Doros WeinSinn: Finca Humanao Cabernet Sauvignon 2007 – Valle de Molinos – Argentinien

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2007 Cabernet Sauvignon, Finca Humanao (Alk. 14,5%) Valle de Molinos, Argentinien Die Weinberge für diesen Wein befinden sich im Molinos-Tal auf einer Höhe von 2230 Meter über d.M.. Dieser Cabernet Suvignon (so die Flaschenaufschrift) wurde 12 Monate lang in französischer und amerikanischer Eiche ausgebaut und damit als Crianza bezeichnet. Der Wein ist kraftvoll, hat weiche Tannine und zeigt eine charakteristische Aromatik für C.S., die durch feine Säure unterstützt wird. Reife Paprika, Cassis und Kirsche, dazu kommt dunkle Schokolade, die auch Nuancen von einer hellen zeigt. Leichte Nelkennote, die von Lorbeer, Thymian und Lakritze begleitet wird. Er bleibt lange auf dem Gaumen haften, elegant. Man will mehr von ihm haben! Ich bin zwar kein Fan von dieser Rebsorte, aber diesen Wein fand ich echt Klasse. Leider in Deutschland nicht zu bekommen! (nochmals am 30.Dezember 2011 getrunken)

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Rebsorten

Pipoli Aglianico del Vulture Vigneti del Vulture

Rotwein · Aglianico · Basilikata · Italien

Pipoli Aglianico del Vulture ist ein reinsortiger Rotwein der Fantini Group aus der Basilikata. Der Aglianico aus der DOC Aglianico del Vulture zeigt sich dunkelrot mit violetten Reflexen – aromatisch, mit Sauerkirsche, dunklen Beeren und einem Hauch würziger Vanille.


Aglianico del Vulture

Der Wein stammt aus der Basilikata im Süden Italiens, aus der DOC Aglianico del Vulture rund um den erloschenen Vulkan Monte Vulture. Aglianico ist eine autochthone Rebsorte der Region; die Trauben stammen aus ausgesuchten Lagen und werden von Hand geerntet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Aglianico. Ein Teil des Weins reift im Stahltank, ein Teil 10 Monate im Barrique. Das gibt dem Wein würzige Vanille- und balsamische Noten bei erhaltener Frucht und Struktur.

Im Glas

Dunkelrot mit violetten Reflexen. In der Nase sehr aromatisch, mit Sauerkirsche und dunklen Beerenfrüchten, dazu würzige Vanille und balsamische Noten. Am Gaumen mit schöner Struktur, reifen Tanninen und schmeichelndem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Karaffe öffnet den Wein. Ein strukturierter, vielseitiger Rotwein zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Lamm, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Basilikata (Italien)
Klassifikation: Aglianico del Vulture DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: teils Stahltank, teils 10 Monate im Barrique

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Whisky

Springbank Local Barley 10 Jahre 51,60 % Release 2022

Spirituose · Single Malt Whisky · Campbeltown · Schottland

Springbank Local Barley 10 Jahre (Release 2022) ist eine limitierte Abfüllung der Springbank-Destillerie (J & A Mitchell & Co) aus Campbeltown. Aus lokal angebauter Gerste der Kintyre-Halbinsel – ein klassischer, leicht rauchiger Springbank mit cremiger Frucht. Auf 15.000 Flaschen limitiert.


Herkunft

Springbank in Campbeltown ist die älteste unabhängige, familiengeführte Destillerie Schottlands (1828, J & A Mitchell & Co) und führt den gesamten Herstellungsprozess vor Ort durch. Die Local-Barley-Reihe setzt auf Gerste, die nur wenige Meilen von der Destillerie auf der Kintyre-Halbinsel wächst – „grain to glass". Für die 2022er-Abfüllung wuchs die Gerste der Sorte Belgravia auf der Glencraigs Farm bei Campbeltown.

