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Feinkost

Il Caruggiu Salsa Tonnella - Thunfischcreme

Feinkost · Thunfischcreme · Antipasti · Italien

Il Caruggiu Salsa Tonnella ist eine cremige italienische Thunfischcreme vom ligurischen Familienbetrieb Il Caruggiu. Sie wird aus Thunfisch, Eiern, extra nativem Olivenöl, Sardellen, Zitrone und Petersilie zubereitet. Ein wunderbarer Brotaufstrich und die klassische Basis für Vitello tonnato.


Herkunft

Il Caruggiu ist ein kleiner Familienbetrieb im Hinterland der ligurischen Provinz Imperia. Die Thunfischcreme steht in der Tradition der Salsa tonnata, die in Ligurien und im Piemont ein klassischer Begleiter zu gekochtem Fleisch ist. Das hauseigene Olivenöl gibt ihr Geschmeidigkeit.

Anbau und Verarbeitung

Für die Creme werden Thunfisch (36 %), Eier, extra natives Olivenöl, Zitronensaft, Sardellen und Petersilie zu einer feinen, streichfähigen Masse verarbeitet. Die Kombination aus Fisch, Ei und Öl ergibt eine besonders zarte, würzige Textur.

Geschmack

Cremig und vollmundig, mit kräftigem Thunfischgeschmack, salziger Würze der Sardellen und einer frischen Zitrusnote. Mediterran und ausgewogen.

Am Tisch

Klassisch als Basis für Vitello tonnato, ebenso als Brotaufstrich, auf Crostini, in Sandwiches, als Dip zu rohem Gemüse oder zu gekochtem Fleisch. Gekühlt servieren.


Hersteller: Il Caruggiu (Civezza, Imperia, Ligurien)
Produkt: Salsa Tonnella (Thunfischcreme)
Zutaten: Thunfisch (36 %), Eier, extra natives Olivenöl, Zitronensaft, Petersilie, Sardellen, Salz
Herkunft: Italien (Hersteller in Ligurien)
Verarbeitung: feine, streichfähige Creme
Mindesthaltbarkeit (MHD): 14.04.2028

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Frankreich

Rotem & Mounir Saouma Chateauneuf-du-Pape Arioso 2014

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache

100 % Grenache Lieu-dit Pignan Rotem & Mounir Saouma Pflanzung 1930er-Jahre Ganztraubengärung 36 Monate auf der Feinhefe 2014

Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Arioso 2014 ist ein reinsortiger Grenache aus dem Lieu-dit Pignan, von Reben aus den 1930er-Jahren. Mit ganzen Trauben vergoren und drei Jahre ohne Abstich auf der Feinhefe gereift – in einem kühlen, schwierigen Jahrgang, der dem Wein eine für Châteauneuf ungewöhnlich schlanke, transparente Gestalt gibt.


Arioso – alte Grenache aus Pignan

Rotem und Mounir Saouma haben ihren Ruf mit dem Micro-Négoce Lucien Le Moine in Beaune aufgebaut. Ihr Einstieg in Châteauneuf-du-Pape war eine kleine Parzelle im Lieu-dit Pignan, unmittelbar neben den Lagen von Château Rayas. Dort steht reiner Grenache aus den 1930er-Jahren, der von Natur aus nur winzige Erträge bringt – das Ausgangsmaterial des Arioso.

Pignan liegt im Nordosten der Appellation, mit Blick auf den Mont Ventoux, und hat mit dem gängigen Bild von Châteauneuf wenig gemein. Statt großer galets roulés prägen Sand und Stein den Boden. Sand speichert kaum Wärme, entwässert schnell und hält den Wuchs knapp; der Grenache reift darauf langsamer und bringt hellere Frucht und feinkörnigere Gerbstoffe hervor als auf den warmen Kieselböden im Zentrum der Appellation.

Das Rebalter verstärkt diesen Effekt. Achtzigjährige Stöcke setzen von sich aus wenig Trauben an, wurzeln tief und reifen gleichmäßig – die Konzentration entsteht im Weinberg, nicht durch Extraktion im Keller.

Jahrgang 2014 – Châteauneuf-du-Pape

2014 war in der südlichen Rhône das Gegenteil eines typischen Mittelmeerjahres. Auf einen milden, feuchten Winter folgte ein früher Austrieb und ein warmes Frühjahr; dann schlug das Wetter um. Juli und August blieben kühl und regnerisch, die Reife verlief schleppend, und der Fäulnisdruck stieg. Grenache mit seinen kompakten Trauben und dünnen Schalen traf das härter als Syrah oder Mourvèdre.

