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19. November 2012

Viva la TAPA

Maiskuchen

100 g Parmesan oder anderen Käse reiben. 100 g Mehl, 170 g Maisgrieß oder feinen Weizengrieß, eine Prise Salz und ein Pck. Backpulver in einer

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Frankreich

Jean-Marc Vincent Santenay Les Vignes Denses blanc 2021

Weißwein · Santenay · Chardonnay

Chardonnay Santenay (Village) Les Vignes Denses Côte de Beaune Jean-Marc Vincent kalk-mergeliger Boden 2021

Der Jean-Marc Vincent Santenay „Les Vignes Denses" blanc 2021 ist ein eindrucksvoller Chardonnay mit mittlerem bis vollem Körper, der Tiefe, Mineralität und eine immense Konzentration vereint – aus der südlichsten Gemeinde der Côte de Beaune.


Santenay Les Vignes Denses – Chardonnay aus dem Süden der Côte

Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune, seit 1937 mit eigener Appellation, und liegt am äußersten Ende des Kalksteinrückens der Côte d'Or. Überwiegend werden hier Rotweine aus Pinot Noir erzeugt, daneben eine kleinere Menge Chardonnay. Charakteristisch ist der hohe Anteil an Mergelstein, den Santenay mit der nahen Côte Chalonnaise teilt – das prägt die feste und zugleich mineralisch geprägte Stilistik.

„Les Vignes Denses" ist eine Village-Lage von Santenay. Der kalk-mergelige Boden verleiht dem Chardonnay von Jean-Marc Vincent seine geradlinige, salzig-mineralische Präzision und feste Struktur.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war an der Côte de Beaune ein kühler, anspruchsvoller Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders klar gezeichnete, frische Weißweine mit lebendiger Säure und kühler Eleganz hervorbrachte. Auf dem kalk-mergeligen Boden von Santenay ergibt das einen tiefen, konzentrierten und zugleich frischen Chardonnay mit ausgeprägtem Säurebogen und großer Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, Santenay (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg von Hand, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Ein eindrucksvoller Chardonnay mit mittlerem bis vollem Körper, der Tiefe, Mineralität und eine immense Konzentration vereint – geprägt von Aromen wie knackigem grünem Apfel und Birne, echter Vanille, Zitrusfrüchten, Haselnuss und nassem Stein. Geradlinige, frische Frucht findet sich auch im Geschmacksprofil wieder. Ein innerer Nerv, beeindruckende Länge und ein durch den kühlen Jahrgang geprägter Säurebogen bestimmen den Nachhall am Gaumen.

Grüner Apfel, Vanille, Haselnuss und nasser Stein – tief, mineralisch und konzentriert, mit innerem Nerv und langem Säurebogen.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Santenay, Village-Lage Les Vignes Denses (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); südlichste Gemeinde der Côte de Beaune, kalk-mergeliger Boden
Klassifikation: AOC Santenay (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; handwerklicher Weinbau

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Deutschland

Dietrich Schwebebahn rot

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Schwebebahn Rot ist Teil einer Sonderedition zum 125. Jubiläum der Wuppertaler Schwebebahn – eine Hommage an die ab 1900 in Holzverkleidung und roter Farbe gekleideten Wagen des Kaiserwagens. Eine Selektion aus Merlot, Pinot Noir und Cabernet Dorsa: fruchtbetont, rund und kraftvoll.


Pfalz

Das Partnerweingut Familie Dietrich umfasst 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für ein fast mediterranes Klima – die Grundlage für ausdrucksstarke, trocken ausgebaute Weine. Geführt wird das Gut von den Brüdern Arnd und Gerrit Dietrich. Das rote Etikett der Schwebebahn-Edition erinnert an den historischen Kaiserwagen.