Destillation und Reifung

Springbank wird zweieinhalbfach destilliert und ist leicht getorft – maritim und ölig im Charakter. Diese Local-Barley-Abfüllung reifte 10 Jahre überwiegend in Ex-Bourbon-Fässern, wurde nicht kühlgefiltert und ohne Farbstoff abgefüllt. Auflage: 15.000 Flaschen.

Im Glas

Sehr helles Gold. In der Nase Vanille, Vanillepudding und Keksteig, dazu Getreide- und Malznoten, Zitrus und ein erdiger Rauchhauch. Am Gaumen ölig und cremig, mit Vanille, Biskuit, Zitrus und feinem Torfrauch. Maritimer, typischer Springbank-Charakter mit langem Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein gesuchter, in Fassstärke abgefüllter Springbank für Liebhaber und Sammler – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Campbeltown (Schottland); Destillerie Springbank
Art: Single Malt Whisky – Springbank Local Barley (zweieinhalbfach destilliert, leicht getorft); Release 2022
Gerste: Belgravia, Glencraigs Farm (Kintyre-Halbinsel)
Reifung: 10 Jahre, überwiegend Ex-Bourbon-Fässer; nicht kühlgefiltert, ohne Farbstoff; 15.000 Flaschen

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Spanien

Sierra de Tolono La Dula Garnachas de Altura 2024

Rotwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa

100 % Garnacha Rivas de Tereso · bis 700 m Kalkstein & Kalkmergel alte Höhenreben Jahrgang 2024 Foudre + 300-l-Amphore unfiltriert · ohne Herbizide

Der Sierra de Toloño La Dula „Garnachas de Altura" 2024 ist eine reinsortige Garnacha von alten Höhenreben in Rivas de Tereso, bis auf rund 700 Meter. Sandra Bravo vergärt spontan im großen alten Holzfass und lässt den Wein in 300-Liter-Tonamphoren reifen. Das Ergebnis ist eine Garnacha mit Himbeerfrucht, Kalkzug und Säure – Rioja ohne Holzton, näher an Burgund als an der klassischen Rioja-Schule.


Rivas de Tereso – Garnacha auf 700 Metern

Rivas de Tereso liegt am äußersten Nordwestrand der Rioja, direkt unterhalb des Kamms der Sierra de Toloño. Die Parzellen zählen mit Höhen bis rund 700 Metern zu den höchstgelegenen Weinbergen der Region, bestockt mit alten Garnacha-Reben, in Teilen aus Pflanzungen des Jahres 1944. Der Untergrund besteht aus Kalkstein und Kalkmergel, ein magerer, gut durchlüfteter Boden mit begrenzter Wasserführung.

Für Garnacha ist diese Kombination die eigentliche Voraussetzung. Die Sorte reift spät und neigt in warmen Tallagen zu hohen Alkoholgraden bei fallender Säure. Auf 700 Metern verschiebt sich der gesamte Reifeverlauf nach hinten, die Nächte kühlen stark ab, und die Traube behält Säure und Aromatik, während der Zucker langsamer ansteigt. Der Kalkmergel liefert den salzigen, straffen Zug, der die Frucht am Gaumen ordnet.

Sandra Bravo, in Haro geboren, kam nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat in die Rioja Alavesa zurück. Ihr Zugriff ist minimalistisch: Bewirtschaftung ohne Herbizide, zunehmend mit Kompost und Pflanzenpräparaten, Handlese in kleinen Kisten, Stahl, altes Holz und Amphoren im Keller. La Dula ist innerhalb ihres Sortiments der Wein, der die Höhenlage am deutlichsten zeigt.

Jahrgang 2024 – Rioja Alavesa

2024 war in der Rioja ein nasser und im Vergleich zu den Vorjahren kühler Zyklus. Kräftige Niederschläge im März und Mai störten Blüte und Fruchtansatz – und trafen Garnacha härter als alle anderen Sorten, weil sie besonders empfindlich auf feuchtes Wetter zur Blütezeit reagiert. Die Folge waren lockerbeerige Trauben und deutlich reduzierte Mengen. Zwischen dem 1. April und dem 30. Oktober fielen rund 407 mm Niederschlag, der feuchteste Vegetationsverlauf seit 2018, mehr als die Hälfte davon erst im September und Oktober. Die Temperaturen lagen unter dem Mittel der vorangegangenen sieben Jahre, nur eine Hitzeperiode Ende Juli und Anfang August überschritt 35 °C.

