Der Hummer.

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Weine

Battenfeld Spanier Zellerweg am schwarzen Herrgott Riesling GG 2022 BIO

Weißwein · Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Zellerweg am Schwarzen Herrgott VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen Kalk und Kalkschotter Grenze Rheinhessen/Pfalz BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Battenfeld-Spanier Zellerweg am Schwarzen Herrgott Riesling GG 2022 wächst auf Kalk an der Grenze zwischen Rheinhessen und der Pfalz. Ein kraftvoller, tiefgründiger Riesling mit salinem, dunklem Charakter.


Schwarzer Herrgott – Kalk an der Grenze zur Pfalz

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Zellerweg am Schwarzen Herrgott ist eine VDP.Große Lage auf 170 bis 250 Metern, mit etwa 40 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Kalkschotter; die klassifizierte Fläche misst 11 Hektar.

Bereits Ende der 1990er Jahre überzeugte H. O. Spanier das Potenzial des Zellertals. Der gleiche Kalkstein-Sockel, der den Frauenberg prägt, zieht sich bis nach Mölsheim. Der Schwarze Herrgott bildet die Grenze Rheinhessens zur Pfalz und gehört zu den ältesten urkundlich erwähnten Lagen; seit 2007 ist er als Große Lage klassifiziert.

Jahrgang 2022 – Zellertal (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der Kalksockel und die exponierte Grenzlage sicherten reifes Lesegut, während die Höhenlage für Frische, salzige Spannung und den typisch dunklen, tiefgründigen Charakter sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Zellerweg am Schwarzen Herrgott, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von Kalk und Kalkschotter.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Kraft, salinen Tiefgang und den dunklen, mineralischen Charakter ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kraftvoller, kalkgeprägter Riesling mit dunklem Charakter: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, würzige Steinaromen und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen tiefgründig und straff, mit salinem Grip, lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, würzigen Steinaromen und salzig-mineralischer Kalksteinnote – kraftvoll und tiefgründig, mit salinem Grip, lebendiger Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Zellerweg am Schwarzen Herrgott (VDP.Große Lage), Zellertal, Rheinhessen; 170–250 m, ~40 % Neigung; Kalk und Kalkschotter; Grenze Rheinhessen/Pfalz; klassifizierte Fläche 11 ha (seit 2007)
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Schaumweine

Étienne Calsac Les Rocheforts Blanc de Blancs Premier Cru Extra Brut

Der Étienne Calsac Les Rocheforts Blanc de Blancs Premier Cru Extra Brut kommt aus einer einzigen Kreidelage in Bisseuil – „die starken Felsen“. Reiner Chardonnay mit eigener Reserve seit 2012, präzise und salzig.

Im Glas

Hellgold, feine Perlen. Apfel, grün und gelb, eine Spur Zitrone und Blüten, darunter zerriebene Kreide und ein wenig Hefegebäck. Am Gaumen straff und salzig, die Textur leicht gerundet vom Holz. Lang und kreidig im Finish.

Mach was draus

Austern Gillardeau, Ceviche vom Saibling oder Spargel mit Nussbutter. Auch zu Hähnchen in Estragonsoße hält er mit. Oder einfach pur, wenn du wissen willst, wie Kreide schmeckt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ein Weißweinglas statt der Flöte, dann kommt die Kreide richtig raus. Ich trinke ihn am liebsten zu Austern.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist die Réserve perpétuelle? Calsac hat sie 2012 eigens für Les Rocheforts begonnen. Jährlich kommt neuer Wein dazu, rund 20 bis 25 % davon wandern in die Cuvée.

Wie groß ist die Lage? Rund 1,5 Hektar reine Kreide, nach Osten bis Südosten ausgerichtet. Die Reben stammen aus der Mitte der 1980er.