Assemblage und Ausbau

Selektion aus Merlot, Pinot Noir und Cabernet Dorsa. Eine mehrmalige selektive Lese, der Ausbau im großen, gebrauchten Holzfass und eine lange Reifezeit darin sorgen für einen fruchtbetonten, runden und kraftvollen Rotwein. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefdunkles Rot. In der Nase Brombeere und Cassis. Am Gaumen kraftvoll und rund, mit gut eingebundenen Gerbstoffen und Säure, reifer dunkler Frucht und einem geschmeidigen, langen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Pfalz, Großkarlbach/Weisenheim am Sand/Laumersheim (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus Merlot, Pinot Noir & Cabernet Dorsa, trocken
Ausbau: großes, gebrauchtes Holzfass, lange Reifezeit
Edition: Sonderedition „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn"

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Rebsorten

Henri Prudhon St. Aubin Cuvee Frisson D´Avril 1er Cru 2021

Weißwein · Saint-Aubin Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Saint-Aubin · 1er Cru Cuvée Frisson d'Avril Côte de Beaune · Kalk/Mergel 2021

Der Saint-Aubin Frisson d'Avril 1er Cru 2021 von Henri Prudhon ist ein Weißwein aus 100 % Chardonnay aus einer Premier-Cru-Lage von Saint-Aubin (Côte de Beaune). Zwischen Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet gelegen, zeigt er sich fein, mineralisch und elegant.


Saint-Aubin – Côte de Beaune

Saint-Aubin liegt in einem Seitental der Côte de Beaune, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet. Fast drei Viertel der Lagen besitzen Premier-Cru-Status. Die kalk- und mergelgeprägten Hänge bringen mineralische, elegante Chardonnay-Weine hervor.

Die Domaine Henri Prudhon ist eine etablierte Familienadresse in Saint-Aubin und steht für präzise, terroirtreue Weißweine.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure und moderatem Alkohol – wie geschaffen für die mineralische Eleganz dieses Saint-Aubin.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021.

Nach burgundischer Tradition reift der Wein im Holzfass, das ihm Struktur, feine Würze und cremige Textur verleiht, ohne die mineralische Frische zu überdecken.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase Zitrus, weiße Blüten, Steinobst und ein Hauch Haselnuss. Am Gaumen fein und elegant, mit cremiger Textur und einer klaren, mineralischen Spannung. Der Abgang ist lang und frisch.

Zitrus, weiße Blüten und Steinobst über cremiger Textur und mineralischer Spannung – fein, elegant und lang.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren; ein Burgunderglas betont die Aromatik.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel und Gerichte mit heller Sauce, dazu Ziegenkäse. Die mineralische Frische passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Saint-Aubin (1er Cru), Côte de Beaune (Burgund); Kalk/Mergel
Klassifikation: Saint-Aubin Premier Cru – Blanc
Ausbau: 100% Chardonnay, Holzfassreife

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Weine

Dominio del Bendito Las Sabias 2023 BIO

Rotwein · D.O. Toro · Tinta de Toro

Tinta de Toro Pago la Jara · Valdefinjas 2023 wurzelecht · 45–80 Jahre 2.000–3.000 kg/ha 16–18 Monate Barrique Bio · ES-ECO-002-CL

Der Dominio del Bendito Las Sabias 2023 ist ein Toro aus wurzelechten Buschreben zwischen 45 und 80 Jahren, gewachsen in kleinen Parzellen im Pago la Jara und auf den Höhen von Valdefinjas. Antony Terryn arbeitet hier ökologisch zertifiziert (ES-ECO-002-CL) und mit Erträgen von 2.000 bis 3.000 Kilogramm je Hektar. 2023 war in Toro ein niederschlagsreicher Jahrgang, der von der Appellation als „excelente" eingestuft wurde.


Pago la Jara und die Höhen von Valdefinjas

Die D.O. Toro liegt in der Provinz Zamora auf einem Hochplateau zwischen rund 620 und 750 Metern über dem Meer. Das Klima ist ausgeprägt kontinental: heiße, trockene Sommer, harte Winter, nur etwa 350 bis 400 Millimeter Jahresniederschlag und eine Tag-Nacht-Amplitude, die im Spätsommer 20 Grad erreichen kann. Diese Spanne zwischen Hitze am Tag und kühlen Nächten ist der Grund, warum Tinta de Toro trotz voller physiologischer Reife noch Säure und Aroma behält. Der Pago la Jara im Süden der Appellation gilt als eine der besten Herkünfte der Region; Antony Terryn hat seinen Betrieb – rund 22 bewirtschaftete Hektar, davon 15 im Eigenbesitz – von Anfang an auf diese Lage ausgerichtet.

