Am Samstag, den 18. Februar sind wir nach Straßburg gefahren, wir wollten mal wieder Weine probieren. Salon des vins des Vignerons Indépendants dégustation heißt diese Veranstaltung und findet jedes Jahr im Februar in Straßburg statt, sonst noch in Paris, Bordeaux und Lion. Die Vigneron Indépendant ist eine Vereinigung der Winzer Frankreichs, die sich selbst vermarkten.
Diese Veranstaltung dient also hauptsächlich dem Verkaufs- bzw. Einkaufszweck. Natürlich darf man alle Weine probieren und direkt einkaufen. Die Auswahl ist enorm. Man findet gute Schnäppchen, man entdeckt auch Weine, die man nicht im Handel bekommt. Für jeden Geschmack etwas dabei.
Die Tore werden um 10 Uhr geöffnet, aber schon lange davor bildet sich eine lange Schlange (wir waren dort um 9:45 Uhr und vor uns standen bestimmt um die 500 Leute).
Letztes Jahr, als ich die Mengen sah, dachte ich an die 80er Jahre bei uns im Lande… aber wir wollten keinen Wein kaufen, sondern 2 Orangen oder ein Kilo Zucker, halt was zum Essen. Und hier standen die Leute Schlange, weil sie einfach Wein kaufen wollten. Sehr sympathische Lebenseinstellung, das sind halt die Franzosen …
Da Straßburg so nah an Deutschland liegt, findet man auch sehr viele Besucher aus dem Südwesten Deutschlands. Was vielleicht noch wichtig ist, falls man dahin fahren möchte – die Parkplätze sind eher rar, d.h. es gibt schon viele Parkmöglichkeiten, aber bei diesen Menschenmassen doch zu wenig. Fast alle kommen mit dem Auto, weil sie ja ihre Weine irgendwo verstauen wollen.
Der Eintritt von 6 Euro ist günstig, wenn man bedenkt, wie viele Hunderte von Flaschen man probieren kann; war man einmal dort und hat man einiges eingekauft, bekommt man eine Einladung von „seinem“ Winzer. Und natürlich ist auch das Glas dabei, ein gutes Hilfsgerät für die Stunden, die man dort verbringt. Wasser lieber selber mitnehmen, sonst muss man dort Wucherpreise zahlen!
Vom Weintrinken geschwächt, kann man sich mit richtig großen Scheibenbroten mit Schinken, Wurst, Käse und anderes Zeug stärken, die auch nicht unbedingt günstig sind… aber der Devise folgend „einmal nicht zweimal, zweimal nicht immer“ (mein Motto), kann man sich schon was gönnen.
Letztes Jahr war ich sehr von den Weinen aus dem Jura angetan; dieses Jahr wollte ich „andere Weinanbaugebiete“ probieren, aber ich konnte nach dem Zufallsprinzip, wie letztes Jahr, nichts Ansprechendes finden. Nach 5 Stunden latschen, also ziemlich schnell für mich, habe ich aufgegeben. Ich habe diesmal nur sehr wenig eingekauft, ich hatte keine Lust mehr.
Und beim Ausgang steht ein Alkomat …, meine Werte wurden nicht mehr angezeigt, also hatte ich mehr als 0,5 Promille… Die Fahrt war hart (weniger für mich, als mehr für meinen „Fahrer“) …