100 % Chardonnay · Lage Les Rocheforts, Bisseuil Premier Cru, reine Kreide, ca. 1,5 ha · eigene Reserve (seit 2012) · halb Holz, halb Edelstahl · 18–24 Monate Hefelager · Extra Brut, 4 g/l Restzucker · Étienne Calsac, Avize · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc Vieilles Vignes 2024

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC · Vieilles Vignes Pellands & Millerands · 0,93 ha · Reben 50–70 J. am Rand von Meursault 2024

Der Bourgogne Blanc Vieilles Vignes 2024 von Jean-Philippe Fichet stammt aus zwei Parzellen am Rand von Meursault – mit 50 bis 70 Jahre alten Reben. Komplex und druckvoll, mit Zitrus und Heckenkirsche: ein Bourgogne, der manchem Village Paroli bietet.


Alte Reben am Rand von Meursault

Die zwei Parzellen Les Pellands und Les Millerands umfassen zusammen rund 0,93 Hektar mit 50 bis 70 Jahre alten Reben, vollständig auf Lehm-Kalk-Böden und am Rand der Appellation Meursault gelegen. Pellands ist die einzige Bourgogne-Parzelle, die an den 1er Cru Charmes grenzt – das macht diesen „Bourgogne" besonders.

Jean-Philippe Fichet zählt zu den renommierten Adressen von Meursault; seine Handschrift hebt diesen regionalen Wein deutlich über seine Stufe.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein kühleres, eher feuchtes Jahr mit höherem Krankheitsdruck und geringeren Mengen; sorgfältige Arbeit im Weinberg war entscheidend.

Die Weißweine 2024 fallen frischer und knackiger aus, mit einem Hauch mehr Säure und klarer, kühler Eleganz – ideal für die druckvolle, mineralische Art dieses Bourgogne.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, aus den Parzellen Les Pellands und Les Millerands.

Der Wein reift im Holzfass, im präzisen Stil des Guts – mit maßvollem Holzeinsatz, ganz auf Mineralität, Druck und Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Komplex und direkt: Der Wein kommt mit Druck und einer Mischung aus Zitrusfrüchten und Heckenkirsche. Am Gaumen mineralisch und straff, im kühlen 2024er mit besonders frischer Säure und langem Abgang.

Zitrus und Heckenkirsche mit Druck und Mineralität – ein „Bourgogne", der manchem Village Paroli bietet.

Jung schon zugänglich, kann aber einige Jahre zulegen. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger, mineralischer Begleiter.


Lage: Bourgogne (Côte de Beaune); Parzellen Les Pellands & Les Millerands am Rand von Meursault (Pellands grenzt an 1er Cru Charmes), Lehm-Kalk, 0,93 ha, Reben 50–70 Jahre
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC (Vieilles Vignes)
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

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Feinkost

Raguso Orecchiette

Feinkost · Pasta · Apulien · Italien

Raguso Orecchiette sind ein absoluter Klassiker der süditalienischen Küche. Italienisch für „Öhrchen", zeichnen sie sich durch ihre kuppelförmige Gestalt mit rauer Oberfläche aus – ideal, um Saucen aufzunehmen.


Herkunft / Apulien

Orecchiette sind eng mit Apulien verbunden. Ihre Herkunft ist nicht eindeutig geklärt – diskutiert werden Wurzeln in der Provence (eingeführt durch die Anjou-Dynastie) ebenso wie eine Verbindung zur normannischen Herrschaft in Apulien. Regionale Varianten sind etwa die „strascinati" in der Basilikata oder die größeren „Priesterohren" aus Cisternino. Hier von Pasta Raguso.

Zutaten und Herstellung

Traditionell gefertigt aus Hartweizengrieß, Wasser und Salz. Der Teig wird geknetet, in kleine Stücke geschnitten und mit dem Daumen zur typischen Öhrchenform gedrückt – ein handwerkliches Verfahren, das Geschick und Übung erfordert. Die raue Oberfläche sorgt dafür, dass Saucen besonders gut haften.