Im September brachten Unwetter weiteren Regen in die Lese; wer Qualität wollte, musste scharf selektieren und Partien zurücklassen. Das Ergebnis sind leichtere, frischere Weine mit moderatem Alkohol und klarer Säure – ein klassisches Profil, das sich deutlich von den warmen Nachbarjahrgängen abhebt. Auf dem Sand von Pignan, der ohnehin auf Finesse statt Wucht ausgelegt ist, passt ein solches Jahr zum Charakter der Lage.

Ganztraubengärung und drei Jahre auf der Feinhefe

Reinsortiger Grenache, Jahrgang 2014. Die Trauben gehen samt Stielen in die Gärung, nach rund elf Tagen kühler Mazeration; Mounir Saouma wendet die Ganztraubengärung nach eigener Aussage nur beim alten Grenache von Châteauneuf an. Die Stiele liefern Struktur und eine würzige Frische – in einem kühlen Jahr ein Beitrag zur Kontur, nicht zur Härte.

Danach liegt der Wein rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 Litern, ohne Abstich und ohne Schwefel bis kurz vor der Füllung. Die Hefe zehrt den eindringenden Sauerstoff auf und polstert über ihre Mannoproteine die Textur. Das gebrauchte Holz dieser Größe steuert kaum Aroma bei – die seidige Geschmeidigkeit kommt aus der Zeit auf der Hefe.

Im Glas

Hellrubin mit deutlichem Ziegelrand – mehr Transparenz, als man von Châteauneuf erwartet. In der Nase Himbeere, rote Johannisbeere, Süßholz und Lakritz, dazu getrocknete Kräuter, Rosenblätter und ein steiniger Ton.

Am Gaumen schlank, seidig und fein gezeichnet, mit zarten Gerbstoffen und einer Säure, die den kühlen Jahrgang verrät. Die Textur aus der langen Hefezeit trägt den Wein, ohne ihn schwer zu machen. Der Abgang ist würzig, salzig und lang.

Ein kühles Jahr auf Sand, dazu drei Jahre Hefe statt neuem Holz: Châteauneuf in seiner leichtesten Form.

Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren; ein Depot ist nach dieser Zeit normal. Bei 16–18 °C servieren. Jetzt in einer schönen Trinkphase, mit Reserve für die kommenden Jahre.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem Rind und Ente, zu kräuterwürzigen mediterranen Schmorgerichten sowie zu Trüffelgerichten und gereiftem Käse. Das schlanke Profil des Jahrgangs empfiehlt ihn besonders für feinere Gerichte: Taube, Perlhuhn, Kalb mit Morcheln, Pilzrisotto.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte 100 % Grenache
Lage Lieu-dit Pignan, Châteauneuf-du-Pape · sandig-steinige Böden · Nachbarlage von Château Rayas
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape · trocken
Jahrgang 2014
Vinifikation Ganztraubengärung mit Stielen · rund 11 Tage kühle Mazeration · ohne Abstich · Schwefelgabe erst kurz vor der Füllung
Ausbau rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 l
Rebenalter Pflanzung in den 1930er-Jahren
Trinkempfehlung jetzt bis 2032

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Rebsorten

Bessin- Tremblay Chablis Montmains 1er Cru 2023

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Montmains · 1er Cru 2023 15–18 Monate Feinhefe max. 10% neues Holz

Der Chablis Montmains 1er Cru 2023 der Domaine Bessin-Tremblay stammt von einer Premier-Cru-Lage am linken Ufer des Serein. Reinsortiger Chardonnay, von Hand gelesen und im thermoregulierten Tank auf der Feinhefe ausgebaut. Der Jahrgang 2023 verbindet reife Frucht mit straffer Säure – ein Chablis mit salziger Mineralität und langem Zug.


Montmains – Premier Cru am linken Ufer des Serein

Montmains zählt zu den größten und am höchsten eingestuften Premier-Cru-Lagen auf der linken, südwestlich orientierten Seite des Flusses Serein. Die Reben stehen auf kimmeridgischem Untergrund aus Kalkmergel und hartem Kalkstein, in überwiegend südöstlicher bis östlicher Exposition. Zur Lage gehören die untergeordneten Klimate Les Forêts und Butteaux.

