Txakolina-Dream-Team

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Weine

Knab Endinger Engelsberg Weißer Burgunder

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Engelsberg Weißer Burgunder ist ein mineralischer, spritziger Weißburgunder vom Kaiserstuhl. Mit Aromen von saftigen Birnen, frischem Blütenduft und einer zarten Mineralität zeigt er sich klar und animierend.


Baden / Endinger Engelsberg

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet – einer der wärmsten Weinbauregionen Deutschlands mit vulkanisch geprägten Böden. Die Lage Endinger Engelsberg vereint Vulkangestein und Löss und bringt Weißburgunder von feiner Mineralität und Frische hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißburgunder. Der Ausbau bewahrt die spritzige Frische, die klare Frucht und die zarte Mineralität der Lage. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase saftige Birne und frischer Blütenduft. Am Gaumen mineralisch und spritzig, mit klarer Frucht, animierender Säure und einer zarten mineralischen Prägung im Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Spargel und mildem Käse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endinger Engelsberg (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: 100 % Weißburgunder, trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbetont (Vulkangestein, Löss)

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Schaumweine

Lointier Champagne Causica Blanc de Noirs Extra Brut 2021

Der Lointier Causica 2021 Extra Brut ist reiner Meunier von den ältesten Stöcken der Familie. Ausgebaut wurde er halb im gebrauchten Fass, halb in Tonamphoren. Aus einem kühlen, schwierigen Jahr entstand ein schlanker, präziser Blanc de Noirs.

Im Glas

Blasses Kupfergold, feine, beständige Perlen. Reifer Apfel, Zitrus und Blüten, dazu Biskuit, Pfirsichcreme und eine rauchige Spur. Im Mund halten sich präzise Säure und weiche Cremigkeit die Waage, dazu zarte rote Beeren. Lang und griffig im Abgang.

Mach was draus

Austern, Jakobsmuscheln, Fisch in Beurre blanc, Bresse-Huhn mit Rahm oder ein junger Comté. Er ist frischer als der 2020er und eignet sich gut für den Anfang eines Menüs. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas und gib ihm eine Viertelstunde Luft.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der 2021er ist schlanker als der 2020er, aber genauso spannend. Probier beide nebeneinander – ein schöner Jahrgangsvergleich.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie war der Jahrgang 2021? Hart: Frost im April, danach viel Regen und Mehltau. Die Lese kam spät und verlangte strenge Auslese, die Weine sind schlank und säurebetont.

Was gibt ihm seine Cremigkeit? Fass, Amphore und eine Hefereife von 22 Monaten und mehr. Der Zucker spielt dabei kaum eine Rolle.

100 % Meunier · die ältesten Stöcke der Familie · westliches Marnetal, brauner Kalkstein und Lehm · Jahrgang 2021 · 11 Monate: 50 % gebrauchtes Fass (eigener Wald), 50 % Amphore · ohne biologischen Säureabbau · ungeschönt, unfiltriert · mind. 22 Monate Hefelager · Extra Brut, 1,5 g/l Restzucker · trinkreif bis ca. 2032 · Champagne Lointier, Crézancy · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Clandestin Les Semblables Austral 2022

Der ClanDestin Les Semblables Austral 2022 Brut Nature ist das Gegenstück zum Boréal: Pinot Noir von nach Süden ausgerichteten Lagen rund um Buxières-sur-Arce. Ausgewählt werden nur Parzellen mit ähnlicher Ausrichtung und ähnlichem Boden – daher der Name „Les Semblables“, die Ähnlichen.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Der Duft ist wild und fein zugleich: helle rote Früchte, kühler Kalk, etwas Kräuter und Zitrus. Im Mund straff, voller Energie und gerade, mit langem, trockenem Finale. Trotz der Südlage bleibt er kühl und präzise.

