Ein Menü wie aus einem Guss. Es begann mit dem obligatorischen Besuch in der Küche des Mugaritz, in dem die Philosophie des Restaurants erklärt wurde: die wahren Schätze dieser Küche sind die regionalen Lebensmittel, die man nicht kaufen kann. Es geht nicht um Kaviar, sondern um das Besondere und „Einfache“, welches der Speisende entdecken soll. Und zur Untermalung dieses Statements wird einem eine leicht gesalzene Tempura aus hauseigenem, wild gewachsenen Oregano gereicht. In annähernd vier Stunden wurde dann ein Feuerwerk an puristischen, nie lauten Aromen entzündet. Unvergesslich bleiben insbesondere die Tomate, der Seehecht, der Zackenbarsch, das Kalbsbries und der „Vanillefarn“. Zusätzlich gab es noch ein weiteres wirkliches Highlight: allen Speisenden wurde fast zeitgleich ein Metallmörser mit leicht gerösteten Sesamkörnern und drei Pfefferkörnern gereicht. Dazu gab es dann einen Klöppel und die Anleitung, die Körner zu zermahlen. Dies´ sollte auch ausgiebig, intensiv und ruhig sehr laut erfolgen. Würde man sich eigentlich normalerweise über die Lautstärke und die unangenehmen metallenen Geräusche aufregen, da man sich einfach gestört fühlt, entstand hier, da alle Gäste in dieses Geräuschszenario involviert waren, ein positives Wir-Gefühl. Alle machten „Krach“ und keiner fühlte sich ausgeschlossen. Auch die Tatsache, das man so bei der Entstehung einer Speise mit einbezogen wurde, zeugt von dem Ideenreichtum und dem Witz von Adoni Luis Aduriz und seinem Team.
Auch ein großer Dank dafür, das wir das „beste Einfache“ geniessen und entdecken durften, welches auch eigentlich das Wertvollste ist und welches wir leider nie wirklich sehen oder zu oft übersehen. Anitz esker!





















1 Gedanke zu „Mugaritz – Andoni Aduriz – Errenteria – Spanien“
Sehr fein… ich hab mich die vier Stunden gefühlt wie in einer anderen Welt!
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