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2. Mai 2011

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Le Moine Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Amoureuses Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020 stammt aus dem berühmtesten Premier Cru von Chambolle-Musigny – einer Lage von Grand-Cru-Format. Ein feiner, parfümierter Pinot Noir voller Eleganz und seidigem Tannin. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Amoureuses – „Die Liebenden" von Chambolle

Les Amoureuses („Die Liebenden") ist der berühmteste der Premiers Crus von Chambolle-Musigny und gilt vielen als einer der besten Weinberge der Welt – mit dem Potenzial, neben Musigny und Bonnes-Mares zur dritten Grand-Cru-Lage des Dorfes aufzusteigen. Die Lage liegt am südlichen Ende der Gemeinde, direkt unterhalb des Grand Cru Le Musigny und oberhalb von Vougeot. Ihre Weine stehen für Feinheit und Intensität, erdigen Charakter und feste, zugleich seidige Tannine.

Das Terroir ist hier besonders leicht: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in die Felsritzen zwingt – das ergibt kleine, konzentrierte Beeren. Die meist südöstlich ausgerichtete, stufenförmige Hanglage bringt viel Sonne bei kühlem Klima, sodass die Reife nie auf Kosten der Säure geht.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 gilt an der Côte de Nuits als herausragender Rotwein-Jahrgang: warm und reif, brachte er besonders konzentrierte, dichte und zugleich balancierte Pinot Noirs mit tiefer Frucht, samtigem Tannin und großem Reifepotenzial. In einer feinen, parfümierten Lage wie Les Amoureuses ergibt das einen besonders eleganten, vielschichtigen Grand-Cru-würdigen Wein mit Tiefe und Frische – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom leichten, felsigen Kalkboden am Fuß des Musigny lebt dieser Chambolle von Parfüm und Finesse: helle rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, ausgeprägte florale Anklänge von Rose und Veilchen und eine feine, würzige Tiefe. Aus dem reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und samtiges Tannin, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen elegant und intensiv zugleich, mit feinem, seidigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Parfümiert und fein – helle rote Frucht, Rose und Veilchen, seidig und intensiv mit langer, mineralischer Tiefe.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); südliches Gemeindeende unterhalb Le Musigny; dünner felsiger Oberboden über hartem Kalkstein, südöstliche Ausrichtung
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken); gilt als Lage von Grand-Cru-Format
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Christian Ottenbreit Silvaner Hucklkätz 2025

Weißwein · Franken · Naturwein

100 % Silvaner Deutscher Landwein Main Obernbreit · Franken 10 Monate Eichenfass ungeschönt & unfiltriert

Der Silvaner „Hucklkätz" 2025 ist der im Eichenfass gereifte Naturwein-Silvaner von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken. Handgelesen, spontan vergoren, über zehn Monate im Holzfass gereift und ungeschönt sowie unfiltriert gefüllt. Als Deutscher Landwein Main wurzeln die Reben auf Muschelkalk, der dem Wein seine salzig-kreidige Mineralität gibt. Trocken, mit Substanz und Griff.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Obernbreit liegt im Maindreieck im Süden des Anbaugebiets Franken. Die Reben wachsen auf Muschelkalk, der für straffe, mineralisch geprägte Weine steht; in den Lagen des Weinguts trifft Muschelkalk auf Keuper. Christian Ottenbreit führt das Weingut seit dem ersten Jahrgang 2017, abgefüllt wird als Gutsabfüllung, klassifiziert als Deutscher Landwein Main.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Silvaner aus handgelesenen Trauben. Vergoren und über zehn Monate im Eichenholzfass gereift, anschließend ohne Schönung und Filtration gefüllt. Trocken ausgebaut. Das Weingut empfiehlt das Dekantieren vor dem Servieren.