Prägend ist die fossilreiche Mergelformation des Kimmeridgium: eingelagerte Austernschalen (Exogyra virgula) liefern den hohen Kalkanteil, der dem Wein seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Lagen des linken Ufers gelten als straffer und reduktiver in der Jugend als die wärmeren Crus der rechten Seite.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain geführt – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und gehört im Stilbild der rive gauche zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Der Sommer brachte viel Sonne und einzelne kräftige Gewitter.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und tragender Säure – Weißweine mit Birne, Pfirsich und Aprikose bei klarer Struktur.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters von rund zehn Tagen, um die optimale Reife zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in thermoregulierten, emaillierten Tanks. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe mit höchstens 10% neuem Holz, bei Bedarf leichte Schönung und Filtration. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Zitruszeste, weißfleischige Steinfrucht, Apfelblüte und feuchter Stein. Am Gaumen geradlinig und salzig, mit kühler Frucht, mittlerem Körper und einem mineralisch-zitronigen Abgang mit Austernschalen-Note.

Ein Chablis vom linken Serein-Ufer: salzige Mineralität, Zitrusfrucht und eine Säure, die den Schmelz des Jahrgangs 2023 trägt.

Jung schon zugänglich, gewinnt der Wein über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Im Glas öffnet er sich nach kurzer Belüftung; bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillte Jakobsmuscheln, Forelle oder Saibling, Geflügel in heller Sauce, junger Comté oder Chaource. Die salzige Säure hält gegen Schalentiere ebenso stand wie gegen Butter und Sahne.


Lage: Montmains, linkes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, max. 10% neues Holz; Handarbeit im Weinberg, reduzierter Pflanzenschutz

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Spirituosen

Herz Dame Kreuzritter Premium Likör aus Früchten

Spirituose · Fruchtlikör · Niedersachsen · Deutschland

Kreuzritter Herz Dame ist ein Premium-Fruchtlikör aus Brombeeren, Holunderbeeren und Schlehen, ergänzt um den Geist von Himbeere und Zwetschge. Etwas Zitronensaft und ein Hauch echter Minze sorgen für Frische, Auszüge der Galgant-Wurzel für geschmackliche Kraft.


Herkunft / Mühlen

Die Kreuzritter GmbH & Co. KG wurde Ende 2004 im niedersächsischen Mühlen gegründet – als Gemeinschaftsprojekt eines Mediziners, eines Ernährungswissenschaftlers und eines Spirituosenexperten. Das Haus stellt klassische deutsche Spirituosen auf hohem Niveau her und verwendet ausschließlich natürliche Zutaten, ohne künstliche Aromen oder Zusatzstoffe. Bei der International Wine & Spirit Competition wurde die Herz Dame mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Brombeeren, Holunderbeeren und Schlehen, ergänzt um Himbeer- und Zwetschgengeist. Zitronensaft und Minze bringen Frische, Auszüge der Galgant-Wurzel sorgen für Tiefe und Kraft. Ausschließlich natürliche Zutaten, ohne künstliche Aromen oder Zusatzstoffe.

Im Glas

Tiefes Dunkelrot. In der Nase intensive dunkle Beerenfrucht – Brombeere, Holunder, Schlehe – mit einem frischen Hauch Minze. Am Gaumen kraftvoll fruchtig und vollmundig, mit einer feinen würzigen Galgant-Note, ausgewogener Süße und einem langen, von Zitrus und Minze frisch gehaltenen Abgang.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als fruchtiger Digestif.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, über Vanilleeis und Desserts, im Glas Sekt oder Prosecco sowie in fruchtigen Cocktails und Longdrinks.


Hersteller: Kreuzritter GmbH & Co. KG, Mühlen (Deutschland)
Art: Premium-Fruchtlikör (Herz Dame)
Zutaten: Brombeeren, Holunderbeeren, Schlehen, Himbeer- und Zwetschgengeist, Minze, Zitronensaft, Galgant-Wurzel
Auszeichnung: Silbermedaille International Wine & Spirit Competition (IWSC)
Füllmenge: 0,5 Liter

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Spirituosen

Mono Anis Dulce

Spirituose · Anislikör · Badalona · Spanien

Anís del Mono Dulce ist ein süßer Anislikör aus Spanien, nach traditionellem Rezept hergestellt. Nach dem Essen pur zu genießen – oder man „veredelt" einen Kamillentee mit ein paar Tropfen Anis.


Herkunft / Badalona

Die Marke Anís del Mono wurde 1870 von den Brüdern Bosch in Badalona bei Barcelona gegründet und gehört seit 1975 zur Osborne-Gruppe. Die modernistische Fabrik am Meer und das berühmte Affen-Etikett – dessen Gesicht an Charles Darwin erinnert – machen den Anislikör zu einem Klassiker der spanischen Trinkkultur.

