Der Stilwechsel von Christian Bau ist enorm. Hat man vor ein paar Jahren noch ganz klassisch- französische Gerichte serviert bekommen, ist der Hang zur asiatischen Küche heute unverkennbar. Nicht nur das Interieur des Speisesaals hat sich entschlackt und ist außer der massiven Decke schlankeren, eleganteren Formen gewichen, auch ein Buddha und fernöstlich anmutende Bilder erobern das Gesichtsfeld. Nach wie vor ist hier aber ein Perfektionist am Werk, der Teller so schön arrangiert als ob es Bilder wären, welche für die Ewigkeit geschaffen wurden. Die Aromafacetten sind wie schon gesagt stark fernöstlich geprägt, was zwar an einem Standort kurz vor der luxemburgischen Grenze an der Obermosel recht merkwürdig anmutet, aber auf wunderbare Weise geschmackstechnisch sehr gut passt. Es war ein ausgefeiltes, sehr stimmiges Menü, wo der Artischockengang für uns den Höhepunkt bildete. Einzig und allein der recht vielfältige Musikmix hätte sich ein wenig einheitlicher gestalten können und sich mit asiatischen Klängen dem Gesamtwerk anpassen können, aber das hätte ja sowieso die Gema verboten und ist sowieso Geschmackssache.