Entscheidend ist der Boden: tiefe, arme Sande über Kies und Lehm. Sand bietet der Reblaus keinen Lebensraum, weshalb in Toro Rebanlagen die Phylloxera überstanden haben und bis heute wurzelecht stehen – ohne amerikanische Unterlage, mit einem Wurzelwerk, das über Jahrzehnte in die Tiefe gewachsen ist. Genau solche Parzellen liefern Las Sabias. Die Stöcke sind im traditionellen Buschschnitt erzogen, stehen weit auseinander und tragen wenig: Die 2.000 bis 3.000 Kilogramm je Hektar entsprechen etwa 14 bis 21 Hektolitern – ein Bruchteil dessen, was die Appellation zulässt.

Die Parzellen auf den Höhen von Valdefinjas östlich von Toro liegen am oberen Ende des Höhenbandes der Appellation und werden später reif als die Sandböden im Süden. Sie bringen Frische, Säure und ein feineres Tannin in die Assemblage, während der Pago la Jara Tiefe und Wucht beisteuert. Beide Herkünfte werden getrennt gelesen.

Jahrgang 2023 – D.O. Toro

2023 fiel in Toro deutlich mehr Niederschlag als 2022 und mehr als im langjährigen Mittel – in einer Region, die chronisch unter Wassermangel steht, war das der prägende Faktor des Jahres. Der Austrieb verlief je nach Lage ungleichmäßig, der weitere Vegetationsverlauf dann regulär. Bemerkenswert für einen feuchteren Jahrgang: Der Krankheitsdruck blieb praktisch aus, das Lesegut kam gesund in den Keller. Die alten, wurzelechten Buschreben mit ihrem tiefen Wurzelwerk profitierten von der besseren Wasserversorgung, ohne in vegetatives Wachstum zu kippen.

Die Lese in der D.O. Toro lief vom 21. August bis zum 16. Oktober, der Großteil der Betriebe war bis Ende September fertig. Insgesamt wurden 22,48 Millionen Kilogramm eingebracht, gegenüber einem Vorjahresmittel von rund 19,1 Millionen – davon 20,83 Millionen Kilogramm Tinta de Toro. Der Kontrollrat stufte die Añada als „excelente" ein. Für Las Sabias bleibt die Menge dennoch klein: Die Ertragsbegrenzung kommt hier aus den Parzellen selbst, nicht aus dem Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

100 % Tinta de Toro, Jahrgang 2023, aus wurzelechten Buschreben von 45 bis 80 Jahren in kleinen Parzellen im Pago la Jara und auf den Höhen von Valdefinjas. Handlese, Selektion parzellenweise, Ertrag 2.000–3.000 kg/ha. Die Weinberge sind ökologisch zertifiziert (ES-ECO-002-CL).

Vergoren wird in kleinen Beton- und Epoxidharztanks – Gebinde ohne eigene Aromatik, die die Gärtemperatur über die Masse puffern und den Wein nicht mit Holz überlagern, bevor er strukturiert ist. Anschließend folgen 16 bis 18 Monate in französischen Barriques. Das Holz arbeitet hier an der Gerbstoffstruktur des Toro, nicht an der Würze: Die dicken Beerenschalen der Tinta de Toro liefern reichlich Tannin, das über die lange Fasszeit gerundet wird.

Im Glas

Ein fast undurchdringliches, sehr dunkles Rot mit schmalem violettem Rand. In der Nase schwarze Kirsche, Brombeere und Pflaume, dahinter Teer, Mokka, Lakritz und eine rauchige Note aus dem Fassausbau. Am Gaumen dicht und breitschultrig, mit reifem, körnigem Tannin und deutlichem Extrakt; die Frucht bleibt trotz der Wucht klar konturiert. Der Anteil aus den höheren Lagen hält den Wein aufrecht und verhindert, dass die Dichte in Marmelade kippt. Sehr langer, kräftiger Abgang mit dunkler Schokolade und Salz.

14 bis 21 Hektoliter je Hektar von wurzelechten Buschreben – die Dichte dieses Toro entsteht im Weinberg, nicht im Fass.