Zutaten und Destillation

Hergestellt nach der Originalrezeptur: natürlicher Anis und weitere aromatische Pflanzen werden in den historischen Kupferbrennblasen aus dem 19. Jahrhundert destilliert, um die ätherischen Öle zu gewinnen. Diese werden mit Zucker(rohr), neutralem Alkohol und Wasser vermählt, leicht gerührt, filtriert und abgefüllt. Die Dulce-Variante (rotes Etikett) ist die süße, mildere Version.

Im Glas

Klar und kristallin. In der Nase intensives, süßliches Anis- und Lakritzaroma. Am Gaumen weich und süß mit feiner Kräuterwürze. Mit Wasser oder Eis wird der Likör milchig-trüb.

Pur und im Drink

Pur als Digestif nach dem Essen oder gekühlt mit Wasser und Eis. Ein paar Tropfen veredeln einen Kamillentee; klassisch auch als Carajillo mit Kaffee oder zum Verfeinern von Desserts und Gebäck.

Ideal: pur als Digestif, mit Wasser/Eis, im Carajillo oder zum Backen.


Herkunft: Badalona, Katalonien (Spanien); Anís del Mono (Osborne)
Art: Anislikör, süß (Dulce, rotes Etikett)
Zutaten: natürlicher Anis und aromatische Pflanzen, Zucker(rohr), neutraler Alkohol, Wasser
Destillation: Destillation in historischen Kupferbrennblasen (19. Jahrhundert)

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Weine

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Auslese 2010

Weißwein · Mosel · Riesling Auslese (edelsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch Mosel Auslese · edelsüß Traumjahrgang 2010

Der Thörnicher Ritsch Riesling Auslese 2010 von Hermann Ludes ist ein edelsüßer Mosel-Riesling aus einem der ganz großen Jahrgänge – eine in Wein gemeißelte Schönheit mit allen Facetten, die große Weine begehrenswert machen.


Thörnicher Ritsch – Monument aus Schiefer

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel.

Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit in Terroir und Ausdruck dieser besonderen Lage.

Jahrgang 2010 – Mosel

2010 zählt zu den ganz großen Mosel-Jahrgängen – was viele erst in den letzten Jahren bemerkt haben. In der Jugend brachte er ein großes Säuregerüst mit; wo der Winzer Frucht und Extrakt einfangen konnte, entstanden Weine von außergewöhnlicher Balance.

Gerade edelsüße Prädikate profitieren hier: Die hohe natürliche Säure trägt die Süße und sorgt für ein jahrzehntelanges Entwicklungspotenzial.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2010, klassischer Prädikatswein (Auslese, edelsüß).

Selektive Handlese vollreifer, teils edelfauler Beeren in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung. Ein Wein, der bereits gereift ist und über weitere Jahrzehnte zulegen wird.

Im Glas

Hier spielen Frucht – stählerner Pfirsich, saftiger Apfel –, nasse Schieferaromatik und ein omnipräsentes Säurespiel ein weitreichendes Konzert in Duft und Gaumen, ergänzt um Anklänge von Honig, Aprikose und exotischer Frucht. Zeitlos, frisch und bemerkenswert lang anhaltend, mit spritziger Zitrus-Gesteinsfrische und dem besonderen Etwas, das nur den ganz großen Rieslingen vorbehalten ist. Ein doppeltes Wow – kann denn so ein Riesling Sünde sein?

„Freude, schöner Götterfunken, wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum." (Friedrich Schiller)

Bereits wunderbar gereift, mit großem weiterem Potenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu Foie gras, kräftigem Blauschimmelkäse oder fruchtigen Desserts wie Tarte und Crème brûlée – ebenso ein großer Solist und Meditationswein.


