureabbau · 48 Monate Hefelager · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 1 g/l Restzucker · Champagne Egly-Ouriet, Ambonnay · Stand: Oktober 2026

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Feinkost

Sapori di Montagna Funghi Secchi Porcini Steinpilze getrocknet

Feinkost · Getrocknete Steinpilze · Italien

Sapori di Montagna Funghi Secchi Porcini sind getrocknete Steinpilze (Boletus edulis) – ein intensives Aroma-Konzentrat für die italienische Küche.


Herkunft

Steinpilze (italienisch porcini) wachsen wild in den Wäldern der Berg- und Hügelregionen. Durch das schonende Trocknen wird ihr Aroma konzentriert und haltbar gemacht – so steht der charakteristische Pilzgeschmack das ganze Jahr über zur Verfügung.

Zutaten und Herstellung

Bestehen aus 100 % Steinpilzen (Boletus edulis), in Scheiben geschnitten und schonend getrocknet – ohne Zusätze. Vor der Verwendung werden die Pilze in warmem Wasser eingeweicht; das aromatische Einweichwasser lässt sich gefiltert als Fond mitverwenden.

Geschmack

Intensives, erdig-nussiges Umami-Aroma – deutlich kräftiger und konzentrierter als frische Pilze. Schon eine kleine Menge verleiht Gerichten viel Tiefe.

In der Küche

Die Pilze rund 20–30 Minuten in warmem Wasser einweichen, abtropfen lassen und das gefilterte Einweichwasser als Fond nutzen. Anschließend in der Küche vielseitig einsetzbar.

Ideal für: Risotto, Pasta, Saucen, Schmorgerichte und Suppen.


Hersteller: Sapori di Montagna (Italien)
Produkt: getrocknete Steinpilze (Funghi Secchi Porcini)
Zutaten: 100 % Steinpilze (Boletus edulis)
Herkunft: Italien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 22.06.2027

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Länder/Regionen

Dietrich Schwebebahn rosé

Wein · Roséwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Schwebebahn Rosé ist Teil einer Sonderedition zum 125. Jubiläum der Wuppertaler Schwebebahn – das blau-orange Etikett erinnert an die Gelenktriebwagen der 1970er Jahre. Die Edelrebsorte Pinot Noir steht Pate für diesen Roséwein: Frucht und Eleganz sind seine herausragenden Eigenschaften.


Pfalz

Das Partnerweingut Familie Dietrich umfasst 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für ein fast mediterranes Klima – die Grundlage für ausdrucksstarke, trocken ausgebaute Weine. Geführt wird das Gut von den Brüdern Arnd und Gerrit Dietrich.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinot Noir (Spätburgunder), gewonnen aus mehrmaliger Traubenselektion im Weinberg. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend vergoren, was Frucht, Frische und Eleganz bewahrt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase rote Beerenfrucht mit klarer Frische. Am Gaumen fruchtig und elegant, mit roter Beere, seidigem Säurebogen und einem feinen, eleganten Finish.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif, Sommer- und Terrassenwein oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Antipasti, Fisch, hellem Fleisch und mediterraner Küche.


Lage: Pfalz, Großkarlbach/Weisenheim am Sand/Laumersheim (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Pinot Noir Rosé, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, schonende Gärung (fruchtbewahrend)
Edition: Sonderedition „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn"

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Italien

Montevertine Le Pergole Torte 2020

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

100 % Sangiovese Toscana IGT Le Pergole Torte Radda in Chianti Montevertine 2 Jahre Holz (Barrique + Botte) unfiltriert 2020

Der Montevertine Le Pergole Torte 2020 ist die Ikone des Guts – der erste reinsortige Sangiovese der modernen Toskana. Er versprüht eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann, ist vielschichtig und sehr langlebig. Wahre italienische Winzerkunst.


Le Pergole Torte – die Sangiovese-Ikone aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Le Pergole Torte (frei übersetzt „die krummen Pergolen") war die erste Lage, die Sergio Ende der 1960er pflanzte – und mit dem Jahrgang 1977 der erste reinsortige Sangiovese der Radda-Region, ein Pionier der Supertoskaner. Heute stammt der Wein aus den ältesten Parzellen des Guts (ab 1968), reinsortig Sangiovese, von den hochgelegenen, mineralischen Alberese-Böden. Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen.

Jahrgang 2020 – Toscana

2020 brachte in der Toskana einen ausgewogenen, eher klassisch gefärbten Sangiovese-Jahrgang mit reifer Frucht und feiner Frische. Im Le Pergole Torte ergibt das einen eleganten, mineralisch geprägten Wein mit großer Spannung, seidiger Textur und langem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Sangiovese aus dem Jahrgang 2020, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank mit rund dreiwöchiger Maischestandzeit, anschließend zweistufiger Ausbau über zwei Jahre: ein Jahr in kleinen Allier-Barriques (gebraucht) und ein Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Der Le Pergole Torte versprüht für einen Rotwein eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann; zudem ist er vielschichtig und sehr langlebig. Im Geschmack dominieren reife Kirschfrüchte und Zedernholz neben balsamischen Noten. Sehr harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen – ein wahrer Connaisseur-Wein italienischer Winzerkunst.