Der 2023er ist jung noch verschlossen und braucht Luft: zwei Stunden vorher karaffieren, bei 16–18 °C servieren. Über zwei bis drei Jahre auf der Flasche baut sich das Tannin weiter ein; Trinkfenster bis etwa 2035.

Am Tisch

Zu kastilischem Milchlamm aus dem Holzofen, Lammkeule mit Rosmarin, Entrecôte und Rinderrippe vom Grill, geschmortem Ochsenschwanz und Wildgerichten wie Hirschrücken oder Wildschweinragout. Bei Käse zu langgereiftem Manchego und kräftigem Hartkäse. Für leichte Küche ist dieser Wein die falsche Wahl – er braucht Fett, Röstaromen und Zeit.


Produzent Dominio del Bendito, Antony Terryn, Toro, Zamora
Rebsorte 100 % Tinta de Toro
Lage Pago la Jara und Höhen von Valdefinjas, Sandböden über Kies und Lehm
Klassifikation D.O. Toro
Jahrgang 2023
Vinifikation Handlese · Gärung in kleinen Beton- und Epoxidharztanks
Ausbau 16–18 Monate französische Barriques
Trinkempfehlung 2026–2035
Rebenalter 45–80 Jahre, wurzelecht, traditionelle Buschreben
Ertrag 2.000–3.000 kg je Hektar
Bewirtschaftung biologisch zertifiziert, ES-ECO-002-CL

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2012

Rotwein · Walla Walla Valley AVA · Syrah

100 % Syrah The Tribe Vineyard The Rocks District of Milton-Freewater rund 8.800 Stöcke je Hektar 463 Kisten 2012

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2012 stammt von Christophe Baron, dem Gründer von Cayuse, aus einer extrem dicht gepflanzten Parzelle im Rocks District des Walla Walla Valley. Ein herzhafter, salziger und konzentrierter Syrah von den Basaltkieseln – im Stil näher an der Côte Brune von Côte-Rôtie als an allem, was man sonst aus Nordamerika kennt. Erzeugt wurden nur 463 Kisten.


The Tribe Vineyard – dicht gepflanzter Syrah auf Basalt

The Tribe Vineyard umfasst rund drei Acres, gut einen Hektar, und liegt unmittelbar neben Christophe Barons Lage En Chamberlin im Rocks District of Milton-Freewater. Diese Unterregion des Walla Walla Valley ist die einzige Weinbauappellation der USA, deren Grenzen allein über einen Bodentyp gezogen wurden: einen kiesigen Lehm, der fast vollständig aus runden Basaltgeröllen besteht. Wie die galets roulés von Châteauneuf-du-Pape speichern die Steine tagsüber Wärme und geben sie nachts an die Trauben ab.

Die Besonderheit dieser Parzelle ist die Pflanzdichte. Gepflanzt wurde „sur échalas", wie an den steilen Hängen der nördlichen Rhône: jede Rebe an einem eigenen Pfahl, rund 3.555 Stöcke je Acre, umgerechnet etwa 8.800 je Hektar – ein Mehrfaches dessen, was in den USA üblich ist. So eng stehende Reben konkurrieren um Wasser und Nährstoffe, tragen wenig und wurzeln tief. Der Name Horsepower verweist darauf, wie diese Reihen bearbeitet werden: Sie sind zu schmal für einen Traktor, die Arbeit übernehmen Zugpferde.

Der Vergleich mit der Côte Brune ist kein Zufall. Baron, aus einer Winzerfamilie der Champagne stammend, hat die nördliche Rhône bewusst zum Vorbild genommen – Pflanzsystem, Syrah, Hanglage im Sinne dichter Bestockung. Der Rocks District liefert dazu die Wärme und die herzhafte, fleischige Aromatik, für die die Weine dieser Gegend bekannt sind.

Jahrgang 2012 – Walla Walla Valley

Der Jahrgang 2012 gilt im Bundesstaat Washington und im angrenzenden Walla Walla Valley als ausgeglichenes, sehr gutes Jahr. Nach einem kühlen Frühjahr folgte ein warmer, trockener und vor allem gleichmäßiger Sommer ohne längere Hitzespitzen. Der Herbst blieb mild und erlaubte eine ruhige, lange Reife.

