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2. Oktober 2011

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Deutschland

Vollenweider Goldgrube Aurum 2017 ausgegoren

Weißwein · Mosel · Riesling

Riesling Mosel · Traben-Trarbach Wolfer Goldgrube (Grand Cru) Aurum · ausgegoren wurzelechte Reben bis 100 J. grauer Schiefer ~2 Jahre Vollhefe 2017

Der Vollenweider Goldgrube Aurum 2017 ist die trockene Grand-Cru-Selektion aus den besten Parzellen und ältesten Reben (bis 100 Jahre) der Wolfer Goldgrube – die Quintessenz dieses Hanges. Intensive, verspielt-würzige Frucht und substanzielle Mineralität, die Zeit braucht, um sich voll zu öffnen.


Goldgrube Aurum – Quintessenz eines großen Hanges

Das Weingut Vollenweider in Traben-Trarbach zählt zu den Kultadressen der Mosel. 1999 legte der Schweizer Daniel Vollenweider den Grundstein mit nur einem Hektar in der Wolfer Goldgrube – seiner Paradelage, gewissermaßen seinem Scharzhofberg. Bio-zertifiziert, mit alten, wurzelechten Reben am Einzelpfahl, Spontangärung und langem Hefelager entstehen mineralisch geprägte Rieslinge, die sich weniger über die Frucht als über Salzigkeit und Struktur definieren. Seit 2022 führt Moritz Hoffmann das Gut weiter.

Die ›Goldgrube‹ stammt aus den besten Parzellen und von den ältesten (bis zu 100 Jahren) Rebstöcken der Wolfer Goldgrube. Sie ist sozusagen die Quintessenz dieses Hanges; die Goldgrube liefert Weine mit intensiver, verspielt-würziger Frucht, die gelegentlich fast tropische Anklänge zeigt, und einer substanziellen Mineralität. Sie brauchen oft einige Zeit, um sich voll zu öffnen. Die Böden bestehen weitestgehend aus grauem Schiefer, mit einigen Adern einer eher rötlichen Varietät. Die Ausrichtung des Hanges von Süd nach West ermöglicht eine lange Reifeperiode, was der Aromenbildung immensen Vorschub leistet. Felsnasen, Steilwände und Trockenmauern bilden dabei zusätzliche Wärmespeicher.

Jahrgang 2017 – Mosel

2017 gilt an der Mosel als sehr guter, klassisch-frischer Riesling-Jahrgang mit reifer Frucht und lebendiger Säure. In der Goldgrube und in der langen Aurum-Reife ergibt das einen besonders dichten, tiefgründigen und langlebigen Wein, der Zeit braucht, um seine ganze Vielschichtigkeit zu entfalten.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2017, ausgegoren (trocken). „Ausgegoren" bedeutet bei Vollenweider, dass die Gärung natürlich endet – je nach Jahrgang kann eine feine Restsüße verbleiben, die der steinig-salzigen Art jedoch nie anzumerken ist.

Nach spontaner Gärung mit weingutseigenen Hefen reift der Aurum rund zwei Jahre auf der Vollhefe – schonend im großen Holzfass bzw. Stahl, im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses. Biologischer Anbau; sehr kleine Menge.

Im Glas

Ein kraftvoller, tiefgründiger Grand-Cru-Riesling: intensive, verspielt-würzige Frucht mit fast tropischen Anklängen, dazu rauchiger Schiefer, Kräuter und eine feine Hefewürze aus dem langen Vollhefelager. Am Gaumen dicht und vielschichtig, mit kraftvollem Rückgrat, steinig-herber, geradezu extremer Mineralität und feiner Frucht – mächtig im Körper und doch präzise proportioniert, mit langem, salzigem Abgang.

Die Quintessenz der Goldgrube – dicht und vielschichtig, mit steinig-herber Mineralität und feiner, würziger Frucht.