In den windexponierten Höhenlagen um Rivas de Tereso blieb der Pilzdruck durch die schnelle Abtrocknung des Laubs beherrschbar. Die Lese begann in der Alavesa ab dem 17. September, die spät reifende Garnacha kam als letzte Sorte in den Keller – mit dem Oktoberregen als eigentlicher Prüfung des Lesetermins. Die Menge fiel klein aus: 66,7 Millionen Kilo in der Rioja Alavesa, rund 264.000 Tonnen in der gesamten DOCa Rioja. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang im April 2025 als „Buena" ein. Stilistisch bringt 2024 hellere Farbe, moderatere Alkoholgrade und höhere Säurewerte als die heißen Vorjahrgänge – für eine Höhen-Garnacha die günstigere Ausgangslage.

Assemblage und Ausbau

100 % Garnacha von alten Höhenreben aus Rivas de Tereso, Jahrgang 2024, trocken. Handlese in kleinen Kisten mit Sortierung, anschließend Spontangärung mit weingutseigenen Hefen in großen alten Holzfoudres bei niedriger Temperatur. Die lange, kühle Gärung zieht Aroma und feines Tannin, ohne die Struktur hart zu machen.

Die Reifung erfolgt anschließend in Tonamphoren von 300 Litern. Ton gibt kontrollierten Sauerstoffzutritt wie Holz, aber keinerlei Röst- oder Vanilleton – die Kalkherkunft bleibt unverstellt. Abgefüllt wird ungeschönt, unfiltriert und mit minimalem Schwefeleinsatz; ein leichter Bodensatz ist möglich.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubin mit klarer Randzone. In der Nase Himbeere und Granatapfel, dazu Thymian, Wacholder und eine blutig-eisenhaltige Note, die aus dem Kalkmergel kommt. Am Gaumen saftig und straff zugleich: feinkörniges Tannin, salziger Zug, dahinter die kühle Säure des Jahrgangs 2024, die den Wein trotz der Fruchtfülle schlank hält. Der Abgang bleibt lang und trocken, ohne Wärme im Nachhall.

Spontangärung im alten Foudre, Reifung in der Tonamphore: Bei La Dula kommt die Struktur aus 700 Metern Höhe und Kalkmergel, nicht aus dem Fass.

Leicht gekühlt bei 15 bis 17 °C servieren, eine Karaffe ist nicht nötig, aber die erste halbe Stunde im Glas bringt die Kräuterwürze deutlicher hervor. Trinkreif ab sofort, der säurebetonte Jahrgang trägt ihn bis etwa 2032.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Pilzgerichten und Charcuterie, zu mittelkräftigem gereiftem Käse. Durch die kühle Säure und das feine Tannin funktioniert er auch zu Ente, Bohneneintopf und gegrilltem Thunfisch – leicht gekühlt.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte 100 % Garnacha
Lage Altreben-Parzellen in Rivas de Tereso, Rioja Alavesa, bis rund 700 m
Klassifikation DOCa Rioja
Jahrgang 2024
Vinifikation Handlese in kleinen Kisten · Spontangärung in großen alten Holzfoudres
Ausbau Reifung in 300-l-Tonamphoren · ungeschönt · unfiltriert · minimaler Schwefel
Boden Kalkstein und Kalkmergel
Rebanlage alte Höhenreben, Teile aus Pflanzung 1944
Bewirtschaftung ohne Herbizide, zunehmend mit Kompost und Pflanzenpräparaten
Trinkempfehlung 2026–2032

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Only Bubbles

Cielo e Terra Cielo 10° frizzante rosé

Aus Merlot entsteht der Cielo e Terra Cielo 10° Frizzante Rosé, ein leichter Rosé-Perlwein. Halbtrocken ausgebaut, frisch und zugleich weich – ein typischer Wein für warme Tage, an denen es unkompliziert sein darf.