Mach was draus

Brathähnchen, Perlhuhn, Lachs vom Grill, Garnelen oder ein milder Ziegenkäse. Er hat etwas mehr Frucht als Boréal und begleitet gut ein ganzes Menü. Ideal für ein Essen mit Freunden, die Champagner ohne Zucker kennenlernen wollen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Austral ist der zugänglichere der beiden Pinot Noirs. Ich trinke ihn gern zu Geflügel mit Kräutern.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was heißt Austral? Austral bedeutet „südlich“. Die Trauben stammen von Lagen mit Südausrichtung.

Wie wird er ausgebaut? Jede Parzelle gärt für sich spontan in großen, neutralen Eichenfässern. Ungeschönt und ungefiltert, nach zwei Jahren in der Flasche ohne Dosage abgefüllt.

100 % Pinot Noir · Südlagen um Buxières-sur-Arce, Côte des Bar · Kalk · parzellenweise Spontangärung · großes, neutrales Eichenfass · ungeschönt, unfiltriert · 2 Jahre Flaschenreife · Jahrgang 2022 · Brut Nature, ohne Dosage · Champagne ClanDestin, Landreville · Stand: Oktober 2026

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Länder/Regionen

Surrau Limizzani Vermentino di Gallura

Wein · Weißwein · Gallura · Sardinien

Surrau Limizzani Vermentino di Gallura DOCG ist ein reinsortiger Vermentino aus Nordsardinien. Goldgelb mit grünlichen Reflexen, in der Nase intensiv und floral nach Lindenblüten; am Gaumen saftig und fruchtig mit Honig- und Mandelnoten.


Gallura / Sardinien

Das Weingut Vigne Surrau der Familie Demuro liegt im Surrau-Tal bei Arzachena in der Gallura, im Norden Sardiniens nahe der Costa Smeralda. Die granitgeprägten Böden und der Mistral-Wind formen den unverwechselbaren Charakter des Vermentino – Gallura ist Sardiniens einzige DOCG. Der Name „Limizzani" verweist auf einen mystischen Ort der antiken Mittelmeerkulturen der Region.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Vermentino, von Lagen über das gesamte Gut. Nach schonender Pressung erfolgt die Gärung im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur; anschließend reift der Wein mehrere Monate auf der Feinhefe, bevor er gefüllt wird. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Goldgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensive, florale Aromen nach Lindenblüten und Blüten. Im Geschmack saftig und fruchtig mit Honig- und Mandelnoten, getragen von feiner Säure. Mineralischer und frischer Abgang mit guter Länge.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein idealer Begleiter der mediterranen Küche.

Passt zu: Meeresfrüchten, Fisch, Calamari, Pasta mit Fisch und sardischen Vorspeisen.


Lage: Gallura, Arzachena (Sardinien, Italien)
Klassifikation: Vermentino di Gallura DOCG – 100 % Vermentino, trocken
Ausbau: Edelstahltank, mehrere Monate Reife auf der Feinhefe

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Weine

Marguet Bouzy 2020 Grand Cru Extra Brut BIO

Der Marguet Bouzy 2020 Grand Cru Extra Brut ist Pinot Noir aus Bouzy, dem Nachbardorf von Ambonnay, gewachsen in Marguets eigenen Weinbergen. Saftig, salzig und mit einem Hauch Dosage – eine Spur weicher als die Brut-Nature-Cuvées des Hauses.

Im Glas

Blassgelb mit lachsfarbenem Schimmer. In der Nase weißer Pfirsich, Erdbeere und Zitruszeste, dazu Gewürze und Walnuss. Am Gaumen saftig und cremig, die Säure ist gut eingebunden, der Zug salzig. Der Ausbau im Holz gibt Struktur, das Finale ist lang.