Braucht Luft und Zeit, um sich voll zu öffnen; mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur würzig-asiatischen Küche sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Mosel, Wolfer Goldgrube (Traben-Trarbach, Deutschland); grauer Schiefer mit rötlichen Adern, Süd-West-Ausrichtung; beste Parzellen, wurzelechte Reben bis 100 Jahre
Klassifikation: Mosel, Riesling, ausgegoren (trocken); Grand-Cru-Selektion „Aurum"; sehr kleine Menge
Ausbau: Riesling; Spontangärung, ~2 Jahre auf der Vollhefe, schonend in Holz/Stahl; biologischer Anbau

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Deutschland

Ellermann Spiegel Pinot Noir GOLDKAPSEL trocken 2023

Rotwein · Spätburgunder · Pfalz · Goldkapsel

Ellermann-Spiegel Pinot Noir Goldkapsel ist ein trockener Spätburgunder aus der Spitzenlinie des Weinguts Ellermann-Spiegel in der Pfalz. Aus selektierten Burgunder-Klonen, über zwei Jahre im Barrique ausgebaut und unfiltriert abgefüllt – puristisch, facettenreich und klar.


Pfalz

Die Familie Spiegel liebt Pinots aus dem Burgund. Für den Goldkapsel-Spätburgunder wurden die besten Pinot-Klone selektiert und in die Pfälzer Weinberge bei Kleinfischlingen gepflanzt. Die Goldkapsel kennzeichnet die Spitzenweine des Hauses, aus selektiver Lese.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Spätburgunder (Pinot Noir). Nach selektiver Handlese reift der Wein über zwei Jahre in kleinen Barriquefässern. Die Abfüllung erfolgt schonend und unfiltriert, was Tiefe und Textur bewahrt.

Im Glas

Puristisch und klar. In der Nase zarte Holzaromen, etwas Fichte und Brioche, dazu Veilchen, Brombeere und Himbeere. Am Gaumen wilde Beerenfrucht mit knackiger Säurestruktur und erdigen Noten von Tabak, Leder, Erde und Pilz. Das Finale ist lang, filigran und vibrierend.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; etwas Luft oder eine Karaffe öffnen den Wein. Ein feiner, ausdrucksstarker Pinot für anspruchsvolle Begleitung.

Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein (Goldkapsel) – Rotwein (trocken)
Ausbau: über 2 Jahre im Barrique, unfiltriert

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USA

Saxum James Berry Vineyard 2012

Rotwein · James Berry Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache-dominierte Cuvée James Berry Vineyard Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) Kalkstein · fossiler Meeresboden Beton & französische Eiche 2012

Der Saxum James Berry Vineyard 2012 ist der Flaggschiff-Rotwein des Kult-Erzeugers Saxum – eine Grenache-basierte Rhône-Cuvée aus der Heimatlage der Familie Smith. Reich, vielschichtig und seidig texturiert, mit rotfruchtigem Charakter, herzhafter Würze und der mineralischen Prägung des Kalksteins. Mit der Reife des Jahrgangs 2012 zeigt er heute zusätzliche Tiefe.


James Berry Vineyard – auf einem alten Meeresboden

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das James Berry Vineyard ist die Heimatlage der Familie Smith im Willow Creek District westlich von Paso Robles, rund zehn Meilen vom Pazifik entfernt und auf etwa 1.200 Fuß Höhe. Eine Reihe von Hängen mit dünnem, lehmig-kalkigem Oberboden bedeckt einen uralten Meeresboden – komplett mit versteinerten Muscheln und Haizähnen. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein" und verweist auf diesen kalkreichen Untergrund.

Die kargen Kalkböden geben den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet. Die James-Berry-Cuvée ist rotfruchtbetont und Grenache-basiert, mit einem großen Anteil Mourvèdre für Textur und Syrah als würzige Stütze.

Jahrgang 2012 – Paso Robles

2012 gilt an der kalifornischen Central Coast als großzügiger, klassischer Jahrgang mit reifer, vollmundiger Frucht bei guter Balance. Mit über einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt sich der James Berry 2012 heute in einer ersten Reifephase: Die primäre Frucht weicht zunehmend vielschichtigen, würzig-erdigen Sekundäraromen, während die feine Säure und die Kalksteinmineralität für anhaltende Frische sorgen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 43 % Grenache, 29 % Mourvèdre, 18 % Syrah und 10 % Counoise, Jahrgang 2012, trocken.

