Doros WeinSinn: 2006 Spätburgunder Qualitätswein, Weingut Kuhnle

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2006 Spätburgunder Qualitätswein, Weingut Kuhnle
(Alk. 13%) Remstal-Württemberg
Dieser SB zeigt helles Ziegelrot mit einem weißen Rand. Die süßen Kirschen und Erdbeeren wurden von leichten Noten des Pfeffers und Lorbeerblättern, aber auch etwas Karamell und Dulce de Leche begleitet. Auch der Restzucker war deutlich spürbar (auf keinen Fall negativ). Das ganze wurde von feiner Säure unterstützt. Ein schöner Schoppen zu schwäbischen Küchenklassikern.

(getrunken im November 2011)
(getrunken im November 2011)

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Feinkost

La Delicieuse Mayonnaise Trüffel 250 ml

Feinkost · Mayonnaise · Trüffel · Belgien

Conserverie & Moutarderie Belge La Délicieuse Trüffel-Mayonnaise ist eine feine belgische Mayonnaise mit Trüffel. Die reichhaltige, eigelbbetonte Basis trifft auf das erdig-aromatische Aroma des Trüffels. Cremig, vollmundig und edel. Eine besondere Mayonnaise für feine Gerichte.


Herkunft

Die Conserverie & Moutarderie Belge ist ein belgisches Traditionshaus für Senf und Feinkost. Belgische Mayonnaise gilt als besonders reichhaltig – hier veredelt mit dem erdigen Aroma des Trüffels.

Anbau und Verarbeitung

Hergestellt nach traditioneller belgischer Art mit hohem Eigelb-Anteil und verfeinert mit Trüffel. Das ergibt eine cremige, vollmundige Mayonnaise mit edlem, erdigem Aroma.

Geschmack

Cremig und samtig, mit dem erdig-würzigen Aroma des Trüffels. Vollmundig, aromatisch und edel im Nachklang.

Am Tisch

Sparsam einsetzen – das Trüffelaroma entfaltet sich auch in kleinen Mengen.

Klassische Begleitung: Pommes frites, Burger, gegrilltes Fleisch, Eierspeisen und Kartoffelgerichte.


Hersteller: Conserverie & Moutarderie Belge (Belgien)
Produkt: La Délicieuse Trüffel-Mayonnaise
Sorte: Mayonnaise mit Trüffel
Herkunft: Belgien
Verarbeitung: traditionell hergestellt, mit Trüffel verfeinert
Mindesthaltbarkeit (MHD): 02.03.2027

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Weine

Anne Gros Clos Vougeot Le Grand Maupertui Grand Cru 2022

Rotwein · Clos Vougeot Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos Vougeot · Grand Cru Lieu-dit Le Grand Maupertui · 0,93 ha 2022 Zementei + Barrique, 40% neu

Der Clos Vougeot Le Grand Maupertui Grand Cru 2022 der Domaine Anne Gros stammt aus einer nur 0,93 Hektar großen Parzelle im oberen Teil des Clos de Vougeot, direkt unterhalb von Grands Echézeaux. Ein reinsortiger Pinot Noir von Kraft und Fülle, in der Jugend zurückhaltend, mit den Jahren samtig und vielschichtig.


Le Grand Maupertui – im oberen Clos de Vougeot

Le Grand Maupertui liegt im oberen, qualitativ besten Teil des Clos de Vougeot, unmittelbar unterhalb der Grand-Cru-Lage Grands Echézeaux. Die 0,93 Hektar wurden bereits 1905 bepflanzt und sind durch regelmäßige Nachpflanzung im Schnitt rund 70 Jahre alt. Der Name geht auf die Mönche von Cîteaux zurück und verweist wohl auf eine sanfte Mulde im Gelände.

Der Boden ist tief und lehmig, durchzogen von großen Steinen; die leichte Hangneigung sorgt für gute natürliche Entwässerung, die umgebende Mauer des Clos schützt vor Erosion. Die Parzelle ist ein Familienerbe – Louis Gros vermachte sie seinem Sohn François.