Geschmack

Angenehm bissfest mit dem typisch nussig-getreidigen Aroma guten Hartweizens. Die kuppelige Form und raue Oberfläche geben dem Gericht Biss und nehmen Sauce hervorragend auf.

In der Küche

In reichlich gesalzenem Wasser al dente kochen.

Klassisch: Orecchiette con le cime di rapa (mit Stängelkohl), Varianten mit Sardellen oder Peperone Crusco, oder als Orecchiette alla materana überbacken mit Tomaten, Lammhack, Mozzarella und Schafskäse.


Hersteller: Pasta Raguso (Italien)
Produkt: Orecchiette – Hartweizengrießnudeln
Zutaten: Hartweizengrieß, Wasser (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Apulien (Italien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 05.03.2029

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Gevrey Chambertin Lavaux St. Jacques 1er Cru 2021

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Lavaux St. Jacques · 1er Cru Gevrey-Chambertin 1,20 ha · Reben ~60 Jahre · 6.000 Flaschen 2021

Der Gevrey-Chambertin Lavaux St. Jacques 1er Cru 2021 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Premier-Cru-Lagen der Gemeinde. Bekannt für Komplexität und Tiefe, braucht er Flaschenreife – und zeigt dann dichte, samtige Texturen, reife dunkle Beerenfrucht und einen sehr langen Abgang.


Lavaux Saint-Jacques – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Mortets Parzelle liegt in idealer Südausrichtung und guter Hanglage: maximale Sonneneinstrahlung trifft auf kühle Nächte. Oben am Hang ist der Boden arm und steinig, weiter unten tiefer, tonhaltiger und ebenso steinig. Die Lage umfasst hier 1,20 Hektar mit rund 60 Jahre alten Reben und liefert etwa 6.000 Flaschen.

Lavaux Saint-Jacques liegt westlich des Dorfes Gevrey-Chambertin am Eingang der Combe de Lavaux. Kalte Westwinde aus dem Tal verlangsamen die Reife und bewirken große Tag-Nacht-Schwankungen, was einen etwas schlankeren, frischeren Stil als beim Nachbarn Clos Saint-Jacques fördert. Die steinigen Kalk-Ton-Böden mit guter Drainage halten die Erträge niedrig. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen des Ortes.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 forderte die Winzer. Auf einen milden Winter folgten kalte Phasen und Ende März kurze Wärme bis 27 °C, die einen frühen Austrieb auslöste. Drei Frostperioden im April mit Tiefstwerten bis −8 °C und nächtlichem Schneefall richteten erhebliche Schäden an; starke Hagelgewitter im Juni und Fruchtansatzabfall reduzierten den Ertrag weiter.

Sommerliches Wetter in der ersten Septemberhälfte ließ die Trauben gut ausreifen; die Lese begann am 17. September. Die Erntemenge war etwa halbiert, die Trauben jedoch gesund und reif. Für 2021 stehen eine feine Tanninqualität sowie ein ausgewogener, frischer Charakter.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, von rund 60 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 6.000 Flaschen.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagenausdruck und langes Reifepotenzial ausgerichtet.

Im Glas

Dichte, samtige Textur mit reifer, edler dunkler Beerenfrucht, Veilchen und Zeder. Am Gaumen komplex und tief, getragen von feinem Tannin, mit einem nahezu endlosen Abgang. Ein Wein, der seine ganze Eleganz erst mit Flaschenreife zeigt.

Dichte, samtige Frucht mit Veilchen und Zeder und nahezu endlosem Abgang – Eleganz, die Flaschenreife belohnt.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Lavaux Saint-Jacques (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Südhang, steiniger Kalk-Ton-Boden, Combe de Lavaux, 1,20 ha, Reben ~60 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Ungarn

Oremus Tokaji 3 Puttonyos 2016

Oremus Tokaji 3 Puttonyos 2016.