Grenache gibt dem Wein das rotfruchtige, parfümierte Rückgrat und seine Großzügigkeit; Mourvèdre Struktur, Erdigkeit und herzhafte Tiefe; Syrah dunkle Frucht, Pfeffer und Würze; Counoise floralen Lift und Frische. Der Ausbau dauert 18 bis 20 Monate in unterschiedlichen Gebinden: Der Grenache-Anteil reift in Betontank und größeren Puncheons, Mourvèdre und Syrah in kleineren französischen Fässern mit hohem Neuholzanteil. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der Grenache-basierten Cuvée und dem kalkreichen Meeresboden lebt dieser Wein von Tiefe und Würze: rote und dunkle Frucht wie Himbeere, Brombeere und Cassis, dazu mediterrane Kräuter (Herbes de Provence), weißer Pfeffer, florale Anklänge und eine herzhaft-würzige Note von geräuchertem Fleisch. Mit der Reife treten erdige, leicht wildwürzige Sekundärnoten hinzu. Am Gaumen vollgewichtig, reich und vielschichtig, mit einer nahtlosen, seidigen Textur, dichtem, feinem Tannin und einer mineralischen Frische, die in einen langen, würzigen Nachhall mündet.

Himbeere, Brombeere und Cassis, mediterrane Kräuter, weißer Pfeffer und Würze – reich und seidig, mit dichtem Tannin und mineralischer Länge.

Jetzt in schöner Reife; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten mediterranen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); Hänge mit dünnem lehmig-kalkigem Oberboden über fossilem Meeresboden, ~1.200 ft, ~10 Meilen vom Pazifik; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 43 % Grenache, 29 % Mourvèdre, 18 % Syrah, 10 % Counoise (trocken)
Ausbau: 18–20 Monate; Grenache in Betontank und größeren Puncheons, Mourvèdre/Syrah in kleinen französischen Fässern (hoher Neuholzanteil); nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Spanien

Dehesa de Luna Gran Luna tinto

Rotwein · Castilla · Spanien

Der Dehesa de Luna Gran Luna ist ein kraftvoller Rotwein der Bodega Dehesa de Luna aus Kastilien – eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und Syrah. Das Bukett duftet intensiv nach Beerenfrüchten wie Brombeere und Cassis. Am Gaumen saftig und dicht, voller Kraft, mit Schokolade, Mokka und Vanille. Die 15-monatige Reife im französischen Barrique steuert feinwürzige Zedernholznoten bei.


Castilla – Dehesa de Luna

Die Bodega Dehesa de Luna liegt auf einer weitläufigen Finca in Kastilien (Provinz Albacete), wo Weinbau und ursprüngliche Dehesa-Landschaft nebeneinander bestehen. Das kontinentale Klima mit heißen Tagen und kühlen Nächten fördert Frucht, Reife und Struktur der Trauben. Die Lagen sind auf Konzentration und Würze angelegt, wie sie der Gran Luna zeigt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und Syrah. Nach der Gärung reift der Wein 15 Monate in französischen Barriques, die ihm feinwürzige Zedernholznoten verleihen, ohne die reife Frucht zu überdecken. Die Gesamtproduktion umfasst 7.174 Flaschen. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rot. In der Nase intensive Beerenfrucht – Brombeere und Cassis –, dazu Schokolade, Mokka und Vanille. Am Gaumen saftig, dicht und kraftvoll, mit feinwürzigem Zedernholz über der reifen Frucht. Warme, gut integrierte Tannine, zugleich bissig und kernig im Abgang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Lamm, Wild und Schmorgerichte, ebenso gereifter Hartkäse. Vor dem Servieren dekantieren. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage Finca Dehesa de Luna, Albacete (Kastilien, Spanien)
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla
Ausbau Cuvée Cabernet Sauvignon/Petit Verdot/Syrah, 15 Monate in französischen Barriques

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Schaumweine

Sekthaus Krack Rosé Brut

Wein · Sekt · Pfalz · Deutschland

Sekthaus Krack Rosé Brut ist ein Rosé-Sekt, der etwas zu sagen hat. Pinot Noir und Meunier, klassisch in der Flasche vergoren, mit Zeit auf der Hefe und dem nötigen Gespür für Balance – keine laute Frucht, kein Bonbon, sondern fein verwobene rote Beeren, Zitruszeste und ein Hauch Brioche.