Der Clos de Vougeot wurde im 11. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt und 1937 als Grand Cru klassifiziert. Mit rund 50 Hektar ist er nach Corton der zweitgrößte Grand Cru der Côte d'Or, aufgeteilt in 18 Lieux-dits und über 80 Eigentümer. Das Terroir ist uneinheitlich; die oberen, ostexponierten Hänge mit kiesigem Kalkstein gelten als die besten – hier liegt Le Grand Maupertui.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der der Kraft des Maupertui Struktur und Tiefe verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, in mehreren Durchgängen von Hand selektiv gelesen.

Vergärung im Zementei, anschließend Ausbau über mehr als ein Jahr in Barriques aus französischer Eiche, davon 40% neu. Die Weinberge werden naturnah bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase reife Kirschen, Pflaumen und schwarze Johannisbeeren, dazu Gewürze wie Pfeffer, Nelke und Muskatnuss. Am Gaumen samtig, leuchtend und intensiv, mit Kraft, Fülle und langem Nachhall. Jung wirkt der Wein noch verschlossen.

Kraft und Fülle, samtig und leuchtend – ein Pinot Noir aus dem oberen Clos de Vougeot mit langem Nachhall.

In der Jugend zurückhaltend, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Le Grand Maupertui (Lieu-dit), Clos de Vougeot; tiefer Lehmboden mit großen Steinen, 0,93 ha
Klassifikation: Clos de Vougeot Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Gärung im Zementei, über 1 Jahr Barrique (40% neu); naturnahe Bewirtschaftung

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Spanien

Flor de Pingus 2023

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo Ribera del Duero (La Horra) Biodynamie 2023 14,00 % vol

Der Flor de Pingus 2023 ist ein reinsortiger Tempranillo von Peter Sisseck aus La Horra in der Ribera del Duero – ein außerordentlich konzentrierter Rotwein, der auch im Jahrgang 2023 seinem Namen alle Ehre macht.


La Horra – die Lage

Flor de Pingus stammt aus alten Rebparzellen rund um das Dorf La Horra im Norden der Ribera del Duero – jener Zone, in der der dänische Winzer Peter Sisseck mit seinem Kultwein Pingus Wurzeln geschlagen hat. Die Trauben stammen von über 30 Jahre alten Rebstöcken, die biodynamisch bewirtschaftet werden.

La Horra zählt mit rund 850 bis 900 Metern zu den höchstgelegenen Lagen der Appellation. Heiße Tage und kühle Nächte sowie ein hoher Kalksteinanteil im Boden geben den Weinen Reife bei erhaltener Frische und mineralischer Präzision.

Jahrgang 2023 – Ribera del Duero

2023 brachte in der Ribera del Duero einen reifen, zugänglichen Jahrgang mit saftiger, klar definierter Frucht.

Die Weine zeigen sich balanciert und gut integriert, etwas offener und früher antrinkbar als der ernstere Vorgänger 2022.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2023, 14,00 % vol.

Die einzelnen Parzellen werden getrennt vergoren; Spontangärung mit eigenen Hefen. Anschließend reift der Wein 14 Monate in französischen Barriques, bevor die Partien assembliert und abgefüllt werden. Biodynamische Bewirtschaftung; ab dem Jahrgang 2023 zusätzlich Bio-zertifiziert.

Im Glas

Aromen von roten Früchten mit einer würzig-kräutrigen Note, schönes Toasting, dabei sehr mineralisch.

Ein eleganter, feinsinniger Kraftprotz mit einem fast sinnlichen Nachhall.

Vor dem Servieren rund zwei Stunden dekantieren; Reifepotenzial von mehreren Jahren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Rind vom Grill oder Schmorgericht, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse wie Manchego.