Die Trauben kamen gesund und vollreif in den Keller, ohne dass die Frische verloren ging. Für Syrah auf den warmen Basaltkieseln bedeutet das Konzentration und Struktur bei erhaltener Spannung – gute Voraussetzungen für einen Wein, der heute, gut ein Jahrzehnt später, in einer schönen Trinkphase steht.

Rebsorte und Herkunft

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2012, ausschließlich aus The Tribe Vineyard. Horsepower Vineyards ist Christophe Barons zweites Label neben Cayuse; es ist den dicht gepflanzten, mit Pferden bearbeiteten Parzellen vorbehalten und entsprechend klein. Von diesem Wein wurden 463 Kisten erzeugt.

Die Konzentration des Weins entsteht im Weinberg, nicht durch Extraktion im Keller: Bei so dichter Bepflanzung bringt jeder einzelne Stock nur wenige Trauben, die kleinen Beeren liefern viel Schale im Verhältnis zum Saft – daher Farbe, Tannin und Tiefe.

Im Glas

Tiefes Rubin mit beginnender Reife am Rand. In der Nase herzhaft, fast blutig: Asche, schwarzer Pfeffer, Steinsalz, schwarze Olive, nasser Stein, Tabak und getrocknete Blüten über dunkler Frucht aus schwarzer Kirsche und Pflaume, dazu getrocknete Kräuter, Paprika und Lakritz.

Am Gaumen vollmundig und konzentriert, mit ausgeprägt salziger Mineralität, reifen Tanninen und großer Länge. Die gut zehn Jahre Flaschenreife haben die Frucht in den Hintergrund und die herzhaften Töne nach vorn gebracht.

Pflanzdichte wie an der nördlichen Rhône, Basalt wie in Châteauneuf, Pferde statt Traktor: ein Syrah, der nach Stein und Fleisch schmeckt.

Bei 16–18 °C servieren. Eine Stunde vorher dekantieren und dabei vom Depot trennen. Heute gut trinkreif, mit weiterem Potenzial bis etwa 2032.

Am Tisch

Zu Lammkeule, gegrilltem Rind, Wild, kräftigem Barbecue oder gereiftem Hartkäse. Die herzhaften, salzigen Töne passen besonders zu Lamm mit Oliven und Rosmarin, geschmorter Ochsenbacke und Wildschwein.


Produzent Horsepower Vineyards, Christophe Baron, Walla Walla
Rebsorte 100 % Syrah
Lage The Tribe Vineyard, The Rocks District of Milton-Freewater, Walla Walla Valley (Oregon, USA) · rund 3 Acres · Basaltgerölle
Klassifikation Walla Walla Valley AVA · trocken
Jahrgang 2012
Vinifikation Pflanzung sur échalas, rund 3.555 Stöcke je Acre · Bearbeitung mit Zugpferden
Trinkempfehlung jetzt bis 2032
Auflage 463 Kisten

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Länder/Regionen

Joseph Roty Marsannay Cuvée Boivin 2019

Rotwein · Marsannay · Pinot Noir

Pinot Noir Marsannay AOC · Cuvée Boivin Côte de Nuits (nördlichste) elegant · feingliedrig 2019

Der Marsannay Cuvée Boivin 2019 der Domaine Joseph Roty ist ein reinsortiger Pinot Noir mit reifen Kirschen und Veilchen in Duft und Geschmack. Wärmend, elegant und feingliedrig – Burgund von seiner schönsten Seite.


Marsannay – das „Goldene Tor" zur Côte de Nuits

Marsannay ist die nördlichste Appellation der Côte de Nuits und liegt unmittelbar südlich von Dijon – oft das „Goldene Tor" zur Côte de Nuits genannt. Als einzige Dorf-Appellation der Region ist sie für Rot, Weiß und Rosé zugelassen; rund 40 Winzer bewirtschaften gut 302 Hektar in Marsannay-la-Côte, Chenôve und Couchey. Die Rotweine aus Pinot Noir zeigen einen eleganten, fruchtbetonten Stil.

Die Domaine Joseph Roty zählt zu den renommierten Adressen von Gevrey-Chambertin; ihr Marsannay „Cuvée Boivin" bringt diese Handschrift auf zugänglicher Stufe.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Trotz der Wärme bewahrten die Trauben eine bemerkenswerte Frische; die Reben lieferten konzentrierte, vollreife Frucht.