Frisch und saftig, vielschichtig und langlebig – harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich nach kräftigem Dekantieren, mit großem Reifepotenzial über 20+ Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Bistecca alla Fiorentina und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Alberese-/Galestro-Böden (~350–450 m); älteste Parzellen, ab 1968
Klassifikation: Toscana IGT, 100 % Sangiovese (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 2 Jahre Holz (ein Jahr Allier-Barrique, ein Jahr großes slawonisches Fass), unfiltriert

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Rebsorten

Dietrich Chardonnay Weissburgunder

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Chardonnay & Weißburgunder ist eine elegant-frische Weißwein-Cuvée. Neben Aromen von Birne, Quitte, Haselnuss und Butter zeigt sie weiche, schmelzige Nuancen und einen vollmundigen Abgang.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr und ein fast mediterranes Klima bringen reife, fruchtbetonte Weißweine hervor. Chardonnay und Weißburgunder sind zwei verwandte Burgundersorten, die sich ideal ergänzen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay. Der Weißburgunder bringt feine Eleganz und Frische, der Chardonnay Fülle, Schmelz und Struktur. Der Ausbau betont die weiche, schmelzige Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Birne, Quitte, Haselnuss und ein Hauch Butter. Am Gaumen weich und schmelzig, mit feiner Frucht, eleganter Frische und vollmundigem, langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus Weißburgunder & Chardonnay, trocken
Ausbau: elegant, frisch und schmelzbetont

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Langenmorgen Deidesheim Rieling trocken GC 2025 BIO

Weißwein · Deidesheim, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Deidesheim Langenmorgen 0,68 ha Anteil Löss über Buntsandstein Spontangärung Doppelstück-Holzfass, DE-ÖKO-003

Langenmorgen G.C. 2025 ist die kleinste Position im Deidesheimer Portfolio von Dr. Bürklin-Wolf: 0,68 Hektar in einer Lage, die insgesamt nur sieben Hektar misst. Der Langenmorgen ist auch der Außenseiter unter den Deidesheimer Grands Crus des Guts – Hohenmorgen und Kalkofen sitzen auf dem Kalkriff der warmen Hangzone, hier liegt Löss über Buntsandstein, und der Wald steht dicht daneben.


Langenmorgen – Löss über Buntsandstein am Waldrand

Die Lage liegt unterhalb der Statue „Steinerne Eva" und wird vom Paradiesgarten halbkreisförmig umschlossen. Ihren Namen verdankt sie den auffallend langen Flurstücken: Ein „Morgen" bezeichnete die Fläche, die ein Mann mit einem Gespann an einem Vormittag pflügen konnte – hier fielen diese Einheiten eben besonders lang aus. Urkundlich erwähnt wird der Langenmorgen bereits 1491.

Geologisch ist er in Deidesheim ein Sonderfall. Der Untergrund besteht aus sandigen Lehmen, rotem und weißem Buntsandstein-Verwitterungsboden und Sandsteingeröll, darüber liegen ausgeprägte Lössablagerungen mit hohem Kalkanteil. Das ist ein deutlich fruchtbarerer, wasser- und nährstoffhaltigerer Boden als auf dem Kalkriff nebenan – Löss speichert Wasser und gibt es langsam ab, während der Sandstein darunter Wärme hält. Die Südostexposition bringt Morgensonne und hohe Mostgewichte; die Nähe zum Waldrand kühlt dagegen die Nächte deutlich ab. Aus dieser Spanne zwischen Tag und Nacht kommt die Kombination, die den Langenmorgen ausmacht: viel Frucht und Schmelz, aber ohne die Schwere, die man bei so viel Reife erwarten würde.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im Mittel, Spätfrostschäden blieben vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken, der Pilzdruck außergewöhnlich niedrig – in einem biodynamisch geführten Betrieb mit begrenztem Instrumentarium ein spürbarer Vorteil. Die Beeren blieben klein und konzentrierten sich aromatisch. Für den Langenmorgen war die Bodenzusammensetzung in diesem Jahr eine Reserve: Der Löss hält Wasser besser als die leichten, schnell entwässernden Böden weiter südlich, und die kühlen Nächte am Waldrand bremsten in einem heißen Sommer den Säureabbau.