Lage: La Horra, Ribera del Duero (Spanien); alte Reben (30+ J.), Kalkstein, ~850–900 m
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Tempranillo (Tinto Fino), trocken
Ausbau: Tempranillo; 14 Monate französische Barriques; Biodynamie / Bio

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Weine

Brovia Barolo 2018

Rotwein · Barolo · Nebbiolo · Piemont

Brovia Barolo ist ein klassischer, körperreicher Barolo aus 100 % Nebbiolo aus dem Piemont. Das Weingut Brovia in Castiglione Falletto produziert seit 1863 traditionelle Langhe-Weine, heute geführt von Cristina und Elena Brovia. Dieser Barolo vereint Trauben aus den Lagen des Hauses rund um Castiglione Falletto. Im Glas ein ausdrucksstarker, pur vinifizierter Nebbiolo mit vielschichtiger Frucht und rustikalen Tanninen.


Castiglione Falletto

Castiglione Falletto liegt im Herzen des Barolo-Gebiets, am Schnittpunkt der kalkhaltigen Böden im Osten und der sandigeren Böden im Westen. Das Weingut Brovia bewirtschaftet hier Lagen wie Rocche, Villero und Garblèt Sué sowie Brea in Serralunga d'Alba. Die Reben werden naturnah und von Hand gepflegt.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Nebbiolo. Die Gärung erfolgt im Beton- bzw. Edelstahltank mit langer Maischestandzeit, anschließend reift der Wein über rund zwei Jahre in großen Holzfässern (botti) aus slawonischer und französischer Eiche. Er wird klassisch, ungeschönt und unfiltriert ausgebaut.

Im Glas

Granatrot. In der Nase vielschichtige Frucht von Kirsche, Cassis, Pflaume und Veilchen, dazu Lakritz, Tabak, Pilz und Leder. Am Gaumen körperreich und klassisch, mit rustikalen, tragenden Tanninen. Der Abgang ist lang und ausdrucksstark.

Am Tisch

Schon zugänglich, gewinnt aber durch rechtzeitiges Dekantieren und reift über viele weitere Jahre. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: geschmortes Rind, Wild, Trüffelgerichte und gereifter Hartkäse.


Lage: Castiglione Falletto (Barolo), Piemont
Klassifikation: Barolo DOCG
Ausbau: Beton-/Edelstahlgärung, ca. 2 Jahre große Holzfässer (botti)

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Portugal

Niepoort Charme 2023

Wein · Rotwein · Douro · Portugal

Niepoort Charme 2023 ist ein außergewöhnlicher Douro-Wein, der mit Eleganz, Tiefe und faszinierender Komplexität begeistert. Seine seidigen, fein verwobenen Tannine verleihen ihm eine umhüllende Geschmeidigkeit und bringen die kühlen, geschützten Weinberge von Vale de Mendiz im Herzen des Pinhão-Tals auf besondere Weise zum Ausdruck.


Douro / Vale de Mendiz

Der Charme stammt aus den kühlen, geschützten Weinbergen von Vale de Mendiz im Herzen des Pinhão-Tals (D.O.C. Douro). Für Dirk Niepoort ist er die ultimative Interpretation seiner tiefen Leidenschaft für das Burgund – ein Signature-Wein, einzigartig in seiner Art.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus autochthonen Douro-Sorten von alten Reben. Charme ist der einzige Stillwein, der in der Kellerei von Vale de Mendiz in runden Granit-Lagares gekeltert wird – die Trauben werden dort traditionell sanft gestampft. Der zurückhaltende Ausbau bewahrt Finesse und Frische. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase rote Frucht, florale Noten, frische Kräuter und feine Würze. Am Gaumen elegant und tief, mit seidigen, fein verwobenen Tanninen, geschmeidiger Textur, klarer Struktur und langem Abgang. Mit Reifepotenzial.

Am Tisch

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Passt zu: geschmortem Lamm, Entenbrust, Wild und gereiftem Käse.