Pfalz / Laumersheim

Das Sekthaus Krack ist in der Pfalz beheimatet und auf handwerklich erzeugte Winzersekte spezialisiert. Pinot Noir und Meunier bilden die klassische Grundlage für strukturierten, ernsthaften Rosé-Sekt mit salziger Frische.

Assemblage und Herstellung

Cuvée aus Pinot Noir und Meunier (Schwarzriesling). Der Sekt wird klassisch in der Flasche vergoren, reift mit Zeit auf der Hefe und wird als Brut ausgebaut – straff, klar und mit genau dem richtigen Druck.

Im Glas

Zartes Lachsrosa mit feiner Perlage. In der Nase rote Beeren, frisch geschnittene Zitruszeste und ein Hauch Brioche, fein verwoben. Am Gaumen straff und präzise, mit der richtigen Spannung und einer salzigen, fast kühlen Art im Finale, die sofort zum nächsten Schluck einlädt.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – hervorragend als Aperitif, noch besser am Tisch.

Passt zu: Vorspeisen, Fisch, Krustentieren, Geflügel und gegrilltem hellem Fleisch.


Lage: Pfalz (Deutschland); Sekthaus Krack
Klassifikation: Winzersekt Rosé – Cuvée aus Pinot Noir & Meunier (Schwarzriesling), brut
Herstellung: klassische Flaschengärung, Hefelager
Jahrgang: 2022

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Savigny-les-Beaune Aux Vergelesses 1er Cru 2024

Weißwein · Savigny-lès-Beaune 1er Cru (Côte de Beaune) · Chardonnay

Chardonnay Savigny-lès-Beaune 1er Cru Aux Vergelesses (blanc) Domaine Pierre Vincent 0,58 ha · gepflanzt 1989/1999 Ton & Kalk · oben am Hang ~15 % Neuholz · ~12 Mon. Fass + 6 Mon. Tank 2024

Der Domaine Pierre Vincent Savigny-lès-Beaune 1er Cru „Aux Vergelesses" blanc 2024 ist ein rarer weißer Premier Cru. Pierre Vincent – zuvor prägend bei der Domaine Leflaive und der Domaine de la Vougeraie – gewinnt aus diesem hoch am Hang gelegenen Climat einen dichten, salzig-mineralischen Chardonnay von großer Spannung.


Aux Vergelesses – rarer weißer 1er Cru

Pierre Vincent zählt zu den angesehensten Winzern des Burgund: von 2006 bis 2016 Technischer Direktor der Domaine de la Vougeraie, danach bis Ende 2024 Kellermeister und Geschäftsführer der Domaine Leflaive in Puligny-Montrachet. 2023 übernahm er mit Partnern die Domaine des Terres de Velle in Auxey-Duresses und benannte sie in Domaine Pierre Vincent um – ein kleines Gut über rund zwanzig Appellationen der Côte de Beaune, mit Reben von durchschnittlich rund 60 Jahren aus Massenselektion, biologisch bewirtschaftet und parzellenweise vinifiziert.

In Savigny-lès-Beaune liegt der Climat Les Vergelesses oben am Hang und ist in Chardonnay eher selten – die meisten Vergelesses-Parzellen tragen Pinot Noir. Vincents Parzelle misst 0,58 Hektar (gepflanzt 1989 und 1999) auf ton- und kalkgeprägtem Boden. Die südexponierte, luftige Höhenlage bewahrt Frische und Energie und verleiht dem Wein Spannung, Tiefe und mineralische Präzision.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein kühleres, feuchtes Jahr. Auf einen milden, nassen Winter folgten früher Austrieb und ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost- und Hagelrisiko sowie hohem Krankheitsdruck; die Blüte verlief uneinheitlich. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel spät aus, mit strenger Selektion und teils stark reduzierten Erträgen. Die Mostgewichte blieben moderat – die Weißweine zeigen sich klar und fein, mit pikanter Frische, kühler Eleganz und lebendiger Säure.