Im Glas

Leichtes Strohgelb. In der Nase ätherische Anklänge, Kräuter und eine rauchige Spur. Am Gaumen herb-saftige, fest gefügte Frucht mit deutlich vegetabilen Aromen, dazu nussige, pflanzliche und hefige Töne. Die Säure ist fein und präsent, der Gerbstoff mürbe und greifbar, darunter viel Kreide und Salz. Gute Substanz und Tiefe, etwas gelbe Würze, ein Hauch Speck. Der Abgang ist fest und recht komplex, mit Zug, kühlem Saft und erneutem Griff.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gebratener Zander, Geflügel mit Pilzen, Kalbsbraten und gereifter Hartkäse. Die salzig-kreidige Art passt auch zu Spargel und herzhafter fränkischer Küche. Der Jahrgang 2025 lässt sich bereits gut trinken, gewinnt mit Luft aber deutlich; bei kühler, dunkler Lagerung begleitet er bis etwa 2031. Serviertemperatur rund 11–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Landwein Main
Ausbau 10 Monate Eichenfass, ohne Schönung und Filtration

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Weine

Arnaud Mortet Charmes Chambertin Grand Cru 2021

Rotwein · Charmes-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Charmes-Chambertin · Grand Cru Gevrey-Chambertin 2021 Côte de Nuits

Der Charmes-Chambertin Grand Cru 2021 von Arnaud Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der Grand-Cru-Lagen von Gevrey-Chambertin. In der Jugend zeigt er sich dicht und intensiv mit tiefer, leuchtender Farbe; sein volles Potenzial entfaltet er über die Jahre.


Charmes-Chambertin – Grand Cru in Gevrey-Chambertin

Charmes-Chambertin ist einer der Grand Crus von Gevrey-Chambertin und mit rund 30 Hektar (inklusive Mazoyères-Chambertin) einer der größeren der Chambertin-Familie. Er liegt am Mittelhang unterhalb von Chambertin auf Kalk- und Mergelböden mit Tonanteil und gilt als der zugängliche, charmante unter den Chambertin-Lagen.

Arnaud Mortet führt die Domaine (Denis Mortet) in Gevrey-Chambertin, eine der Spitzenadressen des Ortes. Seine Handschrift zielt auf Finesse und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Schnee und Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase bis in den Mai verzögerte die Erholung der Pinot-Reben; danach brachten atlantische Regenfälle hohen Mehltaudruck.

Stabileres, wenn auch nicht heißes Wetter im August und September ließ die Trauben reifen, sorgfältige Arbeit war gegen Fäulnis nötig. Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Eichenfass, ganz im Sinne der auf Finesse und Terroir-Ausdruck ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

In der Jugend dicht und intensiv, mit tiefer, leuchtender Farbe und klarer Geschmacksintensität. Mit den Jahren entfalten sich vielschichtige Aromen, die an Veilchen, Lakritz, Vanille und Kaffee erinnern.

Jung dicht und intensiv, mit der Zeit vielschichtig – Veilchen, Lakritz, Vanille und Kaffee.

In der Jugend bereits zugänglich, sein volles Potenzial zeigt der Wein über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Charmes-Chambertin, Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalk/Mergel mit Ton, Mittelhang
Klassifikation: Charmes-Chambertin Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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Domaine Francois Raveneau Chablis Montée de Tonnerre Premier Cru 2023

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Chablis · 1er Cru Montée de Tonnerre rechtes Serein-Ufer · 2,5 ha Kimmeridgium · blauer Ton 2023

Der Chablis 1er Cru Montée de Tonnerre 2023 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay aus einer der größten Premier-Cru-Lagen von Chablis – auf Grand-Cru-Niveau. Energiegeladen und mineralisch, von einer der legendärsten und rarsten Adressen der Region.


Montée de Tonnerre – Premier Cru auf Grand-Cru-Niveau

Montée de Tonnerre liegt am rechten Serein-Ufer in unmittelbarer Nachbarschaft der Chablis Grand Crus und gilt als einer der besten Premier Crus überhaupt. Raveneaus Parzelle umfasst 2,5 Hektar in Westausrichtung; die Reben stammen zu je einem Drittel aus den 1950er-, 1970er- und 1990er-Jahren. Der Boden besteht aus kimmeridgischem Mergelkalk und blauem Ton – Grundlage für energiegeladene, mineralreiche Weine.