Lage: D.O.C. Douro – Vale de Mendiz, Pinhão-Tal (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Feldblend aus autochthonen Douro-Sorten (alte Reben), trocken
Ausbau: Vinifikation in runden Granit-Lagares; zurückhaltende Reifung
Jahrgang: 2023

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Georgien

Baia's Wine Tsolikouri 2023

Weißwein · Qvevri · Georgien

Der Baia's Wine Tsolikouri ist ein im Qvevri ausgebauter Weißwein aus der westgeorgischen Region Imereti, erzeugt von Baia, Gvantsa und Giorgi Abuladze im Dorf Obcha. Tsolikouri ist die meistangebaute autochthone Rebsorte Imeretis. Die Trauben werden von Hand gelesen, abgebeert, gepresst und mit leichtem Schalenkontakt im Qvevri spontan vergoren. Der naturtrübe, unfiltrierte Ausbau gibt dem Wein Tiefe und eine markante Mineralität. Im Glas frisch und knackig, mit Aromen von Limette, Birne und Waldhonig.


Obcha – Imereti, Georgien

Die Familie Abuladze bewirtschaftet ihr Weingut im Dorf Obcha in der Region Imereti, im feuchteren Westen Georgiens. Das Klima sorgt dafür, dass die autochthonen Rebsorten der Region – darunter Tsolikouri – von Natur aus über eine ausgeprägte Säure verfügen. Gearbeitet wird im Sinne des Naturweins, mit weinbergseigenen Hefen und minimalem Eingriff. Prägend ist das Qvevri: ein in die Erde eingegrabenes Tongefäß, das in Georgien seit Jahrtausenden für Gärung und Reifung genutzt wird und 2013 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tsolikouri. Nach Handlese und Handsortierung werden die Trauben abgebeert und gepresst, anschließend mit leichtem Schalenkontakt im Qvevri spontan vergoren und gereift. Der Wein bleibt unfiltriert. Enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas ein helles Bernstein. In der Nase Heu, Limette und Waldhonig, dazu Rosine, Apfelkuchen und Birne. Am Gaumen frisch und knackig, getragen von einer ausgeprägten Mineralität, klarer Säurestruktur und einem feinen, leicht herben Gerbstoffgriff, der für Länge und Charakter sorgt.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Geflügel, Gemüsegerichte und Käse. Auch zu kräftig gewürzten Speisen eine gute Wahl. Serviertemperatur 10–12 °C.


Lage Obcha, Imereti (Westgeorgien)
Klassifikation Naturwein, Region Imereti
Ausbau Reinsortiger Tsolikouri, Handlese, Spontangärung mit leichtem Schalenkontakt im Qvevri, unfiltriert

Bildnachweis: © LEPL

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Rebsorten

Le Moine Criots Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Chassagne-Montrachet nur 1,57 ha Appellation Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 stammt aus einer der kleinsten Appellationen Frankreichs – ein rarer, feiner Chardonnay von außergewöhnlicher Eleganz und mineralischer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Criots-Bâtard-Montrachet – winziger Grand Cru in Chassagne

Criots-Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru klassifizierte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, gänzlich in der Gemeinde Chassagne-Montrachet gelegen. Mit nur 1,57 Hektar gehört sie zu den kleinsten Appellationen Frankreichs und erzeugt ausschließlich Weißwein. Sie liegt südlich des Grand Cru Bâtard-Montrachet, auf rund 240 Metern Höhe in süd- bis südöstlicher Ausrichtung, geschützt vor späten Frösten.

Der Boden besteht im unteren Bereich aus einer dünnen Schicht braunen Kalksteinverwitterungsschutts über einem Sockel aus dem Bathonium – die Reben treiben ihre Wurzeln tief ins Gestein. Dieses Terroir bringt Weißweine von außergewöhnlicher Finesse: feine Frucht, delikate Blütennoten und eine ausgeprägte mineralische Struktur. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Textur und Tiefe betont, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Criots ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dünnem Kalkverwitterungsboden über Bathonium-Fels gewachsen, zeigt dieser Grand Cru die Finesse seiner winzigen Lage: helle gelbe Frucht und Zitrus, dazu delikate florale Noten und eine feine, kreidig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz binden eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze ein. Am Gaumen elegant und präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, mit langem, spannungsreichem Nachhall.