Im Glas

Blassrosa, die Perlen fein und lebhaft. Im Duft rote Beeren und frisches Obst. Im Mund knackig und saftig, mit einer dezenten Süße, die ihn weich macht. Ein leichter, animierender Abgang.

Mach was draus

Für den Aperitif auf der Terrasse, zu Salaten, Bruschetta, Fingerfood oder frischen Erdbeeren. Auch zum Grillen mit Freunden ein guter Begleiter, und als Basis für einen sommerlichen Spritz mit etwas Soda. Serviere ihn gut gekühlt, bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der Cielo Rosé ist mein Terrassenwein. Fruchtig, leicht und immer gute Laune.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Aus welcher Traube? Aus Merlot, einer roten Sorte, die hier für einen fruchtigen Rosé sorgt.

Wer steht dahinter? Das Weinhaus Cielo e Terra, 1908 von Giovanni Cielo gegründet und bis heute ein Familienbetrieb. Sitz ist Montorso Vicentino; zahlreiche Partnerwinzer in Venetien und Apulien liefern zu.

Wie süß ist er? Halbtrocken: Die leichte Restsüße macht ihn weich, die Säure hält ihn frisch.

Merlot · Venetien, Italien · Frizzante (Perlwein) · Rosé · halbtrocken · Cielo e Terra, Montorso Vicentino · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Maxime Crotet Vin de France Chardonnay 2025

Weißwein · Vin de France · Chardonnay

100 % Chardonnay Poligny, Jura 2025 Vin de France Reben von Anfang der 1990er ouillé ausgebaut 10 Monate französische Eiche

Der Maxime Crotet Vin de France Chardonnay 2025 stammt aus Poligny, mitten im Herzen des Juraweinbaus, von Reben, die Anfang der 1990er Jahre gepflanzt wurden. Crotet arbeitet seit 2021 als Négociant-Vinificateur in Beaune – der Jura ist für ihn kein Ausflug, sondern die zweite Achse seines Sortiments neben dem Burgund. Ausgebaut wird der Wein ouillé, also unter regelmäßigem Auffüllen der Fässer, nicht unter Florhefe.


Poligny – Kalkschutt unter den Felswänden des Plateaus

Poligny liegt im Zentrum des Juraweinbaus, südlich von Arbois, und gehört zur Appellation Côtes du Jura. Angebaut werden dort Chardonnay, Savagnin, Poulsard, Trousseau und Pinot Noir – die Bandbreite reicht von trockenen Weiß- und Rotweinen über Vin de Paille bis zum Vin Jaune. Die Weinbergssektoren tragen Namen wie Monts Martin, Grands Roussots und Chevraudes.

Geologisch prägend sind die Kalksteinfelsen des darüberliegenden Plateaus. Ihr Hangschutt bedeckt weite Teile der Rebflächen – abgelagert während der letzten Eiszeit vor rund 30.000 bis 15.000 Jahren. Die Böden sind entsprechend gerölldurchsetzt und schnell drainierend, darunter liegen die für den Jura typischen Mergel. Diese Kombination aus Kalkschutt an der Oberfläche und Mergel im Untergrund liefert Wasserreserve und Drainage zugleich.

Der Wein läuft als Vin de France, nicht als Côtes du Jura. Der Grund ist nicht die Qualität, sondern die Struktur: Als Négociant mit Sitz in Beaune vinifiziert Crotet die Jura-Trauben außerhalb des Appellationsgebiets, was die AOC ausschließt. Die Klassifikation sagt hier also etwas über die Logistik aus und nichts über die Herkunft der Trauben.