Mach was draus

Ein Herbstabend mit Kalbsbraten und Pfifferlingen, Ente aus dem Ofen oder Flammkuchen mit Speck. Auch zu Lachs mit Teriyaki-Glasur passt seine rote Frucht. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Zu Geflügel und Gerichten mit etwas Würze ist er für mich ideal. Die rote Frucht vom Pinot Noir fängt Gewürze schön auf.“

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Kurz gefragt

Was unterscheidet Extra Brut von Brut Nature? Brut Nature bekommt keine Dosage, Extra Brut darf bis zu 6 g Zucker pro Liter enthalten. Der Steckbrief nennt für diesen Bouzy 6 g/l.

Warum gerade Bouzy? Bouzy zählt wie Ambonnay zu den großen Pinot-Noir-Dörfern der Montagne de Reims. Marguet besitzt dort rund 0,7 Hektar.

100 % Pinot Noir · Bouzy Grand Cru, eigene Weinberge · Méthode Traditionnelle · Holzausbau · Extra Brut, 6 g/l Restzucker · Champagne Marguet, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Weine

Sogno del Sud Grillo BIO

Weißwein · Sizilien · Bio

Der Baglio Gibellina Sogno del Sud Grillo ist ein reinsortiger Bio-Weißwein aus dem Westen Siziliens, erzeugt rund um den befestigten Gutshof Baglio Gibellina bei Gibellina in der Provinz Trapani. Grillo zählt zu den meistangebauten Rebsorten der Insel und lieferte früher die Basis für den Likörwein Marsala. Die Trauben stammen aus Hügellagen auf ton- und vulkanhaltigen Böden und werden von Hand gelesen. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank mit anschließender Reifung auf der Feinhefe. Im Glas ein strohgelber, fruchtbetonter Weißwein mit exotischer Frucht und mediterraner Würze.


Gibellina – Trapani, Sizilien

Baglio Gibellina liegt im westsizilianischen Hinterland, eingebettet zwischen den Hügeln von Salemi und Santa Ninfa. Die Weinberge erstrecken sich in Hügellagen zwischen rund 300 und 600 Metern über dem Meer, auf einer Mischung aus Ton und vulkanischen Böden. Erzogen werden die Reben im Guyot-System. Eingestuft ist der Wein als Terre Siciliane IGT; er ist biologisch zertifiziert (Öko-Kontrollnummer IT-BIO-007).

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Grillo aus biologischem Anbau. Die Trauben werden Ende August bis Anfang September von Hand gelesen und bei kontrollierter Temperatur im Edelstahltank vergoren. Anschließend reift der Wein einige Monate auf der Feinhefe, im ersten Monat mit regelmäßiger Bâtonnage. Der Wein enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas ein helles Strohgelb. In der Nase exotische Frucht – Mango, Melone und Ananas – ergänzt um Anklänge mediterraner Gewürze. Am Gaumen frisch und geschmeidig, mit dichter Textur und fruchtbetontem Kern. Der Abgang bleibt trocken und nachhaltig.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gegrillter Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und Ziegenkäse. Auch zu Gemüsegerichten und als Aperitif eine gute Wahl. Serviertemperatur 8–10 °C.


Lage Gibellina, Trapani (Sizilien), Hügellagen 300–600 m, ton- und vulkanhaltige Böden, Guyot
Klassifikation Terre Siciliane IGT
Ausbau Reinsortiger Grillo, handgelesen, Edelstahltank, Reifung auf der Feinhefe mit Bâtonnage

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Rebsorten

Von Winning Deidesheimer Herrgottsacker Riesling 2021

Weißwein · Deidesheim (Pfalz) · Riesling

Riesling Deidesheimer Herrgottsacker von Winning · Deidesheim größte Einzellage Deidesheims Südost-Ausrichtung sandiger Lehm & Buntsandstein trocken 2021

Der von Winning Deidesheimer Herrgottsacker Riesling 2021 stammt aus der größten Einzellage Deidesheims. Ein klarer, frischer Riesling, dessen Frucht von Pfirsich- und Zitrusaromen bestimmt und von einer spürbaren Mineralität abgerundet wird.