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Frankreich

Rotem & Mounir Saouma Chateauneuf-du-Pape Arioso 2015

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache

100 % Grenache Lieu-dit Pignan Rotem & Mounir Saouma Pflanzung 1930er-Jahre Ganztraubengärung 36 Monate auf der Feinhefe 2015

Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Arioso 2015 ist ein reinsortiger Grenache aus dem Lieu-dit Pignan, von Reben aus den 1930er-Jahren. Mit ganzen Trauben vergoren und 36 Monate auf der Feinhefe ohne Abstich gereift – die Frucht und Kraft des Südens, zusammengesetzt mit der Kellerhandschrift von Mounir Saouma (Lucien Le Moine).


Arioso – alte Grenache aus Pignan

Rotem und Mounir Saouma sind als Eigentümer des Micro-Négoce Lucien Le Moine im Burgund weltbekannt. In Châteauneuf-du-Pape begann ihre Geschichte mit einer kleinen Parzelle im Lieu-dit Pignan – einem der großen Terroirs der Appellation, unmittelbar an die Lagen von Château Rayas grenzend. Dort steht reiner Grenache, gepflanzt in den 1930er-Jahren, der von Natur aus winzige Erträge liefert. Aus diesen Reben entsteht der Arioso.

Pignan liegt im Nordosten der Appellation, mit Blick auf den Mont Ventoux. Der Boden unterscheidet sich grundlegend vom Bild, das man von Châteauneuf im Kopf hat: kein Meer aus großen galets roulés, sondern Sand mit Steinanteil. Sand entwässert schnell, speichert wenig Wärme und bremst den Wuchs – deshalb bringt er beim von Natur aus üppig reifenden Grenache das hervor, was dieser Sorte sonst fehlt: Frische, helle Frucht und feinkörniges Tannin statt Wucht.

Dazu kommt das Alter. Reben aus den 1930er-Jahren tragen wenig, wurzeln tief und reifen gleichmäßiger als Junganlagen – was in heißen Jahren den Unterschied macht, weil sie weniger auf Trockenstress reagieren. Konzentration entsteht hier nicht durch Extraktion im Keller, sondern durch die Menge, die der Stock gar nicht erst ansetzt.

Jahrgang 2015 – Châteauneuf-du-Pape

Auf einen milden, niederschlagsarmen Winter folgte ein warmes, trockenes Frühjahr mit früher, gleichmäßiger Blüte. Juni und Juli brachten Hitze und anhaltende Trockenheit; in manchen Parzellen stockte die Reife, weil den Reben schlicht das Wasser fehlte. Mitte August kam der Regen, der den Jahrgang rettete: Er löste die Blockade, die Beeren füllten sich, und die letzten Wochen verliefen warm, aber ohne Extreme.

Gelesen wurde ab Anfang September unter guten Bedingungen, mit gesundem Lesegut, hohen Mostgewichten und – entscheidend – reifen, runden Tanninen statt harter Kerne. 2015 gilt in der südlichen Rhône als sehr starker Jahrgang mit Konzentration und Reifepotenzial. Auf dem Sand von Pignan und mit sehr alten Reben bleibt diese Kraft in Form: Die Lage liefert die Frische, die dem Jahrgang sonst fehlen könnte.

Ganztraubengärung und 36 Monate auf der Feinhefe

Reinsortiger Grenache, Jahrgang 2015, aus dem Lieu-dit Pignan. Vergoren wird mit ganzen Trauben samt Stielen nach einer rund elftägigen kühlen Mazeration – ein Verfahren, das Mounir Saouma nach eigener Aussage allein dem alten Grenache von Châteauneuf zugesteht. Die Stiele bringen Struktur und eine würzige Frische, die den Alkohol in Schach hält.

Anschließend reift der Wein rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 Litern, ohne Abstich und ohne Schwefelgabe bis kurz vor der Füllung. Das ist die Kellerlogik aus dem Burgund: Die Hefe verbraucht den eindringenden Sauerstoff und schützt den Wein damit selbst; gleichzeitig gibt sie Mannoproteine ab, die die Textur polstern. Daraus kommen die saftige Fülle und die seidige Geschmeidigkeit – nicht aus dem Holz, das in gebrauchten Fässern dieser Größe kaum Aroma beisteuert.