Für die roten Burgunder steht 2019 für reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker Jahrgang, der die elegante Art dieses Marsannay schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Frucht, feines Tannin und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Reife Kirschen und Veilchen in Duft und Geschmack. Am Gaumen wärmend, elegant und feingliedrig, mit feiner Frucht, frischer Säure und einem harmonischen Abgang.

Reife Kirsche und Veilchen, wärmend, elegant und feingliedrig – Burgund von seiner schönsten Seite.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter.


Lage: Marsannay (nördlichste Côte de Nuits); Cuvée Boivin
Klassifikation: Marsannay AOC
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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Spanien

Allegranza Tempranillo

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla · Tempranillo

100 % Tempranillo Vino de la Tierra de Castilla 600 bis 800 m Reben über 30 Jahre Handlese 3 Monate französische Eiche vegan

Hammeken Cellars Allegranza Tempranillo ist ein trockener Rotwein aus Zentralspanien. Der reinsortige Tempranillo von über 30 Jahre alten Reben wächst auf der Hochebene von Kastilien-La Mancha und reift rund drei Monate in französischer Eiche. Im Glas klares Rubinrot mit violetten Reflexen, ein intensives Bukett aus roten Beeren, Pflaumen und schwarzen Kirschen – vollmundig, mit weichen Tanninen.


Die Hochebene von Kastilien-La Mancha

Der Allegranza trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla, die die Weinbaugebiete von Kastilien-La Mancha südöstlich von Madrid umfasst – die größte zusammenhängende Rebfläche der Welt. Die Reben stehen auf der zentralspanischen Meseta zwischen 600 und 800 Metern Höhe.

Das Klima ist ausgeprägt kontinental: heiße, trockene Sommer mit Temperaturen über 35 Grad, kalte Winter mit Frost, dazwischen kaum Niederschlag. Was diese Bedingungen erträglich macht, ist die Höhe. Sie sorgt für kühle Nächte und damit für große Tag-Nacht-Unterschiede – die Trauben reifen in der Sonne aus, behalten in der Nacht aber ihre Säure. Die kalkhaltigen Ton- und Sandböden speichern die Winterfeuchte und geben sie über den regenlosen Sommer an die Wurzeln ab.

Tempranillo heißt in dieser Region traditionell Cencibel und ist hier seit Jahrhunderten die bestimmende rote Sorte. Alte Anlagen stehen oft als Buschreben ohne Bewässerung; sie tragen wenig, aber konzentriert. Die Trauben für diesen Wein stammen von Stöcken mit über dreißig Jahren. Hammeken Cellars wurde 1996 vom Dänen Nicholas Hammeken gegründet, sitzt in Jávea in der Provinz Alicante und arbeitet mit Partnerbetrieben in zahlreichen spanischen Anbaugebieten.

Handlese, Stahlgärung, drei Monate Holz

Reinsortiger Tempranillo, von Hand gelesen. Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert im Edelstahl – kühl geführt, damit die Frucht im Wein bleibt und nicht in der Gärluft verloren geht.

Es folgen rund drei Monate in französischer Eiche. Diese kurze Zeit ist bewusst gewählt: Sie rundet die Gerbstoffe und legt eine feine Röstnote an, ohne die Frucht zu überdecken – das Gegenteil des klassischen spanischen Barriqueausbaus über ein oder zwei Jahre. Französische statt amerikanischer Eiche verstärkt diesen Effekt, weil sie weniger Vanille und Kokos abgibt. Geschönt wird ohne tierische Hilfsstoffe, der Wein ist vegan.

Im Glas

Klares Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein intensives Bukett aus roten Beeren, Pflaume und schwarzer Kirsche, dazu Gewürze und eine markante Eukalyptusnote. Am Gaumen vollmundig und dicht, mit saftiger Frucht, feinen Röstnoten und weichen Tanninen. Langer Abgang.

Drei Monate Holz statt zwölf: gerade genug, um die Tannine zu runden, zu wenig, um die Frucht zuzudecken.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig, eine halbe Stunde offen im Glas reicht. Jung zu trinken, solange die Frucht im Vordergrund steht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lammragout, Schmorgerichte, Couscous mit Fleisch und Hartkäse. Ebenso zu Gegrilltem, Chorizo, Paprikagemüse und allem mit Röstaromen – ein zugänglicher, fruchtbetonter Tempranillo für herzhafte Küche, nicht für filigrane Gerichte.