Deidesheimer Herrgottsacker – die größte Lage Deidesheims

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die Rieslinge im Holzfass zu vergären und auf der Feinhefe reifen zu lassen.

Die nach Südosten ausgerichtete Lage Herrgottsacker ist die größte Einzellage in Deidesheim. Die Böden bestehen aus sandigem Lehm und Buntsandstein und ergeben klare, frische Rieslinge mit Pfirsich- und Zitrusfrucht sowie einer spürbaren Mineralität.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 war an der Mittelhaardt ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Die südostexponierte Lage und der herkunftsbetonte Ausbau bewahrten Klarheit, Frische und Mineralität – Frucht und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling aus der Einzellage Deidesheimer Herrgottsacker, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von sandigem Lehm und Buntsandstein.

Der Wein wird im herkunftsbetonten Stil des Guts ausgebaut, ganz auf Klarheit, frische Frucht und Mineralität ausgerichtet. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Ein klarer, frischer Riesling: die Frucht wird von Pfirsich- und Zitrusaromen bestimmt, ergänzt um einen Hauch Apfel und florale Anklänge. Am Gaumen saftig und geradlinig, mit lebendiger Säure und einer spürbaren, feinen Mineralität, die das Geschmacksbild abrundet.

Klar und frisch, mit Pfirsich- und Zitrusfrucht – saftig und geradlinig, mit lebendiger Säure und einer spürbaren, fein abrundenden Mineralität.

Ein klarer, animierender Ortslagen-Riesling. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu leichten Sommergerichten und mildem Käse.


Lage: Deidesheimer Herrgottsacker (größte Einzellage Deidesheims), Deidesheim, Pfalz; Südost-Ausrichtung, sandiger Lehm und Buntsandstein
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: herkunftsbetonter Ausbau im Stil des Guts; Handarbeit im Weinberg

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Spanien

Zarate Albarino 2025

Weißwein · D.O. Rías Baixas, Val do Salnés · Albariño

Jahrgang 2025 Val do Salnés Xabre / Verwitterungsgranit Reben Ø 35 Jahre Handlese Spontangärung im Stahl 3 Monate Feinhefe Teilweiser BSA

Zárate Albariño ist der Gutswein eines Hauses, dessen Einzellagen zu den gesuchtesten Weißweinen Spaniens zählen – und er zeigt dieselbe Handschrift im Kleinen: Granit, Handlese, Spontangärung, keine Kosmetik. Die Referenz dafür, was Albariño im Val do Salnés kann, wenn er nicht auf Frucht getrimmt wird.


Padrenda und Sisán – Xabre-Granit am Atlantik

Die Trauben stammen aus den Gutsparzellen in Padrenda (Gemeinde Meaño) und Sisán (Ribadumia), dem historischen Kern des Val do Salnés. Der Boden heißt hier Xabre: über Jahrtausende zu grobem Sand zerfallener Granit, mager, extrem durchlässig, arm an organischer Substanz. Er bremst die Wuchskraft und legt jene salzig-steinige Ader an, für die die Subzone steht.

Die Reben stehen bei nur 50 Metern über dem Meer, unmittelbar unter atlantischem Einfluss – kühle Nächte, hohe Luftfeuchte, ständiger Wind. Erzogen wird traditionell im Emparrado, der galicischen Pergola auf Granitpfosten: Sie hält das Laub hoch, sorgt für Durchlüftung und schützt vor Fäulnis. Die Pflanzdichte liegt bei rund 1.200 Stöcken je Hektar, das Durchschnittsalter der Reben bei etwa 35 Jahren.

Zárate wurde 1707 in Meaño gegründet und wird heute von Eulogio Pomares in siebter Generation geführt. Im Weinberg wird seit 1994 auf jede Bodenbearbeitung verzichtet: Alle Parzellen tragen eine dauerhafte Naturbegrünung, Herbizide kommen nicht zum Einsatz. Seit dem Jahrgang 2006 ist das Gut nach Producción Integrada zertifiziert – ein System, das Insektizide und Akarizide ausschließt und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stark begrenzt.