Ausbau

Trockener Savigny-lès-Beaune 1er Cru aus dem Climat Aux Vergelesses, Jahrgang 2024; 100 % Chardonnay von ton- und kalkgeprägtem Boden.

Nach langem, sanftem pneumatischem Pressen und einer Nacht Vorklärung beginnt die alkoholische Gärung teils im Edelstahltank; anschließend wird der Most für die malolaktische Gärung ins Fass gelegt (rund 15 % Neuholz) und zwölf Monate im Holz ausgebaut. Danach folgen etwa sechs Monate im Edelstahltank, um Frische und Spannung zu bewahren, bevor der Wein gefüllt wird. Die Reben werden biologisch bewirtschaftet.

Im Glas

Ein energiegeladener weißer 1er Cru: weißer Pfirsich und Zitrus, dazu weiße Blüten, ein Hauch Haselnuss und eine feine, salzig-jodige sowie kalkige Mineralität. Am Gaumen präzise und spannungsreich, mit dezenter, cremiger Textur aus dem Fassausbau, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Weißer Pfirsich, Zitrus und weiße Blüten über Haselnuss und salzig-kalkiger Mineralität – präzise und spannungsreich, mit feiner cremiger Textur, lebendiger Säure und langem Nachhall.

Ein präziser, energiegeladener weißer 1er Cru mit gutem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Aux Vergelesses, Savigny-lès-Beaune 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund); oben am Hang, Ton und Kalk; Parzelle 0,58 ha, gepflanzt 1989/1999
Klassifikation: Savigny-lès-Beaune Premier Cru, AOC (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: sanfte Pressung, alkoholische Gärung teils im Tank, malolaktische Gärung im Fass (~15 % Neuholz), ~12 Monate Fass, danach ~6 Monate Tank; biologische Bewirtschaftung

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Feinkost

L´ Olmo Trüffelrisotto

Feinkost · Risotto · Piemont · Italien

L'Olmo Trüffelrisotto ist ein piemontesisches Fertig-Risotto aus Carnaroli-Reis, verfeinert mit Sommertrüffel und Steinpilzen – eine authentische Spezialität, die in wenigen Minuten gelingt.


Herkunft

Das Risotto stammt von der Maggiorotto Group aus Agliano Terme in der Provinz Asti im Piemont – der Heimat des Carnaroli-Reises und des berühmten Alba-Trüffels. Eine Region, die für ihre hochwertige, bodenständige Küche bekannt ist.

Zutaten und Herstellung

Basis ist Carnaroli-Reis (94 %) – die „Königin" der Risotto-Reissorten, die selbst nach langem Garen bissfest bleibt und eine cremige Konsistenz entwickelt. Dazu kommen Gemüsebrühe, getrocknetes Gemüse, Steinpilze (Boletus edulis), aromatische Kräuter sowie Trüffel (Tuber aestivum) und Trüffelaroma. Als praktische Trockenmischung ist das Gericht rasch zubereitet.

Geschmack

Cremig mit bissfestem Kern. Im Mittelpunkt steht der intensive, erdige Trüffelgeschmack, getragen von würzigen Steinpilz- und Kräuternoten – ein aromatisches, vollmundiges Risotto.

In der Küche

3–4 Löffel natives Olivenöl extra in einem flachen, breiten Topf erhitzen, den Reis dazugeben und etwa eine Minute anschwitzen. Mit einem Glas Weißwein und etwas Noilly Prat ablöschen. Anschließend 3 Gläser (800 ml) heißes Wasser hinzugeben und unter ständigem Rühren garen, bis das Risotto fertig ist. Je nach Geschmack mit Butter oder Parmesan verfeinern.

Dazu passt: gebratene Waldpilze, ein Glas Weißwein oder gereifter Parmesan.