Lage: Thörnicher Ritsch (Mittelmosel); steile Schiefer-Steillage, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Auslese (Prädikatswein, edelsüß)
Ausbau: Riesling; selektive Handlese, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung

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Frankreich

Jacques-Frédéric Mugnier Nuits St. Georges Clos de la Marechale 1er Cru 2023

Rotwein · Nuits-Saint-Georges 1er Cru · Pinot Noir

Nuits-Saint-Georges Premier Cru Monopol, 9,76 ha Älteste Reben aus den 1910ern 100 % entrappt Offene Holzgärbottiche 18 Monate Pièce ca. 15 % neues Holz

Jacques-Frédéric Mugnier Nuits-Saint-Georges 1er Cru Clos de la Maréchale 2023 kommt aus dem einzigen Weinberg des Guts außerhalb von Chambolle-Musigny: einem ummauerten Premier Cru in Premeaux-Prissey, der seit 1902 der Familie Mugnier allein gehört. Fünf Jahrzehnte lang bewirtschaftete ein anderes Haus den Clos. Seit dem Jahrgang 2004 vinifiziert ihn Frédéric Mugnier selbst, mit der gleichen Zurückhaltung wie seine Musigny und Amoureuses. 2023 hat er die schwächer strukturierten Fässer als Clos des Fourches ausgesondert – der Premier Cru bleibt so ganz auf seinen Kern konzentriert.


Clos de la Maréchale: Monopol zwischen Premeaux und Comblanchien

Der Clos liegt an der alten Nationalstraße zwischen Premeaux und Comblanchien, am südlichen Ende der Côte de Nuits. Mit 9,76 Hektar ist er nach Angaben des Guts das größte Monopol der Côte d'Or. Die Rebzeilen sind nach Osten ausgerichtet, der Boden ist ein Ton mit Kieseln aus oolithischem Kalk. In der Nordwestecke stehen rund 0,6 Hektar Chardonnay für den weißen Clos de la Maréchale, der übrige Clos ist mit Pinot Noir bepflanzt. Die Kalkschicht unter dem Clos taucht wenige hundert Meter weiter südlich unter die Oberfläche ab. Erst zwischen Puligny und Chassagne tritt sie wieder zutage.

Die ältesten Stöcke pflanzten Mugniers Vorfahren um die Zeit des Ersten Weltkriegs. 1950 verpachtete die Familie den Clos langfristig an die Domaine Faiveley in Nuits, der Vertrag lief 53 Jahre. Am 1. November 2003 kehrte die Lage zurück, und das Gut wuchs über Nacht von 4 auf 14 Hektar. Beim Aufstellen des neuen Torbogens über der Einfahrt montierte der Handwerker das erste „a“ in „Maréchale“ spiegelverkehrt. Mugnier ließ es so, und das Etikett übernahm den Fehler. In alten Karten hieß der Weinberg noch 1855 „Clos des Fourches“, 1892 „Clos Maréchal“. Woher der heutige Name stammt, ist bis heute nicht geklärt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Mugnier nennt 2023 einen komplizierten Jahrgang. Bis Juli glich die Saison dem trockenen Vorjahr: früher Vegetationsschub ab Mai, anhaltendes Wasserdefizit. Dann setzte Regen ein, der 2022 ausgeblieben war. Die Beeren nahmen Wasser auf, das Traubengewicht stieg, die Erträge lagen deutlich über denen der Vorjahre. Ende August folgte eine Hitzephase mit über 35 °C, die bis in die erste Septemberwoche anhielt.

Am 7. September begann die Lese im Clos. Mugnier setzt keinen Sortiertisch ein. Seine Lesehelfer entfernen unreife, faule oder sonnenverbrannte Beeren direkt am Stock. Um die großen Beeren auszugleichen, zog er bei den meisten Cuvées vor der Gärung einen Teil des Saftes ab. Die üppige Ernte machte es möglich, erstmals seit 2008 wieder einen Clos des Fourches abzutrennen.

Offene Holzbottiche, 18 Monate Pièce, Tank vor der Abfüllung

Die Trauben werden vollständig entrappt, Stiele verwendet Mugnier nicht. Gegoren wird spontan in offenen Holzbottichen, die Maische bleibt 15 bis 20 Tage auf den Schalen. Die malolaktische Gärung war 2023 bereits vor dem Winter abgeschlossen.

Der Wein reift 18 Monate in Burgunderfässern, etwa 15 Prozent davon neu, und wird in dieser Zeit zweimal abgestochen. Im April des zweiten Jahres kommt er in Edelstahltanks und ruht dort weitere drei Monate. Abgefüllt wird im Juni oder Juli. Mugnier, ausgebildeter Ingenieur und früher Linienpilot, führt das 1863 gegründete Gut seit 1985 im Château de Chambolle-Musigny.

Im Glas: Nuits ohne rustikales Tannin

Seit 1902 im Besitz der Familie, 53 Jahre verpachtet, seit 2004 wieder im eigenen Keller – der Clos de la Maréchale ist Mugniers Nuits-Saint-Georges.