Im Glas

Mittleres, transparentes Rubinrot mit beginnendem Ziegelrand. In der Nase Himbeere und rote Johannisbeere, dazu Süßholz und Lakritz, getrocknete Kräuter der Garrigue und ein erdig-steiniger Ton – deutlich heller gezeichnet, als man es von Châteauneuf erwartet.

Am Gaumen seidig und schlank gebaut, mit feinkörnigem Tannin und einer Säure, die den Wein vorwärts trägt. Die Textur aus drei Jahren auf der Feinhefe ist der eigentliche Charakterzug: dicht, ohne schwer zu sein. Der Abgang ist lang, würzig und salzig.

Sand statt galets, Stiele statt Extraktion, drei Jahre Hefe statt neuem Holz – daher die Leichtigkeit dieses Châteauneuf.

Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren; ein Depot ist nach dieser Zeit normal. Bei 16–18 °C servieren. Trinkreif und mit Reserve für viele Jahre.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem Rind und Ente, zu kräuterwürzigen mediterranen Schmorgerichten sowie zu Trüffelgerichten und gereiftem Käse. Das helle, seidige Profil trägt auch Gerichte, an denen ein wuchtiger Châteauneuf scheitert – Taube, Kaninchen mit Thymian, Pilzrisotto.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte 100 % Grenache
Lage Lieu-dit Pignan, Châteauneuf-du-Pape · sandig-steinige Böden · Nachbarlage von Château Rayas
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape · trocken
Jahrgang 2015
Vinifikation Ganztraubengärung mit Stielen · rund 11 Tage kühle Mazeration · ohne Abstich · Schwefelgabe erst kurz vor der Füllung
Ausbau rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 l
Rebenalter Pflanzung in den 1930er-Jahren
Trinkempfehlung jetzt bis 2040

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Schaumweine

Weingut Metzger Cuvée 1411 brut nature

Die Weingut Metzger Cuvée 1411 Brut Nature hat 57 Monate Hefereife hinter sich, fast fünf Jahre. Gewachsen auf Kalk in St. Stephan und im Mühlheimer Sonnenberg, spontan im Barrique vergoren und ohne Zucker abgefüllt.

Im Glas

Hellgold, feine Bläschen. Mirabelle und weißer Pfirsich, Zitrus, dann Haselnuss, Toast, ein wenig Vanille und Brioche. Am Gaumen druckvoll und doch elegant, mit straffer, lebendiger Säure. Der Schluss ist lang und knochentrocken. Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, die drei klassischen Champagner-Rebsorten, geben ihm seine Finesse.

Mach was draus

Ein Sekt für den großen Auftritt am Tisch: Hummer, Steinbutt, Kalbsbries oder ein Risotto mit Pfifferlingen. Auch als Aperitif vor einem großen Menü funktioniert er, dann mit ein paar Gougères oder Parmesanchips. Ein Sekt, über den man am Tisch spricht – und den viele erst einmal für einen Champagner halten. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Den stelle ich gern blind neben einen Champagner. Zu Fisch und hellem Fleisch hält er locker mit.“

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Kurz gefragt

Wie trocken ist er? Brut Nature mit rund 0,5 g Restzucker pro Liter, also praktisch zuckerfrei.

Warum Barrique? Gärung und Ausbau im gebrauchten Holz, dazu wöchentliches Aufrühren der Hefe, geben dem Grundwein Textur und Tiefe.

Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier · St. Stephan und Mühlheimer Sonnenberg, Pfalz, Kalk · Handlese, Korbpresse · Spontangärung im gebrauchten Barrique, biologischer Säureabbau · traditionelle Flaschengärung · 57 Monate Hefelager · Brut Nature, ca. 0,5 g/l · Weingut Metzger, Grünstadt-Asselheim · Stand: Oktober 2026

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