Hersteller: Maggiorotto Group s.r.l., Agliano Terme (Piemont, Italien)
Produkt: Fertig-Risotto mit Trüffel (Carnaroli-Reis)
Zutaten: Carnaroli-Reis (94 %), Gemüsebrühe, getrocknetes Gemüse, Steinpilze, aromatische Kräuter, Trüffel (Tuber aestivum), Trüffelaroma
Herkunft: Piemont (Italien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 29.01.2028

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Weine

Sierra de Tolono NAHIKUN blanco 2024 BIO

Weißwein · Rioja Alavesa · Feldblend (Rojal · Malvasía · Viura)

Rojal · Malvasía · Viura Nahikun blanco (Feldblend) Sierra de Toloño (Sandra Bravo) Villabuena de Álava · 5 Parzellen karge Kalkböden alte Buschreben · kleinste Erträge gebrauchtes Barrique · Feinhefe BIO (ES-ECO-026-VAS) · 2024

Der Sierra de Toloño Nahikun blanco 2024 stammt von fünf kleinen Parzellen oberhalb des Rioja-Dorfes Villabuena de Álava. Gewonnen aus Rojal, Malvasía und Viura, ist dieser Weißwein ein Paradebeispiel dafür, wie ein Terroirwein der neuen Schule aus der Rioja schmecken kann und sollte – ein kleiner Frischebrunnen.


Nahikun blanco – Feldblend alter Weißreben

Sierra de Toloño ist das Projekt von Sandra Bravo. Nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat kehrte sie in die Rioja Alavesa zurück, um in den höchsten und ältesten Lagen der Region herkunftsgetreue Weine zu erzeugen – minimalistisch, biologisch und biodynamisch, mit schonender Handarbeit und kaum Schwefel.

Die Basis des Nahikun blanco bilden fünf verschiedene kleine Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava. Gewachsen auf kargen Kalkböden, von alten Reben, die hier in Buscherziehung gedeihen und mit kleinsten Erträgen bewirtschaftet werden, entspringt hier ein kleiner Frischebrunnen. Die alten, teils fast hundertjährigen Weißreben – Rojal, Malvasía und Viura – ergeben einen Feldblend von großer Spannung und mineralischer Prägung.

Jahrgang 2024 – Rioja Alavesa

Die karg-kalkigen Höhenböden und das kühle, atlantisch beeinflusste Mikroklima am Fuß der Sierra de Toloño bewahren Frische, rassige Säure und aromatische Präzision. Zusammen mit den geringen Erträgen der alten Reben ergibt der Jahrgang 2024 einen klaren, salzig-mineralischen Weißwein – Frische und Tiefgang im Gleichgewicht.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura, Jahrgang 2024, trocken; von alten Buschreben auf kargem Kalkboden.

Nach selektiver Handlese und schonender Gärung reift der Wein mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriquefässern. Diese Machart ohne prägenden Holzton verleiht ihm Textur, Mineralität und Spannung, während die Frucht klar und herkunftsgetreu bleibt. Die Reben werden biologisch/biodynamisch bewirtschaftet (ES-ECO-026-VAS).

Im Glas

Die Mineralik plus der mehrmonatige Ausbau auf der Feinhefe in gebrauchten Barriquefässern lassen ihn klar und vor Spannung platzend riechen und schmecken. Frühlingsblumen, frische Kräuter, viel Salz, Gletscherwasser, Zitrusfrüchte und weißer Tee sorgen hier für ein Erlebnis, das alle Sinne erfreut.

Klar und vor Spannung platzend: Frühlingsblumen, frische Kräuter, viel Salz, Gletscherwasser, Zitrusfrüchte und weißer Tee – ein Erlebnis, das alle Sinne erfreut.

Ein rassig-frischer, mineralischer Terroir-Weißwein. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu gegrilltem Gemüse und Spargel, zu Geflügel und hellem Fleisch sowie zu cremigen Käsen.


Lage: fünf kleine Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava, Rioja Alavesa (Spanien); karge Kalkböden; alte Buschreben, kleinste Erträge
Klassifikation: DOCa Rioja (blanco); Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura (trocken)
Ausbau: selektive Handlese, schonende Gärung, mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriquefässern; biologisch/biodynamisch, ES-ECO-026-VAS

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