Dann kippte das Tempo. Mitte August erreichten die Frühsorten Qualitätsweinniveau, Ende August begann vielerorts die Lese, und die Hitze Anfang September trieb die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig voran. Die ab Mitte September einsetzenden Niederschläge brachten stellenweise Botrytis und erzwangen schnelles Lesen der hochreifen Trauben; um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten. Mengenmäßig bleibt 2025 klein: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten und ausgewogenen Säurewerten.

Spontangärung und Doppelstück

Im Januar 2005 hat Dr. Bürklin-Wolf sämtliche Weinberge auf biologisch-dynamische Bewirtschaftung umgestellt – zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb aufgenommen in die französische Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf. Die gutseigene Pyramide aus Village, P.C. und G.C. stützt sich auf die königlich-bayerische Lagenklassifikation von 1828.

Die Kellerarbeit bei den Grands Crus ist bewusst immer dieselbe: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, danach Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Bei diesem Volumen ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge zu klein, um Aroma abzugeben – was bleibt, ist langsamer, minimaler Sauerstoffkontakt, der die Phenolik rundet und Textur aufbaut. Weil an allen G.C.s gleich gearbeitet wird, bleibt der Unterschied zwischen Kalkriff und Löss im Glas nachvollziehbar, statt von Kellertechnik überschrieben zu werden.

Im Glas

Helles Gelb mit goldenem Kern. Die Nase ist hellstimmig und offen: weißer und gelber Pfirsich, Birne, Zitrusblüte, dazu eine feine Kräuterwürze und ein trockener Steinton aus dem Buntsandstein. Am Gaumen zeigt sich das Charakteristische dieser Lage – ein cremiger Schmelz, den die Deidesheimer Lössböden mitbringen, gepaart mit einer Leichtigkeit, die man bei dieser Reife nicht erwartet. Der Extrakt des Jahrgangs 2025 gibt dem Wein mehr Substanz und Druck als üblich, ohne dass er breit wird; die Säure ist reif, präsent und führt sauber durch. Der Abgang bleibt trocken, salzig unterlegt und lang.

Der zugänglichste der Deidesheimer Grands Crus – und der, der am wenigsten nach Kraft klingt.

Am Tisch

Die helle, schmelzige Anlage macht diesen Riesling zum dankbarsten Essensbegleiter der Deidesheimer Reihe. Er passt zu Saibling, Zander und Steinbutt, zu Jakobsmuscheln, zu Kalbfleisch und Geflügel in heller Sauce, zu Spargel mit brauner Butter und zu Pilzgerichten. Auch feine asiatische Küche mit Zitrusgras und Ingwer funktioniert. Beim Käse bleiben Sie bei mittelaltem Comté oder Bergkäse. Servieren bei 11 bis 12 °C im großen Glas; jung profitiert er von einer halben Stunde Luft.


Lage: Deidesheim Langenmorgen (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Lage insgesamt 7 ha, davon 0,68 ha im Besitz des Weinguts; Südosthang am Waldrand, sandige Lehme mit rotem und weißem Buntsandstein-Verwitterungsboden und Sandsteingeröll, ausgeprägte Lössablagerungen mit hohem Kalkanteil; erstmals 1491 urkundlich erwähnt
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Temperaturkontrollierte Spontangärung, Ausbau im Doppelstück-Holzfass; biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin, DE-ÖKO-003

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Weine

Jeff Carrel Eclipse X BIO

Wein · Rotwein · Languedoc · Frankreich

Jeff Carrel Eclipse X ist eine spannende, biozertifizierte Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Grenache, die farbintensiv im Glas erstrahlt. Cabernet Sauvignon steuert klare Cassisfrucht und feine Tannine bei, Grenache eine minzig-samtige Himbeerfrucht.


Languedoc / Südfrankreich

Jeff Carrel ist ein renommierter Winzer und Négociant aus dem Languedoc-Roussillon, bekannt für charaktervolle Weine aus dem Süden Frankreichs. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (FR-BIO-01). Der Name spielt auf das intensive Farbspiel des Weins an – wie bei einer Sonnenfinsternis.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Grenache. Cabernet Sauvignon bringt Struktur, Cassisfrucht und feine Tannine, Grenache samtige Himbeerfrucht und eine minzige Note. Der Ausbau betont Frucht und Tiefe. Trocken ausgebaut – der Wein braucht etwas Luft.

Im Glas

Farbintensives, tiefes Rubinrot. In der Nase klare Cassisfrucht und minzig-samtige Himbeere. Am Gaumen kraftvoll und aromenreich, mit reifer Frucht, feinen Tanninen und gutem Zug; mit Luftkontakt gewinnt er an Tiefe und Geschmeidigkeit.

Am Tisch

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Begleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Languedoc-Roussillon (Frankreich); Jeff Carrel
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Cabernet Sauvignon & Grenache, trocken
Ausbau: fruchtbetont; Wein aus biologischem Anbau
Produktion: 6.000 Flaschen

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