Die Domaine François Raveneau, 1948 gegründet (die Familie ist mit den Dauvissat verbunden), zählt zu den ikonischen Erzeugern von Chablis. Auf 8,9 Hektar wächst ausschließlich Chardonnay; gesetzt wird auf 100 % Ganztraubenpressung, Ausbau im Holzfass mit nur 10–15 % jährlich erneuerten Fässern und ohne technische Eingriffe. Die Weine sind rar und über Jahrzehnte lagerfähig.

Jahrgang 2023 – Chablis

2023 brachte in Chablis einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein kühl-feuchtes Frühjahr verlangte Wachsamkeit, ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer; eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische zurück.

Für Chablis steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der die energiegeladene, mineralische Art des Montée de Tonnerre trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, mit 100 % Ganztraubenpressung.

Gärung und Ausbau erfolgen im Holzfass, von dem jährlich nur 10–15 % erneuert werden – auf der Hefe und ohne technische Eingriffe. So bleiben Frucht und mineralische Linie klar erhalten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, Austernschale und Feuerstein über feuchtem Stein. Am Gaumen dicht und straff, energiegeladen und mineralreich, mit salziger Mineralität, klarer Säure und langem Abgang.

Zitrus, Austernschale und Feuerstein über dichter, salziger Mineralität – energiegeladen und mit großem Reifepotenzial.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu gereifter Comté. Die salzige Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Montée de Tonnerre (1er Cru), Chablis; rechtes Serein-Ufer nahe den Grand Crus; kimmeridgischer Mergelkalk & blauer Ton, Westlage, 2,5 ha, Reben aus den 1950er/1970er/1990er-Jahren
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; 100% Ganztraubenpressung; Holzfass (nur 10–15% jährlich erneuert) auf der Hefe, ohne technische Eingriffe

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Conte di Campiano Appassimento Negroamaro

Rotwein · Negroamaro · Appassimento · Puglia · Italien

Conte di Campiano Appassimento Negroamaro ist ein kräftiger Rotwein aus 100 % Negroamaro nach der Appassimento-Methode: Die Trauben werden nach der Lese angetrocknet, um die Zuckerkonzentration in den Beeren zu erhöhen. Im Glas dunkel orange-rot schimmernd, mit viel Power.


Puglia

Negroamaro ist die klassische Rotweinsorte des Salento in der Region Puglia (Apulien). Das warme, mediterrane Klima bringt vollreife, kraftvolle Trauben hervor, die sich besonders gut für den Appassimento-Stil eignen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Negroamaro und wird nach der Appassimento-Methode erzeugt: Die Trauben werden nach der Lese angetrocknet, was Zucker, Konzentration und reife Frucht verstärkt. Das Ergebnis ist ein kraftvoller Wein mit weichen Tanninen.

Im Glas

Dunkel orange-rot schimmernd. Im Bouquet intensiver Duft nach reifen Pflaumen, Zartbitterschokolade und Kräutern. Am Gaumen sehr kräftig und voller Power, mit langem Abgang und weichen Tanninen.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: dunkles Fleisch, Schmorgerichte, Grillfleisch und gereifter Käse.


Lage: Puglia / Salento (Italien)
Klassifikation: Negroamaro – Appassimento (Puglia)
Ausbau: 100 % Negroamaro, Appassimento (angetrocknete Trauben)

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Spanien

Tentenublo Los Corrillos blanco Rioja 2020

Orange-/Weißwein · Rioja Alavesa · Jaén Blanca (Calagraño)

Jaén Blanca · Viura · Malvasía Los Corrillos · Orange-Wein Maischevergärung DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltige Höhenböden · 70–100 J. Reben 9 Monate Vollhefe · unfiltriert nur 930 Flaschen · 2020

Der Tentenublo Los Corrillos blanco 2020 ist quasi ein Orange-Wein – ein Weißwein, der auf den Schalen vergoren wird. Die Hauptrolle spielt die Rebsorte Jaén Blanca (Calagraño), ergänzt durch ein wenig Viura und Malvasía. Ein „Querdenker" unter den Rioja-Weißweinen: karg, mineralisch und kompromisslos eigenständig.