Produzent Hammeken Cellars, Jávea, Provinz Alicante
Rebsorte 100 % Tempranillo
Lage Kastilien-La Mancha · Hochebene auf 600 bis 800 m · kalkhaltige Ton- und Sandböden
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla · trocken
Vinifikation Handlese · temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahl · vegan
Ausbau rund drei Monate in französischer Eiche
Rebenalter über 30 Jahre
Trinkempfehlung jung trinken

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Frankreich

Jean-Philippe Fichet Meursault Le Tesson 2021

Weißwein · Meursault · Chardonnay

Chardonnay Meursault Lieu-dit · Le Tesson Côte de Beaune 2021 Premier-Cru-Niveau

Der Meursault Le Tesson 2021 der Domaine Jean-Philippe Fichet ist ein laserpräziser, mineralischer Chardonnay aus einem der besten Village-Lieux-dits Meursaults – fern jedes butterig-holzigen Klischees, fokussiert und auf Premier-Cru-Niveau.


Le Tesson – Lieu-dit auf Premier-Cru-Niveau

Der prestigeträchtige Lieu-dit Le Tesson verdankt seinen Namen den „tessons" – Kalksteinsplittern, die den Boden prägen. Die ost-exponierte Parzelle liegt auf einem ausgewogenen Boden zwischen Ton und Kalk über einem Untergrund aus Kalkmergel, auf denselben Höhenlinien wie die besten Crus von Meursault, in direkter Fortsetzung der Premiers Crus.

Le Tesson wird daher qualitativ oft mit einem Premier Cru verglichen; Fichets Version übertrifft regelmäßig die Premier-Cru-Abfüllungen anderer Erzeuger – fokussiert wie ein Laserstrahl, mit Gewicht und Länge am Mittelgaumen.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war im Burgund ein klassischer, kühler Jahrgang. Ein verheerender Aprilfrost und feuchte Witterung reduzierten die Mengen drastisch und verlangten höchste Sorgfalt im Weinberg; gelesen wurde spät.

Das Ergebnis sind präzise, spannungsreiche Weißweine mit moderaten Alkoholen, lebendiger Säure und klarer Herkunft – eine Rückkehr zum „klassischen" Burgunder-Stil nach den warmen Vorjahren.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021.

Fichet arbeitet kompromisslos auf Transparenz: niedrige Erträge durch strengen Winterschnitt, lange sanfte Pressung, eine kühl gestartete Gärung. Der Ausbau dauert insgesamt rund 18 Monate – etwa 12 Monate im Fass (überwiegend gebraucht, mit geringem Neuholzanteil) bzw. in österreichischen Foudres, gefolgt von sechs Monaten im Tank. Auf aggressives Bâtonnage wird bewusst verzichtet.

Im Glas

Im lagen- und haustypischen Profil: Zitronenöl und Zitruszeste, Birne, geröstete Haselnuss und weiße Blüten über einem Grund aus zerstoßener Kreide. Am Gaumen konzentriert und satiniert, mit klarem Schnitt und viel Energie; eine salzig-mineralische Spannung trägt den Wein zu einem langen, präzisen Abgang.

Fokussiert wie ein Laserstrahl – salzige Mineralität, klarer Schnitt und große Länge.

Profitiert von Reife; Trinkfenster etwa 2025–2032. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Gegrillter Hummer, Steinbutt, Cèpes-Risotto oder Edelfisch in Buttersauce. Nach einigen Jahren Reife auch ein großer Begleiter zu gereiftem Käse.


Lage: Meursault „Le Tesson" (Côte de Beaune); ost-exponierter Lieu-dit, ton-kalkiger Boden über Kalkmergel, auf Premier-Cru-Höhenlinien
Klassifikation: Meursault (Village-Lieu-dit)
Ausbau: Chardonnay; lange Pressung, ~18 Monate (12 Monate Fass/Foudre, wenig neues Holz, +6 Monate Tank), wenig Bâtonnage

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