Mittleres bis dunkles Rubin. Die Tonböden mit Oolithkalk geben dem Wein mehr Dichte und Gerüst als die Chambolle-Lagen des Hauses, die großzügige Ernte 2023 und der Mostabzug sorgen für Konzentration. In der Nase dunkle Kirsche, Cassis und Himbeere, dazu Veilchen und feine Würze. Durch das Entrappen bleibt die Frucht klar, das neue Holz tritt kaum hervor. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, das Tannin reif und feinkörnig, die Säure frisch. Das Gut beschreibt den Clos als geradlinigen Nuits ohne die Härte der Lagen im Zentrum des Ortes, der nach einigen Jahren Flaschenreife florale Töne entwickelt.

Am Tisch: Rind, Wild, Trüffel

Dichte und Struktur tragen kräftige Gerichte: Rinderfilet mit Rotweinjus, Rehrücken mit Sellerie, geschmorte Ochsenbacke oder Kalbsbries mit Trüffel. Zum Käse Époisses mit mittlerer Reife oder Langres. In den ersten Jahren eine Stunde vorher dekantieren, Serviertemperatur 16 °C.


Produzent Domaine Jacques-Frédéric Mugnier, Château de Chambolle-Musigny

Rebsorte Pinot Noir

Lage Clos de la Maréchale (Monopol, 9,76 ha), Premeaux-Prissey; Ton mit oolithischen Kalkkieseln, Ost-Exposition

Klassifikation Nuits-Saint-Georges Premier Cru AOC

Jahrgang 2023

Vinifikation Handlese ab 7. September, Selektion im Weinberg, 100 % entrappt, Saignée, Spontangärung in offenen Holzbottichen, 15–20 Tage Maischestandzeit

Ausbau 18 Monate Pièces (ca. 15 % neu), zweimal abgestochen, anschließend 3 Monate Edelstahltank, Abfüllung Juni/Juli

Trinkreife 2030–2045

Rebenalter Älteste Reben aus den 1910er-Jahren, Durchschnitt ca. 45 Jahre (Stand 2008)

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Spanien

Aalto 2023

Rotwein · Ribera del Duero · Spanien

100 % Tempranillo (Tinto Fino) D.O. Ribera del Duero 9 Dörfer · Burgos & Valladolid alte Reben (40–80 J.) 17 Monate franz. & amerik. Eiche

Der Aalto 2023 ist der klassische Rotwein der Bodegas Aalto aus der Ribera del Duero, gekeltert zu 100 % aus Tempranillo (Tinto Fino). Die Trauben stammen von 40 bis 80 Jahre alten Reben aus neun Dörfern in Burgos und Valladolid. Nach der Gärung reift der Wein rund 17 Monate in Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche. Auch im schwierigen Jahrgang 2023 zeigt sich ein eleganter, ausgewogener Wein 


Ribera del Duero – Burgos & Valladolid

Die Bodegas Aalto liegen in Quintanilla de Arriba in der Ribera del Duero, gegründet vom renommierten Önologen Mariano García und Javier Zaccagnini. Die Trauben für den Aalto stammen aus neun Dörfern in den Provinzen Burgos und Valladolid, von 40 bis 80 Jahre alten Tinto-Fino-Reben. Das kontinentale Klima der Hochebene mit großen Tag-Nacht-Unterschieden gibt dem Tempranillo Reife und Frische zugleich.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinto Fino) von alten Reben. Die Handlese erfolgt in kleinen 15-kg-Kisten mit Selektion Traube für Traube am Sortiertisch. Nach der Gärung reift der Wein durchschnittlich 17 Monate in Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche, abgefüllt im Juli 2025. 

Im Glas

Tiefes, sattes Kirschrot. In der Nase ein intensives, harmonisches Bouquet aus reifen roten Früchten, feinen Gewürznoten, etwas Lakritz, Vanille und einem Hauch Zedernholz. Am Gaumen kraftvoll, rund und ausgewogen, mit saftiger Frucht, geschliffenen Tanninen und feiner Frische. Das Mundgefühl ist seidig, der Abgang lang und elegant.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild, Schmorgerichte und gereifter Hartkäse. Vor dem Servieren rund eine Stunde dekantieren. Schon heute zugänglich, mit Reifepotenzial über viele Jahre – bei kühler, dunkler Lagerung etwa bis 2035. Serviertemperatur 16–18 °C.



Lage Ribera del Duero (Burgos & Valladolid, Spanien)
Klassifikation D.O. Ribera del Duero
Ausbau 17 Monate in Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche

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