Los Corrillos – der Querdenker aus Viñaspre

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Der Los Corrillos ist sein Orange-Wein: eine schalenvergorene weiße Cuvée, geführt von der seltenen Jaén Blanca (Calagraño), ergänzt durch Viura und Malvasía.

Gewonnen werden die Trauben auf den Höhenlagen der Weinfelder Pieza Naya, El Pino, La Quemada und La Balsa aus 70 bis 100 Jahre alten Reben. So karg wie die kalkhaltigen Böden, auf denen diese Reben wachsen, schmeckt am Ende auch der Wein.

Jahrgang 2020 – Rioja

2020 war in der Rioja ein Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders frische, ausgewogene Weine hervorbrachte. Die Höhenlagen mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Klarheit und die mineralische Prägung des Kalkbodens – ideale Voraussetzungen für einen strukturierten, langlebigen Maischewein.

Herstellung und Ausbau

Schalenvergorene weiße Cuvée, geführt von Jaén Blanca (Calagraño) mit Viura und Malvasía, Jahrgang 2020, trocken; von 70 bis 100 Jahre alten Reben.

Nach der manuellen Ernte werden die Trauben komplett auf der Schale mit den weinbergseigenen Hefen offen vergoren. Nach der Fermentation ruht der Wein über weitere neun Monate auf der Vollhefe, bevor er unfiltriert abgefüllt wird. Diese kompromisslos natürliche Machart verleiht dem Wein seine kompakten Gerbstoffe, seine Tiefe und seine Langlebigkeit. Gesamtproduktion: nur 930 Flaschen.

Im Glas

So wie die kalkhaltigen Böden, auf denen die Reben wachsen, schmeckt auch der Wein: karg, leicht abweisend, weißer Tee, Kräuter der Provence, Felsenbirne, unreifer Apfel, nasser Stein, kompakte Gerbstoffe und eine stattliche, changierende Säure sind seine verbindenden Elemente. Lang, voll und dicht der Abgang. Viel Luftkontakt oder ein paar Jahre Kellerruhe tun diesem „Querdenker" unter den Rioja-Weißweinen noch sehr gut.

Karg und leicht abweisend: weißer Tee, Kräuter der Provence, Felsenbirne, unreifer Apfel und nasser Stein, kompakte Gerbstoffe, changierende Säure. Lang, voll und dicht.

Unbedingt viel Luft geben (dekantieren) – oder ein paar Jahre Kellerruhe gönnen. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu würzigen Gemüse- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hart- und Ziegenkäse; dank seiner Gerbstoffe auch zu würziger asiatischer Küche.


Lage: Höhenlagen der Weinfelder Pieza Naya, El Pino, La Quemada und La Balsa, Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltige Böden; 70 bis 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; schalenvergorene weiße Cuvée aus Jaén Blanca (Calagraño), Viura und Malvasía (trocken)
Ausbau: manuelle Ernte, offene Maischevergärung mit weinbergseigenen Hefen, ~9 Monate auf der Vollhefe, unfiltriert; 930 Flaschen

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Gevrey Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Corbeaux · 1er Cru Vieilles Vignes · 0,42 ha Reben ~80 Jahre 2023

Der Gevrey-Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2023 von Denis Bachelet ist ein Pinot Noir von feiner Eleganz und Finesse. Die rund 80 Jahre alten Reben auf 0,42 Hektar geben ihm Struktur und Tiefe. Statt mit Opulenz überzeugt er mit Raffinesse, seidiger Textur und präziser Definition.


Les Corbeaux – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Les Corbeaux ist eine Premier-Cru-Lage von Gevrey-Chambertin, direkt benachbart zum Grand Cru Mazis-Chambertin. Die Lage liegt am Hang auf Kalk- und Mergelböden und bringt feingliedrige, präzise Weine hervor.