Fein und präzise – helle gelbe Frucht, florale Anklänge und kreidige Mineralität mit salziger, langer Spannung.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, Chassagne-Montrachet, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); ~1,57 ha (eine der kleinsten Appellationen Frankreichs), ~240 m, süd-/südöstliche Ausrichtung; dünner Kalkverwitterungsschutt über Bathonium-Fels
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Länder/Regionen

Domaine Francois Raveneau Chablis Premier Cru Butteaux 2018

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Chablis · 1er Cru Butteaux linkes Serein-Ufer (Montmains) Kimmeridgium · 1,5 ha · SO-Lage 2018

Der Chablis 1er Cru Butteaux 2018 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay am linken Serein-Ufer. Butteaux gilt als besonders tiefe, mineralreiche und langlebige Lage – Raveneau zählt zu den legendärsten und rarsten Adressen von Chablis.


Butteaux – Premier Cru am linken Serein-Ufer

Butteaux ist ein Premier Cru am linken Ufer und gehört zum Verbund der Lage Montmains. Raveneaus Parzelle umfasst 1,5 Hektar in südöstlicher Ausrichtung; die Reben stammen zu einem Drittel aus den 1950er- und zu zwei Dritteln aus den 1980er-Jahren. Der kimmeridgische Kalksteinboden bringt tiefe, mineralreiche und straffe Weine hervor.

Die Domaine François Raveneau, 1948 gegründet, zählt zu den ikonischen Erzeugern von Chablis. Auf 8,9 Hektar wächst ausschließlich Chardonnay; gesetzt wird auf 100 % Ganztraubenpressung, Ausbau im Holzfass mit nur 10–15 % jährlich erneuerten Fässern und ohne technische Eingriffe. Die Weine sind rar und über Jahrzehnte lagerfähig.

Jahrgang 2018 – Chablis

2018 blieb in Chablis von Frostschäden verschont. Die Vegetationsperiode begann normal, wurde dann sehr trocken und heiß; leichte Sommerregen weckten die durch Trockenstress träge gewordenen Reben und führten zu einer reichen Ernte. Die Lese begann am 30. August und dauerte rund sieben Tage – bei ausgesprochen sauberem Lesegut.

Statt der erwarteten rund 50 hl/ha lag der Ertrag im Schnitt bei etwa 75 hl/ha. Die potenziellen Alkoholwerte waren mit rund 13 % hervorragend; die Trauben zeigten sich unerwartet saftig und ergaben trotz sehr leichter Pressung viel Most. Das Ergebnis sind energiegeladene, verführerische Weine.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2018, mit 100 % Ganztraubenpressung.

Gärung und Ausbau erfolgen im Holzfass, von dem jährlich nur 10–15 % erneuert werden – auf der Hefe und ohne technische Eingriffe. So bleiben Tiefe und mineralische Linie klar erhalten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, Austernschale und Feuerstein über feuchtem Stein. Am Gaumen tief und straff, mineralreich, mit salziger Mineralität, klarer Säure und langem Abgang – in der Jugend noch fest und zurückhaltend.

Tief und mineralreich, mit Austernschale und Feuerstein über salziger Mineralität – ein straffer Chablis mit großem Reifepotenzial.

In der Jugend noch verschlossen; sein Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu gereifter Comté. Die salzige Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Butteaux (1er Cru), Chablis; linkes Serein-Ufer (Montmains), Kimmeridgium-Kalk, SO-Lage, 1,5 ha, Reben aus den 1950er/1980er-Jahren
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; 100% Ganztraubenpressung; Holzfass (nur 10–15% jährlich erneuert) auf der Hefe, ohne technische Eingriffe

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