Jahrgang 2025 – Rías Baixas

Während weite Teile Spaniens 2025 mit Hitze und massivem Mehltaudruck kämpften, verlief der Vegetationszyklus in Rías Baixas nahezu idealtypisch: optimale Blüte, keine nennenswerten Zwischenfälle, ein stabiler Sommer und ein ausgewogenes Temperaturprofil in der entscheidenden Endphase. Die Trauben erreichten volle Reife bei gesundem Zustand.

Die Lese zog sich vom 20. August bis zum 8. Oktober, mit einigen Regentagen im September als einziger Störung. Am Ende standen 47,5 Mio. Kilogramm – die größte Ernte der Geschichte der D.O. und ein Plus von knapp 13 % gegenüber 2024, bei einem Hektarertrag von 9.881 Kilogramm. Der Consello Regulador bewertete die Weine als „muy buena". Charakteristisch für den Jahrgang: ausdrucksstarke Frucht bei der markanten, spitzen Gesamtsäure der Region – Menge und Präzision gleichzeitig, was selten zusammenfällt.

Handlese, Spontangärung, drei Monate Feinhefe

Gelesen wird ausschließlich von Hand, mit Selektion bereits in der Parzelle. Die Trauben werden entrappt und sanft gepresst; die Mostausbeute bleibt bewusst niedrig. Nach leichter Vorklärung vergärt der Most spontan mit den weinbergseigenen Hefen im Edelstahl – kein Reinzuchthefe-Impuls, keine Aromatisierung über die Gärführung.

Anschließend reift der Wein drei Monate auf der Feinhefe, was ihm Textur und einen Hauch Cremigkeit gibt, ohne die Frucht zu überdecken. Der biologische Säureabbau wird nur teilweise zugelassen: Ein Teil der Partien läuft durch, der Rest behält die volle Apfelsäure. Genau diese Mischung erzeugt das Gleichgewicht aus Zug und Rundung, für das der Gutswein steht. Kein Holz, keine Schönung der Aromatik – gefüllt wird im Frühjahr nach der Ernte.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase klar und primärfruchtig: Zitrone und grüner Apfel, weißer Pfirsich, dazu Zitrusblüte und ein Hauch Fenchel, unterlegt mit einer kühlen, steinigen Note. Am Gaumen bestimmt die vibrierende Säure des Jahrgangs die Richtung – schlank, gerade, mit feinem Zug –, während das Hefelager für eine leicht cremige Textur an den Rändern sorgt.

Frisch, geradlinig, mineralisch grundiert: ein Albariño, der über Spannung funktioniert und nicht über Fülle.

Der Nachhall ist salzig und trocken. Jung bereits zugänglich, gewinnt aber über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Der Klassiker des Val do Salnés gehört zu allem, was aus dem Atlantik kommt: Austern, Venusmuscheln, Gambas al ajillo, gegrillter Oktopus mit Pimentón und Olivenöl. Ebenso überzeugend zu gebratenem Wolfsbarsch, zu Sushi und Ceviche oder zu einer Empanada de bonito. Für die vegetarische Seite: grüner Spargel, junge Erbsen, Ziegenfrischkäse mit Kräutern. Als Apéritif braucht er nichts weiter als ein größeres Glas.


Lage: Gutsparzellen in Padrenda (Meaño) und Sisán (Ribadumia), Val do Salnés – Verwitterungsgranit (Xabre), 50 m ü. NN, Emparrado, Reben Ø 35 Jahre
Klassifikation: D.O. Rías Baixas, Subzone Val do Salnés
Ausbau: Handlese, Entrappen, sanfte Pressung, Spontangärung im Edelstahl, 3 Monate auf der Feinhefe, teilweiser biologischer Säureabbau; handwerklicher Weinbau ohne Bodenbearbeitung seit 1994, Producción Integrada seit 2006

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