Denis Bachelet bewirtschaftet hier eine nur 0,42 Hektar große Parzelle mit rund 80 Jahre alten Reben. Seine kleine, traditionell arbeitende Domaine in Gevrey-Chambertin steht für Finesse, Tiefe und lange Lagerfähigkeit.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 80 Jahre alten Reben.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der auf Finesse und Präzision ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Feine Eleganz und Finesse prägen den Wein. Die aromatische Intensität des benachbarten Mazis-Chambertin erreicht er nicht ganz, brilliert aber mit feingliedriger Balance, seidiger Textur und präziser Definition. Er entfaltet sich mit jedem Schluck weiter.

Statt mit Opulenz verführt dieser Gevrey-Chambertin mit Raffinesse: seidige Textur und präzise Definition.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein eleganter Begleiter für gehaltvollere Gerichte.


Lage: Les Corbeaux (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); neben Grand Cru Mazis-Chambertin, 0,42 ha, Reben ~80 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Domaine Guffens-Heynen Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022

Weißwein · Mâcon-Pierreclos · Chardonnay

Chardonnay Mâcon-Pierreclos AOC Mâconnais 2022 Tank & Fass je 50 %

Der Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022 der Domaine Guffens-Heynen ist ein präziser, salzig-frischer Chardonnay aus dem Mâconnais – Kultwein eines Erzeugers, der seit Jahrzehnten beweist, dass großer Chardonnay keinen Grand-Cru-Status braucht.


En Crazy – Chardonnay aus Pierreclos

Jean-Marie Guffens und Maine Heynen ließen sich 1976 in Vergisson nieder und erwarben 1979 ihre ersten Parzellen in Pierreclos. Seither stellen sie im Mâconnais Weißweine her, die in Präzision, Mineralität und Spannung mit weit teureren Namen der Côte de Beaune mithalten.

Der En Crazy stammt aus der Lage Chavigne, von den unteren Teilen des Weinbergs. Guffens arbeitet eigenwillig: kein Entblättern, kein Gipfeln, späte Lese reifer, kleiner Beeren in mehreren Durchgängen – ungewöhnlich für Burgund, aber prägend für den Stil des Hauses.

Jahrgang 2022 – Mâconnais

2022 entkam das Gut nur knapp den Frösten, indem zweimal geschnitten wurde. Danach setzten Hitze und Trockenheit über lange Zeit ein. Ein Saftstau verhinderte das Wachstum der Trauben – bremste aber zugleich den Zuckeranstieg und erhielt so die Säure.

Der En Crazy vereint die ersten Säfte des unteren En-Crazy-Hangs mit den zweiten Pressungen der besseren Parzellen – eine jugendlich-zugängliche, klar gezeichnete Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Die Trauben werden leicht angequetscht und auf einer modifizierten Coquard-Presse schonend gepresst – die ersten, pH-niedrigen Säfte sind der Schlüssel zur typischen Säurespannung. Der Ausbau erfolgte je zur Hälfte im Edelstahltank und im Fass.

Im Glas

Ein reines, einladendes Bouquet aus weißem Pfirsich, Nektarine, weißen Blüten, Muskatnuss und frischem Brot, dazu ein Hauch geröstete Haselnuss. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, satinig und texturreich, getragen von feiner Säure und einer salzigen Note bis ins frische Finale.

Großer Chardonnay braucht keinen Grand-Cru-Status – präzise, salzig und voller Spannung.

Schon jung zugänglich, über Jahre lagerfähig (etwa 2024–2033). Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Ziegenkäse oder eine feine Gemüseküche. Ein vielseitiger, animierender Speisebegleiter.


Lage: Mâcon-Pierreclos, Lage Chavigne (Mâconnais); Kalk-Ton-Untergrund
Klassifikation: Mâcon-Pierreclos AOC
Ausbau: Chardonnay; je 50 % Edelstahltank und Fass, Coquard-Presse

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