Jahrgang 2025 – Jura

Der Jura erlebte 2025 eine ausgesprochen frühe Ernte. Bei größeren Erzeugern begann die Lese bereits Mitte August – eine Verschiebung, die im historischen Vergleich drastisch ausfällt: Vor vierzig Jahren wurde in der Region üblicherweise zwischen dem 5. und 10. Oktober gelesen. Warme Frühjahre und heiße Sommer haben den Reifeverlauf um mehr als einen Monat nach vorn gezogen.

Gelesen wurde in Etappen nach Sorten: zuerst die Crémant-Trauben, die niedrigere Mostgewichte brauchen, dann die weißen Sorten Chardonnay und Savagnin, zuletzt Trousseau und Poulsard; abgeschlossen war die Ernte Mitte bis Ende September. Die Trauben zeigten ein gutes Zucker-Säure-Verhältnis und einen durchweg stabilen Gesundheitszustand – Krankheitsdruck spielte kaum eine Rolle. Belastend waren einzig Hagelschläge im Juli, die einzelne Parzellen trafen, ohne die Ernte insgesamt zu gefährden. Für Chardonnay bedeutet 2025 im Jura reife Frucht bei erhaltener Spannung.

Direktpressung, Spontangärung und ouillé-Ausbau

Reinsortiger Chardonnay, Jahrgang 2025, gepflanzt Anfang der 1990er Jahre. Die Menge ist klein: Von diesem Wein entstehen jährlich rund 150 Kisten. Die Trauben werden direkt gepresst, der Most setzt sich rund zwölf Stunden im temperaturkontrollierten Tank ab, bevor die Gärung spontan im Holzfass anläuft – ohne Reinzuchthefe, ohne Enzyme.

Entscheidend für den Stil ist die Ausbauentscheidung. Im Jura stehen sich zwei Schulen gegenüber: der Ausbau sous voile, bei dem die Fässer bewusst nicht aufgefüllt werden und sich eine Florhefe bildet, und der Ausbau ouillé, bei dem regelmäßig nachgefüllt wird. Crotet arbeitet ouillé – die Fässer werden wöchentlich aufgefüllt, über zehn Monate in französischer Eiche. Das Ergebnis ist ein Chardonnay ohne die oxidative Nussigkeit, für die der Jura bekannt ist, dafür mit klarer Frucht. Bâtonnage während der Gärung hält die Feinhefe in Schwebe und baut Textur auf. Schwefel kommt ausschließlich bei der Abfüllung hinzu, in minimaler Menge.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Rand. In der Nase Zitrone, grüner Apfel und Quitte, dahinter ein feuersteiniger Ton vom Kalkschutt und ein Hefeanklang aus dem Bâtonnage. Am Gaumen straff und salzig, mit klarer Säureführung und mittlerem Körper – deutlich frischer und wilder als ein Burgunder Chardonnay derselben Preisklasse. Kein Röst-, kein Vanilleton, weil die Fässer nicht neu sind. Der Abgang bleibt trocken und zitrisch, mit kreidigem Nachklang.

Ouillé statt sous voile: Jura-Chardonnay ohne Florhefe zeigt, was der Kalkschutt von Poligny ohne oxidative Maske hergibt.

Servieren bei 11 bis 13 °C, nicht kälter. Der Wein ist jung zugänglich und gewinnt über einige Jahre an Breite. Bei minimaler Schwefelung gehört er konstant kühl gelagert; angebrochen hält er verschlossen zwei bis drei Tage im Kühlschrank.

Am Tisch

Zu Comté – im Jura die naheliegendste Begleitung, je gereifter der Käse, desto besser –, zu Poulet in Rahmsauce, zu Forelle und Saibling, zu Morcheln. Auch zu Fondue und Raclette, wo die Säure gegen das Fett arbeitet. Ein Wein, der Käse und Sahne besser trägt als die meisten Weißweine dieser Preisklasse.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage Poligny, Jura · Kalkschutt der Plateaufelsen über Mergel
Klassifikation Vin de France, ohne D.O. · trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation Direktpressung · rund 12 Stunden Vorklärung · Spontangärung im Holzfass · Bâtonnage während der Gärung
Ausbau ouillé · 10 Monate französische Eiche · wöchentliches Auffüllen · Schwefel minimal und nur bei der Abfüllung
Trinkempfehlung jetzt bis 2032
Rebenalter Pflanzung Anfang der 1990er Jahre
Auflage rund 150 Kisten jährlich

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USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2018

Rotwein · Tempranillo · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2018 ist ein dichter, üppiger Tempranillo aus der Lage En Chamberlin – fleischig und hedonistisch, mit Cassis, Speck, Teer und Lakritz über steiniger Mineralität. Kritiker zählen ihn zu den besten Tempranillos, die Cayuse je abgefüllt hat.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Impulsivo stammt aus der Lage En Chamberlin im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben stehen auf rund 270 Metern Höhe in einer dünnen Schicht schluffigen Lehms über runden Basaltkieseln, die tagsüber Wärme speichern und nachts abgeben. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Tempranillo aus dem Jahrgang 2018. Der Wein reifte in großformatigen Fässern aus französischer Eiche, zur Hälfte neu – dennoch wirkt er nie holzbetont, die Frucht bleibt im Mittelpunkt.

Im Glas

Tiefes, fast undurchdringliches Rot. In der Nase Cassis, schwarze Himbeere, Speck, Teer und schwarze Lakritz, dazu getrocknete Blüten, Zedernholz und steinige Noten. Am Gaumen voll und samtig, mit großer Textur und innerer Spannung, Tabakblatt und schwarzer Olive, ultrafeinen Tanninen und langem Finale.

Am Tisch

Braucht etwa eine Stunde Luft im Dekanter, um sich ganz zu öffnen. Trinkt sich bis mindestens 2033 hervorragend. Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Steak vom Grill, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Tempranillo
Jahrgang: 2018
Ausbau: 100 % Tempranillo; großformatige Fässer aus französischer Eiche, ca. 50 % neu

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Portugal

Kompassus White Collection Verdelho

Die ursprünglich aus Madeira stammende Rebsorte Verdelho setzt in der White Collection von Kompassus neue Maßstäbe. Die oft anfällige Rebsorte mit niedrigen Erträgen zeigt sich im Duft mit zarten Zitrusnoten und knackigen Anklängen von tropischen Früchten. Die Reife von sieben Monaten im 400 Liter Barriquefass geben dem Verdelho eine elegante Cremigkeit und fast schon burgundische Finesse. Frisch, gradlinig und klar am Gaumen... das perfekte Finish.

 

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 2

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 2 ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni, der fünf bis sechs Jahre in Holzfässern gereift ist. „Scudo 2" steht für die mittlere Stufe der Bertoni-Reifeskala – ausgewogen, mit kraftvollem Körper und feiner Süße. Aus Weinessig und gekochtem Traubenmost, mit Noten von frischem Obst und Traubenaroma.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht aus Weinessig und gekochtem Traubenmost und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Weinessig und gekochter Traubenmost reifen rund fünf bis sechs Jahre in Holzfässern. Die zusätzliche Reife gibt „Scudo 2" mehr Körper und Tiefe als der jüngeren Stufe. Zutaten: Weinessig, gekochter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Dunkelbraun und glänzend, mit guter Viskosität. Im Geschmack ausgewogen, mit kraftvollem Körper und feiner Süße. Noten von frischem Obst und Traubenaroma ergänzen das Spektrum; der Abgang bleibt lang.

Am Tisch

Klassisch zu Salaten und Parmigiano Reggiano. Verfeinert ebenso Mayonnaise, Soßen und Dips, passt zu gegrilltem Gemüse und reifem Käse. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP, Stufe „Scudo 2"
Zutaten Weinessig, gekochter Traubenmost (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 5–6 Jahre Reifung in Holzfässern
Mindesthaltbarkeit (MHD) 2035

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